Gesammelte Klimawissenschaften

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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » So 8. Dez 2019, 18:48

Teeernte hat geschrieben:(08 Dec 2019, 17:24)

Gleich nach Cheesburger for free und Kakao für alle wird die Volksjamahyria das einrichten lassen.!! :D :D :D

Wind Statik...Dach....Mehr Wind wegen Erderwärmung sollte aber bekannt sein...oder ??


Nein, Sie müssen hier herumalbern. Aber immerhin 1:0 für den Wind!
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Teeernte » So 8. Dez 2019, 18:53

H2O hat geschrieben:(08 Dec 2019, 18:48)

Nein, Sie müssen hier herumalbern. Aber immerhin 1:0 für den Wind!


Die Windlastzonen sind geändert. Was meint der Ing - wieviel Windlast 1qm hat ? .....wieviel 10 qm ?? (Bei Sturm ?) Auftrieb ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » So 8. Dez 2019, 19:18

Teeernte hat geschrieben:(08 Dec 2019, 18:53)

Die Windlastzonen sind geändert. Was meint der Ing - wieviel Windlast 1qm hat ? .....wieviel 10 qm ?? (Bei Sturm ?) Auftrieb ?


Müßte ich googeln; hätten Sie aber ebensogut verraten können!

https://de.wikipedia.org/wiki/Windlast
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Orbiter1 » So 8. Dez 2019, 19:54

H2O hat geschrieben:(08 Dec 2019, 16:55)

Aus meiner Sicht müßte trotz weniger vorteilhafter Bedingungen in unseren Breiten auch die Photovoltaik auf dazu geeigneten Dächern und Gebäuden voran getrieben werden. Dadurch geht kein m² wertvollen Bodens verloren, und dennoch läßt sich in weiten Teilen des Jahres ein brauchbarer Stromertrag erzielen.

Wenn man den Eigentümern geeigneter Dächer und Gebäude ein verlockendes Angebot machte, dann würden die sich vielleicht sogar um diesen Ausbau der erneuerbaren Energien reißen. Vermutlich stehen Windräder auch nicht ohne Entgelt auf fremden Feldflächen...
Den Eigentümern von Dächern wurde doch bereits in der Vergangenheit ein verlockendes Angebot gemacht und es hat ihnen Erträge in 3-stelliger Mrd-Höhe und China die Weltmarktführerschaft bei Photovoltaikanlagen gebracht. Das ist angesichts der Zielmarke und der wenig verbleibenden Zeit die falsche Herangehensweise. Da müssen Photovoltaikanlagen bei Neubauten zur Pflicht werden und wer sie nicht haben will zahlt pro Flächeneinheit eine "Klimakillerabgabe", vielleicht findet ja jemand einen freundlichen Ausdruck dafür. Bei der Dämmung gibt es auch Vorgaben die eingehalten werden müssen, jetzt kommt eben Photovoltaik dazu.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » So 8. Dez 2019, 21:07

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Dec 2019, 19:54)

Den Eigentümern von Dächern wurde doch bereits in der Vergangenheit ein verlockendes Angebot gemacht und es hat ihnen Erträge in 3-stelliger Mrd-Höhe und China die Weltmarktführerschaft bei Photovoltaikanlagen gebracht. Das ist angesichts der Zielmarke und der wenig verbleibenden Zeit die falsche Herangehensweise. Da müssen Photovoltaikanlagen bei Neubauten zur Pflicht werden und wer sie nicht haben will zahlt pro Flächeneinheit eine "Klimakillerabgabe", vielleicht findet ja jemand einen freundlichen Ausdruck dafür. Bei der Dämmung gibt es auch Vorgaben die eingehalten werden müssen, jetzt kommt eben Photovoltaik dazu.


Irgend so etwas fände ich auch gut; allerdings gefällt mir der Anreiz besser als der Zwang. Wodurch sollte bei Zwang China weniger Aufträge erhalten als durch Setzen eines Anreizes? Etwa durch Vorschrift "Made in Germany"? Priorität liegt doch auf der Stromversorgung zu möglichst günstigem Preis. Wenn der Preis unter dem Strich günstiger für deutsche Module liegt, dann Hurrah. Unter dem Strich heißt Kaufpreis; Montage; Wirkungsgrad der Umsetzung; Herstellergarantie für <20% Nennwert; Stromertrag im Garantiezeitraum.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 9. Dez 2019, 01:59

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Dec 2019, 19:54)

Den Eigentümern von Dächern wurde doch bereits in der Vergangenheit ein verlockendes Angebot gemacht und es hat ihnen Erträge in 3-stelliger Mrd-Höhe und China die Weltmarktführerschaft bei Photovoltaikanlagen gebracht. Das ist angesichts der Zielmarke und der wenig verbleibenden Zeit die falsche Herangehensweise. Da müssen Photovoltaikanlagen bei Neubauten zur Pflicht werden und wer sie nicht haben will zahlt pro Flächeneinheit eine "Klimakillerabgabe", vielleicht findet ja jemand einen freundlichen Ausdruck dafür. Bei der Dämmung gibt es auch Vorgaben die eingehalten werden müssen, jetzt kommt eben Photovoltaik dazu.


Ich finde es auch gut wenn der Gesetzgeber vor allem bei oeffentlichen Gebaueden solar panels in Baugenehmigungen einbinden wuerde. Das gilt auch fuer privaten Wohnungsbau aber bei 1und 2 Familienhaueser waere es besser einen finanziellen Anreiz zu bieten wie zinzfreie Darlehen oder Rabatt auf die Anlage und die Energietraeger dazu zu verpflichten die nicht gebrauchte Elektrizitaet zu einem bestimmten Preis pro kw/h zu kaufen. Mit letzterer Maasnahme warden Privathaushalte, wenn auch zu einem kleinen Teil Energieerzeuger. Viel Kleinvieh macht auch Mist :cool:
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » Mo 9. Dez 2019, 07:56

Viel Kleinvieh macht auch Mist


In Pommern hat der Anreiz zur Photovoltaik die Nebenwirkung, daß in manchen Netzbereichen die Netzspannung "wegläuft". Der Stromversorger läßt den Netzanschluß einer größeren Photovoltaik nur noch zu, wenn er sie ferngesteuert abschalten kann.

Für mich ein klares Zeichen, daß räumlich verteilt Energiepuffer gebraucht werden, um überschüssige Energie abspeichern zu können, damit Netzspannung und Netzfrequenz unter Kontrolle bleiben. Daran denkt der einzelne Haushalt nicht, aber der Stromversorger muß bei der Planung solcher Konzepte von vornherein daran denken!
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Dez 2019, 08:28

Die neue EU-Kommission meint es offenbar tatsächlich ernst mit im Kampf gegen den Klimawandel und wird am Mittwoch den European Green Deal vorstellen. Dabei geht es um ein Klimagesetz das die Klimaneutralität der EU bis 2050 verbindlich festschreibt. Besonders betroffene Regionen (z. B. die Kohleregionen in Polen oder Tschechien) sollen mit 2-stelligen Mrd-Beträgen beim Strukturwandel unterstützt werden. Und man möchte auch bei den Zwischenzielen Gas geben. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß nicht um 40% sondern um 50% gesenkt werden (auf Basis des Jahres 1990). Mal sehen ob es bei der laufenden Weltklimakonferenz ein entsprechendes Commitment von der EU-Kommission gibt.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Dez 2019, 08:36

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 08:28)

Die neue EU-Kommission meint es offenbar tatsächlich ernst mit im Kampf gegen den Klimawandel und wird am Mittwoch den European Green Deal vorstellen. Dabei geht es um ein Klimagesetz das die Klimaneutralität der EU bis 2050 verbindlich festschreibt. Besonders betroffene Regionen (z. B. die Kohleregionen in Polen oder Tschechien) sollen mit 2-stelligen Mrd-Beträgen beim Strukturwandel unterstützt werden. Und man möchte auch bei den Zwischenzielen Gas geben. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß nicht um 40% sondern um 50% gesenkt werden (auf Basis des Jahres 1990). Mal sehen ob es bei der laufenden Weltklimakonferenz ein entsprechendes Commitment von der EU-Kommission gibt.


Auswirkungen auf den weltweiten CO2-Ausstoß dürfte dieses nicht haben.
Das ist Kapitalismus:

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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Dez 2019, 08:42

Adam Smith hat geschrieben:(09 Dec 2019, 08:36)

Auswirkungen auf den weltweiten CO2-Ausstoß dürfte dieses nicht haben.
Was ist denn ihre Alternative wenn das alles nichts bringt?
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Dez 2019, 09:03

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 08:42)

Was ist denn ihre Alternative wenn das alles nichts bringt?


Habe ich hier mehrfach schon geschrieben. Sogar schon vor über 10 Jahren woanders. PV-Anlagen lohnen sich nun in südlichen Ländern. Es braucht nur einen grösseren Anstoss dafür.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Dez 2019, 09:38

Adam Smith hat geschrieben:(09 Dec 2019, 09:03)

Habe ich hier mehrfach schon geschrieben. Sogar schon vor über 10 Jahren woanders. PV-Anlagen lohnen sich nun in südlichen Ländern. Es braucht nur einen grösseren Anstoss dafür.
Soll das ein Witz sein? Die EU will bis 2030 ihre CO2-Emissionen halbieren und sie schreiben was von PV-Anlagen im Süden. Selbst in den kühnen aber nahezu toten Desertec-Szenarien sah das so aus (Zitat Wikipedia):

"Im Szenario der Studien wird bis 2050 durch die Nutzung von Wind und Wüstensonne die Meerwasserentsalzung für die MENA-Region ermöglicht, rund zwei Drittel des steigenden regionalen Energiebedarfs gedeckt und genug Energie für den Export zur Verfügung gestellt, um etwa 17 % des prognostizierten EU-Strombedarfs zu decken."

17% des prognostizierten EU-Strombedarf bi 2050 wäre nur ein verschwindend kleiner Teil wenn bis 2030 50% CO2 eingespart werden sollen. Im übrigen ist Desertec deswegen tot weil die ganzen Energieerzeugungsanlagen im Territorium islamistischer Terroristen liegen. Ein paar gezielte Anschläge und Europa hätte einen Eckpfeiler seiner Energieversorgung verloren. Ich bitte sie um eine realistische Alternative.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » Mo 9. Dez 2019, 10:20

Adam Smith hat geschrieben:(09 Dec 2019, 09:03)

Habe ich hier mehrfach schon geschrieben. Sogar schon vor über 10 Jahren woanders. PV-Anlagen lohnen sich nun in südlichen Ländern. Es braucht nur einen grösseren Anstoss dafür.


Sicher liegt es nahe, das Heil der PV-Technik in südlichen Ländern zu suchen. Die könnten sich dann in den Industriestaaten melden, um sich dort mit PV-Technik ein zu decken. In unseren Breiten sind die Erträge aus Sonneneinstrahlung nicht so üppig, aber auf 1 kW/m² Spitzenleistung bringt man es hier auch.

Der Gegenbeweis sind auch die vielen hunderttausend PV-Anlagen in Deutschland, die viele Haushalte zum Teil versorgen und ins Netz einspeisen. Im Winter dürfte die Freude darüber geringer sein. Ich meine, daß man mit dieser natürlichen Energiequelle mit Verstand umgehen kann, um das Beste daraus zu machen... im Bereich einer "Inselanlage", die im Winter aus dem Stromnetz und im Sommer aus einer PV-Anlage versorgt wird. Bei "Normalverbrauchern" klappt das auch.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Dez 2019, 10:33

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 09:38)

Soll das ein Witz sein? Die EU will bis 2030 ihre CO2-Emissionen halbieren und sie schreiben was von PV-Anlagen im Süden. Selbst in den kühnen aber nahezu toten Desertec-Szenarien sah das so aus (Zitat Wikipedia):

"Im Szenario der Studien wird bis 2050 durch die Nutzung von Wind und Wüstensonne die Meerwasserentsalzung für die MENA-Region ermöglicht, rund zwei Drittel des steigenden regionalen Energiebedarfs gedeckt und genug Energie für den Export zur Verfügung gestellt, um etwa 17 % des prognostizierten EU-Strombedarfs zu decken."

17% des prognostizierten EU-Strombedarf bi 2050 wäre nur ein verschwindend kleiner Teil wenn bis 2030 50% CO2 eingespart werden sollen. Im übrigen ist Desertec deswegen tot weil die ganzen Energieerzeugungsanlagen im Territorium islamistischer Terroristen liegen. Ein paar gezielte Anschläge und Europa hätte einen Eckpfeiler seiner Energieversorgung verloren. Ich bitte sie um eine realistische Alternative.


Das südliche Afrika eignet sich hervorragend für PV-Anlagen. Sehr viel Sonne und die Menschen denken hier immer klein Da haben alle was eigenes.

Hier mal ein Link zur Denkweise.

Heute, kein Jahr danach, ist Gaba Kleinunternehmerin und besitzt 900 Quadratmeter Land. Sie verkauft selbst frittierte Snacks an einem kleinen Stand, hat zwei eigene Häuschen, und ihre größte Sorge im Moment lautet: "Wo kriege ich nur Seife her?"


https://www-spiegel-de.cdn.ampproject.o ... 53730.html

In Bezug auf PV-Anlagen ist das ja nicht schlecht.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Dez 2019, 13:12

Ammianus hat geschrieben:(06 Dec 2019, 18:23)

"Verfügbarkeit von Sexualität und damit die Möglichkeit zur Weitergabe der eigenen Gene ein begehrtes Gut und führte erstmals zur Existenz eines sozialen Oben und Unten"

Das ist bei den Gorillas nicht anders, nicht bei den Löwen - da hat sich seit dem Tierreich nichts verändert. Nur schreibt eben Bimbo keine Bücher.

Kann schon sein. Ich will mich speziell zu diesem Thema nicht weiter äußern. Archäologie und Verwandtes ist wahrlich nicht mein Fach. Ich bitte, eventuelle Fehleinschätzungen zu entschuldigen.

Es geht einfach darum, wie eine natürliche Ressource zur Ware wiird. Nimm als anderes und jüngeres Beispiel "Aufmerksamkeit". Gefühlt Dutzende von Beiträgen jährlich widmet sich dem Thema, wie "Aufmerksamkeit" in jüngerer Zeit zur heißesten Handelsware wurde. Ist sie das aber erstmal, kann ohne Risiko Marktwirtschaft und Kapitalismus problemlos als das System angegeben werden, das am effizientesten damit umgeht, sie bereitstellt, sie verteilt. Solange bis die wesentliche Frage, wie aus einer natürlichen Ressource eine Ware wurde, aus dem Blickfeld geraten ist. Und der Witz ist, dass nicht etwa nur die Knappheit der Aufmerksamkeit Gegenstand der Attention Economy ist sondern natürlich genauso auch das Überangebot an Content. Die klassische Produktwerbung ringt zwar auch um Aufmerksamkeit, aber immer noch steht das zu verkaufende Produkt im Mittelpunkt und nicht auch mehr und mehr die Aufmerksamkeit selbst.

Beim Thema Klimaskepsis, Klimafolgenabschätzung, Klimadiskussion und den psychologischen Hintergründen dazu geht es hochgradig um Aufmerksamkeitsökonomie.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Dez 2019, 14:55

Adam Smith hat geschrieben:(09 Dec 2019, 10:33)

Das südliche Afrika eignet sich hervorragend für PV-Anlagen.
Das hilft aber kaum dabei die Welt bis 2050 klimaneutral zu bekommen oder gar die CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren. Der CO2-Ausstoß pro Einwohner und Jahr beträgt in Deutschland 8,6 t, in ihrem Beispiel Uganda sind es 0,13 t.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Dez 2019, 15:04

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 14:55)

Das hilft aber kaum dabei die Welt bis 2050 klimaneutral zu bekommen oder gar die CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren. Der CO2-Ausstoß pro Einwohner und Jahr beträgt in Deutschland 8,6 t, in ihrem Beispiel Uganda sind es 0,13 t.


In ein paar Jahren werden die ihren Ausstoß gewaltig erhöhen. Dann könnte sogar ganz Europa verschwinden und der Ausstoß würde sich erhöhen.

Zweitens gibt es dann einen gigantischen PV-Markt. Der dürfte Einfluss haben auf andere Länder.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Orbiter1 » Mo 9. Dez 2019, 15:19

Adam Smith hat geschrieben:(09 Dec 2019, 15:04)

In ein paar Jahren werden die ihren Ausstoß gewaltig erhöhen. Dann könnte sogar ganz Europa verschwinden und der Ausstoß würde sich erhöhen.
Wie kommen sie darauf dass sich dort der Ausstoß gewaltig erhöht? Dazu braucht es extremes Wachstum in der wirtschaftlichen Entwicklung und hohes verfügbares Einkommen bei der Bevölkerung. Nichts davon ist auch nur in Ansätzen erkennbar. Es führt also kein Weg daran vorbei die CO2-Emissionen dort massiv zu senken wo sie in hoher Menge anfallen. Z. B. in den entwickelten Staaten incl Europa.
Zweitens gibt es dann einen gigantischen PV-Markt.
Aber nur wenn sich die Bevölkerung von Uganda auch PV-Anlagen leisten kann. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei ca 200 $. Das sieht eher nach einem vollkommen bedeutungslosen PV-Markt aus.
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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Dez 2019, 15:37

Orbiter1 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 15:19)

Wie kommen sie darauf dass sich dort der Ausstoß gewaltig erhöht? Dazu braucht es extremes Wachstum in der wirtschaftlichen Entwicklung und hohes verfügbares Einkommen bei der Bevölkerung. Nichts davon ist auch nur in Ansätzen erkennbar. Es führt also kein Weg daran vorbei die CO2-Emissionen dort massiv zu senken wo sie in hoher Menge anfallen. Z. B. in den entwickelten Staaten incl Europa.
Aber nur wenn sich die Bevölkerung von Uganda auch PV-Anlagen leisten kann. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei ca 200 $. Das sieht eher nach einem vollkommen bedeutungslosen PV-Markt aus.


Auch Afrikaner möchten Autos. Bald auch E-Autos.

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Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon BlueMonday » Mo 9. Dez 2019, 15:40

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Dec 2019, 09:25)
Ein kurzes Nachdenken reicht aus, um zu erkennen, dass etwa Sexualität natürlicherweise eine Ressource ist, bei der keineswegs Knappheit herrscht und Angebot und Nachfrage in der Summe bis auf Nachkommastellen eins zu eins ausgeglichen ist. Vor undenklichen Zeiten bereits und noch ohne Markt und Geld wurde die Verfügbarkeit von Sexualität und damit die Möglichkeit zur Weitergabe der eigenen Gene ein begehrtes Gut und führte erstmals zur Existenz eines sozialen Oben und Unten.


Ich würde empfehlen, etwas länger darüber nachzudenken. :)

Wenn etwas vor "undenklichen Zeiten" umkämpft war, neben Nahrung und Behausung freilich, dann die Reproduktion. Wenn man sich mal allein Gedanken über die Form des menschlichen Penis macht: insbesondere über die Glans mit ihrer markanten "Krampe", gerade diese hatte ihre Funktion. Aus unserer heutigen kulturell verstellten Sicht weniger freilich. Damals beförderte man(n) mit diesem "Widerhaken" ggfls. noch Teile des Konkurrenzspermas wieder nach draußen, um so die Chance der eigenen Reproduktion zu erhöhen (s.a.: https://www.researchgate.net/publicatio ... ent_device ). Oder die Kopulationsdauer: was heute als behandlungswürdige Ejaculatio praecox gilt, war früher ein Evolutionsvorteil. Der Orgasmus war im Grunde nur der Lohn für das wachsende Risiko, wenn es dann doch mal länger dauerte.
Man muss sich vorstellen: man(n) steht während der Kopulation mit freiem, dargebotenen Rücken herum, ist hinterhältigen Angriffen durch allerlei Raubgetier und menschlicher Konkurrenz ausgeliefert. Ist man damit nur kurze Zeit beschäftigt, erhöht man seine Überlebenschancen und damit auch seine weiteren Reproduktionsmöglichkeit, die man als Toter nicht mehr wahrnehmen hätte können. Und bei den geringsten damaligen Populationsgrößen, da zählte jede Reproduktion, damit hat man potentiell ganze Geschlechter und Linien gegründet. Unsere ganze heutige Existenz gründet darauf, wer sich "damals" reproduziert und wer es nicht geschafft hat.

Das steht sicherlich dieser romantisierenden Vorstellung von einem urzeitlichen Urkommunismus in Harmonie und ohne Knappheit hart entgegen.
Zuletzt geändert von BlueMonday am Mo 9. Dez 2019, 17:23, insgesamt 4-mal geändert.
But who would build the roads?

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