Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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JJazzGold
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 16. Sep 2020, 08:24

Europa2050 hat geschrieben:(16 Sep 2020, 07:49)

Die wurde seinerzeit schon am Albispass zurück geschlagen und aufgerieben ... :D


Der zweite Versuch endete für den Anführer der Kavallerie ähnlich. ;)

Wollen wir wieder ernsthaft werden?

Wenn in Moria Flüchtlinge gehalten werden, die auf die Asylgenehmigung warten und die Bundesregierung Flüchtlingsfamilien mit abgeschlossenem Asylverfahren aufnehmen möchte, dann wundert mich, dass von allen Seiten nach wie vor verkündet wird, man wolle Flüchtlinge aus Moria aufnehmen.

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Europa2050
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » Mi 16. Sep 2020, 08:44

JJazzGold hat geschrieben:(16 Sep 2020, 08:24)

Der zweite Versuch endete für den Anführer der Kavallerie ähnlich. ;)

Wollen wir wieder ernsthaft werden?

Wenn in Moria Flüchtlinge gehalten werden, die auf die Asylgenehmigung warten und die Bundesregierung Flüchtlingsfamilien mit abgeschlossenem Asylverfahren aufnehmen möchte, dann wundert mich, dass von allen Seiten nach wie vor verkündet wird, man wolle Flüchtlinge aus Moria aufnehmen.



Weil in dem Thema immer alles mit allem vermischt wird, und je nach politischer Vorprägung der Eintopf dann präsentiert wird.

Ich weiss aber nicht, vielleicht hab ich zu wenig Ahnung, aber ist die Aufnahme der 1.500 anerkannten Asylbewerber jetzt nicht der Königsweg?

- lässt sich mit ein bisschen Gestaltungswille mit Dublin3 vereinbaren („Weiterverteilung“, auch wenn es aufgrund der Untätigkeit der anderen natürlich eine sehr einseitige „Verteilung“ ist.),
- der Status der aufgenommenen Menschen ist klar, keine langwierigen Verfahren bis ggf. hin zur nach wie vor unzufriedenstellend geklärten Abschiebung
- damit sofortige Eingliederung in Arbeits-/Schul-/Integrationsprozesse,
- damit kein Motivationsloch durch erzwungenes Rumgammeln,
- Griechenland ist geholfen,
- diese Leute sind schon mal aus Moria weg,
- geringer Nachahmungseffekt, da für Flüchtlinge ohne Anerkennung ja kein Präzedenzfall geschaffen wird.
- definierte Zahl an Fällen, ggf. auch Nachzüglern,
...

Oder sehe ich das zu einfach?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Mi 16. Sep 2020, 08:50

Europa war bei allen Werten und Idealen immer bereit im Zweifel das Ideal zugunsten der Realität zu ignorieren, diese Fähigkeit wird mehr und mehr von Tugendpuritanern hintertrieben, die bedingungslos das Ideal und nicht die Realität als Handlungsmaxime sehen. Wollen wir auf Dauer in dieser Welt eine Zukunft haben braucht es mehr Realismus und die Tugendprediger können von der Kanzel predigen aber müssen aus der Politik rausgehalten werden.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 16. Sep 2020, 09:36

Europa2050 hat geschrieben:(16 Sep 2020, 08:44)

Weil in dem Thema immer alles mit allem vermischt wird, und je nach politischer Vorprägung der Eintopf dann präsentiert wird.

Ich weiss aber nicht, vielleicht hab ich zu wenig Ahnung, aber ist die Aufnahme der 1.500 anerkannten Asylbewerber jetzt nicht der Königsweg?

- lässt sich mit ein bisschen Gestaltungswille mit Dublin3 vereinbaren („Weiterverteilung“, auch wenn es aufgrund der Untätigkeit der anderen natürlich eine sehr einseitige „Verteilung“ ist.),
- der Status der aufgenommenen Menschen ist klar, keine langwierigen Verfahren bis ggf. hin zur nach wie vor unzufriedenstellend geklärten Abschiebung
- damit sofortige Eingliederung in Arbeits-/Schul-/Integrationsprozesse,
- damit kein Motivationsloch durch erzwungenes Rumgammeln,
- Griechenland ist geholfen,
- diese Leute sind schon mal aus Moria weg,
- geringer Nachahmungseffekt, da für Flüchtlinge ohne Anerkennung ja kein Präzedenzfall geschaffen wird.
- definierte Zahl an Fällen, ggf. auch Nachzüglern,
...

Oder sehe ich das zu einfach?


Ganz im Gegenteil, du siehst das ebenso pragmatisch, wie Griechenland und die Bundesregierung und letztendlich auch ich. Wobei ich nur einen Punkt anzweifle, dass die von Deutschland aufgenommenen Asylberechtigten aus Moria kommen. ;)
Was durchaus akzeptabel ist, solange die griechischen Flüchtlingslager gleichzeitig besser organisiert und versorgt werden. Besser spät als nie. Denn der Abschreckungsmechanismus hat klar erkenntlich versagt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Merkel_Unser » Mi 16. Sep 2020, 09:57

Europa2050 hat geschrieben:(16 Sep 2020, 08:44)

Weil in dem Thema immer alles mit allem vermischt wird, und je nach politischer Vorprägung der Eintopf dann präsentiert wird.

Ich weiss aber nicht, vielleicht hab ich zu wenig Ahnung, aber ist die Aufnahme der 1.500 anerkannten Asylbewerber jetzt nicht der Königsweg?

- lässt sich mit ein bisschen Gestaltungswille mit Dublin3 vereinbaren („Weiterverteilung“, auch wenn es aufgrund der Untätigkeit der anderen natürlich eine sehr einseitige „Verteilung“ ist.),
- der Status der aufgenommenen Menschen ist klar, keine langwierigen Verfahren bis ggf. hin zur nach wie vor unzufriedenstellend geklärten Abschiebung
- damit sofortige Eingliederung in Arbeits-/Schul-/Integrationsprozesse,
- damit kein Motivationsloch durch erzwungenes Rumgammeln,
- Griechenland ist geholfen,
- diese Leute sind schon mal aus Moria weg,
- geringer Nachahmungseffekt, da für Flüchtlinge ohne Anerkennung ja kein Präzedenzfall geschaffen wird.
- definierte Zahl an Fällen, ggf. auch Nachzüglern,
...

Oder sehe ich das zu einfach?


Bei diesem Weg müssten ja nur einige wenige Länder (GR/Italien) ALLE Asylverfahren durchführen, nur damit sie danach nach Deutschland "verteilt" werden. Das werden diese Länder nie mitmachen. Zudem bleibt das Problem: Wer einmal in der EU drin ist, den bekommst du so schnell nicht mehr raus, da die Leute ja ihre Pässe wegwerfen. Prinzipiell finde ich die Idee gut, aber der Asylstatus muss schon außerhalb der EU geklärt werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon carinthaner » Mi 16. Sep 2020, 10:17

Unterm Strich steht in allen Nachrichtensendern der Welt geschrieben: "Deutschland nimmt Flüchtline aus Moria auf"

Bei uns in Österreich sind die Unterkünfte noch immer voll von Mama Merkels Willkommensruf aus 2015, da hängen gewaltbereite radikale Moslems den ganzen Tag in den Betten und strömen Nachts aus um unsere Töchter zu beglücken oder Jugendliche mit Drogen zu versorgen, ältere Familien heben in Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern den Halal Zeigefinger und ändern Kleiderordnung und Speisepläne.

Die Zukunft Europas sieht düster aus, und dabei stehe ich mitte Links!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » Mi 16. Sep 2020, 10:19

Merkel_Unser hat geschrieben:(16 Sep 2020, 09:57)

Bei diesem Weg müssten ja nur einige wenige Länder (GR/Italien) ALLE Asylverfahren durchführen, nur damit sie danach nach Deutschland "verteilt" werden. Das werden diese Länder nie mitmachen. Zudem bleibt das Problem: Wer einmal in der EU drin ist, den bekommst du so schnell nicht mehr raus, da die Leute ja ihre Pässe wegwerfen. Prinzipiell finde ich die Idee gut, aber der Asylstatus muss schon außerhalb der EU geklärt werden.


Das ist aktuell der Fall. „Dublin“ stammt aus einer Zeit (1990), da war die Erfahrung noch, dass die Mehrzahl der politischen Flüchtlinge aus dem Osten aka ComeCon stammte und in Deutschland aufschlug.
Die nächste Welle kam dann aus dem ehem. Jugoslawien und schlug vornehmlich in Österreich und Italien auf.
Und nun sind seit 5 Jahren Italien und Griechenland die „Ersteintrittsländer“.
Je nach Entwicklung, könnte demnächst Litauen (und Polen) mit bis zu 1 Mio. „politischen“ aus Belarus konfrontiert sein.
Also, als ein bewusstes Problemabwälzen nach I, GR sehe ich Dublin prinzipiell nicht, wohl aber die weitgehende Weigerung der anderen, es einzuhalten.

Rücksendung ist tatsächlich schwierig, wenn auch unverzichtbar, wenn der Betreffende die Identifikation seiner Staatsbürgerschaft verhindert. Bei einem abgelehnten Asylbewerber handelt es sich dann aber eben auch nicht mehr um den Status „Flüchtling“. Da helfen dann vielleicht wirklich nur noch exterritoriale Lager.

Und die Vorabprüfung des Asylstatus, wo willst Du das machen? Es ist ja gerade das Wesen des politischen Asyls, dass demjenigen im Heimatland die Menschenrechte versagt werden. Also auch die Möglichkeit, entsprechende Anträge bei ausländischen Behörden zu stellen. Ich stelle mir gerade vor, in der UdSSR des Jahres 1980 wäre ein Bürger in die Deutsche Botschaft gegangen um Asyl zu beantragen und hätte dann gewartet, bis sein Antrag bewilligt wird. Asyl ist nunmal keine geduldete Migration, sondern aus Sicht der lokalen Diktatur eine illegale Verbrüderung mit dem Feind. Da ist zuerst abhauen dran und dann AsylBeantragung.
Zuletzt geändert von Europa2050 am Mi 16. Sep 2020, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 16. Sep 2020, 10:20

carinthaner hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:17)

Unterm Strich steht in allen Nachrichtensendern der Welt geschrieben: "Deutschland nimmt Flüchtline aus Moria auf"

Bei uns in Österreich sind die Unterkünfte noch immer voll von Mama Merkels Willkommensruf aus 2015, da hängen gewaltbereite radikale Moslems den ganzen Tag in den Betten und strömen Nachts aus um unsere Töchter zu beglücken oder Jugendliche mit Drogen zu versorgen, ältere Familien heben in Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern den Halal Zeigefinger und ändern Kleiderordnung und Speisepläne.

Die Zukunft Europas sieht düster aus, und dabei stehe ich mitte Links!


Das müssen ja furchtbare Zustände sein bei euch in Österreich. Ich werde mir das demnächst in Bad Hofgastein anschauen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon carinthaner » Mi 16. Sep 2020, 10:29

JJazzGold hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:20)

Das müssen ja furchtbare Zustände sein bei euch in Österreich. Ich werde mir das demnächst in Bad Hofgastein anschauen.



Ich fliege demnächst nach Köln und sehe mir ein paar No Go Areas bei euch an :)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Mi 16. Sep 2020, 11:58

carinthaner hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:29)

Ich fliege demnächst nach Köln und sehe mir ein paar No Go Areas bei euch an :)


Viel Vergnügen. :)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Merkel_Unser » Mi 16. Sep 2020, 13:33

Europa2050 hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:19)

Das ist aktuell der Fall. „Dublin“ stammt aus einer Zeit (1990), da war die Erfahrung noch, dass die Mehrzahl der politischen Flüchtlinge aus dem Osten aka ComeCon stammte und in Deutschland aufschlug.
Die nächste Welle kam dann aus dem ehem. Jugoslawien und schlug vornehmlich in Österreich und Italien auf.
Und nun sind seit 5 Jahren Italien und Griechenland die „Ersteintrittsländer“.
Je nach Entwicklung, könnte demnächst Litauen (und Polen) mit bis zu 1 Mio. „politischen“ aus Belarus konfrontiert sein.
Also, als ein bewusstes Problemabwälzen nach I, GR sehe ich Dublin prinzipiell nicht, wohl aber die weitgehende Weigerung der anderen, es einzuhalten.

Rücksendung ist tatsächlich schwierig, wenn auch unverzichtbar, wenn der Betreffende die Identifikation seiner Staatsbürgerschaft verhindert. Bei einem abgelehnten Asylbewerber handelt es sich dann aber eben auch nicht mehr um den Status „Flüchtling“. Da helfen dann vielleicht wirklich nur noch exterritoriale Lager.

Und die Vorabprüfung des Asylstatus, wo willst Du das machen? Es ist ja gerade das Wesen des politischen Asyls, dass demjenigen im Heimatland die Menschenrechte versagt werden. Also auch die Möglichkeit, entsprechende Anträge bei ausländischen Behörden zu stellen. Ich stelle mir gerade vor, in der UdSSR des Jahres 1980 wäre ein Bürger in die Deutsche Botschaft gegangen um Asyl zu beantragen und hätte dann gewartet, bis sein Antrag bewilligt wird. Asyl ist nunmal keine geduldete Migration, sondern aus Sicht der lokalen Diktatur eine illegale Verbrüderung mit dem Feind. Da ist zuerst abhauen dran und dann AsylBeantragung.


Extraterritoriale Asylzentren hätten ja auch den Vorteil, dass diese von der EU gemeinsam betrieben werden könnten, also nicht die Last auf einzelne Länder zurückfällt. Dort könnte man auch einheitliche Standards festlegen, wer denn überhaupt Asylberechtigt ist. Und auch klare Regeln festlegen für Leute, deren Pass "verschwunden" ist. Falls diese Einrichtungen auf Drittstaaten nicht möglich sein sollten, kann man diese ja alternativ immernoch an den EU-Außengrenzen positionieren. Dies erfordert dann natürlich auch entsprechenden Grenzschutz.

Es kann imo nicht sein, dass wir überhaupt "Lager" wie in Griechenland in der EU besitzen. Wer ein legitimen Asylgrund hat, soll schnell unter humanen Bedingungen aufgenommen werden und wer keinen hat (vermutlich >90%) muss eben draußenbleiben. Dieses Hickhack ohne klare Regeln wird auf Dauer zu nichts außer Problemen führen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Liberty » Mi 16. Sep 2020, 14:54

Nachdem Merkel und Seehofer das Abfackeln von Lagern auf griechischen Inseln mit einer Weiterreise nach Deutschland belohnen, brennen nun weitere Lager. Aktuell Samos.

https://www.saechsische.de/griechenland ... 74963.html
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » Mi 16. Sep 2020, 15:00

Liberty hat geschrieben:(16 Sep 2020, 14:54)

Nachdem Merkel und Seehofer das Abfackeln von Lagern auf griechischen Inseln mit einer Weiterreise nach Deutschland belohnen, brennen nun weitere Lager. Aktuell Samos.

https://www.saechsische.de/griechenland ... 74963.html


Die Brandstifter von Moria dürfen nach Deutschland? Ich dachte, die griechische Polizei hat die am Wickel?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon jack000 » Mi 16. Sep 2020, 20:21

BITTERE ABRECHNUNG MIT EUROPA

Merkels geheime Frust-Rede

„Wir wussten alle, dass auf den griechischen Inseln unhaltbare Zustände sind, und zwar seit Langem“

So deutlich wird die Kanzlerin selten…

Bei der geschlossenen Sitzung der Unionsfraktion platzte Angela Merkel (66, CDU) der Kragen – sie rechnete knallhart mit dem EU-Versagen in der Migrationspolitik ab.

BILD dokumentiert die geheime Frust-Rede der Kanzlerin!

https://www.bild.de/bild-plus/politik/i ... VZGO8r9vNk

Aha, Deutschland isoliert sich mit seiner Flüchtlingspolitik in Europa, will anderen Ländern vorschreiben aber genauso zu handeln, aber die folgen nicht wie die Lemminge der Anweisungen der Kanzlerin.
Ergebnis: Die Kanzlerin beschimpft die Regierungen der anderen EU-Länder. Wie tief will Merkel eigentlich noch die EU in den Abgrund bringen?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Mi 16. Sep 2020, 20:28

Tja, ist sie frustriert, weil die anderen nicht nach ihrer Pfeife tanzen.

So was aber auch...
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Mi 16. Sep 2020, 20:44

Senexx hat geschrieben:(16 Sep 2020, 20:28)

Tja, ist sie frustriert, weil die anderen nicht nach ihrer Pfeife tanzen.

So was aber auch...

Schaut so aus.
Ich bin beileibe kein Freund unserer Regierung, aber in diesem Fall bin ich froh, dass ich sie habe.
Das hysterische Geplärre, daß Kurz die EU spaltet, nervt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Vongole » Do 17. Sep 2020, 00:03

jack000 hat geschrieben:(16 Sep 2020, 20:21)

https://www.bild.de/bild-plus/politik/i ... VZGO8r9vNk

Aha, Deutschland isoliert sich mit seiner Flüchtlingspolitik in Europa, will anderen Ländern vorschreiben aber genauso zu handeln, aber die folgen nicht wie die Lemminge der Anweisungen der Kanzlerin.
Ergebnis: Die Kanzlerin beschimpft die Regierungen der anderen EU-Länder. Wie tief will Merkel eigentlich noch die EU in den Abgrund bringen?

Was in dem Artikel steht, kann man ja leider nicht lesen, außer man hat ein Plus-Abo.
Sollte sich Merkel darüber aufgeregt haben, dass in der europ. Flüchtlingspolitik seit Jahren nichts voran geht, dann hat sie recht.
Auch wenn sie sich geärgert hat, dass die EU nicht dafür gesorgt hat, dass in Moira menschenwürdige Zustände herrschen. Wäre das nämlich passiert, müssten wir hier gar nicht diskutieren.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon jack000 » Do 17. Sep 2020, 00:26

Vongole hat geschrieben:(17 Sep 2020, 00:03)
Auch wenn sie sich geärgert hat, dass die EU nicht dafür gesorgt hat, dass in Moira menschenwürdige Zustände herrschen. Wäre das nämlich passiert, müssten wir hier gar nicht diskutieren.

Ach ja, was hat denn Deutschland all die Jahre dafür getan das die Zustände in Moria verbessert werden? Antwort: Nichts! Und dann die anderen EU-Partner die Schuld für alles geben ist kein guter Stil für den Zusammenhalt in Europa!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Vongole » Do 17. Sep 2020, 00:35

jack000 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 00:26)

Ach ja, was hat denn Deutschland all die Jahre dafür getan das die Zustände in Moria verbessert werden? Antwort: Nichts! Und dann die anderen EU-Partner die Schuld für alles geben ist kein guter Stil für den Zusammenhalt in Europa!

Deutschland allein kann in Moira nichts verbessern, jedenfalls nicht regierungsseitig, sie kann nur Hilfe anbieten.
Um die Zustände zu ändern, muss die EU auf Griechenland einwirken, was sie bisher offensichtlich nicht getan hat.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon jack000 » Do 17. Sep 2020, 01:27

Vongole hat geschrieben:(17 Sep 2020, 00:35)

Deutschland allein kann in Moira nichts verbessern, jedenfalls nicht regierungsseitig, sie kann nur Hilfe anbieten.
Um die Zustände zu ändern, muss die EU auf Griechenland einwirken, was sie bisher offensichtlich nicht getan hat.

Merkel glaubt doch anderen EU-Ländern Vorschriften machen zu können was die Flüchtlinge betrifft, somit wäre es unmöglich gewesen die Lager menschenwürdig zu gestalten?
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