Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 15:43

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben:Die Südländer waren zu teuer, ihre Preisentwicklung wich aber weniger stark vom Inflationsziel aber als die deutsche Preisentwicklung (eben ins andere Extrem).
Könntest Du diesen Satz mal mit Sinn unterlegen ? Formal wie inhaltlich.
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben:Klar haben diese Länder ihre Binnennachfrage gestärkt, das zweifellos, aber sie verloren Wettbewerbsfähigkeit
Wieso aber ? Es ist dort genau das passiert, Das was Du nun für Deutschland forderst/wünscht.
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben: Um diese Entwicklung umzukehren, muss der Süden an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen
Unbestritten und auch von niemanden (hier) bestritten.

Aber nicht in dem andere Länder verzichten (sage das mal den Asiaten),
sondern nur in dem sie selbst den "Arsch hoch kriegen". (Blumig gesprochen)
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben:Es heißt einfach nur, dass Deutschland im stärkeren Maße teurer werden muss als die anderen (Löhne hoch).
Nein. Aber das wirst Du in 100 Jahren nicht verstehen.

Und Du konntest immer noch nicht darlegen warum

a) Daimler einfach seine Löhne erhöhen sollte (und die eigenen Produkte verteuern)

b) Du Deutschland einfach (sinnloserweise) an die Wand fahren willst.

Südeuropa ist genau nach "Deinen Konzept" an die Wand gefahren. Dein "toller Vwl" - Ansatz.

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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:15

Skull » Mi 5. Feb 2014, 15:43 hat geschrieben:Könntest Du diesen Satz mal mit Sinn unterlegen ? Formal wie inhaltlich.


Das "aber" sollte natürlich "ab" heißen. War vermutlich die Autokorrektur.

Die Zielinflationsrate für den Euroraum war 2%, wurde im Durchschnitt auch erreicht, aber die Südperipherie war drüber, Deutschland drunter.
Nur die Preisentwicklung in Frankreich entsprach weitgehend den Zielvorstellungen.

Es ist dort genau das passiert, Das was Du nun für Deutschland forderst/wünscht.


Deutschland ist auch in der Situation, viel zu wettbewerbsfähig zu sein und seine Partner an die Wand zu drücken.

Unbestritten und auch von niemanden (hier) bestritten.

Aber nicht in dem andere Länder verzichten (sage das mal den Asiaten),
sondern nur in dem sie selbst den "Arsch hoch kriegen".


Och komm, jetzt mach nicht den Zollagenten, du hattest die Hürde doch schon genommen.
Logisch muss ein Anstieg der Wettbewerbsfähigkeit der Südperipherie mit einem Verlust von Wettbewerbsfähigkeit bei anderen einhergehen.


Und Du konntest immer noch nicht darlegen warum

a) Daimler einfach seine Löhne erhöhen sollte (und die eigenen Produkte verteuern)

b) Du Deutschland einfach (sinnloserweise) an die Wand fahren willst.

Südeuropa ist genau nach "Deinen Konzept" an die Wand gefahren. Dein "toller Vwl" - Ansatz.


Keiner will Deutschland "an die Wand" fahren!
Man muss sich nur mal von dem Gedanken lösen, Deutschland ginge es gut, wenn es mit seinen Partnern Wettkampf der Nationen spielt (und diesen "gewinnt").

Mit diesen enormen Leistungsbilanzüberschüssen bringt Deutschland nur die zwingend damit einhergehenden Defizitländer unter Druck (diese müssen immer Schuldner sein, Deutschland immer Gläubiger).
Im Endeffekt profitiert Deutschland doch viel mehr von ausgeglichenen Handelsbeziehungen, nicht davon, dass wir hier "den Gürtel enger schnallen" und andere Länder niederkonkurrieren.

Um das wirklich zu verstehen (oder wenigstens eine fundierte Gegenposition zu finden.....und nicht diesen Blödsinn, den du jetzt Zollagent-like von dir gibst), empfehle ich, sich tatsächlich mal Quellen anzuschauen. Ich verlinke sie ja sehr regelmäßig...
Zuletzt geändert von prime-pippo am Mi 5. Feb 2014, 16:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 16:28

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:15 hat geschrieben:Och komm, jetzt mach nicht den Zollagenten, du hattest die Hürde doch schon genommen
Und an dieser Stelle beende ich es ersteinmal.


Spiele Du in Deiner Kindergartenwelt einfach weiter herum.

Ersteinmal aber ohne mich. Und die Realität wird sich von Deiner Phantasiewelt nicht beeindrucken lassen.
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:15 hat geschrieben:Um das wirklich zu verstehen (oder wenigstens eine fundierte Gegenposition zu finden.....und nicht diesen Blödsinn, den du jetzt Zollagent-like von dir gibst), empfehle ich, sich tatsächlich mal Quellen anzuschauen. Ich verlinke sie ja sehr regelmäßig...
Absurd. Einfach nur noch absurd...

Aber eigentlich ist das richtig lustig...

mlg
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Robben1986 » Mi 5. Feb 2014, 16:29

Skull » Mi 5. Feb 2014, 15:43 hat geschrieben:
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben:Die Südländer waren zu teuer, ihre Preisentwicklung wich aber weniger stark vom Inflationsziel aber als die deutsche Preisentwicklung (eben ins andere Extrem).
Könntest Du diesen Satz mal mit Sinn unterlegen ? Formal wie inhaltlich.
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben:Klar haben diese Länder ihre Binnennachfrage gestärkt, das zweifellos, aber sie verloren Wettbewerbsfähigkeit
Wieso aber ? Es ist dort genau das passiert, Das was Du nun für Deutschland forderst/wünscht.
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben: Um diese Entwicklung umzukehren, muss der Süden an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen
Unbestritten und auch von niemanden (hier) bestritten.

Aber nicht in dem andere Länder verzichten (sage das mal den Asiaten),
sondern nur in dem sie selbst den "Arsch hoch kriegen". (Blumig gesprochen)
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 15:31 hat geschrieben:Es heißt einfach nur, dass Deutschland im stärkeren Maße teurer werden muss als die anderen (Löhne hoch).
Nein. Aber das wirst Du in 100 Jahren nicht verstehen.

Und Du konntest immer noch nicht darlegen warum

a) Daimler einfach seine Löhne erhöhen sollte (und die eigenen Produkte verteuern)

b) Du Deutschland einfach (sinnloserweise) an die Wand fahren willst.

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Mehr Kapitalismus und mehr Prosperität. Das ist die einzig richtige Richtung, egal welches Land man betrachtet.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:35

Skull » Mi 5. Feb 2014, 16:28 hat geschrieben:
prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:15 hat geschrieben:Och komm, jetzt mach nicht den Zollagenten, du hattest die Hürde doch schon genommen
Und an dieser Stelle beende ich es erstein mal.


Spiele Du in Deiner Kindergartenwelt einfach weiter herum.

Ersteinmal aber ohne mich. Und die Realität wird sich von Deiner Phantasiewelt nicht beeindrucken lassen.

mlg


Wenn deine Phantasiewelt sich so darstellen sollte wie die des Zollagenten, nämlich dass ein Land ewig gewaltige Überschüsse machen könnte (oder sogar alle Länder gleichzeitig Überschüsse machen könnten), wird die Realität auch etwas anderes erweisen.

Da du aber meist nur zur Zerfaserung der Diskussion in Randaspekte (was macht Daimler),blasierten *lach*-Anfällen oder unnötigen rhetorischen Fragen neigst, also nie eine halbwegs runde Gegendarstellung (oder eben Quellen, in denen das nachzulesen ist) lieferst, ist das "Diskutieren" mit dir eh selten lehrreich.

Beste Grüße....ersma... :|
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Skull » Mi 5. Feb 2014, 16:48

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:35 hat geschrieben:Wenn deine Phantasiewelt sich so darstellen sollte wie die des Zollagenten, nämlich dass ein Land ewig gewaltige Überschüsse machen könnte (oder sogar alle Länder gleichzeitig Überschüsse machen könnten), wird die Realität auch etwas anderes erweisen.

Da du aber meist nur zur Zerfaserung der Diskussion in Randaspekte (was macht Daimler),blasierten *lach*-Anfällen oder unnötigen rhetorischen Fragen neigst, also nie eine halbwegs runde Gegendarstellung (oder eben Quellen, in denen das nachzulesen ist) lieferst, ist das "Diskutieren" mit dir eh selten lehrreich.

Beste Grüße....ersma... :|
Nichts. Nichts von alledem (ist korrekt).

E N D E.

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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:19

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:

Warum Sie mich immer wieder in die DDR-Kiste packen wollen... :rolleyes:


Zollagent: Wenn dir der Schuh paßt, mußt du ihn anziehen.

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Der Staat "kann" also regulierend eingreifen. Schön dass das geklärt ist.


Zollagent: Bist du sicher, daß du alles gelesen hast, was ich dir schrieb? Diesen Eindruck habe ich nicht. Du hörst genau da auf, wo du meinst, das gelesen zu haben, was dir gefällt.

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Auf Steuererhöhungen speziell für Branchen war ich nicht aus. Wenn dann gilt die Steuererhöhung bzw. die Abschaffung diverser Ausnahmen natürlich für alle Betroffene. Die Auswirkungen würden indirekt den Export beeinflussen. Es geht nicht um eine Steuer die sich explizit auf die Exporteure stürzt.


Zollagent: Ergo willst du die Binnenwirtschaft auch noch abwürgen. Denkst du deine Ideen und ihre Auswirkungen überhaupt zu Ende? Auch das scheint nicht der Fall zu sein.

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Ein flächendeckender Mindestlohn würde für alle gelten, wie gefordert.


Zollagent: Und den haben wir inzwischen. Wo ist dein Problem?

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Die Tarifautonomie kann so bleiben sofern die Höhe des Mindestlohn nicht unterschritten wird. Außerdem erwähnte ich nur über die Tarifautonomie nachzudenken, weil der Organisationsgrad so niedrig ist.


Zollagent: Niemand denkt über die Reisefreiheit nach, obwohl alle Stubenhocker sind, Niemand denkt über die Meinungsfreiheit nach, obwohl alle die Klappe halten, warum denn nun über die Tarifautonomie? Dir ist hoffentlich bewußt, daß du damit einen gewaltigen Schritt in Richtung Kommandowirtschaft machen würdest. Und damit du klar siehst, da hättest du in mir einen unerbittlichen Gegner.


happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Um das endlich einmal klarzustellen. Ich bin gegen eine Preisfestlegung seitens des Staates allerdings nicht gegen eine Festlegung einer Lohnuntergrenze.
Der Staat hat die Aufgabe und die Möglichkeit Rahmenbedingungen zu setzen und auf dieser Basis argumentiere ich.


Zollagent: Deine Steuer"ideen" sagen allerdings ganz was Anderes aus. Deine Argumentation ist nicht in sich stimmig.


happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Zum mehr-Leisten habe ich mich ja schon zu geäußert: die starke Chancenungleichheit in Deutschland führt dieses Argument ad absurdum. Vielleicht gehe ich das nach einer gründlichen Recherche in einem neuen Thread einmal an.


Zollagent: Es gibt sie nicht, deine Schimäre "Chancenungleicheit". Ich selber und meine vier Brüder sind das lebende Beispiel dafür. Vater war Produktionsarbeiter bei Opel, Mutter hat sich in jüngeren Jahren als Magd beim Bauern verdingt. Und trotzdem sind aus den Kindern dieser Verbindung allesamt Leute geworden, die mit Prekarismus nichts zu tun haben. Es ist, wie ich es sagte: Niemand wird etwas geschenkt. Und es gibt keine Chancen ohne eigenen Einsatz. Das ist die Wirklichkeit. Die dekadente Erwartungshaltung "warum hilft mir keiner, mir meine Wünsche zu erfüllen" kann wirklich nur von verweichlichten und verwöhnten Wohlstandskindern kommen.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:20

jack000 » Di 4. Feb 2014, 22:39 hat geschrieben:
zollagent » Di 4. Feb 2014, 21:17 hat geschrieben:Der Staat darf nicht schrankenlos Steuern einführen und er darf schon gar nicht Sonderrecht für einzelne Branchen verordnen. Den Paragraphen dazu findest du im Grundgesetz, Stichwort Gleichbehandlungsgrundsatz. Auch ein Mindestlohn unterliegt Grenzen. Und er darf schlichtweg nicht nur für eine bestimmte Gruppe gelten, sondern er dürfte nur für alle gelten. Die Regulation des Staates ist es, die strengen Grenzen unterliegt. Auch, wenn dir das nicht gefällt. Was die Tarifautonomie angeht, da wird der Staat den Teufel tun und dort Hand anlegen. Es würde zu viele Grundrechte tangieren und hätte keine Chance. Und was den Organisationsgrad angeht, es gibt auch keine Zwangsmitgliedschaft. Auch das wäre unzulässig. Für die "benachteiligte Klientel" heißt das konkret: Mehr lernen, mehr arbeiten, mehr bieten, um die soziale Stellung zu verbessern und nicht nach dem großen Bruder rufen, der per Ordre de Mufti alles festlegen soll. Der kann das nämlich nicht. Zumindest bei dir scheint mir, daß dein Kalender mindestens 25 Jahre nachgeht.

Ich habe da kein Problem mit dem Staat, sondern mit der Tarifautonomie die mir nun 40h/Woche aufdrückt und mir verbietet Sonntags zu arbeiten.

=> Ich will 30-35h/Woche und selbst entscheiden wann ich arbeite und wann nicht !!

Mach dich selbständig. Dann hast du die gewünschten Freiheiten.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:21

prime-pippo » Di 4. Feb 2014, 22:41 hat geschrieben:
Skull » Di 4. Feb 2014, 19:58 hat geschrieben:Mhmmm. Niedriges Lohnniveu ?
Wieviele und welche europäischen Länder haben eigentlich ein höheres Lohnniveau ? 1, 3 , 5 ? Nenne FAKTEN !


Du machst das gleiche, was deinesgleichen immer macht, du berücksichtigst bei der Betrachtung der Lohnniveaus nicht das Produktivitätsniveau.
Direkte Gegenüberstellung der Löhne ist natürlich blödsinnig.
Entscheidend ist die Lohnstückkostenentwicklung, und hier nicht, wie es deinesgleichen gerne macht, die isolierte Betrachtung der Lohnstückkosten im Exportsektor.

Und die Entwicklung der Lohnstückkosten wurde ja schon oft gezeigt:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 625090330&

Und die Wirtschaft hat dann überall völlig gleiche Lohnstücke. Es wird immer amüsanter, wie du deinen Dilletantismus demonstrierst. :D
Zuletzt geändert von zollagent am Mi 5. Feb 2014, 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:25

prime-pippo » Di 4. Feb 2014, 22:53 hat geschrieben:
zollagent » Di 4. Feb 2014, 21:01 hat geschrieben:Auch dieses Märchen enthält kein Körnchen Wahrheit. Die Wirklichkeit der Regaleinräumer in Deutschland korrespondiert in keinster Weise mit den Erfolgen der Exportorientierten Unternehmen. Und, auch wenn es für Hobbysozialisten offenbar niemals begreifbar ist, wir haben in Deutschland eine Tarifautonomie. Und das bedeutet, daß für die Höhe von Löhnen die Tarifpartner zuständig sind und nicht der Staat. Er kann und er wird nicht anordnen, daß "die Löhne steigen müssen". Mir scheint, für unsere Hobbysozialisten dürfen die Freiheiten, die wir uns mühsam erkämpft haben, gerne gegen mehr Staatseinfluß verringert werden. Damit aber haben wir keine guten Erfahrungen gemacht. Wir lassen das besser. Der Staat könnte höhere Löhne über eine Senkung der Abgaben beeinflussen, denn dann bliebe bei gleichbleibendem Brutto mehr Netto. Und ich bin durchaus der Meinung, daß die Menschen mit ihrem Nettolohn besser umgehen können, als der Staat, der ihnen diese Kaufkraft abgreift.


Ich weiß, du hältst von dem Mann nichts, aber ich glaube hier doch eher Herrn Flassbeck, der als Staatssekretär im Finanzministerium exakt mitbekommen hat, wie Lohnzurückhaltung politisch angestrebt wurde.

Und Herrn Ulbricht, der nie eine Mauer bauen wollte, hast du auch geglaubt? Los, erzähl mal, wie das Finanzministerium konkret eine Lohnzurückhaltung verordnet hat und wie mit denen umgegangen wurde, die nicht mitgemacht haben. :p
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:27

prime-pippo » Di 4. Feb 2014, 23:08 hat geschrieben:
krokodol » Di 4. Feb 2014, 22:03 hat geschrieben:Das ist die Lieblingsphobie von zollagent. Personen oder Umstände in einen DDR-Zusammenhang zu bringen, selbst wenn es um Seeschildkröten in Costa Rica geht ... :D


Ich frage mich, ob staatlich verordnete Austerität in Griechenland auch a la DDR ist. Man überlegte hier unverhohlen, die Tarifautonomie zu kippen, um wieder an preislicher Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen.

Aha, da, wo die Sozialisten die Karre in den Dreck gefahren haben, muß dann plötzlich nichts mehr in die richtigen Bahnen gelenkt werden? Nur dort, wo es offensichtlich funktioniert, da darf sie nicht laufen, die Tarifautonomie. Ein wirklich konkretes Beispiel, wie unsere Hobbysozialisten die Freiheiten unserer Gesellschaft ausnützen würden, um sie abzuschaffen.
Zuletzt geändert von zollagent am Mi 5. Feb 2014, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:28

happySchland » Mi 5. Feb 2014, 00:14 hat geschrieben:
zollagent » Di 4. Feb 2014, 20:49 hat geschrieben:Und zu guter Letzt mal wieder das alte Pseudoargument der Sondersteuern für die, "die es ja haben". Im Großen und Ganzen alter Wein in nicht mehr ganz so neuen Schläuchen. Überall der unerschütterliche Glaube an den Staat, "der es regelt". Vielleicht solltet Ihr Euch mal Gedanken darum machen, wie die, "die es haben", dann reagieren? Und ob es dann wirklich noch Investitionen dieser Personen in unserem Staat gäbe.

Der Staat hat Jahre lang dereguliert. Entlastungen für Reiche wurden massiv vorangetrieben.
Das sind mitunter die, die es haben und "es" aufgrund der Entlastungen steigern konnten.
Es darf bezweifelt werden das Reiche maßgeblich zur Investition beitragen. Es darf auch bezweifelt werden das Reiche dadurch ihren Konsum einschränken müssen.

(Der Artenschutz für die Reichen nimmt zuweilen groteske Formen an. Mal ganz allgemein gesprochen)

Und ja, der Staat hat die Aufgabe zu regulieren.

Deine "Zweifel" sind Ausdruck deiner politischen Wunschvorstellungen und Betriebsblindheiten und ersetzen keine Fakten.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:36

pudding » Mi 5. Feb 2014, 09:30 hat geschrieben:
Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 09:32 hat geschrieben:
Wie gesagt, die meisten zahlen schon über Mindestlohn und nein, die Fleischindustrie ist keine der Hauptindustrien Deutschlands. Probiers mal mit Automotive, Maschinenbau und Chemie.

Hat niemand beahuptet...übrigens Chemie .... :p

Wo ist dein Problem mit der Chemie? Man muß nicht nur auf die BASF, das Flaggschiff schauen. Auch die vielen kleinen und mittleren Begleiter, gerade die in der Pfalz kenne ich berufsbedingt gut, machen ihren Schnitt. Und da muß keiner rummotzen "ich kriege zu wenig".
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:38

happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:
Skull » Mi 5. Feb 2014, 08:38 hat geschrieben:mhmm... Interessant für DEINE Argumentation. *lach*

GB =>
I =>
SP =>
F =>


Alles Länder, die in dem betrachteten Zeitraum eine hohe und höhere Lohnentwicklung hatten, als Deutschland.
Also vorbildliche Länder in Deinem Sinne. Die es richtig machten...

Wie ist aber deren Situation seit 2007 ? und gerade heute ? Merkst Du noch was ?

mlg

Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Sie stellen Makrophäönomene gegenüber ohne eine kausale Beziehung dazwischen herzustellen.
Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.

höhere Lohnentwicklung als Deutschland ------------> Wirtschaftliche Situation heute in diesen Ländern
Erklärung? Zusammenhang?
Drittvariablen wie Finanzkrise, Konkurrenz durch Deutschland?

Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.

Na, ja, wer im Glashaus sitzt.... :D Mit laienhaften Erklärungen kennst du dich ja schließlich aus und bei falschen Ergebnissen, oder besser, bei denen, bei denen du eigentlich gar nicht landen willst, da kommst auch du an. :p
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:41

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 10:41 hat geschrieben:
happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Sie stellen Makrophäönomene gegenüber ohne eine kausale Beziehung dazwischen herzustellen.
Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.

höhere Lohnentwicklung als Deutschland ------------> Wirtschaftliche Situation heute in diesen Ländern
Erklärung? Zusammenhang?
Drittvariablen wie Finanzkrise, Konkurrenz durch Deutschland?

Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.


Ich bin wirklich baff, dass Skull nicht zu verstehen scheint, dass Deutschlands Gewinn an Wettbewerbsfähigkeit und der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit weiter Teile des restlichen Europas Hand in Hand gehen.

@Skull: Selbstverständlich verliert ein Land an Wettbewerbsfähigkeit, wenn es durch andere (Deutschland) preislich unterboten wird (damit sind relative Preise gemeint, stell jetzt bitte nicht wieder absolute Preise irgendwelcher Autohersteller gegenüber).
Du siehst, Deutschland hat massiv Wettkampf der Nationen betrieben, ich habe dir die Grafik gezeigt.

Jetzt sagen Spezialisten wie Zollagent, dass das eben alles Wettkampf sei, die anderen Länder müssten dann eben auch ihre Preise (Löhne) drücken um Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen.
Nur ist dies ein Rattenrennen um niedrige Löhne (bedenke weiterhin, dass die Löhne im Verhältnis zur Produktivität gesehen werden müssen...), was soll das?
Wenn das alle Länder machen würden, wäre eine deflationäre Entwicklung die Folge.

Leute, die weder mit dem Begriff Qualität noch mit dem Begriff Innovation umgehen und ihn einordnen können, sind mangels Durchblick nun mal auf "Lohnhöhen" angewiesen. Und auch da kriegen sie es nicht auf die Reihe, die Lohnhöhen in einen Zusammenhang mit dem Ausbildungsniveau zu bringen. Das sind dann genau diejenigen, die einem Herrn Flassbeck nachrennen und sich irgendwann wundern, wenn sie auf den Bauch fallen.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:42

jmjarre » Mi 5. Feb 2014, 11:16 hat geschrieben:
happySchland » Mi 5. Feb 2014, 10:08 hat geschrieben:Das ist weder eine theoriegestützte Erklärung noch überhaupt irgendeine Erklärung.
Sie stellen Makrophäönomene gegenüber ohne eine kausale Beziehung dazwischen herzustellen.
Das ist schlichtweg laienhaft und führt nahezu immer zu falschen Ergebnissen.

höhere Lohnentwicklung als Deutschland ------------> Wirtschaftliche Situation heute in diesen Ländern
Erklärung? Zusammenhang?
Drittvariablen wie Finanzkrise, Konkurrenz durch Deutschland?

Auf A folgt B. Wenn es doch so schön einfach wäre.
So lässt sich nur auf Theorieebene argumentieren indem logisch abgeleitet wird.


Meinst Du, dass man mit teuren Waren, die auch qualitätsmässig unter der Benchmark sind, weltweit überleben kann?

Was ist aus Renault geworden?

Was ist mit Frankreichs Wirtschaft? Italiens Wirtschaft.?

Mir kommt es so vor, als würdest Du für das eintreten, was Griechenland zu Fall brachte: Löhne zahlen, die nichts mit der Produktivität zu tun haben, einen aufgeblähten Staat, der nicht bezahlbar ist usw...

Das kommt dir nicht nur so vor.......
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:44

pudding » Mi 5. Feb 2014, 11:25 hat geschrieben:
Blickwinkel » Mi 5. Feb 2014, 09:32 hat geschrieben:
Klar, hat der Arbeitgeber auch für dich den Arbeitsvertrag unterschrieben? :)

Nein, den kriegt der Arbeitnehmr so wie sich der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gestaltet hat vorgelegt und darf ihn dann unterschreiben.
Aber vielleicht bist ja du schon mal bei einem Arbeitgeber aufgekreuzt und hast ihm deinen eigenen Arbeitsvertrag vorgelegt?

Das, mein lieber Pudding, können Leute machen, die von ihren Arbeitgebern umworben werden, die diese Arbeitgeber haben wollen. Wer sich hingegen aufdrängen muß wie sauer Bier, der hat ein Problem mit Bedingungen stellen. ;)
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:48

prime-pippo » Mi 5. Feb 2014, 16:15 hat geschrieben:
Skull » Mi 5. Feb 2014, 15:43 hat geschrieben:Könntest Du diesen Satz mal mit Sinn unterlegen ? Formal wie inhaltlich.


Das "aber" sollte natürlich "ab" heißen. War vermutlich die Autokorrektur.

Die Zielinflationsrate für den Euroraum war 2%, wurde im Durchschnitt auch erreicht, aber die Südperipherie war drüber, Deutschland drunter.
Nur die Preisentwicklung in Frankreich entsprach weitgehend den Zielvorstellungen.

Es ist dort genau das passiert, Das was Du nun für Deutschland forderst/wünscht.


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Unbestritten und auch von niemanden (hier) bestritten.

Aber nicht in dem andere Länder verzichten (sage das mal den Asiaten),
sondern nur in dem sie selbst den "Arsch hoch kriegen".


Och komm, jetzt mach nicht den Zollagenten, du hattest die Hürde doch schon genommen.
Logisch muss ein Anstieg der Wettbewerbsfähigkeit der Südperipherie mit einem Verlust von Wettbewerbsfähigkeit bei anderen einhergehen.


Und Du konntest immer noch nicht darlegen warum

a) Daimler einfach seine Löhne erhöhen sollte (und die eigenen Produkte verteuern)

b) Du Deutschland einfach (sinnloserweise) an die Wand fahren willst.

Südeuropa ist genau nach "Deinen Konzept" an die Wand gefahren. Dein "toller Vwl" - Ansatz.


Keiner will Deutschland "an die Wand" fahren!
Man muss sich nur mal von dem Gedanken lösen, Deutschland ginge es gut, wenn es mit seinen Partnern Wettkampf der Nationen spielt (und diesen "gewinnt").

Mit diesen enormen Leistungsbilanzüberschüssen bringt Deutschland nur die zwingend damit einhergehenden Defizitländer unter Druck (diese müssen immer Schuldner sein, Deutschland immer Gläubiger).
Im Endeffekt profitiert Deutschland doch viel mehr von ausgeglichenen Handelsbeziehungen, nicht davon, dass wir hier "den Gürtel enger schnallen" und andere Länder niederkonkurrieren.

Um das wirklich zu verstehen (oder wenigstens eine fundierte Gegenposition zu finden.....und nicht diesen Blödsinn, den du jetzt Zollagent-like von dir gibst), empfehle ich, sich tatsächlich mal Quellen anzuschauen. Ich verlinke sie ja sehr regelmäßig...

Wie sähe denn der "höhere Profit" Deutschlands konkret so aus?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon happySchland » Mi 5. Feb 2014, 19:19

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Der Staat "kann" also regulierend eingreifen. Schön dass das geklärt ist.
zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:19 hat geschrieben:Zollagent: Bist du sicher, daß du alles gelesen hast, was ich dir schrieb? Diesen Eindruck habe ich nicht. Du hörst genau da auf, wo du meinst, das gelesen zu haben, was dir gefällt.

Der Staat kann eingreifen. Dem Eingriffsspielraum sind strenge Grenzen gesetzt. So war ihre Aussage. Also schön das dies geklärt ist.
happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Auf Steuererhöhungen speziell für Branchen war ich nicht aus. Wenn dann gilt die Steuererhöhung bzw. die Abschaffung diverser Ausnahmen natürlich für alle Betroffene. Die Auswirkungen würden indirekt den Export beeinflussen. Es geht nicht um eine Steuer die sich explizit auf die Exporteure stürzt.
zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:19 hat geschrieben:Zollagent: Ergo willst du die Binnenwirtschaft auch noch abwürgen. Denkst du deine Ideen und ihre Auswirkungen überhaupt zu Ende? Auch das scheint nicht der Fall zu sein.

Warum abwürgen?
Nein. Das böse Wort Umverteilung soll hier fallen. Also die Umkehrung vom aktuellen Zustand und somit von oben nach unten.

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Ein flächendeckender Mindestlohn würde für alle gelten, wie gefordert.
zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:19 hat geschrieben:Zollagent: Und den haben wir inzwischen. Wo ist dein Problem?

Scherzkeks. Diesen durchlöcherten Käse noch als flächendeckend zu bezeichnen. Er ist zu niedrig angesetzt und zu niedrig um bis 2018 eingefroren zu werden und er ist ganz gewiss nicht flächendeckend.
Jetzt sagen Sie nicht dafür wollen Sie Belege sehen.

happySchland » Di 4. Feb 2014, 21:48 hat geschrieben:Um das endlich einmal klarzustellen. Ich bin gegen eine Preisfestlegung seitens des Staates allerdings nicht gegen eine Festlegung einer Lohnuntergrenze.
Der Staat hat die Aufgabe und die Möglichkeit Rahmenbedingungen zu setzen und auf dieser Basis argumentiere ich.
zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:19 hat geschrieben:Zollagent: Deine Steuer"ideen" sagen allerdings ganz was Anderes aus. Deine Argumentation ist nicht in sich stimmig.

Inwiefern? Der Staat steuert über Steuern. Wie oft habe ich das eigentlich schon geschrieben? Wo ist das Verständnisproblem?

zollagent » Mi 5. Feb 2014, 18:19 hat geschrieben:Zollagent: Es gibt sie nicht, deine Schimäre "Chancenungleicheit".

Sagen Sie aus Erfahrungswerten und übergehen die wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Die große Chancenungleichheit in Deutschland ist empirischer Befund, selbst von systemtreuen Einrichtungen wie dem DWI bestätigt.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... Traum.html
Wie gesagt, das bereite ich mal hübsch auf.
Währenddessen würde alleine schon wenige Sekunden google reichen oder googleschoolar oder man nimmt sich die GESIS vor und schaut sich mal die Bildungstabellen direkt an.

Aus der massiven Chancenungleichheit soll nicht abgeleitet werden das der Staat jedem den Hintern hinterherzutragen hat, damit aus ihm was wird. Er (der Staat) muss die, (und da kommts wieder) Rahmenbedingungen verändern und die Chanchenungleichheit abbauen. Der Einzelne vermag dies nicht. Zum einen hindert ihn die soziale Schließung von oben am Aufstieg und zum anderen bestimmt das soziale Umfeld maßgeblich die Internalisierung, wodurch sogar Aufstiegsgedanken schon gehemmt werden.

Es ist mit Verlaub scheißegal wie Ihr Bildungs- oder Berufsweg ablief. Die Statistik bietet uns das Gesamtbild und das steckt Einzelerfahrungen so offensichtlich in die Tasche das ich glaube, Sie wehren sich nur aus Trotz vor dieser Einsicht, das Statistik > Einzelerfahrung gilt.
Wissenschaft wird eben nicht aus der Egoperspektive betrieben. Manmanman.

Wie der Staat nun die Rahmenbedingungn verändern könnte, ist eine andere Frage.
Zuletzt geändert von happySchland am Mi 5. Feb 2014, 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
Bitte keine Wörter in den Mund legen und beim Thema bleiben.
Vielen Dank!
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Popularem
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Popularem » Mi 5. Feb 2014, 19:50

Antisozialist » Sa 1. Feb 2014, 15:47 hat geschrieben:
Popularem » Sa 1. Feb 2014, 11:49 hat geschrieben:... Talentorientierte Ausbildung statt Druck ....


Es hindert Sie doch niemand daran, Kunstgeschichte zu studieren. Allerdings werden Sie nach dem Studienabschluss wahrscheinlich nur die Wahl zwischen Berufsarbeitslosigkeit und gering bezahlten Hilfstätigkeiten haben.

Es macht keinen Sinn meine Worte so zu interpretieren. Es gibt immer unterschiedliche Möglichkeiten seien Talente einzusetzen. Darum geht es heute doch lange nichtmehr. Oder wer fragt Heute gar noch was man werden will.

Heute lernt man einen Beruf und ist richtig gut. Aber das nutzt einem gar nichts, weil die Arbeitswelt alle Jahre komplett auf den Kopf gestellt wird. Und schon bleibt einem nur noch ein Helferjob. In diesen Jobs gibt es aber eine hohe Fluktuation. Am Ende gerät man noch in die Umschulungsindustrie der Jobcenter. Und dann wird man geschult - mies bezahlt - entlassen. geschult - mies bezahlt - entlassen... was man könnte, sprich Talent, und was man wollte, sprich Motivation interessiert keine Sau mehr.

Das meinte ich damit! Das hat überhaupt nichts mit brotloser Kunst zu tun.

Eine gute Personlabteilung macht sich übrigens genau darum ein Kopf:

Wie kann der Mitarbeiter motiviert werden?
Wie und wo passt er an besten ins Unternehmen?
Wie kann sich der Mitarbeiter weiter entwickeln?

Dazu sind Talent und persönliche Interessen genauso wichtig, wie Leistungsbereitschaft und Lernfähigkeit. Und ich finde es traurig, das solches Denken offensichtlich abhanden kommt.

Ich bin übrigens ein gutes Beispiel für eine Karriere entsprechend meiner Talente. Ich habe mir schon als Schüler einen Computer gekauft, als der Ottonormalverbraucher noch gar nicht wusste, was das sein soll. Ich habe mich immer für Programmierung und Grafik interessiert. Und Heue bin ich Webentwickler und verdiene mit meinem Hobby gutes Geld. und meine Firma verdient mit der Webseite, an der ich mit bastele, gutes Geld.

Das ist ein Beispiel wie Kapitalismus und "Lebe deinen Traum" perfekt zusammen passen können. und ich finde es schade, dass dieser Harmonie immer weniger Chancen gegeben werden, sich frei zu entfalten.

LG Pop
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