Wohnungspolitik

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Alana4
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Alana4 »

Kölner1302 hat geschrieben: Do 22. Sep 2022, 09:27 Wenn Sie in einem Altbau eine Erdgasheizung gegen eine Wärmetauscher - Heizung tauschen wollen, ist dies in vielen Fâllen technisch unmöglich oder mit den notwendigen Umbauten so teuer, dass dafür in aller Regel nicht genügend Mittel vorhanden sind - 50.000 € statt f 10.000 € für eine Erdgasheizung. Auch eine Pellet Heizung oft technisch nicht möglich und erfordert ebenfalls teure Umbauten.
Ohne Heizung aber ist ein Altbau nicht bewohnbar.
Für wen es also aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nach Einführung des Einbauverbotes für Erdgasheizungen unmöglich ist, statt der Erdgasheizung nun eine Wärmetauscher Heizung oder Pellet Heizung einzubauen, für den bleibt die eigene Wohnimmobilie durch das Verbot fossiler Energie auf Dauer unbewohnbar.
Deswegen werden viele von denjenigen, die befürchten müssen, dass ihnen dies passiert, vor Einführung des Verbots versuchen eine ganz neue Erdgasheizung einzubauen, die dann noch jahrzehntelang weiterlaufen kann.
Da es sehr viele Grbäude mit alten Erdgasheizungen und sogar Ölheizungen gibt, ist dies ein Massenphänomen.
Diese Nachfrage wird jedoch wohl den Markt überfordern und auch die Erdgasheizungen unendlich verteuern.
Viele Immobilienbesitzer werden wohl in kalten Wohnungen hängen bleiben.
Dies ist sozialpolitischer Sprengstoff.
Wer ein Verbot von Erdgasheizungen beschließen will, der muss sich auch Gedanken machen wie der Einbau erneuerbarer Energiequellen auch Otto Normalverbraucher wirtschaftlich und technisch möglich gemacht werden kann.
ich wiederhole (anders formuliert): Wo steht, dass Eigenheimbesitzer mit Gasheizung bis 2024 ihre (funktionierende und gut gewartete) Heizungsanlage gegen etwas anderes umtauschen müssen?
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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jorikke
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von jorikke »

jack000 hat geschrieben: So 28. Aug 2022, 16:17 Das ist aber nicht die Lösung des Problems. Bestandsmieten sind sind auch in deutschen Großstädten noch im Rahmen.
=> Die entscheidende Frage ist: Ich will nach Wien ziehen - Bekomme ich sofort eine dieser kostengünstigen Wohnungen?
Mein Enkel wohnt in Wien. Er ist vor gut 1,5 Jahren aus dem Elternhaus in Klosterneuburg ausgezogen und hat sich in Wien eine kleine Wohnung genommen. Sehr bescheiden und in mieser Lage dazu. Als er uns vor zwei Wochen besuchte erzählte er von den Bedingungen in Wien eine Wohnung behördlich zugewiesen zu bekommen. Man müsse nachweisen schon zwei Jahre in Wien zu leben, dann könne man einen Antrag stellen. Bei ihm ist das jetzt in drei Monaten der Fall und erfahrungsgemäß dauert es dann noch weitere drei Monate bis man eine passende Wohnung vermittelt bekommt.
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Realist2014
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Realist2014 »

Mehr Geld für "Einkommensschwache":

https://www.stern.de/politik/deutschlan ... 54078.html

"
Wohngeld-Haushalte sollen mehr Geld bekommen. Haushalte mit wenig Einkommen erhalten die Unterstützung, in deren Kreis künftig auch Menschen aufgenommen werden, die Mindestlohn verdienen oder eine Rente in vergleichbarer Höhe haben.

Das Wohngeld für Haushalte mit wenig Einkommen soll ab Januar um durchschnittlich 190 Euro pro Monat steigen. Das geht aus einem Entwurf von Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über den am Freitag zuerst das ARD-Magazin "Fakt" berichtete.

Durch die Reform, die wegen der hohen Energiekosten angestoßen wurde, sollen Wohngeld-Haushalte dann im Schnitt monatlich rund 370 Euro bekommen. Bisher liegt die durchschnittliche Unterstützung bei 177 Euro pro Monat und Haushalt.

Kreis der Berechtigten wird ausgeweitet

Außerdem wird der Kreis der Berechtigten deutlich ausgeweitet: Zu den bisher 600.000 Haushalten kommen bis zu 1,4 Millionen weitere Haushalte dazu, deren Einkommen jetzt unter die neue Wohngeld-Schwelle fällt. So sollen künftig auch Menschen Wohngeld bekommen, die Mindestlohn verdienen oder eine Rente in vergleichbarer Höhe haben."
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Seidenraupe
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Seidenraupe »

Ob auch die Normalverdiener Wohngeld bekommen werden, die in exklusiven Wohnungen leben?
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Kölner1302
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

jorikke hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 16:17 Mein Enkel wohnt in Wien. Er ist vor gut 1,5 Jahren aus dem Elternhaus in Klosterneuburg ausgezogen und hat sich in Wien eine kleine Wohnung genommen. Sehr bescheiden und in mieser Lage dazu. Als er uns vor zwei Wochen besuchte erzählte er von den Bedingungen in Wien eine Wohnung behördlich zugewiesen zu bekommen. Man müsse nachweisen schon zwei Jahre in Wien zu leben, dann könne man einen Antrag stellen. Bei ihm ist das jetzt in drei Monaten der Fall und erfahrungsgemäß dauert es dann noch weitere drei Monate bis man eine passende Wohnung vermittelt bekommt.
Das ist doch super.
Das gibt es in Köln nicht. Ich meine auch in anderen deutschen Städten nicht.
Hier muss man erst einmal obdachlos sein, um dann ein sog. "Hotel" zugewiesen zu bekommen.
https://m.bild.de/regional/koeln/penner ... gle.com%2F
Das hilft vor allem den Eigentümern des "Hotels".
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Kölner1302
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Wähler hat geschrieben: Mi 15. Jun 2022, 11:01 In unserer Wohnungsbaugenossenschaft bekommt derjenige vorrangig eine Wohnung, der sich aktiv in den Neubauprojekten engagiert. Ohne Aktivität des Einzelnen kann es nicht funktionieren. Ein mittel- und langfrisitiges Projekt braucht einen Startimpuls. Im Arbeitsleben sieht das jeder Mitarbeiter ein.
Wohnungsbaugenossenschaften sind hier eine fast geschlossene Gesellschaft. Jahre oder sogar Jahrzehnte Wartezeit, jedoch keine Wartelisten und keine Antworten.
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Kölner1302
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Alana4 hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 13:58 ich wiederhole (anders formuliert): Wo steht, dass Eigenheimbesitzer mit Gasheizung bis 2024 ihre (funktionierende und gut gewartete) Heizungsanlage gegen etwas anderes umtauschen müssen?
Z.B. hier
https://www.focus.de/immobilien/wohnen/ ... 42824.html
Das Verbot von Gasheizungen wurde zwar vor einigen Tagen gekippt.
https://www.kreiszeitung.de/politik/gek ... %C3%BCrfen.
Aber das grundsätzliche und auch grds. wünschenwerte Ziel, fossile Energie in Haushalten durch erneuerbare Energie zu ersetzen, wird wohl weiterverfolgt.

Jedoch bitte nicht so!
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Sa 24. Sep 2022, 10:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Wähler »

Wähler hat geschrieben: Mi 15. Jun 2022, 11:01 In unserer Wohnungsbaugenossenschaft bekommt derjenige vorrangig eine Wohnung, der sich aktiv in den Neubauprojekten engagiert. Ohne Aktivität des Einzelnen kann es nicht funktionieren. Ein mittel- und langfrisitiges Projekt braucht einen Startimpuls. Im Arbeitsleben sieht das jeder Mitarbeiter ein.
Kölner1302 hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 09:58 Wohnungsbaugenossenschaften sind hier eine fast geschlossene Gesellschaft. Jahre oder sogar Jahrzehnte Wartezeit, jedoch keine Wartelisten und keine Antworten.
Es gibt immer mehr Neugründungen von Wohnungsbaugenossenschaften, vor allem in Großstädten, die aktiven Teilnehmern an Neubauprojekten die Zuteilung einer Wohnung garantieren. Ohne individuelles privates Engagement wird unsere Gesellschaft die Wohnungskrise nicht meistern.
Zuletzt geändert von Wähler am Sa 24. Sep 2022, 10:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Wähler hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:12 Es gibt immer mehr Neugründungen von Wohnungsbaugenossenschaften, vor allem in Großstädten, die aktien Teilnehmern an Neubauprojekten die Zuteilung einer Wohnung garantieren. Ohne individuelles privates Engagement wird unsere Gesellschaft die Wohnungskrise nicht meistern.
Wo gibt es das konkret in Köln oder in der Nähe? Bitte mit Quellenangabe!
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Wähler »

Kölner1302 hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:15 Wo gibt es das konkret in Köln oder in der Nähe? Bitte mit Quellenangabe!
Ich kenne nur die Woge, die nach dem Vorbild der Wogeno München 1997 neu gegründet worden ist:
https://woge-koeln.de/geschichte/
Vielleicht gab es in der Zwischenzeit weitere Neugründungen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Realist2014 »

Seidenraupe hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 02:26 Ob auch die Normalverdiener Wohngeld bekommen werden, die in exklusiven Wohnungen leben?
Ja, bekommen sie , wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Wobei sich die Frage nach der Definition von "Normalverdiener" stellt und natürlich die maximal zu berücksichtigende Miete (Höchstbetrag) relevant ist.

Im Moment würde ein für den ML ab dem 1.10.2022 VT arbeitender Single in München kein Wohngeld bekommen.
Wie das dann ab dem 1.1.2023 ausschaut, kann man dann mit den neuen Rechnern überprüfen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Kölner1302 »

Wähler hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:23 Ich kenne nur die Woge, die nach dem Vorbild der Wogeno München 1997 neu gegründet worden ist:
https://woge-koeln.de/geschichte/
Vielleicht gab es in der Zwischenzeit weitere Neugründungen.
Scheint ein ganz guter Geheimtip zu sein. Allerdings nur sehr wenige Wohnungen. Ich kann sie Mal anschreiben und evtl. Über den Erfolg berichten...
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Wähler »

Wähler hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:23 Ich kenne nur die Woge, die nach dem Vorbild der Wogeno München 1997 neu gegründet worden ist:
https://woge-koeln.de/geschichte/
Vielleicht gab es in der Zwischenzeit weitere Neugründungen.
Kölner1302 hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:38 Scheint ein ganz guter Geheimtip zu sein. Allerdings nur sehr wenige Wohnungen. Ich kann sie Mal anschreiben und evtl. Über den Erfolg berichten...
Wichtig sind die Neubauprojekte, die anscheinend auch mit einem Bauherrenmodell gekoppelt werden können.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von busse »

jorikke hat geschrieben: Fr 23. Sep 2022, 08:32 Modernisierungsrücklage. Ehrlich, dieses Wort habe ich noch nie gehört. Erscheint mir durchaus sinnvoll zu sein. Wir besitzen eine solch alte Hütte.
....
Die eigentliche Frage, die sich mir stellt, warum soll ich neben dem Rücklagenkonto noch ein Modernisierungskonto anlegen? Kaufe ich eine neue Heizung wird sie aus den Rücklagen bezahlt, dann entfallen die Kosten für eine Modernisierung ohnehin.
Da hast du etwas mißverstanden, er hat von Instandhaltungsrücklage gesprochen. Modernisierung geht in der Immobilienwirtschaft meistens nur über Eigenkapital und Förderung.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von busse »

Wähler hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:12 Es gibt immer mehr Neugründungen von Wohnungsbaugenossenschaften, vor allem in Großstädten, die aktiven Teilnehmern an Neubauprojekten die Zuteilung einer Wohnung garantieren. Ohne individuelles privates Engagement wird unsere Gesellschaft die Wohnungskrise nicht meistern.
Auch nur für Leuten mit Geld oder sehr guten Einkommen.
Die Genossenschaften wurden ja mal mit der Massgabe gegründet viele Lasten auf viele Schultern zu verlagern, deshalb Genossenschaft.
Heute werden z.B. in Berlin Neugegründete Genossenschaften unter fadenscheinigsten Gründen gepampert in Kreuzberg unter dem Grünen Baustadtrat, da steht noch ein Verfahren aus.
Die Genossenschafter sind natürlich aus dem Woken gut verdienden Bereich, kein Arbeiter aber dafür Anwälte, Lehrer , Beamte etc.die dann schnell mal in ihren Satzungen niederschreiben wen sie bestimmt nicht haben wollen in ihrer Gemeinschaft. Ob das der Wille der Menschen war, die vor über 100 Jahren Genossenschaften gegründet haben, die heute noch existieren ?
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Wähler »

Wähler hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 10:12 Es gibt immer mehr Neugründungen von Wohnungsbaugenossenschaften, vor allem in Großstädten, die aktiven Teilnehmern an Neubauprojekten die Zuteilung einer Wohnung garantieren. Ohne individuelles privates Engagement wird unsere Gesellschaft die Wohnungskrise nicht meistern.
busse hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 11:31 Die Genossenschafter sind natürlich aus dem Woken gut verdienden Bereich, kein Arbeiter aber dafür Anwälte, Lehrer , Beamte etc.die dann schnell mal in ihren Satzungen niederschreiben wen sie bestimmt nicht haben wollen in ihrer Gemeinschaft. Ob das der Wille der Menschen war, die vor über 100 Jahren Genossenschaften gegründet haben, die heute noch existieren ?
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Die neugegründeten Genossenschaften, die ich in München kenne, verzichten nicht auf die staatlichen Zuschüsse im Gegenzug zur Verpflichtung, 1/3 Sozialwohnungen und 1/3 München-Modell-Wohnungen zu bauen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Wähler »

busse hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 11:25 Da hast du etwas mißverstanden, er hat von Instandhaltungsrücklage gesprochen. Modernisierung geht in der Immobilienwirtschaft meistens nur über Eigenkapital und Förderung.
busse
Eine Genossenschaft muss die Wertminderung der Immobilie in der Bilanz abschreiben. Ein einzelner Wohneigentumsbesitzer kann für eine energetische Modernisierung seine "Instandhaltungsrücklage" nutzen und Zuschüsse beantragen. Seine Instandhaltungsrücklage dürfte aber oft zu gering sein, weil er die erzwingbare energetische Modernisierung nicht vorausgesehen hat. Daher sollte er sie um die Komponente einer "Modernisierungsrücklage" erhöhen.
Zuletzt geändert von Wähler am Sa 24. Sep 2022, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von busse »

Wähler hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 11:46 Eine Genossenschaft muss die Wertminderung der Immobilie in der Bilanz abschreiben. Ein einzelner Wohn eigentumsbesitzer kann für eine energetische Modernisierung seine "Instandhaltungsrücklage" nutzen und Zuschüsse beantragen. Seine Instandhaltungsrücklage dürfte aber oft zu gering sein, weil er die erzwingbare energetische Modernisierung nicht vorausgesehen hat. Daher sollte er sie um die Komponente einer "Modernisierungsrücklage" erhöhen.
Korrekt, aber der User jorikke hat ja nicht von einer Genossenschaft gesprochen.
In München kenne ich mich in der Wohnungspolitik nicht so aus, aber natürlich nehmen auch hier in Berlin einige Genossenschaften Förderungen zu den fast gleichen Masstäben auf.
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Bielefeld09
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Bielefeld09 »

Nichts, aber auch gar nichts
entschuldigt das Spiel der Spekulanten der letzten Jahrzehnte.
Das ist nun vorbei.
So viele Opfer!
Und Sie wussten das!
Und nun schon wieder zu Lasten der Mieter.
So geht das eben nicht.
Soziale Marktwirtschaft setzt die Zusammenarbeit der Sozialpartner voraus.
Sie in der Inmobielennwirtschaft haben jedes Recht verloren,
da Sie Menschen ohne wirtschaftliche Notwendigkeit in Armut stürzen.
Schon wieder so viele Opfer?
Sie hätten doch ihre Kaltmieten nie so hoch festsetzen müssen.
Schämen sie sich und solidarisieren sie sich mit ihren Mietern.
Die Gewinne der letzten Jahre werden sie dabei verlieren,
aber das ist besser als der mögliche Totalverlust.
Der Totalschaden in Deutschland für solche Firmen und ihre Gesellschaftsmodelle ist derzeit
eher möglich, als ihr Bestand.
Und die Gewinner stehen derzeit nicht fest, außer Inmobiliengewinner.
Sie werden verlieren!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
busse
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von busse »

Bielefeld09 hat geschrieben: Sa 24. Sep 2022, 21:03 Nichts, aber auch gar nichts
entschuldigt das Spiel der Spekulanten der letzten Jahrzehnte.
Das ist nun vorbei.
So viele Opfer!
Und Sie wussten das!
Und nun schon wieder zu Lasten der Mieter.
So geht das eben nicht.
Soziale Marktwirtschaft setzt die Zusammenarbeit der Sozialpartner voraus.
Sie in der Inmobielennwirtschaft haben jedes Recht verloren,
da Sie Menschen ohne wirtschaftliche Notwendigkeit in Armut stürzen.
Schon wieder so viele Opfer?
Sie hätten doch ihre Kaltmieten nie so hoch festsetzen müssen.
Schämen sie sich und solidarisieren sie sich mit ihren Mietern.
Die Gewinne der letzten Jahre werden sie dabei verlieren,
aber das ist besser als der mögliche Totalverlust.
Der Totalschaden in Deutschland für solche Firmen und ihre Gesellschaftsmodelle ist derzeit
eher möglich, als ihr Bestand.
Und die Gewinner stehen derzeit nicht fest, außer Inmobiliengewinner.
Sie werden verlieren!
Was ist das denn nun wieder für ein Unsinn. Liest du eigentlich hier mit ?
Das Spekulantentum ist nicht das Problem in dieser Republik, das sich sowieso nur auf bestimmte Lagen und nur in Ballungsgebieten konzentriert.
Alles andere wurde hier schon bersprochen und das lese erst mal bevor du hier um Dich haust.
busse
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JJazzGold
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von JJazzGold »

Was zu erwarten war.

"Nichts verbrennt dreckiger und klimaschädlicher als Holz"
26.09.2022, 07:18

Seit die Gaspreise durch die Decke gehen, setzen immer mehr deutsche Verbraucher auf Holz als Energieträger für ihre Heizung. Experten warnen jedoch, dass die lange behauptete Klimafreundlichkeit von Pellets und Co. so nicht existiert. Auch für die Gesundheit habe dies enorme Folgen, so das Bundesumweltamt.

https://www.n-tv.de/wissen/Nichts-verbr ... 11200.html
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt

Kranich oder gar nicht!
Seidenraupe
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Re: Wohnungspolitik

Beitrag von Seidenraupe »

JJazzGold hat geschrieben: Di 27. Sep 2022, 08:23 "Nichts verbrennt dreckiger und klimaschädlicher als Holz"
26.09.2022, 07:18
muss man sich mal vorstellen, was hier gerade passiert - neben dem schrecklichen Krieg Russlands gg die Ukraine mit atomschlag Drohungen durch Russland....

Hier wird die eigene Bevölkerung verunsichert und wenn sich noch so paar Hanseln unwohl fühlen mit Pelletheizungen und Holzöfen wird auch das noch verboten....Wer hat immer davon getönt, dass Pelettöfen klimaneutrale Wärme spenden, weil keine fossilen Energieträger verheizt werden sondern ein nachwachsender Rohstoff???

Die ersten freuen sich übrigens schon über die mutmaßl Sabotageakte am Boden der Ostsee....

In dieser Zeit werden noch manche Koordinaten ins Rutschen kommen
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