Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

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JosefG
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Rautenberger hat geschrieben:(02 May 2020, 17:03)

Sie müssen ja beim Eintritt in die CDU auch kein Bekenntnis zum christlichen Glauben ablegen.
CDU und CSU haben das C nun mal im Namen. Und schon allein deshalb
sollte es auch eine Partei geben, welche den Atheismus im Namen hat.
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Rautenberger
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Rautenberger »

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 17:47)

CDU und CSU haben das C nun mal im Namen. Und schon allein deshalb
sollte es auch eine Partei geben, welche den Atheismus im Namen hat.
Wenn das ein Grund für eine Partei mit Atheismus im Namen ist, dann brauchen wir auch noch eine muslimische, eine jüdische, eine buddhistische, eine hinduistische, eine Spaghettimonsterpartei etc. pp. Die können dann alle fröhlich unter der 5-Prozent-Hürde rumkrebsen, weil es keinen Markt für sie gibt - ebenso wie es keinen Markt für eine Atheistenpartei gibt. Welchen Sinn soll das haben?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Skeptiker »

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 17:47)

CDU und CSU haben das C nun mal im Namen. Und schon allein deshalb
sollte es auch eine Partei geben, welche den Atheismus im Namen hat.
Das C steht aber für „christlich“ und nicht für „Christen“. Das ist ein Unterschied.

So ist es auch ein Unterschied Laizismus zu fördern, oder eine Partei zu gründen, die sich als Vereinigung von Atheisten versteht. Bei einer Partei sollte es um politische Vorstellungen gehen, nicht darum WER Mitglied sein darf/soll. Letzteres ist der Gedanke der Räterepublik. So sollte man eine Partei mE nicht ausrichten.
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JosefG
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Skeptiker hat geschrieben:(02 May 2020, 20:35)

Das C steht aber für „christlich“ und nicht für „Christen“. Das ist ein Unterschied.
Zugegeben. Dennoch: Gibt es in CDU oder CSU bekennende Atheisten?
Rautenberger hat geschrieben:(02 May 2020, 20:24)

ebenso wie es keinen Markt für eine Atheistenpartei gibt.
Das steht keineswegs fest.
Das Abschneiden der Humanisten ist kein Argument,
denn die haben den Atheismus gerade nicht im Namen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Skeptiker »

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 20:51)
Zugegeben. Dennoch: Gibt es in CDU oder CSU bekennende Atheisten?
Bestimmt. Wird man denn beim Eintritt danach gefragt, ob man Christ ist? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber selbst wenn, dann würde man ganz sicher auch als Konfessionsloser aufgenommen werden.
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JosefG
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Skeptiker hat geschrieben:(02 May 2020, 21:28)

Bestimmt.
Bestreite ich hiermit bis zum Beweis des Gegenteils.
Jedenfalls keine in der Öffentlichkeit stehende Person.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Muss ich Mitglied einer christlichen Kirche sein, um Mitglied der CDU werden zu können?

Nein, die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche oder einer anderen religiösen Glaubensrichtung ist keine Voraussetzung für eine CDU-Mitgliedschaft. Grundlage der Politik der CDU ist aber das christliche Verständnis vom Menschen. Unsere Grundwerte sind Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Jeder, der auf dieser Grundlage mit uns Politik für unser Land gestalten will, ist uns herzlich willkommen, unabhängig von der jeweiligen Einstellung zur Religion.
https://www.cdu.de/artikel/fragen-und-a ... liedschaft

Unten auf der Seite ist ein Suchfeld, der Eintrag "atheist" liefert 0 Treffer.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Skeptiker »

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 22:41)

https://www.cdu.de/artikel/fragen-und-a ... liedschaft

Unten auf der Seite ist ein Suchfeld, der Eintrag "atheist" liefert 0 Treffer.
Das Suchfeld findet doch nur Artikel mit thematischem Zusammenhang. Was soll das also beweisen? Ganz offensichtlich nur, dass es auf der Seite keine Artikel gibt, die sich mit dem Thema Atheismus befassen ... :rolleyes:

Im Zitat darüber wird es doch explizit geschrieben. Die Mitgliedschaft in irgendeiner Glaubensrichtung ist nicht Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der CDU. Unmissverständlich! Das "christliche Verständnis vom Menschen" kann auch ein Atheist haben, aber auch das ist nicht Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der CDU, es wird lediglich als Grundlage der Politik der CDU beschrieben.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Progressiver »

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 11:41)

Woher nimmst du die Gewissheit?
Was sollte denn deiner Meinung nach der höhere Sinn allen Lebens auf diesem Planeten sein? Das einzige, was ich feststellen konnte, ist der Punkt, dass sich vor wohl circa 1.2 Milliarden Jahren zufälligerweise eine Art Urzelle allen Lebens entwickelt hatte. Diese hatte sich dann geteilt und vermehrt. Da so etwas aber nicht ohne Fehler und Mutationen abläuft, gibt es heutzutage geschätzt vielleicht mehrere Millionen von Arten auf diesem Planeten. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, wie es uns manche Religionen weismachen wollen, sondern nur eine Art unter vielen. Und als Gattung überweidet er seine Ressourcen gerade derart stark, dass es wohl innerhalb der nächsten hundert bis tausend Jahren zu einem großen Massensterben kommen wird. Es gibt da zwar auch kluge Köpfe, die ein Umdenken fordern. Aber der Mensch ist weder die erste noch die einzige Art auf diesem Planeten, die durch ihren zeitweiligen Erfolg ihr eigenes Grab schaufelt.

Wenn das Leben sich einen Sinn schafft, dann allerhöchstens der, dass es sich immer wieder in immer neuen Genrationen reproduzieren will. Mehr ist da nicht. Alles andere wäre Metaphysik. Und somit Stoff für Religionen. Diese behaupten ja auch, dass es einen höheren Sinn und eine göttliche Ordnung geben solle, dem sich alles Leben unterzuordnen habe. Wer die Lebenspraxis jedoch beobachtet und selbst miterlebt, der wird feststellen, dass das Chaos eher feststellbar ist. Und wie ich schon schrieb: "Wir sind zur Freiheit verdammt." Auf der empirischen Ebene ist weder ein höherer Sinn allen Lebens feststellbar noch eine wie auch immer geartete "göttliche Ordnung". Und als Mensch kannst du machen, was du willst, solange du nicht deinen Mitmenschen schadest. Aber auch hier gibt es keinen höheren Sinn, der für alle gleichermaßen gültig und passend wäre. Das einzige Naturgesetz, dem wir untergeordnet sind, ist dasjenige, dass wir irgendwann einmal jeder für sich sterben müssen. Und da wir ansonsten zur Freiheit verdammt sind, glaube ich auch keinem Religionsanhänger und keinem Ideologen. Es gibt weder göttliche Gesetze noch irgendwelche Gesetze einer kommunistischen Partei im Ablauf der Geschichte oder irgendwelche Gesetze des Marktes, denen wir unbedingt gehorchen müssen. Alle Gesetze, die das menschliche Leben bzw. der Individuen in ihrem Verhalten untereinander betreffen, sind menschengemacht. Und wenn die Leute das kapieren würden, dann wäre dies nicht nur der Tod aller Religionen, sondern auch solcher Herrschaftssysteme wie des Kommunismus oder solch menschenverachtender Wirtschaftssysteme wie dem Kapitalismus. Aber leider wollen die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten nichts von der Freiheit wissen. Stattdessen verharren sie lieber in ihren winzigen religiösen wie ideologischen Gefängnissen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Skeptiker hat geschrieben:(02 May 2020, 23:25)

Das "christliche Verständnis vom Menschen" kann auch ein Atheist haben,
Nicht wenn dazu gehört, dass der Mensch das Geschöpf eines Gottes ist.

https://www.kas.de/de/christliches-menschenbild
Der Mensch erscheint einerseits in seiner Kreatürlichkeit, das heißt als einer, der sich in seiner Herkunft dem schöpferischen Handeln Gottes verdankt und in seiner Vergänglichkeit den übrigen Geschöpfen gleicht. Andererseits erscheint er kraft seiner Begabung mit Freiheit und Vernunft in seiner Kreativität, die ihn über die übrige Schöpfung erhebt und an der schöpferischen Kraft Gottes teilhaben läßt.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Progressiver hat geschrieben:(03 May 2020, 00:06)

Was sollte denn deiner Meinung nach der höhere Sinn allen Lebens auf diesem Planeten sein? Das einzige, was ich feststellen konnte, ist der Punkt, dass sich vor wohl circa 1.2 Milliarden Jahren zufälligerweise eine Art Urzelle allen Lebens entwickelt hatte. ...
Nach meiner Kenntnis ist die heutige Sichtweise die, dass unter gewissen Umweltbedingungen Leben nahezu zwangsläufig entsteht.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Papaloooo »

Progressiver hat geschrieben:(03 May 2020, 00:06)Was sollte denn deiner Meinung nach der höhere Sinn allen Lebens auf diesem Planeten sein?
Das weiß man: 42!
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
carolus

Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von carolus »

@Progressiver,

sie schreiben:
>>>Es sind die Religionen und Ideologien, die behaupten, dass das Leben einen für alle gleichermaßen wichtigen Sinn hätte<<<

in gewisser hinsicht gebe ich ihnen recht.
nur, wie sieht es aus, wenn menschen schauspieler, sänger und personen des öffentlichen lebens auf die ebene eines gottes heben. einfach gesagt, vergöttern?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Billie Holiday »

carolus hat geschrieben:(03 May 2020, 09:53)

@Progressiver,

sie schreiben:
>>>Es sind die Religionen und Ideologien, die behaupten, dass das Leben einen für alle gleichermaßen wichtigen Sinn hätte<<<

in gewisser hinsicht gebe ich ihnen recht.
nur, wie sieht es aus, wenn menschen schauspieler, sänger und personen des öffentlichen lebens auf die ebene eines gottes heben. einfach gesagt, vergöttern?
Ist bei Teenagern meist eine temporäre Angelegenheit, die sich mit der Zeit wieder gibt.
Bei geistig gesunden Erwachsenen habe ich eine fanatische Vergötterung von Promis wie Schauspielern oder Sängern noch nicht erlebt.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Rautenberger »

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 20:51)

Das steht keineswegs fest.
Das Abschneiden der Humanisten ist kein Argument,
denn die haben den Atheismus gerade nicht im Namen.
Das liest sich, als würde eine zahlenmäßig relevante Wählergruppe sehnsüchtig auf eine Partei warten, die sich kompromisslos zum Atheismus bekennt. Warum das so sein sollte, erschließt sich mir nicht. Bei Wahlen muss man IMMER Kompromisse machen und - je nachdem ob man eher Pessimist oder Optimist ist - "das kleinste Übel" oder "das Bestmögliche" wählen. Es gibt heute schon zig Parteien, die man als religionsfern bezeichnen kann und die deshalb für Atheisten wählbar sind. Derart kompromisslose Atheisten, die sich eine Partei wünschen, die die Religion verteufelt oder "in der keine Christen sind", sind - denke ich - eine verschwindend kleine Minderheit.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Liegestuhl »

Gott hat die Partei der Atheisten bisher verhindert.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Progressiver »

Liegestuhl hat geschrieben:(03 May 2020, 13:46)

Gott hat die Partei der Atheisten bisher verhindert.
Es braucht keinen Gott, der eine Partei der Atheisten verhindert. Früher gab es mit der KPD sogar eine dezidiert atheistische Partei. Diese betrieb jedoch Atheismus als Ideologie. Bei den heutigen Atheisten sehe ich das nicht mehr so arg.

Ich selbst bin zahlendes Mitglied im IBKA, also dem Verein des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten. Da es aber hier in Ostwürttemberg keine Vereinstreffen gibt, kann ich mich nur als Karteileiche bezeichnen. Ich lese die Vereinszeitung und auch eine andere Zeitschrift, die mir immer zugeschickt wird. Aber das war es dann schon. Andere sind da eher auch noch in der Giordano Bruno Stiftung organisiert. Aber auch diese stellen nur eine Minderheit der Konfessionsfreien und Atheisten dar.

Was vielleicht ein großes Problem darstellt, das ist der extrem niedrige Organisationsgrad der Atheisten. Aber wieso sollte es anders sein? Es gibt ja auch keine Nicht-Raucherpartei. Wie sollten dann die Menschen zusammenkommen, die sich vor allem durch das Fehlen eines Glaubens an eine höhere Instanz definieren?? Wenn dahinter eine gemeinsame Überzeugung plus Missionierungswusch vorhanden wäre, dann fänden sich bestimmt genug Atheisten, die gemeinsam eine Partei gründen würden. Aber die meisten Konfessionslosen und Atheisten treten ja nicht aus den Kirchen aus, weil sie dann schon wieder in einen neuen Zwangsverein kommen wollen. Es ist folglich kein Gott, der die Atheisten hindert, eine neue Partei zu gründen, sondern schlicht weg die Einstellung, von niemandem mehr indoktriniert werden zu wollen. Manche sind sich vielleicht auch zu bequem. Aber viele haben vermutlich ein derart großes Freiheitsempfinden, dass sie nur in Ruhe gelassen werden wollen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Hier eine Neufassung eines Teils des Eröffnungsbeitrags.

Ziele mit Bezug zum Namen der Partei:

Stärkung der Sichtbarkeit des Atheismus durch die eigene Öffentlichkeitsarbeit

Einführung eines Feiertags "Tag der Sinnsuche und des Denkens an den Tod"

Einführung eines Grundrechts auf Sterben im GG, Freigabe der Sterbehilfe

Klarstellung in GG Art 4, dass eine religiöse Gruppierung, welche die Tötung
von Abtrünnigen oder Atheisten befürwortet, nicht durch das GG geschützt ist.
Dadurch soll die heute erforderliche Abwägung von Grundrechten entfallen.

Streichung des Blasphemieparagraphen 166 im StGB

Bereitstellung von sozialen Einrichtungen und Hilfsangeboten, so dass niemand
gegen seine Überzeugung konfessionelle Angebote in Anspruch nehmen muss.

Die Kirchensteuer soll nicht mehr bei der Einkommensteuer abzugsfähig sein.


Vorschläge für weitere Ziele:

Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid auf Bundesebene,
auch bei Verfassungsänderungen

Einführung eines niedrigen bedingungslosen Grundeinkommens,
beginnend mit einem sehr niedrigen Betrag, der langsam erhöht wird

Bereitstellung einer ausreichenden Zahl billiger Kleinstwohnungen
in ländlichen Regionen.

Stärkung des Rechts auf freie Rede nach dem Vorbild der USA

Freigabe aller Drogen.
Wer im selbst herbeigeführten Rauschzustand eine Straftat begeht,
dem soll keine verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt werden.

Abschaffung entwürdigender Leibesvisitationen.
Abschaffung erzwungener Blutabnahmen.

Verbot von Zwangsbehandlungen in der Psychiatrie

Massive Förderung von Speichertechniken für erneuerbare Energien

Entsorgung von Plastik-Abfällen durch Verbrennen.
Finanzielle Anreize für das Einsammeln von Plastik in der Umwelt

Förderung moderner Verfahren einschließlich Gentechnik
zur Erzeugung vollwertiger Nahrungsmittel für Veganer.

Ende des Schutzes von Wölfen, Bären, Bibern.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von JosefG »

Liegestuhl hat geschrieben:(03 May 2020, 13:46)

Gott hat die Partei der Atheisten bisher verhindert.
Vielleicht würde er eine "Partei der Atheisten und Agnostiker" eher zulassen.

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 9#p4737239
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitrag von Papaloooo »

Liegestuhl hat geschrieben:(03 May 2020, 13:46)

Gott hat die Partei der Atheisten bisher verhindert.
Das ist verkehrt, denn der Babelfisch ist der erste Beweis für die Nichtexistenz Gottes.
Man sagte zu Gott, dass so etwas wie der Babelfisch ein Gottesbeweis sei,
denn ein Wesen dass sich aus den Gehirnwellen eines anderen Wesens ernährt,
und die adaptiven Gehirnwellen des Trägerwesens ausscheidet,
kann nur durch göttliche Intention entstanden sein.

"Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere", sagte Gott," denn ein Beweis ist gegen den Glauben und ohne Glauben bin ich nichts."
"Aber", sagte der Mensch, " der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, nicht wahr? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können.
Er beweist, dass es dich gibt, und darum gibt es dich, deiner eigenen Argumentation zufolge, nicht Quod erat demonstrandum."
"Ach,du lieber Gott", sagte Gott,"daran habe ich gar nicht gedacht", und löst sich prompt in ein Logikwölkchen auf.
"Na, das war ja einfach" sagte der Mensch und beweist, weil's gerade so schön war,
dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben.
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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