Das Jahr im Garten

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Seidenraupe
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 19:24 Ohje, gerade erst habe ich das Heu auf meiner Wiese kompostiert, und schon wieder höre ich das Gras wachsen! Vom Endlager der Heusammlung strömt ein unangenehmer Geruch vergleichbar mit Kuhmist aus.
Wenn du so arbeitest, wirst du vermutlich sehr viel klimaschädliches Methangas in die Atmosphäre entlassen und damit den Klimawandel anheizen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Teeernte »

H2O hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 21:51 Nun, ich habe den Leuten mit Viehhaltung ins Gesicht gesehen und sie gefragt, ob sie das Heu gebrauchen können. "Ja, ich komme mir das einmal ansehen, ob ich das gebrauchen kann!" Und dabei blieb es. Das Heu sah wirklich gut aus; aber liegen lassen in Regen und Sonnenschein geht auf Dauer auch nicht, also habe ich es mit meinem Kumpel Dariusz abgeräumt und dann ... was sollte ich denn sonst damit tun... eben in einer weit entfernten Ecke zum Vergammeln angeschüttet: "Landgewinnung im Moor".
Frag doch einen Schäfer nach ein paar Schäfchen..
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Seidenraupe hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 00:03 Wenn du so arbeitest, wirst du vermutlich sehr viel klimaschädliches Methangas in die Atmosphäre entlassen und damit den Klimawandel anheizen.
Das ist wahr; mir fällt aber nichts ein, was diese Gase vermeiden könnte. Im Kuhmagen spielen sich wohl vergleichbare Prozesse ab. Und Verbrennen geht hier gar nicht. Die Natur macht mit uns, was sie will!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Teeernte hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 03:46 Frag doch einen Schäfer nach ein paar Schäfchen..
Schafe sind hier in West-Pommern gerade nicht der Renner. Ich habe hier auch bei Ausflügen noch nie Ziegen oder Schafe gesehen. Polen stehen auf Schweinernem und etwas Rind, oder auf Geflügel. Grillrippchen sind hier der Schlager am Wochenende. Ein Gehege für Damwild mit 3 m hohen Zäunen... das wär's noch!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Teeernte »

H2O hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 07:36 Schafe sind hier in West-Pommern gerade nicht der Renner. Ich habe hier auch bei Ausflügen noch nie Ziegen oder Schafe gesehen. Polen stehen auf Schweinernem und etwas Rind, oder auf Geflügel. Grillrippchen sind hier der Schlager am Wochenende. Ein Gehege für Damwild mit 3 m hohen Zäunen... das wär's noch!

Im Nachbarkreis hat ein Jäger den GehegeBock im Gehege erschossen...

Ich mein ja nur ein Schaf zur MIETE - nicht auffm Teller. >>> Raum Anklam - hohe Schafpopulation.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

H2O hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 21:51 Nun, ich habe den Leuten mit Viehhaltung ins Gesicht gesehen und sie gefragt, ob sie das Heu gebrauchen können. "Ja, ich komme mir das einmal ansehen, ob ich das gebrauchen kann!" Und dabei blieb es. Das Heu sah wirklich gut aus; aber liegen lassen in Regen und Sonnenschein geht auf Dauer auch nicht, also habe ich es mit meinem Kumpel Dariusz abgeräumt und dann ... was sollte ich denn sonst damit tun... eben in einer weit entfernten Ecke zum Vergammeln angeschüttet: "Landgewinnung im Moor".

Ich habe das wahrscheinlich überlesen, aber weshalb mähen Sie? Kann man die Wiese nicht einfach vor sich hin wachsen lassen?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

JJazzGold hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 07:42
Ich habe das wahrscheinlich überlesen, aber weshalb mähen Sie? Kann man die Wiese nicht einfach vor sich hin wachsen lassen?
Das kann man machen; aber dann beginnt sehr bald eine Verbuschung; besonders unangenehm die Brombeerhecken. Ich lebe hier in einer Gegend, wo viele kleine Äcker und Wiesenflächen aufgegeben wurden, weil sich die kleine Landwirtschaft nicht mehr lohnt, die früher hier üblich war. Da kann man ganz gut sehen, was aus einer sich selbst überlassenen Wiese/Acker wird. Nach 3 Jahren ein undurchdringliches Gestrüpp.

Ich hatte vor 10 Jahren gut zu tun, hier von meinem erworbenen Grundstück die Brombeeren zurück zu drängen. Da hatte ich 15 m lange Gesträuchwälle von 2 m Höhe und 3 m Breite... und wußte auch nicht, wohin damit. Da habe ich wochenlang trotz strengen Verbots mit einem kleinen Feuer das Zeug abgebrannt. Das hat auch Ärger gegeben (gottlob nicht mit Polizeieinsatz...), weil die Leute im Dorf diesen ständigen Brandgeruch leid waren.

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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 07:36 Schafe sind hier in West-Pommern gerade nicht der Renner. Ich habe hier auch bei Ausflügen noch nie Ziegen oder Schafe gesehen. Polen stehen auf Schweinernem und etwas Rind, oder auf Geflügel. Grillrippchen sind hier der Schlager am Wochenende. Ein Gehege für Damwild mit 3 m hohen Zäunen... das wär's noch!
Neben uns ist eine ganz kleine Schafherde. Die haben eine relativ große, aber trockene Wiese. Hühner werden hier gerne gehalten.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Seidenraupe »

H2O hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 07:29 Die Natur macht mit uns, was sie will!
Mit Verlaub, das stimmt nicht. Du versuchst , der Natur deinen Willen und deine Vorstellung von "Landschaft" aufzuzwingen.
DIE Natur weiß sich zu helfen, wenn du die Wiese nicht mehr mähst wird es immer noch Natur sein.
Du als Mensch hast die Verantwortung, deinen Eingriff ins Ökosystem "Wiese/Strauch/Buschlandschaft" verantwortungsvoll zu gestalten und nicht ne Menge klimazerstörendes Methangas in die Umgebung zu entlassen.

Wenn du den Grasschnitt gar noch in ein Moorgebiet kippst (so habe ich deine Einlassung verstanden) schädigst du auch noch ein besonders wertvolles Ökosystem.

Also, das Gras wachsen lassen und den Prozess Umwandlung Wiese --> Naturzustand zulassen oder fachgerecht mähen (und entsorgen)

Mach nicht mit der Natur was du willst sondern lass die Natur machen ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Seidenraupe hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 10:01 Mit Verlaub, das stimmt nicht. Du versuchst , der Natur deinen Willen und deine Vorstellung von "Landschaft" aufzuzwingen.
DIE Natur weiß sich zu helfen, wenn du die Wiese nicht mehr mähst wird es immer noch Natur sein.
Du als Mensch hast die Verantwortung, deinen Eingriff ins Ökosystem "Wiese/Strauch/Buschlandschaft" verantwortungsvoll zu gestalten und nicht ne Menge klimazerstörendes Methangas in die Umgebung zu entlassen.

Wenn du den Grasschnitt gar noch in ein Moorgebiet kippst (so habe ich deine Einlassung verstanden) schädigst du auch noch ein besonders wertvolles Ökosystem.

Also, das Gras wachsen lassen und den Prozess Umwandlung Wiese --> Naturzustand zulassen oder fachgerecht mähen (und entsorgen)

Mach nicht mit der Natur was du willst sondern lass die Natur machen ;)
Ja, eine solche Fachberatung fehlt uns hier in Pommern! Vielleicht ist beim Starosten noch eine Planstelle frei. Dann könnten Sie hier auch die fachgerechte Entsorgung organisieren... oder wenigstens berichten, wie das zu machen ist. Ich bin ganz Auge und Ohr!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

streicher hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 10:01 Neben uns ist eine ganz kleine Schafherde. Die haben eine relativ große, aber trockene Wiese. Hühner werden hier gerne gehalten.
Ja, trocken ist meine Wiese auch; eigentlich ideal als Weide. Dort haben Nachbars Pferde fast 17 Jahre lang geweidet und gedüngt. Das bißchen Rewstgras war noch nicht einmal ausreichend über den Winter. Leider ist diese Zeit vorbei, und in meinem Alter werde ich keine großen Tiere mehr halten... die dann ja auch einen Stall im Winter und bei schlechtem Wetter brauchen.v
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von JJazzGold »

H2O hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 07:57 Das kann man machen; aber dann beginnt sehr bald eine Verbuschung; besonders unangenehm die Brombeerhecken. Ich lebe hier in einer Gegend, wo viele kleine Äcker und Wiesenflächen aufgegeben wurden, weil sich die kleine Landwirtschaft nicht mehr lohnt, die früher hier üblich war. Da kann man ganz gut sehen, was aus einer sich selbst überlassenen Wiese/Acker wird. Nach 3 Jahren ein undurchdringliches Gestrüpp.

Ich hatte vor 10 Jahren gut zu tun, hier von meinem erworbenen Grundstück die Brombeeren zurück zu drängen. Da hatte ich 15 m lange Gesträuchwälle von 2 m Höhe und 3 m Breite... und wußte auch nicht, wohin damit. Da habe ich wochenlang trotz strengen Verbots mit einem kleinen Feuer das Zeug abgebrannt. Das hat auch Ärger gegeben (gottlob nicht mit Polizeieinsatz...), weil die Leute im Dorf diesen ständigen Brandgeruch leid waren.

8.000 m² sind keine Kleinigkeit.
Stimmt, jetzt kann ich mich erinnern, das hatten Sie erzählt, einschließlich der Schwierigkeiten mit den Brombeerranken.
Nachdem ich hier seit 4 Jahren gegen wuchernde Himbeeranken vom Nachbarn (jedes Jahr aufs Neue :D ) kämpfe, kann ich mir Ihren wuchernden Brombeerwall gut vorstellen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Misterfritz »

Es ist so trocken, dass meine Gartenhibisken jetzt täglich rund 5 Liter Wasser pro Pflanze brauchen.
Die Blüten fallen dieses Jahr auch recht klein aus, aber es hat sehr viele Knospen.
https://www.gartenflora.de/gartenwissen ... nhibiskus/
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von DRAM »

Misterfritz hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 10:40 Es ist so trocken, dass meine Gartenhibisken jetzt täglich rund 5 Liter Wasser pro Pflanze brauchen.
Die Blüten fallen dieses Jahr auch recht klein aus, aber es hat sehr viele Knospen.
https://www.gartenflora.de/gartenwissen ... nhibiskus/
Ich würde dir ja gerne etwas Regen "nach da oben" schicken, aber ob das Hermes & co als Paket annehmen würden?

Ne jetzt, seit gestern Mittag haben wir hier im oberen Donautal Landregen vom Feinsten. Letzte Nacht ein kurzes Gewitter, aber sonst ganz ok.
Vergangene Woche hab' ich an alle Gartenhäuschen bzw. alles was im Garten ein Dach hat Regenrinnen angebaut. Kleinvieh macht auch Mist. 3 zusätzliche Regentonnen gekauft, jetzt sind alle voll.
Brauche jetzt nur noch eine vernünftige Tauchpumpe dafür. Gieskannen schleppen durch den ganzen Garten ist nicht so Meins. :rolleyes:

Achja, heute Vormittag konnte ich es mir nicht verkneifen in Badehose durch den warmen Garten zu tigern...... ;)
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Tom Bombadil
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Tom Bombadil »

DRAM hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 16:43 3 zusätzliche Regentonnen gekauft, jetzt sind alle voll.
Bring irgendeine Art Mückenschutz an, sonst wirst du bald aufgefressen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Tom Bombadil hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 21:43 Bring irgendeine Art Mückenschutz an, sonst wirst du bald aufgefressen.
Unsere Tochter hat in unserem Bremer Haus die Regentonne an die Dachrinne (nein: an das Ablaufrohr) angeschlossen. Ansonsten ist die Regentonne mit Deckel verschlossen, auf dem sogar noch ein Blumentopf steht... und natürlich gibt es einen Zapfhahn unten in der Tonne. Da sollte sie vor diesen Plagegeistern an der Stelle sicher sein.

Aber mich fressen diese Biester regelmäßig auf, wenn ich auf unserem pommerschen Ufergrundstück arbeite. Ich brauche eine Imkerausrüstung! Nur beim Schneeräumen lassen sie mich ungeschoren davon kommen. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Misterfritz hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 10:40 Es ist so trocken, dass meine Gartenhibisken jetzt täglich rund 5 Liter Wasser pro Pflanze brauchen.
Die Blüten fallen dieses Jahr auch recht klein aus, aber es hat sehr viele Knospen.
https://www.gartenflora.de/gartenwissen ... nhibiskus/
Hier in Nordwest-Pommern genießen wir Sommerwetter; ab und zu "pieselt" es etwas... könnte ein Gärtner nicht besser machen. Aber Muttern gönnt ihren Pflänzchen eine Sonderbehandlung aus der Gießkanne. Drücken wir ihr die Daumen, daß sie damit keine Nacktschnecken anlockt...
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von DRAM »

Tom Bombadil hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 21:43 Bring irgendeine Art Mückenschutz an, sonst wirst du bald aufgefressen.
Deckel und Zapfhahn sind natürlich dabei. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

Tom Bombadil hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 21:43 Bring irgendeine Art Mückenschutz an, sonst wirst du bald aufgefressen.
Wir tun dann einfach die Deckel rauf, sobald kein Regen mehr angesagt ist.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 10:35 Ja, trocken ist meine Wiese auch; eigentlich ideal als Weide. Dort haben Nachbars Pferde fast 17 Jahre lang geweidet und gedüngt. Das bißchen Rewstgras war noch nicht einmal ausreichend über den Winter. Leider ist diese Zeit vorbei, und in meinem Alter werde ich keine großen Tiere mehr halten... die dann ja auch einen Stall im Winter und bei schlechtem Wetter brauchen.v
Meine Schwester hat eine Pferdezucht. Aufwendiges, aber schönes Hobby. Sie hat auch die Weide dazu. Wenn wir uns Tiere halten, dann werden es wohl eher Hühner. ;)
Bei uns hat es endlich wieder kräftig geregnet. Die Zisterne bleibt heute fürs Wässern unangetastet.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Aufwendiges, aber schönes Hobby.
Das war wohl der Grund, weshalb meine Nachbarn sich nach 17 Jahren von ihren Pferden getrennt hatten. Die Tiere brauchen ständige Pflege und Zuwendung. Hühner fände ich auch ganz nett... unsere Füchse würden ganz gewiß beifällig nicken... ;)

Nur mit dem Regen hatten wir weder im vergangenen Jahr noch in diesem Jahr irgendwelche Klagen. Hier ist eine sehr gute Getreideernte zu erwarten... wenn kein schreckliches Unglück dazwischen kommt. Dafür waren vor drei Jahren die alten deutschen Brunnen hier ausgetrocknet. Das hatte es seit Menschengedenken nicht gegeben.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Huch, hier in Nord-West-Pommern hat es nachts etwas geregnet... das mag man unseren Brandenburgern und Sachsen ja gar nicht erzählen. Und ich höre wieder das Gras wachsen! Der Mulchmäher als Mähdeck für den Trecker ist gesetzt. Der Flymo (Rasenmäher mit Luftkissen) hat sich bewährt. Eine staubige Angelegenheit bei starker Trockenheit... aber jetzt unter die Dusche und dann 'ran an das Gras! Beste Voraussetzungen, hoffe ich!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Tom Bombadil »

Wäre es nicht sinnvoller, erst zu mähen und dann zu duschen? :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 09:39 Hühner fände ich auch ganz nett... unsere Füchse würden ganz gewiß beifällig nicken... ;)
Das Areal muss man gut abstecken. Denn auch Greifer sehen die Hühner als Beute. Deswegen sollten die Hühner abends schön brav in ein netzgeschütztes Gehege oder ins Hühnerhaus.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

streicher hat geschrieben: Mo 1. Aug 2022, 11:53 (...)Bei Mardern gilt Burgfrieden.
Richtig, diese hübschen Tierchen haben wir hier auch noch, nicht nur Füchse!

Auf jeden Fall haben Füchse oder Marder meiner Lieblingsbäuerin, wo ich immer so gern Quark, Milch und Eier gekauft habe, den Hühnerbestand vernichtet. Die Biester sind irgendwie in den Hühnerstall gelangt und haben alles umgebracht, was sich dort noch bewegte. Vielleicht hat jemand vergessen, die Tiere im Stall sicher zu verwahren, Türchen offengelassen? Auf jeden Fall mußte ich den Eierlieferanten wechseln... schade.

Diese Erfahrung will ich lieber nicht selbst machen, zumal wir hier noch deutlich "wilder" wohnen.

Aber eine gute Erfahrung will ich doch noch los werden. Mein Freund Julian kam heute vorbei und brachte mir meinen Trecker mit Mähwerk zurück. Und dafür hat er meinen Bauschrott mitgenommen. Nun sieht das bei H2Os auf dem Grundstück aus wie geleckt!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 03:29 Aber eine gute Erfahrung will ich doch noch los werden. Mein Freund Julian kam heute vorbei und brachte mir meinen Trecker mit Mähwerk zurück. Und dafür hat er meinen Bauschrott mitgenommen. Nun sieht das bei H2Os auf dem Grundstück aus wie geleckt!
Ja, wenn einem dem anderen hilft, das sind gute und notwendige Erfahrungen. Wir haben das ehemalige Bienenhaus aufgepeppt, das mitten im Garten steht. Auf zwei Seiten war bei Regen der Weg und der Eingang immer vermatscht, auch das Holz der Latten ist schon ziemlich angegriffen. Auf beiden Seiten haben wir das Gefälle verändert, Kies ausgelegt und Steine am Rand platziert. Den Kies mussten wir uns aber anfahren lassen: der Nachbar hat einen Hänger. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

streicher hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 08:52 ... das ehemalige Bienenhaus....
Das schreit ja nun geradezu danach, selbst Imker zu werden. In meiner angeheirateten östlichen ("DDR") Verwandtschaft ein ganz beliebtes Hobby und zugleich eine Einkommensquelle. Ein in der Hinsicht besonders eifriger angeheirateter Vetter meiner Frau hatte sich sogar einen alten Bauwagen als mobiles Bienenhaus ausgebaut und fuhr mit diesem Bienenhaus in die wechselnden Bienenweiden. In der guten Jahreszeit lebte er auch nach seiner Pensionierung in einem gemütlich eingerichteten Teil dieses Bienenwagens. Inzwischen hat sein Schwiegersohn dieses Hobby übernommen... und macht es ebenso.

Ein ehemaliger Arbeitskollege und Freund bei Bremen hat sich seit einigen Jahren mit zunehmender Begeisterung diesem Hobby verschrieben. Fast juckt mich das auch... aber ich bin doch schon recht alt; da fällt die damit verbundene Arbeit immer schwerer, und die Mühe mit dem sehr großen Grundstück und gegen die Brombeerranken bleibt mir ja trotzdem... Ach, ich freue mich einfach mit diesen Freunden über ein schönes Hobby. Auf jeden Fall wird man dabei nicht dümmer!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von roli »

schade, daß Wespen keinen Honig produzieren :-)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

roli hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 09:56 schade, daß Wespen keinen Honig produzieren :-)
Die lasse ich aber auch gewähren, wenn sie nicht unbedingt im Hause oder über dem Hauseingang ihre Nester bauen. Ich kann hier Hornissen bieten... echte Prachtexemplare; nicht ganz so lästig wie Wespen. Ich habe alte Vogelkästen für diese Kampfbomber aufgehängt. Meine Piepmätze haben hier reichlich Gebüsch und Bäume auf verwilderten Grundstücken, nachdem hier in West-Pommern die Kleinlandwirtschaft aufgegeben worden ist. Mich treibt dabei die Hoffnung, daß Wespen und Hornissen sich über die Stechmücken her machen, die mich bei der Arbeit auf dem Ufergrundstück so gern piesacken.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 09:44 Das schreit ja nun geradezu danach, selbst Imker zu werden. (...) Ach, ich freue mich einfach mit diesen Freunden über ein schönes Hobby. Auf jeden Fall wird man dabei nicht dümmer!
Es ist tatsächlich eine Option, über die wir ernsthaft nachdenken. Unsere Vorgängerin im Haus war Imkerin und hat einiges mit dem Honig gemacht.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 11:00 Die lasse ich aber auch gewähren, wenn sie nicht unbedingt im Hause oder über dem Hauseingang ihre Nester bauen. Ich kann hier Hornissen bieten... echte Prachtexemplare (...)
Die sind bei uns eher selten. Aber dafür haben wir zu Beginn des Frühlings fleißige Hummeln. Im letzten Jahr blieben die Bienen beinahe aus. Die Hummeln haben auf jeden Fall, neben anderen Bestäuberinsekten, viel Arbeit geleistet.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

roli hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 09:56 schade, daß Wespen keinen Honig produzieren :-)
Die sind bei uns auch gerade höchst aktiv, da einige Augustäpfel von den Bäumen fallen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

streicher hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 11:03 Die [Hornissen] sind bei uns eher selten. Aber dafür haben wir zu Beginn des Frühlings fleißige Hummeln. Im letzten Jahr blieben die Bienen beinahe aus. Die Hummeln haben auf jeden Fall, neben anderen Bestäuberinsekten, viel Arbeit geleistet.
Wie könnte es anders sein: Hummeln gibt es hier natürlich auch. Ich freue mich immer wieder, wenn mir diese Pummelchen begegnen. Meine Blumenwiese ist schon ein wahrer Segen für diese Insekten!

Aber eine kleine Warnung: Hummeln können sehr schmerzhaft stechen. Ich wollte eine Hummel retten, die sich durch eine Lücke in unser Haus verirrt hatte (Katze Kiki will ja immer wieder rein und raus, und da bleibt auch schon einmal das Fliegengitter offen...). Ohne Scheu habe ich die verirrte Hummel mit den Fingern gegriffen, was das arme Tier völlig falsch verstand. Ein sehr schmerzhafter Stich in den Mittelfinger war die Folge meiner Tierliebe, und ein-zwei Wochen lang etwas Kummer mit meiner linken Hand.

Also: Wenn schon Hummeln einfangen, dann entweder mit Küchensieb und Küchenhandtuch, oder mit Papiertaschentuch... das ich Leichtfuß gerade nicht zur Hand hatte.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von DRAM »

streicher hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 11:04 Die sind bei uns auch gerade höchst aktiv, da einige Augustäpfel von den Bäumen fallen.
Ist bei uns ähnlich. Deshalb ist der morgendliche Ablauf im Garten, erst giessen danach Fallobst auflesen. Momentan täglich ein 10 Liter Eimer voll. :s
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 11:23 Wie könnte es anders sein: Hummeln gibt es hier natürlich auch. Ich freue mich immer wieder, wenn mir diese Pummelchen begegnen. Meine Blumenwiese ist schon ein wahrer Segen für diese Insekten!

Aber eine kleine Warnung: Hummeln können sehr schmerzhaft stechen.
Allerdings: ich weiß allerdings nicht, ob das Gift einer Hummel giftiger als zum Beispiel einer Wespe ist. Aber Hummeln scheinen mir weniger schnell zuzustechen.
Schmetterlinge sehen wir hier zahlreich.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Ja klar: Die Erfahrung spricht genau dafür, daß Hummeln viel seltener stechen. In meinem Fall war das eine sehr schlechte Erfahrung. Mein Finger und Teile meiner Hand liefen sogar dunkel an. Ich habe am darauf folgenden Tag den Finger aufgeschnitten und tüchtig bluten lassen. Danach gelang mir eine ganz normale Heilung...
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von DRAM »

streicher hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 11:49 Allerdings: ich weiß allerdings nicht, ob das Gift einer Hummel giftiger als zum Beispiel einer Wespe ist. Aber Hummeln scheinen mir weniger schnell zuzustechen.
Schmetterlinge sehen wir hier zahlreich.
Mit stechenden Hummeln kann ich nicht dienen, war zum Glück noch nie in der Verlegenheit.
Schmetterlinge gibt's hier dieses Jahr gefühlt viel mehr Arten als die letzten Jahre. Hab' schon ca. 14 Arten fotographiert. Irgendwas ist dieses Jahr anders.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Seidenraupe »

das habe ich auch beobachtet, dass heuer mehr Schmetterlingsarten durch den Garten fliegen.
Aktuell treibt sich ein Schwalbenschwanz in meinem und benachbarten Gärten rum ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

DRAM hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 13:03 (...)
Schmetterlinge gibt's hier dieses Jahr gefühlt viel mehr Arten als die letzten Jahre. Hab' schon ca. 14 Arten fotographiert. Irgendwas ist dieses Jahr anders.
Tagpfauenauge, Kohlweißling, Zitronenfalter, Schachbrettfalter, Admiral und einige andere... Aber nach Jahrzehnten habe ich vor ein paar Tagen tatsächlich einen "Braunen Bären" gesehen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

Seidenraupe hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 14:27 das habe ich auch beobachtet, dass heuer mehr Schmetterlingsarten durch den Garten fliegen.
Aktuell treibt sich ein Schwalbenschwanz in meinem und benachbarten Gärten rum ;)
Das wäre natürlich sehr schön, wenn es auch die kommenden Jahre wieder mehr sind. Aber ein Schwalbenschwanz ist schon echt eine Koryphäe. Das letzte Mal, dass ich einen gesehen habe, war vor zwei oder drei Jahren in den Alpen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

Zu unseren regelmäßigen Besuchern zählt der Grünspecht.
Das scheint eine Art zu sein, die sich in Park- und Gartenlandschaften sehr wohl fühlt. In unserem Bremer Garten war das ein häufiger Gast, sogar im Futterhäuschen. Aber hier in West-Pommern sind mir Grünspechte noch nicht aufgefallen... was ja nicht heißt, daß es sie hier nicht gäbe.

Schmetterlinge haben wir auch, aber überwiegend der Standard mit orange-Flecken auf schwarzem Grund. Hier gibt es auch Vögel und Fledermäuse, die diesen Tieren vermutlich nachstellen. Gesehen habe ich einen solchen Beutefang aber noch nicht.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 12:08 Ja klar: Die Erfahrung spricht genau dafür, daß Hummeln viel seltener stechen. In meinem Fall war das eine sehr schlechte Erfahrung. Mein Finger und Teile meiner Hand liefen sogar dunkel an. (...)
Ich weiß es nicht: Ist das Gift der Hummel giftiger als der einer Wespe bzw. ist er gefährlicher?
Wenn ich Fallobst aufhebe, ziehe ich mir vorsichtshalber Handschuhe an...
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

streicher hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 09:05 Ich weiß es nicht: Ist das Gift der Hummel giftiger als der einer Wespe bzw. ist er gefährlicher?
Wenn ich Fallobst aufhebe, ziehe ich mir vorsichtshalber Handschuhe an...
Vermutlich ist das nun wieder übertriebene Vorsicht! Ich hatte mich in meinem Unverstand ja auch ziemlich dumm angestellt und wollte das Tierchen mit der bloßen Hand festhalten und es dann vor die Tür setzen. Habe ich ja auch mannhaft getan, aber mit der beschriebenen Folge. Bei Fallobst sind höchstwahrscheinlich Wespen viel unangenehmer... aber mich hat beim Aufsammeln noch nie eine Wespe gestochen. Allerdings benutze ich dabei auch gern einen Rechen... und dann ergreifen versteckt schmatzende Wespen die Flucht.

Auch interessant für Gartenliebhaber: Der Stich einer Hornisse ist sehr schmerzhaft, aber die Schwellung an der Einstichstelle erreicht nicht das Ausmaß eines Wespenstichs. Mich haben diese Tierchen schon in den Nacken gestochen, weil sie sich bedroht fühlten. Das habe ich problemlos weggesteckt. Aber Lust auf mehr davon habe ich natürlich auch nicht. Wichtig ist im Umgang mit Hornissen, sich weit vom Nest zu halten. Oder, wenn man doch näher heran muß, immer die Einflugöffnung beobachten. Wenn da ein Wächter sitzt.... alles ok. Wenn der Wächter Gefahr vermutet, dann werden es plötzlich zwei, drei vier der Gesellen... und dann aber nichts wie weg. Verfolgungsjagden haben meine Hornissen nie eingeleitet. Gefahr weg, und gut ist's. Eigentlich ein sehr angenehmes Verhalten.

Sehr neugierig sind Hornissen aber auch. In unserer Gartenlaube, die wir mit dem Grundstück in Pommern übernommen hatten, wurden die Fenster mit eisernen Riegeln abgesperrt, um Einbrecher fern zu halten. Die Riegel wurden mit langen Schloßschrauben festgehalten, die man im Inneren der Gartenlaube mit Muttern anzog. Also gab es Schraubenlöcher mit 10 mm Durchmesser. Abends hatten wir in der Laube Licht angemacht, und plötzlich sausten uns Hornissen um die Lampe und um die Ohren. Die waren tatsächlich mit dem Lichtschein durch die Bohrlöcher "eingestiegen". Ganz harmlos: Licht aus, Tür auf und abwarten. Na ja, und künftig schlossen wir diese Löcher mit den Schloßschrauben ohne den Riegel... Problem gelöst. Die Hornissen lebten außen unter unserem Laubendach... völlig harmlos... wenn man verständig damit umgeht.

Die Gartenlaube haben wir vor 4 Jahren abgerissen... zu stark verbrauchte Konstruktion. Und nun setze ich Nistkästen in der Hoffnung, daß sich dort Hornissen ansiedeln... oder hinter unserer Außenverschalung am Wohnhaus: Herzlich willkommen!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von DRAM »

Für das Fallobst benutze ich so einen, wie soll ich sagen, Handgreifer. Sowas wie die Müllsammler vom Bauhof oder an der Autobahn.

Wespen hatten wir letztes Jahr auf dem Dachboden. Die hatten sich durch die Korkisolierung durch gefressen und ein Riesennest zwischen Isolierung und Dachboden angelegt. Ich hatte damals jemand von der Naturschutzbehörde da ob man da was machen könnte. Keine Chance ausser abwarten. Der "Spass" hat mich dann im Frühjahr eine 5-stellige Summe gekostet bis alles wieder repariert war.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von H2O »

DRAM hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 10:40
...Der "Spass" hat mich dann im Frühjahr eine 5-stellige Summe gekostet bis alles wieder repariert war.
Aber ein Naturerlebnis war das Ganze dann ja wohl doch... und wenn die Tierchen ansonsten keinen Ärger gemacht haben, dann ist der wirtschaftliche Verlust doch Teil unseres Daseins.

In unserem Bremer Haus hatten sich Wespen zwischen Dachrinne und Vordach gleich vor der Terrassentür niedergelassen. Da half alles nichts: Mit Hilfe der städtischen Gartenbetriebe mußten wir (meine Tochter) dieses Abenteuer beenden. Eigentlich schade, aber Sicherheit geht vor.

Jahre vorher hatten die Tiere ihr Nest im Geräteschuppen unter dem Dach gebaut. Da habe ich sie gewähren lassen... mit entsprechender Vorsicht, wenn wir ein Gartengerät brauchten. Das ist seinerzeit ohne Verwundungen gut gegangen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von DRAM »

Sicher war das ein Naturerlebnis, ich hätte trotzdem gerne darauf verzichtet.

Problem war halt; die ganze Dachhälfte musste abgedeckt werden da die Unterspannbahn Löcher hatte. Danach die Isolierung zum Teil neu, neue Unterspannbahn einbauen und die Dachhälfte wieder neu decken.
Ohne gute Freunde die zur Hilfe kamen wäre das fast nicht zu stemmen gewesen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

H2O hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 10:02 Auch interessant für Gartenliebhaber: Der Stich einer Hornisse ist sehr schmerzhaft, aber die Schwellung an der Einstichstelle erreicht nicht das Ausmaß eines Wespenstichs. Mich haben diese Tierchen schon in den Nacken gestochen, weil sie sich bedroht fühlten. Das habe ich problemlos weggesteckt. Aber Lust auf mehr davon habe ich natürlich auch nicht. Wichtig ist im Umgang mit Hornissen, sich weit vom Nest zu halten. Oder, wenn man doch näher heran muß, immer die Einflugöffnung beobachten. Wenn da ein Wächter sitzt.... alles ok. Wenn der Wächter Gefahr vermutet, dann werden es plötzlich zwei, drei vier der Gesellen... und dann aber nichts wie weg. Verfolgungsjagden haben meine Hornissen nie eingeleitet. Gefahr weg, und gut ist's. Eigentlich ein sehr angenehmes Verhalten.
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Die Gartenlaube haben wir vor 4 Jahren abgerissen... zu stark verbrauchte Konstruktion. Und nun setze ich Nistkästen in der Hoffnung, daß sich dort Hornissen ansiedeln... oder hinter unserer Außenverschalung am Wohnhaus: Herzlich willkommen!
Bislang sind Hornissen nur vereinzelt bei uns vorbeigeschwirrt. Aus dem Haus habe ich sie auch schon herausgeleiten müssen, ebenso Hummeln und Bienen aus dem Gewächshaus. Von daher: alles friedlich bislang. Ein Bienenschwarm ist mal über uns rübergezogen. Aber der hat sich auf einen Baum der Nachbarn niedergelassen. Sonst hätte wir wohl den Imker kommen lassen müssen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

DRAM hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 10:40 Für das Fallobst benutze ich so einen, wie soll ich sagen, Handgreifer. Sowas wie die Müllsammler vom Bauhof oder an der Autobahn.

Wespen hatten wir letztes Jahr auf dem Dachboden. Die hatten sich durch die Korkisolierung durch gefressen und ein Riesennest zwischen Isolierung und Dachboden angelegt. Ich hatte damals jemand von der Naturschutzbehörde da ob man da was machen könnte. Keine Chance ausser abwarten. Der "Spass" hat mich dann im Frühjahr eine 5-stellige Summe gekostet bis alles wieder repariert war.
Wundert mich aber doch. Er hätte ja auch raten können, dass man sie umsiedeln sollte. Wie - da hätte ich nun auch keine Ahnung, aber Lebendfallen gibt es und wohl auch andere Strategien. Ein Zitat:
Wespennester unter dem Dach sind nicht selten. Keine schöne Überraschung, jedoch muss man das Problem möglichst bald in den Griff bekommen. Gerade für Allergiker sind Wespen im Haus nämlich keine schöne Angelegenheit. Auch für Kleinkinder können sie sehr gefährlich werden und Wespenstiche können hier sogar tödlich sein. Gleiches gilt für Haustiere. Die meisten Wespenarten stehen unter Naturschutz, weshalb man bevorzugt Lebendfallen einsetzen sollte oder Versuchen muss das Wespennest umzusiedeln.
Und:
Stellt das Wespennest unter Dachziegeln oder im Dachboden eine Bedrohung für den Menschen dar, darf auch ein Bekämpfungsmittel eingesetzt werden. Auch dafür gibt es spezielle Wespensprays.
https://www.ungeziefer-ratgeber.info/wespen-im-haus/
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von Seidenraupe »

streicher hat geschrieben: Di 2. Aug 2022, 21:44 Das wäre natürlich sehr schön, wenn es auch die kommenden Jahre wieder mehr sind. Aber ein Schwalbenschwanz ist schon echt eine Koryphäe. Das letzte Mal, dass ich einen gesehen habe, war vor zwei oder drei Jahren in den Alpen.
Neben Schwalbenschwanz nun auch Trauermantel.
Frag mich, warum es die nach berlin zieht?? Vielleicht hatte ich Raupen im Koffer als ich aus den Alpen hier her zog?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitrag von streicher »

Seidenraupe hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 13:22 Neben Schwalbenschwanz nun auch Trauermantel.
Frag mich, warum es die nach berlin zieht?? Vielleicht hatte ich Raupen im Koffer als ich aus den Alpen hier her zog?
Sehr schön! Der Trauermantel ist in allen Bundesländern verbreitet. ;)
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