Geschlechtsneutrale Erziehung

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jack000
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Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von jack000 »

Leute, die eine Lebenskrise mit sich rumtragen und das durch Geschlechtsverwirrung versuchen zu kaschieren, bringen das auch an ihre Kinder weiter. Der ÖR propagiert natürlich, dass das alles so normal und richtig ist:

Als Ergebnis werden zu einem großen Teil gestörte Kinder bei herauskommen. Tut das Kindern gut?
Sledge Hammer: Ich mag einem Verbrecher nicht seine Verbrechen vorlesen ... aber ich kann wenigstens lesen!
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JosefG
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von JosefG »

Besser eine zu späte Festlegung des Geschlechts,
als Kleinkinder mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen zu operieren.
Gendern: die Kundin, der Kundon, das Kunde. Neutraler Plural: die Kunden.
https://www.facebook.com/Gendern-ohne-Schluckauf-106416105371324
AndiX
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von AndiX »

jack000 hat geschrieben: Do 12. Mai 2022, 13:32 Leute, die eine Lebenskrise mit sich rumtragen und das durch Geschlechtsverwirrung versuchen zu kaschieren, bringen das auch an ihre Kinder weiter. Der ÖR propagiert natürlich, dass das alles so normal und richtig ist:

Als Ergebnis werden zu einem großen Teil gestörte Kinder bei herauskommen. Tut das Kindern gut?
Schönes Experiment. Uns hat es ausgereicht unsere Kinder normal zu erziehen.

Bestimmt wird das Kind total glücklich. Es macht doch glücklich orientierungslos zu sein.
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Billie Holiday
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Als ob ein wokes Lesbenpaar repräsentativ wäre für die Eltern kleiner Kinder.
Die meisten heterosexuellen Eltern starten keine Experimente an eigenen Kindern.
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TheManFromDownUnder
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von TheManFromDownUnder »

Billie Holiday hat geschrieben: Fr 13. Mai 2022, 06:34 Als ob ein wokes Lesbenpaar repräsentativ wäre für die Eltern kleiner Kinder.
Die meisten heterosexuellen Eltern starten keine Experimente an eigenen Kindern.
Nicht die Eltern.

Aber hier wurde am Radio ein Fall diskutiert wo ein Junge, der in psychatrischer Behandlung war wegen Depression durch bullying in der Schule einen Arzt aufsuchte und der der Arzt ihm bescheinigte nach 30 Minuten Konsultation transsexuell zu sein. Der Junge war 16, er brauchte fuer den Arztbesuch keinerlei Einwilligung der Eltern.

Der Arzt bescheinigte das er transsexuell ist und verschrieb ihm die transistion medication. Als die Eltern es bemerkten war alles zu spaet. Der Junge, jetzt auf dem Weg zum Maedchen, war auf social media unterwegs, transsexuelle chat sites in den US. die haben ihnen solange bearbeitet bis er glaubte ein Girl zu sein. Jetzt hat er keine Wahl. Er wird nie Vater werden aber auch nicht Mutter. Er/sie ist wieder in psychatrischer Behandlung wegen akuter Selbstmordgefahr.

Die Mutter hat diese Geschichte auf talk back Radio erzaehlt um zu verhindern das mehr und mehr Kinder und junge Menschen Entscheidungen treffen, die nicht rueckgaengig gemacht werden koennen und ihr Leben zerstoeren.
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Erasmus
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Erasmus »

JosefG hat geschrieben: Do 12. Mai 2022, 17:36 Besser eine zu späte Festlegung des Geschlechts,
als Kleinkinder mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen zu operieren.
Du vermischt hier Biologisches und Pädagogisches.
Geschlechtsneutrale Erziehung hat nichts mit jenen Menschen zu tun, die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, sondern ist eine identitätspolitische Ideologie auf der Basis der Überzeugung, dass sozialwissenschaftliche Ansätze denen der Naturwissenschaft vorgeschaltet seien.
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Dark Angel
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Dark Angel »

jack000 hat geschrieben: Do 12. Mai 2022, 13:32 Leute, die eine Lebenskrise mit sich rumtragen und das durch Geschlechtsverwirrung versuchen zu kaschieren, bringen das auch an ihre Kinder weiter. Der ÖR propagiert natürlich, dass das alles so normal und richtig ist:

Als Ergebnis werden zu einem großen Teil gestörte Kinder bei herauskommen. Tut das Kindern gut?
Nee, das tut Kindern gar nicht gut.
"Geschlechtsneutrale Erziehung" ist ein Hirngespinst der Anhänger des Behaviorismus, die die These vertreten, Menschen kämen "tabu la rasa", als "unbeschriebenes Blatt" auf die Welt und sämtliches Verhalten wäre durch Sozialisation bzw Erziehung erworben. Nur leider stimmt das nicht. Verhaltensunterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind angeboren.

Fragt man nach den Ursachen der aufgezählten Unterschiede, dann werden diese nach der heute noch vorherrschenden Überzeugung überwiegend oder ausschließlich auf die Sozialisation bzw. gesellschaftliche Einflüsse zurückgeführt.
Was die Bedeutung der Sozialisation betrifft, so gibt vor allem zu denken, was herausgekommen ist, wenn Eltern versucht haben, Jungen und Mädchen bewußt geschlechtsneutral zu erziehen, um auf diese Weise die Ausbidlung von Geschlechtsrollenvorstellungen zu verhindern. Ein solcher Versuch soll genauer dargestellt werden.
Was dabei herauskam, entsprach nun allerdings überhaupt nicht den Erwartungen der Untersucher, die selbst mit der antiautoritären Erziehung sympathisierten.
Dabei
gingen die Jungen in den traditionellen Kindergärten, wie vermutet, etwas häufiger aggressiv vor als die Mädchen. Die Jungen in den Kinderläden waren bei Konflikten nicht nur aggressiver als ihre Geschlechtsgenossen in den Kindergärten, sondern vor allem auch aggressiver als die dreiund vierjährigen Mädchen in den Kinderläden. Erst die fünfjährigen Mädchen hatten
offensichtlich gelernt, sich zur Wehr zu setzen.

Der Befund stimmt nachdenklich. Warum waren in den Kinderläden gerade jene Unterschiede so ausgeprägt, die man eigentlich in den traditionellen Kindergärten erwartet hätte und das entgegen der ausdrücklichen Erziehungsdoktrin?
In der Geschlechtsrollendiskussion wird weitgehend nicht zur Kenntnis genommen, daß geschlechtstypische Verhaltensweisen faktisch von Geburt an auftreten. Jungen sind sogar schon im Mutterleib motorisch aktiver und vom ersten Lebenstag an reizbarer, impulsiver, emotional rascher aufgedreht und schnell auch einmal überdreht. Sie sind in der Regel schlechter zu beruhigen, generell schwieriger und rufen allein schon dadurch mehr Beachtung hervor. Dagegen sind Mädchen von Geburt an in ihrem Verhalten weniger auffällig, sie haben stabilere Emotionszustände und sind somit ausgeglichener und leichter zu beruhigen. Das mag damit zusammenhängen, daß sie in den ersten Lebenswochen neuronal reifer sind. Jungen sind nachweisbar bereits mit sechs Monaten durchsetzungsorientierter, sie nehmen z.B. einem anderen Kind ein Spielzeug weg, während gleichaltrige Mädchen dies nicht tun.
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oga
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von oga »

jack000 hat geschrieben: Do 12. Mai 2022, 13:32 Leute, die eine Lebenskrise mit sich rumtragen und das durch Geschlechtsverwirrung versuchen zu kaschieren, bringen das auch an ihre Kinder weiter. Der ÖR propagiert natürlich, dass das alles so normal und richtig ist.
Sorry, aber kann mir jemand eine Definition von "Geschlechtsneutral" reichen? :?:
I guess I should warn you, if I turn out to be particularly clear, you've probably misunderstood what I've said.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Micro Magnetics »

@ oga

Es sollen keine geschlechtstypischen Muster bei der Erziehung vermittelt werden, wobei es nach allem, was man so hört, eher danach aussieht, als ob dennoch aufkommendes geschlechtstypisches Verhalten unerwünscht ist und aktiv unterdrückt wird.
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Erasmus
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Erasmus »

oga hat geschrieben: Fr 13. Mai 2022, 20:25 Sorry, aber kann mir jemand eine Definition von "Geschlechtsneutral" reichen? :?:
:thumbup:
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Erasmus
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Erasmus »

Micro Magnetics hat geschrieben: Fr 13. Mai 2022, 21:11 @ oga

Es sollen keine geschlechtstypischen Muster bei der Erziehung vermittelt werden, wobei es nach allem, was man so hört, eher danach aussieht, als ob dennoch aufkommendes geschlechtstypisches Verhalten unerwünscht ist und aktiv unterdrückt wird.
Dann sähe die Definition ungefähr so aus: Geschlechtsneutral ist, was nicht geschlechtstypisches Verhalten ist, weil dieses unerwünscht ist. :?
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Teeernte
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Teeernte »

oga hat geschrieben: Fr 13. Mai 2022, 20:25 Sorry, aber kann mir jemand eine Definition von "Geschlechtsneutral" reichen? :?:
.....DAS macht ein Mädchen aber nicht ! >> ...sich "einsauen"...,(Fahrrad reparieren,Schlauch flicken...sich mit Öl eisauen...)
...und Jungen schlagen keine Mädchen....
..Jungen beschützen die Mädchen...
Das >>> ist eine Mädchenfarbe - Mädchenausstatter...(Rock) , das trägt MANN nicht...

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Spielzeug - das .YYYY...ist was für Mädchen.

Hat also wie im Artikel benannt - vor und NACHTEILE.
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Billie Holiday
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Teeernte hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 09:07 .....DAS macht ein Mädchen aber nicht ! >> ...sich "einsauen"...,(Fahrrad reparieren,Schlauch flicken...sich mit Öl eisauen...)
...und Jungen schlagen keine Mädchen....
..Jungen beschützen die Mädchen...
Das >>> ist eine Mädchenfarbe - Mädchenausstatter...(Rock) , das trägt MANN nicht...

Arbeitsteilung >> (Handwerksarbeit//Haushaltsarbeit)
Spielzeug - das .YYYY...ist was für Mädchen.

Hat also wie im Artikel benannt - vor und NACHTEILE.
Dann scheinen die im 19. Jh zu leben. Welches Mädchen darf heute nicht rumtoben und muß rosa tragen?

Im übrigen habe ich meine Mädchen meist in Jeans und T-Shirts gekleidet, weil das auf dem Dorf zum draußen spielen und toben ganz geeignet ist.
Es war meine kleine Tochter, die laut weinend im Geschäft gesagt hat, sie wolle die Jeans und das Shirt nicht, sie wolle genau dieses pinkfarbene, glitzerne, potthäßliche Kleid haben mit einer Disney-Prinzessin drauf. Nie hätte ich sowas ausgesucht.
Nun kann man entweder seinen eigenen Geschmack durchsetzen - oder man läßt das Kind nach dessen Geschmack etwas aussuchen, um ihm eine Freude zu machen. Die jüngere war pink-rosa und Puppenkind, ohne dass wir das ihr aufgezwungen hätten.

Ich frag mich, ob besagte Kinder irgendetwas tragen, spielen, sagen dürfen, was den Eltern nicht gefällt.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Tom Bombadil »

Die Kinder heutzutage sind wirklich zu bemitleiden, es scheinen immer mehr Spinner zu geben, die ihre weltfremden Ideologien an ihren Kindern ausprobieren wollen.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Tom Bombadil hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 10:37 Die Kinder heutzutage sind wirklich zu bemitleiden, es scheinen immer mehr Spinner zu geben, die ihre weltfremden Ideologien an ihren Kindern ausprobieren wollen.
Elterliches Fehlverhalten hat schon Auswirkungen.

http://bildungswissenschaften.uni-saarl ... lus/HH.htm

Bettnässen mit 16 dürfte noch eine harmlose Auswirkung sein, wenn das Kind sich nicht frei entfaltet und elterliche Ideologien ausbaden muß.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Tom Bombadil »

Die Gesellschaft darf es dann am Ende wieder büßen.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Tom Bombadil hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 10:50 Die Gesellschaft darf es dann am Ende wieder büßen.
Zuallererst das Kind. Ihm wird suggeriert, es ist nicht richtig, wenn es sich ganz normal als Junge oder Mädchen fühlt.
Im günstigsten Falle werden Therapeuten und Ärzte beschäftigt.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Tom Bombadil »

Ja, das stimmt wohl.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von TheManFromDownUnder »

Micro Magnetics hat geschrieben: Fr 13. Mai 2022, 21:11 @ oga

Es sollen keine geschlechtstypischen Muster bei der Erziehung vermittelt werden, wobei es nach allem, was man so hört, eher danach aussieht, als ob dennoch aufkommendes geschlechtstypisches Verhalten unerwünscht ist und aktiv unterdrückt wird.
Das heisst Verneinung dessen was man ist.

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Dark Angel
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Dark Angel »

Billie Holiday hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 10:28 Dann scheinen die im 19. Jh zu leben. Welches Mädchen darf heute nicht rumtoben und muß rosa tragen?
Ich frag mich, ob besagte Kinder irgendetwas tragen, spielen, sagen dürfen, was den Eltern nicht gefällt.
Na dann hast du aber seehr lange keine Kinder mehr aus Kita/Kiga abgeholt. ;)
Als meine beiden Enkel (inzwischen 10 und 13 Jahre) noch in den Kiga gingen, habe ich die regelmäßig abgeholt und genauso regelmäßig habe ich das Gezeter der Helikoptermamas mitbekommen, die jedesmal in Schnappatmung verfallen sind, wenn auch nur ein Schmutzfleck an der Kleidung war. Zugegeben völlig unabhängig davon, ob es sich um Jungen oder Mädchen handelte.
Rumtoben, schmutzig machen - uum himmelswillen, geht gaar nicht.
Die konnten so gar nicht verstehen, dass ich meine beiden Schlammhamster überhaupt nicht gerügt habe, sondern das im Gegenteil mit "wofür gibt's Waschmaschinen" abgetan habe.
In der Grundschule, beim 10jährigen erlebe ich ähnliches, allerdings sind es da zunehmend Lehrer und (Hort)erzieher, die herumzetern, dass sich die Kinder doch bitte nicht schmutzig machen, nicht rumrennen und schon gar nicht toben sollen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Billie Holiday
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Dark Angel hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 11:30 Na dann hast du aber seehr lange keine Kinder mehr aus Kita/Kiga abgeholt. ;)
Als meine beiden Enkel (inzwischen 10 und 13 Jahre) noch in den Kiga gingen, habe ich die regelmäßig abgeholt und genauso regelmäßig habe ich das Gezeter der Helikoptermamas mitbekommen, die jedesmal in Schnappatmung verfallen sind, wenn auch nur ein Schmutzfleck an der Kleidung war. Zugegeben völlig unabhängig davon, ob es sich um Jungen oder Mädchen handelte.
Rumtoben, schmutzig machen - uum himmelswillen, geht gaar nicht.
Die konnten so gar nicht verstehen, dass ich meine beiden Schlammhamster überhaupt nicht gerügt habe, sondern das im Gegenteil mit "wofür gibt's Waschmaschinen" abgetan habe.
In der Grundschule, beim 10jährigen erlebe ich ähnliches, allerdings sind es da zunehmend Lehrer und (Hort)erzieher, die herumzetern, dass sich die Kinder doch bitte nicht schmutzig machen, nicht rumrennen und schon gar nicht toben sollen.
Dann hatten meine Dorfgören und die Freunde dazu es gut. Die waren ständig dreckig und hatten irgendwo Ratscher oder blaue Flecken vom Toben. Kann mich an kein Elternteil und keine Erzieherin erinnern, die dreckigen Sachen große Aufmerksamkeit gewidmet hätten.
Tobende Kinder an der frischen Luft lernen Sozialverhalten, haben abends Hunger und können gut schlafen. Außerdem haben die modernen Zeiten uns Waschmaschinen beschert.

Aber du hast recht, meine sind Anfang 20.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Dark Angel »

Billie Holiday hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 11:41 Dann hatten meine Dorfgören und die Freunde dazu es gut. Die waren ständig dreckig und hatten irgendwo Ratscher oder blaue Flecken vom Toben. Kann mich an kein Elternteil und keine Erzieherin erinnern, die dreckigen Sachen große Aufmerksamkeit gewidmet hätten.
Tobende Kinder an der frischen Luft lernen Sozialverhalten, haben abends Hunger und können gut schlafen. Außerdem haben die modernen Zeiten uns Waschmaschinen beschert.

Aber du hast recht, meine sind Anfang 20.
Ähem - ich wohne auf dem Dorf und die zeternden Mamas wohnen ebenfalls auf dem Dorf. Die kenne ich teilweise noch, da waren die selber Kinder. Die meisten der Lehrerinnen und Erzieherinnen wohnen ebenfalls in einem Ortsteil unseres Gemeindeverbandes.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Dark Angel hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 11:47 Ähem - ich wohne auf dem Dorf und die zeternden Mamas wohnen ebenfalls auf dem Dorf. Die kenne ich teilweise noch, da waren die selber Kinder. Die meisten der Lehrerinnen und Erzieherinnen wohnen ebenfalls in einem Ortsteil unseres Gemeindeverbandes.
Unfassbar :dead:

Ich lebe in einer 15.000 Seelen Kleinstadt und in meiner Straße sind viele Kinder, die draußen spielen, rumtoben, die Wege mit Straßenkreide verschönern. Noch nie habe ich da jemanden zetern hören, dass die Sachen dreckig sind. :?:

Bin froh, dass meine Kinder groß sind und Enkel in weiter Zukunft.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von firlefanz11 »

Teeernte hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 09:07 ..Jungen beschützen die Mädchen...
Nee, nee, nee...! Das ist eine albackene Vorstellung, dass Jungs Mädchen beschützen müsssen... die feministische junge Frau von heute ist darauf nicht angewiesen sich von einem Jungen beschützen zu lassen. Das kann sie selbst... Und zwar nicht mit Gewalt sondern mit Wortgewalt... So zumindest letztens eine feministische Kollegin zu mir als es um das Thema der Will Smith Ohrfeige ging.
Und was sagen Sie als Unbeteiligte(r) zum Thema Intelligenz?
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

firlefanz11 hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 11:09 Nee, nee, nee...! Das ist eine albackene Vorstellung, dass Jungs Mädchen beschützen müsssen... die feministische junge Frau von heute ist darauf nicht angewiesen sich von einem Jungen beschützen zu lassen. Das kann sie selbst... Und zwar nicht mit Gewalt sondern mit Wortgewalt... So zumindest letztens eine feministische Kollegin zu mir als es um das Thema der Will Smith Ohrfeige ging.
Ach so, dann war die 15jährige, die von 10 Männern vergewaltigt wurde, argumentativ nicht überzeugend.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Micro Magnetics »

firlefanz11 hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 11:09 Nee, nee, nee...! Das ist eine albackene Vorstellung, dass Jungs Mädchen beschützen müsssen... die feministische junge Frau von heute ist darauf nicht angewiesen sich von einem Jungen beschützen zu lassen. Das kann sie selbst... Und zwar nicht mit Gewalt sondern mit Wortgewalt... So zumindest letztens eine feministische Kollegin zu mir als es um das Thema der Will Smith Ohrfeige ging.

Weltfremde Frau. Steh' mal teilnahmslos daneben, wenn deine Freundin gerade vermöbelt wird. Die ist danach die längste Zeit deine Freundin gewesen:

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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von firlefanz11 »

Billie Holiday hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 11:57 Ach so, dann war die 15jährige, die von 10 Männern vergewaltigt wurde, argumentativ nicht überzeugend.
Muss wohl so sein...
Achtung Polotical Incorrectness: Vllt. haben sie auch nur ihre Sprache nicht verstanden... :?
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Seidenraupe »

geschlechtsneutrale Erziehung? Toller Unfug ;)

Gendermäßig total verhunzt ist dieser Satz aus einer Meldung der Berliner Morgenpost.
Betroffen sind der Erhebung zufolge vor allem Krankenpflegende, Erzieher, Verkäuferinnen und Bürofachkräfte.


https://www.morgenpost.de/vermischtes/a ... tuell.html
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Bleibtreu »

firlefanz11 hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 11:09 Nee, nee, nee...! Das ist eine albackene Vorstellung, dass Jungs Mädchen beschützen müsssen... die feministische junge Frau von heute ist darauf nicht angewiesen sich von einem Jungen beschützen zu lassen. Das kann sie selbst... Und zwar nicht mit Gewalt sondern mit Wortgewalt... So zumindest letztens eine feministische Kollegin zu mir als es um das Thema der Will Smith Ohrfeige ging.
Dann wuensche ich ihr schon mal viel Energie beim naechsten FremdGrabbler :thumbup: - ich wuerde dem SchmierLappen das Fell gerben, wenn er nach einer deutlichen Warnung nicht aufhoert :D

Meine Meinung dazu kennst du wahrscheinlich noch:
Bleibtreu hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 20:16Als Frau ist mir ein Mann lieber, der mich uU auch handgreiflich verteidigt, als einer, der dann duemmlich verschaemt grinsend dabei steht oder den DiskutierBaer mimt. Dass du das nicht verstehst ist mir Uebrigens vollkommen egal. :)
Bleibtreu hat geschrieben: Di 29. Mär 2022, 20:47 [...] Keine Sorge, ich mache kontinuierlich seit meinem israel MilitaerDienst KravMaga - ich kann mich also sehr gut selbst verteidigen. Selbst, wenn es wirklich haarig wird. Trotzdem oder gerade deshalb, will ich keinen Warmduscher als Partner! :)
• Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von firlefanz11 »

Bleibtreu hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 14:03 Dann wuensche ich ihr schon mal viel Energie beim naechsten FremdGrabbler :thumbup: - ich wuerde dem SchmierLappen das Fell gerben, wenn er nach einer deutlichen Warnung nicht aufhoert :D

Meine Meinung dazu kennst du wahrscheinlich noch:
Ja, kenn ich u. sehe ich auch so. SIe hingegen meinte dann auf meine Rückfrage ob es ihr lieber wäre wenn ihr Mann dabei zusieht wie sie belästigt wird er solle sich raushalten sie würde sich zur Not auch mit Gewalt zu helfen wissen aber wenn er erkennt, das es in die Hose geht doch einschreiten...
Nun ja, ich kenne ihren Mann. Dem kann man das Vater unser durch die Rippen blasen, und hat dazu noch zwei relativ frisch operierte Knie... Der wäre dann auch nicht wirklich ne große Hilfe...
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Bleibtreu »

firlefanz11 hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 14:41 Ja, kenn ich u. sehe ich auch so. SIe hingegen meinte dann auf meine Rückfrage ob es ihr lieber wäre wenn ihr Mann dabei zusieht wie sie belästigt wird er solle sich raushalten sie würde sich zur Not auch mit Gewalt zu helfen wissen aber wenn er erkennt, das es in die Hose geht doch einschreiten... Nun ja, ich kenne ihren Mann. Dem kann man das Vater unser durch die Rippen blasen, und hat dazu noch zwei relativ frisch operierte Knie... Der wäre dann auch nicht wirklich ne große Hilfe...
Na immerhin hat sie letztlich doch kapiert, dass es manchmal nicht ohne koerperliche Gegenwehr geht. :)
Wenn ihr Mann physisch so angegriffen ist, sollte sie Mal ueber einen SelbstverteidigungsKurs nachdenken. Das ist gut fuer die Konstitution und auch fuers Selbstvertrauen
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von PeterK »

Bleibtreu hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 14:49 Das ist gut fuer die Konstitution und auch fuers Selbstvertrauen
Das gilt übrigens auch für uns Jungs. Und besonders das Letztere scheint nebenbei auch noch zur Deeskalation bei Konflikten beizutragen.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Bleibtreu »

PeterK hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 15:10 Das gilt übrigens auch für uns Jungs. Und besonders das Letztere scheint nebenbei auch noch zur Deeskalation bei Konflikten beizutragen.
Na klar gilt das auch fuer euch Maenner. :)
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von firlefanz11 »

Bleibtreu hat geschrieben: Mo 16. Mai 2022, 14:49 Wenn ihr Mann physisch so angegriffen ist, sollte sie Mal ueber einen SelbstverteidigungsKurs nachdenken. Das ist gut fuer die Konstitution und auch fuers Selbstvertrauen
Sie ist im Sales, da hat man für sowas keine Zeit...
Und was sagen Sie als Unbeteiligte(r) zum Thema Intelligenz?
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denkmal
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von denkmal »

Dark Angel hat geschrieben: Fr 13. Mai 2022, 13:48 Nee, das tut Kindern gar nicht gut.
...Verhaltensunterschiede zwischen Jungen und Mädchen sind angeboren. ...
Vielleicht passt das da auch irgenwie hinein (wobei ich generell der steigenden Zahl der Diagnosen gegenüber skeptisch bin).
Bei Jungen wurde ADHS um den Faktor 4,3 häufiger diagnostiziert als bei Mädchen. Bereits bei 1,8 % der Teilnehmer im Vorschulalter wurde ADHS diagnostiziert.
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
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denkmal
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von denkmal »

Billie Holiday hat geschrieben: Sa 14. Mai 2022, 10:28 ...

Ich frag mich, ob besagte Kinder irgendetwas tragen, spielen, sagen dürfen, was den Eltern nicht gefällt.
Ich glaube, genau das ist das Problem. Es muss den Eltern gefallen, scheint mir.

Hier sehe ich das Problem, dass die Erwartungen der Gesellschaft jetzt einfach nur andere sind (resp. die Erwartung der Eltern an ihre Kinder). Was früher hui war soll jetzt pfui sein?
Wir können aber etwas dagegen tun. Ein Lösungsansatz heißt geschlechtsneutrale Erziehung. Denn: Geschlechterrollen sind nicht angeboren, sie werden anerzogen.
Geschlechtsneutrale Erziehung – Was ist das?

Was sie will: Chancengleichheit. Geschlechtsneutrale Erziehung bedeutet in erster Linie, nicht binär zwischen Mädchen und Junge zu unterscheiden, Kinder also nicht stereotyp weiblich oder männlich zu erziehen. Jedes Kind soll sich so entwickeln können, wie es möchte, und nicht durch geschlechtsspezifische Stereotypisierungen und die Erwartungen der Gesellschaft in eine bestimmte Rolle gedrängt werden.
Chancengleichheit???
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Dark Angel »

denkmal hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 10:31 Ich glaube, genau das ist das Problem. Es muss den Eltern gefallen, scheint mir.

Hier sehe ich das Problem, dass die Erwartungen der Gesellschaft jetzt einfach nur andere sind (resp. die Erwartung der Eltern an ihre Kinder). Was früher hui war soll jetzt pfui sein?

Chancengleichheit???
Das eigentliche Problem ist, dass so genannte Gender"forscher", die inzwischen widerlegte These, alle Verhaltensmuster seien nur anerzogen, immer weiter transportieren, dass sie Erkenntnisse aus den Naturwissenschaften (Primatenforschung, Evolutionsbiologie und Evolutionspsychologie) ignorieren, sogar leugnen. Häufig mit der Behauptung Ergebnisse aus der Primatenforschung könnten nicht auf den Menschen übertragen werden oder dass die Forschungsergebnisse/Erkenntnisse von Naturwissenschaftlern irrelevant seien, weil sie ihre (die der Gender"forscher") Theorie nicht stützen, sondern falsifizieren.

Was die Vertreter der "geschlechtsneutralen Erziehung" nicht begreifen können bzw wollen ist, dass man kein Geschlecht ist, sondern eins hat.

Es sind weniger die Erwartungen der Eltern oder "der Gesellschaft", sondern eine Minderheit, die ihre Ideologie durchsetzen will.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Dark Angel »

denkmal hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 10:31
Hier
Von Geschlechterzuschreibungen zu sprechen und die auch noch an bestimmte Farben zu koppeln, dämlicher gehts ja wohl nicht mehr.
Vom Sexualdimorphismus, davon dass sich alle Arten, die sich sexuell fortpflanzen, anhand primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale unterscheiden, scheint die Tante, die diesen Artikel "verbrochen" hat, noch nie was gehört zu haben.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Wohlstandsverblödung
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Alana4 »

Meine Jungs waren Jungs, sind jetzt Männer- aufgewachsen mit Autos als Spielzeug, "gezwungen" in Hosen!
Mein Mädchen war immer "typisch" Mädchen, mit Mädchenspielzeug, mit ihren Phasen des rosafarbenen Zeugs, von mir mit Zöpfchen geschmückt und in Kleidchen gesteckt.
Und es gab genug, mit dem sie alle gemeinsam spielen konnten .

Klar doch, bei kleinen Kindern bestimmen Eltern, was angezogen wird, wer denn auch sonst? Diese Entscheidung übernehmen Kinder erst nach und nach..... Seltsamerweise blieben gewisse Unterschiede in Farbe und Form. Die Jungs hätt ich wohl nie in ein Röckchen gekriegt. Und klar doch, mein Mädchen trug auch Hosen----aber gerne etwas "mädchenhaftes" obenrum.

Mich können alle mal 5 min jerne haben, die da son Theater drum machen.

Da ich beides hatte: Ja, Mädchen ticken von klein an komplett anders als Jungs! Zumindest bei meinen war das so. Ich fand und finde das gut und richtig. Meine Süßen waren jedenfalls niemals "geschlechtsneutral" und wurden so auch nicht erzogen, das hätte gar nicht funktioniert.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von PeterK »

Billie Holiday hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 12:59 Wohlstandsverblödung
Unsere Kinder (Tochter und Sohn) wurden in gewisser Weise geschlechtsneutral erzogen. Patriarchalisch-diktatorische Ansagen wie "Bring den Müll aus Deiner Räuberhöhle bitte selbst weg." oder "Schaffst Du mit Deinem Teller noch die letzten 2 Meter bis zur Spülmaschine?" haben sich beide in gleicher Weise anhören müssen. ;)
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

PeterK hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:10 Unsere Kinder (Tochter und Sohn) wurden in gewisser Weise geschlechtsneutral erzogen. Patriarchalisch-diktatorische Ansagen wie "Bring den Müll aus Deiner Räuberhöhle bitte selbst weg." oder "Schaffst Du mit Deinem Teller noch die letzten 2 Meter bis zur Spülmaschine?" haben sich beide in gleicher Weise anhören müssen. ;)
Großartig. Mir ist keine Mutter bekannt, die da Unterschiede gemacht hätte. Dafür kenne ich genug Jungs/Männer, die nicht hilflos im Haushalt sind und z.B. ihren Kram wegbügeln.
Aber der bügelnde Sohn ist immer noch ein Junge, oder nicht. Und das Mädchen, das mit Papi unterm Motorblock liegt, ist immer noch ein Mädchen. Söhne und Töchter sind nicht geschlechtsneutral.

Ich habe etwas dagegen, dass Verblödung und Befindlichkeiten einer Minderheit zur Norm für alle werden müssen.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

Wer ein Mädchen in pinkem Kleid sieht, sollte nicht pauschal die Eltern kritisieren. Oft waren sie tolerant genug, das Kind selbst entscheiden zu lassen, wie es rumlaufen will.
Und meine Jüngere wollte unbedingt pink und Glitzer. Ich nicht. :x
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von PeterK »

Billie Holiday hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:41 Ich habe etwas dagegen, dass Verblödung und Befindlichkeiten einer Minderheit zur Norm für alle werden müssen.
Selbstverständlich ist das, was da postuliert wird, Schwachsinn. Ich weise lediglich darauf hin, dass ein Großteil der "Erziehung" ohnehin "geschlechtsneutral" abläuft. Eltern sollten Leitplanken setzen, aber nie vergessen, dass Kinder eigenständige Perönlichkeiten sind.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von oga »

Billie Holiday hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:44 Wer ein Mädchen in pinkem Kleid sieht, sollte nicht pauschal die Eltern kritisieren.
Die Eltern sind unschuldig, versuch mal in gängigen Ketten ein Kleid in Kindergrösse verschieden von pink zu finden. :mad2:
I guess I should warn you, if I turn out to be particularly clear, you've probably misunderstood what I've said.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Alana4 »

oga hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:52 Die Eltern sind unschuldig, versuch mal in gängigen Ketten ein Kleid in Kindergrösse verschieden von pink zu finden. :mad2:
Überhaupt kein Problem, sowas zu finden.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

oga hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:52 Die Eltern sind unschuldig, versuch mal in gängigen Ketten ein Kleid in Kindergrösse verschieden von pink zu finden. :mad2:
Wie oft guckst du nach Kinderkleidung? :D Nee, da gibt es schon eine große Auswahl.
Nur neige ich nicht dazu, den Kindern alles aufzudrängen. Vieles erledigt sich von selbst. Und wenn pink das Kind erfreut….wieso nicht.
Es liegt also nicht immer an der Erziehung der Eltern, wenn gerade die kleinen Mädchen mit rosa Einhörnern auf dem Shirt rumlaufen.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Billie Holiday »

PeterK hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:51 Selbstverständlich ist das, was da postuliert wird, Schwachsinn. Ich weise lediglich darauf hin, dass ein Großteil der "Erziehung" ohnehin "geschlechtsneutral" abläuft. Eltern sollten Leitplanken setzen, aber nie vergessen, dass Kinder eigenständige Perönlichkeiten sind.
Natürlich. Aber vergessen das so viele Eltern?

Mein Ausbilder trug gern rosa Poloshirts von Lacoste….sah aus wie ein Schweinchen. Wirkte aber schon in sich ruhend in seiner Männlichkeit. :D :cool:
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von Liegestuhl »

Billie Holiday hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 17:02 Natürlich. Aber vergessen das so viele Eltern?

Mein Ausbilder trug gern rosa Poloshirts von Lacoste….sah aus wie ein Schweinchen. Wirkte aber schon in sich ruhend in seiner Männlichkeit. :D :cool:
Ich habe jahrelang einen geflochtenen Korb mit zur Arbeit genommen. Das war unglaublich praktisch.

Als ich meinen Sportbootführerschein gemacht habe, hat mich der alte Kapitän gefragt, ob ich das nicht "weibisch" finden würde.

Ich habe ihm dann gesagt, dass ich 1,90 m groß bin, 130 Kilo wiege und Hände so groß wie Klobrillen habe. Mich wird schon keiner mit einer Frau verwechseln.

Er hat's dann auch gelassen.


Oder: Man muss es sich leisten können.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Geschlechtsneutrale Erziehung

Beitrag von denkmal »

PeterK hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 15:51 Selbstverständlich ist das, was da postuliert wird, Schwachsinn. Ich weise lediglich darauf hin, dass ein Großteil der "Erziehung" ohnehin "geschlechtsneutral" abläuft. Eltern sollten Leitplanken setzen, aber nie vergessen, dass Kinder eigenständige Perönlichkeiten sind.
Was du meinst, ist die "normale" Erziehung. Basiscs bekommen die Kinder ungeachtet des Geschlechts beigebracht. Da muss man keine "geschlechtsneutralen" Verrenkungen extra machen. ;)
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