Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

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Skull
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Skull » Mo 11. Jan 2021, 21:13

Papaloooo hat geschrieben:(11 Jan 2021, 18:36)

Mit Sicherheit nicht.
Schau mal bis 2015 hat die DRV bereits 748.033.000.000 € für versicherungsfremde Leistungen ausgegeben.
Quelle: https://dvg-ev.org/2020/06/staat-vergre ... entenkasse

Auf so einen (plakativen) Unsinn gehe ich erst gar nicht ein.

Addiere mal die Bundeszuschüsse der letzten 70 Jahre zur GRV. Mal gucken was das für eine grosse Zahl ergibt. ;)

Du kannst meinen Verweis auf eine (solidarische) Versicherung ignorieren. Ist Deine Entscheidung.

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Papaloooo
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Papaloooo » Di 12. Jan 2021, 06:42

Skull hat geschrieben:(11 Jan 2021, 21:13)

Auf so einen (plakativen) Unsinn gehe ich erst gar nicht ein.

Addiere mal die Bundeszuschüsse der letzten 70 Jahre zur GRV. Mal gucken was das für eine grosse Zahl ergibt. ;)

Du kannst meinen Verweis auf eine (solidarische) Versicherung ignorieren. Ist Deine Entscheidung.

mfg

Die versicherungsfremden Leistungen der DRV machen Prozentual im Jahr bis zu 35,4 % aus. (siehe mein Link)
Das wird dann teilweise wieder durch "Bundesmittel für versicherungsfremde Leistungen" abgedeckt,
teils aber weniger als zur Hälfte.
Weshalb werden die versicherungsfremden Leistungen denn nicht direkt aus den Bundesmitteln bezahlt?
Wieso diese zunächst aus dem Rententopf nehmen, und dann einen Teil davon wieder reintun?
Weil die Regierungen schöne Haushaltszahlen vorgaukeln wollen, und denen die Rentner doch eher am A... vorbeigehen.
Als Politiker müssen die ja auch nichts einzahlen, abgesichert sind sie aber mehr als genug.

Sorry, Solidarität sieht anders aus, als nach dem Motto:
"Der Wegweiser geht doch den Weg nicht mit!"
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Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 12. Jan 2021, 06:55

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jan 2021, 06:42)
.
Weshalb werden die versicherungsfremden Leistungen denn nicht direkt aus den Bundesmitteln bezahlt?
Wieso diese zunächst aus dem Rententopf nehmen, und dann einen Teil davon wieder reintun?



Das hat administrative Gründe. Da sich die versicherungsfremden Leistungen, wie z.B. Mütterrente, Hinterbliebenenrente, abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren usw, ja direkt auf die Rentenhöhe auswirken und nicht "extra" bezahlt werden.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Papaloooo » Di 12. Jan 2021, 07:12

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(12 Jan 2021, 06:55)

Das hat administrative Gründe. Da sich die versicherungsfremden Leistungen, wie z.B. Mütterrente, Hinterbliebenenrente, abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren usw, ja direkt auf die Rentenhöhe auswirken und nicht "extra" bezahlt werden.

Oft genug sind es Dinge, die mit Rente aber nichts zu tun haben.
Und die ca. 1,3 und 2,0 Billionen Euro des Aufbauosts, die nicht zuletzt über Transfers aus der Rentenkasse gestemmt wurden?
Den Ausgleich von NS-Unrechtstaten halte ich für rechtens,
nur die Mittel dafür dürfen auch nicht den Rentenkassen entnommen werden.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 12. Jan 2021, 08:47

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jan 2021, 07:12)

Oft genug sind es Dinge, die mit Rente aber nichts zu tun haben.



Der weitaus größte Teil sind Steuergeschenke an Rentner, die dem Versicherungsprinzip widersprechen. Die von mir genannten sind nur ja nur ein Teil davon. Das Beiträge zweckentfremdet werden, also per Se nichts mit der Rente zu tun haben, sollte nicht vorkommen. Aber vielleicht hast du da ja mal ein Beispiel.

Und die ca. 1,3 und 2,0 Billionen Euro des Aufbauosts, die nicht zuletzt über Transfers aus der Rentenkasse gestemmt wurden?


Nein. Das stimmt so nicht. Denn es liest sich so, als ob man Geld aus der "Rentenkasse" entnommen hätte um damit z.B. Straßen zu bauen.
Richtig ist, dass es natürlich Sozialtransfers aus der RV gab. Es gab plötzlich jede Menge Menschen, die Ansprüche auf Leistungen aus der RV haben ohne jemals darin eingezahlt zu haben, also sich einen eigenen Anspruch erworben zu haben.
Das ist prinzipiell eigentlich egal, da es sich ja um ein Umlagesystem handelt, dennoch ergaben sich dadurch zusätzliche Belastungen, die nur über Beitragserhöhungen aufzufangen oder eben über eine Absenkung der Leistungen. Dafür waren im wesentlichen 3 Aspekte verantwortlich, über die man damals sicherlich etwas zu blauäugig hinweggesehen hatte:
- Die Erwerbsbiografie der DDR-Bürger war durchgänginger und umfassender als die der BRD. Die Berechnung des Rentenanspruchs hatte somit vergleichsweise viele und hohe Rentenansprüche zur Folge sofern man einfach mal auf die Rentenpunkte schaut.
- Ein Rentenpunkt wurde im Vergleich zur Produktivität in den NBL zu hoch bewertet.
- Die hohe Arbeitslosigkeit gerade in den Anfangsjahren führte zu zu wenigen Beitragszahlern um die ermittelten Ansprüche aus eigenen Mitteln zu bewältigen. Die Produktivität war ebenfalls zu gering.

Aber das ist ja die Vergangenheit. Mittlerweile gleicht sich das an und die Effekte daraus dürften immer weniger werden. Ist ja ein Umlagesystem.

Den Ausgleich von NS-Unrechtstaten halte ich für rechtens,
nur die Mittel dafür dürfen auch nicht den Rentenkassen entnommen werden.


Keine Ahnung was du damit meinst. Kannst du das genauer erläutern?

Ansonsten stehe ich vor einem ähnlichen Problem wie du. Vergleichsweise wenig Betragsjahre in Deutschland, dazu Scheidung in der ich nicht unwesentlich Rentenpunkte abgeben musste, einige Jahre Arbeit im Ausland ohne in die deutsche Rentenversicherung einzuzahlen und danach Selbständigkeit.
Soweit ich mir das angesehen habe lohnt sich eine freiwillige (Weiter-)Versicherung in der RV nicht. Werde hier aber jetzt auch mal eine persönliche Beratung wahrnehmen. Die Alternative wäre eben (steuergefördert) die Basisrente, wie Realist schon anmerkte oder eigenständig vorzusorgen (immobilien, Fonds etc) oder eben ein Kombination aus beidem.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Papaloooo » Di 12. Jan 2021, 11:40

Danke für deine Expertise.
Naja das versöhnt mich dann wieder ein wenig.

Google gerade ein wenig rum nach Rürup-Versicherungs-Modellen,
möglichst mit Effektivkosten von max. 1%.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Jan 2021, 12:50

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jan 2021, 07:12)

Oft genug sind es Dinge, die mit Rente aber nichts zu tun haben.
Und die ca. 1,3 und 2,0 Billionen Euro des Aufbauosts, die nicht zuletzt über Transfers aus der Rentenkasse gestemmt wurden?
D n.


Da wurde gar nichts "aus der Rentenkasse gestemmt"- denn es ist ein Umlagesystem
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Jan 2021, 12:51

Papaloooo hat geschrieben:(12 Jan 2021, 11:40)

Danke für deine Expertise.
Naja das versöhnt mich dann wieder ein wenig.

Google gerade ein wenig rum nach Rürup-Versicherungs-Modellen,
möglichst mit Effektivkosten von max. 1%.


Europa Versicherung.

https://www.europa.de/versicherungen/pr ... sis-rente/
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Papaloooo » Di 12. Jan 2021, 13:16

Realist2014 hat geschrieben:(12 Jan 2021, 12:50)

Da wurde gar nichts "aus der Rentenkasse gestemmt"- denn es ist ein Umlagesystem

Dass ich mich da getäuscht habe,
ist umso besser.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Papaloooo » Di 12. Jan 2021, 13:17


Danke, hab mir das als Lesezeichen im Browser markiert.
Schau später nochmals rein.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Atue001 » Mi 13. Jan 2021, 22:16

Papaloooo hat geschrieben:(11 Jan 2021, 15:07)

Hier die Antwort von der Dt. Rentenversicherung:
"Sinn und Zweck der Grundrente ist es aber nicht, sich über Jahre sehr günstig und freiwillig zu versichern und dann eine Grundversorgung zu erhalten!
Die freiwilligen Beiträge zählen daher NICHT zu den Zeiten für die Voraussetzungen der Grundrente. Die soll ja gerade Personen mit kleinen Gehältern (die pflichtversichert sind) unterstützen. Bei Selbständigen besteht natürlich auch die Möglichkeit Pflichtbeiträge abhängig von ihren ggf. auch kleinen Einkünften zu zahlen. Dann erfüllen diese Monate den Tatbestand als Grundrentenzeit."

Dann wird das für mich uninteressant.
Dann zahle ich nochmal einen Haufen ein,
und am Ende hab ich dann die Grundrente, die ja aber in etwa so hoch sein wird, wie Harz IV oder was es sonst in 15 Jahren so gibt.

Andere Möglichkeit ist eben, dass ich in 15 Jahren meine Praxis soweit autonom habe,
dass der Putzroboter, dem ich momentan noch den Wassertank auffülle, sich an einem Leitungsanschluss selbst füllt.
Die Pads werden automatisch ausgetauscht.
Mein Saugroboter leert sich ja jetzt schon selbst aus.
Die ärztlichen Verordnungen sind bis dahin nicht mehr Papier, sondern rein elektronisch.
Mit zunehmender Optimierung werde ich in 15 Jahren die Praxis weiterführen,
muss dann aber nicht mehr immer vor Ort sein.

Natürlich klar, man weiß ja nie.
Ich muss nur sagen, dass ich es nicht einsehe, zig Zehntausende einzuzahlen,
und wenn es dann so weit ist, dann kommt nur unwesentlich mehr raus,
als hätte man es nicht getan.
Dann ist das Geld in einer Immobilie besser investiert.
Und dann hätten auch meine Kinder noch was davor, wenn ich mein Rentenalter nicht mehr erleben sollte.

Man weiß ja nie.


Zu einer ordentlichen Beratung sollte aber mehr gehören als nur der Hinweis, dass Einmalzahlungen nicht auf die Jahre zählen....eine wichtige Basisinformation wäre doch schon mal zu klären, wie hoch deine jetzigen Ansprüche aus der Rentenversicherung sind, denn die bekommst du ja in jedem Fall, auch wenn die niedriger sind als die Grundrente.

Haben sie dir auch ausgerechnet, was du jährlich zu zahlen hättest, um an die Grundrente zu kommen? Immerhin kannst du für dich selbst damit ja die Entscheidung treffen, dass du diesen Betrag in andere Möglichkeiten investierst, die ggf. für dich bessere Varianten sein könnten. Deshalb auch nochmals mein Hinweis, dass du es nicht mit einem Gespräch mit der DRV bewenden lassen solltest, sondern jetzt dann in der Folge eine ganzheitliche Beratung mit anderen Stellen angehen solltest.

Sofern du was übrig hast zum zurücklegen, KANN eine Investition in eine Immobilie eine vernünftige Lösung sein - wenn dir die angenommene Restzeit reicht, um da finanziell auf einen grünen Zweig zu kommen. Ein guter Anlageberater und auch die Rücksprache mit dem Steuerberater können helfen, da ein vernünftiges Gesamtmodell zu zimmern. (Ich würde aber immer noch eine unabhängige Zweitmeinung einholen)

Ansonsten gibt es auch noch Mischmodelle, also ansparen wie auch immer (Aktien, Fonds, ... ... ...) bis kurz vor der Rente, dann eine Einmalzahlung in eine privatwirtschaftliche Rente. Wenn die ohne Lebensversicherung abgeschlossen wird, sind die gar nicht so uninteressant.

Du könntest auch heiraten (sofern die Option offen steht) und damit auch von der Rente des Partners profitieren....
Auch Lotto wäre eine Option - ich würde mich aber nicht zu sehr darauf verlassen.....

Und ach ja - je nachdem was du für eine Praxis hast, kannst du diese natürlich auch verkaufen oder wenigstens die Kunden verkaufen....je nach genauer Situation ist auch das schon eine gewissen Altersversorgung.
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Re: Die Rente ist NICHT sicher! Wie kann man die Rente in angemessener Höhe sichern?

Beitragvon Papaloooo » Do 14. Jan 2021, 06:36

Atue001 hat geschrieben:(13 Jan 2021, 22:16)

Zu einer ordentlichen Beratung sollte aber mehr gehören als nur der Hinweis, dass Einmalzahlungen nicht auf die Jahre zählen....eine wichtige Basisinformation wäre doch schon mal zu klären, wie hoch deine jetzigen Ansprüche aus der Rentenversicherung sind, denn die bekommst du ja in jedem Fall, auch wenn die niedriger sind als die Grundrente.

Haben sie dir auch ausgerechnet, was du jährlich zu zahlen hättest, um an die Grundrente zu kommen? Immerhin kannst du für dich selbst damit ja die Entscheidung treffen, dass du diesen Betrag in andere Möglichkeiten investierst, die ggf. für dich bessere Varianten sein könnten. Deshalb auch nochmals mein Hinweis, dass du es nicht mit einem Gespräch mit der DRV bewenden lassen solltest, sondern jetzt dann in der Folge eine ganzheitliche Beratung mit anderen Stellen angehen solltest.

Sofern du was übrig hast zum zurücklegen, KANN eine Investition in eine Immobilie eine vernünftige Lösung sein - wenn dir die angenommene Restzeit reicht, um da finanziell auf einen grünen Zweig zu kommen. Ein guter Anlageberater und auch die Rücksprache mit dem Steuerberater können helfen, da ein vernünftiges Gesamtmodell zu zimmern. (Ich würde aber immer noch eine unabhängige Zweitmeinung einholen)

Ansonsten gibt es auch noch Mischmodelle, also ansparen wie auch immer (Aktien, Fonds, ... ... ...) bis kurz vor der Rente, dann eine Einmalzahlung in eine privatwirtschaftliche Rente. Wenn die ohne Lebensversicherung abgeschlossen wird, sind die gar nicht so uninteressant.

Du könntest auch heiraten (sofern die Option offen steht) und damit auch von der Rente des Partners profitieren....
Auch Lotto wäre eine Option - ich würde mich aber nicht zu sehr darauf verlassen.....

Und ach ja - je nachdem was du für eine Praxis hast, kannst du diese natürlich auch verkaufen oder wenigstens die Kunden verkaufen....je nach
genauer Situation ist auch das schon eine gewissen Altersversorgung.

Danke Atue für die ausführliche Antwort.
Bei mir kommt nur ein Mischmodell infrage:

- die Rente von der DRV (nach 25 Einzahlungsjahren), das wären aber nur etwas mehr als 400 €.
- Die Vermietung meiner Praxis (sie ist Eigentum).
- Von der BGW und meiner Unfallversicherung je eine kleine Dauerzahlung wegen meiner Schulter (Thread "ziemlich dumm gelaufen bislang").
- Rürup-Rente da hab ich heute eine telefonische Beratung (Versicherung Europa) (Dank Realist)
---> Eine Einzahlung von 400 €/Monat bis ich 67 bin hab ich mir ausgerechnet, denn dann kriege ich dauerhaft 231,67 € raus.
Zusätzlich, als Reserve evtl. noch das Setzen von einigen Tausendern auf den MSCI World Momentum Index,
der erwies sich immer als recht stabil und das hebt die Geldentwertung auf.

So müsste es gehen, dass ich später niemandem auf der Tasche hänge.
Das ist Kapitalismus:
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Volker Pispers

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