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Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 17:35
von Aldemarin
Warum kann man eigentlich in Deutschland seinen Wasseranbieter nicht frei wählen? Welche technischen Vorraussetzungen müßten gegeben sein, damit dies möglich ist?
Gibt es Länder, wo man den Wasseranbieter wählen kann?

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 17:41
von John Galt
Den Bürgern fehlen die kognitiven Kompetenzen um sowas selber zu entscheiden.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 18:39
von Walter Hofer
Aldemarin » Sa 1. Mär 2014, 17:35 hat geschrieben:Warum kann man eigentlich in Deutschland seinen Wasseranbieter nicht frei wählen?


Welche Vorteile soll das bringen?

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 19:39
von jack000
Aldemarin » Sa 1. Mär 2014, 17:35 hat geschrieben:Warum kann man eigentlich in Deutschland seinen Wasseranbieter nicht frei wählen?

Weil es totaler Schwachsinn wäre. Die Frage beantwortest du dir bereits selbst mit deiner nächsten Frage:
Welche technischen Vorraussetzungen müßten gegeben sein, damit dies möglich ist?


Gibt es Länder, wo man den Wasseranbieter wählen kann?

Mir zumindest ist keines bekannt. Wie bereits gefragt: Welchen Vorteil versprichst du dir davon?

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 19:56
von John Galt
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 19:39 hat geschrieben:
Aldemarin » Sa 1. Mär 2014, 17:35 hat geschrieben:Warum kann man eigentlich in Deutschland seinen Wasseranbieter nicht frei wählen?

Weil es totaler Schwachsinn wäre. Die Frage beantwortest du dir bereits selbst mit deiner nächsten Frage:
Welche technischen Vorraussetzungen müßten gegeben sein, damit dies möglich ist?


Gibt es Länder, wo man den Wasseranbieter wählen kann?

Mir zumindest ist keines bekannt. Wie bereits gefragt: Welchen Vorteil versprichst du dir davon?


In vielen Ländern gibt es keine Wasserversorgung, weil teilweise riesige Gebiete nur spärlich besiedelt sind. Die bekommen ihr Wasser aus dem Wassertanklaster. Wie hoch sind die Kosten dafür im Vergleich zur staatlichen Zwangswassermafia? (Ein Anschluss an die Wasserversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben).

3,5% der Anbieter sind im privaten Besitz.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 21:04
von jack000
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 19:56 hat geschrieben:
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 19:39 hat geschrieben:Weil es totaler Schwachsinn wäre. Die Frage beantwortest du dir bereits selbst mit deiner nächsten Frage:



Mir zumindest ist keines bekannt. Wie bereits gefragt: Welchen Vorteil versprichst du dir davon?


In vielen Ländern gibt es keine Wasserversorgung, weil teilweise riesige Gebiete nur spärlich besiedelt sind. Die bekommen ihr Wasser aus dem Wassertanklaster. Wie hoch sind die Kosten dafür im Vergleich zur staatlichen Zwangswassermafia? (Ein Anschluss an die Wasserversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben).

3,5% der Anbieter sind im privaten Besitz.

Die Frage stellt sich nicht nach "viele Länder" sondern nach Deutschland und vergleichbaren Ländern.

Kannst du also mal konkret erklären inwiefern eine Privatisierung der Wasserversorgung da Vorteile bringen soll ???

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 23:02
von John Galt
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 21:04 hat geschrieben:
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 19:56 hat geschrieben:
In vielen Ländern gibt es keine Wasserversorgung, weil teilweise riesige Gebiete nur spärlich besiedelt sind. Die bekommen ihr Wasser aus dem Wassertanklaster. Wie hoch sind die Kosten dafür im Vergleich zur staatlichen Zwangswassermafia? (Ein Anschluss an die Wasserversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben).

3,5% der Anbieter sind im privaten Besitz.

Die Frage stellt sich nicht nach "viele Länder" sondern nach Deutschland und vergleichbaren Ländern.

Kannst du also mal konkret erklären inwiefern eine Privatisierung der Wasserversorgung da Vorteile bringen soll ???


Kannst du mal erklären warum jeder Bürger einen Zwangsanschluss an staatliche Anbieter bekommt?

Die Frage ist, was kosten die Alternativen. In Baden-Württemberg z.B. wird das Bodenseewasser bis an die Grenze zu Hessen gepumpt während Regionen irgendwo in Stuttgart ihr Wasser aus irgendwelchen Grundwassertümpeln beziehen müssen. Die Ineffizenz der staatlichen Planwirtschaft ist wohl mal wieder uninteressant?

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: Sa 1. Mär 2014, 23:11
von Walter Hofer
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 23:02 hat geschrieben:
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 21:04 hat geschrieben:Die Frage stellt sich nicht nach "viele Länder" sondern nach Deutschland und vergleichbaren Ländern.

Kannst du also mal konkret erklären inwiefern eine Privatisierung der Wasserversorgung da Vorteile bringen soll ???


Kannst du mal erklären warum jeder Bürger einen Zwangsanschluss an staatliche Anbieter bekommt?

(...)


So weit mir bekannt ist, sind Gelsenwasser und Eurowasser private Unternehmen.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 02:07
von Mind-X
Walter Hofer » Sa 1. Mär 2014, 23:11 hat geschrieben:
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 23:02 hat geschrieben:
Kannst du mal erklären warum jeder Bürger einen Zwangsanschluss an staatliche Anbieter bekommt?

(...)


So weit mir bekannt ist, sind Gelsenwasser und Eurowasser private Unternehmen.
Das Unternehmen heißt Eurawasser.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 02:42
von Cerberus
Wegen dem Wasseranbieter würde ich - im Zweifel - Gott anrufen, bzw. Petrus, glaub ich, wäre hier zuständig. In langen, trockenen Sommern empfehle ich alt-indianische Regentänze (bei "How i Met your Mother", wenn ich nicht irre, soll das recht passabel funktioniert haben).

Wenn Sie hingegen wünschen, dass weitere Lumpen damit Geld verdienen können, indem sie staatlich subventioniert die Bürger bestehlen, dann schlage ich vor, dass Sie das schon für sich selbst so einrichten: Suchen Sie sich in Ihrer Nachbarschaft einen Verbrecher, der gerne jeden Tag von Ihnen 10 Euro kassiert, dafür, dass bei Ihnen Wasser aus der Leitung kommt, oder auch dafür, dass nur der Himmel Ihre Regentonnen füllt. Machen Sie dazu einen Vertrag, dass er, bei mangelnder Zahlungsmoral Ihrerseits, Ihnen die Wasserleitungen abklemmen und obendrein Ihre Regentonnen (und Eimer) im Keller, an einer Kette versiegelt, wegschließen darf.

Für Sonderwünsche würde ich mir noch die Option frei halten "Kundenerziehung", womit Ihr persönlicher Wunscherpresser Ihnen ungestraft die Beine brechen darf (also, wer weiß, er wird schnell nachlässig, der könnte sich hier gute Motivationspunkte setzen).

Für weitergehende Bedürfnisse empfehle ich dann aber doch eher einen Psychiater Ihres Vertrauens. Der macht zwar nur Humbuk, doch kann der Ihnen Pillen geben, dass Sie schon beim Gedanken an Wasser das Kotzen bekommen.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 07:59
von jack000
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 23:02 hat geschrieben:
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 21:04 hat geschrieben:Die Frage stellt sich nicht nach "viele Länder" sondern nach Deutschland und vergleichbaren Ländern.

Kannst du also mal konkret erklären inwiefern eine Privatisierung der Wasserversorgung da Vorteile bringen soll ???


Kannst du mal erklären warum jeder Bürger einen Zwangsanschluss an staatliche Anbieter bekommt?

Kein Bürger kann auf Wasser verzichten.

Die Frage ist, was kosten die Alternativen. In Baden-Württemberg z.B. wird das Bodenseewasser bis an die Grenze zu Hessen gepumpt während Regionen irgendwo in Stuttgart ihr Wasser aus irgendwelchen Grundwassertümpeln beziehen müssen. Die Ineffizenz der staatlichen Planwirtschaft ist wohl mal wieder uninteressant?

Wie hätte die Privatwirtschaft das denn geregelt?

http://www.zvbwv.de/uploads/media/BWV_I ... e_2011.pdf

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 08:14
von NMA
@ John Galt

Deshalb kann man ja Palästinenser einen vielfachen Preis verlangen, gegenüber dem Leitungspreis für die Juden in deren unrechtmäßigen Siedlungsgebieten. Und in Lima steht man kurz vor einem Bürgerkrieg der Armen in den Slums, die auf dem Tanklaster angewiesen sind, gegen die Reichen mit Wasserleitung.

Wasserversorgung darf nicht profitabhängig geleitet werden. Es ist Elementarversorgung. Schlimm genug ist das mit dem Strom. Das bremst die Energiewende stark aus. Wäre die Stromversorgung noch in staatlicher Hand, ließe sich viel leichter umbauen.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 08:18
von Adam Smith
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 21:04 hat geschrieben:
Kannst du also mal konkret erklären inwiefern eine Privatisierung der Wasserversorgung da Vorteile bringen soll ???


Keinen, weil der Bürger sich den Versorger nicht aussuchen kann. Entweder er hat er also genau einen staatlichen Versorger oder genau einen privaten Versorger. Und wenn der private Versorger Monopolist ist, dann versagt die Marktwirtschaft.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 08:23
von Adam Smith
New Model Army » So 2. Mär 2014, 08:14 hat geschrieben: Wäre die Stromversorgung noch in staatlicher Hand, ließe sich viel leichter umbauen.


Das hat m.E. andere Gründe. Keiner möchte halt so eine Stromtrasse vor seiner Nase haben.

http://www.westfalen-blatt.de/nachricht ... 46234/613/

Eine gewaltige neue Stromleitung soll Windenergie von der Küste in den Süden Deutschlands transportieren. Der geplante Trassenverlauf liegt seit heute auf dem Tisch. Doch schon jetzt zittern Politiker und Netzbetreiber vor dem Zorn der Bürger.


http://www.focus.de/immobilien/energies ... 92793.html

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 09:01
von pudding
Aldemarin » Sa 1. Mär 2014, 18:35 hat geschrieben:Warum kann man eigentlich in Deutschland seinen Wasseranbieter nicht frei wählen? Welche technischen Vorraussetzungen müßten gegeben sein, damit dies möglich ist?
Gibt es Länder, wo man den Wasseranbieter wählen kann?

Kannst du doch, Aldi, Lidl oder den Bach vor der Haustür wenn's regnet, schaff' dir 'ne Zisterne an oder zapf das Abwasser deiner Nachbarn ab, alles möglich.
Vielleicht schwebt dir auch noch ein eigener Atemluftanbieter vor?

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 09:02
von pudding
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 18:41 hat geschrieben:Den Bürgern fehlen die kognitiven Kompetenzen um sowas selber zu entscheiden.

Klar doch, die dummen Bürger und der gescheite John, alles klar. Hauptsache alles vermarkten, Profit und Betrug und Schindluder aussetzen. :(
Fragt sich wessen kognitive Fahigkeiten da sehr beschränkt sind.

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 09:06
von pudding
John Galt » Sa 1. Mär 2014, 20:56 hat geschrieben:
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 19:39 hat geschrieben:Weil es totaler Schwachsinn wäre. Die Frage beantwortest du dir bereits selbst mit deiner nächsten Frage:



Mir zumindest ist keines bekannt. Wie bereits gefragt: Welchen Vorteil versprichst du dir davon?


In vielen Ländern gibt es keine Wasserversorgung, weil teilweise riesige Gebiete nur spärlich besiedelt sind. Die bekommen ihr Wasser aus dem Wassertanklaster. Wie hoch sind die Kosten dafür im Vergleich zur staatlichen Zwangswassermafia? (Ein Anschluss an die Wasserversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben).

3,5% der Anbieter sind im privaten Besitz.

Na klar, dann hast du deinen Trinkwassertank im Haus und jede Woche kommt der Wassertanker und macht dat Dingen voll. :D

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 09:10
von pudding
Adam Smith » So 2. Mär 2014, 09:18 hat geschrieben:
jack000 » Sa 1. Mär 2014, 21:04 hat geschrieben:
Kannst du also mal konkret erklären inwiefern eine Privatisierung der Wasserversorgung da Vorteile bringen soll ???


Keinen, weil der Bürger sich den Versorger nicht aussuchen kann. Entweder er hat er also genau einen staatlichen Versorger oder genau einen privaten Versorger. Und wenn der private Versorger Monopolist ist, dann versagt die Marktwirtschaft.

Tut sie das noch nicht oft genug?

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 12:53
von Walter Hofer
Mind-X » So 2. Mär 2014, 02:07 hat geschrieben:
Walter Hofer » Sa 1. Mär 2014, 23:11 hat geschrieben:
So weit mir bekannt ist, sind Gelsenwasser und Eurowasser private Unternehmen.
Das Unternehmen heißt Eurawasser.



sehr schön, endlich einer, der aufpasst. Ich dachte schon, in diesem fred sind alle eingeschlafen.

Außer Eurawasser gibt es bei den größeren Privaten noch Veolia und Remondis in Form eine Gesamtdienstleisters im Bereich Waser/Abwasser/Abfall-Wirtschaft - nebst den ca. 15.000 regionalen Versorgern.


Greets, Walter,
der oft Fehler einstreut, um Mods immer in Bewegung zu halten :)

Re: Warum keine freie Wahl des Wasseranbieters?

Verfasst: So 2. Mär 2014, 13:04
von Adam Smith
pudding » So 2. Mär 2014, 09:10 hat geschrieben:Tut sie das noch nicht oft genug?


Der Kapitalismus ist erfolgreicher denn je.