Antisemitismus

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PeterK
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Re: Antisemitismus

Beitragvon PeterK » Mi 12. Jun 2019, 10:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:18)
Was heißt "recht häufig"? Dafür gibt es dann die Revision, von der kein Richter gerne zurück gepfiffen wird, das schmälert die Karrierechancen.

Revision als Rechtsmittel gegen einen U-Haftbefehl? Das ist doch nun wirklich Unsinn.

Rechtsbehelf/Rechtsmittel gegen einen Haftbefehl sind z.B. Haftbeschwerde und "weitere Beschwerde".

Zur Häufigkeit kannst Du Dich hier einlesen (falls es Dich interessiert): https://verteidigung-strafrecht.de/2019 ... g-was-tun/

BTT: Dein "Einknasten und U-Haft wegen Wiederholungsgefahr"-Ansatz funktioniert so nicht.
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blues
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Re: Antisemitismus

Beitragvon blues » Mi 12. Jun 2019, 10:50

Besonders ekelhaft am Duisburger Flaggenskandal: dass die Ordnungsmacht entschied das Demonstrationsrecht der islamistische Organisation Milli Görüs zu schützen anstatt die Versammlung auf Grund volksverhetzender Slogans aufzulösen.
Milli Görüs wird vom Verfassungsschutz als demokratiefeindlich und antisemitisch eingestuft.
https://www.verfassungsschutz.de/de/arb ... egung-2017

Hier wurden also die Feinde unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, Feinde der westlichen Zivilisation geschützt anstatt die Verteidiger derselben.

Es gibt übrigens ein Gutachten, dass den Polizeieinsatz rechtfertigt, dagegen argumentieren nicht nur Parlamentarier:

Mit dieser Aktion sei "das Recht auf den Kopf gestellt worden", sagte SPD-Fraktionsvize Ralf Jäger der Süddeutschen Zeitung.´

"Wie kann es sein, dass am Ende nicht die Steinewerfer verfolgt werden, sondern die, die lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen?" Dies sei "ein Affront gegen den Staat Israel, der gerade in Deutschland einen besonders bitteren Beigeschmack hat", sagte Jäger. Der Innenminister müsse erklären, "wie es zu so einer Fehleinschätzung kommt, dass die Polizei meint, der Situation nicht anders Herr werden zu können".

aus

https://www.sueddeutsche.de/politik/dem ... b-1.363898
Zuletzt geändert von blues am Mi 12. Jun 2019, 11:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Trifels » Mi 12. Jun 2019, 11:04

blues hat geschrieben:(12 Jun 2019, 10:50)

Besonders ekelhaft am Duisburger Flaggenskandal: dass die Ordnungsmacht entschied das Demonstrationsrecht der islamistische Organisation Milli Görüszu zu schützen anstatt die Versammlung auf Grund volksverhetzender Slogans aufzulösen.
Milli Görüs wird vom Verfassungsschutz als demokratiefeindlich und antisemitisch eingestuft.
https://www.verfassungsschutz.de/de/arb ... egung-2017

Hier wurden also die Feinde unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, Feinde der westlichen Zivilisation geschützt anstatt die Verteidiger derselben.

Es gibt übrigens ein Gutachten, dass den Polizeieinsatz rechtfertigt, dagegen argumentieren nicht nur Parlamentarier:

Mit dieser Aktion sei "das Recht auf den Kopf gestellt worden", sagte SPD-Fraktionsvize Ralf Jäger der Süddeutschen Zeitung.´

"Wie kann es sein, dass am Ende nicht die Steinewerfer verfolgt werden, sondern die, die lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen?" Dies sei "ein Affront gegen den Staat Israel, der gerade in Deutschland einen besonders bitteren Beigeschmack hat", sagte Jäger. Der Innenminister müsse erklären, "wie es zu so einer Fehleinschätzung kommt, dass die Polizei meint, der Situation nicht anders Herr werden zu können".

aus

https://www.sueddeutsche.de/politik/dem ... b-1.363898



Das ist richtig = ständiges Handeln der Ordnungsmacht, weil der "integrative" Gedanke hinter jeder Maßgabe aus Ordnungsrecht gegen die Mitbürger aus anderem Kulturkreis wichtiger ist.

Info 1

Beispielhaft:

https://rp-online.de/nrw/staedte/leverk ... d-19327435

daraus :

3. Warum ist es für die Behörden so schwer, die Verhältnisse und Beziehungsgeflechte zu analysieren?



r:
blues hat geschrieben:(12 Jun 2019, 10:50)Es gibt übrigens ein Gutachten, dass den Polizeieinsatz rechtfertigt, dagegen argumentieren nicht nur Parlamentarier


Richtig. Formal Gutachter ok. Inhaltlich Missdeutung der Möglichkeiten aus VersG. VersG schränkt Meinungsfreiheit nicht ein = Form der Meinung wird reglementiert. Grundgedanke entstehende Notstandsituation.

Fehlerhafte Deutung der Ordnungsmacht in Duisburg, weil nur unechter Notstand gegeben war der echte Notstand war auf der Straße. Ordnungsmacht Duisburg ? Nach Jahren der Ruhe , ein Versuch :

Info 2:

https://www.waz.de/staedte/duisburg/min ... 36761.html
Denkanstoß. Gesicherte Quelle/Info -> take it or leave it.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon blues » Mi 12. Jun 2019, 11:09

Ein weiterer Fall - auch schon eine Weile her aber bitte nicht zu vergessen - der Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge die die Richter, auch im Revisionsverfahren mit Bewährungsstrafen ahndeten und, und das ist der eigentliche Skandal, als nicht antisemitsch beurteilten.


"Ein Brandanschlag auf eine Wuppertaler Synagoge sei kein antisemitischer Akt, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf zu Beginn dieses Jahres. In einem rechtskräftigen Urteil befand das Gericht, dass der Angriff auf das jüdische Gebetshaus während des Gaza-Krieges 2014 politisch motiviert gewesen und als Kritik an Israel zu werten sei. Es könne nicht als Antisemitismus bezeichnet werden."

aus

https://www.tagesspiegel.de/politik/ant ... 72812.html

Bei einem Anschlag auf die israelische Botschaft, ja, das könnte man vielleicht noch als politische Aktion Verstehen, (aber dazu sind die Terroristen ja zu feige) aber eine Synagoge in Deutschland, eine Synagoge in die Leute gehen die nichts aber auch gar nichts mit der rechtskonservativen Regierung Israels zu tun haben noch zu tun haben wollen?

Juden kollektiv für die Politik der rechtskonservativen Regierung Israels verantwortlich zu machen ist keine politische Stellungnahme sondern purer Antisemitismus.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon blues » Mi 12. Jun 2019, 11:49

Trifels hat geschrieben:(12 Jun 2019, 11:04)

Das ist richtig = ständiges Handeln der Ordnungsmacht, weil der "integrative" Gedanke hinter jeder Maßgabe aus Ordnungsrecht gegen die Mitbürger aus anderem Kulturkreis wichtiger ist.

Info 1

Beispielhaft:

https://rp-online.de/nrw/staedte/leverk ... d-19327435

daraus :




r:

Richtig. Formal Gutachter ok. Inhaltlich Missdeutung der Möglichkeiten aus VersG. VersG schränkt Meinungsfreiheit nicht ein = Form der Meinung wird reglementiert. Grundgedanke entstehende Notstandsituation.

Fehlerhafte Deutung der Ordnungsmacht in Duisburg, weil nur unechter Notstand gegeben war der echte Notstand war auf der Straße. Ordnungsmacht Duisburg ? Nach Jahren der Ruhe , ein Versuch :l


Das ist genau das Problem. Hier wird den Feinden der Demokratie mehr Raum gewährt als den Verteidigern derselben; vollkommen unverständlich warum hier nicht polizeiliche Verstärkungen herangezogen wurden um die "Versammlung" aufzulösen;

und da freuen sie sich die Feinde der Freiheit, weil sie eben so das Empfinden haben tun und lassen zu können was sie wollen, ihr Handeln, Skandieren antisemitischer Slogans blieb und bleibt ja sanktionslos - (übrigens auch das Werfen von Steinen)

mal ein Vergleich:

zum Touristenmeating zum ersten Mai war dies früher sofort möglich genügend Polizei zusammenzuziehen um den Spinnern Paroli zu bieten - warum nicht bei Islamisten?


ja, ein weiteres Problem, ebenso:
sog. moslemische Friedensrichter, die nicht nur Bagatellfälle beurteilen sondern auch strafrechtlich Relevantes - werden geduldet:

"Islamische Paralleljustiz in Deutschland"

https://www.br.de/nachricht/paralleljus ... r-100.html

letztlich ist das Stärken sog. islamistisch/salafistischer Verbände immer auch eine Stärkung moslemischen Antsemitismusses.

Mir sind auch kaum nennenswerte Demonstrationen seitens der moslemischen Community bekannt, die eben diese Missstände kritisieren und die sich gegen islamistischen Terror deutlich positionieren.
(eine größeres in Berlin )
Auch der Irre vom Bosporus wird in Deutschland von den hiesigen Türken mehrheitlich gewählt ...

Natürlich sieht das Ganze im kulturell/akademischen Rahmen wieder ganz anders aus
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Mi 12. Jun 2019, 21:13

Vongole hat geschrieben:(11 Jun 2019, 18:28)

Der Duisburger Polizeipräsident hat es doch auf den Punkt gebracht:

"Am Dienstnachmittag meldete sich der Polizeipräsident von Duisburg, Rolf Cebin, zu Wort - und bekannte Farbe. "Ich bedaure zutiefst, dass Gefühle insbesondere jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger verletzt wurden. Das Entfernen der Fahnen ist aus heutiger Sicht die falsche Entscheidung gewesen."
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 01058.html

Edit: Was so passieren kann, wenn man mittels der isr. Fahne buchstäblich Flagge zeigt, beschreibt dieser Artikel:

Wer in Deutschland die Fahne des jüdischen Staates zeigt, setzt damit seine seelische, bisweilen sogar seine körperliche Unversehrtheit aufs Spiel. Außerdem riskiert er Ärger mit der Polizei und manchmal sogar mit den Gerichten. Eine kleine Bestandsaufnahme.
https://www.fischundfleisch.com/alex-fe ... wird-22560

Nicht mehr ganz "frisch", passt aber zum Thema:

"Irgendwas ist faul im Jüdischen Museum Berlin. In einer Atmosphäre des steigenden Antisemitismus, von linker und rechter, muslimischer und christlicher Seite, veranstaltet das Museum eine Konferenz über Islamophobie. Mit Referenten, die zum Teil Verbindungen zur antisemitischen Muslimbruderschaft oder zur antiisraelischen BDS-Bewegung haben. ...
Man kann auch der Meinung sein, es sei Aufgabe des Jüdischen Museums in Berlin, wo es ja schon einmal zu einem Judenboykott – und danach zu so manchem anderen – gekommen ist, mit Apologeten oder Sympathisanten der eliminatorischen Israelkritik ins Gespräch zu kommen.

Nur: Verteidiger Israels, Kritiker des muslimischen Opferdiskurses und des Islamismus kommen bei diesem vom Museum zusammen mit dem Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität, der Alice-Salomon-Hochschule sowie dem Rat für Migration und der Universität Salzburg veranstalteten Event nicht zu Wort. ...
Dass unter der Ägide des Museums etwa ein Moustafa Bayoumi, der die illegale „Freiheitsflotille“ nach Gaza bejubelte, ein Farid Hafez, der Verbindungen zu den Muslimbrüdern hat, ein Junaid Rana, der für den Boykott des jüdischen Staates agitiert, und andere Referenten ähnlichen Kalibers sich als Stimme der Opfer von „Rassifizierungsprozessen“ inszenieren und über „Gegennarrrative“ und „Empowerment“ schwafeln wollen: Das ist ein Schlag ins Gesicht der Juden."
Quelle


Auch ein sehr beredtes Beispiel dafür, wie ernst der Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland genommen wird und wie ernst das Geschwafel unserer Madam Kanzler von der "Staatsräson ..." gemeint ist.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Antisemitismus

Beitragvon blues » Do 13. Jun 2019, 00:31

Misterfritz hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:26)

Eines würde ich ganz gerne von den Diskutanten hier erfahren:
Wie würdet Ihr handeln?


Dafür Sorge tragen, dass mir die Gegendemonstranten nicht zu nahe kommen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon McKnee » Do 13. Jun 2019, 20:37

Die Diskussionsführung zu so einem wichtigen Thema stimmt mich nachdenklich. Vor allem wenn jene, die Hass und Hetze beklagen eben dies für gerechtfertigt halten, wenn es in ihrem Sinne ist.

Aber es wird darüber hinaus bewusst oder unbewusst so viel Halbwahres oder Unwahres produziert, dass man es nicht so einfach im Raum stehen lassen kann.

Ich fokussier mich einfach mal auf den Duisburger Fall, der offensichtlich einige an ihre Grenzen bringt.

Grundsätzlich stellt sich natürlich erst einmal die Frage nach dem Anmelder und nicht den potentiellen Teilnehmern. Kritik gegen Milli Görüs ist sicher angebracht und angemessen, jedoch gelten auch für sie, auch wenn sie antidemokratische Züge oder Ausrichtung haben, die verfassungsmäßigen Rechte.

Die Besonderheit eines Bürgerrechts lasse ich mal unberücksichtigt. So lange aber eine Organisation nicht verboten ist, reichen die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes nicht aus, einer Organisation bzw deren natürlichen Personen die Grundrechte zu verweigern. Anders, wenn es konkrete Hinweise auf andere Verbotsgründe gibt.
Ich bin gerade nicht schlüssig, ob das Versammlungsrecht eingeklagt wurde oder nicht. Trotzdem entscheiden die Gerichte selbst in strittigen Bewertungen fast ausnahmslos zu Gunsten des Versammlungsrechts.

Hier also in Stammtischmanier die Forderung aufzustellen, man hätte sie nicht auf die Straße lassen dürfen, ist weit entfernt von demokratischen und rechtstaatlichen Realitäten.
Ebenso weit weg ist die Vorstellung, dass man mal eben eine Versammlung auslöst. Neben den faktischen Möglichkeiten gilt es auch die rechtlichen zu prüfen und die ergeben sich nicht allein daraus, dass von einem Teil der Versammlung Straftaten begangen werden.

Was die Flagge angeht, so habe ich keinen Zweifel daran, dass sie dort nicht jeden Tag hing und die „Dokumentation“ der Ereignisse war eher geplant, als spontan und ein weiterer Hinweis auf eine geplante Provokation.

Ganz außer Acht lassen sollte man auch nicht, dass es Hinweise darauf gab, dass der Flaggenhänger aus dem Kreis der „Antideutschen“ stammte.
Ich lasse mal so schlaue Hinweise wie „hinterher ist man immer schlauer“ weg, da dies zum Naturell einiger Kritiker gehört und daher über jeden Zweifel erhaben ist.
Ich bin eher betroffen, dass dieses Thema nicht zum Versuch einer Verständigung führt und tatsächlich lediglich zur Rechtfertigung des eigenen Hasses und der eigenen Vorurteile missbraucht wird.

An dieser Stelle ziehe ich noch einmal meinen Hut vor den Menschen auf beiden bzw allen Seiten der Konfliktparteien, die trotz Anfeindungen aus den „eigenen Reihen“ beharrlich an dem Ziel einer Verständigung festhalten und versuchen, daran aktiv mitzuwirken. Weiter zieh ich meinen Hut vor den Menschen, die dies im Krisengebiet tun und damit dort mit dem besten Beispiel voran gehen. Hass und Vorurteile gibt es auf beiden, auf allen Seiten genug – was man hier leider nur zu gut verfolgen kann und muss – und da braucht es die Menschen, die sich dem über jeden Widerstand hinweg nicht ergeben. Es würde schon viel bewirken, wenn man sich von den Predigern, die wir auch hier finden, distanziert und sich nicht noch mit ihnen solidarisiert, im Glauben an eine gute Sache, die aber leider auch nur das sind, was Konflikte anfeuert oder gar entstehen lässt. Wer sich nicht distanziert, reicht den Brandstiftern die Flamme.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Fr 14. Jun 2019, 01:21

Damit jetzt nicht einfach das Wort vom "antideutschen" (was ist das überhaupt?) Flaggenhänger im Raum stehen bleibt, hier der Hintergrund zu McKnees Aussage:
Ein treffender Kommentar zu einem Gutachten, das den Polizeieinsatz rechtfertigt:

Dass die Anhänger einer antidemokratischen und antisemitischen Gruppierung sich nicht an Regeln der ihnen verhassten Gesellschaft halten, kann nur die Naivsten überraschen. Während die Duisburger Polizei und auch Prof. Vahle von Milli GörüÅŸ nichts Böses erwarten, begegnet man dem jungen Mann, der die Flagge in sein Fenster gehängt hatte, mit deutlich mehr Misstrauen. Der, so das Gutachten, gehöre zu den Antideutschen und habe auch schon Plakate von Rechtsradikalen beschädigt. Klar, dass so einem alles zuzutrauen ist, und so lässt Vahe in seinem Gutachten seiner Phantasie freien Lauf – der könne ja alles nur inszeniert haben: "Eine gewisse Indizwirkung kommt in diesem Zusammenhang der Tatsache zu, dass der Polizeieinsatz – mit hoher Wahrescheinlichkeit von der gegenüber liegenden Straßenseite – gefilmt und die Aufzeichnung anschließend zusammen mit einem Kommentar im Internet publiziert wurde. Hieraus könnte gefolgert werden, dass es den betroffenen Personen (Mieter bzw. Gästen der Wohnungen im Haus Clausberger Str.) maßgeblich darauf ankam, die Polizei zu einem – aus ihrer Sicht rechtswidrigen – Zugriff zu veranlassen und das (angebliche) Fehlverhalten anschließend publik zu machen. Zwingend ist der Schluss auf eine intendierte Inszenierung freilich nicht. Gegen die Wohnungsinhaber oder ihre Gäste bestehen nur Verdachtsmomente."
https://www.ruhrbarone.de/abwehr-einer- ... efahr/2203

Dass Polizisten von manchen Situationen überfordert oder kalt erwischt werden und dann mal falsch reagieren, ist verständlich und absolut verzeihlich.
Größe zeigt sich, wenn man hinterher zu einem Fehler steht, der Duisburger Polizeipräsident hat diese Größe gezeigt.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 14. Jun 2019, 01:29

Es ist doch schon schlimm genug, dass man in Deutschland überhaupt mit einer Israelflagge provozieren kann (ob gewollt oder ungewollt ist da erstmal unerheblich), sogar so stark provozieren kann, dass Gegenstände geworfen werden. Da liegt der Hase im Pfeffer.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon McKnee » Fr 14. Jun 2019, 06:01

Vongole hat geschrieben:(14 Jun 2019, 01:21)

Damit jetzt nicht einfach das Wort vom "antideutschen" (was ist das überhaupt?) Flaggenhänger im Raum stehen bleibt, hier der Hintergrund zu McKnees Aussage:
Ein treffender Kommentar zu einem Gutachten, das den Polizeieinsatz rechtfertigt:



BEvor du wiederholt meine Beiträge bewußt falsch interpretierst und einen falschen Eindruck erwecken willst.

Es gab Hinweise darauf, dass der Flaggenhänger zu den Antideutschen gehören sollte.

Mein Fehler, dass es nicht deutlich genug wurde, dass ich mich zwar vor dem HIntergrund der Diskussion um die Duisburger Demo äußere, mein Beitrag aber vor allem eine allgemeingültige Aussage haben soll.

Antideutsche sind definiert, soweit dazu.

Wenn ein Behördenleiter im Nachhinein Verantwortung übernimmt, dann ist das ein gutes und richtiges Signal. Ich habe mich wegen einiger nicht nur tendenziöser Beiträge zu Wort gemeldet, die das außer Acht lassen und eine Verantwortung vorverlagern.

Das DU das nicht verstehen willst ist mir bewußt. Fakt ist, dass es ebenso Hinweise auf eine bewußte Provokation gibt, wie auch Grund zur Vermutung, dass es reine Gewohnheit war.

Was mich dann allerdings wundert ist, dass die behauptete Regelmäßigkeit vorher nicht aufgefallen war. Eigentlich werden die strecken geprüft und sind bekannt. Eine ständig am Gebäude hängende Israelflagge wäre den Kollegen bekannt gewesen. Aber sei es drum. Vielleicht hat man die Strecke auch nicht ausreichend geprüft.

Da mir die Sinnlosigkeit einer Diskussion besonders in diesem Strang bewußt ist, war sie jetzt nicht beabsichtigt. Bei so manchem Niveau kann ich dann aber doch nicht an mir halten.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon McKnee » Fr 14. Jun 2019, 06:06

Vongole hat geschrieben:(14 Jun 2019, 01:21)



Dass die Anhänger einer antidemokratischen und antisemitischen Gruppierung sich nicht an Regeln der ihnen verhassten Gesellschaft halten, kann nur die Naivsten überraschen. Während die Duisburger Polizei und auch Prof. Vahle von Milli GörüÅŸ nichts Böses erwarten, begegnet man dem jungen Mann, der die Flagge in sein Fenster gehängt hatte, mit deutlich mehr Misstrauen. Der, so das Gutachten, gehöre zu den Antideutschen und habe auch schon Plakate von Rechtsradikalen beschädigt. Klar, dass so einem alles zuzutrauen ist, und so lässt Vahe in seinem Gutachten seiner Phantasie freien Lauf – der könne ja alles nur inszeniert haben: "Eine gewisse Indizwirkung kommt in diesem Zusammenhang der Tatsache zu, dass der Polizeieinsatz – mit hoher Wahrescheinlichkeit von der gegenüber liegenden Straßenseite – gefilmt und die Aufzeichnung anschließend zusammen mit einem Kommentar im Internet publiziert wurde. Hieraus könnte gefolgert werden, dass es den betroffenen Personen (Mieter bzw. Gästen der Wohnungen im Haus Clausberger Str.) maßgeblich darauf ankam, die Polizei zu einem – aus ihrer Sicht rechtswidrigen – Zugriff zu veranlassen und das (angebliche) Fehlverhalten anschließend publik zu machen. Zwingend ist der Schluss auf eine intendierte Inszenierung freilich nicht. Gegen die Wohnungsinhaber oder ihre Gäste bestehen nur Verdachtsmomente."
https://www.ruhrbarone.de/abwehr-einer- ... efahr/2203

.


Du hättest dich auch selber zitieren können. Ein Bericht mit erklärter Tendenz ist jetzt nicht wirklich das, was mich beeindruckt.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Antisemitismus

Beitragvon McKnee » Fr 14. Jun 2019, 06:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Jun 2019, 01:29)

Es ist doch schon schlimm genug, dass man in Deutschland überhaupt mit einer Israelflagge provozieren kann (ob gewollt oder ungewollt ist da erstmal unerheblich), sogar so stark provozieren kann, dass Gegenstände geworfen werden. Da liegt der Hase im Pfeffer.


Das hat nicht viel mit Deutschland zu tun Tom. Auch, wenn du das jetzt in den Schuldkontext und einen Aufschrei der Empörung verlagern willst.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » Fr 14. Jun 2019, 08:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Jun 2019, 01:29)

Es ist doch schon schlimm genug, dass man in Deutschland überhaupt mit einer Israelflagge provozieren kann (ob gewollt oder ungewollt ist da erstmal unerheblich), sogar so stark provozieren kann, dass Gegenstände geworfen werden. Da liegt der Hase im Pfeffer.

Ich fühle mich durch jedwede Flagge provoziert. Ich finde es abstoßend, wenn zu WM-Zeiten deutsche Fahnen aufgehängt werden.

Oder finden Sie es gut, wenn Türken hier mit Türkenflaggen auf derMotorhaube herumfahren, bei Türkeiwahlen oder Hochzeiten?

Ich will hier auch keine David-Sterne-Flaggen sehen.

Und damit das nicht gleich wieder in den falschen Hals kommt: so etwas wie die Milli-Görüs-Demo gehört einfach niedergeknüppelt.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon BingoBurner » Fr 14. Jun 2019, 08:52

Senexx hat geschrieben:(14 Jun 2019, 08:08)

Ich fühle mich durch jedwede Flagge provoziert. Ich finde es abstoßend, wenn zu WM-Zeiten deutsche Fahnen aufgehängt werden.

Oder finden Sie es gut, wenn Türken hier mit Türkenflaggen auf derMotorhaube herumfahren, bei Türkeiwahlen oder Hochzeiten?

Ich will hier auch keine David-Sterne-Flaggen sehen.

Und damit das nicht gleich wieder in den falschen Hals kommt: so etwas wie die Milli-Görüs-Demo gehört einfach niedergeknüppelt.


So ein Schwachsinn.......

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Re: Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 14. Jun 2019, 10:27

McKnee hat geschrieben:(14 Jun 2019, 06:08)

Das hat nicht viel mit Deutschland zu tun Tom. Auch, wenn du das jetzt in den Schuldkontext und einen Aufschrei der Empörung verlagern willst.

Tja, aber gerade aufgrund der deutschen Geschichte darf so etwas gerade in Deutschland nicht passieren und dass sich die Polizei zu willfährigen Bütteln der Antisemiten macht ist angesichts der Geschichte der deutschen Polizei im Nazireich auch nur allzu widerlich, wenn auch bezeichnend dafür, dass der Kampf gegen den Antisemitismus in Deutschland nichts weiter als eine hohle Phrase ist.
Antisemitismus ist dir also keinen Aufschrei der Empörung wert? Interessant. Und da schreibst du was von "erkannter Tendenz"...
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Re: Antisemitismus

Beitragvon BingoBurner » Fr 14. Jun 2019, 13:19

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Jun 2019, 10:27)

Tja, aber gerade aufgrund der deutschen Geschichte darf so etwas gerade in Deutschland nicht passieren und dass sich die Polizei zu willfährigen Bütteln der Antisemiten macht ist angesichts der Geschichte der deutschen Polizei im Nazireich auch nur allzu widerlich, wenn auch bezeichnend dafür, dass der Kampf gegen den Antisemitismus in Deutschland nichts weiter als eine hohle Phrase ist.
Antisemitismus ist dir also keinen Aufschrei der Empörung wert? Interessant. Und da schreibst du was von "erkannter Tendenz"...



:thumbup: :thumbup: :thumbup:
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Fr 14. Jun 2019, 15:05

McKnee hat geschrieben:(14 Jun 2019, 06:06)

Du hättest dich auch selber zitieren können. Ein Bericht mit erklärter Tendenz ist jetzt nicht wirklich das, was mich beeindruckt.


Dazu war er auch nicht gedacht, sondern zur Erklärung an die hier Mitlesenden, was sich hinter dem Begriff "Antideutscher" in diesem Zusammenhang verbirgt.

Mir war er bisher auch nicht bekannt, aber Wiki sagt:
...Weitere antideutsche Positionen sind Solidarität mit Israel sowie Gegnerschaft zu Antizionismus, Antiamerikanismus, Islamismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

Es ist also antideutsch, wenn man sich zur Solidarität mit Israel bekennt? Dass das von einer radikalen Linken so gesehen wird, verwundert mich nicht.
Dass aber deutsche Polizei den Begriff gegen Israel-Supporter und Gegner von Antisemitismus/Antizionismus anwendet, auch wenn diese Menschen sonst keine erkennbaren Sympathien zu anderen der Gruppe
zugeordneten Einstellungen erkennen lassen, halte ich für skandalös.

Antideutsch, gute Güte! Aber wahrscheinlich stimmt es sogar. Wenn man sich den wachsenden Antisemitimus und Israelhass in Deutschland betrachtet, dann scheint der immer noch sehr deutsch zu sein.
Ab heute betrachte ich mich als Mitglied der Antideutschen, jedenfalls im Zusammenhang mit der verlinkten Begriffserklärung.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon BingoBurner » Fr 14. Jun 2019, 17:16

Vongole hat geschrieben:(14 Jun 2019, 15:05)

Dazu war er auch nicht gedacht, sondern zur Erklärung an die hier Mitlesenden, was sich hinter dem Begriff "Antideutscher" in diesem Zusammenhang verbirgt.

Mir war er bisher auch nicht bekannt, aber Wiki sagt:
...Weitere antideutsche Positionen sind Solidarität mit Israel sowie Gegnerschaft zu Antizionismus, Antiamerikanismus, Islamismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

Es ist also antideutsch, wenn man sich zur Solidarität mit Israel bekennt? Dass das von einer radikalen Linken so gesehen wird, verwundert mich nicht.
Dass aber deutsche Polizei den Begriff gegen Israel-Supporter und Gegner von Antisemitismus/Antizionismus anwendet, auch wenn diese Menschen sonst keine erkennbaren Sympathien zu anderen der Gruppe
zugeordneten Einstellungen erkennen lassen, halte ich für skandalös.

Antideutsch, gute Güte! Aber wahrscheinlich stimmt es sogar. Wenn man sich den wachsenden Antisemitimus und Israelhass in Deutschland betrachtet, dann scheint der immer noch sehr deutsch zu sein.
Ab heute betrachte ich mich als Mitglied der Antideutschen, jedenfalls im Zusammenhang mit der verlinkten Begriffserklärung.


Da haust du aber eine Mengen zusammen. Doch grundsätzlich kann ich das aus persönlicher Erfahrung bestätigen.
Links/Grün versifft das ist es eher was ich mir anhören muss. Ökonazi ist auch cool.

Dabei habe mit Links nix am Hut und Grün.......na klar :) Traurig ist eigentlich das die ganzen Zeitzeugen, die z.b. die Shoa miterlebt haben jetzt langsam versterben.

Ich erinnere mal an Campino..........................den Antideutschen :) ...........
Der einzige mit dem Arsch in der Hose.




EDIT........passt besser......



:)
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Vongole
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Fr 5. Jul 2019, 15:57

Laut einer Studie des "Institute for Jewish Policy Research" im Auftrag der EU-Grundrechteagentur werden junge Juden in Europa öfter antisemitisch angefeindet als ältere:

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass 45 Prozent der jungen jüdischen Europäer in der Öffentlichkeit keine erkennbaren jüdischen Zeichen wie Kippa oder Davidstern tragen oder bei sich haben aus Sorge um ihre Sicherheit. 41 Prozent zögen in Erwägung, auszuwandern, weil sie sich in ihrem Land nicht sicher fühlten. "Es macht mich traurig, zu hören, dass sie um ihre Sicherheit besorgt sind, sich nicht trauen, eine Kippa zu tragen und einige sogar eine Auswanderung in Erwägung ziehen", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova.
https://rp-online.de/politik/eu/eu-stud ... d-39874295

Auch in Deutschland reißt die Serie judenfeindlicher Angriffe und Vorfälle nicht ab.
In Hamburg wurde ein Rabbiner bespuckt und mit einem Feuerzeug bedroht, Brandenburg und NRW melden den Anstieg antisemitischer Straftaten.
Der Publizist Michael Wuliger äußert sich zur Situation jüdischer Deutscher in einem Interview:

"Sag niemandem, dass du Jude bist"
..Aber wie erklärt eine gute Freundin von mir ihrem neunjährigen Sohn: Und versteck deinen Davidsstern-Anhänger und sag niemandem, dass du Jude bist, weil, sonst wird’s gefährlich. Wie erklärt man das einem Kind? Was richtet das bei Kindern an? Da ist der Punkt, dass, wenn ich ein paar Jahre, ein paar Jahrzehnte in den Fall jünger wäre und Kinder hätte, ich sehr, sehr intensiv nachdenken würde, ob ich nicht vielleicht Deutschland besser verlasse.
(..)
"Unter Antisemitismus stellt man sich Gaskammern vor“:
Ja, ja. Unterhalb einer bestimmten Schwelle ist das dann alles nicht antisemitisch. Es gibt den Abgeordneten der Linken, Herrn Dehm, der hat mal den schönen Satz gesagt: „Antisemitismus muss dem Massenmord vorbehalten bleiben.“ Das ist das Problem in Deutschland. Unter Antisemitismus stellt man sich wirklich Gaskammern vor und Deportationszüge. Und alles darunter ist sozusagen – ja, fast tolerabel.

https://www.deutschlandfunk.de/antisemi ... _id=450610

Bittere resignierende Aussagen, und leider nur allzu wahr.

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