Kampf gegen Links

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 15:04

Vongole hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:52)

Inwiefern stellt mein Satz ein Problem dar? :?:
Ich habe lediglich geschrieben, dass die Ablehnung von Rassismus, unabhängig von pol. Couleur, von der Mehrheit der Bevölkerung geteilt wird,
daher kann ich Deinen Einwand nicht nachvollziehen.

Das bezieht sich wohl auf irgendwelche politischen Praktiken irgendwelcher Ingroups. Bei uns in Deutschland ist es jedenfalls unueblich, dass aus der Ablehnung von Rassismus gegen Schwarze die Zustimmung zu Rassismus durch Schwarze folgt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 15:05

Occham hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:52)

Merkel war wohl auch mal links drauf

https://theslnaturist.files.wordpress.com/2013/05/merkel.jpg

Wieso? Das muss ja mindestens 50 Jahre her sein das Bild. Damals waren die Menschen noch schwarz-weiss und manche waren Schwarzer.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ein Terraner » Do 19. Sep 2019, 15:09

imp hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:05)

Wieso? Das muss ja mindestens 50 Jahre her sein das Bild. Damals waren die Menschen noch schwarz-weiss und manche waren Schwarzer.


Wir lernen FKK = Links. :D
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Do 19. Sep 2019, 15:11

imp hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:45)

Nein, wer die Union ist, das weiss ich wohl. Ich meine, die Scheidung zwischen den Nazis, den Nachplapperern und jenen, die das billigend oder indifferent mit ihrer Stimme in Kauf nehmen, was die erstgenannten so treiben.


Du fragst, woher ich das weiß. Aus Gesprächen mit AfD-Wählern hier im Umfeld. Aus Kommentaren in den Medien, aus dem Alltag eben. Da treffe ich einige, die sagen, auf die Groko und die jeweils Regierenden ist kein Verlass, man habe die Grenzen geöffnet und eine "unkontrollierte Masseneinwanderung" zugelassen. Außerdem hätten sich die etablierten Parteien von den Wählern entfernt, ergo könne man nur noch AfD wählen, um das zu ändern. Wenn ich sie dann freundlich mit Beispielen darauf hinweise, dass sich in dieser Partei Rechtsradikale und Rechtsextremisten befinden, einige der führenden AfD-Leute darf man ja sogar per Gerichtsbeschluss Neonazi nennen (was wird solch einer Entscheidung wohl vorausgegangen sein?), dann sagen sie, das sei ihnen egal. Es ist ihnen also egal, mit welchen Leuten sie den Schulterschluss vollführen, Hauptsache, Merkel und co. mal zeigen, wer hier "das Volk" ist. Diese Wähler sprechen auffällig oft von dem "Volk". Sie wollen nicht sehen, dass sie trotzdem nur eine Minderheit sind und nicht "das Volk". Wieder andere Wähler sind offene und bekennende Rechtsradikale und Rechtsextreme, die sich ganz klar fremdenfeindlich und rassistisch äußern. Die fühlen sich heute eher in der AfD zu Hause, weil sie ihnen mächtiger erscheint als die NPD. Mit denen mal eben so zu reden auf der Straße und womöglich noch Widerspruch anzumelden, kann gefährlich werden. Sie schlagen auch schon mal gerne zu. All das bedeutet nicht, sämtliche AfD-Wähler zu Nazis zu erklären. Selbstverständlich nicht. Aber wer sich mit Neonazis und Rechtsradikalen ins Nest legt, braucht sich nicht zu wundern, was später das Ergebnis ist. Der muss sich schon fragen lassen, wieso ihm das eigentlich egal ist, mit wem er da herummacht.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 19. Sep 2019, 15:24

Skeptiker hat geschrieben:(18 Sep 2019, 21:11)

Das wird schlicht politisch instrumentalisiert. Hier wurde ja schon mehrfach beschrieben, dass die CDU/CSU und Herr Seehofer nicht unter "rechts" fielen. Warum denn nicht? Natürlich ist die CSU klar eine rechte Partei.


Und die CDU? Die ist links?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ein Terraner » Do 19. Sep 2019, 15:31

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:24)

Und die CDU? Die ist links?

Wieso, weil die CSU Rechts ist ?

Als ich das letzte mal nachgesehen haben war die Mittellinie noch irgendwo zwischen SPD und CDU
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 15:35

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:31)

Wieso, weil die CSU Rechts ist ?

Als ich das letzte mal nachgesehen haben war die Mittellinie noch irgendwo zwischen SPD und CDU

Also laut "freie Waehler" agiert die CSU "linksgruen".
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 19. Sep 2019, 15:36

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:31)

Wieso, weil die CSU Rechts ist ?

Als ich das letzte mal nachgesehen haben war die Mittellinie noch irgendwo zwischen SPD und CDU


Weil in der Aussage des Threaderstellers zwar beide Parteien genannt werden, aber dann nur die CSU als eindeutig rechts bezeichnet wurde. Daher meine Nachfrage ;)
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 15:37

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:09)

Wir lernen FKK = Links. :D

Ich kenne hier einen Liberalen, der haelt FKK fuer Hitlerkram, mindestens vergleichbar mit Wagneropern.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ein Terraner » Do 19. Sep 2019, 15:39

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:36)

Weil in der Aussage des Threaderstellers zwar beide Parteien genannt werden, aber dann nur die CSU als eindeutig rechts bezeichnet wurde. Daher meine Nachfrage ;)

So wirklich Mittig ist sie mit ihrem Populismus auch nicht, da ist schon definitiv etwas Platz zwischen der CDU und der CSU.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 15:43

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:36)

Weil in der Aussage des Threaderstellers zwar beide Parteien genannt werden, aber dann nur die CSU als eindeutig rechts bezeichnet wurde. Daher meine Nachfrage ;)

Das ist eben die Hoffnung, eine Spaltung der Union zu betreiben. Das laeuft aber sehr unklar. Mal ist Seehofer "linksgruen", dann wieder sind Seehofer, Amthor oder der arme Mohring "Hoffnungen", die sich "gegen Merkel auflehnen" sollen. Das ist eben der "Kampf gegen links" - ein einziges Chaos.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 15:48

Ein Terraner hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:39)

So wirklich Mittig ist sie mit ihrem Populismus auch nicht, da ist schon definitiv etwas Platz zwischen der CDU und der CSU.

Momentan ist die CSU was Bayern betrifft angemessen konservativ, aber das Gerede wie vor der Wahl, als manche der AFD nachplapperten, das ist nun endgueltig vorbei. Man hat auch schon laenger nichts mehr von der "Landesgrenzpolizei" gehoert. Sie besteht faktisch aus umbenannten Dienststellen, die vorher auch schon dasselbe taten.

Das Wirken der CSU in Sachen deutsche Verkehrspolitik ist leider blamabel. Das hat mit links und rechts nichts zu tun, die Verkehrspolitik der Bundes-CSU ist schlicht antideutsch.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 19. Sep 2019, 15:54

imp hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:43)

Das ist eben die Hoffnung, eine Spaltung der Union zu betreiben. Das laeuft aber sehr unklar. Mal ist Seehofer "linksgruen", dann wieder sind Seehofer, Amthor oder der arme Mohring "Hoffnungen", die sich "gegen Merkel auflehnen" sollen. Das ist eben der "Kampf gegen links" - ein einziges Chaos.


korrekt erkannt. Nicht der Kampf gegen Rechts ist das Problem, der Kampf gegen Links ist die Ursache des Problems, dass der TE hat.
Wenn, wie im Forum ja schon oft von AfD-Anhängern nachzulesen ist selbst CDU und CSU als linke Parteien bezeichnet werden, dann braucht man sich am Ende des Tages nicht wundern, wenn niemand mehr rechts sein will. Ursache ist die AfD, die das Rechtssein für sich beansprucht und alles andere als links bezeichnet.
Selbst ich, eher rechts/konservativ, wurde hier von einschlägiger Seite als Linker beschimpft nur weil man den Quark der hier manchmal so rausgelassen wird nicht widerspruchslos hinnimmt.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 17:22

imp hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:37)

Ich kenne hier einen Liberalen, der haelt FKK fuer Hitlerkram, mindestens vergleichbar mit Wagneropern.

Wer soll das sein?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Sep 2019, 18:20

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2019, 12:20)

Das ist alles richtig. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass auf der Welt nun mal überproportional viele farbige Menschen Rassismus erleben und die allermeisten weißen Menschen so etwas nicht zu erleben haben. Dazu empfehle ich dir den preisgekrönten erschütternden Dokumentarfilm über den schwulen afroamerikanischen Schriftsteller James Baldwin. Titel: "I am not your Negro". Ich habe einige seiner Bücher gelesen. Das ist wirklich Weltliteratur im besten Wortsinne. Und man kann von Baldwin lernen, was Rassismus wirklich bedeutet und warum er - auch hier - nicht zugelassen werden darf.

James Baldwin (* 2. August 1924 in Harlem, New York City, New York, Vereinigte Staaten; † 1. Dezember 1987 in Saint-Paul-de-Vence, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Frankreich) war einer der bedeutendsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus bekannt wurde.[1]

Viele seiner Arbeiten behandeln Themen wie Rassismus und Sexualität. Seine Erzählungen sind berühmt für den persönlichen Stil, in dem Fragen der Identität von Schwarzen und Homosexuellen und damit verbundener sozialer und psychologischer Druck zur Sprache kommen, lange bevor die soziale, kulturelle oder politische Gleichstellung dieser Gruppen erkämpft wurde.[2]


https://de.wikipedia.org/wiki/James_Baldwin

https://de.wikipedia.org/wiki/I_Am_Not_Your_Negro


Das (hervorgehoben) habe ich doch gar nicht in Abrede gestellt.
Es geht auch nicht darum, wer mehr oder wer weniger Rassismus erlebt hat, sondern darum, WAS Rassismus ist.
Wenn sich jemand (vorrangig Linke) hinstellen und behaupten Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe privilegiert, dann ist das genauso rassistisch, wie die Behauptung Schwarze verfügten über geringere kognitive Fähigkeiten, könnten nicht rational denken und wären unfähig ein Jagdflugzeug zu fliegen. (Aussagen eines Kongressabgeordneten im Zusammenhang mit dem Einsatz schwarzer Piloten - den "Red Tails" - im WK2)
Genauso handelt es sich um Rassismus - Rassismus mit umgekehrten Vorzeichen - wenn behauptet wird, Weiße/Europäer trügen die Verantwortung für die politischen Verhältnisse in Afrika, als (unmittelbare Folge) des Kolonialismus.

Es geht darum, einerseits gegen Rassismus vorgehen (zu wollen), aber andererseits selbst rassistisch zu sein und zu argumentieren.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Sep 2019, 18:25

Vongole hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:52)

Inwiefern stellt mein Satz ein Problem dar? :?:
Ich habe lediglich geschrieben, dass die Ablehnung von Rassismus, unabhängig von pol. Couleur, von der Mehrheit der Bevölkerung geteilt wird,
daher kann ich Deinen Einwand nicht nachvollziehen.

Ja, das hast Du.
Das Problem, auf das ich hinaus will ist, dass viele derjenigen, die angeblich Rassismus ablehnen, selbst rassistische Tendenzen aufweisen - dies einerseits gar nicht bemerken und andererseits (entrüstet) von sich weisen (würden).
Ein ähnliches Phänomen wie beim Antisemitismus.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Unité 1 » Do 19. Sep 2019, 19:02

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2019, 18:20)

Das (hervorgehoben) habe ich doch gar nicht in Abrede gestellt.
Es geht auch nicht darum, wer mehr oder wer weniger Rassismus erlebt hat, sondern darum, WAS Rassismus ist.
Wenn sich jemand (vorrangig Linke) hinstellen und behaupten Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe privilegiert, dann ist das genauso rassistisch, wie die Behauptung Schwarze verfügten über geringere kognitive Fähigkeiten, könnten nicht rational denken und wären unfähig ein Jagdflugzeug zu fliegen. (Aussagen eines Kongressabgeordneten im Zusammenhang mit dem Einsatz schwarzer Piloten - den "Red Tails" - im WK2)
Genauso handelt es sich um Rassismus - Rassismus mit umgekehrten Vorzeichen - wenn behauptet wird, Weiße/Europäer trügen die Verantwortung für die politischen Verhältnisse in Afrika, als (unmittelbare Folge) des Kolonialismus.

Es geht darum, einerseits gegen Rassismus vorgehen (zu wollen), aber andererseits selbst rassistisch zu sein und zu argumentieren.

Solchen Quark habe ich ja lange nicht mehr gelesen - passt immerhin zum Strang.

Ein Privileg ist ein Vorrecht und bezeichnet eine Folge gehobener gesellschaftlicher Stellung. Intelligenz ist eine körperliche Eigenschaft. Die Aussage, Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe privilegiert, behauptet einen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und gesellschaftlicher Stellung. Die Aussage, Schwarze seien dümmer, behauptet einen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Intelligenz. Ersteres ist Ergebnis einer Analyse, zweiteres ist ein Vorurteil, das u.a. dazu genutzt wurde, erstere Situation herbeizuführen. Es handelt sich um verschiedene Kategorien.

Zweitens bezieht sich die Aussage, Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe priviligiert, üblicherweise auf ein konkretes Land, eine konkrete Gesellschaft. Üblicherweise stellen dort Hellhäutige die weit überwiegende Mehrheit. Und leider ist es ebenso üblich, dass Minderheiten benachteiligt sind/werden. Die Aussage, Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe priviligiert, ist eine Aussage, die auf das Verhältnis der Stellung von "weißer" und "schwarzer" Bevölkerung innerhalb der Gesellschaft abzielt. Das als rassistisch zu brandmarken, ist nicht sonderlich überlegt. Das als "genauso rassistisch" wie die Aussage, Schwarze seien dümmer, zu brandmarken, ist ausgesprochen dämlich.

Drittens ist die Aussage, dass Europäer aufgrund der kolonialistischen Vergangenheit die Verantwortung für die politischen Verhältnisse tragen, eine politische Aussage. Dass Rassismus zu nennen, nun, das hatten wir ja eben schon.

Viertens kenne ich die Aussage üblicherweise nur mit dem einschränkenden Zusatz "Mit-", Mitverantwortung nämlich. Aber geschenkt.

Fünftens, um Gottes willen, bevor du anfängst: Ich habe keine der Aussagen inhaltlich bewertet.
Unten stand ein Gummibaum.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Sep 2019, 19:11

Unité 1 hat geschrieben:(19 Sep 2019, 19:02)

Solchen Quark habe ich ja lange nicht mehr gelesen - passt immerhin zum Strang.

Ein Privileg ist ein Vorrecht und bezeichnet eine Folge gehobener gesellschaftlicher Stellung. Intelligenz ist eine körperliche Eigenschaft. Die Aussage, Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe privilegiert, behauptet einen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und gesellschaftlicher Stellung. Die Aussage, Schwarze seien dümmer, behauptet einen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Intelligenz. Ersteres ist Ergebnis einer Analyse, zweiteres ist ein Vorurteil, das u.a. dazu genutzt wurde, erstere Situation herbeizuführen. Es handelt sich um verschiedene Kategorien.

Zweitens bezieht sich die Aussage, Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe priviligiert, üblicherweise auf ein konkretes Land, eine konkrete Gesellschaft. Üblicherweise stellen dort Hellhäutige die weit überwiegende Mehrheit. Und leider ist es ebenso üblich, dass Minderheiten benachteiligt sind/werden. Die Aussage, Weiße seien aufgrund ihrer Hautfarbe priviligiert, ist eine Aussage, die auf das Verhältnis der Stellung von "weißer" und "schwarzer" Bevölkerung innerhalb der Gesellschaft abzielt. Das als rassistisch zu brandmarken, ist nicht sonderlich überlegt. Das als "genauso rassistisch" wie die Aussage, Schwarze seien dümmer, zu brandmarken, ist ausgesprochen dämlich.

Drittens ist die Aussage, dass Europäer aufgrund der kolonialistischen Vergangenheit die Verantwortung für die politischen Verhältnisse tragen, eine politische Aussage. Dass Rassismus zu nennen, nun, das hatten wir ja eben schon.

Viertens kenne ich die Aussage üblicherweise nur mit dem einschränkenden Zusatz "Mit-", Mitverantwortung nämlich. Aber geschenkt.

Fünftens, um Gottes willen, bevor du anfängst: Ich habe keine der Aussagen inhaltlich bewertet.

Nein, natürlich nicht, du hast nur geschrieben, dass du solchen Quark schon lange nicht mehr gelesen hast.
Allerdings hat der ganze Sermon, den du von dir gibst, nichts mit meiner Aussage zu tun.
Das war's dann auch schon von meiner Seite.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Schnitter » Do 19. Sep 2019, 19:23

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2019, 19:11)

Nein, natürlich nicht, du hast nur geschrieben, dass du solchen Quark schon lange nicht mehr gelesen hast.
Allerdings hat der ganze Sermon, den du von dir gibst, nichts mit meiner Aussage zu tun.
Das war's dann auch schon von meiner Seite.


Er hat aber nun mal Recht.

Die Aussage "Weiße" seien privilegiert ist natürlich nicht rassistisch.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Sep 2019, 19:31

Schnitter hat geschrieben:(19 Sep 2019, 19:23)

Er hat aber nun mal Recht.

Die Aussage "Weiße" seien privilegiert ist natürlich nicht rassistisch.

Nein, natürlich nicht!
[ironie off]
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