Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

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PeterK
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon PeterK » Fr 8. Feb 2019, 17:46

Wolverine hat geschrieben:(08 Feb 2019, 17:37)
Meinst Du Jordanien?

H2O hat geschrieben:(08 Feb 2019, 17:42)
Wo liegt der, und ist der augenblicklich menschenleer?

Selbstverständlich meine ich (Trans-)Jordanien - BTW: 78% des Mandatsgebiets.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon H2O » Fr 8. Feb 2019, 18:01

PeterK hat geschrieben:(08 Feb 2019, 17:46)

Selbstverständlich meine ich (Trans-)Jordanien - BTW: 78% des Mandatsgebiets.


So kommt man aber nicht weiter. Dann zerstört man Jordanien und hat ein weiteres Terrornest. Den "Schwarzen September 1970" gab es dort schon einmal. Die Nuß ist nicht so einfach mit "1923" zu knacken!

https://www.bpb.de/internationales/asie ... inas?p=all
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Dark Angel » Fr 8. Feb 2019, 18:09

PeterK hat geschrieben:(08 Feb 2019, 17:28)

Die arabischen Palästinenser haben doch seit dem 25. März 1923 einen eigenen Staat.

Nein die "Palästinenser" haben keinen eigenen Staat und hatten auch nie einen, weil es "Palästinenser" überhaupt erst seit 1967 gibt.
Vorher waren das ganz "stino" Araber, die im britischen Mandatsgebiet lebten.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon PeterK » Fr 8. Feb 2019, 18:14

Dark Angel hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:09)
Nein die "Palästinenser" haben keinen eigenen Staat und hatten auch nie einen, weil es "Palästinenser" überhaupt erst seit 1967 gibt.
Vorher waren das ganz "stino" Araber, die im britischen Mandatsgebiet lebten.

Begreife "Palästinenser" einfach als Menschen, die in Palästina leb(t)en.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Dark Angel » Fr 8. Feb 2019, 18:15

PeterK hat geschrieben:(08 Feb 2019, 13:36)

Das ist IMO ein ziemlich naiver Kommentar Deinerseits. Du schriebst von "aktiv Hilfe leisten". Ich vermute mal, dass Israel keine deutschen U-Boote braucht. Die hat es ja schon.

Ach meinst du?


PeterK hat geschrieben:(08 Feb 2019, 13:36)Wie geschrieben: Wer weiß (außer Dir) schon genau, ob und wie Teile der BW dort helfen (können)?

Es ging dabei um ein hypothetisches Hilfeersuchen seitens Israel.
Remeber: Merkels Geschwätz von "Israels Sicherheit ist deutsche Staatsraison"
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Fr 8. Feb 2019, 18:33

PeterK hat geschrieben:(08 Feb 2019, 17:23)

Danke Dir. Vieles hat offenbar mit den sogenannten "besetzten Gebieten" zu tun. Ich meine, D solle sich in solchen Fragen geschichtsbewusster entscheiden und mit Israel stimmen.

Ich meine, Deutschland sollte sich an der Charta der UN orientieren, die sich für die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, den Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit einsetzt und dann nach bestem Wissen und Gewissen denjenigen seine Stimme geben, der in der augenblicklichen Situation eine Stimme benötigt.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Dark Angel » Fr 8. Feb 2019, 18:35

PeterK hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:14)

Begreife "Palästinenser" einfach als Menschen, die in Palästina leb(t)en.

Zu dumm nur, dass das historische Palästina (griech. Palaistine) exakt die Region ist, die heute Gaza-Streifen genannt wird.
Die Bezeichnung "Palästina" für das gesamte Gebiet, das der Völkerbund unter britische Mandatschaft stellte ist eine Erfindung des 20. Jh.
Die Menschen die dort lebten verstanden sich eben NICHT als Palästinenser, sondern als Araber.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Fr 8. Feb 2019, 18:41

think twice hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:33)

Ich meine, Deutschland sollte sich an der Charta der UN orientieren, die sich für die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, den Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit einsetzt und dann nach bestem Wissen und Gewissen denjenigen seine Stimme geben, der in der augenblicklichen Situation eine Stimme benötigt.


Genau das tut sie ja, und weil sich der Iran, Syrien, die Türkei, Nord-Korea, Russland, Myanmar, China, Irak, Pakistan, Quatar, S-A, Somalia, Venezuela etc. so dem Schutz der Menschenrechte, der Sicherung des Weltfriedens,
der Verurteilung von Terror, überhaupt um alles Gute in der Welt verdient gemacht haben, werden sie von der Bundesregierung auch bei der UN unterstützt.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon imp » Fr 8. Feb 2019, 18:44

think twice hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:26)

Man kann ja durchaus einzelne Aktionen von einzelnen Politikern für falsch halten und kritisieren, aber die gesamte Bundesregierung für antisemitisch zu erklären, so wie es hier täglich geschieht, ist einfach nur gaga.

Ich habe an der Bundesregierung in der Frage wenig zu kritisieren. Trotz Maas.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon PeterK » Fr 8. Feb 2019, 18:45

Dark Angel hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:35)
Zu dumm nur, dass das historische Palästina (griech. Palaistine) exakt die Region ist, die heute Gaza-Streifen genannt wird.
Die Bezeichnung "Palästina" für das gesamte Gebiet, das der Völkerbund unter britische Mandatschaft stellte ist eine Erfindung des 20. Jh.
Die Menschen die dort lebten verstanden sich eben NICHT als Palästinenser, sondern als Araber.

Nur kurz und zu Deiner Information: Vor 1948 haben sich viele Juden, die im Mandatsgebiet lebten, als "Palästinenser" bezeichnet.

Nun aber wirklich BTT: TT hat natürlich Recht mit ihren Anmerkungen zum eigentlichen Thema des Threads.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 8. Feb 2019, 19:00

H2O hat geschrieben:(08 Feb 2019, 09:45)

Hinterher lästern... meinetwegen. Aber sinnvoller wäre es aus meiner Sicht, derart vollmundige Aussagen zur deutschen Staatsraison zu "hinterfragen". Merkwürdig, daß es keinen Journalisten gibt, der diese Fragen stellt... weder in Israel noch in Deutschland. Nichts geht über Offenheit und Klarheit.


Was wollen Sie mir mit "hinterher lästern..." zu einer eindeutigen Faktenlage (anno 1973 im Jom Kippur - Überfall auf Israel und dem miesen Verhalten Deutschlands) hier eigentlich unterstellen? Es wäre besser, politische Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen.



Merken Sie sich bitte, oder noch besser, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Deutschland einen "Dreck" an Hilfe und Unterstützung unternahm, als die Existenz des Staates Israel durch den hinterhältigen Angriff am Jom Kippur-Tag !! mehr als bedroht war. Im Gegenteil, das belegte politische Handeln der Bundesrepublik Deutschland war Verweigerung von Hilfe in höchster Not. Es waren die USA, die Israel und seinen Menschen mit ihrer Unterstützung und kriegswichtigem Nachschub das "Leben und die sichere Existenz retteten". Verteidigen und ums Überleben kämpfen musste Israel mit seiner IDF ohnehin allein. Gegen drei Armeen, die Israel und die Juden vernichten und töten wollten.

Das damalige Verhalten Deutschlands war so beschämend und erschütternd, daß man das gar nicht in Worte fassen kann.

Und genau diese scheinheilige Haltung legt die heutige Bundesrepublik Deutschland ebenfalls an den Tag. Im schönen Einklang mit der ebenso scheinheiligen und israelfeindlichen EU, die nicht einmal einen Hehl aus Ihrer Sympathie und einseitigen Haltung zugunsten von Terroristen und Judenhasser macht, die nur ein Ziel haben: Juden zu töten und den Rechtsstaat Israel zu vernichten.

Da wollen Sie also in den Raum stellen, dies alles sei heute ganz anders? - Deutschland würde Israel beistehen, mit allem, was möglich wäre?
Träumen Sie weiter. Und gucken Sie weg, wie damals die Bundesregierung, gerade mal 28 Jahre nach der Shoa wegsah. Obwohl da die Erinnerung an die Naziverbrechen und die Auslösung aller Juden eigentlich noch sehr präsent gewesen sein müsste...Was aber für die noch immer nazidurchtränkte
damalige Bundesrepublik Deutschland offenbar kein Problem war: Wegzusehen oder besser, ungerührt zuzusehen, ohne zu helfen, wie dieser Staat Israel und seine Menschen damals um das nackte Überleben kämpften.

Sie glauben also wirklich, dass das 70 Jahre danach nicht mehr so wäre? - Wenn sich kaum noch jemand an die Shoa erinnert oder zunehmender Antisemitismus von rechts und links in unserer Gesellschaft und quer durch alle politischen Lager eine immer mehr grassierende anti-israelische Stimmung erzeugt und zulässt. Iranische Mullahaktivisten in Deutschland vereint mit Al Quas-Demonstranten marschieren, "Juden ins Gas grölen" und israelische Flaggen verbrennen. Und Deutschland mit all seiner Staatsräson ungerührt zusieht. Ohne auch nur irgendetwas dagegen zu unternehmen.

Ausser leeren Worten und scheinheiliger Empörung ist hier rein gar nichts erkennbar, an Solidarität mit Israel.
Und militärisch ist es eher so, dass Deutschland bei dem kleinen Israel Drohnen geleast hat, damit man nicht vollkommen belämmert dasteht mit den hausgemachten wehrtechnischen Defiziten...
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 8. Feb 2019, 19:26

Die mehrheitlich und für die gesamte EU geltende aussenpolitische Haltung der EU gegenüber Israel IST israelfeindlich. Das ist Fakt.

Belegt auch durch das EU-Parlament, das offen einem Antisemiten und dessen gedungen Lügen über Israel und die Juden genau dafür
"standing ovations" gab.. Das ist israelfeindlich und antisemitisch noch dazu. Und zwar als offenkundige Haltung
all der Parlamentarier, die mindestens mit einer 2/3 Mehrheit ihrer Abgeordneten diesem Lügner, Terrorpaten und Judenhasser Abbas
ihre Solidarität und Zustimmung zeigten. Angeführt vom damaligen Häuptling dieses EU-Parlaments, der den Herrn und seine
Äusserungen "inspiring" fand. Wie DA bereits erwähnte.

Nur gut, dass dieser SPD-scheinheilige Parlamentspräsident, der in seiner Amtseigenschaft offen gegen Israel an der Seite
der Palästinenser stand, genauso wie das EU-Parlament, wenigstens als Kanzlerkandidat durchfiel. Wenn auch aus anderen
Gründen. Wenigstens das...
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Fr 8. Feb 2019, 20:02

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(08 Feb 2019, 19:26)


Nur gut, dass dieser SPD-scheinheilige Parlamentspräsident, der in seiner Amtseigenschaft offen gegen Israel an der Seite
der Palästinenser stand, genauso wie das EU-Parlament, wenigstens als Kanzlerkandidat durchfiel. Wenn auch aus anderen
Gründen. Wenigstens das...

Ob Schulz nun offen auf der Seite der Palästinenser stand, wage ich zu bezweifeln. Das hiesse ja, dass er sich auch offen zur Hamas bekannt hätte. Davon ist mir nichts bekannt. Aber es ist wohl tatsächlich so, dass sich die Weltgemeinschaft inzwischen mehrheitlich auf die Seite des palästinensischen Volkes stellt und das hat sicherlich seinen Grund.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Keoma » Fr 8. Feb 2019, 20:06

think twice hat geschrieben:(08 Feb 2019, 20:02)

Ob Schulz nun offen auf der Seite der Palästinenser stand, wage ich zu bezweifeln. Das hiesse ja, dass er sich auch offen zur Hamas bekannt hätte. Davon ist mir nichts bekannt. Aber es ist wohl tatsächlich so, dass sich die Weltgemeinschaft inzwischen mehrheitlich auf die Seite des palästinensischen Volkes stellt und das hat sicherlich seinen Grund.

Natürlich.
Verrätst du uns auch, was er deiner Meinung nach ist?
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 8. Feb 2019, 21:28

Keoma hat geschrieben:(08 Feb 2019, 20:06)

Verrätst du uns auch, was er deiner Meinung nach ist?

Meiner Meinung nach ist das tiefsitzender, latenter Antisemitismus, verbunden mit dem Glauben an die antisemitische Propaganda aus Pallywood.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Feb 2019, 22:54

Die deutsch-israelischen Beziehungen sind gut und freundschaftlich.
Gleichwohl gibt es auch ein paar Meinungsverschiedenheiten, die wichtigste davon ist die Frage der iranischen Bombe.

Die Worte des israelischen Premiers und des deutschen Außenministers vermitteln ein Bild der guten Beziehungen:

>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 9. Feb 2019, 04:23

think twice hat geschrieben:(08 Feb 2019, 20:02)

Ob Schulz nun offen auf der Seite der Palästinenser stand, wage ich zu bezweifeln. Das hiesse ja, dass er sich auch offen zur Hamas bekannt hätte. Davon ist mir nichts bekannt. Aber es ist wohl tatsächlich so, dass sich die Weltgemeinschaft inzwischen mehrheitlich auf die Seite des palästinensischen Volkes stellt und das hat sicherlich seinen Grund.


Es ist etwas anders. Die mehrheitlich antisemitische und antisisraelische Weltgemeintchaft steht zweifellos auf der Seite des Terrorismus und Judenhasses gegen Israel. Was sich an dem Verhalten der Uno und der einseitigen, regelmäßigen Verurteilung Israels zeigt. Ebenso an der Haltung der EU und seines Parlaments erkennbar. So man an der tatsächlichen Faktenlage interessiert ist und nicht an der Gouttierung von Mord an Juden und Vernichtungsstrategien des "illegalen, zionistischen Gebildes", das auf der Agenda dieses sog. "pal. Volkes" und seiner politischen Mordbuben steht.

Miteingeschlossen all jene Unterstützungspartner wie Iran, die ebenso die Vernichtung des Staates Israels als mullahgewordene Staatsräson auf dem politischen Schirm haben. Zu denen D besonders ökonomisch interessante Beziehungen hegt und pflegt. Wenn es um's Geld geht,
ist D bereit, sogar die eigene Großmutter dem Teufel zu verkaufen. Oder ungerührt zuzusehen, wie ein Staat und seine Menschen mit einer unglaublich hinterlistigen Aggression eines Angriffskrieges überzogen wurden. Den man gezielt begann an jenem Tag, an dem in Israel praktisch alles für innere Einkehr und persönliches Gedenken still steht. Das war so (belegt durch das Handeln Deutschlands). Und es ist weiterhin so. Nichts deutet innerhalb der tatsächlichen politischen Handelns der deutschen Regierung und ihrer EU-konformen, antiisraelisch geprägten Haltung auf eine Änderung hin. Ausser leere Worte.

In diesem Zusammenhang ist es umso bedenklicher, dass D mit dem Putinregime nun auch noch zusätzlich pipelinemäßig kungelt. Ein Regime, das mit einem der miesesten Terroruntertützungsakteure und erklärten Israelhasserland wie Iran in Nahost beste und innige Verbundenheit praktiziert.

Ein weiterer Hemmschuh deutscher Politik, die erhöhte Abhängigkeit vom Kremlwohlwollen und dessen eiskalten Machtinteressen gebiert. Und es zusätzlich erschwert, klar auf Seiten Israels zu stehen. Auch im Ernstfall. Aber wirtschaftliche Interessen, vormals die Abhängigkeit von Öl, die man 1973 unumwunden für wichtiger hielt als die Sicherheit und Existenz des Staates Israel haben und hatten als tatsächliche Staatsräson Deutschlands schon immer Vorrang.
Heute ist es eben hauptsächlich das Gas. Nicht mehr das Öl. Unseligerweise...
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Dark Angel » Sa 9. Feb 2019, 13:08

odiug hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:55)

Die verstehen sich heute wahrscheinlich immer noch kulturell als Araber.
Die nennen sich halt Palästinenser, weil der Rest der Welt sie so nennt .
Das ist ein marketing Ding und nennt sich branding.
Es ist aber egal wie man sie nennt, der Punkt ist, sie haben ähnlich wie die Kurden die Arschkarte gezogen :(

Nein, sie nennen sich NICHT Palästinenser, weil der Rest der Welt sie so nennt, sondern weil das 1967/1968 in der PLO-Charta so festgelegt wurde.
VOR dem Sechstage-Krieg gab es keine "Palästininensische Befreiungssbewegung" ganz einfach, weil es weder Palästinenser noch einen Staat Palästina gab (der befreit werden konnte). Die "Palästinenser" entdeckten erst NACH dem Sechstage-Krieg ihre "nationale Identität" - NACHDEM das Westjordanland von Jordanien(!) erobert wurde.

Die Palästinenser nennen sich NICHT Palästinenser, weil der Rest der Welt sie so nennt, sondern umgekehrt, der Rest der Welt nennt sie Palästinenser, weil sie sich - seit 1967 - SELBST so nennen!
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 9. Feb 2019, 15:05

imp hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:31)

...So wenig Deutschland zusehen würde, wie die Juden in Israel ausgelöscht werden...


Wie belegen Sie eigentlich diese steile These, die nichts als eine schönfärberische Behauptung Ihrerseits ist?
Und bestimmt nicht Realität. Schon gar nicht die faktische, vergangene wie im Jahr 1973 beim Jom-Kippur-Überfall.

Damals hat Deutschland nicht nur zugesehen, sondern aktiv durch Hafensperren für US-Nachschub an Israel Hilfe blockiert und
verweigert. Für seine Interessenslage, die die Existenz und Sicherheit des Staates Israel klar hinter eigene, rein ökonomisch
basierte Sorgen um Öl stellte.

Wieso sollte das heute anders sein? Noch dazu in einer Welt, deren Sicherheitsarchitektur und Gemengelage sich gerade
dramatisch verschiebt und von neuen politischen Abhängigkeiten geprägt ist, die nicht gerade für mehr Sicherheit von Israel
stehen, wie die Politik Rußlands in Nahost gerade eindrücklich zeigte und zeigt.

Vielleicht nehmen Sie diese FAKTEN zur Kenntnis, statt irgendeinen gesundbetenden Unsinn hier einzustellen, den Sie sich
ja vielleicht persönlich so vorstellen oder dringend wünschen. Was aber am Ende des Tages einer fast schon
nicht zu überbietenden Naivität gleichkommt und möglicherweise persönlich nötiger Gewissensberuhigung für den täglichen Blick in den Spiegel...
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Re: Umgang der Bundesregierung mit Israel und dem Nahostkonflikt

Beitragvon imp » Sa 9. Feb 2019, 15:20

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(09 Feb 2019, 15:05)

Wie belegen Sie eigentlich diese steile These

Bisher hat es den Beleg nicht gebraucht und so soll es möglichst bleiben. Das zieht sich durch die Grundlagen deutscher Außenpolitik und spielt auch in der Iranpolitik eine Rolle, die du vielleicht anders bewertest. Zu behaupten, das sei bisher keine Grundlinie deutscher Außenpolitik egal wer gerade regiert, ist nicht diskussionswürdig.
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