Kampfsport (Kampfkunst)

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Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Negator » So 23. Dez 2012, 17:52

In diesem Thread möchte ich über die verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Ringen, Karate, Taekwondo, Kung Fu usw. diskutieren.

Es geht mir vor allem um waffenlose Kampfsportarten, weil man die anderen unter "Fechten" abhandeln kann. Waffen sind aber nicht verboten. :cool:
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Fadamo » So 23. Dez 2012, 18:16

Dann fange mal an :D
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Negator » So 23. Dez 2012, 18:28

Wir schreiben gerade Artikel über die Geschichte des Boxens.
http://murmillo1.blogspot.de/2012/11/an ... f-gab.html

Selber haben wir auch einiges trainiert (Boxen, Budo usw.), aber im Kern liegt uns doch das Fechten (anderer Thread)! :?
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon pmb » Mo 24. Dez 2012, 19:49

Wie du im Betreff deines Beitrags schon angedeutet hast, muss man da prinzipiell zwischen Kampfkunst und Kampfsport unterscheiden.

Boxen z.B wird in in erster Linie als Kampfsport betrieben, d.h. es ist darauf ausgerichtet, dass man sich in einem bestimmten Quadrat bewegt, Handschuhe an hat, damit man sich die zarten Hände nicht kaputt macht und dann aufeinander einkloppt.

Kampfkunst, wie z.B. Ninjutsu wird in erster Linie betrieben um Körper und Geist in Einklang und Gleichgewicht zu bekommen. Hier spielen Wettkämpfe keine Rolle.

Man schaue sich nur mal die großen Boxer an, dann weiß man, wie Boxen den Geist in Gleichgewicht und Einklang bringt.

Ninjutsu ist natürlich auch sehr viel besser geeignet um sich außerhalb des Rings vernünftig verteidigen zu können bzw. um sich aus dem Gefahrenbereich entfernen zu können, da man lernt effektiv zu sein und nicht, an welche Wettkampfregeln man sich zu halten hat.
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 19:54

Negator » So 23. Dez 2012, 17:52 hat geschrieben:In diesem Thread möchte ich über die verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Ringen, Karate, Taekwondo, Kung Fu usw. diskutieren.

Es geht mir vor allem um waffenlose Kampfsportarten, weil man die anderen unter "Fechten" abhandeln kann. Waffen sind aber nicht verboten. :cool:


Ich habe während meines Studiums in München Karate betrieben. Es ging mir nicht darum, einen anderen Menschen im Kampf zu besiegen. Mein Fokus lag auf dem körperlichen und geistigen Ausgleich zu meinem Mathematikstudium. Mein Sensai war eine Frau, die den höchsten Meistergrad als Frau hatte. Sie hat mich sehr viel gelehrt.

Karate ist mehr, als Kampfkunst. Es lehrt Respekt und geistige Kraft.

Und es war toll.
Zuletzt geändert von Sir Porthos am Mo 24. Dez 2012, 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Fadamo » Mo 24. Dez 2012, 20:14

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 19:54 hat geschrieben:
Ich habe während meines Studiums in München Karate betrieben. Es ging mir nicht darum, einen anderen Menschen im Kampf zu besiegen. Mein Fokus lag auf dem körperlichen und geistigen Ausgleich zu meinem Mathematikstudium. Mein Sensai war eine Frau, die den höchsten Meistergrad als Frau hatte. Sie hat mich sehr viel gelehrt.

Karate ist mehr, als Kampfkunst. Es lehrt Respekt und geistige Kraft.

Und es war toll.


Ich habe vor jedem respekt,ob mit oder ohne kampfkunst.
Wer mich respektiert den respektiere ich auch.
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Sir Porthos

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:19

Fadamo » Mo 24. Dez 2012, 20:14 hat geschrieben:
Ich habe vor jedem respekt,ob mit oder ohne kampfkunst.
Wer mich respektiert den respektiere ich auch.


Meine Sensai hat mich gelehrt, auch einen Gegner zu respektieren. Das fällt manchmal sehr schwer. Aber ich halte das für richtig. Wer weiß denn schon, welche Auffassung in dieser Welt die richtige ist ?
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Fadamo » Mo 24. Dez 2012, 20:27

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:19 hat geschrieben: Meine Sensai hat mich gelehrt, auch einen Gegner zu respektieren. Das fällt manchmal sehr schwer.
Da gebe ich dir recht. Mit etwas toleranz kann man aber auch einen gegner bezwingen.
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:30

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 19:54 hat geschrieben:
Ich habe während meines Studiums in München Karate betrieben. Es ging mir nicht darum, einen anderen Menschen im Kampf zu besiegen. Mein Fokus lag auf dem körperlichen und geistigen Ausgleich zu meinem Mathematikstudium. Mein Sensai war eine Frau, die den höchsten Meistergrad als Frau hatte. Sie hat mich sehr viel gelehrt.

Karate ist mehr, als Kampfkunst. Es lehrt Respekt und geistige Kraft.

Und es war toll.

Selbiges habe ich im Taekwon-Do erfahren. Mein Meister war immerhin Vizeweltmeister. Auch ich habe es ohne Wettkämpfe immerhin bis fast zum Dan gebracht, bevor mich andere Interessen wie Wein, Weib und Gesang dazu brachten, mit dem Sport aufzuhören. Immerhin weiss ich, dass ich auch heute noch nichts davon wieder verlernt habe. Zur effektiven Selbstverteidigung reicht es allemal immer noch.
Irgendwann habe ich zwischendurch noch etwas Judo gemacht, eigentlich nur weil das Angebot umsonst da war und ich gerne die Fallschule noch lernen wollte.
Nach ein paar Wochen, noch als Weissgurt, hat mich der Trainer gedrängt bei den kommenden Stadtmeisterschaften mitzumachen. Ich weiss nicht warum, aber ich wurde Stadtmeister. Im Judo habe ich nebenbei dann wenigstens noch den Orangegurt gemacht. Mehr Ehrgeiz konnte ich dafür aber nicht aufbringen.
Sir Porthos

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:38

Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:30 hat geschrieben:Selbiges habe ich im Taekwon-Do erfahren. Mein Meister war immerhin Vizeweltmeister. Auch ich habe es ohne Wettkämpfe immerhin bis fast zum Dan gebracht, bevor mich andere Interessen wie Wein, Weib und Gesang dazu brachten, mit dem Sport aufzuhören. Immerhin weiss ich, dass ich auch heute noch nichts davon wieder verlernt habe. Zur effektiven Selbstverteidigung reicht es allemal immer noch.
Irgendwann habe ich zwischendurch noch etwas Judo gemacht, eigentlich nur als Sempaniweil das Angebot umsonst da war und ich gerne die Fallschule noch lernen wollte.
Nach ein paar Wochen, noch als Weissgurt, hat mich der Trainer gedrängt bei den kommenden Stadtmeisterschaften mitzumachen. Ich weiss nicht warum, aber ich wurde Stadtmeister. Im Judo habe ich nebenbei dann wenigstens noch den Orangegurt gemacht. Mehr Ehrgeiz konnte ich dafür aber nicht aufbringen.


Einen Dan habe ich in der Zeit dort nicht erreicht. Ich war Blaugurt. Und als Sempani habe ich die Zeremonie zu ihrer Begrüßung geleitet.
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Fadamo » Mo 24. Dez 2012, 20:41

Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:30 hat geschrieben: Selbiges habe ich im Taekwon-Do erfahren. Mein Meister war immerhin Vizeweltmeister. Auch ich habe es ohne Wettkämpfe immerhin bis fast zum Dan gebracht, bevor mich andere Interessen wie Wein, Weib und Gesang dazu brachten, mit dem Sport aufzuhören. Immerhin weiss ich, dass ich auch heute noch nichts davon wieder verlernt habe. Zur effektiven Selbstverteidigung reicht es allemal immer noch. Irgendwann habe ich zwischendurch noch etwas Judo gemacht, eigentlich nur weil das Angebot umsonst da war und ich gerne die Fallschule noch lernen wollte. Nach ein paar Wochen, noch als Weissgurt, hat mich der Trainer gedrängt bei den kommenden Stadtmeisterschaften mitzumachen. Ich weiss nicht warum, aber ich wurde Stadtmeister. Im Judo habe ich nebenbei dann wenigstens noch den Orangegurt gemacht. Mehr Ehrgeiz konnte ich dafür aber nicht aufbringen.
Solange du deine kampfsport in der kampfhalle lässt und nicht auf der strasse austrägst, geht es ja noch.
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Clark

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:43

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:38 hat geschrieben:
Einen Dan habe ich in der Zeit dort nicht erreicht. Ich war Blaugurt. Und als Sempani habe ich die Zeremonie zu ihrer Begrüßung geleitet.

Ich hatte zuletzt den 1 Kup, den Braun-schwarzen Gurt, und habe als solcher auch des öfteren den Meister als Trainingsleiter vertreten.
Clark

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:46

Fadamo » Mo 24. Dez 2012, 20:41 hat geschrieben: Solange du deine kampfsport in der kampfhalle lässt und nicht auf der strasse austrägst, geht es ja noch.

Ich kann es nicht verhindern, meine Kampfkunst im Verteidigungsfall auf der Strasse instinktiv zur Abwehr von Gegnern doch zu nutzen. Kam bis jetzt Gottlob selten vor.
Sir Porthos

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:47

Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:43 hat geschrieben:Ich hatte zuletzt den 1 Kup, den Braun-schwarzen Gurt, und habe als solcher auch des öfteren den Meister als Trainingsleiter vertreten.


Ich mußte mich entscheiden, ob ich mich nach dem Studium meiner Leidenschaft der Kirchenmsuik widmen sollte oder den Sport weiter betreibe. Ich habe mich für ersteres entschieden. Um beides ernsthaft zu betreiben, dafür reichte meine Freizeit nicht aus.

Aber Sport mache ich trotzdem. Ich rudere gerne.
Clark

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:56

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:47 hat geschrieben:
Ich mußte mich entscheiden, ob ich mich nach dem Studium meiner Leidenschaft der Kirchenmsuik widmen sollte oder den Sport weiter betreibe. Ich habe mich für ersteres entschieden. Um beides ernsthaft zu betreiben, dafür reichte meine Freizeit nicht aus.

Aber Sport mache ich trotzdem. Ich rudere gerne.

Bei mir war es die Rockband und die damit verbundenen Groupies... ;)
Sir Porthos

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:58

Clark » Mo 24. Dez 2012, 20:56 hat geschrieben:Bei mir war es die Rockband und die damit verbundenen Groupies... ;)


Das ist doch in Ordnung.

Aber ich mag es nicht, viele halbe Sachen zu machen. Lieber mache ich dafür eine Sache gewissenhaft und mit Leidenschaft.
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Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Fadamo » Mo 24. Dez 2012, 21:04

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:58 hat geschrieben: Das ist doch in Ordnung. Aber ich mag es nicht, viele halbe Sachen zu machen. Lieber mache ich dafür eine Sache gewissenhaft und mit Leidenschaft.
Meine leidenschaft ist rotwein trinken :D
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
Clark

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Clark » Mo 24. Dez 2012, 21:28

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 20:58 hat geschrieben:
Das ist doch in Ordnung.

Aber ich mag es nicht, viele halbe Sachen zu machen. Lieber mache ich dafür eine Sache gewissenhaft und mit Leidenschaft.

Der Weg ist das Ziel. Es kommt nicht darauf an, das ursprüngliche Ziel auch wirklich zu erreichen. Ziele können sich auch ändern.
Sir Porthos

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 21:31

Clark » Mo 24. Dez 2012, 21:28 hat geschrieben:Der Weg ist das Ziel. Es kommt nicht darauf an, das ursprüngliche Ziel auch wirklich zu erreichen. Ziele können sich auch ändern.


So ist es. Und ich habe das, was ich lernte, noch nie anwenden müssen auf der "Straße". Das ist gut so. Gnade Gott meinen Feinden, wenn ich wirklich in Rage und Jähzorn verfalle. Das ist eine meiner Charakterschwächen.
Clark

Re: Kampfsport (Kampfkunst)

Beitragvon Clark » Mo 24. Dez 2012, 21:56

Sir Porthos » Mo 24. Dez 2012, 21:31 hat geschrieben:
So ist es. Und ich habe das, was ich lernte, noch nie anwenden müssen auf der "Straße". Das ist gut so. Gnade Gott meinen Feinden, wenn ich wirklich in Rage und Jähzorn verfalle. Das ist eine meiner Charakterschwächen.

Ich musste es schon mehrmals anwenden. Erstaunlicherweise war da nichts von Jähzorn oder so vorhanden. Selbst bei der Messerattacke auf mich nicht. Die Abwehr verlief irgendwie automatisch, das Messer flog weg, kurz bevor es meinen Hals erreichte, dann lag der Angreifer unter mir in einem Judohaltegriff... Es lief ohne Denken ab. Automatisch.
Wir Taekwondoka haben uns zwar immer als etwas eleganter, sozusagen elitärer gefühlt als ein Karateka, wussten aber, dass alle asiatischen Kampfsportler im Prinzip den Lehren des Budoka folgten.
Die Vermeidung eines Kampfes war erste Prämisse. Wenn es aber unausweichlich war, was im Ruhrgebiet leider öfter vorkam, dann waren auch mehrere Gegner kein wirkliches Problem. Nur einmal habe ich mir ein blaues Auge eingefangen, etwa ein Dutzend besoffene Angreifer auf einmal konnte ich nun doch nicht alle zu jeder Zeit im Auge behalten. Nach der Aktion wollte mich der Veranstalter aber trotzdem als Bodyguard engagieren. Ich habe dankend abgelehnt.
Ich wünsche Dir Glück, dass Du nicht in eine solche Situation gerätst, aber ich bin sicher, dass Du auch als Blaugurt schon ähnlich reagieren kannst. Jähzorn lähmt nur die Reaktionen. Du hast im Kampf keine Zeit dazu. Und Rage erst recht nicht. Dann verlierst Du Deine Koordinationsfähigkeit.

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