Präsidentschaftskandidaten 2024

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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von streicher »

Frank_Stein hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 11:05 Ja, eben. Russland soll nicht den Eindruck bekommen, dass die EU-Nato-Staaten planen, dieses Russland anzugreifen, aber es muss gut genug gerüstet sein, um zu verstehen, dass es einen Krieg gegen die Nato nicht gewinnen kann.

"Auf Abstand halten" trifft es also ganz gut.
Das plant doch eine EU nicht. Wenn, dann will der Kreml es so argumentieren, dass die EU das plane. Von daher: die EU darf ruhig gescheid aufrüsten. Dann darf die USA als Schutzmacht wegfallen, wenn sie mal keine Lust hat.
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Frank_Stein
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Frank_Stein »

streicher hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 11:11 Das plant doch eine EU nicht.
Nein, natürlich nicht. Nur wenn die EU bzw. die Nato zu stark wäre, könnten sich die Russen durch sie bedroht fühlen und entsprechend aufrüsten, was dann zu einem Wettlauf führen würde, der alle Seiten Unmengen an Geld kostet und keine zusätzliche Sicherheit auf beiden Seiten schafft.
Nur wenn beide Seiten für einen Angriffskrieg zu schwach sind, aber es für eine Verteidigung locker reicht, haben wir eine stabile Situation.

Cobra hat das schon richtig gesagt. Rüstung mit Augenmaß. Es muss immer genug da sein, um den Gegner auf Abstand zu halten.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von streicher »

Durch die Aussage Trumps kommt das Thema nun ja auf: das System der NATO ist infrage gestellt, wenn eine gegenseitige Unterstützung nicht mehr garantiert wird.
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Frank_Stein
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Frank_Stein »

streicher hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 11:29 Durch die Aussage Trumps kommt das Thema nun ja auf: das System der NATO ist infrage gestellt, wenn eine gegenseitige Unterstützung nicht mehr garantiert wird.
Wenn das System der Nato gleich infrage steht, wenn ein Präsident eines seiner Mitgliedstaaten einen verunglückten Witz macht bzw. seinen geistigen Verfall zur Schau stellt, dann wäre die Nato in der Tat auf sehr tönernen Füßen gebaut.

Auch dagegen muss die Nato robuster werden. Wir haben immerhin auch die Türkei im Bündnis. Für deren Diktator würde ich auch ungern einen Blankocheck ausstellen wollen.
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Enas Yorl
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Enas Yorl »

streicher hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 11:29 Durch die Aussage Trumps kommt das Thema nun ja auf: das System der NATO ist infrage gestellt, wenn eine gegenseitige Unterstützung nicht mehr garantiert wird.
Es ist weniger das System der NATO, vielmehr das Vertrauen in die USA als globalen Bündnispartner und Schutzmacht in Frage gestellt, wenn der nächste US-Präsident wieder Trump heißt. Es betrifft auch nicht nur Europa, sondern auch den Nahen Osten und Asien. Das hat aber auch schon längst große Teile der Republikaner befallen. Während man China als Bedrohung aufzählt, blockiert man die Hilfen für die Ukraine. Wie glauben diese, wird das in Asien aufgenommen? Ich glaube nicht mehr, das die Republikaner und erst recht nicht Trump, aktuell überhaupt noch realistische Außenpolitik im Sinn haben. Darauf wird man sich einstellen müssen.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Ökosystem »

Was für mich immer deutlicher wird, und Trump ist da nur der letzte Tropfen, ist, dass Deutschland mit der EU eine US-Strategie braucht, um unsere Abhängigkeiten der USA gegenüber auf allen Ebenen zu reduzieren. Wir sind nicht der Freund der USA und sie dürfen eigentlich nicht unsere Wertepartner genannt werden. Mehr Distanz sofort!
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Bogdan
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Bogdan »

Ökosystem hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 14:57 Was für mich immer deutlicher wird, und Trump ist da nur der letzte Tropfen, ist, dass Deutschland mit der EU eine US-Strategie braucht, um unsere Abhängigkeiten der USA gegenüber auf allen Ebenen zu reduzieren. Wir sind nicht der Freund der USA und sie dürfen eigentlich nicht unsere Wertepartner genannt werden. Mehr Distanz sofort!
Das sehe ich auch so. Wir sind solange Freund der USA, wie es den Interessen der USA nicht im Wege steht.
Wem Sachargumente fehlen, geht zu persönlichen Bemerkungen über. :?
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Eierkuchen »

Dazu ermutigen? :? :?
Der Mann ist völlig unzurechnungsfähig. Völlig. Immerhin ist noch nicht gewählt.
Der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland beschützen würden, wenn es die Verteidigungsausgaben nicht zahle, sagte Trump. Er habe geantwortet: "Nein, ich würde Euch nicht beschützen." Vielmehr noch: Er würde Russland "sogar dazu ermutigen, zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Es war dabei unklar, ob es jemals so ein Gespräch zwischen Trump und einem Staatschef gegeben hat, denn Trump sagte auch: "Nehmen wir an, das ist passiert."
https://www.tagesschau.de/ausland/ameri ... d-100.html
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Josef »

Natürlich gelten die Bündnisverpflichtungen der NATO auch mit einem Präsidenten Trump, daran habe ich überhaupt keine Zweifel.

Ich finde seine Argumentation aber grundsätzlich absolut nachvollziehbar. Jeder Bündnispartner sollte in Relation zu seiner Wirtschaftsleistung denselben Beitrag zum Bündnis leisten. Es kann aus Sicht der USA nicht in Ordnung sein, wenn Bündnispartner sich weigern selbst ihren Beitrag zu leisten und sich ihre eigene Sicherheit vom amerikanischen Steuerzahler finanzieren lassen wollen.

Wenn Trump sagt, er sei nicht mehr bereit die Sicherheit von verteidigungspolitischen "Schmarrotzern" zu gewährleisten, kann ich das schon verstehen. So macht eine NATO dauerhaft keinen Sinn.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von streicher »

Na dann sollten die EU und Deutschland das Problem mal entschieden angehen. Die Drohung mit dem Zeigefinger sollte man diesseits des Atlantiks verstanden haben. Und der Präsidentschaftskandidat mit dem drohenden Zeigefinger könnte der nächste Präsident werden.
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Frank_Stein
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Frank_Stein »

streicher hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 18:33 Na dann sollten die EU und Deutschland das Problem mal entschieden angehen. Die Drohung mit dem Zeigefinger sollte man diesseits des Atlantiks verstanden haben. Und der Präsidentschaftskandidat mit dem drohenden Zeigefinger könnte der nächste Präsident werden.
Das war keine echte Drohung. Putin müsste durch Polen, um Deutschland zu erreichen und die stecken sehr viel von ihrem BIP in ihre Verteidigung.

Ich weiß nicht, wie Trump sich das vorstellt. Soll Putin Deutschland über die Ostsee angreifen oder durch die Slowakei und Tschechien .. oder Slowakei/Ungarn und dann Österreich ? ... nachdem Putin die Ukraine unter Kontrolle hat.

Der sollte noch mal einen Kurs in Geografie nehmen.
Hier die Ausgaben gemessen am BIP 2023

Polen 4,3%
Slowakei 2%
Tschechien 1,5%
Ungarn 2,3%

Deutschland 1,6%

Fast könnte man sagen: je näher an Russland, desto höher die Ausgaben für die Verteidigung.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von streicher »

Nun: dann ist es an der Zeit die eigenen Hausaufgaben zu machen, auch aus anderen Gründen. Man muss ja nicht immer auf brachiale Worte auf Wahlauftritten Trumps warten.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Josef »

Trump hatte uns doch jahrelang vor unserer energiepolitischen Abhängigkeit von Russland gewarnt. Und er hatte uns auch immer ermahnt, endlich unseren gerechten Anteil an den Verteidigungsausgaben der NATO zu leisten. Die deutsche Bundesregierung hat das alles ignoriert und Trump verspottet. Nun stehen wir energiepolitisch und verteidigungspolitisch vor einem Scherbenhaufen. Hätten wir früher auf Trump gehört, stünden wir sehr viel besser dar. Von daher sollte die deutsche Politik sich besser in betretenes Schweigen hüllen und endlich handeln, statt sich künstlich über Trump zu empören.

In den USA wird die Empörung über Trump vermutlich sehr viel geringer sein. Ich denke sehr viele US-Bürger sehen nicht mehr ein, wenn wir uns auf ihre Kosten unsere Sicherheit schützen lassen.
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Enas Yorl
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Enas Yorl »

Josef hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 22:39In den USA wird die Empörung über Trump vermutlich sehr viel geringer sein. Ich denke sehr viele US-Bürger sehen nicht mehr ein, wenn wir uns auf ihre Kosten unsere Sicherheit schützen lassen.
Die Medaille hat gerade aus US-Sicht aber zwei Seiten. Gerade die Abhängigkeit von den USA wurde und wird gerne ausgenutzt, um gegenüber seinen Verbündeten US-Interessen durchzusetzen. Trump hatte während seiner Amtszeit, sehr unverhohlen Japan und Südkorea damit erpresst, um wirtschaftliche Zugeständnisse einzufordern. Nicht das Trump da etwas Neues tat, aber seine Vorgänger taten dies meist etwas weniger öffentlich. Im Nahen Osten, von der Türkei, über Saudi Arabien bis nach Dubei ist der US-Einfluss bereits gehörig erodiert. Dort hat längst China seinen Fuß in der Tür, Xi Jinping könnte nichts besseres passieren, als das Trump das auch noch in Asien schafft.
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Cobra9
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Cobra9 »

Frank_Stein hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 11:09 Du unterschätzt die KI.
Drohnen, die eigenständig gegnerische Panzer erkennen und diese ausschalten, da wird man nicht mehr lange darauf warten müssen.
Bei autonom ausgeführten Angriffen auf Soldaten müsste man sehr aufpassen, dass es nicht die eigenen erwischt.
Ich unterschätze KI überhaupt nicht sondern bin auf dem IST Stand der Kriegsführung. Wir arbeiten auch mit KI bpsw- und kann Dir sagen selbst deren Entwickler sagen bis KI eine Breite in der Kriegsführung übernehmen kann dauert es noch Jahrzehnte. Du hast soviel zu beachten, zu regeln -da ist eine KI noch entfernt von und dann hast Du weder ein ausreichend sicheres Netzwerk ect.....

KI ist ein klasse Hilfsmittel und kann viele Aufgaben übernehmen, vereinfachen. Aber ich seh es in der Aufklärung. So gut selbst die beste Mir bekannte KI aus den USA dafür ist- Sie schlägt noch bei weitem nicht den Menschen und das dauert bis die es ingesamt kann. Das wird kommen. Aber da sind Wir nicht mehr da. Also bei Mir weiss ich das ;)

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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von streicher »

Josef hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 22:39 Trump hatte uns doch jahrelang vor unserer energiepolitischen Abhängigkeit von Russland gewarnt. Und er hatte uns auch immer ermahnt, endlich unseren gerechten Anteil an den Verteidigungsausgaben der NATO zu leisten. Die deutsche Bundesregierung hat das alles ignoriert und Trump verspottet. Nun stehen wir energiepolitisch und verteidigungspolitisch vor einem Scherbenhaufen. Hätten wir früher auf Trump gehört, stünden wir sehr viel besser dar. Von daher sollte die deutsche Politik sich besser in betretenes Schweigen hüllen und endlich handeln, statt sich künstlich über Trump zu empören.
Die deutsche Politik braucht sich überhaupt nicht in betretenes Schweigen hüllen, weder vor Trump noch vor Biden. Trump fällt nun insbesondere dadurch auf, dass seine intendierte Politik die Ukraine an Russland ausliefert. Und das ist zu verurteilen.
Vor einer energiepolitischen Abhängigkeit wurde hier in Deutschland gewarnt, bevor überhaupt Obama Präsident wurde. Und auf die Stimmen hätte man hören müssen. Da waren es hierzulande übrigens noch andere Politiker und Politikerinnen, die bestimmt haben, in welche Richtung gesegelt wird.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Kritikaster »

Josef hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 16:19Wenn Trump sagt, er sei nicht mehr bereit die Sicherheit von verteidigungspolitischen "Schmarrotzern" zu gewährleisten, kann ich das schon verstehen.
Hast Du auch Verständnis, wenn der mittlerweile offenbar senile Staatsstreicher das von sich gibt:
Ich würde sogar Russland dazu ermutigen zu tun, was auch immer es will.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Michael_B »

Eierkuchen hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 15:59 Dazu ermutigen? :? :?
Der Mann ist völlig unzurechnungsfähig. Völlig. Immerhin ist noch nicht gewählt.
Naja, wenn man ganz ehrlich ist, sagt er im Original direkt dahinter: Sie sollen zahlen!

Also der Zusammenhang ist ganz klar, fette Drohung, um die Zahlung zu erzwingen.
Nicht nach de Motto: Hähä, ich helf euch eh nicht.

Trotzdem komplett irre, als Präsidentschaftskandidat. Das ist ja billigstes Stammtischniveau nach 5 Mass Bier intus.
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Bogdan
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Bogdan »

Unter anderem hieß es darin, Biden wirke wie ein „wohlmeinender älterer Mann mit einem schlechten Gedächtnis“
https://www.fr.de/politik/usa-kamala-ha ... 25582.html
und das ist wahrscheinlich die Alternative zu Trump. :?
Wem Sachargumente fehlen, geht zu persönlichen Bemerkungen über. :?
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Michael_B »

Josef hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 16:19 Natürlich gelten die Bündnisverpflichtungen der NATO auch mit einem Präsidenten Trump, daran habe ich überhaupt keine Zweifel.

Ich finde seine Argumentation aber grundsätzlich absolut nachvollziehbar. Jeder Bündnispartner sollte in Relation zu seiner Wirtschaftsleistung denselben Beitrag zum Bündnis leisten. Es kann aus Sicht der USA nicht in Ordnung sein, wenn Bündnispartner sich weigern selbst ihren Beitrag zu leisten und sich ihre eigene Sicherheit vom amerikanischen Steuerzahler finanzieren lassen wollen.

Wenn Trump sagt, er sei nicht mehr bereit die Sicherheit von verteidigungspolitischen "Schmarrotzern" zu gewährleisten, kann ich das schon verstehen. So macht eine NATO dauerhaft keinen Sinn.
Stimmt soweit, aber Gag hin oder her, Er hat ja angefügt, dass er die Russen sogar ermutigen würde ..
Das geht gar nicht. In keiner Welt.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Europa2050 »

Michael_B hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 13:29 Stimmt soweit, aber Gag hin oder her, Er hat ja angefügt, dass er die Russen sogar ermutigen würde ..
Das geht gar nicht. In keiner Welt.
Und nochmal:
Das mit dem Zahlen halte ich für vorgeschoben. Er hat in seiner ersten Präsidentschaft die Kurden (YPG) aufs schändlichste verraten und ist gerade als starker Mann der Reps dabei, das Gleiche mit der Ukraine zu tun. Beide haben mehr als genug selbst getan und ruhen sich sicher nicht aus, brauchen aber Hilfe um sich zu verteidigen.
Und haben wohl - auch aufgrund anderer Alternativen - den Fehler gemacht, ihre Hoffnung auf „die Heimat der Tapferen und das Land der Freien“ zu setzen.

Was ist da der Unterschied zum Baltikum?

Und sag bitte nicht „NATO“. Verträge sind bei Trump so viel wert, wie bei putin.

Und letzterer und Xi Lachen sich eins, wenn sich auf der Welt rumspricht: Auf die Ami kann man sich nicht verlassen. Genau das ist aber das Markenzeichen von Trump, wenn man ihn lässt.
Zuletzt geändert von Europa2050 am Mo 12. Feb 2024, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Michael_B hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 13:08 Naja, wenn man ganz ehrlich ist, sagt er im Original direkt dahinter: Sie sollen zahlen!

Also der Zusammenhang ist ganz klar, fette Drohung, um die Zahlung zu erzwingen.
Nicht nach de Motto: Hähä, ich helf euch eh nicht.

Trotzdem komplett irre, als Präsidentschaftskandidat. Das ist ja billigstes Stammtischniveau nach 5 Mass Bier intus.

Naja so ganz Unrecht hat Trump aus der Sicht eines normalen US amerikanischen Steuerzahlers ja nicht, warum soll er die militärische Sicherheit von Polen, Deutschland oder Rumänien maßgeblich finanzieren? Andererseits hat dass ganz schon was von "Schutzgelderpressung".
Achtung Fachkräftemangel: Zirkusse finden kaum mehr Clowns, weil die besten Kandidaten des Faches in die Politik abwandern.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Michael_B »

Aber nochmals, wie kann es sein, dass die Alternative zu Trump nur so ein Methusalem wie Biden ist?
Das US-Wahlsystem muss offenbar reformiert werden.

Für Europa heißt das wirklich: Hier die Reißleine ziehen, wir müssen die Abhängigkeiten von den USA weitgehend beenden.
So teuer es auch ist, momentan müssen wir kräftig aufrüsten.
Und dann eine neue verlässliche Sicherheitsarchitektur aufbauen, die vielleicht wieder etwas günstiger wird, aber jetzt muss geklotzt werden.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Josef »

Europa2050 hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 13:42 Und nochmal:
Das mit dem Zahlen halte ich für vorgeschoben. Er hat in seiner ersten Präsidentschaft die Kurden (YPG) aufs schändlichste verraten und ist gerade als starker Mann der Reps dabei, das Gleiche mit der Ukraine zu tun. Beide haben mehr als genug selbst getan und ruhen sich sicher nicht aus, brauchen aber Hilfe um sich zu verteidigen.
Und haben wohl - auch aufgrund anderer Alternativen - den Fehler gemacht, ihre Hoffnung auf „die Heimat der Tapferen und das Land der Freien“ zu setzen.

Was ist da der Unterschied zum Baltikum?

Und sag bitte nicht „NATO“. Verträge sind bei Trump so viel wert, wie bei putin.

Und letzterer und Xi Lachen sich eins, wenn sich auf der Welt rumspricht: Auf die Ami kann man sich nicht verlassen. Genau das ist aber das Markenzeichen von Trump, wenn man ihn lässt.
Ich denke viele US-Bürger sehen die zum Teil verheerenden Probleme und Zustände in ihrem eigenen Land, die seit Jahren nicht gelöst werden und für die kein Geld da ist. Und dann fragen die sich natürlich berechtigt, wieso Regierung und Kongress ihre Steuergelder in hohen Milliardensummen für Kriege und Konflikte in anderen Regionen der Welt ausgibt.

Trump holt diese Bürger eben dort ab, wo sie stehen. Die Europäer sollen sich vorrangig um ihre Probleme auf ihrem eigenen Kontinent kümmern und dafür bezahlen und nicht der amerikanische Steuerzahler. Ich kann diese Sichtweise verstehen, wie auch das Gefühl, von westlichen Partnern wie Deutschland ausgenutzt zu werden.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Misterfritz »

Josef hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:22 Ich denke viele US-Bürger sehen die zum Teil verheerenden Probleme und Zustände in ihrem eigenen Land, die seit Jahren nicht gelöst werden und für die kein Geld da ist.
Welche? Arbeitslosigkeit niedrig, Wirtschaft wächst, Löhne steigen ...
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Josef hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:22 Ich denke viele US-Bürger sehen die zum Teil verheerenden Probleme und Zustände in ihrem eigenen Land, die seit Jahren nicht gelöst werden und für die kein Geld da ist. Und dann fragen die sich natürlich berechtigt, wieso Regierung und Kongress ihre Steuergelder in hohen Milliardensummen für Kriege und Konflikte in anderen Regionen der Welt ausgibt.

Das scheint mir das Hauptmotiv zu sein weshalb die Haltung von Trump in den USA selbst weit verbreitet ist und zwar von ganz links bis ganz recht.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Misterfritz hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:25 Welche? Arbeitslosigkeit niedrig, Wirtschaft wächst, Löhne steigen ...

Steigende Kriminalität, die Drogenproblematik, der gesellschaftliche Alltagsrassimus, die wachsende soziale Kluft zwischen ganz arm und ganz reich, die Polarisierung der Gesellschaft, die Waffenthematik usw. usw. Eine wachsende Wirtschaft und niedrige Arbeitslosigkeit macht noch keine lebenswerte und entwickelte Gesellschaft und gefestigte Demokratie alleine aus
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Misterfritz »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:33 Steigende Kriminalität, die Drogenproblematik, der gesellschaftliche Alltagsrassimus, die wachsende soziale Kluft zwischen ganz arm und ganz reich, die Polarisierung der Gesellschaft, die Waffenthematik usw. usw. Eine wachsende Wirtschaft und niedrige Arbeitslosigkeit macht noch keine lebenswerte und entwickelte Gesellschaft und gefestigte Demokratie alleine aus
Und das lässt sich mit mehr Geld aus dem Staatshaushalt ändern?
Und würde Trump das überhaupt ändern?
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Corghe »

Michael_B hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:04 Aber nochmals, wie kann es sein, dass die Alternative zu Trump nur so ein Methusalem wie Biden ist?
Das US-Wahlsystem muss offenbar reformiert werden.

Für Europa heißt das wirklich: Hier die Reißleine ziehen, wir müssen die Abhängigkeiten von den USA weitgehend beenden.
So teuer es auch ist, momentan müssen wir kräftig aufrüsten.
Und dann eine neue verlässliche Sicherheitsarchitektur aufbauen, die vielleicht wieder etwas günstiger wird, aber jetzt muss geklotzt werden.
Wir brauchen eine EU-Sicherheitsarchitektur mit einem EU-Verteidigungshaushalt. Ggf. die Briten noch mit rein nehmen. Allein durch eine gemeinsam Rüstungsindustrie lassen sichg zig-Milliarden einsparen.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Misterfritz »

Corghe hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:49 Wir brauchen eine EU-Sicherheitsarchitektur mit einem EU-Verteidigungshaushalt. Ggf. die Briten noch mit rein nehmen. Allein durch eine gemeinsam Rüstungsindustrie lassen sichg zig-Milliarden einsparen.
Theoretisch hast Du recht ... aber da sprechen nationale Interessen gegen.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Misterfritz hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:40 Und das lässt sich mit mehr Geld aus dem Staatshaushalt ändern?
Und würde Trump das überhaupt ändern?
Das glauben nur naive Leichtgewichte, das der "Anwalt der Abgehängten" Donald Trump an den Verhältnisse irgendwas ändern möchte. Ich wollte nur daraufhin, dass dir Wirtschaftswachstum und eine niedrige Arbeitslosigkeit am Ende auch nichts bringen, wenn dir aber sonst gesellschaftlich, sozial und politisch der Laden ( das Land) droht auseinander zu fliegen. Es geht in den USA nur dem kleinen elitären Geldadel wirklich gut, der Rest hat entweder Angst vor dem sozialen Abstieg oder ist bereits ganz tief unten angekommen im Kriminalitäts- und Drogensumpf. Was glaubst du woher die Polarisierung und diese Unzufriedenheit mit dem Establishment in den USA seit je ausgeprägt, nun aber immer mehr um sich greifend, denn eigentlich sonst kommt?
Zuletzt geändert von Yoshihiro Togashi am Mo 12. Feb 2024, 15:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 15:09 Das glauben nur naive Leichtgewichte, das der "Anwalt der Abgehängten" Donald Trump an den Verhältnisse irgendwas ändern möchte. Ich wollte nur daraufhin, dass dir Wirtschaftswachstum und eine niedrige Arbeitslosigkeit am Ende auch nichts bringen, wenn dir aber sonst gesellschaftlich, sozial und politisch der Laden ( das Land) droht auseinander zu fliegen. Es geht in den USA nur dem kleinen elitären Geldadel wirklich gut, der Rest hat entweder Angst vor dem sozialen Abstieg oder ist bereits ganz tief unten angekommen im Kriminalitäts- und Drogensumpf. Was glaubst du woher die Polarisierung und diese Unzufriedenheit auf das Establishment in den USA seit je ausgeprägt, nun aber immer mehr um sich greifend, denn eigentlich sonst kommt?

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Zuletzt geändert von Yoshihiro Togashi am Mo 12. Feb 2024, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Misterfritz »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 15:22 Dazu kommen noch solche Themen wie z.b. Abtreibung, die zusätzlich polarisieren.
Und privater Waffenbesitz ...
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

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Misterfritz hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 15:25 Und privater Waffenbesitz ...
Richtig, aber ich hatte dich gefragt.......
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 15:09 Das glauben nur naive Leichtgewichte, das der "Anwalt der Abgehängten" Donald Trump an den Verhältnisse irgendwas ändern möchte. Ich wollte nur daraufhin, dass dir Wirtschaftswachstum und eine niedrige Arbeitslosigkeit am Ende auch nichts bringen, wenn dir aber sonst gesellschaftlich, sozial und politisch der Laden ( das Land) droht auseinander zu fliegen. Es geht in den USA nur dem kleinen elitären Geldadel wirklich gut, der Rest hat entweder Angst vor dem sozialen Abstieg oder ist bereits ganz tief unten angekommen im Kriminalitäts- und Drogensumpf. Was glaubst du woher die Polarisierung und diese Unzufriedenheit mit dem Establishment in den USA seit je ausgeprägt, nun aber immer mehr um sich greifend, denn eigentlich sonst kommt?

@ Misterfritz

Hier mal zum Nachlesen für dich Kater:

https://www.vorwaerts.de/international/ ... erletzlich
Achtung Fachkräftemangel: Zirkusse finden kaum mehr Clowns, weil die besten Kandidaten des Faches in die Politik abwandern.
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Uffzach
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Uffzach »

TheManFromDownUnder hat geschrieben: So 11. Feb 2024, 10:05
Donald Trump says he would encourage Russia to attack Nato allies who pay too little
Remarks by former president and presumptive 2024 Republican nominee described as ‘unhinged’ by the White House

https://www.theguardian.com/us-news/202 ... -pay-bills
Eins muss man Trump lassen: Er kann mit minimalem Aufwand die Poliker-Nullen aus ihrem Schlaf der Gerechten aufrütteln. :D
Blöd nur, dass es nie über einen Schreckmoment hinausgeht, bevor diese verantwortungslosen Nullen wieder in ihren Dämmerschlaf zurückfallen. :mad:
Atlas
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Atlas »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 15:09 Das glauben nur naive Leichtgewichte, das der "Anwalt der Abgehängten" Donald Trump an den Verhältnisse irgendwas ändern möchte. Ich wollte nur daraufhin, dass dir Wirtschaftswachstum und eine niedrige Arbeitslosigkeit am Ende auch nichts bringen, wenn dir aber sonst gesellschaftlich, sozial und politisch der Laden ( das Land) droht auseinander zu fliegen. Es geht in den USA nur dem kleinen elitären Geldadel wirklich gut, der Rest hat entweder Angst vor dem sozialen Abstieg oder ist bereits ganz tief unten angekommen im Kriminalitäts- und Drogensumpf. Was glaubst du woher die Polarisierung und diese Unzufriedenheit mit dem Establishment in den USA seit je ausgeprägt, nun aber immer mehr um sich greifend, denn eigentlich sonst kommt?

Bedenklicher finde da noch diese Entwicklung:

https://www.derstandard.de/story/300000 ... in-den-usa


https://www.giessener-allgemeine.de/kul ... 24234.html
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Frank_Stein
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Frank_Stein »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 15:09 Das glauben nur naive Leichtgewichte, das der "Anwalt der Abgehängten" Donald Trump an den Verhältnisse irgendwas ändern möchte.
Hat sich Trump je so bezeichnet? "Anwalt der Abgehängten" .. bestimmt nicht. Er sieht sich als Sieger und seine Anhänger sehen sich auch nicht als Verlierer.

Die Auswertungen der Wahlergebnisse haben auch gezeigt, dass die Abgehängten überwiegend bei den Demokraten das Kreuz machen, während bei der Mittelschicht und den höheren Einkommen die Republikaner führen.

Deine Märchen werden nicht wahr, indem Du die ständig wiederholst.
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Frank_Stein hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 19:51 Hat sich Trump je so bezeichnet? "Anwalt der Abgehängten" .. bestimmt nicht. Er sieht sich als Sieger und seine Anhänger sehen sich auch nicht als Verlierer.

Die Auswertungen der Wahlergebnisse haben auch gezeigt, dass die Abgehängten überwiegend bei den Demokraten das Kreuz machen, während bei der Mittelschicht und den höheren Einkommen die Republikaner führen.

Deine Märchen werden nicht wahr, indem Du die ständig wiederholst.
Ähm nein, es ist eben nicht so das mehrheitlich die "kleine Oberschicht" und die Mittelschicht Trump wählt. Den Märchenerzählenr, gibt in dem Punkt eher du.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Frank_Stein »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 21:16 Ähm nein, es ist eben nicht so das mehrheitlich die "kleine Oberschicht" und die Mittelschicht Trump wählt. Den Märchenerzählenr, gibt in dem Punkt eher du.
schon wieder Fake-News ... hier noch mal für alle:
jene die Deinen Blödsinn glauben wollen, sollten den folgenden Link nicht anklicken.

https://de.statista.com/statistik/daten ... zu%20haben.
https://cdn.statcdn.com/Statistic/63000 ... nk-754.png
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Frank_Stein hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 21:28 schon wieder Fake-News ... hier noch mal für alle:
jene die Deinen Blödsinn glauben wollen, sollten den folgenden Link nicht anklicken.

https://de.statista.com/statistik/daten ... zu%20haben.
https://cdn.statcdn.com/Statistic/63000 ... nk-754.png

Hier eine bessere Übersicht, statt den Murks denn du verlinkst

https://de.statista.com/statistik/daten ... ergruppen/
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Frank_Stein »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 22:09 Hier eine bessere Übersicht, statt den Murks denn du verlinkst

https://de.statista.com/statistik/daten ... ergruppen/
Wie kommst Du auf die Idee, dass mein Link murks wäre.
Er zeigt, dass die unteren Einkommensgruppen deutlich überwiegend Frau Clinton wählten,
während die oberen Einkommensgruppen jeweils überwiegend Trump gewählt haben.

Das Prekariat wählte also überwiegend die Demokraten, die weiße, männliche Oberschicht wählte mehrheitlich eher Trump als Clinton.

Aber richtig ist auch. Keine Ahnung, woher man diese Zahlen mit dem Einkommen hat. Immerhin gibt es ein Wahlgeheimnis. Man wirft nur den Stimmzettel rein und nicht zusätzlich seine Steuererklärung.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Yoshihiro Togashi »

Frank_Stein hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 22:44 Wie kommst Du auf die Idee, dass mein Link murks wäre.
Er zeigt, dass die unteren Einkommensgruppen deutlich überwiegend Frau Clinton wählten,
während die oberen Einkommensgruppen jeweils überwiegend Trump gewählt haben.

Das Prekariat wählte also überwiegend die Demokraten, die weiße, männliche Oberschicht wählte mehrheitlich eher Trump als Clinton.

Falsch zumal Miss Clinton? Du kommst hier mit 8 Jahre alten Kamellen, dein Ernst? Ist doch kein Wunder dass dich hier groß keiner für voll nimmt. :D
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von peterkneter »

Trump bringt seine Familie und Freunde in Stellung um die Republikaner weiter von innen auszuhöhlen…

https://www.fr.de/politik/usa-donald-tr ... 29721.html

Das wird allmählich nur noch eine Trump Partei. Vermutlich soll es die Macht der Familie zementieren - auch über die möglichen 4 Jahre hinaus…
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Misterfritz »

peterkneter hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 10:39 Trump bringt seine Familie und Freunde in Stellung um die Republikaner weiter von innen auszuhöhlen…

https://www.fr.de/politik/usa-donald-tr ... 29721.html

Das wird allmählich nur noch eine Trump Partei. Vermutlich soll es die Macht der Familie zementieren - auch über die möglichen 4 Jahre hinaus…
Vielleicht nimmt er sich ein Beispiel an seinem Freund Putin, seit Ewigkeiten an der Macht, Familie und Freunde versorgt ...
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Panarin »

Misterfritz hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 10:41 Vielleicht nimmt er sich ein Beispiel an seinem Freund Putin, seit Ewigkeiten an der Macht, Familie und Freunde versorgt ...
Das kann durchaus sein. Er ist der amerikanische Putin. Vielleicht ohne die großen außenpolitischen Ambitionen.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von relativ »

Yoshihiro Togashi hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 13:45 Naja so ganz Unrecht hat Trump aus der Sicht eines normalen US amerikanischen Steuerzahlers ja nicht, warum soll er die militärische Sicherheit von Polen, Deutschland oder Rumänien maßgeblich finanzieren? Andererseits hat dass ganz schon was von "Schutzgelderpressung".
Nunja die USA haben ja das eigene Selbstverständnis überall in der Welt präsens zu zeigen um Hauptsächlich ihre ureigenen Interessen zu gewährleisten.
Ihre Kosten für die reine NATO Verteidigung dürften mom. nur ein Bruchteil dessen sein, was sie für militärische Ausgaben ausserhalb des NATO Bündnisses haben.
Natürlich sind ihre Interessen auch meist unsere , so ist die Forderung, die es ja nicht erst unter Trump gab, schon nachvollziehbar.
Das die USA dabei ausgerechnet ihren wichtigsten Standort Deutschland aufgeben ist ziemlich unrealistisch reduziert wurde die Truppenstärke ja schon nach der Beeindigung der OST/West Konfliktes.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von Misterfritz »

Panarin hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 10:46 Das kann durchaus sein. Er ist der amerikanische Putin. Vielleicht ohne die großen außenpolitischen Ambitionen.
Mich wundert nur, dass die Reps das mitmachen.
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von relativ »

peterkneter hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 10:39 Trump bringt seine Familie und Freunde in Stellung um die Republikaner weiter von innen auszuhöhlen…

https://www.fr.de/politik/usa-donald-tr ... 29721.html

Das wird allmählich nur noch eine Trump Partei. Vermutlich soll es die Macht der Familie zementieren - auch über die möglichen 4 Jahre hinaus…
Jo das übliche vorgehen von kommenden Despoten.
Ich hoffe die meisten US Bürger erkennen das und nehmen Abstand von diesem Übel.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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relativ
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Re: Präsidentschaftskandidaten 2024

Beitrag von relativ »

Misterfritz hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 11:00 Mich wundert nur, dass die Reps das mitmachen.
Die Reps sind so damit beschäftigt die Abfälle von Trumps Tisch aufzusammeln, daß sich dort zu wenig Opposition regt. Zustark ist die populistische Macht von Trump, gerade in der Medienpräsens die ja von entscheidener Bedeutung in den USA ist.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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