Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Julian
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Julian » Mi 17. Jul 2019, 18:26

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Jul 2019, 01:30)

Deine Untersuchungen unterliegen einem Denkfehler und das du diesen nicht erkennst ist kein Wunder.

Erstens sind Deutschland und andere westeuropaeische Laender keine traditionellen Einwandererlaender im Gegensatz zu Australien, Kanada und den USA. Zweitens sind der Hauptanteil der Einwanderer nach Australien, Kanada und den USA Leute wie zum Beispiel ich, die wegen life style und nicht wirtschaftlicher Not oder politischer Verfolgung eingewandert sind und um dies zu tun muss der Einwanderer sehr viele Kriterien erfuellen.

Aber auch diejenigen, die als Fluechtlinge hierherkamen zB Vietnamesen, Lebanesen, Chinesen findet man seit der 2 Generation (die hier geborenen Kinder) in Berufen wie Aerzte, Rechtsanwaelte, Ingenieure, Lehrer usw usw. Kinder asiatischer Herkunft haben ueberdurchschnittlich bessere Abiturabschluesse als Kinder australisch/europaeischer Herkunft. Du liegst also falsch, genauso wie mit der Bemerkung das Einwanderer faul sind! Die Fluechtlinge bei uns aus Sued Sudan sind nicht faul und nehmen jede Arbeit an, den sie sind von zu Hause her gewoehnt, das wer nicht arbeitet auch nichts zu Essen hat.

Mich wundert es nicht das bei ihnen eine gewisse Xenophobie bei der Meinungsbildung mitspielt.


Ich verstehe nicht, was Sie wollen. Sie haben doch suggeriert, es gebe keine Unterschiede in der Qualifikation zwischen Einwanderern nach Australien versus Einwanderern nach Deutschland.

Und jetzt erklären Sie mir, warum es diese Unterschiede gibt und unterstellen mir einen Denkfehler? Das ist ja grotesk. Warum es die Unterschiede gibt, ist mir wohlbekannt - genau darauf wollte ich doch hinweisen.

Ein Sudanese, der bei Ihnen Einkaufswägen schiebt, soll eine Widerlegung der Beobachtung sein, dass viele Flüchtlinge in Deutschland eine schlechte Meinung von einer Berufsausbildung haben?

Erfolgreiche Asiaten in zweiter Generation in Australien - ein Faktum, das ich nicht nur nicht bestritten, sondern auf das ich explizit hingewiesen habe - sollen ein Gegenbeweis gegen erfolglose Bildungsverlierer aus der Türkei in Deutschland sein? Ist Ihnen nicht klar, dass Vietnamesen in zweiter Generation in Deutschland ebenfalls sehr erfolgreich sind - erfolgreicher als der deutsche Durchschnitt?

Und als Gipfel unterstellen Sie mir dann noch Xenophobie - und das aus der Warte eines Landes, das eben die viel qualifizierteren, aufstiegswilligeren Migranten erhält im Vergleich zu Deutschland.

Hier nur zur Erinnerung, was Sie geschrieben hatten (Fettung von mir):
TheManFromDownUnder hat geschrieben:(15 Jul 2019, 07:44)

Erstaunlich welches Insider Wissen du an den Tag legst.

Welche empirische Daten liegen dir vor, das "Die die etwas drauf haben" zu uns kommen, bzw Canada und USA?

Und das "sie" manuelle Arbeit scheuen" weil es als ehrlos angesehen wird?

Komisch bei uns im shopping centre schieben Sudanesen die Einkaufs Trolleys vom Parkplatz zurueck zum Supermarkt. Das muessen alles ehrlose Sudanesen sein. Ach ja kein Otto Normal Australier wuerde einen solchen Scheiss Job machen. Lieber Stuetze kassieren. Ist wohl nicht anders als bei euch. Nun wer ist hier ehrlos?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 18. Jul 2019, 02:21

Julian hat geschrieben:(17 Jul 2019, 18:26)

Ich verstehe nicht, was Sie wollen. Sie haben doch suggeriert, es gebe keine Unterschiede in der Qualifikation zwischen Einwanderern nach Australien versus Einwanderern nach Deutschland.

Und jetzt erklären Sie mir, warum es diese Unterschiede gibt und unterstellen mir einen Denkfehler? Das ist ja grotesk. Warum es die Unterschiede gibt, ist mir wohlbekannt - genau darauf wollte ich doch hinweisen.

Ein Sudanese, der bei Ihnen Einkaufswägen schiebt, soll eine Widerlegung der Beobachtung sein, dass viele Flüchtlinge in Deutschland eine schlechte Meinung von einer Berufsausbildung haben?

Erfolgreiche Asiaten in zweiter Generation in Australien - ein Faktum, das ich nicht nur nicht bestritten, sondern auf das ich explizit hingewiesen habe - sollen ein Gegenbeweis gegen erfolglose Bildungsverlierer aus der Türkei in Deutschland sein? Ist Ihnen nicht klar, dass Vietnamesen in zweiter Generation in Deutschland ebenfalls sehr erfolgreich sind - erfolgreicher als der deutsche Durchschnitt?

Und als Gipfel unterstellen Sie mir dann noch Xenophobie - und das aus der Warte eines Landes, das eben die viel qualifizierteren, aufstiegswilligeren Migranten erhält im Vergleich zu Deutschland.

Hier nur zur Erinnerung, was Sie geschrieben hatten (Fettung von mir):


Aus deinen Ausfuehrungen ist es offensichtlich das du null verstehst.

Du verstehst oder kennst vor allem nicht den Unterschied zwichen Migranten, die einen rigorsen Auswahlsprozess durchlaufen bis sie die Bewilligung fuer die Einwanderung in das Land ihrer Wahl bekommen und Fluechtlingen, die aus Not aus ihren Herkunftslaendern fliehen (daher Fluechtling ;) )

Du vergleichst Aepfel mit Orangen, wenn du Statistiken ueber Einwanderer in Laender, deren Grossteil der Bevoelkerung aus Einwanderern bestehen und Asylsuchenden in Deutschland und anderen europaeischen Laendern vergleichst.

Einerseits schreibst du das diese Asylanten manuelle Arbeit scheuen und alle auf die Uni wollen und jetzt schreibst du das sie eine schlechte Meinung von einer Berufsausbildung haben. Was ist es nun?

Und ja ich sehe bei dir eine gewisse xenophobe Einstellung, allein schon deshalb das du glaubst Deutschland erhaelt den Abschaum der Menschheit wenn es um Asylanten geht und Laender wie meines oder Canada die crème de la crème von Asylanten, die alle ein PHD besitzen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Nightrain » Do 18. Jul 2019, 07:16

Dürfte es nicht gerade anders herum sein? Durch eine völlig planlose und ungeordnete Migration ungeeigneter Kandidaten unter Missbrauchs des Asylrechts als Migrationsrecht wird in der Bevölkerung eine ablehnende Haltung gegenüber Migranten verstärkt.

"Ist der jetzt eine qualifizierte Arbeitskraft oder wieder nur so ein Schmarotzer?"
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Ger9374 » Do 18. Jul 2019, 07:17

Nightrain hat geschrieben:(18 Jul 2019, 07:16)

Dürfte es nicht gerade anders herum sein? Durch eine völlig planlose und ungeordnete Migration ungeeigneter Kandidaten unter Missbrauchs des Asylrechts als Migrationsrecht wird in der Bevölkerung eine ablehnende Haltung gegenüber Migranten verstärkt.

"Ist der jetzt eine qualifizierte Arbeitskraft oder wieder nur so ein Schmarotzer?"



Wie wäre es mit Qualifizierter Schmarotzer!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Neandertaler » Do 18. Jul 2019, 07:52

Moses hat geschrieben:(15 Jul 2019, 15:22)

Bei der Schlagzahl an Spamproduktion muss ich hier mal dicht machen zum putzen.

Moses
Mod
+++++++++++++++++++++++++++++++
wieder offen, Spam bitte vermeiden, danke

Moses
Mod


Ich komme nicht umhin nochmal drauf hinzuweisen das die letzte Spamwelle dadurch ausgelöst wurde das ein Migrationshumanist* etwas schrieb das Migrationstrealisten* vorbehaltlos teilten. :eek: :dead: Und da sage noch einer es wären nur die Linken Schuld das die Diskussions -und Debatierkultur im Arsch ist...
Ein Besuch im Boxclub wäre für manche vielleicht eine Alternative...

* Habe extra diese Begriffe gewählt da ich denke das sich damit niemand despetierlich behandelt führt.


Europa2050 hat geschrieben:(15 Jul 2019, 14:30)

Letztlich ist die Herausforderung, eine vernünftige Lösung zwischen „Kommet doch alle“ und „Hier kommt keiner rein“ zu finden, und das zudem unter Wahrung der verbrieften Menschenrechte und ohne Hetzkampagnen gegen die betroffenen Menschen.

Unser Asylrecht und zugehörige Verordnungen von AEMR bis Dublin3 stammen aus einer Zeit, in der Flüchtlinge zuerst den faschistischen Diktaturen und später dem real existierenden Sozialismus entflohen.
In beiden Fällen sorgten die Heimatländer der Flüchtenden dafür, diese Flucht zu verhindern, der Sozialismus sogar noch stärker als der Faschismus. Kurzum, Mauern und Zäune wirkten nach innen, nicht nach außen. Logisch war natürlich auch, dass Asyl erst im Fluchtland beantragt werden konnte, und manche abenteuerliche Flucht ohne Papiere etc. endete - im
Heimatland wäre das vom Staatsapparat verfolgt worden, bzw. waren die Papiere vom Staatsapparat eingezogen worden.

Somit war es kein Problem, die Flüchtlinge aus dem ComeCon (DDR-Bürger hatten ja eh einen anderen Status) zu versorgen, einem komplexen rechtsstaatlichen Verfahren zuzuführen und letztlich hier zu behalten.

Mit dem Syrienkrieg und der bisher nicht bekannten Grausamkeit nahezu aller Beteiligten kamen nun schlagartig wesentlich größere (für Europa) Flüchtlingsmengen zusammen, zumal dort auch keine Zentralregierung ihre „Schäfchen“ mehr einsperren konnte.

Ab diesem Moment versagte das europäische Flüchtlingssystem, der rechtlich einwandfreie, aber bürokratische Apparat zur Sicherstellung der Rechtsstaatlichkeit packte die reine Menge nicht mehr.

Anstatt jedoch gemeinsam ein passenderes Verfahren zu entwickeln, erging man sich im St. Floriansprinzip:
- die Südländer, die nach Dublin3 die A...Karte gezogen hatten wundern im Stich gelassen (Fast Alle EU, besonders die Visegradskis haben sich da hervor getan).
- diese wiederum begannen in Notwehr die Menschen freundlich gen Norden zu geleiten (I, GR) und an sonsten zu ignorieren.
- oder mit Verzicht auch humanitäre Mindeststandards andere erpressen (HUN).

Und weil alles zusammenpasst, kamen dann zu den eigentlichen Diktatur- und Kriegsflüchtlingen noch Menschen (vornehmlich aus Afrika), die ihre Chance sahen, in dem Chaos ihre Chance auf wirtschaftlichen Aufstieg zu suchen.

Klar ist:
- Das Asylsystem aus dem kalten Krieg funktioniert nicht mehr
- Die AEMR gilt nach wie vor, d.h. Menschen, die vor Krieg oder Diktatur flüchten, ist Schutz zu gewähren
- die Entscheidung, ob der betreffende Mensch Asyl berechtigt ist, muss schneller und standardisierter fallen, nicht erst, wenn die Menschen, insbesondere Kinder, integriert sind, und aus Beruf oder Schule gerissen werden.

In sofern würde ich schon einen Nachweis für Asylberechtigung verlangen:

- Papiere, andere Nachweise oder einwandfreie Zeugen, dass derjenige aus einem Land kommt, das als nicht sicher gilt,

oder für die anderen

- Nachweise individueller politischer Verfolgung (sowas wie eine Dokumentation einer Mitgliedschaft einer sozialistischen Partei im Iran o.ä.). Gerade in Internetzeiten, wo alles und jedes festgehalten wird, muss das binnen angemessener Zeit möglich sein.

Und den Leuten (wie auch den integrierten Flüchtlingen aus 2015ff.) dann schnellstmöglich die Sicherheit und rechtliche Stellung verleihen, dass sie hier etwas aufbauen können.

Und immer bedenken - es handelt sich um Menschen auf der Suche nach individuellem Glück - nicht um Monster, die Europa zerstören wollen. So sollte man sie auch behandeln, unabhängig vom Asylverfahren. (Ausnahmen, die mit unserem Rechtsstaat massiv im Konflikt geraten, sind natürlich anders zu sehen).

Und die nicht Berechtigten wird man abweisen und auf eine Immigrationsbewerbung verweisen (die es dann natürlich auch geben muss). Aber nicht erst nach 5-10 Jahren.

Ich komme auch nicht umhin diesen hervoragenden Beitrag zu zitieren, der auch zeigt das spätestens wenn es um konkrete Lösungen geht dir vorgeblichen (politischen) Lager sich eh auflösen.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon VaterMutterKind » Do 18. Jul 2019, 09:51

Deutschland und Frankreich finden kaum noch EU-Staaten, die ihre Wünsche in der Flüchtlingspolitik umsetzen wollen.
https://www.welt.de/politik/article1970 ... anten.html

Die aktuelle Flüchtlingspolitik kann als gescheitert betrachtet werden. Und Frankreich ist natürlich Heuchler Nummer 1.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Do 18. Jul 2019, 09:53

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 09:51)

Deutschland und Frankreich finden kaum noch EU-Staaten, die ihre Wünsche in der Flüchtlingspolitik umsetzen wollen.
https://www.welt.de/politik/article1970 ... anten.html

Die aktuelle Flüchtlingspolitik kann als gescheitert betrachtet werden. Und Frankreich ist natürlich Heuchler Nummer 1.

Gute Nachricht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Do 18. Jul 2019, 11:04

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 09:51)

Deutschland und Frankreich finden kaum noch EU-Staaten, die ihre Wünsche in der Flüchtlingspolitik umsetzen wollen.
Da geht es um eine Übergangsregelung bis Oktober und 10 Staaten sind offenbar bereit Migranten aufzunehmen, "kaum noch EU-Staaten" ist was anderes. Dass die Flüchtlingshasser-Osteuropastaaten nicht dabei sind war klar. Diese Schmarotzer wollen nur Geld von der EU, an der Bewältigung von gemeinsamen europäischen Herausforderungen wollen sie sich nicht beteiligen. Um die Dimension nochmal klar zu machen. In diesem Jahr haben die NGO`s in Summe 300 Migranten nach Italien gebracht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon VaterMutterKind » Do 18. Jul 2019, 11:07

Orbiter1 hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:04)

Da geht es um eine Übergangsregelung bis Oktober und 10 Staaten sind offenbar bereit Migranten aufzunehmen, "kaum noch EU-Staaten" ist was anderes. Dass die Flüchtlingshasser-Osteuropastaaten nicht dabei sind war klar. Diese Schmarotzer wollen nur Geld von der EU, an der Bewältigung von gemeinsamen europäischen Herausforderungen wollen sie sich nicht beteiligen.


8-9 EU-Länder von 28 haben sich bereit erklärt. Die restlichen 19 - 20 EU-Länder sind natürlich alles Flüchtlingshasser aus den Osteuropastaaten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Do 18. Jul 2019, 11:15

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:07)

8-9 EU-Länder von 28 haben sich bereit erklärt. Die restlichen 19 - 20 EU-Länder sind natürlich alles Flüchtlingshasser aus den Osteuropastaaten.
Italien, Malta, Griechenland und Spanien sind ja direkt davon betroffen und sollten entlastet werden. Dann bleiben doch neben den Aufnahmewilligen fast nur noch EU-Staaten aus Osteuropa übrig. Die Heuchler die bisher immer darüber gejammert haben dass man die armen Anlandungsstaaten in der Vergangenheit alleine ließ und jetzt bei 90% weniger Anlandungen sich einer solidarischen Verteilungsquote verweigern werden hoffentlich in Zukunft ihre Klappe hier im Forum halten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wolverine » Do 18. Jul 2019, 11:18

Orbiter1 hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:04)

Da geht es um eine Übergangsregelung bis Oktober und 10 Staaten sind offenbar bereit Migranten aufzunehmen, "kaum noch EU-Staaten" ist was anderes. Dass die Flüchtlingshasser-Osteuropastaaten nicht dabei sind war klar. Diese Schmarotzer wollen nur Geld von der EU, an der Bewältigung von gemeinsamen europäischen Herausforderungen wollen sie sich nicht beteiligen. Um die Dimension nochmal klar zu machen. In diesem Jahr haben die NGO`s in Summe 300 Migranten nach Italien gebracht.


Erst einmal sollte Europa sich untereinander einigen. In Holland ist es so, dass ein Verfahren innerhalb von 15 Tagen abgeschlossen sein muss. Dann erhält der Asylbewerber Bescheid. Allein das dauert in Deutschland schon 6 Monate und länger. In Holland kann also die Ausländerbehörde die Aufforderung zum Verlassen des Landes nach 15 Tagen aussprechen. Vielleicht sollte sich Deutschland mal daran orientieren. Aber in Deutschland ist man eher daran orientiert, dass immer mehr Richter - und Staatsanwaltsstellen eingespart werden. Das ist widersprüchlich.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon VaterMutterKind » Do 18. Jul 2019, 11:20

Orbiter1 hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:15)

Italien, Malta, Griechenland und Spanien sind ja direkt davon betroffen und sollten entlastet werden. Dann bleiben doch neben den Aufnahmewilligen fast nur noch EU-Staaten aus Osteuropa übrig. Die Heuchler die bisher immer darüber gejammert haben dass man die armen Anlandungsstaaten in der Vergangenheit alleine ließ und jetzt bei 90% weniger Anlandungen sich einer solidarischen Verteilungsquote verweigern werden hoffentlich in Zukunft ihre Klappe hier im Forum halten.


Italien und Malta entlasten sich selbst.

Frankreich gehört im Übrigen zu den größten Heuchlern. Italien kritisieren, aber selbst Flüchtlinge en masse abweisen.

Es gibt halt auch EU-Länder, die kapiert haben, dass der Flüchtlingsstrom nie abreissen wird, wenn man immer wieder alle aufnimmt. Denen steigen die Bürgers aufs Dach. Sind ja nicht alle so selten dämlich wie die Regierung in Deutschland.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JFK » Do 18. Jul 2019, 11:21

Wolverine hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:18)

Erst einmal sollte Europa sich untereinander einigen. In Holland ist es so, dass ein Verfahren innerhalb von 15 Tagen abgeschlossen sein muss. Dann erhält der Asylbewerber Bescheid. Allein das dauert in Deutschland schon 6 Monate und länger. In Holland kann also die Ausländerbehörde die Aufforderung zum Verlassen des Landes nach 15 Tagen aussprechen. Vielleicht sollte sich Deutschland mal daran orientieren. Aber in Deutschland ist man eher daran orientiert, dass immer mehr Richter - und Staatsanwaltsstellen eingespart werden. Das ist widersprüchlich.


Dauert mittlerweile keine 6 Monate mehr.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 18. Jul 2019, 11:24

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 09:51)

Und Frankreich ist natürlich Heuchler Nummer 1.


Und wieso?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon VaterMutterKind » Do 18. Jul 2019, 11:24

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:24)

Und wieso?


Steht doch in meinem Beitrag.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 18. Jul 2019, 11:27

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:24)

Steht doch in meinem Beitrag.

Jein!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon VaterMutterKind » Do 18. Jul 2019, 11:27

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:27)

Jein!


Dann kann ich dir nicht weiter helfen. Für mich ist es jedenfalls Heuchelei anderen Staaten vorzuschreiben was sie zu tun und zu lassen haben, aber selbst das Gegenteil machen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 18. Jul 2019, 11:29

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:27)

Dann kann ich dir nicht weiter helfen. Für mich ist es jedenfalls Heuchelei anderen Staaten vorzuschreiben was sie zu tun und zu lassen haben, aber selbst das Gegenteil machen.


Wo sind die Belege dafuer??? Lediglich wieder mal ein Beitrag aus dem Bauch als aus dem Gehirn
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon VaterMutterKind » Do 18. Jul 2019, 11:32

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:29)

Wo sind die Belege dafuer??? Lediglich wieder mal ein Beitrag aus dem Bauch als aus dem Gehirn


Stichwort Seawatch 3. Frankreich rügt Italien und ist selber nicht bereit die Flüchtlinge der Seawatch 3 aufzunehmen. Konnte jeder die Tage in den Medien lesen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 18. Jul 2019, 11:35

VaterMutterKind hat geschrieben:(18 Jul 2019, 11:32)

Stichwort Seawatch 3. Frankreich rügt Italien und ist selber nicht bereit die Flüchtlinge der Seawatch 3 aufzunehmen. Konnte jeder die Tage in den Medien lesen.


Und Seawatch 3 hat Italien als politisches Ziel gewaehlt.

Wo ist dein Problem???
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