Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

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H2O
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von H2O »

@ Kamikaze:

Von der Zielsetzung her folge ich Ihnen gern. Aber die Annahme, daß Deutschland sich selbst autark mit Lebensmitteln versorgen könnte, die halte ich doch für sehr optimistisch.

Unser Land lebt doch vom Welthandel... und kann nicht ganz schlicht nur ganz bestimmte Warengruppen zulassen.

Natürlich gibt es im Ernährungssektor viele schlimme Schweinereien... etwa "Veredelungswirtschaft": "Futter rein, Fleisch raus." Damit Gülle in unverträglichem Ausmaß, Vernichtung der örtlichen kleinen Landwirtschaft in Exportstaaten. Umweltfrevel auf jeden Fall... ob nun Klimafrevel, das müßte ich erst nachlesen.
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Billie Holiday
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Billie Holiday »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 13:36 Selbstverantwortung funktioniert erwiesenermaßen nicht. Wichtig wäre erst mal ein Verbot von tierischen Lebensmitteln in Deutschland, danach auf Europa ausweiten. Einen anderen Weg gibt's nicht.
Die Menschen zu Zwangsveganern machen funktioniert nicht. Tierprodukte sind mehr als nur Fleisch. Also ich verzichte niemals auf Honig, Eier oder Käse. Mehrpreis geht in Ordnung, ich zahle gern angemessen. Du kannst von mir aus den ganzen Tag Körner kauen und Vitamintabletten schlucken.
Zuletzt geändert von Billie Holiday am Do 4. Aug 2022, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
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harry52
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von harry52 »

....
Zuletzt geändert von harry52 am Do 4. Aug 2022, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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harry52
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von harry52 »

Kamikaze hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 13:55 Man könnte auch ganz ohne Verbot einfach die echten Kosten für die Produkte verlangen ...
Ja, man kann klimafeindliche Nahrungsmittel mit Steuern belegen
und andere preiswerter machen. Dazu gibt es ja auch schon Vorschläge. MwSt. weg für Gemüse.... Man muß das auch nicht sofort und radikal machen. Da kann man ja ein 10 Jahresprogramm aufstellen.

Ich bin sowieso in keiner Position,
wo ich sowas entscheiden kann und hab, ehrlich gesagt, weder das Wissen, noch die Lust mir zu überlegen, wie der beste Weg aussieht.

Das sollen kompetentere und jüngere Menschen tun.
Ich aber will nicht in Erinnerung bleiben als Dumpfbacke, die nicht wusste, was wir da gerade tun und auch nicht als jmd, der sofort rummjammert, weil er was an seinem Leben ändern soll.

Ich habe 40 Jahre in der IT gearbeitet.
Da musste man ständig was Neues lernen und sich ändern.
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Kamikaze
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Kamikaze »

H2O hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 14:14 Von der Zielsetzung her folge ich Ihnen gern. Aber die Annahme, daß Deutschland sich selbst autark mit Lebensmitteln versorgen könnte, die halte ich doch für sehr optimistisch.

Unser Land lebt doch vom Welthandel... und kann nicht ganz schlicht nur ganz bestimmte Warengruppen zulassen.
Ich sprach ja nicht von Lebensmitteln allgemein, sondern es ging in den Posts davor explizit um Fleisch (noch genauer um Rindfleisch). Und einzelne Warngruppen ausschließen geht weltweit wunderbar. (Versuch mal echte australische Lebensmittel zu bekommen. Da ist nichts zu wollen. Gibt nur "baugleiches".)
In dieser Branche wird weltweit massiv auf Kosten der Umwelt gewirtschaftet, und sogar wir produzieren das hiesige Fleisch hauptsächlich für den Weltmarkt.
In Südamerika wird für Futter-Soja der Urwald in rasender Geschwindigkeit abgeholzt. Dieses Soja kaufen hieige Bauern gern - es soll den Viechern ja so gut gehen, dass sie schnell Fleisch produzieren.
Das kann nicht das Ziel sein.
Da jedoch der Weltmarkt wenig für Natur und Umwelt übrig hat wäre das sinnvollste für die hieisgen Landwirte, das Spielfeld zu ebnen. Gleiche Regeln für alle deutschen Betriebe, die Fleisch und Fleischprodukte herstellen. Wer das dann nicht mehr nach den hier geltenden Standards kann hat zuvor nachgewiesenermaßen nicht gemäß den hieigen Standards produziert und es ist nicht schade drum (als Landwirt hat man ja auch andere Möglichkeiten als nur die Fleischproduktion.
Die, die es können dürfen dann ihre Produkte zu reellen Preisen verkaufen, was wiederum kein Problem ist, da es ja keine ausländischen Produkte gibt, die auf Kosten der Allgemeinheit billigst produziert wurden.
Man kann ja ggf. für Länder eine Ausnahme machen, die gleichwertige oder höhere Umweltstandards als D haben. (Österreich zum Beispiel)
Andere Lebensmittel sind davon freilich nicht betroffen - jedoch sollte bei Bekanntwerden von Umweltsauereien die entsprechenden Produkte mit Strafsteuern oder EInfuhverboten belegt werden dürfen, damit die hiesigen Bauern auch eine Chance haben.
Gleichzeitig würde das ein wenig den Druck von den Landwirten nehmen, mit ausländischen Produzenten konkurrieren zu müssen, die teils keinerlei Umweltauflagen und bisweilen sogar mit Staatshilfen ihre Produkte auf den Weltmarkt werfen können.
Und wenn die Supermärkte und Discounter im Inland einkaufen müssen, dann entfällt auch der Preisdruck ausländischer Hersteller.
Ein weiterer Pluspunkt wäre, dass Lebensmittel und lebende Tiere derzeit teils völlig unnötig über hunderte bis tausende Kilometer gekarrt werden, nur weil der Reimport billiger ist und/oder ein anderes "Made in..." drauf stehen soll (dafür ist ja nur das Anbringen der letzten Umverpackung ausschlaggebend).
Ich sähe darin einen Gewinn für alle Seiten incl. der Umwelt und des Tierwohls.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von H2O »

@ Kamikaze:

Da würden wir wirklich am einem ganz großen Rad drehen; da ist sehr viel Geld im Spiel. Unser Landwirtschaftsminister versucht auf dem Gebiet sein Glück. Da kommt man sicher nur mit Trippelschritten weiter. Fast allen Leuten ist klar, daß unsere Landwirtschaft in eine industrielle Wirtschaftsweise gerutscht ist, die niemand so will... außer Leuten, die Kapital verzinst sehen wollen.

Gegen deren internationale Interessen kommt niemand an, es sei denn, denen brennt im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte ab. Da sind wir aber noch nicht ganz angekommen, und so geht es lustig weiter mit dem Raubbau weltweit.
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Tom Bombadil
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

Verbote über Verbote in Deutschland und schon ist die Welt gerettet :D
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

harry52 hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 14:29 Ja, man kann klimafeindliche Nahrungsmittel mit Steuern belegen
und andere preiswerter machen. Dazu gibt es ja auch schon Vorschläge. MwSt. weg für Gemüse....
Weißt du, wie viel Umwelt in Spanien und anderswo auf der Welt zerstört wird, nur damit wir hier in D ganzjährig frisches Gemüse haben? Nee, nee, wenn schon denn schon, dann müssen alle externen Kosten bei den Lebensmitteln eingepreist werden und dann gibt es im Winter nur noch Kohl und Kartoffeln.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

H2O hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 17:19 Da würden wir wirklich am einem ganz großen Rad drehen;
Wir haben auch noch so etwas wie die EU und einen Binnenmarkt und ihr wollt hier die Grenzen für Lebensmittel aus dem Ausland dichtmachen... Leute, Leute :rolleyes:
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von jack000 »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 09:12 Die Welt guckt gespannt nach Deutschland, um sich sofort und vollumfassend anzupassen.
Genau das hat man von anderen Themen auch behauptet :D
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von H2O »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 09:12 Die Welt guckt gespannt nach Deutschland, um sich sofort und vollumfassend anzupassen.
Na, endlich wird die Menschheit vernünftig! :D
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H2O
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von H2O »

Tom Bombadil hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 18:31 Wir haben auch noch so etwas wie die EU und einen Binnenmarkt und ihr wollt hier die Grenzen für Lebensmittel aus dem Ausland dichtmachen... Leute, Leute :rolleyes:
Na, so blöd wird sich wohl kaum jemand anstellen. Aber schlimme Mißstände sollten schon mit etwas Fingerspitzengefühl beseitigt werden. In der Fleischwirtschaft schreien die Mißstände doch zum Himmel. Was keineswegs heißt "Nie wieder Fleisch!" sondern hinwirken auf einen vernünftigeren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen und unseren Lebensgrundlagen.
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Tom Bombadil
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

H2O hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 19:32 Na, so blöd wird sich wohl kaum jemand anstellen.
Dann hast du das posting wohl nicht gelesen, obwohl du zugestimmt hast:
Kamikaze hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 13:55Möglichkeiten hierfür wären z.B.
> ein EIN- und AUSFUHRverbot
Aber schlimme Mißstände sollten schon mit etwas Fingerspitzengefühl beseitigt werden. In der Fleischwirtschaft schreien die Mißstände doch zum Himmel.
Dagegen ist ja auch rein gar nichts einzuwenden.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Schnitter »

Tom Bombadil hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 19:42 Dagegen ist ja auch rein gar nichts einzuwenden.
Erzähl das mal den Leuten die sich weigern mehr als 50 Cent für ne Bratwurst hinzulegen.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

Schnitter hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 19:57 Erzähl das mal den Leuten die sich weigern mehr als 50 Cent für ne Bratwurst hinzulegen.
Welche Wahl haben die denn, wenn die Bratwurst nunmal 1,00 EUR kostet?
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Schnitter »

Tom Bombadil hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 20:00 Welche Wahl haben die denn, wenn die Bratwurst nunmal 1,00 EUR kostet?
Wenn wir soweit schon mal wären, wäre ich ja froh. Sehe ich aber leider nicht.

Heute habe ich im Aldi Prospekt ein GANZES gefrorenes Hähnchen für 1,99 € gesehen.

Da stellen sich mir keinerlei Fragen mehr.
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Tom Bombadil
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

Schnitter hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 20:05 Wenn wir soweit schon mal wären, wäre ich ja froh. Sehe ich aber leider nicht.
Ja, ich auch.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Maikel »

Kamikaze hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 15:23 Andere Lebensmittel sind davon freilich nicht betroffen - jedoch sollte bei Bekanntwerden von Umweltsauereien die entsprechenden Produkte mit Strafsteuern oder EInfuhverboten belegt werden dürfen, damit die hiesigen Bauern auch eine Chance haben.
Gleichzeitig würde das ein wenig den Druck von den Landwirten nehmen, mit ausländischen Produzenten konkurrieren zu müssen, die teils keinerlei Umweltauflagen und bisweilen sogar mit Staatshilfen ihre Produkte auf den Weltmarkt werfen können.
Und wenn die Supermärkte und Discounter im Inland einkaufen müssen, dann entfällt auch der Preisdruck ausländischer Hersteller.
Das erinnert mich an das Schweizer System, von dem im Zusammenhang mit der Inflation kürzlich zu lesen war, z.B. auf https://www.zdf.de/nachrichten/wirtscha ... n-100.html

Daraus:
"Die Schweizer heben den Preis für ausländische Agrarprodukte, die auch im Inland hergestellt werden, durch Importzölle auf das höhere Schweizer Niveau, um heimische Getreide-, Obst- und Gemüsebauern vor ausländischer Konkurrenz zu schützen."

Die Kehrseite:
"Für Lebensmittel, die in den Nachbarländern zehn Euro kosten, seien in der Schweiz umgerechnet 18 Euro fällig."
Die menschliche Sprache ist einzigartig, aber nicht eindeutig.
Jeder Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen gelingen.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

Dexit?
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Atue001 »

jack000 hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 01:07 So oder so zahlt immer alle und alles der Mieter!
Eben. Es ist allenfalls eine Frage der Zeit, bis wann der Vermieter auf welchem Wege in der Lage ist, die gestiegenen Kosten an den Mieter weiter zu geben. Insofern gibt es keine Notwendigkeit, dass der Gesetzgeber per se sich in die Beziehung zwischen Vermieter und Mieter zu stark einmischt - der Gesetzgeber kann seine Auflagen immer auch einfach an den Eigentümer einer Immobilie adressieren. Der Gesetzgeber sollte allenfalls dafür sorgen, dass ein Vermieter nicht willkürlich gegenüber seinem Mieter auftreten kann. Wenn der Vermieter eine Investition über 30 Jahre abschreibt, ist es nicht notwendig, dass der Mieter die Kosten der Investition binnen drei Jahre gegen finanzieren muss....
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Atue001 »

harry52 hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 08:01 Wir müssen ganz dringend etwas gegen Rindfleisch tun.
Die riesigen Rinderherden sind ein sehr großer Klimakiller. Warum geht man weltweit nicht dazu über, dass Halten von Rindern schnell zu reduzieren?

Rinder verbrauchen enorm viel Wasser und pflanzliche Nahrung.
Die Nahrung könnte man gut gebrauchen für "Tanken und für Teller". Dazu müsste es schon längst ein Programm geben. Ein Programm, dass die Landwirte, die bisher mit Rindern ihre Brötchen verdienen, hilft und nicht im Stich lässt.

Verstehe nicht, warum man da nichts tut.
Ein Beispiel:
Würde man die Rinderhaltung international sofort verbieten....was würde passieren?
Zu erwarten ist, dass ein Teil der Rinderhaltung in so etwas wie Schwarzmärkte abwandert.....
Dann wäre zu erwarten, dass sich Ersatzfleisch plötzlich rechnet - keine Ahnung, ob dann mehr Känguruh oder mehr Krokodil oder mehr Strauß gegessen würde....du kannst aber locker davon ausgehen, dass es entsprechende Ersatzfleischsorten sehr schnell gäbe - und ob diese dann wirklich klimatisch besser sind als Rindfleisch.....ist noch offen!

Klar verbrauchen Rinder viel Wasser und pflanzliche Nahrung - nur was genau ist die Alternative?
Besser als Rindfleisch pauschaliert zu verbieten ist es, Alternativen mit besseren Eigenschaften markttauglich zu machen und anzubieten. Die Förderung kann dann auch dadurch erfolgen, dass man den Konsum von Rindfleisch verteuert.

Nimm aber mal an, dass jemand ein technisches Verfahren findet, wie man Rindfleisch industriell züchten kann, ohne dass so viel Wasser und pflanzliche Nahrung verbraucht würde.....beispielsweise weil man in Bioreaktoren das entsprechende Fleisch industriell herstellen kann....wäre das nicht besser, als Rindfleisch per se zu verbieten?

Es gibt auch schon Ansätze, dass man Rinder darauf trainiert, ihre schädlichen Methangase nur in kontrollierten Zonen abzulassen, in denen wesentliche Teile des schädlichen Methans aufgefangen werden. Sind solche Ansätze keine Alternativen?

Statt etwas gegen Rinderherden zu tun, könnten wir was FÜR eine ausgewogene Ernährung tun....wenn in der Folge die Nachfrage nach Fleisch von Rinderherden sinkt, ist der Effekt deutlich nachhaltiger.

Verbote sind nicht generell verkehrt - aber längst nicht immer die beste Lösung. Besser ist es, die Menschen mitzunehmen, WARUM eine andere Lebensweise besser ist. Wer das WARUM verstanden hat, wird das WIE leichter ertragen!
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Devourer of Worlds »

Kamikaze hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 13:55 Man könnte auch ganz ohne Verbot einfach die echten Kosten für die Produkte verlangen - das würde das Problem vermutlich schon deutlich entschärfen.
Möglichkeiten hierfür wären z.B.
> ein EIN- und AUSFUHRverbot
> nur Futtermittel mit Ursprungsland Deutschland
> gesetzeskonforme Entlohnung der Schlachthofmitarbeiter
> etc.

Wird aber vielen nicht gefallen, wenn das Zeug das kostet, was es wirklich kostet. :|
Es wäre natürlich schon eine tolle Verbesserung undd du hast absolut recht. Zusätzlich sollten auch alle Subventionen eingestellt werden.

Aber auch dieser Kompromiss ist wohl für die derzeitige Regierung inakzeptabel.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Devourer of Worlds »

...
Zuletzt geändert von Devourer of Worlds am Fr 5. Aug 2022, 05:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Devourer of Worlds »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 14:17 Die Menschen zu Zwangsveganern machen funktioniert nicht. Tierprodukte sind mehr als nur Fleisch. Also ich verzichte niemals auf Honig, Eier oder Käse. Mehrpreis geht in Ordnung, ich zahle gern angemessen. Du kannst von mir aus den ganzen Tag Körner kauen und Vitamintabletten schlucken.
Wieso funktioniert das nicht? Hast du dafür ne Begründung?
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Devourer of Worlds »

Atue001 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 00:36
Verbote sind nicht generell verkehrt - aber längst nicht immer die beste Lösung. Besser ist es, die Menschen mitzunehmen, WARUM eine andere Lebensweise besser ist. Wer das WARUM verstanden hat, wird das WIE leichter ertragen!
Das mag erst mal sinnvoll klingen, ist aber leider keine Lösung. Die Erde ist bereits kaputt. Selbst wenn jetzt alle Veganer würden, wäre es bereits viel zu spät. Die Zeit ist einfach nicht mehr dafür da, auf eine langsame, Jahrhunderte dauernde Entwicklung zu hoffen.

Das andere Problem sind die Tiere, die in der Zwischenzeit weiterhin gefoltert und abgeschlachtet werden. Wie möchtest du es rechtfertigen, dass das weiterhin passiert, nur weil die Leute noch nicht das Warum verstehen?

Und ja, natürlich wäre eine Züchtung von Fleisch ohne das entsprechende Tier dazu super. Vielleicht täte sich in die Richtung ja mal was, wenn mit Tieren produziertes Fleisch vervoten würde.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Ammianus »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 05:14 Wieso funktioniert das nicht? Hast du dafür ne Begründung?
Weil es dafür keine Mehrheiten gibt. So einfach ist das.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Ammianus »

Atue001 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 00:36
...

Nimm aber mal an, dass jemand ein technisches Verfahren findet, wie man Rindfleisch industriell züchten kann, ohne dass so viel Wasser und pflanzliche Nahrung verbraucht würde.....beispielsweise weil man in Bioreaktoren das entsprechende Fleisch industriell herstellen kann....wäre das nicht besser, als Rindfleisch per se zu verbieten?

...
Genau daran wird vielerorts gearbeitet. Einmal an direkt künstlichem Fleisch, dann aber auch an Alternativen bei denen Gentechnik zum Einsatz kommt. Das wird aber wohl noch einige Jahrzehnte dauern.
Trotzdem, die Vorstellung großer industrieller Anlagen in denen gewaltige Rinder-, Schweine- und Geflügelmuskeln und andere Körperteile wachsen ohne das dazu komplette Lebewesen notwendig sind, hat schon etwas. Ähnliches wäre auch bei der Pflanzenproduktion möglich.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Kamikaze »

Ammianus hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 10:05 Ähnliches wäre auch bei der Pflanzenproduktion möglich.
Auch daran wird bereits ziemlich erfolgreich gearbeitet: https://www.lebensmittelmagazin.de/wirt ... ensmittel/

Hier ein Zwischenstand zum Thema Retortenfleisch als Lebensmittel: https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... -Aera.html
Und ein paar Alternativen zu Fleisch an Sich: https://www.welt.de/iconist/essen-und-t ... tiven.html

Leider sind viele ethisch- und im Umwelt-Impact schlechtere Alternativen noch zu billig, als dass sich diese Produkte auf dem breiten Markt etablieren könnten.
Energiewende: https://graslutscher.de/how-to-energiew ... herkommen/
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Ammianus »

Das ist eben eine Frage der Zeit. Wenn man aber sieht, wie viele Firmen an derartigen Produkten arbeiten und wie sich das seit Beginn entwickelt hat, auch preislich, dann wird sich da in den nächsten Jahrzehnten wohl einiges tun.
Durchaus möglich, dass es in 100 Jahren bei uns keine Landwirte im herkömmlichen Sinn mehr gibt.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 05:14 Wieso funktioniert das nicht? Hast du dafür ne Begründung?
Die Menschen...

Lassen sich den Öko-Terrorismus nicht bieten.
Und da wir in einer Demokratie leben, werden die seltsamen "Träume" der Missionar-Veganer genau das bleiben.

Genau wie die der Auto-Hasser.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

Kamikaze hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 13:55 Man könnte auch ganz ohne Verbot einfach die echten Kosten für die Produkte verlangen - das würde das Problem vermutlich schon deutlich entschärfen.
Möglichkeiten hierfür wären z.B.
> ein EIN- und AUSFUHRverbot
> nur Futtermittel mit Ursprungsland Deutschland

So ganz haben manche den EU-Binnenmarkt nicht verstanden...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Devourer of Worlds »

Ammianus hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 11:57 Das ist eben eine Frage der Zeit. Wenn man aber sieht, wie viele Firmen an derartigen Produkten arbeiten und wie sich das seit Beginn entwickelt hat, auch preislich, dann wird sich da in den nächsten Jahrzehnten wohl einiges tun.
Durchaus möglich, dass es in 100 Jahren bei uns keine Landwirte im herkömmlichen Sinn mehr gibt.
Die Entwicklung mancher Dinge braucht vielleicht Zeit, der Verzicht auf tierische Produlkte allerdings nicht.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 14:06 Die Entwicklung mancher Dinge braucht vielleicht Zeit, der Verzicht auf tierische Produlkte allerdings nicht.
Der wird einfach nicht statt finden, weil die Mehrheit keinesfalls vegan leben will.

Punkt.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Devourer of Worlds »

Realist2014 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 14:11 Der wird einfach nicht statt finden, weil die Mehrheit keinesfalls vegan leben will.

Punkt.
Dafür gibt's ja Gesetze.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Billie Holiday »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 14:29 Dafür gibt's ja Gesetze.
Und du siehst außerhalb extremistischer Gruppierungen irgendwo eine Partei, die uns allen und damit sich selbst das Kotelett, das Frühstücksei, den Honig, den Käse und den Joghurt verbieten will?
Mein Fleisch stammt von Vieh der Landwirte in der Region, das meiste mit Biosiegel. Die Tiere werden in Ställen und auf Feldern gehalten. Mein schlechtes Gewissen hält sich in Grenzen. Es ist auch kein Politiker so doof, um grundsätzliche Verbote auszusprechen.

Ich jedenfalls nehme jetzt noch einen guten Schuß Vollmilch in meinen Kaffee, schmiere mir Butter aufs Brötchen und genieße dadrauf eine schöne Scheibe echten Käse, auf der anderen Hälfte den selbstgeimkerten Honig eines Freundes, der etliche Bienenstöcke besitzt. :thumbup: :cool:
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Ammianus
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Ammianus »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 14:29 Dafür gibt's ja Gesetze.
Wer macht Gesetze?
Was hat das unter Umständen mit Mehrheiten zu tun?

Einfach mal nachdenken ...
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 14:29 Dafür gibt's ja Gesetze.
Für deine "Träume" gibt es keine Gesetze ( = Verbote) und die wird es auch nicht geben.
Finde dich damit ab.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

Ammianus hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 15:05 Wer macht Gesetze?
Was hat das unter Umständen mit Mehrheiten zu tun?

Einfach mal nachdenken ...
Diese Öko-Verbots-Missionare leben in ihrer eigenen "Blase"..

fern der Realitäten.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Tom Bombadil »

Ammianus hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 15:05 Einfach mal nachdenken ...
Einfach mal nicht trollen lassen ;)
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von DRAM »

Corella hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 12:38 Spätestens mit 2003 sollte eigentlich der letzte die Risiken erkannt haben, wenn das "letzte Jahre" meint, dann weiter so. Besser spät, als nie.
Sollte "natürliche Waldverjüngung" Fichte meinen, scheint der Lerneffekt in 90% plus der Flächen jedoch weiter auszustehen! Wenn in den Schadflächen was stehen geblieben ist, verjüngt sich die Fichte. Die Aussicht der Bäume, Hiebreife zu erreichen, geht aber gegen Null. Also: sehr bedenklich, was Du von den Waldbesitzern erzählst!
Wir können gerne weiter über das Thema diskutieren, aber nicht hier.

Mach nen extra Faden dafür auf.
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Ammianus
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Ammianus »

Tom Bombadil hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 15:21 Einfach mal nicht trollen lassen ;)
Nö, lass`n mal.
Macht doch Spass ...
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harry52
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von harry52 »

Atue001 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 00:36 aber locker davon ausgehen, dass es entsprechende Ersatzfleischsorten sehr schnell gäbe - und ob diese dann wirklich klimatisch besser sind als Rindfleisch.....ist noch offen!
Klar verbrauchen Rinder viel Wasser und pflanzliche Nahrung - nur was genau ist die Alternative?
Das ist erforscht
und wir hatten dazu auch schon einer Grafik hier im Forum und Links. Hier mal einer: https://de.statista.com/infografik/2057 ... roduktion/

Rindfleisch ist viel klimafeindlicher
als Geflügel und Schwein und auch beim Wasserverbrauch und der benötigten Pflanzennahrung (Bodenverbrauch) ist es deutlich schlechter.

Diejenigen, die noch nicht aufgegeben haben,
kommen sehr schnell zu der Einsicht, dass wir beim Rindfleisch relativ schnell ganz viel erreichen können. Ohne großartige Kosten und ohne einen großen Verzicht.

Ich hatte nicht vorgeschlagen,
dass wir alle vegan werden sollen. Dann haben wir einen Bürgerkrieg, statt der Umwelt was Gutes zu tun. Schritt für Schritt. Mit Rind anfangen und wenns funktioniert, weitermachen und auf die Wissenschaftler hoffen. Vielleich klappt das mit dem Retortenfleisch, oder vielleicht gibt es bald Techniken, dass CO2 wieder raus aus der Luft zu bekommen....

Aber wie man hier sieht,
geht das Geschrei und Gejammer schon los, wenn man nur diesen einen Schritt mit dem Rindfleisch vorschlägt.

Ich kenne das auch von früher.
Als der Katalysator eingeführt werden sollte, beschwörten viele den Untergang des Vaterlands und der deutschen Automobilindustrie.

Und was ist passiert?
Man hat nicht auf die Schreihälse gehört und den Katalysator eingeführt und unser Vaterland ist nicht untergegangen. Im Gegenteil, der Katalysator hat uns vor abertonnen Blei im Essen, im Wasser und im Boden bewahrt.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

harry52 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 16:40
Diejenigen, die noch nicht aufgegeben haben,
kommen sehr schnell zu der Einsicht, dass wir beim Rindfleisch relativ schnell ganz viel erreichen können. Ohne großartige Kosten und ohne einen großen Verzicht.
Wer ist hier denn "wir"?

D liegt zwar in der EU ziemlich weit vorn, aber global?
Ich kenne das auch von früher.
Als der Katalysator eingeführt werden sollte, beschwörten viele den Untergang des Vaterlands und der deutschen Automobilindustrie.
Da ging es nicht um's Essen, sondern um Leistungseinbußen beim Auto.... :x
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von harry52 »

Realist2014 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 16:44 Wer ist hier denn "wir"?
Diejenigen, die sich beispielweise den Link angeguckt haben:

https://de.statista.com/infografik/2057 ... roduktion/

Rindfleisch ist nicht nur ein wenig klimaschädlicher
als beispielsweise Geflügel. Es ist ungefähr VIERMAL so schädlich und beim Verbrauch von Wasser und beim Verbrauch von pflanzlicher Nahrung ist Rindfleisch ebenfalls deutlich vorne.

Da muss man nicht einmal gut in Mathe sein,
um zu erkennen, dass das ein verdammt wirksamer erster Schritt wäre, wenn man damit schon mal anfängt.

Ich stelle mal die Gegenfrage,
Du wehrst Dich gegen ein Rindfleisch-Verbot, noch gefällt Dir irgendwas anderes, was ich vorgeschlagen habe, z.B. Tempolimit, Flugreisen reduzieren, .... Egal, was vorgeschlagen wird, Du rastest verbal aus und bist dagegen.


Welche alternativen Vorschläge hast Du? Was bringen die?
Oder bist Du wie Trump der Ansicht, dass wir mit dem Klima eigentlich kein Problem haben? Wenn ja, warum? Du bist immer gut beim Nein zu allem zu sagen, deswegen will ich jetzt gerne mal hören, wozu Du ja sagst, oder was Dein Problem ist?
Zuletzt geändert von harry52 am Fr 5. Aug 2022, 22:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

harry52 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 21:55 D

Ich stelle mal die Gegenfrage,
Du wehrst Dich gegen ein Rindfleisch-Verbot, noch gefällt Dir irgendwas anderes, was ich vorgeschlagen habe, z.B. Tempolimit, Flugreisen reduzieren, .... Egal, was vorgeschlagen wird, Du rastest verbal aus und bist dagegen.

Ich hatte die Wirksamkeit für ein "deutsches Verbot" in Frage gestellt.

Wie ich alle Verbote dieser Art ablehne ( wie logischerweise auch bezüglich Flugreisen)
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von harry52 »

Realist2014 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 21:59 alle Verbote dieser Art ablehne ( wie logischerweise auch bezüglich Flugreisen)
Immer nur nein sagen,
und alles ins lächerliche ziehen, ist einfach, aber dafür braucht Dich niemand. Das können rechte und linke Populisten besser als Du! Trump, Wagenknecht, Höcke ... sind weit besser darin als Du. Die kennt man wenigstens und die sind oft im Fernsehen. Du meines Wissens nicht.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von harry52 »

Realist2014 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 21:59 Ich hatte die Wirksamkeit für ein "deutsches Verbot" in Frage gestellt.
Ich sagte "weltweit".
Auch da bist Du nur einne billige Kopie von Populisten. Gysi kann das besser, andere falsch zu zitieren und geschickt flunkern.
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

Ammianus hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 15:05 Wer macht Gesetze?
Was hat das unter Umständen mit Mehrheiten zu tun?

Einfach mal nachdenken ...
Überfordere ihn nicht :D
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von H2O »

Eigentlich wollte ich ja meine technische Begeisterung dämpfen... ich meine jetzt und hier Begeisterung über die Strom- und Heizungsautarkie mit dem System PICEA der Firma HPS aus Berlin. Das System hatte ich hier angesprochen:
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 8#p5244418

Ganz klar: Eine sehr kostspielige Angelegenheit, aber immerhin: Nie wieder Ärger mit dem Netzbetreiber, krisenfest, wenn der Energiemarkt Purzelbäume schlägt.

Aber die Neugierde plagt mich eben doch... und vor allem von Praktikern erklärtes Wissen. Tja, hier wurde ich fündig:
www.youtube.com/watch?v=g5Bm0hDWKiE

Der Praktiker beschäftigte sich vorrangig mit Kostenvergleichen:
  • 1. Man tut gar nichts, verbraucht und bezahlt Strom für den Haushalt und die Heizung mit Wärmepumpe
  • 2. Man installiert eine Photovoltaik mit Größenordnung 17,5 kW Spitze und Batteriespeicher mit 15 kWh
  • 3. Man installiert eine Photovoltaik mit dem System PICEA der Firma HPS aus Berlin
Gegenüber 1. hat sich die Installation 2. nach 20 bis 30 Jahren bezahlt gemacht... je nach Strompreisentwicklung
Gegenüber 2. macht sich die Installation 3. erst nach 30 bis 60 Jahren bezahlt

Für meine privaten Verhältnisse hätte ich also mit der hier vorhandenen Installation 2. die derzeit bestmögliche Lösung aufgebaut.

Mit einer rein kaufmännischen Betrachtung ist das System PICEA ziemlich abwegig, also eher im Pionier- und Hobbybereich angesiedelt. Mit etwas "wenn und aber" vertretbar... so der Vortragende im youtube-Video.

Als Ausblick noch die "Quartierslösung", wo sich eine Siedlung von 40 bis 100 Häusern mit PV-Dächern zusammentut und ein eigenes "Elektrizitätswerk" auf der technischen Grundlage der PICEA betreibt. Da müßten bei den großen Stromerzeugern doch die Alarmglocken läuten...

Was aus meiner Sicht zu kurz kam: Der Sicherheitsgewinn durch ganzjährige Netzautarkie... das Thema wurde in diesem Vortrag kurz gestreift, aber nicht vertieft. Für die "große Politik" entsteht so ein wirklicher Konflikt: Fördert sie diese neue Technik, dann fügt sie den großen Stromversorgern Schaden zu; unterläßt sie jede Förderung, dann zieht sich dieser Prozeß in die Länge. Die neue Technik verbieten... das dürfte überhaupt nicht gehen.

Durch das Thema "Sicherheitsgewinn" bleibt diese Technik auch für mich privat weiterhin von Interesse. Ich werde also von Zeit zu Zeit prüfen, welche Beschaffungs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten zu stemmen sein werden. Möglicherweise sind auch kostspielige Elemente wie die vorhandene PV-Anlage mit Wechselrichter und Batteriepuffer in das Anlagenkonzept integrierbar... oder ein solches Konzept wird vom Wettbewerb angeboten. :) Sowie dieses Konzept in meine wirtschaftliche Reichweite gelangt, werde ich es privat umsetzen. Energieunabhängigkeit hat für meine Lebensverhältnisse einen sehr hohen Stellenwert!
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Re: Was kann man wirklich für den Klimaschutz tun?

Beitrag von Realist2014 »

Atue001 hat geschrieben: Fr 5. Aug 2022, 00:19 Eben. Es ist allenfalls eine Frage der Zeit, bis wann der Vermieter auf welchem Wege in der Lage ist, die gestiegenen Kosten an den Mieter weiter zu geben. Insofern gibt es keine Notwendigkeit, dass der Gesetzgeber per se sich in die Beziehung zwischen Vermieter und Mieter zu stark einmischt - der Gesetzgeber kann seine Auflagen immer auch einfach an den Eigentümer einer Immobilie adressieren. Der Gesetzgeber sollte allenfalls dafür sorgen, dass ein Vermieter nicht willkürlich gegenüber seinem Mieter auftreten kann. Wenn der Vermieter eine Investition über 30 Jahre abschreibt, ist es nicht notwendig, dass der Mieter die Kosten der Investition binnen drei Jahre gegen finanzieren muss....
Du scheinst selber kein Vermieter zu ein, beidem was du schreibst...
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