Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

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frems
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von frems »

Realist2014 hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 20:18 Linder will das Thema kalte Progression "abschaffen". So wie in der Schweiz

Und die MwSt ist in vielen Ländern in der EU ja höher.
Sagte ich ja. Fließt aber bei der Abgabenlast von Arbeitnehmern nicht rein. Und Lindner fordert viel und ändert dann wieder seine Meinung.
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Realist2014
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

frems hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 20:21 Sagte ich ja. Fließt aber bei der Abgabenlast von Arbeitnehmern nicht rein. Und Lindner fordert viel und ändert dann wieder seine Meinung.
MwSteuer hat nichts mit Abgabenlast vom Einkommen zu tun.

Das Thema kalte Progression schaffen ist ein altes FDP Thema
Nun ist Lindner in der Position, das umzusetzen.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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frems
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von frems »

Realist2014 hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 20:32 MwSteuer hat nichts mit Abgabenlast vom Einkommen zu tun.
Aber für die Frage, ob ein Land hohe Steuern hat. Wird nur meist nicht berücksichtigt, genau wie andere genannte Punkte.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

frems hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 21:15 Aber für die Frage, ob ein Land hohe Steuern hat. Wird nur meist nicht berücksichtigt, genau wie andere genannte Punkte.
Spielt ja auch keine Rolle - da indirekt
Das wird dann relevant bei der Kaufkraft.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von sünnerklaas »

frems hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 20:21 Sagte ich ja. Fließt aber bei der Abgabenlast von Arbeitnehmern nicht rein. Und Lindner fordert viel und ändert dann wieder seine Meinung.
Passt zur schlechten Performance, die die FDP schon im Kabinett Merkel II abgeliefert hat.
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jorikke
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

Tom Bombadil hat geschrieben: Di 21. Jun 2022, 12:56 Im Grund ist das mit dem Gleichheitsprinzip nicht vereinbar. Wer aus freiem Willen unverheiratet und kinderlos bleibt, bei dem kann man das ja noch nachvollziehen. Aber was ist mit den Menschen, die verheiratet sein und Kinder haben wollen, aber einfach keinen Partner finden können? Die werden zusätzlich zu ihrem Lebensfrust auch noch finanziell bestraft.
Was bastelst du dir da zusammen?
Die werden steuerlich genauso behandelt wie andere im gleichen Status.
Man stelle sich das mal praktisch vor. Man geht zum Finanzamt und erklärt, mein Nachbar ist alleinstehend und hat Steuerklasse I. Ich bin zwar auch alleinstehend, wäre aber gern verheiratet und beantrage deshalb Steuerklasse II und Ehegattensplitting.
Geht´s noch?
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Tom Bombadil
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Tom Bombadil »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 22:07 Geht´s noch?
Ja, sehr gut sogar :) Was genau hast du denn nicht verstanden?
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sünnerklaas
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von sünnerklaas »

Realist2014 hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 19:10 Wer ist denn "man"?
Ist Vergangenheit- aber das du die Union und die FDP nicht "magst", ist nun nichts neues... :p


Es kam nichts. Absolut nichts. Die FDP ist deswegen seinerzeit aus dem Bundestag geflogen.
Anhand welcher Kriterien glaubst du das feststellen zu können?
Wobei das ja nichts mit dem Thema hier zu tun hat....
Da muss man einfach nur mal Deine Beiträge lesen...
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

sünnerklaas hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 22:22



Da muss man einfach nur mal Deine Beiträge lesen...
Wie meinen?

Was habe ich mit dem Thema Bürokratieabbau zu tun?
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

Tom Bombadil hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 22:20 Ja, sehr gut sogar :) Was genau hast du denn nicht verstanden?
Ich habe nicht verstanden, wie du gleiche steuerliche Voraussetzungen ungleich behandeln willst und außerdem auch nicht, warum du auf meine Begründung nochmal nachfragen musst.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 22:07 Was bastelst du dir da zusammen?
Die werden steuerlich genauso behandelt wie andere im gleichen Status.
Man stelle sich das mal praktisch vor. Man geht zum Finanzamt und erklärt, mein Nachbar ist alleinstehend und hat Steuerklasse I. Ich bin zwar auch alleinstehend, wäre aber gern verheiratet und beantrage deshalb Steuerklasse II und Ehegattensplitting.
Geht´s noch?
Das Problem gibt, dass es überhaupt Unterschiede gibt. Niemand sollte wegen Ehelosigkeit benachteiligt werden.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 22:52 Das Problem gibt, dass es überhaupt Unterschiede gibt. Niemand sollte wegen Ehelosigkeit benachteiligt werden.
Ohne dich beleidigen zu wollen, das ist schlicht dummes Zeug.
Umgekehrt wird ein Schuh draus.
In einer Ehe mit Kindern sind die Aufwendungen hoch. Diese Kinder sorgen später für die Renten der Einzelgänger.
Mein Sohn z.B. ist unverheiratet. Er verdient saumäßig gut. Eine Parallele zu mir, damals. Was er sich allerdings leisten kann, davon konnte ich seinerzeit nur träumen. Drei Kinder, alle Abi und Studium, da schnappst du nach Luft, finanziell jedenfalls.
Ich singe keine Klagelieder, mir geht´s saumäßig gut. Nur dieser Quatsch, Verheiratete seien bevorzugt, der nervt mich.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 23:12 .
In einer Ehe mit Kindern sind die Aufwendungen hoch. Diese Kinder sorgen später für die Renten der Einzelgänger.
.
In jeder anderen Familie in der die Eltern nicht verheiratet sind auch.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Tom Bombadil »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 22:47Ich habe nicht verstanden, wie du gleiche steuerliche Voraussetzungen ungleich behandeln willst...
Ja, das hast du in der Tat falsch verstanden, die Ungleichbehandlung von Steuerpflichtigen aufgrund eines zivilrechtlichen Vertrages sollte abgeschafft werden.
und außerdem auch nicht, warum du auf meine Begründung nochmal nachfragen musst.
Die muss ich übersehen haben.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Tom Bombadil »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 23:12In einer Ehe mit Kindern sind die Aufwendungen hoch.
Und das ist nicht der Fall, wenn man unverheiratet ist und trotzdem Kinder hat?
Nur dieser Quatsch, Verheiratete seien bevorzugt, der nervt mich.
Steuerlich ist das so. Nicht falsch verstehen, ich persönlich finde es gut, Familien zu fördern, aber ob das unbedingt über das Steuergesetz gemacht werden muss, halte ich für fraglich. Für Menschen, die gerne eine Familie hätten, aber mangels Partner keine gründen können, ist es noch eine zusätzliche "Strafe".
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Billie Holiday »

Der Staat kann nicht auf jede seelische Befindlichkeit, Optik, Beziehungsunfähigkeit oder Partnermangel steuerlich Rücksicht nehmen.

Der Staat guckt, wo konkret Kinder vorhanden sind.

Absichten und Wünsche interessieren nicht.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Tom Bombadil »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 08:51 Der Staat guckt, wo konkret Kinder vorhanden sind.
Warum haben dann kinderlos Verheiratete steuerliche Vorteile?
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Billie Holiday »

Tom Bombadil hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 09:35 Warum haben dann kinderlos Verheiratete steuerliche Vorteile?
Das mußt du diejenigen fragen, die solche Gesetze verabschiedet haben.
Warum eine kinderlose Ehe bevorteilt wird, weiß ich auch nicht.

Wenn Kinder versorgt werden müssen, ist es völlig wurscht, ob die Erzeuger verheiratet sind oder nicht. :)
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Tom Bombadil »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 09:38 Warum eine kinderlose Ehe bevorteilt wird, weiß ich auch nicht.
Siehst du, schon kommen wir auf einen Nenner.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Billie Holiday »

Tom Bombadil hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 09:41 Siehst du, schon kommen wir auf einen Nenner.
Du sprachst von Strafen für ungewollt Partner- und Kinderlose.
Die persönlichen Schicksale einzelner können aber nicht maßgeblich sein. Ein gewünschtes Kind ist kein vorhandenes, das versorgt werden muß.

Insofern bedürfen Menschen, die Kinder versorgen, eine Steuererleichterung, nicht jedoch kinderlose, berufstätige Ehepaare.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Tom Bombadil »

Billie Holiday hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 09:48Du sprachst von Strafen für ungewollt Partner- und Kinderlose.
Natürlich bestraft der Staat so etwas nicht absichtlich, hatte ich auch nicht behauptet :rolleyes:
Die persönlichen Schicksale einzelner können aber nicht maßgeblich sein.
In Deutschland leben über 22 Mio Singles, die mögen vllt. nicht alle unfreiwillig alleine sein, aber der Anteil dürfte doch recht hoch sein, das sind keine Einzelschicksale mehr.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 23:12 h. Diese Kinder sorgen später für die Renten der Einzelgänger.
Die Renten werden von den Beitragszahlern bezahlt - auch von den "eingewanderten".
Wer Rente bezieht, ist in Vorleistung durch Beitragszahlungen gegangen

Die Kindererziehung wird ja im Rentensystem berücksichtigt
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von frems »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 23:12 In einer Ehe mit Kindern sind die Aufwendungen hoch. Diese Kinder sorgen später für die Renten der Einzelgänger.
Das mag ja bei Dir so sein. Andere investieren nichts in die Bildung ihrer Kinder. Das Ergebnis sind oft soziale Problemfälle und Schwerkriminelle. Warum soll der Staat das pauschal unterstützen? Gibt doch schon Kindergeld. :?:
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

frems hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 11:52 Das mag ja bei Dir so sein. Andere investieren nichts in die Bildung ihrer Kinder. Das Ergebnis sind oft soziale Problemfälle und Schwerkriminelle. Warum soll der Staat das pauschal unterstützen? Gibt doch schon Kindergeld. :?:
Der Staat unterstützt Schwerkriminelle und Problemfälle?
Sicher gibt es bei allen sozialen Unterstützungsmaßnahmen auch Missbrauch.
Ist in allen Lebensbereichen so.
Das jetzt argumentativ als Normalfall hinzustellen, ist recht keck.
Melde dich wieder wenn die Hitzewelle vorbei ist.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von frems »

jorikke hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 12:26 Der Staat unterstützt Schwerkriminelle und Problemfälle?
Sicher gibt es bei allen sozialen Unterstützungsmaßnahmen auch Missbrauch.
Ist in allen Lebensbereichen so.
Das jetzt argumentativ als Normalfall hinzustellen, ist recht keck.
Melde dich wieder wenn die Hitzewelle vorbei ist.
Von Missbrauch sprach ich ja nicht. Ist doch alles legal bzw. erfolgt automatisch. Und sicherlich ist es die Ausnahme, aber Du hast ja auch nciht den Normalfall beschrieben.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

jorikke hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 23:12 Ohne dich beleidigen zu wollen, das ist schlicht dummes Zeug.
Umgekehrt wird ein Schuh draus.
In einer Ehe mit Kindern sind die Aufwendungen hoch. Diese Kinder sorgen später für die Renten der Einzelgänger.
Mein Sohn z.B. ist unverheiratet. Er verdient saumäßig gut. Eine Parallele zu mir, damals. Was er sich allerdings leisten kann, davon konnte ich seinerzeit nur träumen. Drei Kinder, alle Abi und Studium, da schnappst du nach Luft, finanziell jedenfalls.
Ich singe keine Klagelieder, mir geht´s saumäßig gut. Nur dieser Quatsch, Verheiratete seien bevorzugt, der nervt mich.
Damit trittst du mir sehr wohl zu nahe.
Deine genannten Gründe sind schlicht unerheblich für das genannte Problem. Es geht um die Bevorteilung von _Ehen_, nicht um die Bevorteilung von Eltern. Man genießt diese Vorteile ebenso als kinderloses Paar.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

Tom Bombadil hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 08:34 Steuerlich ist das so. Nicht falsch verstehen, ich persönlich finde es gut, Familien zu fördern, aber ob das unbedingt über das Steuergesetz gemacht werden muss, halte ich für fraglich. Für Menschen, die gerne eine Familie hätten, aber mangels Partner keine gründen können, ist es noch eine zusätzliche "Strafe".
Die Frage ist, wie Familie definiert wird. Von daher halte ich es für gefährlich, eine Förderung von Familien zu verlangen, weil es ja eigentlich darum gehen sollte, Kinder zu fördern. Diese Formulierung ist wesentlich deutlicher.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 14:16 Die Frage ist, wie Familie definiert wird. Von daher halte ich es für gefährlich, eine Förderung von Familien zu verlangen, weil es ja eigentlich darum gehen sollte, Kinder zu fördern. Diese Formulierung ist wesentlich deutlicher.
Mein Gott, jetzt ist es schon gefährlich Familien zu fördern.
Was ist dir am Begriff Familie denn unklar, es sind die Eltern und ihre Kinder. Punkt.
Wenn du meinst dererlei schlichte Begriffe erst definieren zu müssen, bevor du mitreden kannst, dann halte dich dran.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

jorikke hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 15:01 Mein Gott, jetzt ist es schon gefährlich Familien zu fördern.
Was ist dir am Begriff Familie denn unklar, es sind die Eltern und ihre Kinder. Punkt.
Wenn du meinst dererlei schlichte Begriffe erst definieren zu müssen, bevor du mitreden kannst, dann halte dich dran.
Hm

Gemäß deiner obigen Definition müsste dann aber das Splitting für Ehepaare ohne Kinder "abgeschafft" werden...
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

jorikke hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 15:01 Mein Gott, jetzt ist es schon gefährlich Familien zu fördern.
Was ist dir am Begriff Familie denn unklar, es sind die Eltern und ihre Kinder. Punkt.
Wenn du meinst dererlei schlichte Begriffe erst definieren zu müssen, bevor du mitreden kannst, dann halte dich dran.
Nein, ich sage ja extra, dass das Definieren von Familien unnötig wird, wenn es Kinderförderung und nicht mehr um Familienförderung geht.
Ebenso ist deine Definition mehr als undeutlich.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 15:20 Nein, ich sage ja extra, dass das Definieren von Familien unnötig wird, wenn es Kinderförderung und nicht mehr um Familienförderung geht.
Ebenso ist deine Definition mehr als undeutlich.
Da wäre dann das französische Modell das "bessere".
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Di 21. Jun 2022, 12:24 Dass Ehen überhaupt gesetzlich bevorzugt werden, ist ein absolutes Unding und unterstreicht gut, wie groß die Verbindung zwischen Kirche und Staat ist, auch wenn es im direkten Gegensatz zum Grundgesetz steht.
Was hat die Ehe mit der Kirche zu tun? Das hat rein rechtlichen Einfluss was zB. Erbe, Unterhalt etc. angeht. Ich als Profiteur des Ehegattensplittings bin natürlich auch deswegen dafür, aber es macht auch so Sinn. Man schließt die Ehe, eine verbindliche Zusage, dass man zusammen eine Familie gründen will. Dei ersten Jahre hat man womöglich noch keine Kinder, aber man kann schon mal mehr Geld auf die Seite legen. Und wenn man dann vereinbart, dass ein Partner auf die Kinder aufpasst und der andere arbeitet, warum sollte dann ein Freibetrag verpuffen?

Warum sollte das Vermögen zu Einem verschmelzen, genauso das Einkommen, aber nicht die Steuerfreibeträge?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 16:37 Was hat die Ehe mit der Kirche zu tun? Das hat rein rechtlichen Einfluss was zB. Erbe, Unterhalt etc. angeht. Ich als Profiteur des Ehegattensplittings bin natürlich auch deswegen dafür, aber es macht auch so Sinn. Man schließt die Ehe, eine verbindliche Zusage, dass man zusammen eine Familie gründen will. Dei ersten Jahre hat man womöglich noch keine Kinder, aber man kann schon mal mehr Geld auf die Seite legen. Und wenn man dann vereinbart, dass ein Partner auf die Kinder aufpasst und der andere arbeitet, warum sollte dann ein Freibetrag verpuffen?

Warum sollte das Vermögen zu Einem verschmelzen, genauso das Einkommen, aber nicht die Steuerfreibeträge?
Ändert ja nun nichts an der Tatsache, das auch kinderlos "bleibende" Ehepartner vom Splitting profitieren...
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

3x schwarzer Kater hat geschrieben: Di 21. Jun 2022, 11:59 Ist es nicht wirklich, da die Steuerlast allein wenig Aussagekraft hat. So ist z.B. das Gesundheitswesen in manchen Ländern steuerfinanziert, in anderen über Abgaben (Sozialversicherung).
Auch die Abgabenlast relativ zum BIP ist gar nicht so aussagekräftig wie man meint. Wo werden eigentlich diese 300€ verbucht, die man im September auf den Lohn ddrauf bekommt (die gleich wieder versteuert werden)? Wo verbucht man eigentlich die Renten, deren Höhe davon abhängt, wie viel man einbezahlt hat. Das ist etwas anderes als wenn ich unabhängig von jeder Gegenleistung etwas an den Staat bezahle (=Steuer).

Wie sieht es eigentlich mit Kindergeld aus? Man stelle sich vor, ich bekomme 219€ Kindergeld für mein Kind, dann bekomme ich 3€ Lohnerhöhung und die Günstigerprüfung sagt nun, dass ich 0€ Kindergeld bekomme, aber pro Monat 220€ auf den Kinderfreibetrag spare. Vorher 218€ Abgaben pro Monat, nun 0€.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

Realist2014 hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 16:39 Ändert ja nun nichts an der Tatsache, das auch kinderlos "bleibende" Ehepartner vom Splitting profitieren...
Also auch da. Nehmen wir an, er verdient 1000€ und sie 4000€. Davon kaufen sie sich Autos, Urlaub, ein Haus, ETFs, Essen. Wie hoch ist das Vermögen von ihm oder ihr? Gibt es nicht. Es gibt nur das Haushaltsvermögen. Vielleicht macht er den Haushalt und Handwerker zu Hause, während sie sich auf die Karriere fixiert (und deswegen viel mehr verdient). Es ist eine Vereinbarung. Sie teilen sich die Tätigkeiten auf. Und wenn es zur Scheidung kommt? Soll dann der Partner, der den Haushalt und Handwerkliches gemacht hat, dann leer ausgehen? Nein. Vermögen zur Hälfte plus Unterhalt. Das hat ja auch seinen Sinn.

Warum sollte deren zu versteuerendes Einkommen nun getrennt voneinander betrachtet werden, wenn der Rest gemeinsam betrachtet wird?
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 16:58 Also auch da. Nehmen wir an, er verdient 1000€ und sie 4000€. Davon kaufen sie sich Autos, Urlaub, ein Haus, ETFs, Essen. Wie hoch ist das Vermögen von ihm oder ihr? Gibt es nicht. Es gibt nur das Haushaltsvermögen.
Das ist in anderen Ländern auch so...

Trotzdem gibt es dort kein "Splitting".

Es ist eine Bevorzugung der "Institution Ehe" , wenn beide Partner unterschiedliche Einkommen haben.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

Realist2014 hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:01 Das ist in anderen Ländern auch so...

Trotzdem gibt es dort kein "Splitting".

Es ist eine Bevorzugung der "Institution Ehe" , wenn beide Partner unterschiedliche Einkommen haben.
Es ist eine Bevorzugung. Das ist ja gewollt.
... und auch gut so.
Wer in einem Staat die kleinste Einheit, die Familie für wichtig hält, wird sie fördern.
Wer dagegen meint individuelles, bindungsloses Nebeneinander sei eher anzustreben, dem ist Solidität eher fremd.
Der Meinung kann man durchaus sein, noch aber obsiegt Vernunft.
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franktoast
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

Realist2014 hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:01 Das ist in anderen Ländern auch so...

Trotzdem gibt es dort kein "Splitting".

Es ist eine Bevorzugung der "Institution Ehe" , wenn beide Partner unterschiedliche Einkommen haben.
Es gibt noch weitere Unterschiede. Wenn ich sterbe, dann erbt meine Frau mein Vermögen. Unverheiratet bekäme sie keinen Cent. Wenn meine Frau ein Kind bekommt, bin ich automatisch unterhaltspflichtig (sofern nichts andere bewiesen).

Für mich ist die Ehe ein Commitment. Beispiel aus Familie: Meine Schwägerin wünscht sich Kinder und ihr Freund schiebt das immer weiter auf. Könnten sie auch. Aber würden sie heiraten, wäre das für sie das Signal, dass das noch was wird (ich meine, ihre Uhr tickt).
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

denkmal hat geschrieben: Mi 22. Jun 2022, 12:40 Also Back to the flat tax, oder? Jeder zahlt den gleichen Prozentsatz und jeder gibt eine eigene Erklärung ab.
In Verbindung mit einem Freibetrag (der ja eine Progression herstellt), wäre das schon cool. zB. 30% ab dem ersten Euro über 1000€ pro Monat. Kein Absetzen von Firmenwagen, Büros, 50km Fahrten zur Arbeitsstelle usw. Die Gerichte wären erstmal beschäftigt, aber langfristig deutlich weniger.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

Tom Bombadil hat geschrieben: Di 21. Jun 2022, 12:56 Im Grund ist das mit dem Gleichheitsprinzip nicht vereinbar. Wer aus freiem Willen unverheiratet und kinderlos bleibt, bei dem kann man das ja noch nachvollziehen. Aber was ist mit den Menschen, die verheiratet sein und Kinder haben wollen, aber einfach keinen Partner finden können? Die werden zusätzlich zu ihrem Lebensfrust auch noch finanziell bestraft.
Also ich denke als Single ohne Kinder ist man finanziell so oder so nicht gestraft. Jetzt mit Familie und 2 Kinder hab ich manchmal das Gefühl, als Student unter Hartz4 Niveau hab ich wieder ein König.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 16:37 Was hat die Ehe mit der Kirche zu tun? Das hat rein rechtlichen Einfluss was zB. Erbe, Unterhalt etc. angeht. Ich als Profiteur des Ehegattensplittings bin natürlich auch deswegen dafür, aber es macht auch so Sinn. Man schließt die Ehe, eine verbindliche Zusage, dass man zusammen eine Familie gründen will. Dei ersten Jahre hat man womöglich noch keine Kinder, aber man kann schon mal mehr Geld auf die Seite legen. Und wenn man dann vereinbart, dass ein Partner auf die Kinder aufpasst und der andere arbeitet, warum sollte dann ein Freibetrag verpuffen?

Warum sollte das Vermögen zu Einem verschmelzen, genauso das Einkommen, aber nicht die Steuerfreibeträge?
Nicht jeder guckt bei moralischen Werten nur darauf, wovon er selbst am meisten profitiert. Es gibt auch alternative Konzepte, bei denen das Leben anderer auch eine Rolle spielt.

Mit der Ehe gibt man keine verbindliche Zusage für eine Familiengründung. Man erwirkt damit lediglich Veränderung dahingehend, wie man vom Gesetz behandelt wird. Und eben diese Andersbehandlung ist das Ungerechte. Kinder und dein persönlicher Lebensweg spielen dafür überhaupt keine Rolle.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

jorikke hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:09 Es ist eine Bevorzugung. Das ist ja gewollt.
... und auch gut so.
Wer in einem Staat die kleinste Einheit, die Familie für wichtig hält, wird sie fördern.
Wer dagegen meint individuelles, bindungsloses Nebeneinander sei eher anzustreben, dem ist Solidität eher fremd.
Der Meinung kann man durchaus sein, noch aber obsiegt Vernunft.
Nun, die politisch eher "linken" Kräfte sehen das anders:

"Liegt es am Ehegattensplitting, wenn die Gleichstellung in Deutschland nur schleppend vorankommt? Die Parteien links der Mitte sagen Ja. Zum Bundestagswahlkampf haben sie einen Popanz namens »Hausfrauenehe« aufgebaut. »Wir fördern immer noch die klassische Einverdienerfamilie, das müssen wir ändern«, sagte SPD-Politikerin Franziska Giffey, bis vor Kurzem Familienministerin. Im Grünenprogramm von Annalena Baerbock steht: »Das deutsche Steuerrecht steckt noch im letzten Jahrhundert fest«, weil es »Ehen privilegiert« und »die Erwerbstätigkeit von Frauen hemmt«."
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:11
Für mich ist die Ehe ein Commitment. Beispiel aus Familie: Meine Schwägerin wünscht sich Kinder und ihr Freund schiebt das immer weiter auf. Könnten sie auch. Aber würden sie heiraten, wäre das für sie das Signal, dass das noch was wird (ich meine, ihre Uhr tickt).
Irrelevant, persönliche Versprechen rechtfertigen keine gesetzliche Bevorteilung. Die Ehe kann ja bestehen bleiben, sofern sie keine gesetzlichen Vorteile bringt.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:27 Nicht jeder guckt bei moralischen Werten nur darauf, wovon er selbst am meisten profitiert. Es gibt auch alternative Konzepte, bei denen das Leben anderer auch eine Rolle spielt.

Das steuerlich wie "unterstützt" werden sollte?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:17 t. Kein Absetzen von Firmenwagen, Büros, 50km Fahrten zur Arbeitsstelle usw.
Bei Selbständigen wird das "Absetzen" immer bleiben.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von franktoast »

Devourer of Worlds hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:31 Irrelevant, persönliche Versprechen rechtfertigen keine gesetzliche Bevorteilung. Die Ehe kann ja bestehen bleiben, sofern sie keine gesetzlichen Vorteile bringt.
Wie schon erwähnt. Es kommt eben drauf an, ob das Indiviuum über die Familie gestellt wird. Man könnte auch anstatt dem Ehegattensplitting dann den Freibetrag pro Kind verdoppeln. Damit könnte ich auch gut leben.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:38 Wie schon erwähnt. Es kommt eben drauf an, ob das Indiviuum über die Familie gestellt wird. Man könnte auch anstatt dem Ehegattensplitting dann den Freibetrag pro Kind verdoppeln. Damit könnte ich auch gut leben.
In Frankreich gibt es kein Splitting, dafür einen Freibetrag pro Kopf

Also bei 2 Kindern dann insgesamt 4 ( gleich hohe) Freibeträge, die addiert werden.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Devourer of Worlds »

franktoast hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:38 Wie schon erwähnt. Es kommt eben drauf an, ob das Indiviuum über die Familie gestellt wird. Man könnte auch anstatt dem Ehegattensplitting dann den Freibetrag pro Kind verdoppeln. Damit könnte ich auch gut leben.
Stimmt, es kommt darauf an, ob das traditionell-christliche Bild der Lebensgestaltung über nicht-traditionell-christliche Bilder der Lebensgestaltung gestellt werden sollte. Laut Gesetz ja, moralisch ganz eindeutig verachtenswert. Kinder grundsätzlich sollten gefördert werden bzw. der finanzielle Impact von Kindern natürlich gemindert werden. Ob Freibetrag pro Kind da die richtige Herangehensweise ist, weiß ich nicht, es geht aber in die richtige Richtung.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von jorikke »

Realist2014 hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:40 In Frankreich gibt es kein Splitting, dafür einen Freibetrag pro Kopf

Also bei 2 Kindern dann insgesamt 4 ( gleich hohe) Freibeträge, die addiert werden.
Hört sich nicht unvernünftig an.
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Re: Deutschland - Land der höchsten Abgaben?

Beitrag von Realist2014 »

jorikke hat geschrieben: Do 23. Jun 2022, 17:55 Hört sich nicht unvernünftig an.
Höherer, steuerwirksamer Einfluss der Kinder.
Würde ich für D auch unterstützen- im Gegensatz zur linksgrünen Kinder-Gundsicherung
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