neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

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Adam Smith
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 07:16
Nachtrag 2: Nicman lag also gut, mit seiner Vorhersage bei Ankunft Omikron.
Gilt das für die Geschwindigkeit bis zum Erreichen des Wellengipfels?

In Südafrika müssen die Massnahmen ergriffen haben, denn dort war der Peak nur etwas höher als bei den anderen Wellen. Oder es wurde weniger getestet.

https://www.corona-in-zahlen.de/weltwei ... BCdafrika/
0,0 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)
Ob die in Südafrika im Moment überhaupt noch testen?
6,74% Infektionsrate (gesamt)
Oder die Edit H2O verharmlosen nicht mehr.
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H2O
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Schade, daß hier immer wieder Arbeitshypothesen aus der Zeit großer Unkenntnis über die Pandemie als geltende Erkenntnis gedeutet werden können!

Was hat Südafrika denn getan, damit deren Süd-Winterwelle 2022 so niedrig gehalten werden konnte? (Hoffentlich nicht durch Verzicht auf flächendeckende Datenerfassung...)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

Adam Smith hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 07:37 Gilt das für die Geschwindigkeit bis zum Erreichen des Wellengipfels?
Welches Gipfels? Die Frage zeugt von massiven Verstehproblemen!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 08:07 Welches Gipfels? Die Frage zeugt von massiven Verstehproblemen!
Jede Welle hat einen Gipfel. Je schneller er erreicht wird, desto ansteckender ist das Virus.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Die höchsten Inzidenzien gibt es es im Moment in:

Griechenland = 2.526
Südkorea = 1.396
Japan = 1.209
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Die hohe Zahl der Neu-Ansteckungen mit SarsCoV-2 ist gottlob nicht mehr der Vorbote einer massenhaften Covid-19-Erkrankung mit Einweisungen in Krankenhäuser... zumindest in Ländern mit gut organisiertem Gesundheitswesen. Die Immunisierung dieser Gesellschaften ist durch Impfungen und Genesung von Erkrankungen mit Covid-19 voran gekommen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Sa 6. Aug 2022, 18:17 Da sage ich neudeutsch: Wow! Wenn man lange genug sucht, dann dürfte man auch eine ebenso wissenschaftlich achtbare Gegenmeinung finden. ...

Dort, wo wissenschaftlich Einvernehmen herrscht, können auch Gesetze für Ordnung im Lande sorgen. Wer hat da noch Bauchschmerzen? Allenfalls Leute, die die staatliche Ordnung für entbehrlich halten... bis sie die Leistungen dieses Staats benötigen. Das ist und bleibt aus zu halten.
umgedreht wird ein Schuh draus: man muss lange suchen bis man außer Lauterbach jemand findet der auf wissenschaftl Basis begründet die 4. Impfung/2. Boosterimpfung FÜR ALLE empfiehlt! Mir ist es nicht gelungen.

Es herrscht eben genau KEIN wissenschaftliches Einvernehem über eine 4. Coronaimpfung für Menschen UNTER 60 Jahren (abgesehen von Risikopatienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren KRankheitsverlauf) . Die Ständige Impfkommission empfieht die 4. Impfung/2.Boosterimpfung NICHT. Allerdings macht Lauterbach bereits politisch Druck auf die unabhängig (weil wissesnschaftl arbeitende) Stiko bezügl Impfempfehlung.

Ich hatte übrigens ein Zitat verlinkt, in dem Gassen zu Wort kommt.
Gassen steht NICHT allein da mit seiner wissenschaftl begründeten Ansicht sondern LAUTERBACH. Sowohl EMA als auch EDCD stützen die Sicht von Lauterbach NICHT!

Um das zu belegen hier ein Zitat welches die aktuelle Position der EMA/European Medicines Agency beinhaltet und diese empfehlen die Boosterimpfungen NICHT allgemein -- Lauterbach ist hier allein unterwegs und stellt sich gegen EMA. ECDC, Stiko und vermutl weitere Nationale und internationale Gesundheitsgremien.


Hier die Originalmeldung (auf die sich Gassen und andere zu Recht stützen!!)
The European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) and the European Medicines Agency (EMA) are recommending that second booster doses of mRNA COVID-19 vaccines be considered for people between 60 and 79 years old and people with medical conditions putting them at high risk of severe disease.
...
‘We expect that adults 60 years and older and medically vulnerable populations will need a second booster dose. These are the groups most at risk of severe disease and giving a second booster to those groups now will avert a significant number of hospitalisations and deaths from COVID-19.
...
Second boosters in the wider population

At the moment, there is no clear evidence to support giving a second booster dose to people below 60 years of age who are not at higher risk of severe disease. Neither is there clear evidence to support giving early second boosters to healthcare workers or those working in long-term care homes unless they are at high risk.
Zitate:
https://www.ema.europa.eu/en/news/ecdc- ... 9-vaccines
„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

Die defacto wiederholte Verkürzung des Immunstatus bei Genesenen UND die erstmalige Verkürzung bei Geimpften auf 90 Tage in der Vorlage des neuen Immunschutzgesetzes entbehrt wohl JEDER wissenschaftl Basis. Sie ist vermutlich eine reine Lauterbachempfehlung. Ich gehe davon aus, dass der Deutsche Bundestag Lauterbach in diesem (und weiteren) Punkt(en) die Zustimmung verweigern wird.

Hier eine aktueller Bericht über die Dauer des Immunschutzes.
https://www.mdr.de/wissen/corona-immuni ... n-100.html
Zwei neue Studien geben auf Basis unterschiedlicher Daten eine recht klare Antwort darauf: Die durch Infektion oder Impfung gebildeten Antikörper halten sehr lange und bieten entsprechend auch lange Schutz. Kommt es also dennoch zu Ansteckungen, dann liegt das wohl vor allem an der Evolution des Virus und der Fähigkeit neuer Varianten wie BA.4 und BA.5, die bereits aufgebaute Immunität zu umgehen.
...

Hybride Immunität am stärksten – Genesene haben 100 Prozent Schutz vor schweren Verläufen

Die Autoren warnen allerdings, daraus den Schluss zu ziehen, dass eine Impfung für Genesene überflüssig sei. Laut Laith Abu-Raddad, Infektiologe in Katars Hauptstadt Doha, der an mehreren Studien beteiligt war, zeigen die Daten eindeutig: Die Kombination aus Impfung und überstandener Infektion liefert den stärksten Schutz. Die sogenannte hybride Immunität ist nach aktueller Studienlage also weiterhin Goldstandard gegen Corona.

Laut der Daten aus Katar zeigten aber auch Genesene bei einer erneuten Ansteckung keine Symptome einer schweren Erkrankung mehr. Noch 14 Monate nach der ersten Infektion hatten sie demnach 100 Prozent Schutz vor schweren oder sogar tödlichen Verläufen von Covid-19. Die Autoren schränken hier aber ein, dass die Bevölkerung von Katar eher jung ist.
...

Die beiden mRNA Impfstoffe führten demnach zu höheren Antikörperwerten, als überstandene Infektionen. Diese Antikörper bleiben demnach im Schnitt bis zu 29,6 Monate bestehen und können im Maximum sogar bis zu sieben Jahren erhalten bleiben. Bei einer natürlichen Infektion betrug der Durchschnittswert nur 21,5 Monate. Das bedeutet aber in beiden Fällen ein gewisses Schutzniveau, das rund zwei Jahre anhält. ...


Nach einer Impfung mit einem der Vektorimpfstoffe von Astrazeneca oder Johnson & Johnson verhielt sich der Abbau der Antikörper ähnlich wie bei einer natürlichen Infektion. Nach der Impfung mit Astrazeneca bleiben Antikörper im Schnitt 22,4 Monate, bei Johnson & Johnson im Schnitt 20,5 Monate bestehen.

Beide Studien unterstreichen erneut, dass eine Immunität bei den meisten Menschen sehr stabil verläuft. Dem entgegen steht im Grunde nur die wachsende Fähigkeit des Virus zum Ausweichen der Immunität
....

Wie Lauterbach auf seine 90-Tage-Regelung kommt sollte er also DRINGEND wissenschaftl belegen!
Betonung: ES geht NICHT um Menschen über 60/80 oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem!



Eine weitere Studie sollte zumindest nachdenklich stimmen, ob Lauterbachs Strategie "viel Imfpen hilft viel" wirklich medizinisch belegt resp notwendig ist.

https://www.mdr.de/wissen/omikron-ba-fu ... n-102.html
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Viel klarer als hier

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 8#p5246348
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p5246554
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p5246694

kann man kaum darlegen, was aus meiner Sicht wissenschaftlich vernünftig wäre.

Sich auf Annahmen und Annahmen von Annahmen stützen... so funktioniert zwar Meinungsbildung, aber der Wahrheit nach zu spüren, das ist wohl doch sinnvoller. Gilt in alle Richtungen.

Blindwütiges Impfen hatte ich als zweitbeste Lösung im Fall einer erneut aufkommenden Welle der Pandemie mit gefährlichen Erkrankungen erkannt... in dem Falle aber besser als nichts tun und abwarten, ob das Nichtstun wohl richtig war. So habe ich Drostens Darlegungen zum Verlauf der Pandemie zur Epidemie in Erinnerung.

Ein Kesseltreiben gegen den Gesundheitsminister halte ich für völlig verrückt, ob er nun Spahn heißt oder Lauterbach.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 11:27

kann man kaum darlegen, was aus meiner Sicht wissenschaftlich vernünftig wäre.

...
Es geht nicht nur ums Impfen sondern auch um die de facto Verkürzung des Immunstatus auf 90 Tage -- egal ob GEimpft einfach/mehrfach/dauergeboostert oder Genesen oder eine Kombination aus beidem

Auf welcher wissenschaftl Grundlage bringt Lauterbach das ins neue Infektionsschutzgesetz ein?

Ich schätze Ihre Meinung und wäre für Hinweise auf aktuelle Studienlage dankbar, die Lauterbachs Vorgehen bezügl der 90Tage-Regelung unterstützt!

Die 2.Boosterimpfung wird von der Stiko und der europäioschen Gesundheitskommission eindeutig nur für Menschen ab 60 und vulnerable PErsonen empfohlen. Lauterbach für seine Impfempfehlung für Alle zu kritisieren ist daher kein Kesseltreiben!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Seidenraupe hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 11:51 Es geht nicht nur ums Impfen sondern auch um die de facto Verkürzung des Immunstatus auf 90 Tage -- egal ob GEimpft einfach/mehrfach/dauergeboostert oder Genesen oder eine Kombination aus beidem
(...)
Die 2.Boosterimpfung wird von der Stiko und der europäioschen Gesundheitskommission eindeutig nur für Menschen ab 60 und vulnerable PErsonen empfohlen. Lauterbach für seine Impfempfehlung für Alle zu kritisieren ist daher kein Kesseltreiben!
Ich kann's nur wiederholen: Woher der Minister "seine 90 Tage" hat, das kann ich nur vermuten:

Statistik aus der Untersuchung des Verfalls von Abwehrkörpern in geimpften/genesenen Personen. Da kann man einen Mittelwert ansetzen, von dem an der Mensch wieder ohne ausreichende Immunität gegen die schlimme Form von Covid-19 da steht. Man kann eine Sicherheitsschwelle ansetzen, etwa den Drei-Sigma-Punkt oder die Schwelle 1 Promille.

Die Schwelle also so, wie der Minister das mit seiner Fachverantwortung vereinbaren kann. Das Empfinden hängt sicher auch mit der Persönlichkeit des Entscheidungsträgers zusammen. Das würde ich erst einmal respektieren.

Ich glaube nicht, daß der Minister und seine Berater nur an die Decke geschaut haben und Zahlen in den Raum gerufen haben... oder in eine Lostrommel gegriffen haben. Diesen Eindruck erwecken aber die in den Raum gestreuten Bedenken, die dem Minister und seinen Beraterstab irrationales Verhalten anhängen wollen.

Man kann die Sache auch umdrehen: Wenn jemandem danach ist, daß er wieder geimpft werden möchte, dann kann man ihn fragen: "Wann haben Sie die letzte Impfung erhalten?" Und ihn/sie nach Hause schicken, weil das rein statistisch gesehen nun einmal keinen besonderen Sinn hat.

Mir gefällt das Verfahren überhaupt nicht, weil es auf die betreffende Person und ihre körperliche Verfassung nicht eingeht. Besser wäre also eine vorgeschaltete Untersuchung, die man für alle Altersklassen durchführen sollte. "Alt und schwach", "jung und widerstandsfähig"... das sind doch auch nur statistisch begründete Annahmen, die den Einzelfall überhaupt nicht erfassen.
Sicher aber begründbar sind, so wie oben angenommene Statistischen Betrachtung des Abbaus von Antikörpern. Meine Vermutung: Das scheitert an den Kosten des Verfahrens.

Warum befragt niemand den Minister nach der Grundlage seiner Entscheidung... und plärrt wie ein Kleinkind über Willkür? Leider spreche ich damit auch ehrenwerte Institute an. Auch die könnten nachfragen und müssen nicht nur noch Recht haben. Beleidigte Leberwürste?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

H2O hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 12:43
Warum befragt niemand den Minister nach der Grundlage seiner Entscheidung... und plärrt wie ein Kleinkind über Willkür? Leider spreche ich damit auch ehrenwerte Institute an. Auch die könnten nachfragen und müssen nicht nur noch Recht haben. Beleidigte Leberwürste?
Wenn Herr Lauterbach von der Bevölkerung verlangt, dass die 90-Tage-Regel gilt, kann man erwarten, dass er die Grundlage seiner Entscheidung von sich aus nennt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 12:43

Warum befragt niemand den Minister nach der Grundlage seiner Entscheidung... und plärrt wie ein Kleinkind über Willkür? Leider spreche ich damit auch ehrenwerte Institute an. Auch die könnten nachfragen und müssen nicht nur noch Recht haben. Beleidigte Leberwürste?
Die Debatte im bundestag steht noch bevor, noch ist Sommerpause.
Daher hatte noch kein Parlamentarier die Möglichkeit, Lauterbach offiziell zu befragen.
Ansonsten sehe ich es so:
GRUNDRECHTSEINGRIFFE des Staates zu Lasten der Bürger bedürfen der Begründung. Lauterbach ist in der Pflicht seinen Entwurf auf wissenschaftl Basis zu begründen.
Ich sehe der Debatte im Bundestag mit einger Freude entgegen (ich sehe Paralellen zur allgemeinen Impfpflicht für alle) und gehe davon aus, dass die 90 -Tage-Regelung NICHT beschlossen wird. (EU weit gilt noch immer
sollte es so kommen könnten Sie ihren Vorhalt der beleidigten Leberwurst aufs Parlament ausweiten.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 12:43 Ich glaube nicht, daß der Minister und seine Berater nur an die Decke geschaut haben und Zahlen in den Raum gerufen haben...

Mir gefällt das Verfahren überhaupt nicht, weil es auf die betreffende Person und ihre körperliche Verfassung nicht eingeht.
Lauterbach hat sich vor ein paar Monaten völlig überrascht gezeigt, als das RKI einen Genesenenstatus von 90 Tagen setzte.
Er entzog daraufhin dem RKI die Zuständigkeit (auch mit Blick auf das Doppelverweisungsverbot hinsichtlich der allg. Impfpflicht für alle) .
Aktuell belegt eine mail des RKI möglicherweise, dass LAuterbach bzw sein Ministerium sehr wohl informiert war.

Aus der Lostrommel sind die 90 Tage nicht gegriffen, da stimme ich zu.

Was Ihren zweiten Pnkt anbelangt: Hier kommt die Impfempfehlung der EMA ud Stiko zum Tragen.
Eine gesetzl Regelung kann den Einzelfal gar nicht regeln.
Solange Stiko und EMA keine zweite Boosterempfehlung geben ist Lauterbach in der Begründungspflicht, warum er von der offiziellen, wissenschaftl begründeten Empfehlung abweichen will.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von firlefanz11 »

Seidenraupe hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 11:22 Die defacto wiederholte Verkürzung des Immunstatus bei Genesenen UND die erstmalige Verkürzung bei Geimpften auf 90 Tage in der Vorlage des neuen Immunschutzgesetzes entbehrt wohl JEDER wissenschaftl Basis. Sie ist vermutlich eine reine Lauterbachempfehlung. Ich gehe davon aus, dass der Deutsche Bundestag Lauterbach in diesem (und weiteren) Punkt(en) die Zustimmung verweigern wird.
Bis auf Buschmann, der das Teil leider selbst mit verbrochen hat, und FDP Chef Dürr steht die FDP komplett GEGEN dieses Machwerk. Dat geht in der Form NIE durch... und das zurecht...!
Und was sagen Sie als Unbeteiligte(r) zum Thema Intelligenz?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Adam Smith hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 12:48 Wenn Herr Lauterbach von der Bevölkerung verlangt, dass die 90-Tage-Regel gilt, kann man erwarten, dass er die Grundlage seiner Entscheidung von sich aus nennt.
Ja klar; kann man. Aber man kann auch ohne Häme fragen, wenn die Erklärung ausbleibt. Krawalliger Umgang mit Dritten ist nun einmal nicht mein Lebenszweck. Wird dem Minister nicht vorgehalten, daß er in Talkshows herum tingelt? Warum fragt dort niemand freundlich nach? Zu welchem Wolfsrudel wollen wir unsere Gesellschaft denn entwickeln?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Seidenraupe hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 13:20 Die Debatte im bundestag steht noch bevor, noch ist Sommerpause.
(...)
Ich sehe der Debatte im Bundestag mit einger Freude entgegen (ich sehe Paralellen zur allgemeinen Impfpflicht für alle) und gehe davon aus, dass die 90 -Tage-Regelung NICHT beschlossen wird. (EU weit gilt noch immer
sollte es so kommen könnten Sie ihren Vorhalt der beleidigten Leberwurst aufs Parlament ausweiten.
Letzteres zuerst: Wenn der Bundestag sich seinerseits nur auf Annahmen zu Annahmen stützen sollte, um dem Minister die Leviten zu lesen, dann sehe ich auch dort nur beleidigte Leberwürste. Schade, 720 davon sind schon etwas reichlich... Übrigens: Auch "die EU" könnte den Minister nach seinen Entscheidungsgrundlagen fragen, wenn sie die für einen schrecklichen Irrtum halten sollte. In "Minister" sehe ich überhaupt keine Einzelperson, sondern eine staatliche Organisation.

Ich finde es schon merkwürdig, daß ich hier nach einem vernünftigen Umgang miteinander aufrufen muß! Was bringt uns Normalverbrauchern denn eine zerrüttete Gesellschaft? Dahin entwickelt sich allmählich mein Nachdenken.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

Adam Smith hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 08:07 Jede Welle hat einen Gipfel. Je schneller er erreicht wird, desto ansteckender ist das Virus.
Es ging und geht sich um etliche Wellen auf dem Weg raus aus der Pandemie. Ansonsten wird die Wucht einer jeweiligen Welle von weiteren Parametern bestimmt. Da ist dir aber einiges entgangen oder hast es vergessen!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 17:14 Es ging und geht sich um etliche Wellen auf dem Weg raus aus der Pandemie. Ansonsten wird die Wucht einer jeweiligen Welle von weiteren Parametern bestimmt. Da ist dir aber einiges entgangen oder hast es vergessen!
In Indien wurde der Gipfel der Omikron-Welle von der Anzahl der Tests bestimmt.

Der Peak der Omikron-Welle in Indien war bei einer Inzidenz von etwa 160 erreicht. Danach hat das Virus immer weniger nicht infizierte Menschen gefunden. Der Peak der Delta-Welle war höher, weil es halt mehr Tests gab.

https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/indien/

Auf den Färöer lag der Peak der Omikron-Welle bei etwa 10.000 = 10% der Bevölkerung. Danach hat das Virus kaum noch Menschen ohne Antikörper gefunden.

https://www.corona-in-zahlen.de/weltwei ... r%C3%B6er/

Seit Monaten dürften die auf den Färöer aber nicht mehr testen.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Mo 8. Aug 2022, 18:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von roli »

Schnitter hat geschrieben: So 7. Aug 2022, 18:52 Die Putin Fans sind bereits bei den Covidioten.

Es werden also nicht mehr ;-)
wir in Hessen sagen "Mä waases net".
Ich bin mir nicht so sicher, daß der Winter ruhig bleibt.
Wenn das Geld nicht mehr reicht, könnte es ein böses Erwachen geben.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von roli »

Corella hat geschrieben: So 7. Aug 2022, 18:33 Nein, in immunnaiver Gesellschaft war solche Kompartimentierung nicht möglich. In den Anfängen des schwedischen Wegs rauf und runter diskutiert. Ich äußere den Verdacht, dass du dich für solch gewagte Behauptungen auf Schmuddelseiten "informierst"!
Tja, wo sind die meisten Menschen an (und mit) COVID verstorben?
Richtig, in den Alten- und Pflegeheimen. Manche kamen dann noch ins Krankenhaus, hat aber oft nicht mehr geholfen.
Gab hier natürlich auch jüngere Vorerkrankte. Aber nicht in der Größenordnung.
Ich brauche mich auch nicht auf irgendwelchen Schmuddelseiten informieren, sondern habe meine eigenen Erfahrungswerte. Mehrfach bei mir, eigentlich fast in der gesamten Familie. Nur bei der Oma weiß ich es nicht. Auch in der Klasse meines Sohnes war inzwischen fast jedes Kind infiziert. Plus Familie.
Diese Panikmache von Lauterbach ist unglaublich.
Ich hielt mal (relativ) viel von ihm. Das Gegenteil ist heute der Fall.

In 2020 war die Gefahr größer und viele Maßnahmen waren durchaus berechtigt. Beileibe nicht Alle, aber Viele.
Hier hast Du mich wohl falsch verstanden.
Habe ja oft entsprechende Kommentare veröffentlicht.
Heute sieht das andere aus.
Trotzdem hätte man auch damals die Alten viel intensiver schützen müssen. Ohne wenn und aber. Man muss sie ja nicht gleich komplett isolieren.
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Beitrag von roli »

Adam Smith hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 06:35 Die Aufkleber werden dann auf die Stirn geklebt.



https://www.donaukurier.de/nachrichten/ ... ln-6487548

Wer frisch geimpft ist bekommt einen Aufkleber. :thumbup:
die muss man tackern. Sonst fallen sie leicht ab.
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Beitrag von roli »

H2O hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 11:27 Viel klarer als hier

https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 8#p5246348
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p5246554
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p5246694

kann man kaum darlegen, was aus meiner Sicht wissenschaftlich vernünftig wäre.

Sich auf Annahmen und Annahmen von Annahmen stützen... so funktioniert zwar Meinungsbildung, aber der Wahrheit nach zu spüren, das ist wohl doch sinnvoller. Gilt in alle Richtungen.

Blindwütiges Impfen hatte ich als zweitbeste Lösung im Fall einer erneut aufkommenden Welle der Pandemie mit gefährlichen Erkrankungen erkannt... in dem Falle aber besser als nichts tun und abwarten, ob das Nichtstun wohl richtig war. So habe ich Drostens Darlegungen zum Verlauf der Pandemie zur Epidemie in Erinnerung.

Ein Kesseltreiben gegen den Gesundheitsminister halte ich für völlig verrückt, ob er nun Spahn heißt oder Lauterbach.
Na ja. Kann man so sehen. Man muss aber nicht. ;)
Selbst Virologen sagen, daß zu häufiges Impfen nicht gut für den Körper ist.
Heute morgen wieder ein Beitrag auf Welt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

roli hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 18:49 Na ja. Kann man so sehen. Man muss aber nicht. ;)
Selbst Virologen sagen, daß zu häufiges Impfen nicht gut für den Körper ist.
Heute morgen wieder ein Beitrag auf Welt.
Ich habe mir die Ansichten des Virologen Drosten zu eigen gemacht... auch deshalb, weil er damit bisher ganz dicht am vorhergesagten Ablauf des Geschehens liegt. Ich bedauere sehr, daß er sich zurück gezogen hat. Die unbedarfte Kakophonie und Anmache hat ihn wohl genervt... kann ich verstehen. Das Gröbste ist ja auch inzwischen überstanden.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von roli »

H2O hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 19:17 Ich habe mir die Ansichten des Virologen Drosten zu eigen gemacht... auch deshalb, weil er damit bisher ganz dicht am vorhergesagten Ablauf des Geschehens liegt. Ich bedauere sehr, daß er sich zurück gezogen hat. Die unbedarfte Kakophonie und Anmache hat ihn wohl genervt... kann ich verstehen.
ja, sehe ich auch so.
Habe seine Beiträge, Interviews etc. immer gerne gesehen.
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Beitrag von Herbert183 »

Adam Smith hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 15:33 @ Herbert183

Schweden hat bisher in Bezug auf Corona keinen Lockdown oder eine Maskenpflicht verhängt. In Bezug auf den Wildtyp wurde sogar eine Durchseuchung angestrebt. Wie sieht deine Analyse in Bezug auf den Anstieg der Fallzahlen und der Todeszahlen bei Schweden aus?
Wie kam Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern bisher durch die Pandemie?
Dazu auf https://ourworldindata.org/explorers/co ... UT~GBR~NZL) eine Grafik mit folgender Anzahl der insgesamt bis jetzt registrierten Todesfälle (je Million Einwohner) an/mit Corona:
Peru: 6.363,43
USA: 3.066,84
UK: 2.753,33
Österreich: 2.287,70
Frankreich: 2.263,45
Schweden: 1.856,58
Deutschland: 1.736,73
Neuseeland: 319,31

Die ausgewählten industrialisierten Länder liegen relativ dicht beieinander, aber alle beklagen mehr Tote als Deutschland, auch Schweden. Peru zeigt, wieviel schlimmer es sein könnte (die 3,66-fache Todesfallzahl je Einwohner gegenüber Deutschland), Neuseeland mit der "zero-COVID"-Strategie dagegen das es auch deutlich niedriger geht (18,4% der Toten Deutschlands).
Beobachtung am Rande: Österreich und Frankreich haben im Laufe der Pandemie Schweden "überholt" in der Anzahl der Todesfälle je Einwohner, Deutschland ist immer unter Schweden geblieben.
Soweit die reine Beobachtung.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

roli hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 18:34 In 2020 war die Gefahr größer und viele Maßnahmen waren durchaus berechtigt. Beileibe nicht Alle, aber Viele.
Hier hast Du mich wohl falsch verstanden.
Habe ja oft entsprechende Kommentare veröffentlicht.
Heute sieht das andere aus.
Trotzdem hätte man auch damals die Alten viel intensiver schützen müssen. Ohne wenn und aber. Man muss sie ja nicht gleich komplett isolieren.
Es ist halt auch 2022 nicht so, dass man mit mehr Isolation - nix anderes ist Schutz der Alten - proportional anderswo Maßnahmen sparen könnte. Dafür ist's doch zu durchlässig, du musst mit tückischen Dauerausscheidern rechnen. Betroffene sind infektiös, bevor sich Symptome zeigen oder Schnelltests anspringen. Vor solchem Hintergrund können qualitative Aspekte quantitative überwiegen. Kannste nicht kompartimentieren.
Manche sind hier am Umdeuten im Nachhinein, wohl aufgehetzt aus Quellen anderweitiger Mission, deshalb die Empfindlichkeit.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

Adam Smith hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 18:20 In Indien wurde der Gipfel der Omikron-Welle von der Anzahl der Tests bestimmt...
Und hat mit deinen Behauptungen wie "je schneller der Gipfel erreicht, desto infektiöser das Virus" was zu tun? Und was daran stützt die Kritik an Maßnahmen?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Herbert183 »

Corella hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 20:53 Es ist halt auch 2022 nicht so, dass man mit mehr Isolation - nix anderes ist Schutz der Alten - proportional anderswo Maßnahmen sparen könnte. Dafür ist's doch zu durchlässig, du musst mit tückischen Dauerausscheidern rechnen. Betroffene sind infektiös, bevor sich Symptome zeigen oder Schnelltests anspringen. Vor solchem Hintergrund können qualitative Aspekte quantitative überwiegen. Kannste nicht kompartimentieren.
Manche sind hier am Umdeuten im Nachhinein, wohl aufgehetzt aus Quellen anderweitiger Mission, deshalb die Empfindlichkeit.
Und nicht nur Isolation der Alten, sondern aller, die mit ihnen zu tun haben: Mitarbeiter, Angehörige, Besucher, Lieferanten,...
Meine Schwiegermutter lebt im Altenheim, und trotz schärfster Kontrollen (alle Besucher und Mitarbeiter mussten Schnelltests vorweisen vor jedem Betreten der Einrichtung) kam es immer wieder zur Einschleppung des Erregers. Und das ist dann wie ein Streichholz zu werfen in eine Benzinlache und nur mit extremen Maßnahmen wie permanenter Einzelzimmerisolation aller Bewohner wieder in den Griff zu bekommen (und hat leider zu den vielen Todesfällen in dieser Altersgruppe massiv beigetragen).
Das wäre nur sicher zu vermeiden, wenn es 100%ig sichere Schnelltests gäbe, die Infektiosität ausschließen, und dies idealerweise auch für die kommenden 24 bis 48 Stunden. (was nützt es, wenn eine Person zwar beim Betreten negativ ist, aber im Laufe der Anwesenheit (Arbeitsschicht) doch infektiös wird?) Und ein Altenheim oder Krankenhaus das nicht mehr genügend "nicht-infektiöse" Mitarbeiter hat ist ist auch lebensgefährlich. Für die momentan zirkulierenden Erreger bietet zwar Impfung inzwischen eine deutliche Verminderung des Todesfallrisikos, aber wer will garantieren, das nicht in naher Zukunft eine gefährliche Mutante auftaucht, gegen die der bisherige Impfschutz wirkungslos ist? Diese Möglichkeit zu verneinen wäre keine gute Vorbereitung! "Schutz der vulnerablen Gruppen" ist immer leicht gesagt, aber leider sehr schwer bis unmöglich zu realisieren
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 20:58 Und hat mit deinen Behauptungen wie "je schneller der Gipfel erreicht, desto infektiöser das Virus" was zu tun? Und was daran stützt die Kritik an Maßnahmen?
Die Anzahl der Tests stellt ein weiteres Kriterium dar. Der Peak bei Omikron ohne Massnahmen lag in einem Land bei 10% gleichzeitig infizierte Bevölkerung und in einem anderen Land bei 0,16% gleichzeitig infizierte Bevölkerung.

Ein Virus was kaum ansteckend ist dürfte übrigens nicht in der Lage sein dafür zu sorgen, dass gleichzeitig 10% der Bevölkerung mit einem Virus in einem Zeitraum von 10 Tagen infiziert ist.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

Adam Smith hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 23:06 ...
Sry, verstehe kein Wort!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 06:54 Sry, verstehe kein Wort!
Auf den Färöer waren in einem Zeitraum von 10 Tagen 10% der Bevölkerung gleichzeitig mit dem gleichen Virus infiziert.

Hast du diesen Satz verstanden?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

Adam Smith hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 07:05 Auf den Färöer waren in einem Zeitraum von 10 Tagen 10% der Bevölkerung gleichzeitig mit dem gleichen Virus infiziert.

Hast du diesen Satz verstanden?
Ja, und?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Di 9. Aug 2022, 14:59Ja, und?
Vor und nach diesen 10 Tagen waren diese Menschen (10% der Bevölkerung von Färöer) nicht infiziert.

Auch soweit klar?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Corella »

Adam Smith hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 05:49 Vor und nach diesen 10 Tagen waren diese Menschen (10% der Bevölkerung von Färöer) nicht infiziert.

Auch soweit klar?
So ungefähr, ok
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Heute früh hat der DLF von etlichen Klarstellungen des Gesundheitsministers berichtet, was den Umgang mit Verordnungen und Gesetzen zur weiteren Eindämmung der Pandemie betrifft. Ich will hier nicht meinerseits diese Erklärung noch einmal ausbreiten. Klar scheint mir aber zu sein, daß es Kräfte im Land gibt, die sich im Vorfeld von gesundheitspolitischen Entscheidungen nicht zu schade sind, den Inhalt von Beratungen schon als Entscheidungen dar zu stellen. Der Minister hat erwartungsgemäß ganz sinnvolle Vorgehensweisen zur Verminderung der Gefahren durch SarsCoV-2 auf den Weg gebracht. Zeit für etliche Lautsprecher, sich endlich einmal zu schämen., aber bitte zuerst noch die Erklärungen des Gesundheitsministers durchlesen, bzw die DLF-Nachricht abhören.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Adam Smith »

Corella hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 06:41 So ungefähr, ok
Wenn ein Virus in der Lage ist innerhalb von 10 Tagen 10% der Bevölkerung zu infizieren, obwohl es 1 Monat zuvor so gut wie keine Fälle gab, ist dieses Virus dann wenig ansteckend oder hoch ansteckend?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Wähler »

Diese Art von Anreiz zum Impfen überzeugt nicht. Das sollte noch einmal überdacht werden:
Lauterbach verteidigt seine Maskenpläne gegen Einwände aus Bayern Spiegel 10. August 2022
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 85eb6b39e7
"Lauterbach – aktuell selbst mit Corona infiziert – schrieb nun aus der häuslichen Isolation, es würde mit Sicherheit niemand alle drei Monate zur Impfung rennen, um dann ohne Maske im Restaurant sitzen zu können. »Kein Arzt macht das, kein Mensch will das.«...
»Auf Maske im Innenraum kann man im Herbst nicht verzichten«, schrieb er. Allerdings: »Für die frisch Geimpften wäre eine Ausnahme vertretbar.«...
Ab September sollen neue Impfstoffe vorliegen, die besser gegen aktuelle Coronavarianten schützen sollen. Lauterbach hofft darauf, die Impfkampagne ankurbeln zu können – und drängt auch auf eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Menschen unter 70 Jahren."
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von roli »

Wähler hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 09:36 Diese Art von Anreiz zum Impfen überzeugt nicht. Das sollte noch einmal überdacht werden:
Lauterbach verteidigt seine Maskenpläne gegen Einwände aus Bayern Spiegel 10. August 2022
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 85eb6b39e7
"Lauterbach – aktuell selbst mit Corona infiziert – schrieb nun aus der häuslichen Isolation, es würde mit Sicherheit niemand alle drei Monate zur Impfung rennen, um dann ohne Maske im Restaurant sitzen zu können. »Kein Arzt macht das, kein Mensch will das.«...
»Auf Maske im Innenraum kann man im Herbst nicht verzichten«, schrieb er. Allerdings: »Für die frisch Geimpften wäre eine Ausnahme vertretbar.«...
Ab September sollen neue Impfstoffe vorliegen, die besser gegen aktuelle Coronavarianten schützen sollen. Lauterbach hofft darauf, die Impfkampagne ankurbeln zu können – und drängt auch auf eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Menschen unter 70 Jahren."
also politischer Druck auf eine unabhängige Kommission. Sagt alles.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Nun ja, wenn die Stiko schneller zu Potte käme... dann bräuchte der Minister nicht darum zu barmen. Die politische Verantwortung für Entscheidungen trägt ohnehin der Minister. Der kann sich nicht herausreden, daß er ja nur so entschieden hat, weil die Stiko ihm das so ans Herz gelegt hat.... oder sich zur Sache gar nicht klar geäußert hat. Selbstverständlich ist bei der Stiko hochqualifizierter Sachverstand zu vermuten... was denn sonst? Auch da riecht etwas nach beleidigter Leberwurst!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Herbert183 »

Seidenraupe hat geschrieben: Mo 8. Aug 2022, 10:30 ...
Hier die Originalmeldung (auf die sich Gassen und andere zu Recht stützen!!)


Zitate:
https://www.ema.europa.eu/en/news/ecdc- ... 9-vaccines
in der zitierten Quelle heißt es aber auch "This signals the start of a new, widespread COVID-19 wave across the European Union. There are still too many individuals at risk of severe COVID-19 infection whom we need to protect as soon as possible. We need to remind people of the importance of vaccination from the very first shot to the second booster. We have to start today["/b]
OB allerdings ein Impfzwang die richtige Methode ist, oder ob man eher Ungeimpfte, die einen schweren Verlauf erleiden, wegen Mitverschulden an den Behandlungskosten beteiligen soll, ist eine Diskussion wert. Bei der Zahnbehandlung haben wir ja bereits eine Regelung, die regelmäßige Vorsorgebesuche beim Zahnarzt fordert.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

@Herbert183
Die von dir im letzten Beitrag zitierte Passage bezieht sich auf Personen ab 60 Jahre aufwärts und besonders gefährdete Personen! Hervorhebungen im ORiginal von mir.
I call on Member States to roll-out second boosters for everyone over the age of 60 as well as all vulnerable persons immediately and urge everyone eligible to come forth and get vaccinated. This is how we protect ourselves, our loved ones and our vulnerable populations.’

‘We are currently seeing increasing COVID-19 case notification rates and an increasing trend in hospital and ICU admissions and occupancy in several countries mainly driven by the BA 5 sublineage of Omicron,’ said Dr Andrea Ammon, the Director of ECDC.

‘This signals the start of a new, widespread COVID-19 wave across the European Union. There are still too many individuals at risk of severe COVID-19 infection whom we need to protect as soon as possible. We need to remind people of the importance of vaccination from the very first shot to the second booster. We have to start today.

We expect that adults 60 years and older and medically vulnerable populations will need a second booster dose. These are the groups most at risk of severe disease and giving a second booster to those groups now will avert a significant number of hospitalisations and deaths from COVID-19.
Sie sind sogar so genau um in einer Fußnote anzumerken, dass sie nicht nur PErsonen über 60 meinen, sondern auch 60Jährige ;)

Zitat dazu:
* The text was updated on 13 July to clarify that it also refers to boosters for people who are 60 years old and not only for those above 60
„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Einen Impfzwang in der befürchteten Allgemeinheit hat es nie gegeben; wohl aber für bestimmte Berufsgruppen, etwa Mitarbeiter in Altenheimen oder Krankenhäusern. In Polen war das sogar noch eine Frage der Reihenfolge aufgrund des fehlenden Impfstoffs. Ich meine, daß Impfen und Testen und Quarantäne unerläßlich sind, wenn wichtige Lebensbereiche weiter zur Verfügung stehen sollen. Aufgrund des praktisch nachgewiesenen Schutzes gegen die Folgeerkrankung Covid-19 hätte aus meiner Sicht der Staat dort härter zulangen sollen. Inzwischen ist wegen der fortgeschrittenen Immunisierung sehr vieler Menschen die Selbstverantwortung ganz in Ordnung.

Einen Maskenzwang gab und gibt es in der Tat dort, wo nach bisheriger Erkenntnis der Virus mit der Atemluft besonders leicht überspringen kann. Davon ist man weitgehend abgekommen; aber die DB hat darauf im Bereich von Bahnhöfen und in Zügen noch bestanden. Sicher auch, um ihre Mitarbeiter zu schützen und so als öffentliche Einrichtung funktionsfähig zu bleiben. Was ja auch für Arztpraxen und Krankenhäuser nach wie vor notwendig ist. Sicher, wenn ein Impfverweigerer mit einer schweren Covid-19-Erkrankung unser Gesundheitssystem belastet, dann sollte man ihn schon an den Folgekosten seiner Rücksichtslosigkeit und seines Eigensinns beteiligen. Mit dem Gedanken könnte ich mich anfreunden.... obwohl mir ein vergleichbares Verfahren bei gesundheitsgefährdender Verhaltensweise bisher nicht bekannt geworden ist. Na gut, viele Fragen muß man immer wieder einmal stellen...

Ansonsten meine ich... wie zuvor bei den Impfungen, daß man die staatliche Fürsorge auch übertreiben kann... man nur zu verschärften Maßnahmen greifen sollte, wenn die Zahl der ernstlich an Covid-19 Erkrankten eine Schwelle überschreitet... nicht die Zahl der Neu-Angesteckten. Wo diese Schwelle liegen sollte, das läßt sich aus der Dynamik bisheriger Verläufe ablesen... ist also wissenschaftlich begründbar und auch an die fortlaufende Entwicklung anpaßbar.

Das wäre sogar regional umsetzbar, obwohl ich mir eine weiträumige Vereinheitlichung als einfacher handhabbar vorstelle. Daher ja auch die so oft geäußerte und geforderte "bundeseinheitliche" Regelung. Als Europäer und Befürworter offener Binnengrenzen in der EU sehe ich da auch einen Mangel, der allein durch Staatsgrenzen bedingt ist... wobei manche Staaten der EU noch nicht einmal die Fläche eines Bundeslandes in Deutschland erreichen... Einen Kompromiß zwischen "regional" und "europaweit" könnte ich mir als vernünftigen Mittelweg vorstellen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 14:06 man nur zu verschärften Maßnahmen greifen sollte, wenn die Zahl der ernstlich an Covid-19 Erkrankten eine Schwelle überschreitet... nicht die Zahl der Neu-Angesteckten. Wo diese Schwelle liegen sollte, das läßt sich aus der Dynamik bisheriger Verläufe ablesen... ist also wissenschaftlich begründbar und auch an die fortlaufende Entwicklung anpaßbar.

Das wäre sogar regional umsetzbar, obwohl ich mir eine weiträumige Vereinheitlichung als einfacher handhabbar vorstelle. Daher ja auch die so oft geäußerte und geforderte "bundeseinheitliche" Regelung. Als Europäer und Befürworter offener Binnengrenzen in der EU sehe ich da auch einen Mangel, der allein durch Staatsgrenzen bedingt ist... wobei manche Staaten der EU noch nicht einmal die Fläche eines Bundeslandes in Deutschland erreichen... Einen Kompromiß zwischen "regional" und "europaweit" könnte ich mir als vernünftigen Mittelweg vorstellen.
schwer umsetzbar und nicht zu begründen.
Fiktives Beispiel:
In Hamburg (Stadtstaat) liegt nach einem Coronaausbruch in der Elbphilhamonie (besonders ansteckende Variante) die SiebentagesInzidenz bei 1800 und alle Intensivbetten sind ausgelastet, der Anteil von Covidpatienten liegt bei rund 18%.

Im gesamten Bundesgebiet hingegen liegt die Inzidenz von einzelnen kleineren hotspots abgesehen bei 700 und die Intensivbetten sind nicht zu 100% ausgelastet.

Warum soll ganz Deutschland nun die gleichen verschärften Maßnahmen ergreifen wie die altehrwürdige Hansestadt, die ihren Ausbruch natürlich in den Griff bekommen will?

Nach dem fiktiven Ausbruch sind die Hamburger nun besondes immun und die regionale Inzidenz sinkt auf 80 während sie anderen Bundesländern nachlaufend auf 1200 steigt.

Warum soll nun HH strenge Maßnahmen ergreifen?
Die Inzidenzen schwanken immer und Corona , wie jede Infektionskrankheit, verläuft wellenförmig, ja sogar oft in "regionalen Clustern".
Wichtig ist doch, dass die Versorgung der Bevölkerung gesichert bleibt -- dazu gibt es das Kleeblatt -- PAtienten werden wenn nötig verteilt.

Das funktioniert übrigens sogar mit Patienten aus der Ukraine!
https://www.bbk.bund.de/DE/Infothek/Fok ... _node.html
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

Seidenraupe hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 14:30 schwer umsetzbar und nicht zu begründen.
Fiktives Beispiel:
In Hamburg (Stadtstaat) liegt nach einem Coronaausbruch in der Elbphilhamonie (besonders ansteckende Variante) die SiebentagesInzidenz bei 1800 und alle Intensivbetten sind ausgelastet, der Anteil von Covidpatienten liegt bei rund 18%.

Im gesamten Bundesgebiet hingegen liegt die Inzidenz von einzelnen kleineren hotspots abgesehen bei 700 und die Intensivbetten sind nicht zu 100% ausgelastet.

Warum soll ganz Deutschland nun die gleichen verschärften Maßnahmen ergreifen wie die altehrwürdige Hansestadt, die ihren Ausbruch natürlich in den Griff bekommen will?
Daher ja die Vorstellung, daß man einen Kompromiß suchen muß; denn, um mit Ihren Beispielsfall um zu gehen: Die Hansestadt endet an den Stadtgrenezen. Ihr Einzugsgebiet reicht aber von Bremen bis Kiel, um einmal die Nord-Südachse zu betrachten. In Ost-West gelten vergleichbare Ausdehnungen. Zugegebenermaßen keine ganz einfache "Grenzziehung". Aber warum soll das Regieren einfach sein, wenn ein schwer zu fassender Sachverhalt behandelt werden muß?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von roli »

H2O hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 10:40 Nun ja, wenn die Stiko schneller zu Potte käme... dann bräuchte der Minister nicht darum zu barmen. Die politische Verantwortung für Entscheidungen trägt ohnehin der Minister. Der kann sich nicht herausreden, daß er ja nur so entschieden hat, weil die Stiko ihm das so ans Herz gelegt hat.... oder sich zur Sache gar nicht klar geäußert hat. Selbstverständlich ist bei der Stiko hochqualifizierter Sachverstand zu vermuten... was denn sonst? Auch da riecht etwas nach beleidigter Leberwurst!
ne, nach Einmischung in Dinge, wo er nix zu suchen hat.
Denn STIKO = unabhängig.
Eigentlich.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Schnitter »

roli hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 14:54 ne, nach Einmischung in Dinge, wo er nix zu suchen hat.
Denn STIKO = unabhängig.
Eigentlich.
Und basierend auf den Erfahrungswerten der letzten 2 Jahre:

STIKO = immer 2 Monate hinterher ;)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von H2O »

roli hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 14:54 ne, nach Einmischung in Dinge, wo er nix zu suchen hat.
Denn STIKO = unabhängig.
Eigentlich.
Ich gehe davon aus, daß die Stiko ohnehin nur vernünftige Vorschläge macht. Natürlich kann ein Minister auch die heilige Stiko bitten, ihm sachlich begründete Handreichungen zu verschaffen, damit er ein Gesetz rechtzeitig auf den politischen Weg bringen kann. Ihm helfen Handreichungen bei der Vorbereitung von Gesetzen. Er fleht darum. Gibt es mehr Hochachtung für diese Kommission? Ich denke dann sehr umstandslos an beleidigte Leberwürste.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Mi 10. Aug 2022, 14:36 Daher ja die Vorstellung, daß man einen Kompromiß suchen muß; denn, um mit Ihren Beispielsfall um zu gehen: Die Hansestadt endet an den Stadtgrenezen. Ihr Einzugsgebiet reicht aber von Bremen bis Kiel, um einmal die Nord-Südachse zu betrachten. In Ost-West gelten vergleichbare Ausdehnungen. Zugegebenermaßen keine ganz einfache "Grenzziehung". Aber warum soll das Regieren einfach sein, wenn ein schwer zu fassender Sachverhalt behandelt werden muß?
Der Sachverhalt ist einfach: Infektionsschutz ist (Bundes-) Ländersache.
Aus gutem Grund.
Da braucht es keinen "Kompromiss".

Um von dieser Länderverantwortung abzuweichen braucht es gute (im Coronafall schlechte) Argumente , also zB eine Notlage vpn nationaler Tragweite.
Diese gibt es nicht mehr. Daher kann der Bund auch nicht in die Länder "hineinregieren" sondern darf und muss ihnen ihre Eigenverantwortung basierend auf Infektionsschutzgesetz zugestehen.
Die "epidemische Notlage von nationaler Tragweite" wird nicht verlängert, sie endet mit Ablauf des 25. November 2021.
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... -aend.html
„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitrag von Seidenraupe »

Um zu sehen, wie die Relation zwischen Ungeimpften, GEimpften und Geboosterten (aktuell) unter denen ist, die noch im Krankenhaus landen, bemühe ich die Morgenpost.
Die Grafik zeigt die Inzidenzen der hospitalisierten COVID-19-Fälle - nach Impfstatus und Alter.
*
...
Zur Darstellung des Impf-Effekts auf die Krankheitslast berechnet das RKI die Inzidenz hospitalisierten COVID-19-Fälle unter grundimmunisierten Personen (geimpft), Personen mit Auffrischimpfung (geboostert) und Ungeimpften getrennt. Das heißt: Die Hospitalisierungen Ungeimpfter werden zur ungeimpften Bevölkerung ins Verhältnis gesetzt bzw. die von Geboosterten ins Verhältnis zur Bevölkerung mit Boosterimpfung.
Dafür gibt es in der Grafik 3 Altersgruppen.
12-17 Jährige
ungeimpft: 5, geimpft: 2 geboostert: 0
18-59 Jährige
ungeimpft: 5, geimpft: 2 geboostert: 2
60 und älter
ungeimpft: 41, geimpft: 16 geboostert: 8

*viele können sich 0,2 Patienten schlecht vorstellen ;), daher mit Faktor 10 multipliziert. Das Verhältnis bleibt bestehen, die Zahlen beziehen sich aber nun auf 1 Mio und nicht auf 100.000 Seelen.


https://interaktiv.morgenpost.de/corona ... -weltweit/
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