Abtreibungen mit Downsyndrom?

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Abtreibungen bei Kindern mit Downsyndrom?

Eher moralisch richtig (würde ich tun)
23
40%
Eher moralisch richtig (würde ich trotzdem nicht tun)
0
Keine Stimmen
Eher Unmoralisch (würde ich trotzdem tun)
8
14%
Eher Unmoralisch (würde ich nicht tun)
18
31%
Enthaltung
9
16%
 
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Selina
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Selina » Di 14. Jan 2020, 14:54

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2020, 13:50)

Ich habe HIER eine recht interessante Seite gefunden, auf der recht ausführlich erläutert wird, was ein Bluttest leisten kann und was nicht.
Soweit ich das verstanden habe, wird davon abgeraten, sich ausschließlich auf dessen Ergebnisse zu verlassen, sondern bei positivem Befund, weitere Untersuchungen durchführen zu lassen. Wie genau diese sind, steht da nicht.
Genauso interessant ist aber auch, von wem die Ethik-Diskussion "angeschoben" wurde:

"Nicht-invasive vorgeburtliche Tests verstärkten die Tendenz, eine Schwangerschaft zuerst als "Schwangerschaft auf Probe" zu betrachten, sagte der DBK-Sprecher weiter. "Das lehnen wir aufgrund der Schutzwürdigkeit jedes menschlichen Lebens ab dem Zeitpunkt der Zeugung ab." Besonders bedauerlich sei, dass die Kostenübernahme nicht auf eine Anwendung der Tests nach der 12. Schwangerschaftswoche beschränkt worden sei, sagte Kopp. "Die frühe Anwendung der Tests erhöht das Risiko eines Abtreibungsmechanismus weiter, da sich eine Frau nach einem positiven Testergebnis für einen Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungslösung entscheiden kann, ohne die Gründe dafür im Beratungsgespräch offenbaren zu müssen."
Quelle


Ja, na klar, die katholische Kirche. Wundert mich nicht. Wobei solche Ansichten generell weit verbreitet in der Bevölkerung sind, ob christlich oder nicht. Ja, auch interessant der erste von dir verlinkte Text. Danke. Ist fast dasselbe, wie ich es auf Wikipedia gefunden hatte. Und es bestätigt: Erst mit dem Ultraschall weiß man dann mehr. Aber mal ehrlich, die Annahme einiger "Ethik-Spezialisten", es würden nun tausende Frauen schon beim geringsten Verdacht, ihr Ungeborenes könnte eine Trisomie 21 haben, die Schwangerschaft abbrechen, die ist einfach nicht gerechtfertigt. Da wird von einigen - meistens Männer - von vornherein der schwangeren Frau eine gewisse Oberflächlichkeit unterstellt. Motto: Nur schnell weg mit dem Embryo. Die Erfahrung lehrt doch aber, dass die allermeisten Frauen sehr verantwortlich mit all diesen Dingen umgehen. Und auch die allermeisten Angehörigen tun das. Also: Das eigentlich "Unmoralische" in dieser Diskussion - womit du ausdrücklich nicht gemeint bist - sind genau diese Unterstellungen.
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BlueMonday
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon BlueMonday » Di 14. Jan 2020, 15:05

Vielleicht sollte man sich erst mal auf die Suche nach der Quelle der Moral begeben:

"Nun liegt für mich erstens auf der Hand, dass von dieser Theorie der eigentliche Entstehungsheerd des Begriffs „gut“ an falscher Stelle gesucht und angesetzt wird: das Urtheil „gut“ rührt nicht von Denen her, welchen „Güte“ erwiesen wird! Vielmehr sind es „die Guten“ selber gewesen, das heisst die Vornehmen, Mächtigen, Höhergestellten und Hochgesinnten, welche sich selbst und ihr Thun als gut, nämlich als ersten Ranges empfanden und ansetzten, im Gegensatz zu allem Niedrigen, Niedrig-Gesinnten, Gemeinen und Pöbelhaften. Aus diesem Pathos der Distanz heraus haben sie sich das Recht, Werthe zu schaffen, Namen der Werthe auszuprägen, erst genommen: was gieng sie die Nützlichkeit an! Der Gesichtspunkt der Nützlichkeit ist gerade in Bezug auf ein solches heisses Herausquellen oberster rang-ordnender, rang-abhebender Werthurtheile so fremd und unangemessen wie möglich: hier ist eben das Gefühl bei einem Gegensatze jenes niedrigen Wärmegrades angelangt, den jede berechnende Klugheit, jeder Nützlichkeits-Calcul voraussetzt, — und nicht für einmal, nicht für eine Stunde der Ausnahme, sondern für die Dauer. Das Pathos der Vornehmheit und Distanz, wie gesagt, das dauernde und dominirende Gesammt- und Grundgefühl einer höheren herrschenden Art im Verhältniss zu einer niederen Art, zu einem „Unten“ — das ist der Ursprung des Gegensatzes „gut“ und „schlecht“. (Das Herrenrecht, Namen zu geben, geht so weit, dass man sich erlauben sollte, den Ursprung der Sprache selbst als Machtäusserung der Herrschenden zu fassen: sie sagen „das ist das und das“, sie siegeln jegliches Ding und Geschehen mit einem Laute ab und nehmen es dadurch gleichsam in Besitz.) Es liegt an diesem Ursprunge, dass das Wort „gut“ sich von vornherein durchaus nicht nothwendig an „unegoistische“ Handlungen anknüpft: wie es der Aberglaube jener Moralgenealogen ist. Vielmehr geschieht es erst bei einem Niedergange aristokratischer Werthurtheile, dass sich dieser ganze Gegensatz „egoistisch“ „unegoistisch“ dem menschlichen Gewissen mehr und mehr aufdrängt, — es ist, um mich meiner Sprache zu bedienen, der Heerdeninstinkt, der mit ihm endlich zu Worte (auch zu Worten) kommt. Und auch dann dauert es noch lange, bis dieser Instinkt in dem Maasse Herr wird, dass die moralische Werthschätzung bei jenem Gegensatze geradezu hängen und stecken bleibt (wie dies zum Beispiel im gegenwärtigen Europa der Fall ist: heute herrscht das Vorurtheil, welches „moralisch“, „unegoistisch“, „désintéressé“ als gleichwerthige Begriffe nimmt, bereits mit der Gewalt einer „fixen Idee“ und Kopfkrankheit)."

Nietzsche, Zur Genealogie der Moral
http://www.nietzschesource.org/#eKGWB/GM

Moral also als etwas, das über uns schwebt und von den "guten Menschen" in Stellung gebracht wurde. Dies im Gegensatz zu einer aufgeklärten Kantschen Moralvorstellung als selbstgegebene nachdenkliche Antwort auf die Frage, was man tun solle.
Übrig bleibt in jedem Falle, dass jegliche Moral einen Urheber hat. Und das wäre zu entscheiden und bewusst zu machen: will man selbst Urheber sein oder jemand, der einem vornehmen Betragen nur nachfolgt.
Das Recht folgt der nachfolgenden Moral des Vornehmen jedenfalls auf dem Fuße, das Strafrecht insbesondere. Wir strafen in erster Linie, um uns selbst zu kennzeichnen, abzusetzen und untereinander wiederzuerkennen, als jene, die nicht zu den Niederen gehören. Das ist der Sinn und Inhalt des Rechtszeichens: Wir sind nicht wie diese Abgefallenen.

Ab welcher Schwangerschaftswoche wird der Abbruch zu einer Tat von Abgefallenen. Welcher Grund des Abbruchs führt ins Abseits. Das sind keine Fragen nach unbeweglichen Tatsächlichkeiten. Das sind Machtfragen, wie alle Fragen nach Gut und Schlecht und Böse.
But who would build the roads?
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 15:06

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2020, 14:54)

Ja, na klar, die katholische Kirche. Wundert mich nicht. Wobei solche Ansichten generell weit verbreitet in der Bevölkerung sind, ob christlich oder nicht. Ja, auch interessant der erste von dir verlinkte Text. Danke. Ist fast dasselbe, wie ich es auf Wikipedia gefunden hatte. Und es bestätigt: Erst mit dem Ultraschall weiß man dann mehr. Aber mal ehrlich, die Annahme einiger "Ethik-Spezialisten", es würden nun tausende Frauen schon beim geringsten Verdacht, ihr Ungeborenes könnte eine Trisomie 21 haben, die Schwangerschaft abbrechen, die ist einfach nicht gerechtfertigt. Da wird von einigen - meistens Männer - von vornherein der schwangeren Frau eine gewisse Oberflächlichkeit unterstellt. Motto: Nur schnell weg mit dem Embryo. Die Erfahrung lehrt doch aber, dass die allermeisten Frauen sehr verantwortlich mit all diesen Dingen umgehen. Und auch die allermeisten Angehörigen tun das. Also: Das eigentlich "Unmoralische" in dieser Diskussion - womit du ausdrücklich nicht gemeint bist - sind genau diese Unterstellungen.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder - wir beide sind mal der gleichen Meinung. :cool:

Ich weiß, dass Du mich nicht gemeint hast.
Die Diagnose (mit großer Wahrscheinlichkeit) Down Syndrom ist ein Schock, der erst einmal verarbeitet werden will und dennoch schwingt bei dem "sehr wahrscheinlich" immer auch Hoffnung mit, es könnte doch anders sein, was die Entscheidung noch schwerer macht.
Sicherlich gibt es einige wenige Frauen, die von vornherein sagen "kommt für mich nicht in Frage ...", nur kann man an dieser Minderheit keine Diskussion und schon gar keine Moraldiskussion festmachen, dafür ist die Entscheidungsfindung viel zu privat und persönlich.
Ich (persönlich) halte nichts davon, in diesem Zusammenhang - eine Ethik-/Moraldiskussion zu führen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon H2O » Di 14. Jan 2020, 15:11

Bartleby hat geschrieben:(14 Jan 2020, 11:57)

Aha. Bioethik ist also eine Angelegenheit für geschlossene Räume. Das ist auch mal ein Statement.

Die Wirklichkeit sieht aber etwas anders aus - der Staat hat sogar einen Ethikrat, der sich mit solchen Fragen beschäftigt. Warum die Frage dann nicht öffentlich diskutiert werden soll, müssten Sie noch etwas genauer darlegen.


Nicht für geschlossene Räume, wohl wahr, aber doch auch nicht für unterhaltsames Gerede. Gewissensentscheidungen dieser Art ist man im Leben öfter ausgesetzt, etwa beim Ableben von Angehörigen und ihrer ärztlichen Begleitung dabei. Auch kein Thema für öffentlichen Zeitvertreib.

Aber ich bin zugleich dankbar, wenn mir im Fall einer Gewissensentscheidung ein gesetzlicher Rahmen die Freiheit gibt, nach einer Entscheidung so oder so unbescholten weiter leben zu können. Deshalb brauchen wir als Gesellschaft die ernsthafte Aussprache und eine Richtlinie, die Zulässiges festlegt und damit Grenzen setzt.

Dennoch steht Mann oder Frau vor einer Gewissensentscheidung, die ihm oder ihr niemand abnehmen kann. Aber Trost und Mitgefühl sind in dieser Not eine große Hilfe.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Selina » Di 14. Jan 2020, 15:45

Viel wichtiger ist meines Erachtens das Nachdenken und die Diskussion darüber, ob Pflege und Betreuung von behinderten Kindern (zum Teil auch schwer mehrfach behinderte), was ja zumeist in den Familien passiert, schon ausreichend gut staatlich unterstützt werden. Ich lese, sehe und höre zuweilen von "Fällen", wo die Familien sehr alleine gelassen werden mit ihrem riesengroßen Rund-um-die-Uhr-Betreuungsaufwand. Das immer nur alles mit der "Liebe zu den Kindern" zu erklären, wo es selbstverständlich sei, all das zu leisten, ist schon etwas dürftig. Denn das ist knallharte Arbeit.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Corella » Di 14. Jan 2020, 16:14

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2020, 15:06)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder - wir beide sind mal der gleichen Meinung. :cool:

Ich weiß, dass Du mich nicht gemeint hast.
Die Diagnose (mit großer Wahrscheinlichkeit) Down Syndrom ist ein Schock, der erst einmal verarbeitet werden will und dennoch schwingt bei dem "sehr wahrscheinlich" immer auch Hoffnung mit, es könnte doch anders sein, was die Entscheidung noch schwerer macht.
Sicherlich gibt es einige wenige Frauen, die von vornherein sagen "kommt für mich nicht in Frage ...", nur kann man an dieser Minderheit keine Diskussion und schon gar keine Moraldiskussion festmachen, dafür ist die Entscheidungsfindung viel zu privat und persönlich.
Ich (persönlich) halte nichts davon, in diesem Zusammenhang - eine Ethik-/Moraldiskussion zu führen.


Wurde, ergänzend, eigentlich schon erwähnt, dass die meisten Behinderungen nach der Geburt erworben werden? Das ganze Thema ist eher von prinzipieller, als eigentlicher Relevanz. Es besteht kein Anlass, die Diskussion bissig zu führen, es sei denn, man reitet Prinzipien.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Corella » Di 14. Jan 2020, 16:22

Noch ein Nachtrag: gerade die Förderungen im Bereich Trisomie 21 haben gewaltiges gezeigt, das Syndrom umgekrempelt. Mit Auswirlungen über Sonderpädagogik und Therapielehren. Es steht, meinetwegen sogar spitz ökonomisch, auch einiges auf der Habenseite all der Mühen. Und die weiteren Potenziale sind unbekannt. Forschung an Alzheimer und Trisomie21 befruchten einander und Genetiker (zB Wolfram Henn) legen dar, dass je mehr man weiß, desto schwieriger wird es, übrrhaupt v Pathologien zu sprechen
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon H2O » Di 14. Jan 2020, 16:23

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2020, 15:45)

Viel wichtiger ist meines Erachtens das Nachdenken und die Diskussion darüber, ob Pflege und Betreuung von behinderten Kindern (zum Teil auch schwer mehrfach behinderte), was ja zumeist in den Familien passiert, schon ausreichend gut staatlich unterstützt werden. Ich lese, sehe und höre oft von "Fällen", wo die Familien sehr alleine gelassen werden mit ihrem riesengroßen Rund-um-die-Uhr-Betreuungsaufwand. Das immer nur alles mit der "Liebe zu den Kindern" zu erklären, wo es selbstverständlich sei, all das zu leisten, ist schon etwas dürftig. Denn das ist knallharte Arbeit.


Ich teile Ihre Sicht, weise jedoch darauf hin, daß hier als Überschrift eine Gewissensentscheidung angesprochen wird. Die Verantwortung für die Folgen meiner Entscheidung trage im wesentlichen schon ich selbst; die Folgen meiner Entscheidung kann ich nicht einfach so der Gemeinschaft überlassen. Ich gehe aber davon aus, daß in den allermeisten Fällen diese Not nicht einer vorangehenden Gewissensentscheidung folgt, sondern sie ganz schlicht ein Unglück ist, für das Eltern keine wirkliche Schuld trifft. Natürlich muß die Gemeinschaft helfen, daß die Not die unmittelbar betroffenen Eltern nicht gesundheitlich vernichtet.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 16:33

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2020, 15:45)

Viel wichtiger ist meines Erachtens das Nachdenken und die Diskussion darüber, ob Pflege und Betreuung von behinderten Kindern (zum Teil auch schwer mehrfach behinderte), was ja zumeist in den Familien passiert, schon ausreichend gut staatlich unterstützt werden. Ich lese, sehe und höre zuweilen von "Fällen", wo die Familien sehr alleine gelassen werden mit ihrem riesengroßen Rund-um-die-Uhr-Betreuungsaufwand. Das immer nur alles mit der "Liebe zu den Kindern" zu erklären, wo es selbstverständlich sei, all das zu leisten, ist schon etwas dürftig. Denn das ist knallharte Arbeit.

Und schon wieder muss ich Dir zustimmen:
Bei der ganzen Moraldebatte wird der Betreuungsaufwand, der die Eltern an die Grenzen ihrer Kraft bringt, ausgeblendet.
Seitens "der Politik" gibt es zwar jede Menge Lippenbekenntnisse, aber kaum Hilfe.
Ich fände es nicht schlecht, wenn statt des ganzen Antidiskriminierungs- und Inklusions"geschwafels", den betroffenen Familien mal wirkliche Hilfe angeboten würde. Ich denke da z.B. an Urlaubs- und Ferienangebote, bei/zu denen die betroffenen Eltern auch mal ausspannen und sicher sein können, dass ihre Kinder (und/oder betroffene Erwachsene) optimal betreut werden.
Bei einer Kurzrecherche habe ich nur einige wenige private Initiativen gefunden, die sich des Problems annehmen, die sich jedoch auch auf Kinder mit Down Syndrom konzentrieren. Für junge Erwachsene oder überhaupt Erwachsene habe ich nichts gefunden, obwohl Down Syndrom eine lebenslange Betreuung erfordert.

Nur über den moralischen Aspekt der Abtreibung bei Diagnose Down Syndrom nachzudenken, ist m.M.n. zu kurz gedacht.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Corella » Di 14. Jan 2020, 16:34

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2020, 16:23)

Ich teile Ihre Sicht, weise jedoch darauf hin, daß hier als Überschrift eine Gewissensentscheidung angesprochen wird. Die Verantwortung für die Folgen meiner Entscheidung trage im wesentlichen schon ich selbst; die Folgen meiner Entscheidung kann ich nicht einfach so der Gemeinschaft überlassen. Ich gehe aber davon aus, daß in den allermeisten Fällen diese Not nicht einer vorangehenden Gewissensentscheidung folgt, sondern sie ganz schlicht ein Unglück ist, für das Eltern keine wirkliche Schuld trifft. Natürlich muß die Gemeinschaft helfen, daß die Not die unmittelbar betroffenen Eltern nicht gesundheitlich vernichtet.


Es gibt eigentlich gar nicht so wenig Fördertöpfe, aber es ist fast ein zusätzlicher Nebenjob in ausgesprochen unpassender Situation, die Antragsverfahren zu bewältigen. Das Dillemma, zweckmäßig und gezielt zu fördern ohne dass Verfahren aufwandsmäßig ihrem Zweck zuwider laufen, das zieht sich durch.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 16:37

Corella hat geschrieben:(14 Jan 2020, 16:14)

Wurde, ergänzend, eigentlich schon erwähnt, dass die meisten Behinderungen nach der Geburt erworben werden? Das ganze Thema ist eher von prinzipieller, als eigentlicher Relevanz. Es besteht kein Anlass, die Diskussion bissig zu führen, es sei denn, man reitet Prinzipien.

Ich korrigiere: nicht nach der Geburt, sondern während des Geburtsvorganges ==> Sauerstoffunterversorgung insbesondere des Gehirns.
Zum Thema Mutter-Kind-Bindung habe ich bereits etwas geschrieben.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 16:42

Corella hat geschrieben:(14 Jan 2020, 16:22)

Noch ein Nachtrag: gerade die Förderungen im Bereich Trisomie 21 haben gewaltiges gezeigt, das Syndrom umgekrempelt. Mit Auswirlungen über Sonderpädagogik und Therapielehren. Es steht, meinetwegen sogar spitz ökonomisch, auch einiges auf der Habenseite all der Mühen. Und die weiteren Potenziale sind unbekannt. Forschung an Alzheimer und Trisomie21 befruchten einander und Genetiker (zB Wolfram Henn) legen dar, dass je mehr man weiß, desto schwieriger wird es, übrrhaupt v Pathologien zu sprechen

Die Frage ist, kann man im Zusammenhang mit, durch Gendefekten, Transskriptionsfehlern und/oder Mutationen "verursachten" Behinderungen überhaupt von Krankheit sprechen.
M.M.n. kommt niemand bei angeborener Blindheit oder bei Taubstummen, von "Kranken" zu sprechen.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Selina » Di 14. Jan 2020, 16:44

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2020, 16:33)

Und schon wieder muss ich Dir zustimmen:
Bei der ganzen Moraldebatte wird der Betreuungsaufwand, der die Eltern an die Grenzen ihrer Kraft bringt, ausgeblendet.
Seitens "der Politik" gibt es zwar jede Menge Lippenbekenntnisse, aber kaum Hilfe.
Ich fände es nicht schlecht, wenn statt des ganzen Antidiskriminierungs- und Inklusions"geschwafels", den betroffenen Familien mal wirkliche Hilfe angeboten würde. Ich denke da z.B. an Urlaubs- und Ferienangebote, bei/zu denen die betroffenen Eltern auch mal ausspannen und sicher sein können, dass ihre Kinder (und/oder betroffene Erwachsene) optimal betreut werden.
Bei einer Kurzrecherche habe ich nur einige wenige private Initiativen gefunden, die sich des Problems annehmen, die sich jedoch auch auf Kinder mit Down Syndrom konzentrieren. Für junge Erwachsene oder überhaupt Erwachsene habe ich nichts gefunden, obwohl Down Syndrom eine lebenslange Betreuung erfordert.

Nur über den moralischen Aspekt der Abtreibung bei Diagnose Down Syndrom nachzudenken, ist m.M.n. zu kurz gedacht.


Genau. Nicht nur "zu kurz gedacht", sondern regelrecht einseitig gedacht. Denn zum Austragen eines Kindes, ob behindert oder nicht, und auch zur Abbruchs-Entscheidung, ja oder nein, gehören immer auch die genauen und zum Teil schwierigen Erwägungen "wie weiter". Denn der Alltag besteht nicht nur aus dem so genannten Schutz des ungeborenen Lebens, sondern vor allem aus dem Schutz des geborenen Lebens. Und auch aus dem Schutz der Frau (ob mit oder ohne Partner). Darüber machen sich die Hyper-Moralisten aber keine Gedanken.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 17:10

Selina hat geschrieben:(14 Jan 2020, 16:44)

Genau. Nicht nur "zu kurz gedacht", sondern regelrecht einseitig gedacht. Denn zum Austragen eines Kindes, ob behindert oder nicht, und auch zur Abbruchs-Entscheidung, ja oder nein, gehören immer auch die genauen und zum Teil schwierigen Erwägungen "wie weiter". Denn der Alltag besteht nicht nur aus dem so genannten Schutz des ungeborenen Lebens, sondern vor allem aus dem Schutz des geborenen Lebens. Und auch aus dem Schutz der Frau (ob mit oder ohne Partner). Darüber machen sich die Hyper-Moralisten aber keine Gedanken.

Jupp, die ganze Moraldebatte dreht sich nur um die Zeit der Schwangerschaft und damit zusammen hängend Abtreibung/Spätabtreibung, als gäbe es kein Danach. Dann erfolgt ein Cut und niemanden interessiert, wie die Frauen/Eltern die entstandende Situation bewältigen, wie sich ihr Leben mit einem Kind, insbesondere einem behinderten Kind gestaltet, welchen physischen und psychischen Belastungen sie ausgesetzt sind, wie sie ggf Berufstätigkeit und Betreuung u.v.m. unter "einen Hut" bringen.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Corella » Di 14. Jan 2020, 17:23

Dark Angel hat geschrieben:(14 Jan 2020, 16:37)

Ich korrigiere: nicht nach der Geburt, sondern während des Geburtsvorganges ==> Sauerstoffunterversorgung insbesondere des Gehirns.
Zum Thema Mutter-Kind-Bindung habe ich bereits etwas geschrieben.


Weiß ich nicht, aber glaub ich dir. Und doch: nach der Geburt noch einmal.
Ansonsten: zur Entscheidung zur Abtreibung neige ich dir und Selina wohl zu. Es gibt dann aber Probleme, die Prinzipiensucher oder Betroffene berechtigt anführen können. Zum Beispiel ist ein o.k. für Abtreibung und ein striktes Verbot der Forschung an Embryonen je nach dem wie ein Fall liegt...
Persönlich habe ich keine abgeschlossene Meinung, das überlasse ich gern Ethikern. Einer Frau die Entscheidung zu nehmen, würde ich nicht wählen, aber kann erkennen, dass es Probleme gibt.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Di 14. Jan 2020, 18:54

naddy hat geschrieben:(14 Jan 2020, 01:20)

Innerhalb von 3 Stunden umgedacht?


Evtl. bei schweren Krankheiten, wenn z.B. die Schwangere dabei umkommt. Ich habe nur die Befürchtung, dass man versucht bei jeder Krankheit abzutreiben.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Di 14. Jan 2020, 18:58

Misterfritz hat geschrieben:(14 Jan 2020, 06:11)

Und wie soll man diese schweren Krankheiten feststellen, wenn diese Tests verboten sind?


Das ist doch eine Zusatzleistung oder nicht? Bei schweren Krankheiten kann man es meinetwegen führen, es darf nur nicht dabei enden dass man gleich bei jeder Problematik irgendwann abtreiben kann.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Di 14. Jan 2020, 19:04

Ich wollte nochmal etwas schreiben: Es gibt nicht nur Kirchengänger die dass kritisieren. In der Kritik geht es vor allem um die Befürchtung der Euthanasie bzw. dass es irgendwann um Designer Kind. In einer Gesellschaft indem Leistung und Selbstoptimierung im Vordergrund steht. Dann kann es damit enden, dass man jede Abweichung der Norm irgendwann ausgrenzt. Wenn die Digitalisierung so weit geht, dann ist so etwas durchaus möglich. Auch wenn ihr euch, dass nicht vorstellen könnt.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 19:20

Corella hat geschrieben:(14 Jan 2020, 17:23)

Weiß ich nicht, aber glaub ich dir. Und doch: nach der Geburt noch einmal.
Ansonsten: zur Entscheidung zur Abtreibung neige ich dir und Selina wohl zu. Es gibt dann aber Probleme, die Prinzipiensucher oder Betroffene berechtigt anführen können. Zum Beispiel ist ein o.k. für Abtreibung und ein striktes Verbot der Forschung an Embryonen je nach dem wie ein Fall liegt...
Persönlich habe ich keine abgeschlossene Meinung, das überlasse ich gern Ethikern. Einer Frau die Entscheidung zu nehmen, würde ich nicht wählen, aber kann erkennen, dass es Probleme gibt.

Das eigentliche Problem liegt bei den so genannten Ethikern. Ich schreibe deshalb "so genannte", weil Vertreter der Kirchen sehr starken Einfluss bei und auf solche Diskussionen haben bzw sie sehr häufig ihre Sichtweise - bereits eine befruchtete Einzelle sei als Mensch (mit allen Rechten und Menschenwürde) zu betrachten bei der Entscheidungsfindung durchsetzen - zumindest was die Forschung an und mit Embryonen betrifft.
Die gleiche Sichtweise entfacht die Moraldebatte um Abtreibung immer wieder aufs Neue und "befeuert" in gleichem Maße die Diskussion um Kostenübernahme bei Bluttests durch die Krankenkassen.

Woher "der Wind weht" ist m.M.n. hier recht deutlich erkennbar:

"Die Entscheidung berührt den Schutz des ungeborenen Lebens aus unserer Sicht auf empfindliche Weise, denn sie könnte die Entwicklung eines generellen Screenings auf eine Vielfalt von genetischen Auffälligkeiten und Eigenschaften im Rahmen der Pränataldiagnostik fördern" ...
Nicht-invasive vorgeburtliche Tests verstärkten die Tendenz, eine Schwangerschaft zuerst als "Schwangerschaft auf Probe" zu betrachten, sagte der DBK-Sprecher weiter. "Das lehnen wir aufgrund der Schutzwürdigkeit jedes menschlichen Lebens ab dem Zeitpunkt der Zeugung ab." ...
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) befürchtet, dass es zu einem weiteren Anstieg bei den Abtreibungen wegen Down-Syndroms kommt. Präsident Thomas Sternberg warnte vor einer immer weitergehenden Qualitätskontrolle des ungeborenen Lebens. "Wir dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, dass durch eine Kassenzulassung, die in der Verwaltungslogik folgerichtig erscheint, ungewollt die Rechte von Menschen mit Behinderungen schwer verletzt werden." ...
Quelle


Und so geht das weiter. Es werden mittels Falschbehauptungen nicht nur Ängste geschürt, die Tests durchführen zu lassen, es wird auch behauptet, es würden die Rechte Behinderter eingeschränkt.
Eins wird jedoch klar, was diese "Ethiker" tatsächlich wollen - die Menschen sollen sich gefälligst in ihr Schicksal fügen und die Tatsache, dass das Kind (das man sich wünscht) behindert zur Welt kommt, als Prüfung Gottes bzw Strafe Gottes für begangene Sünden betrachten.

Die psychischen und physischen Belastungen, die eine lebenslange Betreuung von Kindern mit Down Syndrom (trotz aller Inklusionsangebote) mit sich bringen, interessiert diese "Ethiker" nicht im Geringsten.
Ja - die Vertreter der Kirchen haben mit ihrer Sichtweise immer noch sehr viel Einfluss auf und in der öffentlichen Meinung bzw im öffentlichen Diskurs und sie schaffen es immer noch, dass Frauen/Eltern für ihre Entscheidung, ein schwer bis schwerst behindertes Kind bzutreiben, moralisch stigmtisiert werden.

Ich behaupte jetzt mal ganz frech - ohne diese klerikale Einflussnahme, gäbe es die Moraldebatte wahrscheinlich gar nicht.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Jan 2020, 19:31

lili hat geschrieben:(14 Jan 2020, 18:58)

Das ist doch eine Zusatzleistung oder nicht? Bei schweren Krankheiten kann man es meinetwegen führen, es darf nur nicht dabei enden dass man gleich bei jeder Problematik irgendwann abtreiben kann.

Nein ist keine Zusatzleistung, sondern fällt in den Untersuchungsumfang bei Risikoschwangerschaften.
Ob und wann eine Risikoschwangerschaft vorliegt, ergibt sich aus den Vorsorgeuntersuchungen.

Und nur ganz nebenbei: dein gesamtes Diskussionsverhalten ist "erstaunlich" kongruent zu der, von mir in meinem vorherigen Beitrag, verlinkten Quelle. :dead:
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

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