Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

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PeterK
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon PeterK » So 22. Mär 2020, 19:42

Realist2014 hat geschrieben:(22 Mar 2020, 18:56)
wenn der Geiz der Kunden verschwindet, dann steigen auch die Löhne....

Mal abgesehen davon, dass ich das - so pauschal behauptet - für eine steile These halte, hat @odiug wohl recht, wenn er feststellt, dass Du das Thema eher durch eine BWLer-Brille betrachtest (was ja Dein gutes Recht ist).

Ich meinte eher, dass man trotz aller kleinkrämerischen Kostenminimierung auch an "Ausfallsicherheit" (aka "Backups") denken sollte.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Realist2014 » So 22. Mär 2020, 19:44

PeterK hat geschrieben:(22 Mar 2020, 19:42)

Mal abgesehen davon, dass ich das - so pauschal behauptet - für eine steile These halte, hat @odiug wohl recht, wenn er feststellt, dass Du das Thema eher durch eine BWLer-Brille betrachtest (was ja Dein gutes Recht ist).



ich betrachte alles



Ich meinte eher, dass man trotz aller kleinkrämerischen Kostenminimierung auch an "Ausfallsicherheit" (aka "Backups") denken sollte.


sicher

solange der GEwinn bleibt
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon odiug » Mo 23. Mär 2020, 13:33

Realist2014 hat geschrieben:(22 Mar 2020, 19:27)

das ist aus der gleichen "Kategorie" wie deine "Aufstände" , wenn die Grundsicherung nicht angehoben wird......

kompletter Nonsens

Hier mal zum Thema "Nonsens" : https://www.bbc.com/news/business-51814481
Italien hat bereits die Kreditzahlungen für private Haushalte und Unternehmen seit Mitte März suspendiert und in den USA wird das gerade ernsthaft diskutiert.
Also so weit sind meine Vorschläge von dem, was da noch auf uns zukommt, nicht ...
Was ich nun vorschlage ist, dass derartige Maßnahmen von der EZB abgefedert werden, damit eben die Banken und Gläubiger nicht alleine auf den Verlusten sitzen bleiben.
Ein europaweites Kurzarbeitergeld, finanziert durch die Notenpresse, würde die Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft auch sozial abfedern.
Es handelt sich um zeitlich begrenzte Notmaßnahmen ... wir reden hier von Wochen, maximal zwei drei Monaten ... das sollte machbar sein um die wirtschaftlichen Schäden so weit wie möglich einzudämmen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Orbiter1 » Mo 23. Mär 2020, 16:18

odiug hat geschrieben:(23 Mar 2020, 13:33)

Hier mal zum Thema "Nonsens" : https://www.bbc.com/news/business-51814481
Italien hat bereits die Kreditzahlungen für private Haushalte und Unternehmen seit Mitte März suspendiert und in den USA wird das gerade ernsthaft diskutiert.
Und wer rettet dann die italienischen Banken die diese Kredite die nun nicht mehr bedient werden zur Verfügung gestellt hat? Wer glaubt dass es nach solchen Aktionen noch zu einer europäischen Bankenunion kommt glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Also so weit sind meine Vorschläge von dem, was da noch auf uns zukommt, nicht ...
Was ich nun vorschlage ist, dass derartige Maßnahmen von der EZB abgefedert werden, damit eben die Banken und Gläubiger nicht alleine auf den Verlusten sitzen bleiben.
Keine Ahnung warum sie keinen Bock darauf haben sich mit den Fakten zu beschäftigen. Mit den Aufgaben der EZB und deren Grenzen, wie dort Entscheidungen fallen, wer bei Schieflagen haftet oder worauf man sich in der Eurozone nach der Finanzkrise nach jahrelangen Verhandlungen geeinigt hat wie Pleitebanken abzuwickeln sind.
Ein europaweites Kurzarbeitergeld, finanziert durch die Notenpresse, würde die Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft auch sozial abfedern.
Es handelt sich um zeitlich begrenzte Notmaßnahmen ... wir reden hier von Wochen, maximal zwei drei Monaten ... das sollte machbar sein um die wirtschaftlichen Schäden so weit wie möglich einzudämmen.
Macht es ihnen eigentlich Spaß sich so vollkommen realitätsfremde Hirngespinstrettungsaktionen auszudenken? Vorstellbar sind am ehesten noch irgendwelche Rettungsschirme (Hilfskredite) über den ESM. Selbstverständlich nur unter strengen Auflagen und der Haushalt muss während dieser Zeit vom ESM geprüft und genehmigt werden. Vorstellbar ist auch dass man die zulässige Neuverschuldung temporär von 3% auf beispielsweise 5% erhöht, aber nicht auf 10 oder 20%. In diese Richtung geht es wohl in den USA, wenn die so weitermachen wie in den vergangenen Tagen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon odiug » Mo 23. Mär 2020, 16:37

Orbiter1 hat geschrieben:(23 Mar 2020, 16:18)

Und wer rettet dann die italienischen Banken die diese Kredite die nun nicht mehr bedient werden zur Verfügung gestellt hat? Wer glaubt dass es nach solchen Aktionen noch zu einer europäischen Bankenunion kommt glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Keine Ahnung warum sie keinen Bock darauf haben sich mit den Fakten zu beschäftigen. Mit den Aufgaben der EZB und deren Grenzen, wie dort Entscheidungen fallen, wer bei Schieflagen haftet oder worauf man sich in der Eurozone nach der Finanzkrise nach jahrelangen Verhandlungen geeinigt hat wie Pleitebanken abzuwickeln sind.
Macht es ihnen eigentlich Spaß sich so vollkommen realitätsfremde Hirngespinstrettungsaktionen auszudenken? Vorstellbar sind am ehesten noch irgendwelche Rettungsschirme (Hilfskredite) über den ESM. Selbstverständlich nur unter strengen Auflagen und der Haushalt muss während dieser Zeit vom ESM geprüft und genehmigt werden. Vorstellbar ist auch dass man die zulässige Neuverschuldung temporär von 3% auf beispielsweise 5% erhöht, aber nicht auf 10 oder 20%. In diese Richtung geht es wohl in den USA, wenn die so weitermachen wie in den vergangenen Tagen.

Aha ... warum glauben hier so viele, dass der Vorwurf an den anderen, sich nicht mit Fakten zu beschäftigen oder Hirngespinsten zu erliegen, auch nur irgend ein Argument für irgendwas sei :?:
Also wenn hier sich jemand den Fakten verweigert, dann doch der, der nicht wahrnehmen will, dass diese Krise sämtliche Regeln bricht.
Das Festhalten an den Regeln, die erstellt wurden um in normalen Zeiten einen Rahmen zu erstellen, ist jetzt, wo ein Virus den Rahmen bricht ein Zeichen von Ignoranz gegenüber der Realität und nicht andersherum.
Die Regeln der Neuverschuldung unter dem Maastrichtabkommen sind eh schon obsolet ... da muss ich mir gar nix vorstellen, dem ist bereits so.
Und wir müssen aus unsrem üblichen, bürokratischen Trott ausbrechen, wenn wir diese Krise meistern wollen.
Was uns in die Scheisse geritten hat, ist genau diese Denke, ... ach das wird schon nicht so schlimm, das geht vorüber, alles halb so wild, jetzt machen wir mal einfach weiter so :rolleyes:
Neeee ... es gilt jetzt mit drastischen Mittel einzugreifen.
Ob da meine Vorschläge die besten sind, will ich gar nicht behaupten ... nur müssen wir über den Tellerrand des "normalen" endlich hinausschauen.
Denn es ist rein gar nix mehr normal zur Zeit.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Orbiter1 » Mo 23. Mär 2020, 19:02

Orbiter1 hat geschrieben:(23 Mar 2020, 16:18)

Vorstellbar sind am ehesten noch irgendwelche Rettungsschirme (Hilfskredite) über den ESM. Selbstverständlich nur unter strengen Auflagen und der Haushalt muss während dieser Zeit vom ESM geprüft und genehmigt werden. Vorstellbar ist auch dass man die zulässige Neuverschuldung temporär von 3% auf beispielsweise 5% erhöht, aber nicht auf 10 oder 20%. In diese Richtung geht es wohl in den USA, wenn die so weitermachen wie in den vergangenen Tagen.
Es läuft offenbar auf die zweite Variante hinaus. Die EU-Finanz- und Wirtschaftsminister haben sich auf eine Aussetzung der Schulden- und Defizitregeln geeinigt. Dann stehen ja die großen Themen für die kommenden Jahre bereits fest.

- Überwindung der Coronavirus-Pandemie
- Überwindung der Rezession die auf die Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist
- Überwindung der Staatsschuldenkrise die auf die Rezession der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist

Die zu erwartende extreme Rezession wird auch zu einer extremen Staatsschuldenkrise führen. Länder wie Italien werden dann bei einer Staatsverschuldung von 200% des BSP liegen. Da macht es dann u. U. Sinn bestehende Lebensversicherungen (die häufig in Staatsanleihen anlegen) vorzeitig zu kündigen und sich auszahlen zu lassen. Wer weiß ob man sonst seine eingezahlten Beiträge wieder sieht.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon firlefanz11 » Mo 23. Mär 2020, 21:33

Wie gesagt: Schuldenschnitt o. Währungsreform... Hat mir gestern auch schon eine VWL Professorin bestätigt, dass dies die einzgen Alternativen sind...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Dampflok94 » Di 24. Mär 2020, 10:24

firlefanz11 hat geschrieben:(23 Mar 2020, 21:33)

Wie gesagt: Schuldenschnitt o. Währungsreform... Hat mir gestern auch schon eine VWL Professorin bestätigt, dass dies die einzgen Alternativen sind...

Na wenn eine VWL-Professorin das sagt, dann wird es wohl stimmen. :D

Was soll denn das? Wir haben keine Ahnung wie lange das ganze dauert, was es kostet und wie die Folgen für die Unternehmen sein werden. Aber einige meinen sie könnten schon mal einen tiefen Blick in ihre Kristallkugeln werfen und Voraussagen treffen. Dann sollen sie doch Lotto spielen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon odiug » Di 24. Mär 2020, 10:31

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Mar 2020, 10:24)

Na wenn eine VWL-Professorin das sagt, dann wird es wohl stimmen. :D

Was soll denn das? Wir haben keine Ahnung wie lange das ganze dauert, was es kostet und wie die Folgen für die Unternehmen sein werden. Aber einige meinen sie könnten schon mal einen tiefen Blick in ihre Kristallkugeln werfen und Voraussagen treffen. Dann sollen sie doch Lotto spielen.

Doch ... eigentlich wissen wir das schon.
Es wird noch mehrere Monate bis hin zu einem Jahr dauern, bevor ein Impfstoff durch die klinischen Versuchsreihen durch ist und in Massen produziert werden kann.
Bis dahin werden wir mit den Einschränkungen leben müssen.
Nicht ganz so drastisch wie jetzt, wo es darum geht die Infektionsrate zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert, aber in der ein oder anderen Form eben doch ... und das wird kosten ... viel Geld kosten.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Senexx » Di 24. Mär 2020, 10:35

odiug hat geschrieben:(24 Mar 2020, 10:31)

Doch ... eigentlich wissen wir das schon.
Es wird noch mehrere Monate bis hin zu einem Jahr dauern, bevor ein Impfstoff durch die klinischen Versuchsreihen durch ist und in Massen produziert werden kann.
Bis dahin werden wir mit den Einschränkungen leben müssen.
Nicht ganz so drastisch wie jetzt, wo es darum geht die Infektionsrate zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert, aber in der ein oder anderen Form eben doch ... und das wird kosten ... viel Geld kosten.

Spekulation.
Niemals "copy+paste". ALLES selbst verfasst.
Trollposts, ad-personam und Spam werden ignoriert.
Nieder mit dem Extremismus: Wider SED, AfD und Grüne!
Was kümmert es eine Eiche, wenn sich... kratzt?
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon odiug » Di 24. Mär 2020, 10:37

Senexx hat geschrieben:(24 Mar 2020, 10:35)

Spekulation.

Keine "Spekulation" sonder Aussagen von Epidemiologen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Dampflok94 » Di 24. Mär 2020, 10:48

odiug hat geschrieben:(24 Mar 2020, 10:31)

Doch ... eigentlich wissen wir das schon.
Es wird noch mehrere Monate bis hin zu einem Jahr dauern, bevor ein Impfstoff durch die klinischen Versuchsreihen durch ist und in Massen produziert werden kann.
Bis dahin werden wir mit den Einschränkungen leben müssen.
Nicht ganz so drastisch wie jetzt, wo es darum geht die Infektionsrate zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert, aber in der ein oder anderen Form eben doch ... und das wird kosten ... viel Geld kosten.

Ja, es wird viel Geld kosten. Aber Geld ist gerade keine Mangelware. Jedenfalls nicht hier. Von daher über Währungsreformen zu räsonieren ist, sagen wir mal, mutig.

Ich würde das nicht mal ausschließen wollen, es gibt momentan wenig was man ausschließen kann. Aber das für praktisch schon entschieden zu halten, ist einfach daneben. Ein Schuldenschnitt könnte für diesen oder jenen Staat notwendig werden. Für D kaum. Italien wäre hier ein heißer Kandidat. Aber sicher ist auch das nicht. Vielleicht wird man Italien helfen. Es sind ja schon "Corona-Bonds" im Gespräch. Statt der guten alten Euro-Bonds.

Die Welt wird ärmer aus dieser Krise hervorgehen. Wie viel ärmer, weiß man nicht.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon odiug » Di 24. Mär 2020, 10:50

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Mar 2020, 10:48)

Ja, es wird viel Geld kosten. Aber Geld ist gerade keine Mangelware. Jedenfalls nicht hier. Von daher über Währungsreformen zu räsonieren ist, sagen wir mal, mutig.

Ich würde das nicht mal ausschließen wollen, es gibt momentan wenig was man ausschließen kann. Aber das für praktisch schon entschieden zu halten, ist einfach daneben. Ein Schuldenschnitt könnte für diesen oder jenen Staat notwendig werden. Für D kaum. Italien wäre hier ein heißer Kandidat. Aber sicher ist auch das nicht. Vielleicht wird man Italien helfen. Es sind ja schon "Corona-Bonds" im Gespräch. Statt der guten alten Euro-Bonds.

Die Welt wird ärmer aus dieser Krise hervorgehen. Wie viel ärmer, weiß man nicht.

Währungsreform finde ich auch übertrieben ... aber ein Schuldenschnitt wird in der ein oder anderen Form kommen.
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Dampflok94 » Di 24. Mär 2020, 11:00

odiug hat geschrieben:(24 Mar 2020, 10:50)

Währungsreform finde ich auch übertrieben ... aber ein Schuldenschnitt wird in der ein oder anderen Form kommen.

Das problem am Schuldenschnitt ist, daß er die Situation erst mal verschlechtert. Siehe Griechenland. Frisches Geld gibt es dann vorerst nicht mehr. Passiert so was innerhalb des Euro-Raumes führt das zu Verwerfungen. Bei Griechenland konnte man das handeln. Bei Italien? No way! Und genau daher gehe ich davon aus, man wird Italien stützen. No Bailout? Ach je, in der derzeitigen Krise sind schon so viele heilige Kühe geschlachtet worden. Und werden noch geschlachtet werden. Warum nicht auch diese?
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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon odiug » Di 24. Mär 2020, 11:12

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Mar 2020, 11:00)

Das problem am Schuldenschnitt ist, daß er die Situation erst mal verschlechtert. Siehe Griechenland. Frisches Geld gibt es dann vorerst nicht mehr. Passiert so was innerhalb des Euro-Raumes führt das zu Verwerfungen. Bei Griechenland konnte man das handeln. Bei Italien? No way! Und genau daher gehe ich davon aus, man wird Italien stützen. No Bailout? Ach je, in der derzeitigen Krise sind schon so viele heilige Kühe geschlachtet worden. Und werden noch geschlachtet werden. Warum nicht auch diese?

In der ein oder anderen Form.
Es kann auch auf eine zeitweise Stundung hinauslaufen ... Beispiel Griechenland.
Und Italien ist ein Problem ... stimmt.
Das "schöne" ist aber, derzeit sind alle Volkswirtschaften in der gleichen Lage.
Nicht nur die EZB druckt Geld wie blöd, auch die FED, Bank of Japan, China und England lassen die Notenpressen heiß laufen.
Wenn alle das Gleiche machen, dann gleicht sich das wieder aus.
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Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Mär 2020, 14:11

Inzwischen ist klar dass von den Notenbanken und Regierungen Rettungspakete von gigantischem Ausmaß (Billionen Euro in der EU, Billionen $ in den USA) geschnürt werden damit die Unternehmen und die Bevölkerung eine wirtschaftliche Rezession von unbekannter Dauer finanziell überstehen können. Infolgedessen wird die Staatsverschuldung der einzelnen Staaten massiv anwachsen.

Die USA haben damit offenbar kein Problem. Obwohl sie bereits deutlich höher verschuldet sind als die Staaten der Eurozone (107% des BSP vs 80% des BSP) gibt es kaum jemanden jenseits des Antlantiks der weitere Neuschulden in Billionenhöhe kritisiert.

In der Eurozone, deren Mitgliedstaaten einen sehr unterschiedlichen Grad der Staatsverschuldung aufweisen, kann von Konsens keine Rede sein. Da fordern aktuell 9 Staaten gemeinsame Corona-Anleihen während andere Staaten strikt dagegen sind. Eine Alternative könnte eine Finanzierung über den in der letzten Finanzkrise geschaffenen ESM sein. Allerdings vergibt der bisher Hilfsgelder nur gegen Auflagen. Selbstverständlich kann jeder Eurostaat auch eigene Staatsanleihen ausgeben. Dann werden Länder wie Griechenland oder Italien wohl jenseits einer Staatsverschuldung von 200 % des BSP landen und es wird die Frage aufkommen ob diese Länder jemals ihre Schulden zurückzahlen können. Aus meiner Sicht lässt sich dieses Problem nur durch das Ausscheiden mehrerer Staaten aus der Eurozone incl einen teilweisen Schuldenschnitt lösen. Hier soll über alternative Lösungen der Finanzierung diskutiert werden.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon odiug » Mi 25. Mär 2020, 15:22

Leute ... ich muss das kurz sperren, da zwei Stränge sich thematisch überschneiden und ich diese zusammenführen will ... muss aber erst herausfinden, wie das geht.
Geduld bitte ... euer Mod.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon odiug » Mi 25. Mär 2020, 16:25

So Leute ... fertig.
In dem Umfang habe ich das noch nie gemacht ... von daher hoffe ich, das ergibt irgendwie Sinn ... auf jeden Fall gab ich mir Mühe.
Ihr könnt jetzt weiter machen :thumbup:
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » Mi 25. Mär 2020, 19:58

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 14:11)

Inzwischen ist klar dass von den Notenbanken und Regierungen Rettungspakete von gigantischem Ausmaß (Billionen Euro in der EU, Billionen $ in den USA) geschnürt werden damit die Unternehmen und die Bevölkerung eine wirtschaftliche Rezession von unbekannter Dauer finanziell überstehen können. Infolgedessen wird die Staatsverschuldung der einzelnen Staaten massiv anwachsen.

Die USA haben damit offenbar kein Problem. Obwohl sie bereits deutlich höher verschuldet sind als die Staaten der Eurozone (107% des BSP vs 80% des BSP) gibt es kaum jemanden jenseits des Antlantiks der weitere Neuschulden in Billionenhöhe kritisiert.

In der Eurozone, deren Mitgliedstaaten einen sehr unterschiedlichen Grad der Staatsverschuldung aufweisen, kann von Konsens keine Rede sein. Da fordern aktuell 9 Staaten gemeinsame Corona-Anleihen während andere Staaten strikt dagegen sind. Eine Alternative könnte eine Finanzierung über den in der letzten Finanzkrise geschaffenen ESM sein. Allerdings vergibt der bisher Hilfsgelder nur gegen Auflagen. Selbstverständlich kann jeder Eurostaat auch eigene Staatsanleihen ausgeben. Dann werden Länder wie Griechenland oder Italien wohl jenseits einer Staatsverschuldung von 200 % des BSP landen und es wird die Frage aufkommen ob diese Länder jemals ihre Schulden zurückzahlen können. Aus meiner Sicht lässt sich dieses Problem nur durch das Ausscheiden mehrerer Staaten aus der Eurozone incl einen teilweisen Schuldenschnitt lösen. Hier soll über alternative Lösungen der Finanzierung diskutiert werden.


Sicherlich ließe sich das eine oder andere ändern - aber: gäbe es eine Alternative zu den jetzt beschlossenen Maßnahmen?
Allein in Italien gibt es bisher über 7500 Tote. Dazu der gewaltige Vertrauensverlust in bestimmte Branchen. Viele Unternehmen im Bereich der Tourismus- und der Eventwirtschaft - also im Dienstleistungssektor - werden fundamentale Probleme bekommen. Das in Mailand/Bergamo oder Ischgl oder die "Massenschluckimpfung" (aka Starkbier als „ultimativer Schutz gegen Corona“) von Mitterteich etc (Hier zum nachlesen). wird Folgen haben. Ein auf diese Art und weise verlorenes Vertrauen bekommt man nicht so ohne weiteres zurück.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon odiug » Do 26. Mär 2020, 00:12

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