Eine Fußball-WM als Farce

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streicher
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von streicher »

Christdemokrat hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 20:27 Bei dieser Armbinde geht es wohl eher darum, anderen penetrant eine links-grüne Ideologie aufzudrängen.
Nein, die Aussage ist nicht richtig. Aber hinter deiner Aussage könnte tatsächlich Ideologie stecken - siehe Hinweis von Billie Holiday.
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yogi61
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von yogi61 »

Ich bin ja mal gespannt, ob es nach der WM in Katar seitens unserer Medien eine weiterführende Diskussion gibt, ob es eigentlich in Ordnung ist, die Bundesligarechte und auch die der Premier League weiter an PP Sports in China zu verticken und das Geld einzukassieren, das gilt dann auch für die arabischen Länder. Und dann sollte die DFL dann auch bitte nicht so tun, als würde das nur die gierige Fifa und Uefa betreffen.
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Vongole
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Vongole »

Billie Holiday hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 20:26 Ist doch völlig ok.

(..)
Ich dachte, es wäre jetzt endgültig klar, dass es mir um die universellen Menschenrechte geht, und die werden in Katar nicht nur queeren Menschen versagt.
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Billie Holiday
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Billie Holiday »

Vongole hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 22:11 Ich dachte, es wäre jetzt endgültig klar, dass es mir um die universellen Menschenrechte geht, und die werden in Katar nicht nur queeren Menschen versagt.
Das wird sich weder durch bunte Armbinden noch durch Nicht-gucken der WM großartig ändern.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Eiskalt »

yogi61 hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 21:55 Ich bin ja mal gespannt, ob es nach der WM in Katar seitens unserer Medien eine weiterführende Diskussion gibt, ob es eigentlich in Ordnung ist, die Bundesligarechte und auch die der Premier League weiter an PP Sports in China zu verticken und das Geld einzukassieren, das gilt dann auch für die arabischen Länder. Und dann sollte die DFL dann auch bitte nicht so tun, als würde das nur die gierige Fifa und Uefa betreffen.
Ich kann dir die Antwort jetzt schon sagen. :)
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von TheManFromDownUnder »

Vongole hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 22:11 Ich dachte, es wäre jetzt endgültig klar, dass es mir um die universellen Menschenrechte geht, und die werden in Katar nicht nur queeren Menschen versagt.
Das wusste man bereits bei der Vergabe der WM.

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JJazzGold
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von JJazzGold »

firlefanz11 hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 13:28 Wohl wahr...


Mag sein aber ich finde Prinzipien haben kein Halbwertzeit... auch unabhängig davon ob sich was ändert oder nicht.

Was hingegen gerade bei so einem kontroversen Thema wie Diversität hingegen NICHT passieren darf ist, dass Leute, die nicht wirklich überzeugt dahinter stehen von Medien u./o. Verband/Trainer/Mitspielern dazu gezwungen werden Flagge für etwas zu zeigen, dasss gar nicht so sehr ihrer Überzeugung entspricht.

Dass die Mannschaft gezwungen würde, das glaube ich nicht. Der Protest mittels “One Love“ ist ja universell gehalten, da findet sich so ziemlich jeder wieder.

Was ich für kritikwürdig halte, das ist die Einmischung des deutschen Wirtschaftsministers.

“Der Vizekanzler würde sich nach eigenen Worten an der Stelle von DFB-Kapitän Manuel Neuer über das FIFA-Verbot der Armbinde hinwegsetzen: „Ich würde es darauf ankommen lassen.“

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussb ... 73hQ%3D%3D

Ausgerechnet der Typ, der gerade erst einen tiefen Kotau vor al-Thani&co vollzogen hat, ergebnislos, aber jetzt vom TV Sessel in Deutschland aus die Backen aufbläst.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Ogmios »

Vongole hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 22:11 [...] die universellen Menschenrechte [... ...] werden in Katar nicht nur queeren Menschen versagt.
Das ist eben eine ganz neue Erkenntnis. Hätte man das vor 12 Jahren bei der Vergabe schon gewusst, hätte man selbstverständlich anders gehandelt.

Wenn zwei europäische Mannschaften das Endspiel bestreiten, können die ja mit dieser Armbinde antreten. Und vielleicht die Torhüter im Röckchen.

Dass diese WM NIEMALS hätte dorthin vergeben werden dürfen, war von Anfang an klar. Allein schon aus Gründen, die ausschließlich mit Fußball zu tun haben. Aber Europa, das sich gerade in Gestalt einiger Länder vor der Welt blamiert, wird lernen müssen, dass man mit 7,5% der Weltbevölkerung nicht 100% der Moralvorstellungen der Welt repräsentiert. Würde die FIFA die Stimmen nach der Einwohnerzahl ihrer Mitglieder gewichten, könnten die Europäer einpacken und ihr eigenes Ding machen.

Wie auch immer. Die WM hier zeigt, dass Nationalmannschaften im Fußball ein Anachronismus sind. Unpolitisch war die Sache nie, aber mit dieser Eskalation sollte man besser darüber nachdenken, Nationalmannschaften einfach abzuschaffen und nur noch Clubmannschaften zu haben. Die sind dann schon aus finanziellen Gründen "bunt" zusammengekauft.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Keoma »

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Marmelada
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Marmelada »

yogi61 hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 18:15 [...]
Also liebe Politik, liebe Journalisten, sorgt bitte dafür, dass die Meisterschaften nur noch von politisch korrekten Staaten ausgerichtet werden, bevor ihr in der Moralinsäure ersauft und erklärt bitte auch den Fußballfans die in diesen Staaten leben und die eine Denke haben, die der von uns nicht entspricht, dass sie kein Teil der Sportgemeinschaft sind und keinen Anspruch haben, die Superstars zu sehen. Sie dürfen zwar weiterhin SKY und andere PayTv Kanäle bezahlen, aber bitte still sein, oder zumindest eine Revolution anzetteln, aber nur eine, die den westlichen Werten entspricht.
Sicher sind die Medien, welche die FIFA mit Mondpreisen für Übertragungsrechte fett füttern, in keiner komfortablen Situation, moralische Urteile über selbige zu fällen.

Allerdings, nur weil sich Katar mit seinen knapp 3 Millionen Insassen für die Austragung beworben und die höchsten Bestechungsgelder an die FIFA abgedrückt hat*, heißt das nicht, dass es dort eine Fußballkultur gäbe. Dort gibt es so wenige Fußballfans, dass sie aus der ganzen Welt herangekarrt werden müssen - unter gewissen Auflagen, versteht sich. Ich vernahm gar einen Bericht, wonach überlebende Stadionbausklaven als Fanmasse antreten müssen (ob bezahlt oder gezwungen wurde nicht erwähnt). Ronald Reng sagt in diesem Interview, Marokko oder Algerien wären arabische Länder, in denen es zumindest eine Fußballkultur gibt.

Eine Revolution wäre aber gar nicht nötig, um die Austragungen in (weitestgehend) rechtstaatliche Staaten zu bekommen. Es ist alles eine Frage der Gebotshöhe bei der Versteigerung der Austragungsorte, was es faktisch ist, eine Versteigerung.

*Fun Fact: Auch das "Sommermärchen" war gekauft.
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Platon
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Platon »

Die WM ist ja letztlich eine Image-Kampage von ein paar neureichen Schaichs. Man merkt, dass zumindest die Berichterstattung bei uns in Europa stark von humanitären Bedenken geprägt ist und daher wir als Zielgruppe nur unzureichend erreicht werden. Ich weiß nicht, inwiefern das auch für andere Länder gilt - vor allem "Fußballabsatzmärkte" in Südamerika und Afrika. Man wird sehen ob es nicht noch zu Skandalen kommt, wie wenn ein paar hundert Fans wegen irgendwas zusammen geknüppelt werden oder ähnliches mehr. Vielleicht rennen ein paar Schaichs auch aufs Feld, wenn die Holländer das 10:0 gegen Katar geschossen haben in der Vorrunde.
Dieser Beitrag ist sehr gut.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Ogmios »

Der ÖR hat 214 Mio. Euro für die Übertragungsrechte bezahlt.
Wer jetzt kein Fußballfan ist, aber vielleicht auch der Fan, darf sich nun fragen, inwiefern es akzeptabel ist, dass mit seinen Gebühren ein Ereignis finanziert wird, dass man gleichzeitig in vielen Sendungen in epischer Breite kritisiert, weil man es für politisch und moralisch bedenklich hält. Hätte es den Anstalten nicht gut zu Gesicht gestanden zu sagen, wir finanzieren nicht, was wir aus allen "Röhren" kritisieren?
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relativ
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von relativ »

JJazzGold hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 08:38
Dass die Mannschaft gezwungen würde, das glaube ich nicht. Der Protest mittels “One Love“ ist ja universell gehalten, da findet sich so ziemlich jeder wieder.

Was ich für kritikwürdig halte, das ist die Einmischung des deutschen Wirtschaftsministers.

“Der Vizekanzler würde sich nach eigenen Worten an der Stelle von DFB-Kapitän Manuel Neuer über das FIFA-Verbot der Armbinde hinwegsetzen: „Ich würde es darauf ankommen lassen.“

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussb ... 73hQ%3D%3D

Ausgerechnet der Typ, der gerade erst einen tiefen Kotau vor al-Thani&co vollzogen hat, ergebnislos, aber jetzt vom TV Sessel in Deutschland aus die Backen aufbläst.
Darf der Wirtschaftminister dazu keine Meinung haben , wenn er gefragt wird?
Man kann es mit dem Grünenhass echt übertreiben. :rolleyes:
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Billie Holiday
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Billie Holiday »

relativ hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 11:19 Darf der Wirtschaftminister dazu keine Meinung haben , wenn er gefragt wird?
Man kann es mit dem Grünenhass echt übertreiben. :rolleyes:
Mit der Kriecherei aber auch.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Schnitter »

Ogmios hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 08:59 Aber Europa, das sich gerade in Gestalt einiger Länder vor der Welt blamiert, wird lernen müssen, dass man mit 7,5% der Weltbevölkerung nicht 100% der Moralvorstellungen der Welt repräsentiert. Würde die FIFA die Stimmen nach der Einwohnerzahl ihrer Mitglieder gewichten, könnten die Europäer einpacken und ihr eigenes Ding machen.
Was der Rest der Welt so treibt ist eigentlich ziemlich egal.

Was hier zählen muss ist der Ethikcodex des Veranstalters. Und da sind die Moralvorstellungen der 7,5 % eben eigentlich klar zu Papier gebracht.

Im Übrigen kann die FIFA ohne Europa einpacken, den Südamerika Cup gibt es bereits ;)
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relativ
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von relativ »

Billie Holiday hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 11:47 Mit der Kriecherei aber auch.
Die würde es ja gar nicht gäben , wären die Hasskommentare nicht da.
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Billie Holiday
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Billie Holiday »

relativ hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:05 Die würde es ja gar nicht geben , wären die Hasskommentare nicht da.
Hass ist ein so starkes Wort. Bleib mal auf dem Teppich. Kritik und jemanden nicht gut finden ist kein Hass.
Was empfindest du denn für den Mörder deines Kindes, wenn der Hass schon vergeben ist?
Ich kann solchen Pathos nicht ausstehen.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von JJazzGold »

relativ hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 11:19 Darf der Wirtschaftminister dazu keine Meinung haben , wenn er gefragt wird?
Man kann es mit dem Grünenhass echt übertreiben. :rolleyes:
Ich kritisiere Habeck themenbezogen so ausgiebig und so oft ich will.
Das haben Sie zu akzeptieren.
Meinungsdiktatur gibt es nicht in Deutschland.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von relativ »

Billie Holiday hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:08 Hass ist ein so starkes Wort. Bleib mal auf dem Teppich. Kritik und jemanden nicht gut finden ist kein Hass.
Sorry aber das sind mir zu viele Einzelfälle bei bestimmten Personen, als das es Zufall oder normale Kritik seien könnte. Du kannst dies ja gerne anders sehen und mit diesen Leuten kuscheln. ;)
Was empfindest du denn für den Mörder deines Kindes, wenn der Hass schon vergeben ist?
Deine kruden Vergleiche helfen da nicht weiter.
Ich kann solchen Pathos nicht ausstehen.
Das hat nix mit Pathos zu tun, sondern mit einer persönlichen Einstellung, den ich hier nicht nur bei grünen Politikern zeige. Ich habe sogar mal die Merkel vor solchen Hatern verteidigt und das will schon was heißen
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von relativ »

JJazzGold hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:14 Ich kritisiere Habeck themenbezogen so ausgiebig und so oft ich will.
Das haben Sie zu akzeptieren.
Meinungsdiktatur gibt es nicht in Deutschland.
Deine Kommentare akzeptiere ich aber nicht, sonst würde ich sie nicht kommentieren. Wer will dir denn deine Meinung nehmen?
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Jo33 »

Ogmios hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 09:56 Der ÖR hat 214 Mio. Euro für die Übertragungsrechte bezahlt.
Wer jetzt kein Fußballfan ist, aber vielleicht auch der Fan, darf sich nun fragen, inwiefern es akzeptabel ist, dass mit seinen Gebühren ein Ereignis finanziert wird, dass man gleichzeitig in vielen Sendungen in epischer Breite kritisiert, weil man es für politisch und moralisch bedenklich hält. Hätte es den Anstalten nicht gut zu Gesicht gestanden zu sagen, wir finanzieren nicht, was wir aus allen "Röhren" kritisieren?
Das stimmt, das Kind ist bereits auch hier in den Brunnen gefallen.

Die Frage ist, was macht man daraus, was für lehren zieht man daraus.

Eine Konsequenz müsste sein, eben zukünftig nicht mehr die Übertragungsrechte zu kaufen, solange sich nicht bei FIFA, aber auch bei UEFA sich nichts grundlegend geändert hat und dies insbesondere auch wieder glaubhaft sind.

Vielleicht aktiv zukünftig eine Alternative WM und EM aufbauen, eben ohne der Beteiligung dieser Firmen.

Man kann nicht sagen das Sport nicht politisch ist, insbesondere bei WM und EM und Olympia. Warum werden, würden sonst zum Bsp. In der DDR oder auch Russland konsequent die Sportler gedopt. Die Sportler spielen nicht nur für sich selbst, sie repräsentieren gleichzeitig auch ein Land.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von JJazzGold »

relativ hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:15 Deine Kommentare akzeptiere ich aber nicht, sonst würde ich sie nicht kommentieren. Wer will dir denn deine Meinung nehmen?
Spammen lasse ich Sie alleine.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Billie Holiday »

relativ hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:14 Sorry aber das sind mir zu viele Einzelfälle bei bestimmten Personen, als das es Zufall oder normale Kritik seien könnte. Du kannst dies ja gerne anders sehen und mit diesen Leuten kuscheln. ;)

Deine kruden Vergleiche helfen da nicht weiter.
Das hat nix mit Pathos zu tun, sondern mit einer persönlichen Einstellung, den ich hier nicht nur bei grünen Politikern zeige. Ich habe sogar mal die Merkel vor solchen Hatern verteidigt und das will schon was heißen
Prima. Ich erwarte den selben Eifer bei rechten und konservativen Politikern. Frau Merkel zähle ich nicht dazu.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von relativ »

Billie Holiday hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:21 Prima. Ich erwarte den selben Eifer bei rechten und konservativen Politikern. Frau Merkel zähle ich nicht dazu.
Hoffentlich hängst du deine Erwartungen nicht allzu hoch :D
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Billie Holiday »

relativ hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:24 Hoffentlich hängst du deine Erwartungen nicht allzu hoch :D
Ich hab diesbezüglich keine.
Kritik gegen die Grünen ist Hass, Kritik gegen andere durchaus berechtigt. Von mir aus…
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von relativ »

Billie Holiday hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 12:31 Ich hab diesbezüglich keine.
Kritik gegen die Grünen ist Hass, Kritik gegen andere durchaus berechtigt. Von mir aus…
Wenn du das wieder mal so Allgemein halten willst bitte....
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Cobra9 »

Ich schau es nicht an. Profi Sport braucht Geld. Ist leider so. Aber was mit Fußball und Katar..... deswegen jeder WAS Er er will.

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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von garfield336 »

Cobra9 hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 13:20 Ich schau es nicht an. Profi Sport braucht Geld. Ist leider so.
Stimmt Und Katar zahlt, deshalb spielen sie da.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Marmelada »

Cobra9 hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 13:20 Ich schau es nicht an. Profi Sport braucht Geld. Ist leider so. ...
Die Bestechungsgelder für die FIFA landen in den privaten Taschen der korrupten Funktionäre, nicht beim Sport.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Vongole »

Ogmios hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 08:59 Das ist eben eine ganz neue Erkenntnis. Hätte man das vor 12 Jahren bei der Vergabe schon gewusst, hätte man selbstverständlich anders gehandelt.
(..)
Weil das eben keine ganz neue Erkenntnis ist, war ich schon vor 12 Jahren dagegen. Übrigens nicht nur bei Fußball- sondern auch anderen sportlichen Großereignissen, die in Staaten stattfanden, welche die
Menschenrechte nicht achten.
Und nein, man braucht keinen Torwart im Röckchen, aber man braucht genügend Selbstbewusstsein gegenüber gekauften korrupten Sportfunktionären, um Vergaben dieser Art von vornherein zu verhindern.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Ogmios »

Vongole hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 16:02 Weil das eben keine ganz neue Erkenntnis ist, war ich schon vor 12 Jahren dagegen. Übrigens nicht nur bei Fußball- sondern auch anderen sportlichen Großereignissen, die in Staaten stattfanden, welche die
Menschenrechte nicht achten.
Dann sollte man dafür sorgen, dass bei Vergabe auch keine Mannschaften dort teilnehmen. Es gibt kein Gesetz, das die Mannschaften zwingt.
Vongole hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 16:02 Und nein, man braucht keinen Torwart im Röckchen, aber man braucht genügend Selbstbewusstsein gegenüber gekauften korrupten Sportfunktionären, um Vergaben dieser Art von vornherein zu verhindern.
Es gibt keine sauberen Sportfunktionäre. Das fängt ganz klein beim FC Krauthausen um die Ecke an und setzt sich in immer stärkerem Maße von Ebene zu Ebene bis in die Weltverbände hinein fort. Es ist ein strukturelles, im System begründetes Problem ohne Lösung. Man kann nun auf Infantino zeigen, aber der tut das, was der deutsche Herr Bach auch tut. Die nehmen sich nichts.

Aller Sport, der sich gut vermarkten lässt, wird in der Spitze von mehr oder weniger zweifelhaften Geldgebern gesponsort. Wenn Deutschland seine Werte über den Sport exportieren möchte, sollte man sich aus allen Weltverbänden zurückziehen. Dann kann man mit den Skandinviern, den Benelux-Staaten und einer Handvoll anderer unter der Regenbogenflagge kleineuropäische Meisterschaften austragen.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Vongole »

Ogmios hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 16:19 Dann sollte man dafür sorgen, dass bei Vergabe auch keine Mannschaften dort teilnehmen. Es gibt kein Gesetz, das die Mannschaften zwingt.
Dafür müssten sich Staaten durchringen, einen Boykott gegen den Austragungsort durchzusetzen, was ich persönlich nicht schlecht fände, Je mehr Staaten, umso mehr Druck auf Funktionäre.
Es gibt keine sauberen Sportfunktionäre. Das fängt ganz klein beim FC Krauthausen um die Ecke an und setzt sich in immer stärkerem Maße von Ebene zu Ebene bis in die Weltverbände hinein fort. Es ist ein strukturelles, im System begründetes Problem ohne Lösung. Man kann nun auf Infantino zeigen, aber der tut das, was der deutsche Herr Bach auch tut. Die nehmen sich nichts.
Und genau das ist das Problem, dass man angehen müsste, angefangen beim FC Krauthausen bis in die höchsten Ebenen. Knallharte Compliance-Regeln, wie sie sich auch in der Wirtschaft durchsetzen.
Es muss nur gewollt werden, und da fängt das Problem leider an. Solange Otto Normalverbraucher, Jean Dubois und Sheila Smith sich als Fans nicht auflehnen, indem sie den Spielen fernbleiben, bzw. sie nicht mit Sport-TV-Abo oder dem Kauf von Fan-Artikeln stützen und damit den Verbänden wirtschaftlichen Schaden zufügen, wird sich nichts ändern.
Aller Sport, der sich gut vermarkten lässt, wird in der Spitze von mehr oder weniger zweifelhaften Geldgebern gesponsort. Wenn Deutschland seine Werte über den Sport exportieren möchte, sollte man sich aus allen Weltverbänden zurückziehen. Dann kann man mit den Skandinviern, den Benelux-Staaten und einer Handvoll anderer unter der Regenbogenflagge kleineuropäische Meisterschaften austragen.
Warum denn nur Deutschland und nicht die EU als großer Staatenverbund? Wäre doch mal ein Anfang.
Aber nicht unter der Regenbogenflagge, das wäre maximal verlogen. Schließlich werden queere Menschen auch in Rechtsstaaten nach wie vor diskriminiert. Weshalb die One Love-Binde ja auch für weit mehr steht.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

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Vongole hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 17:03 Dafür müssten sich Staaten durchringen, einen Boykott gegen den Austragungsort durchzusetzen, was ich persönlich nicht schlecht fände, Je mehr Staaten, umso mehr Druck auf Funktionäre.
Ich halte das für grundfalsch, auch wenn mir viele Länder missfallen. Man erwartet vom Sport etwas, was die Politik selbst nicht leistet, gar nicht leisten kann. Ohne chinesische Märkte oder katarisches Geld in Form von Beteiligungen wird hier der Normalmensch schnell spüren, was Sache ist. Aber weil sich der Moralist hier im Sport moralisch aufblasen kann, ohne dass es ihn selbst materiell etwas kosten könnte, lädt man das gerne auf dem Sport ab. Und das halte ich eben für Doppelmoral.
Vongole hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 17:03 Und genau das ist das Problem, dass man angehen müsste, angefangen beim FC Krauthausen bis in die höchsten Ebenen. Knallharte Compliance-Regeln, wie sie sich auch in der Wirtschaft durchsetzen.
Es muss nur gewollt werden, und da fängt das Problem leider an. Solange Otto Normalverbraucher, Jean Dubois und Sheila Smith sich als Fans nicht auflehnen, indem sie den Spielen fernbleiben, bzw. sie nicht mit Sport-TV-Abo oder dem Kauf von Fan-Artikeln stützen und damit den Verbänden wirtschaftlichen Schaden zufügen, wird sich nichts ändern.
Der FC Krauthausen wird von Ehrenamtlichen geführt und aufrecht erhalten, die Sportverbändesind ihrer Natur nach einfach Klüngel.

Und was das Fernbleiben angeht, so hätte der ÖR das problemlos dem Zuschauer abnehmen können. Es ist ja noch nicht solange her, dass die Übertragungsrechte gekauft worden sind, da waren die Zustände längst bekannt, was die Situation der Arbeiter dort anging. Die übrigens mit der berühmten Binde ja gar nicht im Mittelpunkt stehen in ihrer elenden Situation.
Vongole hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 17:03 Warum denn nur Deutschland und nicht die EU als großer Staatenverbund? Wäre doch mal ein Anfang.
Aber nicht unter der Regenbogenflagge, das wäre maximal verlogen. Schließlich werden queere Menschen auch in Rechtsstaaten nach wie vor diskriminiert. Weshalb die One Love-Binde ja auch für weit mehr steht.
In der EU gibt es dafür kein gemeinsames Verständnis. Der gesamte Osten würde sich verweigern, was dann ein weiteres Schauspiel für die Uneinigkeit der Europäer wäre. Die "gemeinsamen europäischen Werte" sind eine Wunschvorstellung der alten westlichen Welt. Das sollte man sich als Realist einfach eingestehen.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von sünnerklaas »

Ogmios hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 18:20 Der gesamte Osten würde sich verweigern, was dann ein weiteres Schauspiel für die Uneinigkeit der Europäer wäre. Die "gemeinsamen europäischen Werte" sind eine Wunschvorstellung der alten westlichen Welt. Das sollte man sich als Realist einfach eingestehen.
Im Osten ja durchaus die Entwicklung zu beobachten, dass es dort doch einiges an Zustimmung für die Mullahs im Iran und den Emir von Qatar sowie Infantino gibt. Und dass von vielen, die sich sonst als "Islamkritiker" verstehen. Die genannten Leute stünden für klare Regeln und würden die notfalls auch mit aller Macht und Gewalt durchsetzen, Putin würde genau deswegen und ausdrücklich Krieg führen..
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sünnerklaas
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von sünnerklaas »

Vongole hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 17:03 Dafür müssten sich Staaten durchringen, einen Boykott gegen den Austragungsort durchzusetzen, was ich persönlich nicht schlecht fände, Je mehr Staaten, umso mehr Druck auf Funktionäre.

Und genau das ist das Problem, dass man angehen müsste, angefangen beim FC Krauthausen bis in die höchsten Ebenen. Knallharte Compliance-Regeln, wie sie sich auch in der Wirtschaft durchsetzen.
Es muss nur gewollt werden, und da fängt das Problem leider an. Solange Otto Normalverbraucher, Jean Dubois und Sheila Smith sich als Fans nicht auflehnen, indem sie den Spielen fernbleiben, bzw. sie nicht mit Sport-TV-Abo oder dem Kauf von Fan-Artikeln stützen und damit den Verbänden wirtschaftlichen Schaden zufügen, wird sich nichts ändern.
Ich bin schon mal gespannt auf die TV-Quoten beim WM-Spiel der deutschen Mannschaft.
Wegen die Einschaltquoten zu niedrig ist und damit die gebuchte Werbung der WM-Sponsoren eine zu geringe Reichweite hat, wird es vermutlich noch richtig Ärger und Geschrei inkl. öffentlichen Publikumsbeschimpfungen geben.
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Cobra9
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Cobra9 »

Marmelada hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 14:07 Die Bestechungsgelder für die FIFA landen in den privaten Taschen der korrupten Funktionäre, nicht beim Sport.
Deswegen der Satz was bei Katar passiert....jeder wie Er will. Das ist für mich kein Sport mehr nur Mottoparty Korruption
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Cobra9
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Cobra9 »

garfield336 hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 13:52 Stimmt Und Katar zahlt, deshalb spielen sie da.
Katar zahlt den richtigen Menschen viel....das stimmt
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sünnerklaas
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von sünnerklaas »

Cobra9 hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 23:40 Deswegen der Satz was bei Katar passiert....jeder wie Er will. Das ist für mich kein Sport mehr nur Mottoparty Korruption
Und das zeigt auch beim Deutschland-Spiel gestern Wirkung, es sehen auch viele andere so:

Katar-WM: Selbst Deutschland-Spiel bleibt unter 10 Mio.

An den niedrigen Einschaltquoten ist mit Sicherheit nicht allein die Uhrzeit "schuld".
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Cobra9
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Cobra9 »

sünnerklaas hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 09:07 Und das zeigt auch beim Deutschland-Spiel gestern Wirkung, es sehen auch viele andere so:

Katar-WM: Selbst Deutschland-Spiel bleibt unter 10 Mio.

An den niedrigen Einschaltquoten ist mit Sicherheit nicht allein die Uhrzeit "schuld".
Seh Ich ähnlich
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sünnerklaas
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von sünnerklaas »

Platon hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 09:45 Vielleicht rennen ein paar Schaichs auch aufs Feld, wenn die Holländer das 10:0 gegen Katar geschossen haben in der Vorrunde.
Gab es ja schon mal - bei der WM 1982. Als der Scheich von Kuwait empört aufs Spielfeld gelaufen ist.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Astrocreep2000 »

Ogmios hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 18:20 Ich halte das für grundfalsch, auch wenn mir viele Länder missfallen. Man erwartet vom Sport etwas, was die Politik selbst nicht leistet, gar nicht leisten kann. (...) Aber weil sich der Moralist hier im Sport moralisch aufblasen kann, ohne dass es ihn selbst materiell etwas kosten könnte, lädt man das gerne auf dem Sport ab. Und das halte ich eben für Doppelmoral.
Das sehe ich sehr ähnlich. Als sich in den Jahren 1998-2006 enorme Wut an den dopenden Rad-Profis entlud, kam ich zu dem Schluss: Es ist nicht der "Betrug" (am Zuschauer) in Form einer Wettbewerbsverfälschung, der die Leute aufbringt - sondern dass da jemand ihre Illusion zerstört, dass der Profi-Sport eine heiles, sauberes Gegenstück zum "zivilen" Leben zu sein hat; tatsächlich kann er aber nur ein Spiegelbild der Gesellschaft sein, sagt also vor allem etwas über die Gesellschaft aus, sprich: Uns alle. Und diese Erkenntnis tut halt manchem weh und wird daher reflexartig negiert ...

Parallele zu den Mega-Events WM und Olympia: Natürlich ist deren mittlerweile perverse Kommerzialisierung lediglich ein Spiegelbild für das Leben in unseren unserer Gesellschaften: In den wohlhabenden Ländern Realität, in den aufstrebenden Ländern Idealisierte Zukunftserwartung.

Ich persönlich finde zwar auch, dass die Kommerzialisierung und politische Instrumentalisierung gerade bei WM und Olympia Dimensionen erreicht hat, die ursprüngliche Idee und die Bedeutung dieser Veranstaltungen - die sie für viele Menschen zweifellos noch hat - übelst konterkariert. Aber letztlich: Der Konsument (wir ...) macht es bisher mit.

Da gibt es sicher nicht wenige Fans, die jetzt die WM "boykottieren", sich dann aber auch nicht zu blöde sind, sich in der kommenden Saison (als echter Fan ...) wieder mit -zig FCB-Trikots in vereinsfremden "Sonderfarben" (die es traditionell nie gab ...) einzudecken, inklusive "Quatar Airways" auf dem Ärmel. Da die Bundesliga kommerziell betrachtet ja noch eine heile Welt ist ... ;-)
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Platon
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Platon »

Man darf aber auch gar nix mehr. :mad:

Dieser Beitrag ist sehr gut.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von jorikke »

Billie Holiday hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 11:47 Mit der Kriecherei aber auch.
Nun, aus eigenem Interesse braucht der Mann nicht zu buckeln.
Der ist finanziell so gestellt, er wird nicht frieren.
Jürgen v. Manger hätte es so ausgedrückt:
Jawoll, für Typen wie euch hab ich mich krumm gemacht, drei Tage Kotau, nix wird gedankt....
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Billie Holiday »

jorikke hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 18:36 Nun, aus eigenem Interesse braucht der Mann nicht zu buckeln.
Der ist finanziell so gestellt, er wird nicht frieren.
Jürgen v. Manger hätte es so ausgedrückt:
Jawoll, für Typen wie euch hab ich mich krumm gemacht, drei Tage Kotau, nix wird gedankt....
Nein, er hat ja einen Job übernommen.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von jorikke »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 18:39 Nein, er hat ja einen Job übernommen.
Natürlich, deshalb verhält er sich konsequent, ohne Eigeninteresse.
(Mal abgesehen von Parteiinteresse)
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Astrocreep2000 »

Platon hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 18:15 Man darf aber auch gar nix mehr. :mad:
"Arab lands" - genauer gesagt also Land, dass die "Araber" seinerzeit selbst okkupiert hatten/wollten ...

... aber vielleicht geht es in der Szene auch in Wirklichkeit darum (genaueres verstehen kann man ja nicht), dass die netten Bediensteten den Engländern lediglich den richtigen Eingang zum entsprechenden Block zeigen wollen ;-)
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Christdemokrat
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Christdemokrat »

Waldemar Hartmann hatte es gestern in der "Phoenix Runde" noch einmal auf den Punkt gebracht.

Der FIFA gehören 211 nationale Fußballverände an.
Es waren ganze sieben mitteleuropäische Verbände, die mit einer verbotenen, politischen Kapitänsbinde auflaufen wollten.
Selbst innerhalb der UEFA sind diese Verbände eine kleine Minderheit.
Außerhalb Europas gibt es überhaupt keinen Rückhalt in der Fußballwelt für diesen linken Aktionismus.
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Juergen Neu »

Die Nancy-Boys haben Deutschland mit ihrer kindischen Aktion ins Lächerliche gezogen. Nicht nur die Araber lachen über uns - selbst die Japaner verspotten uns mit der Hand vor dem Mund.
Während die anderen Nationen um sportliche Erfolge kämpfen und sich auf den nächsten Gegner vorbereiten, grübeln "unsere Helden" vielleicht schon aus, mit welcher Aktion se am Sonntag gegen Spanien aufs Feld kriechen.
Diejenigen, die in der Diversitäten-Dunstglocke verharren, sollten diese auch mal ab und zu verlassen um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Selbst Beckenbauer schämt sich.
In der WELT stand, daß es den Vorschlag gab, Nancy Armbinde nach ihrer Rückkehr ins Haus der Geschichte zu platzieren - mit ihr zusammen?
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Skull »

Christdemokrat hat geschrieben: Fr 25. Nov 2022, 00:59
Der FIFA gehören 211 nationale Fußballverände an.
Es waren ganze sieben mitteleuropäische Verbände, die mit einer verbotenen, politischen Kapitänsbinde auflaufen wollten.
Wurde schon erwähnt, das 179 Verbände gar nicht auflaufen. :D

mfg
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Eine Fußball-WM als Farce

Beitrag von Schnitter »

Ich befürchte die hiesigen User beschäftigen sich mehr mit der Binde als die Spieler.

Ohne deren Bedeutung zu kennen, wohlgemerkt.
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