Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

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Aldemarin
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Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Aldemarin » Mi 9. Jan 2019, 21:30

Wie man auf https://www.gutefrage.net/frage/wie-gru ... omanbieter nachlesen kann, ist es in Deutschland sehr leicht möglich, Stromanbieter zu werden. Man braucht hierfür keine einschlägigen Anlagen zu besitzen!
Ist dies sinnvoll? Wäre es nicht besser, daß Stromanbieter über eine gewisse Erzeugungsleistung verfügen oder Hochspannungsleitungen betreiben müssen?
Aldemarin
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Aldemarin » Mi 9. Jan 2019, 23:57

Aber er muß mit der Ware umgehen können! Wie wäre ein Supermarkt, in dem keine Produkte zu sehen sind?
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H2O
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon H2O » Do 10. Jan 2019, 17:38

Aldemarin hat geschrieben:(09 Jan 2019, 23:57)

Aber er muß mit der Ware umgehen können! Wie wäre ein Supermarkt, in dem keine Produkte zu sehen sind?


Das wäre dann ein "Kistenschieber", entweder als online-Händler oder als Vermittler von Waren. "Kistenschieber" waren doch der ganz große Schlager zu Beginn der ganz großen Welle von Laptops für jedermann. Da hatte kaum einer der Beteiligten die ganz große technische Ahnung davon, wie die Geräte innen drin ticken.

Als betriebswirtschaftlicher Laie fällt mir noch ein, daß es nur wenige Felder gibt, in denen unbedingt kaufmännisches Wissen gefordert ist. Aufgeschnappt habe ich bei solchen Gesprächen etwas von einem "Muß-Kaufmann" und einem "Kann-Kaufmann"
Mal sehen, ob es dieses Pärchen auch bei Google gibt.

http://www.wirtschaftslexikon24.com/e/m ... ufmann.htm

Kaufmann, Kann-Kaufmann, Minder-Kaufmann, Schein-Kaufmann, Soll-Kaumfann, Voll-Kaufmann


Oh je, was ist ein Soll-Kaumfann? ;)
Aldemarin
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Aldemarin » Do 10. Jan 2019, 18:26

Ich würde eher voraussetzen, daß ein Stromanbieter über Stromerzeugungskapazität oder über Stromleitungen verfügen muß.
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Teeernte » Do 10. Jan 2019, 23:33

Aldemarin hat geschrieben:(10 Jan 2019, 18:26)

Ich würde eher voraussetzen, daß ein Stromanbieter über Stromerzeugungskapazität oder über Stromleitungen verfügen muß.


StromHÄNDLER - wie ein Makler....oder ein Börsenhändler .... Eine Bank - die NUR mit Energie//Strom handelt....

Genau das selbe wie CO2 - Zertifikate-Händler....

Es geht beim HANDEL um den "TAUSCH" von Ware//Dienstleistung gegen GELD. Gewinn macht man mit einem MARKT der die Ware//Dienstleistung in der ZUKUNFT handelt.

(BÖRSE) 1000 Megawatt im September 2020 zB....

Wenn Du da ein Kabel in die Zukunft legen kannst - hast Du einen Anschluss... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Calvadorius
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Calvadorius » Fr 11. Jan 2019, 00:27

Aldemarin hat geschrieben:(09 Jan 2019, 23:57)

Aber er muß mit der Ware umgehen können! Wie wäre ein Supermarkt, in dem keine Produkte zu sehen sind?

Wie zB. bei Amazon oder Ebay?

In genau diesem Augenblick frage ich mich, wie man elektrischen Strom zeigen kann...
:rolleyes:
Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die in jedem Fall tödlich endet.
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Wähler » Fr 11. Jan 2019, 06:45

Aldemarin hat geschrieben:(09 Jan 2019, 21:30)
Wie man auf https://www.gutefrage.net/frage/wie-gru ... omanbieter nachlesen kann, ist es in Deutschland sehr leicht möglich, Stromanbieter zu werden. Man braucht hierfür keine einschlägigen Anlagen zu besitzen!
Ist dies sinnvoll? Wäre es nicht besser, daß Stromanbieter über eine gewisse Erzeugungsleistung verfügen oder Hochspannungsleitungen betreiben müssen?

Unsere Wohnungsbaugenossenschaft hat Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Häuser, deren Stromertrag hauptsächlich für den Hausstrom selbst genutzt wird. Das ist kostengünstiger, als allen selbsterzeugten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen.
Dafür muss die Wohnungsbaugenossenschaft allerdings einen Dienstleister beauftragen, der die rechtlichen Voraussetzungen als Stromanbieter erfüllt, da ja technisch ein privates Anbieternetz errichtet wird, bei dem der Stromzähler an der Grundstücksgrenze den Stromfluss in beide Richtungen exakt misst, weil bei schlechtem Wetter das öffentliche Außennetz Strom zuliefern muss. Es ist übrigens für die Genossenschaft auch möglich, überschüssigen Strom an ein privates Nachbarnetz zu liefern. Viele große Industrieunternehmen haben übrigens eigene Anbieternetze für ganze Industrie- und Gewerbparks.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 11. Jan 2019, 17:34

Zwei Beiträge des Users Senexx wurden in die Ablage gekarrt, der User wird gebeten, sich des Themas zu enthalten, wenn er sachlich nichts beitragen kann oder will.
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon scc » So 3. Feb 2019, 01:31

Sehr leicht möglich...ich bezweifle, dass es ohne erhebliches Kapital überhaupt noch möglich ist, nennenswert Geschäfte zu machen. Und ohne entsprechende Verbindungen (Oberschicht) kein solches Kapital. Wo soll es sonst auch herkommen. Von daher...

Außerdem, wie gewonnen, so zerronnen: Das Gewerbeamt kann sehr schnell mit Bußgeldern den Hahn zu machen. Schimpft sich dann Gewerbeuntersagung. Dafür reichen schon Lappalien wie Steuerschulden.

ERGO: Warum die bürokratischen Hürden hoch setzen, wenn es an den tatsächlichen scheitern wird? Das Amt kassiert sicher gerne die Gebühren für die Erlaubnisse. Die Firma hat dann am Markt null Chancen...und wenn doch, bleibt noch die im zweiten Absatz genannte Möglichkeit...null Risiko für den Staat und er kann nur gewinnen...
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Re: Warum sind bürokratische Hürden für Gründung von Stromanbietern so niedrig?

Beitragvon Rona » Mo 25. Feb 2019, 15:40

Aldemarin hat geschrieben:(09 Jan 2019, 21:30)

Wie man auf https://www.gutefrage.net/frage/wie-gru ... omanbieter nachlesen kann, ist es in Deutschland sehr leicht möglich, Stromanbieter zu werden. Man braucht hierfür keine einschlägigen Anlagen zu besitzen!
Ist dies sinnvoll? Wäre es nicht besser, daß Stromanbieter über eine gewisse Erzeugungsleistung verfügen oder Hochspannungsleitungen betreiben müssen?


Was heißt den Stromanbieter?
Ein Händler im Sinne eines Elektrizitätsversorgungsunternehmens? Der könnte den Stom über fremde Leitungen einkaufen und wieder verkaufen. Er zahlt dafür ein Netznutzungsentgelt.
Eine Stomeinspeisung von der eigenen Solaranlage in das Netz des örtlichen Betreibers? Das ist doch hoffenlich sehr leicht möglich.
Oder den Betreib eines Kraftwerks als Hauptgewerbe? Dazu sollte man Kraftwerk besitzen und nötigen Kenntnisse es zu betreiben. (Leitungen können auch hier gemietet werden.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizi ... nternehmen
https://de.wikipedia.org/wiki/Netznutzungsentgelt
https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk

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