Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

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Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Nachdem diese These des Strangs wiederholt in unterschiedlichen Strängen quer durch das Forum immer wieder aufgestellt wird, möchte ich diese gerne basierend auf den tatsächlichen Fakten ( Zahlen) diskutieren.

Dazu gehört natürlich auch, dass einheitliches Verständnis über den Begriff "Umverteilung" besteht:

"Der Begriff Umverteilung bezeichnet den Prozess oder das Ergebnis finanz- oder sozialpolitischer Maßnahmen und Entwicklungen, die sich auf die Verfügbarkeit von Einkommen oder Kapital für verschiedene Bevölkerungsgruppen bzw. auf die Einkommens- oder Vermögensverteilung auswirken. Der Begriff „Umverteilung“ ist zunächst neutral, es kann also eine Umverteilung in Richtung größerer Gleichheit oder auch größerer Ungleichheit („von unten nach oben“) zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen erfolgen. Im engeren Sinn, so auch hier, wird darunter bisher oft eine Umverteilung in Richtung größerer Gleichverteilung verstanden"

"Umverteilung durch Steuerpolitik

Steuerliche Methoden der Umverteilung sind
- die Besteuerung von Besitz wie Vermögensteuer, Erbschaftsteuer und Grundsteuer
-ein von der Einkommenshöhe abhängiger Durchschnittssteuersatz. Dies wird im deutschen Steuerrecht durch Grundfreibeträge und Steuerprogression erreicht.
- unterschiedliche Mehrwertsteuersätze für Grundbedarfsgüter, normale Güter und Luxusgüter"

"Umverteilung durch Sozialleistungen und Subventionen
Umverteilung findet auch durch Sozialleistungen und Subventionen statt. Diese sind Gegenstand staatlicher Umverteilungspolitik. Die primäre Einkommensverteilung erfolgt dabei durch die Teilnahme der Wirtschaftssektoren am Wirtschaftsleben mit dem Ziel der Einkommenserzielung (Lohn/Gehalt, Zinseinnahmen, Miet-/Pachteinnahmen, Gewinn). Dies schafft jedoch soziale Ungerechtigkeiten, die durch eine sekundäre Einkommensverteilung ausgeglichen werden sollen. Eine sekundäre Einkommensverteilung findet durch Transferleistungen statt. Ob und inwieweit ein Staat Interesse an einer Umverteilungspolitik über Transferleistungen hat, gibt Aufschluss über die herrschende Wirtschaftsordnung. Sozialstaaten weisen einen hohen Anteil an sekundärer Einkommensverteilung auf. Statistisch ergeben das Volkseinkommen und die Sozialleistungen zusammen das private Einkommen."

und einiges mehr von hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Umverteilung

Meine persönliche Sichtweise ist, dass wir in D durch obige Sachverhalte natürlich eine Umverteilung von oben nach unten haben.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Tom Bombadil
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Ich denke mal, damit ist gemeint, dass immer mehr Menschen immer mehr Geld für die Lebenshaltung aufbringen müssen und dass dieses Geld dann in den Taschen derjenigen landet, die sowieso schon mehr als genug davon haben.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Tom Bombadil hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:26 Ich denke mal, damit ist gemeint, dass immer mehr Menschen immer mehr Geld für die Lebenshaltung aufbringen müssen und dass dieses Geld dann in den Taschen derjenigen landet, die sowieso schon mehr als genug davon haben.
Das ist aber auch eine steile These.
Ist das denn tatsächlich so?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von yogi61 »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:28 Das ist aber auch eine steile These.
Ist das denn tatsächlich so?
Daran ist nicht steil, es ist so.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

yogi61 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:29 Daran ist nicht steil, es ist so.
Ich hatte im Eröffnungspost um Fakten gebeten.

Also- wo sind deine Fakten?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von yogi61 »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:31 Ich hatte im Eröffnungspost um Fakten gebeten.

Also- wo sind deine Fakten?
Ich kann nichts dafür, wenn Du auf dem Mond lebst.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:28 Ist das denn tatsächlich so?
Naja, Firmenbosse und Aktionäre sind halt meistens Menschen mit viel Geld, zumindest in Deutschland.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 12:44
Nachdem diese These des Strangs …

[…]

Meine persönliche Sichtweise ist, dass wir in D durch obige Sachverhalte natürlich eine Umverteilung von oben nach unten haben.
Deine Sichtweise ist aber nicht entscheidend. :)

Mit dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands befasste sich
der Bundestag am Freitag, 8. Juli 2022, in seiner letzten Debatte vor Beginn der Sommerpause.
Auf Antrag der Fraktion Die Linke diskutierten die Abgeordneten über Wege der Armutsbekämpfung in Deutschland.

Laut Paritätischem Armutsbericht 2022 hat die Armut in Deutschland
mit einer Armutsquote von 16,6 Prozent einen traurigen neuen Höchststand erreicht.
13,8 Millionen Menschen müssen demnach hierzulande derzeit zu den Armen gerechnet werden,
600.000 mehr als vor der Pandemie


https://www.bundestag.de/dokumente/text ... 022-902598

[…] mit Wohnsitz in Deutschland im Jahr 2017. Danach steigt die gemessene Vermögenskonzentration deutlich: Das reichste Zehntel der erwachsenen Bevölkerung verfügt nach diesen Daten über etwa 67 Prozent des Gesamtvermögens. Die oberen fünf Prozent halten etwa 55 Prozent des Vermögens, das vermögendste eine Prozent der Bevölkerung etwa 35 Prozent und die Top-0,1-Prozent noch etwa 20 Prozent (zur Methodik siehe: Interner Link: DIW Wochenbericht Nr. 29/2020).

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-un ... erteilung/

Wenn also die Armutsquote steigt…Vermögenskonzentration ebenfalls steigt,
wird man wohl nicht davon sprechen können, dass von „ober NACH unten“ verteilt wird.


DU wirst natürlich darauf hinweisen wollen,
dass die Reicheren ja letztendlich nach und zu den ärmeren über Steuern überhaupt „verteilen“.
Das ist richtig, geht aber an den üblichen Diskussionen VÖLLIG vorbei.
Das überhaupt etwas verteilt wird (von denen die was zu verteilen haben,
zu denen die etwas empfangen) ist unstrittig und keine Frage für niemanden.

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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Skull hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:39 Deine Sichtweise ist aber nicht entscheidend. :)

Mit dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands befasste sich
der Bundestag am Freitag, 8. Juli 2022, in seiner letzten Debatte vor Beginn der Sommerpause.
Auf Antrag der Fraktion Die Linke diskutierten die Abgeordneten über Wege der Armutsbekämpfung in Deutschland.

Laut Paritätischem Armutsbericht 2022 hat die Armut in Deutschland
mit einer Armutsquote von 16,6 Prozent einen traurigen neuen Höchststand erreicht.
13,8 Millionen Menschen müssen demnach hierzulande derzeit zu den Armen gerechnet werden,
600.000 mehr als vor der Pandemie
Da gibt es völlig andere Sichtweisen zu diesen Armutsberichten:

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... wegen.html
https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/ ... gle.com%2F
https://www.sueddeutsche.de/meinung/arm ... duced=true
Textauszug:
"Fast 14 Millionen Menschen leben unter dem Existenzminimum? Klingt erschreckend, stimmt aber so nicht. Und dieser Alarmismus schadet vor allem jenen, denen er eigentlich helfen soll: den Armen. "
[…] mit Wohnsitz in Deutschland im Jahr 2017. Danach steigt die gemessene Vermögenskonzentration deutlich: Das reichste Zehntel der erwachsenen Bevölkerung verfügt nach diesen Daten über etwa 67 Prozent des Gesamtvermögens. Die oberen fünf Prozent halten etwa 55 Prozent des Vermögens, das vermögendste eine Prozent der Bevölkerung etwa 35 Prozent und die Top-0,1-Prozent noch etwa 20 Prozent (zur Methodik siehe: Interner Link: DIW Wochenbericht Nr. 29/2020).

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-un ... erteilung/
Auch hierzu:

https://www.iwd.de/artikel/vermoegensve ... ed-517451/

"Vermögensverteilung: Rentenansprüche machen den Unterschied

Die Ungleichheit der Vermögen ist in Deutschland relativ hoch – so wie in den meisten Staaten, die über ein umfassendes Sozialsystem verfügen. Die Vermögenskonzentration verringert sich allerdings deutlich, wenn beim Vermögen auch Renten- und Pensionsansprüche berücksichtigt werden.
............................................Menschen möchten über Äpfel diskutieren … und Du eröffnest einen Strang zu Birnen. :D
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

yogi61 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:36 Ich kann nichts dafür, wenn Du auf dem Mond lebst.
Ist das eine Faktenbasierte Diskussion? :?:
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Tom Bombadil hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:36 Naja, Firmenbosse und Aktionäre sind halt meistens Menschen mit viel Geld, zumindest in Deutschland.
In D haben wir zig Millionen Bürger, deren Altersvorsorge auch in Aktien& Fonds steckt.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:52 In D haben wir zig Millionen Bürger, deren Altersvorsorge auch in Aktien& Fonds steckt.
Und? Trotzdem stecken sich Großaktionäre und Firmenbosse den Löwenanteil der Gewinne in die Tasche.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Tom Bombadil hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:55 Und? Trotzdem stecken sich Großaktionäre und Firmenbosse den Löwenanteil der Gewinne in die Tasche.
Siehst du hier "Änderungsbedarf" und falls ja , welchen?
Besteuert werden Kapitalgesellschaften ja schon sehr hoch in D.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von yogi61 »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 13:52 In D haben wir zig Millionen Bürger, deren Altersvorsorge auch in Aktien& Fonds steckt.
Jetzt wird es wirklich lustig. In Deutschland haben wir zig Millionen Bürger, die sich keine private Altervorsorge und Aktienpakete leisten können.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

yogi61 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 14:00 Jetzt wird es wirklich lustig. In Deutschland haben wir zig Millionen Bürger, die sich keine private Altervorsorge und Aktienpakete leisten können.
Du scheinst da nicht richtig informiert zu sein.
logischerweise setzt zusätzliche Altersvorsorge eigenes Einkommen voraus.

Nur ist das schon zu weit OT hier im Strang.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von yogi61 »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 14:02 Du scheinst da nicht richtig informiert zu sein.
logischerweise setzt zusätzliche Altersvorsorge eigenes Einkommen voraus.

Nur ist das schon zu weit OT hier im Strang.
Du fängst ja mit diesem OT Mist an, nicht ich.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 14:00Siehst du hier "Änderungsbedarf" und falls ja , welchen?
Ja, ich sehe in der Tat Änderungsbedarf, den Stein der Weisen habe ich aber nicht.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Tom Bombadil hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 14:04 Ja, ich sehe in der Tat Änderungsbedarf, den Stein der Weisen habe ich aber nicht.
Hast du irgendeinen Vorschlag?

Oder auch Yogi61?
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 14:05 Hast du irgendeinen Vorschlag?
Nein.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Jo33 »

Ich würde hier mal als Bsp. anschließen 900 € im Monat mehr, sind scheinbar nicht genug.
Man hat das Gefühl ein Teil der Besserverdienenden hat den Schuss noch nicht gehört, bzw. lebt mittlerweile in einer Parallel Gesellschaft. Es ist einfach ein unverschämdes und unverantwortliches Handeln, gegenüber der Gesellschaft in der aktuellen Zeit.

Daher die Frage sind die Piloten noch sozial, oder sind sie schon asozial mit ihren Verhalten und ihrem völlig überzogenem neuen Gehaltsvorstellungen. Wo man sich angebeblich doch wegen der Inflation, zurück halten soll mit den Gehaltsförderungen, wegen der angeblichen Lohnpreispirale. Was hier aber wieder vorgelebt wird, von Menschen welche eigentlich genug Geld verdienen, ist einfach Abscheulich. Wenn ich mich in meinem Umkreis so umhöre, herrscht die Meinung eigentlich sollte man die Piloten bestreiken und nicht mehr fliegen, bei so einen Schwachsinn, was die da treiben.

Es ist halt wie immer wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es auch zurück.
Dann sollten die nächsten Tarifrunden, auch alle anderen Branchen min. 900 € mehr im Monat fördern, für Jeden. Damit die Gesellschaft wieder sozial gerecht wird.
Es kann keinem Liesa Müller erklären, warum sie nicht auch 900 € im Monat mehr verdienen soll, bei der nächsten Tarifrunde, zumal sie das Geld wohl wesentlich dringender braucht, als die Piloten.

Da ensteht ein neuer sozialer Sprengstoff, man sollte vielleicht doch über einen neuen Spitzensteursatz für Gehälter über 150.000 € nachdenken, um den sozialen Frieden wieder herzustellen.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Jo33 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:07 Ich würde hier mal als Bsp. anschließen 900 € im Monat mehr, sind scheinbar nicht genug.
Man hat das Gefühl ein Teil der Besserverdienenden hat den Schuss noch nicht gehört, bzw. lebt mittlerweile in einer Parallel Gesellschaft. Es ist einfach ein unverschämdes und unverantwortliches Handeln, gegenüber der Gesellschaft in der aktuellen Zeit.

Daher die Frage sind die Piloten noch sozial, oder sind sie schon asozial mit ihren Verhalten und ihrem völlig überzogenem neuen Gehaltsvorstellungen. Wo man sich angebeblich doch wegen der Inflation, zurück halten soll mit den Gehaltsförderungen, wegen der angeblichen Lohnpreispirale. Was hier aber wieder vorgelebt wird, von Menschen welche eigentlich genug Geld verdienen, ist einfach Abscheulich. Wenn ich mich in meinem Umkreis so umhöre, herrscht die Meinung eigentlich sollte man die Piloten bestreiken und nicht mehr fliegen, bei so einen Schwachsinn, was die da treiben.

Es ist halt wie immer wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es auch zurück.
Dann sollten die nächsten Tarifrunden, auch alle anderen Branchen min. 900 € mehr im Monat fördern, für Jeden. Damit die Gesellschaft wieder sozial gerecht wird.
Es kann keinem Liesa Müller erklären, warum sie nicht auch 900 € im Monat mehr verdienen soll, bei der nächsten Tarifrunde, zumal sie das Geld wohl wesentlich dringender braucht, als die Piloten.

Da ensteht ein neuer sozialer Sprengstoff, man sollte vielleicht doch über einen neuen Spitzensteursatz für Gehälter über 150.000 € nachdenken, um den sozialen Frieden wieder herzustellen.
Nur um das mal gerade zu rücken zu dem Thema hier:

Die hohen Gehälter der Piloten "schaden" ja zuerst einmal dem Unternehmen Lufthansa und somit den - wie schon angeführt - Großaktionären der Lufthansa.
Somit wird dann ja von "oben Aktionäre" zu "oben Piloten" umverteilt
Die "Gesellschaft" ist davon eigentlich kaum betroffen, denn per Flugzeug zu verreisen ist eigentlich nicht das, was "Liesa Müller" betrifft.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Jo33 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:07 Ich würde hier mal als Bsp. anschließen 900 € im Monat mehr, sind scheinbar nicht genug.
Man hat das Gefühl ein Teil der Besserverdienenden hat den Schuss noch nicht gehört, bzw. lebt mittlerweile in einer Parallel Gesellschaft. Es ist einfach ein unverschämdes und unverantwortliches Handeln, gegenüber der Gesellschaft in der aktuellen Zeit.

Daher die Frage sind die Piloten noch sozial, oder sind sie schon asozial mit ihren Verhalten und ihrem völlig überzogenem neuen Gehaltsvorstellungen. (...)
Da bist Du meiner Ansicht nach auf dem Holzweg. Die hier angesprochene Umverteilung passiert nicht über eine Verschiebung des Geldes von Geringverdienern zu Besserverdienern. Sie passiert über die fortschreitende Ansammlung von immer mehr Kapital in den Händen von immer weniger Besitzenden. Das ist statistisch vielfach nachgewiesen und es passiert nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Ein Grund dafür: Abhängig Beschäftigte haben für ihre Erwerbstätigkeit nur maximal 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Sie können diese Zeit nicht "ausdehnen". Wer Geld mit der Arbeit seines Kapitals verdient, kann hingegen seine Gewinne steigern, indem er mehr und noch mehr Kapital einsetzt.

Ein anderer Grund: Wenn sich irgendwann an einer bestimmten Stelle sehr viel Kapital angesammelt hat, wird diese Stelle schnell "systemrelevant" und wird dann gern staatlich geschützt. Wir haben das bei den Banken gesehen, die in der Finanzkriese mit gewaltigen Summen gestützt werden. Wir erleben es jetzt wieder, da in großem Maßstab Energieversorger staatlich gestützt werden. Wir Verbraucher müssen dagegen nun Umlagen zahlen und mit höheren Preisen zurecht kommen. Und das angesichts der ziemlich hohen Inflation, die ohnehin schon einen beachtlichen Teil unseres verfügbaren Einkommens wegfrisst. Wir müssen erhebliche Reallohnverluste hinnehmen, während Banken und große Konzerne mit staatlicher Unterstützung ihre "Rentabilität" (sprich: ihre Gewinnmargen) sichern.

Ich will das hier im Moment gar nicht kritisieren. Es gibt durchaus Gründe, die dafür sprechen, nach dieser Systematik vorzugehen. Eine Alternative, die "kurzfristig" umsetzbar ist, fällt mir nicht ein. Ich verweise nur darauf, dass der Strangtitel schon "tendenziös" ist, weil das darin enthaltene Wort "angeblich" unterstellt, dass es in Wahrheit gar keine Umverteilung von unten nach oben gibt. Es gibt sie aber zweifelsfrei. Das ist erwiesen.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von PeterK »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:22 Die hohen Gehälter der Piloten "schaden" ja zuerst einmal dem Unternehmen Lufthansa und somit den - wie schon angeführt - Großaktionären der Lufthansa.
Hinzu kommt, dass die Gehälter angesichts der Verantwortung IMO nicht wirklich "hoch" sind.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:30
Ein Grund dafür: Abhängig Beschäftigte haben für ihre Erwerbstätigkeit nur maximal 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Sie können diese Zeit nicht "ausdehnen". Wer Geld mit der Arbeit seines Kapitals verdient, kann hingegen seine Gewinne steigern, indem er mehr und noch mehr Kapital einsetzt.
Nach dieser These müsste die Lohnquote, also der Teil des volkswirtschaftlich erwirtschafteten der abhängig Beschäftigten, ja kontinuierlich sinken.
Nur ist diese aber in den Jahren ab 2014 bis zur Pandemie kontinuierlich bis auf 73% gestiegen.
Wie passt das zusammen?

I
. Ich verweise nur darauf, dass der Strangtitel schon "tendenziös" ist, weil das darin enthaltene Wort "angeblich" unterstellt, dass es in Wahrheit gar keine Umverteilung von unten nach oben gibt.
Es gibt sie aber zweifelsfrei. Das ist erwiesen.
Hm- die Lohnquote spricht dagegen
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:22 Nur um das mal gerade zu rücken zu dem Thema hier:

Die hohen Gehälter der Piloten "schaden" ja zuerst einmal dem Unternehmen Lufthansa und somit den - wie schon angeführt - Großaktionären der Lufthansa.
Somit wird dann ja von "oben Aktionäre" zu "oben Piloten" umverteilt.
Genau. Und an Ostern kommt ein Hase dahergehoppelt und verteilt innerhalb von ein paar Sekunden ungefähr eine Milliarde bunt bemalter Eier in Deutschland.... Höhere Gehälter der Piloten werden in noch höherer Geschwindigkeit als die Tätigkeit des Osterhasen auf die Flugpreise umgelegt. Da fließt gar nichts von den Großaktionären zu den Piloten. Die Gewinne der Lufthansa sind kontinuierlich gestiegen, trotz aller Lohnkostensteigerungen. Und wenn die Gewinne mal nicht gestiegen sind, lag das nicht an Lohnkosten. Zudem hat dann der Staat eingegriffen.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

Ein Artikel aus einer Zeitung aus dem Jahr 2016. :D

Aber sogar dort stand schon:

Kluft zwischen arm und reich wächst

Die Sozialexpertin Dorothee Spannagel sieht die Hauptursache
für die Ungleichheit in Lohnzuwächsen bei den höheren Gehältern.
Der Niedriglohnbereich sei davon weitgehend abgekoppelt,
sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.
Zudem sei die Bedeutung der Kapitaleinkünfte im Vergleich zum Lohneinkommen gewachsen.


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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:46 Genau. Und an Ostern kommt ein Hase dahergehoppelt und verteilt innerhalb von ein paar Sekunden ungefähr eine Milliarde bunt bemalter Eier in Deutschland....
Höhere Gehälter der Piloten werden in noch höherer Geschwindigkeit als die Tätigkeit des Osterhasen auf die Flugpreise umgelegt.
Das ist ein Parallelprozess im Interesse der Grünen. Fliegen soll doch teurer werden
Da fließt gar nichts von den Großaktionären zu den Piloten. Die Gewinne der Lufthansa sind kontinuierlich gestiegen,
Das ist einfach falsch. Die Aktien sind schon vor Corona massiv gefallen...
Zudem hat dann der Staat eingegriffen.
wegen Corona. Aber nicht davor
Trotzdem dümpelt die Aktie bei 6 Euro.


Nur- um zum Thema zurück zu kommen- von wo "unten" wird denn zu den Piloten(Oben) umverteilt?
erklär mal .
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Skull hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:55 Ein Artikel aus einer Zeitung aus dem Jahr 2016. :D

Aber sogar dort stand schon:

Kluft zwischen arm und reich wächst

Die Sozialexpertin Dorothee Spannagel sieht die Hauptursache
für die Ungleichheit in Lohnzuwächsen bei den höheren Gehältern.
Der Niedriglohnbereich sei davon weitgehend abgekoppelt,
sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.
Zudem sei die Bedeutung der Kapitaleinkünfte im Vergleich zum Lohneinkommen gewachsen.


mfg
Nun, obiges wird ja durch die Anhebung des Mindestlohns kompensiert

Wobei natürlich hier dann fehlt, dass die "Niedriglöhner" meist nicht im gleichen Unternehmen arbeiten wie die mit "höheren Gehältern" ...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:38 Nach dieser These müsste die Lohnquote, also der Teil des volkswirtschaftlich erwirtschafteten der abhängig Beschäftigten, ja kontinuierlich sinken.
Nur ist diese aber in den Jahren ab 2014 bis zur Pandemie kontinuierlich bis auf 73% gestiegen.
Wie passt das zusammen?
Einerseits könnte es da eine Rolle spielen, wie das Volkseinkommen (zu dem die Lohnquote ja in einem direkten Verhältnis steht) sich errechnet. Spielen da internationale Kapitalflüsse eine Rolle?
Zweitens spielt es eine Rolle, dass sich Löhne und Gehälter angesichts ständig stark steigender Kosten (Inflation, Energiepreise) immer schwerer "kumulieren" (sparen) lassen. Die 30 Prozent oberhalb der Lohnqote hingegen werden ständig kumuliert.
Drittens spielt es eine Rolle, dass Produzenten und Kapitalbesitzer einfach aus eigener Entscheidung die Preise ihrer Produkte anheben können. Für Lohn- und Gehaltsempfänger ist es dagegen sehr schwierig, einfach mal ihre Löhne und Gehälter anzuheben. Deshalb haben wir ja gerade diese hohe Inflation. Alles wird teurer und bedeutet Reallohnverluste für alles Lohn- und Gehaltsempfänger. Die Produzenten können ihre gestiegenen Kosten auf die Preise umlegen und damit ihre Gewinne konstant halten. Lohnempfänger können das nicht. Für die wird nur alles teurer.
Hm- die Lohnquote spricht dagegen
Wenn Deine ganze Argumentation auf der Lohnquote beruht, können wird jedes weitere Gespräch einstellen. Es gibt Dutzende, vermutlich sogar hunderte von wissenschaftlichen Untersuchungen weltweit, die genau belegen, dass sich immer mehr Kapital in immer weniger Händen ansammelt. Wenn Du glaubst, all diese Untersuchungen mit dem Hinweis auf die deutsche Lohnquote widerlegen zu können, beglückwünsche ich Dich herzlich.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:59
Nun, obiges wird ja durch die Anhebung des Mindestlohns kompensiert
Das zwischen Deinem Hinweis und „obiges“ 6 Jahre dazwischen lagen,
die die Entwicklung WEITER schoben, magst Du ja ignorieren. ICH…aber nicht.

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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:57 Das ist ein Parallelprozess im Interesse der Grünen. Fliegen soll doch teurer werden
Wow! Fliegen wird nur deshalb teurer, weil die Grünen das so wollen? Wer überweist Dir Dein Geld? Putin?
Nur- um zum Thema zurück zu kommen- von wo "unten" wird denn zu den Piloten(Oben) umverteilt?
erklär mal .
Mach von Deiner Lesefähigkeit Gebrauch. Dann musst Du niemanden mit solch sinnbefreiten Fragen belästigen.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:01 Einerseits könnte es da eine Rolle spielen, wie das Volkseinkommen (zu dem die Lohnquote ja in einem direkten Verhältnis steht) sich errechnet. Spielen da internationale Kapitalflüsse eine Rolle?
Zweitens spielt es eine Rolle, dass sich Löhne und Gehälter angesichts ständig stark steigender Kosten (Inflation, Energiepreise) immer schwerer "kumulieren" (sparen) lassen. Die 30 Prozent oberhalb der Lohnqote hingegen werden ständig kumuliert.
Drittens spielt es eine Rolle, dass Produzenten und Kapitalbesitzer einfach aus eigener Entscheidung die Preise ihrer Produkte anheben können. Für Lohn- und Gehaltsempfänger ist es dagegen sehr schwierig, einfach mal ihre Löhne und Gehälter anzuheben. Deshalb haben wir ja gerade diese hohe Inflation. Alles wird teurer und bedeutet Reallohnverluste für alles Lohn- und Gehaltsempfänger. Die Produzenten können ihre gestiegenen Kosten auf die Preise umlegen und damit ihre Gewinne konstant halten. Lohnempfänger können das nicht. Für die wird nur alles teurer.
Ist nun alles kein Gegenargument bezüglich der gestiegenen Lohnquote ( die ist übrigens Inflationsbereinigt..)
Also der Anteil des Gesamtkuchens, denn die "abhängig Beschäftigen" bekommen.
Der wurde eben nicht kleiner.
Wenn Deine ganze Argumentation auf der Lohnquote beruht, können wird jedes weitere Gespräch einstellen . Es gibt Dutzende, vermutlich sogar hunderte von wissenschaftlichen Untersuchungen weltweit, die genau belegen, dass sich immer mehr Kapital in immer weniger Händen ansammelt. Wenn Du glaubst, all diese Untersuchungen mit dem Hinweis auf die deutsche Lohnquote widerlegen zu können, beglückwünsche ich Dich herzlich.
Du vermischt hier die Aufteilung des Erwirtschafteten ( = Lohnquote) mit der Verteilung der Vermögen in D.
Und diese Verteilung ist- unter Berücksichtigung von Rentenanwartschaften und Pensionsansprüchen- eben nicht "ungleicher" geworden.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:04 Wow! Fliegen wird nur deshalb teurer, weil die Grünen das so wollen? Wer überweist Dir Dein Geld? Putin?
Ich hatte geschrieben, das es den Zielen der Grünen entspricht.
Mach von Deiner Lesefähigkeit Gebrauch. Dann musst Du niemanden mit solch sinnbefreiten Fragen belästigen.
Du kannst meine Frage als also nicht beantworten. ( die war ja, von wem "unten" die höheren Gehälter der Piloten "bezahlt" werden...)
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:07

Ist nun alles kein Gegenargument bezüglich der gestiegenen Lohnquote ( die ist übrigens Inflationsbereinigt..)
Also der Anteil des Gesamtkuchens, denn die "abhängig Beschäftigen" bekommen.
Der wurde eben nicht kleiner.

Du vermischt hier …
Entschuldigung. DU verschmischt gerade.

Die Lohnquote hat NULL Aussagegehalt zu Deiner Ursprungsthese.

Ob Lohnquote steigt oder fällt, hat keinerlei Aussagegehalt zum Thema „Arm und Reich“ driften auseinander.
Auch wenn die Lohnquote auf 90 Prozent steigen würde, hat das keinerlei Aussage uber die Verteilung
von Einkommen und Vermögen INNERHALB der abhängig Beschäftigten.

Wird Einkommen für 50 Prozent verdoppelt und für 50 Prozent nicht,
würde die Schere ja trotzdem weiter aufklaffen.

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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:10Du kannst meine Frage als also nicht beantworten. ( die war ja, von wem "unten" die höheren Gehälter der Piloten "bezahlt" werden...)
Ich habe diese Frage längst beantwortet, ehe Du Dich überhaupt genötigt gesehen hast, mir Deine Frage zu stellen. Deshalb mein Hinweis: Mach von Deiner Lesefähigkeit Gebrauch. Dann müssen wir so einen Mist hier gar nicht erörtern.

Versteif Du Dich ruhig weiter auf Deine Lohnquote. Du widerlegst damit nicht all die Untersuchungen, die eine Anhäufung von immer mehr Kapital in den Händen immer weniger Menschen beweisen. Dazu äußerst Du Dich aus guten Gründen ja überhaupt nicht.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

Skull hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:14 .

Wird Einkommen für 50 Prozent verdoppelt und für 50 Prozent nicht,
würde die Schere ja trotzdem weiter aufklaffen.

... oder auch das Gegenteil davon ;)
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Skull hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:14 Entschuldigung. DU verschmischt gerade.

Die Lohnquote hat NULL Aussagegehalt zu Deiner Ursprungsthese.
Das habe ich auch nicht behauptet.

Es war eine Antwort auf das her:
Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:30 Da bist Du meiner Ansicht nach auf dem Holzweg. Die hier angesprochene Umverteilung passiert nicht über eine Verschiebung des Geldes von Geringverdienern zu Besserverdienern.
Sie passiert über die fortschreitende Ansammlung von immer mehr Kapital in den Händen von immer weniger Besitzenden. Das ist statistisch vielfach nachgewiesen und es passiert nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Ein Grund dafür: Abhängig Beschäftigte haben für ihre Erwerbstätigkeit nur maximal 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Sie können diese Zeit nicht "ausdehnen". Wer Geld mit der Arbeit seines Kapitals verdient, kann hingegen seine Gewinne steigern, indem er mehr und noch mehr Kapital einsetzt.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

3x schwarzer Kater hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:27 ... oder auch das Gegenteil davon ;)
Korrekt. Könnte natürlich in beide Richtungen passieren.

Die Zahlen und Erhebungen der letzten Jahrzehnt(e) zeigen aber in eine Richtung.

Das sich Ungleichheit, Einkommensunterschiede, Vermögensunterschiede … eher (wieder) vergrösserten.

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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:36
Das habe ich auch nicht behauptet.
Nicht ? :D

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 8#p5256618

Ich sehe nur, wenn man DIR wirklich mit Fakten und tatsächlichen Dingen entgegentritt,
Du Deine vollmundig gemachten Aussagen…

ganz schnell kleinredest und relativierst. :dead:

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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:17 Ich habe diese Frage längst beantwortet, ehe Du Dich überhaupt genötigt gesehen hast, mir Deine Frage zu stellen. Deshalb mein Hinweis: Mach von Deiner Lesefähigkeit Gebrauch. Dann müssen wir so einen Mist hier gar nicht erörtern.
Geht es auch ohne diese Art von ad personam ?
Du Dich ruhig weiter auf Deine Lohnquote. Du widerlegst damit nicht all die Untersuchungen, die eine Anhäufung von immer mehr Kapital in den Händen immer weniger Menschen beweisen. Dazu äußerst Du Dich aus guten Gründen ja überhaupt nicht.
Nochmal für dich:

Die Lohnquote sagt etwas aus über eben die Verteilung des Erwirtschafteten an die abhängig Beschäftigten und eben deine oben angeführten Kapitaleigner.
Ob dieses Kapital ( du meinst aber wohl jegliches Vermögen) sich immer mehr "konzentriert"- darüber habe ich nichts geschrieben und ist auch völlig unerheblich im Kontext der der "Aufteilung" des Erwirtschaften zwischen Abhängig Beschäftigten und dem Rest.

Fakt ist, der Gesamtanteil des Kuchens aller abhängig Beschäftigten ist eben gestiegen und somit der Gesamtanteil aller Kapitaleigner eben gesunken.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Skull hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:40 Nicht ? :D

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 8#p5256618

mfg
Ja, nicht.

Das war die Antwort auf das Post von Kohlhaas bezüglich der Kapitalakkumulation.
ch sehe nur, wenn man DIR wirklich mit Fakten und Tatsächlichen Dingen entgegentritt,
Du Diene vollmundig gemachten Aussagen…

ganz achnell kleinredest und relativierst. :dead:

Siehe oben.
Auf die vor mir verlinkten Fakten wird ja nicht eingegangen.
Zuletzt geändert von Realist2014 am So 4. Sep 2022, 16:45, insgesamt 1-mal geändert.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Skull »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:41
Fakt ist, der Gesamtanteil des Kuchens aller abhängig Beschäftigten ist eben gestiegen
und somit der Gesamtanteil aller Kapitaleigner eben gesunken.
Bei einem jahrzehntelangen Nullzinsniveau und gleichzeitigen gestiegenen Vorstands- und Fussballergehältern…

für jeden auch EINFACHST einsehbar und nachvollziehbar. :p

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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Skull hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:45 Bei einem jahrzehntelangen Nullzinsniveau und gleichzeitigen gestiegenen Vorstands- und Fussballergehältern…

für jeden auch EINFACHST nachvollziehbar. :p

mfg
Und widerspricht der "Kohlhaas-These".

Denn obiges sind ja Einkünfte abhängig Beschäftigter und nicht "des Kapitals"
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:41 Geht es auch ohne diese Art von ad personam ?


Nochmal für dich:

Die Lohnquote sagt etwas aus über eben die Verteilung des Erwirtschafteten an die abhängig Beschäftigten und eben deine oben angeführten Kapitaleigner.
Ob dieses Kapital ( du meinst aber wohl jegliches Vermögen) sich immer mehr "konzentriert"- darüber habe ich nichts geschrieben und ist auch völlig unerheblich im Kontext der der "Aufteilung" des Erwirtschaften zwischen Abhängig Beschäftigten und dem Rest.

Fakt ist, der Gesamtanteil des Kuchens aller abhängig Beschäftigten ist eben gestiegen und somit der Gesamtanteil aller Kapitaleigner eben gesunken.
Hör doch mal auf. Du hast auf die von mir angesprochene Kapitalakkumulation geantwortet und behauptet, die Lohnquote würde dagegen sprechen. Zwischenzeitlich hast Du behauptet, um die Lohnquote sei es Dir gar nicht gegangen. Und jetzt kommst Du wider damit daher.

Die von mir angesprochene Konzentration von immer mehr Kapital in immer weniger Händen ist auch nicht "unerheblich" für das von Dir aufgemachte Thema. Sie IST GENAU DAS THEMA! Wenn Du über ein anderes Thema diskutieren willst, dann solltest Du den Strang umbenennen.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Realist2014 »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 16:59 Hör doch mal auf. Du hast auf die von mir angesprochene Kapitalakkumulation geantwortet und behauptet, die Lohnquote würde dagegen sprechen. Zwischenzeitlich hast Du behauptet, um die Lohnquote sei es Dir gar nicht gegangen. Und jetzt kommst Du wider damit daher.

Die von mir angesprochene Konzentration von immer mehr Kapital in immer weniger Händen ist auch nicht "unerheblich" für das von Dir aufgemachte Thema. Sie IST GENAU DAS THEMA! Wenn Du über ein anderes Thema diskutieren willst, dann solltest Du den Strang umbenennen.
Wo ist deine Quelle, dass die Vermögensakkumulation in der von dir angeführten Weise in D statt findet?

Diese 10% , die über 67% des gesamten Vermögens in D verfügen, sind da nicht aussagekräftig.

Hat sich der Gini Koeffizient erhöht?

Hier eine relativ neue Quelle:

"In Deutschland sinkt der Gini-Koeffizient durch die Erweiterung um die Vermögensäquiva-
lente aus der Altersvorsorge im Jahr 2017 um 22 Prozent von knapp 0,8 auf rund 0,6. Die
Verteilung der erweiterten Nettovermögen fällt damit erheblich gleichmäßiger aus als bei
konventioneller Betrachtung."

https://www.vci.de/ergaenzende-download ... studie.pdf
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von jorikke »

Jo33 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:07 Ich würde hier mal als Bsp. anschließen 900 € im Monat mehr, sind scheinbar nicht genug.
Man hat das Gefühl ein Teil der Besserverdienenden hat den Schuss noch nicht gehört, bzw. lebt mittlerweile in einer Parallel Gesellschaft. Es ist einfach ein unverschämdes und unverantwortliches Handeln, gegenüber der Gesellschaft in der aktuellen Zeit.

Daher die Frage sind die Piloten noch sozial, oder sind sie schon asozial mit ihren Verhalten und ihrem völlig überzogenem neuen Gehaltsvorstellungen. Wo man sich angebeblich doch wegen der Inflation, zurück halten soll mit den Gehaltsförderungen, wegen der angeblichen Lohnpreispirale. Was hier aber wieder vorgelebt wird, von Menschen welche eigentlich genug Geld verdienen, ist einfach Abscheulich. Wenn ich mich in meinem Umkreis so umhöre, herrscht die Meinung eigentlich sollte man die Piloten bestreiken und nicht mehr fliegen, bei so einen Schwachsinn, was die da treiben.

Es ist halt wie immer wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es auch zurück.
Dann sollten die nächsten Tarifrunden, auch alle anderen Branchen min. 900 € mehr im Monat fördern, für Jeden. Damit die Gesellschaft wieder sozial gerecht wird.
Es kann keinem Liesa Müller erklären, warum sie nicht auch 900 € im Monat mehr verdienen soll, bei der nächsten Tarifrunde, zumal sie das Geld wohl wesentlich dringender braucht, als die Piloten.

Da ensteht ein neuer sozialer Sprengstoff, man sollte vielleicht doch über einen neuen Spitzensteursatz für Gehälter über 150.000 € nachdenken, um den sozialen Frieden wieder herzustellen.
Jo, ich muss dir gratulieren. Aus jedem deiner Sätze spricht ein ausgeprägtes soziales Verständnis.
Wenn du nun noch etwas tiefer in die Materie einsteigst, kommt möglicherweise noch etwas sinnvolles von dir.
Du hast zwei Prototypen, an denen du deine Kritik festmachst.
1. Liesa Müller, die Versagerin, die Ausbildungsmäßig nichts auf die Reihe bekommen hat und jetzt finanziell am unteren Rand rumkrebst.
2. Piloten, on top der Einkommen.
Du meinst nun Piloten, die einen Job haben, der 1. gut bezahlt und 2. ihn als Druckmittel einsetzen können um noch mehr einzusacken, sollten dieses "Mehr" besser Liesa Müller zukommen lassen.
Kein Zweifel Liesa hätte nicht die geringste Scham das anzunehmen.
Nur, so ein Pilot hat eine verdammt lange Ausbildung hinter sich bevor er Kohle verdient. Abitur. möglicherweise noch ein Studium dann die Pilotenausbildung die mind. z.T. selber finanziert werden muss. Also, wenn so einer mit ca. 32 als Co Pilot anfängt, hat Liesa schon fast 16 Jahre Geld verdient. Wenig, aber immerhin. Der Pilot hat in der Zeit mind. das Doppelte, das Liesa verdient hat, in seine Ausbildung gesteckt.
Um das alles wieder aufzuholen, ist ein ziemlich hohes Gehalt nötig.
Du meinst nun wirklich Gehaltserhöhungen bei Piloten sollten vernünftigerweise Liesa zufallen.
Ich sag dir was: Die doofe Nuss hat nichts für ihr Fortkommen investiert und was Piloten verdienen geht sie einen - du weißt schon - an.
Denk noch mal nach, aber mit weniger Emotionen und mehr Grips.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Kohlhaas hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:30 Wer Geld mit der Arbeit seines Kapitals verdient, kann hingegen seine Gewinne steigern, indem er mehr und noch mehr Kapital einsetzt.
Hinzu kommt: wer Kapital hat, bekam in der Vergangenheit weiteres Kapital zu Nullzinsen nachgeschmissen, und konnte mit dem frischen Kapital wieder Gewinne generieren. Und das alles im Grunde vollautomatisch, ohne einen Finger zu krümmen.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 15:38 Hm- die Lohnquote spricht dagegen
Dann stimmt das gar nicht: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fi ... e-101.html :?:
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Tom Bombadil »

Prinzipiell ist es ja völlig in Ordnung, dass derjenige, der Leistung erbringt, gut verdient. Auch der Kapitalgeber soll gut verdienen, schließlich trägt er ja auch ein Risiko.

Das Grundproblem des freien Wirtschaftens besteht in der Konzentration, die Großen fressen die Kleinen, die Reichen werden immer reicher, die Armen in Relation dazu immer ärmer und auch real werden sie ärmer, wenn sie immer mehr Teile ihres Einkommens für die Deckung der Lebenshaltungskosten ausgeben müssen.

Durch die soziale Marktwirtschaft und Antitrustgesetze kann man dieses Grundproblem aber nicht lösen, sondern nur die Folgen abmildern und verzögern. Ob das auf Dauer reichen wird, bleibt abzuwarten.

Dass man dagegen etwas tun kann, ohne Leistungsträger und Investoren abzuschrecken wage ich zu bezweifeln, das Problem ist ja auch schon sehr alt, die "Lösung" bestand dann meist in katastrophalen Umwälzungen, in denen viel Wohlstand vernichtet wurde.

Der Ukrainekrieg könnte durchaus so eine katastrophale Umwälzung eingeläutet haben, die Frage wird sein, ob die westliche Wirtschaft resilient genug ist, um den hohen Energiepreisen auf absehbare Dauer standzuhalten.

Und das nächste gewaltige Problem erscheint auch schon am Horizont: wie geht man in Zukunft mit Rotchina um, egal ob die Taiwan angreifen oder nicht, so geht es nicht weiter.
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Re: Angebliche Umverteilung von unten nach oben in Deutschland

Beitrag von Kohlhaas »

Realist2014 hat geschrieben: So 4. Sep 2022, 17:07 Wo ist deine Quelle, dass die Vermögensakkumulation in der von dir angeführten Weise in D statt findet?

Diese 10% , die über 67% des gesamten Vermögens in D verfügen, sind da nicht aussagekräftig.

Hat sich der Gini Koeffizient erhöht?

Hier eine relativ neue Quelle:

"In Deutschland sinkt der Gini-Koeffizient durch die Erweiterung um die Vermögensäquiva-
lente aus der Altersvorsorge im Jahr 2017 um 22 Prozent von knapp 0,8 auf rund 0,6. Die
Verteilung der erweiterten Nettovermögen fällt damit erheblich gleichmäßiger aus als bei
konventioneller Betrachtung."

https://www.vci.de/ergaenzende-download ... studie.pdf
Jetzt kommst Du plötzlich mit dem Gini-Koeffizienten daher, nachdem es mit der Lohnquote wohl nicht so geklappt hat.... Es ist echt mühsam mit Dir.

Vorausgeschickt: Der Gini-Koeffizient gibt der Grad der Ungleichheit der EINKOMMENSVERTEILUNG an. Es geht dabei bestenfalls mittelbar um Vermögensbildung oder die Fähigkeit zur Vermögensbildung.

Punkt zwei: Ich werde mir nicht die Mühe machen, jetzt all die Quellen herauszusuchen, in denen die stetig zunehmende Konzentration von Vermögen auch eine immer kleiner werdende Zahl von Menschen belegt wird. Mach das bitte selbst. Die Quellen sind zahllos, und mir glaubst Du doch sowieso nicht.

Punkt drei: Schon der Gini-Koeffizient belegt, dass die Verteilung sehr inhomogen ist. Als Quelle nenne ich hier mal das Bundesamt für politische Bildung, Zahlen von 2017:

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-un ... erteilung/

Es sollte eigentlich nicht "erklärungsbedürftig" sein, dass Menschen, die mehr als 600.000 Euro Vermögen haben, dies sehr viel leichter "vermehren" können, als Menschen mit knapp 13.000 Euro Schulden. Für Dich zum Verständnis: Die Leute in den unteren zehn-Prozent-Gruppen können überhaupt kein weiteres Kapital bilden, weil sie ihr ganzes Geld für Miete und Lebensmittel ausgeben müssen. Die Leute in den oberen Gruppen können Kapital bilden, weil sie so viel Einkommen schlicht und einfach nicht verfressen können. Das führt dann dazu, dass die Besitzenden immer mehr Kapital anhäufen, und die Besitzlosen eben nicht. Auch diese Tatsache erscheint mit dermaßen banal, dass ich auch dafür keine Belege liefern werde.

Anmerkung hierzu: In der verlinkten Grafik geht es nur um PRIVATE HAUSHALTE! Es geht nicht um Konzerne oder Kapitalgesellschaften. Die kommen noch obendrauf!

Dass Du zudem auch noch die Altersvorsorge da reinmergeln willst, macht die Sache völlig unübersichtlich und noch viel wirrer. In Deutschland gibt es eine gesetzliche Rentenversicherung, die beitragsfinanziert ist. Sie ist nicht kapitalfinanziert. Die aktuellen Beitragszahler bringen das Geld auf, das die aktuellen Rentner ausgezahlt bekommen. Nichts davon tritt als "Kapital" oder als "Vermögen" in irgendwelchen Fonds oder Aktienpaketen in Erscheinung. Ein bisschen anders ist das bei Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Da hat der Staat sich immer bemüht, die Renten- und Pensionsanwartschaften durch Geldanlagen bei mutmaßlich rentablen Konzernen zu decken. Die Energieversorger galten da bis vor einigen Jahren als "sichere Bank". Hier handelt es sich aber um einen ziemlich geringen Anteil von Menschen an der Gesamtbevölkerung. Deren Pensionsansprüche werden zu einem großen Teil auch nicht aus Zinsgewinnen aus Anlagen finanziert, sondern aus Steuereinnahmen. Auch diese Menschen haben durch ihren Anspruch auf Altersversorgung kein "Kapital" angespart. So funktioniert Altersversorgung in Deutschland nicht. Auch Beamte kriegen ihre Pension, ganz egal ob die Geldanlagen des Staates Gewinn abgeworfen haben oder nicht. Auch Beamte können das angeblich angesparte "Kapital" nicht weiter vererben.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du Dir nicht die Mühe machen wirst, den gesamten Beitrag zu lesen und verstehen zu wollen.

Wenn Du tatsächlich bis hierhin gekommen bist, könntest Du uns aber vielleicht mal mitteilen, worauf Du mit diesem Diskussionsstrang eigentlich hinaus willst. Ich habe da einen Verdacht, aber den würdest Du nur wieder als "ad personam" abtun. Deshalb behalte ich ihn für mich.

Also erklär Dich einfach mal.
Slava Ukraini
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