Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

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BingoBurner
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon BingoBurner » So 9. Jun 2019, 02:50

ThorsHamar hat geschrieben:(09 Jun 2019, 00:31)

Schade, dass es keine Temperaturangaben von VOR dem Beginn der Wetteraufzeichnungen gibt. :cool:
Ich muss sagen, dass ich die Schlussfolgerungen aus 200 Jahren Temperaturmessung in RELATION zu Millionen von Jahren ohne Messung sehr gewagt finde. Das ist so, als wenn Eintagsfliegen, die in den Monaten Mai-Juni oderJuli leben und von 10.00 Uhr bis 10.00 Uhr und 2 Sekunden Temperaturen messen, davon ausgehen, dass die Temperaturen seit Beginn der Messungen enorm ansteigen.
Die fliegenhaften Wissenschaftler von November dagegen prognostizieren Eiszeit und Abnahme des Sonnenlichtes bis zur völligen Dunkelheit. :cool:


Wir fangen doch gerade erst an :)

1. Weltweit ist die Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1 °C angestiegen (relativ zu 1850–1900) (IPCC 2013, 2018). Rund die Hälfte des Anstiegs erfolgte in den letzten 30 Jahren (NASA 2018, IPCC 2014

2. Weltweit waren die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (NASA, 2019).

3. Der Temperaturanstieg ist nahezu vollständig auf die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen zurückzuführen (U.S. Global Change Research Program 2017, IPCC 2013, 2014).

4. Bereits mit der aktuellen Erwärmung sind wir in vielen Regionen mit häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen konfrontiert (zum Beispiel IPCC 2012, 2013, 2018, National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine 2016).

5. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zudem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit (Watts et al., 2015, 2018). Neben den oben genannten direkten Folgen sind dabei auch indirekte Folgen der globalen Erwärmung wie Ernährungsunsicherheit und die Verbreitung von Krankheitserregern und ‑überträgern zu beachten.

6. Falls die Weltgemeinschaft die vom Pariser Abkommen angestrebte Beschränkung der Erwärmung auf 1,5 °C verfehlt, ist in vielen Regionen der Welt mit erheblich verstärkten Klimafolgen für Mensch und Natur zu rechnen (IPCC 2018).

7. Um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erwärmung von 1,5 °C nicht zu überschreiten, müssen die Nettoemissionen von Treibhausgasen (insbesondere CO2) sehr rasch sinken und in den nächsten 20 bis 30 Jahren weltweit auf null reduziert werden (IPCC 2013, 2018).

8. Stattdessen steigen die CO2-Emissionen weiter. Mit den Vorschlägen, die weltweit derzeit auf dem Tisch liegen, wird die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich bei über 3 °C liegen und anschließend aufgrund anhaltender Emissionen und Rückkoppelungseffekte weiter zunehmen (Climate Action Tracker 2018).

9. Bei derzeitigen Emissionen reicht das verbleibende globale CO2-Emissionsbudget für den 1,5-Grad-Pfad nur für etwa 10 Jahre. Auch für den 2-Grad-Pfad reicht es nur für etwa 25–30 Jahre (MCC 2018, IPCC 2018).

10. Anschließend leben wir von einem „CO2-Überziehungskredit“, d. h. die ab dann emittierten Treibhausgase müssen später unter großen Anstrengungen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden (z.B. Rogelj et al., 2018; Gasser et al., 2015). Bereits die heute lebenden jungen Menschen sollen diesen „Kredit“ wieder abbezahlen. Gelingt dies nicht, werden viele nachfolgende Generationen unter den gravierenden Folgen der Erderwärmung leiden.

11. Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahrscheinlicher (Schellnhuber et al., 2016; Steffen et al., 2016 und 2018). Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.

12. Die Ozeane nehmen zurzeit rund 90 % der zusätzlichen Wärme auf (IPCC 2013). Sie haben zudem etwa 30 % des bisher emittierten CO2 aufgenommen. Die Konsequenzen sind Meeresspiegelanstieg, Verlust von Meereis, Versauerung und Sauerstoffmangel im Ozean. Die konsequente Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens ist essentiell, um Mensch und Natur zu schützen und den Verlust von marinen Arten und Lebensräumen, besonders der akut gefährdeten Korallenriffe, zu begrenzen (IPCC 2018).

13. In vielen Bereichen werden menschliche Lebensgrundlagen durch Überschreitung der planetaren Belastungsgrenzen gefährdet (Steffen et al., 2015; SRU, 2016). Mit Stand 2015 sind zwei der neun Grenzen bedenklich überschritten (Klimaerwärmung und Landnutzungsänderungen), zwei weitere (Zerstörung genetischer Vielfalt (Biodiversität) und Belastung der Phosphor- und Stickstoffkreisläufe) kritisch überschritten (Steffen et al., 2015).

14. Zurzeit findet das größte Massenaussterben seit dem Zeitalter der Dinosaurier statt (Barnosky et al., 2011). Weltweit sterben Arten derzeit 100- bis 1000-mal schneller aus als vor dem Beginn menschlicher Einflüsse (Ceballos et al., 2015; Pimm et al., 2014). In den letzten 500 Jahren sind über 300 Landwirbeltierarten ausgestorben (Dirzo et al., 2014); die untersuchten Bestände von Wirbeltierarten sind zwischen 1970 und 2014 im Durchschnitt um 60 % zurückgegangen (WWF 2018).

15. Gründe für den Rückgang der Biodiversität sind zum einen Lebensraumverluste durch Landwirtschaft, Entwaldung und Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr. Zum anderen sind es invasive Arten, sowie Übernutzung in Form von Übersammlung, Überfischung und Überjagung (Hoffmann et al., 2010).

16. Die Erderwärmung kommt hinzu: Bei unveränderten CO2-Emissionen könnten bis 2100 z. B. aus dem Amazonasbecken oder von den Galapagosinseln die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten verschwinden (Warren et al., 2018). Auch für die tropischen Korallenriffe ist die Meereserwärmung der Hauptbedrohungsfaktor (Hughes et al., 2017 und 2018; IPCC 2018).

17. Auch der Verlust an landwirtschaftlicher Nutzfläche und Bodenfruchtbarkeit, sowie die irreversible Zerstörung von Artenvielfalt und Ökosystemen, gefährden die Lebensgrundlagen und Handlungsoptionen heutiger und kommender Generationen (IPBES 2018a und 2018b; Secretariat of the CBD, 2014; Willett et al., 2019; IAAST 2009a und 2009b).

18. Insgesamt besteht durch unzureichenden Schutz der Böden, Ozeane, Süßwasserressourcen und Artenvielfalt – bei gleichzeitiger Erderwärmung als „Risikovervielfacher” (Johnstone und Mazo, 2011) – die Gefahr, dass Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern soziale und militärische Konflikte auslösen oder verschärfen und zur Migration größerer Bevölkerungsgruppen beitragen (Levy et al., 2017; World Bank Group 2018; Solow, 2013).

19. Eine nachhaltige Ernährung mit starker Reduzierung unseres Fisch-, Fleisch- und Milchkonsums und eine Neuausrichtung der Landwirtschaft auf ressourcenschonende Lebensmittelproduktion sind für den Schutz des Klimas, der Land- und Meeresökosysteme notwendig (Springmann et al., 2018).

20. Nutztierhaltung erzeugt auf über vier Fünftel der landwirtschaftlich genutzten Fläche weniger als ein Fünftel der weltweit konsumierten Kalorien (Poore and Nemecek, 2018) und hat einen erheblichen Anteil am Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase (FAO 2013). Da die landwirtschaftlich genutzte Fläche Dauergrünland, Dauerkulturen und Ackerflächen umfasst, und ein erheblicher Teil des Dauergrünlandes nicht in Ackerland verwandelt werden kann, ist auch folgender Vergleich relevant: über ein Drittel der weltweiten Getreideernte wird zurzeit als Tierfutter verwendet (FAO 2017).

21. Ein verstärkter Direktkonsum von pflanzlicher Nahrung reduziert den Bedarf an knapper Ackerfläche, erzeugt weniger Treibhausgase und hat zudem erhebliche gesundheitliche Vorteile (Springmann et al., 2016).

22. Die direkten staatlichen Subventionen für fossile Brennstoffe betragen jährlich mehrere 100 Milliarden US-Dollar (Jakob et al., 2015). Berücksichtigt man zusätzlich noch die nicht durch Steuern ausgeglichenen Sozial- und Umweltkosten (vor allem Gesundheitskosten durch Luftverschmutzung), wird die Nutzung fossiler Brennstoffe nach Schätzungen von Experten des Internationalen Währungsfonds (IMF) weltweit mit rund 5 Billionen US-Dollar pro Jahr unterstützt; das sind 6,5 % des Welt-Bruttoinlandsproduktes von 2014 (Coady et al., 2017).

23. Um dem Verursacherprinzip Rechnung zu tragen, müssten die Klimaschäden den Kosten der Verbrennung fossiler Brennstoffe zugerechnet werden. Eine Methode, mit der die Emissionen besonders effizient gesenkt werden können, sind z. B. CO2-Preise. Solange eine Versorgung durch kostengünstige erneuerbare Energieformen noch nicht ausreichend erreicht ist, müssen die dadurch entstehenden Belastungen sozialverträglich gestaltet werden. Dies ist beispielsweise durch Transferzahlungen oder Steuererleichterungen für besonders betroffene Haushalte oder eine pauschale Auszahlung an die Bürgerinnen und Bürger möglich (Klenert et al., 2018).

24. Stark sinkende Kosten und steigende Produktionskapazitäten für bereits eingeführte klimafreundliche Technologien machen eine Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu einem vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem bezahlbar und schaffen neue ökonomische Chancen (Nykvist and Nilsson, 2015; Creutzig et al., 2017; Jacobson et al., 2018; Teske et al., 2018; Breyer et al., 2018; Löffler et al., 2017; Pursiheimo et al., 2019)



.................................




Quelle...............https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/





Geh bitte auf die Punkte ein....

Mit Quellen...
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Sleep On The Floor https://www.youtube.com/watch?v=v4pi1LxuDHc
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » So 9. Jun 2019, 05:36

Die Sortierung hat begonnen.
Realisten grenzen sich von Fundis ab:
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 71594.html
Deindustriealisierung kann nicht das Ziel sein, sondern eine Industrie, die weniger CO2 freisetzt.
Außerdem muß man aufpassen, daß nicht alle Parteien über die Wupper gehen, außer Grüne und AfD.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon BingoBurner » So 9. Jun 2019, 05:56

unity in diversity hat geschrieben:(09 Jun 2019, 05:36)

Die Sortierung hat begonnen.
Realisten grenzen sich von Fundis ab:
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 71594.html
Deindustriealisierung kann nicht das Ziel sein, sondern eine Industrie, die weniger CO2 freisetzt.
Außerdem muß man aufpassen, daß nicht alle Parteien über die Wupper gehen, außer Grüne und AfD.


Weniger CO2 ? Null .....ist das Ziel. Konzepte.
Alles vorgedacht und die Grünen haben diese als einzige Partei in ihren Programm.

Die Wirklichkeit ist was für Realisten.......die findet sich aber so wirklich nicht :) ..................................wieder......in keiner Partei.
Das ist ja das Drama.

Deshalb gehen ja Kinder auf die Straße.

Die Grüne pochen 25 Jahren beim Klimaschutz auf den sozialen Ausgleich.................................................


Hört bloß keiner hin
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » So 9. Jun 2019, 06:41

Zero Carbon, geht nicht schlagartig, ohne gravierende Folgen, Bürgerkrieg eingeschlossen.
Schrittweise muß man vorgehen.
Realistische Ziele setzen und dann auch einhalten.
Die Bevölkerung muß nach Vorschlägen abgefragt werden, pro und kontra muß man öffentlich auswerten, dann machen sie mit.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Teeernte » So 9. Jun 2019, 08:51

Schnitter hat geschrieben:(09 Jun 2019, 01:36)

Google ist dein Freund.


Nach was soll ich da googeln ? ...Da sich die Abhängigkeit durch die Nutzung selbst ergibt ?

...der Chinese selbst nur einen kleinen Teil der Energie für sich selbst benötigt - wir jedoch , über die verlängerte Werkbank China - eigentlich die Verbraucher und damit die Umweltsünder sind.

Also wonach meinst Du soll ich "suchen"?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 9. Jun 2019, 09:27

BingoBurner hat geschrieben:(09 Jun 2019, 05:56)

Weniger CO2 ? Null .....ist das Ziel. Konzepte.
Alles vorgedacht und die Grünen haben diese als einzige Partei in ihren Programm.

Die Wirklichkeit ist was für Realisten.......die findet sich aber so wirklich nicht :) ..................................wieder......in keiner Partei.
Das ist ja das Drama.

Deshalb gehen ja Kinder auf die Straße.

Die Grüne pochen 25 Jahren beim Klimaschutz auf den sozialen Ausgleich.................................................


Hört bloß keiner hin


Es hoert keiner hin weil Null Co2 aus Emissionen des homo sapiens utopisch ist. Weil dafuer die Technologie noch fehlt und die gesamte Welt am gleiche Strang ziehen muesste und das wird in absehbarer Zeit nicht geschehen. Mann muesste auch 0 Methan fordern! Alle Grasfresser abschlachten und alle Menschen zu Veganer werden. Eventuell das furzen verbieten :p

Warum gehen die Kinder in Deutschland auf die Strasse? Weil sie einen vollen Bauch haben und in Wohlstand aufgewachsen sind und Leben, akademisch nicht ambintioniert und ihnen eindoktriniert wurde das die Welt am Abgrund ist. Gehen Kinder in Asien, Afrika oder Suedamerika auf die Strasse???? Nein! Die wollen es besser haben als die Eltern und lernen anstatt Schule zu schwaenzen!

Realisten verfallen nicht in Panik, plaedieren nicht fuer Loesungen die nicht machbar sind und suchen machbare Loesungen. Das sind oft kleine Schritte aber das ist besser als grosse Schritte, stolpern und auf die Schnauze fallen.

Die Gruenen sind Traumtaenzer. Trauemen ist schoen und gut aber bringt keine Resultate.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Teeernte » So 9. Jun 2019, 10:25

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(09 Jun 2019, 09:27)

Die Gruenen sind Traumtaenzer. Trauemen ist schoen und gut aber bringt keine Resultate.


>> Spätromantische DEKADENZ >> Fin de Siècle
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon ThorsHamar » So 9. Jun 2019, 11:01

BingoBurner hat geschrieben:(09 Jun 2019, 02:50)

Wir fangen doch gerade erst an :)

.....
Geh bitte auf die Punkte ein....

Mit Quellen...


Ich bin auf alle Punkte eingegangen. :cool: Solange der Punkt 3. als Dogma kredenzt wird, ist der Rest nichts weiter als ein Katechismus.
Mein Punkt ist:
"Schade, dass es keine Temperaturangaben von VOR dem Beginn der Wetteraufzeichnungen gibt. :cool:
Ich muss sagen, dass ich die Schlussfolgerungen aus 200 Jahren Temperaturmessung in RELATION zu Millionen von Jahren ohne Messung sehr gewagt finde."

Ich glaube eben nicht, dass es Menschen möglich ist, sich irgendein Klima, was ja schliesslich immerhin eine dauerhaft fixe Konstellation weltweiter Wetterverhältnisse darstellt, basteln zu können, weder in die eine, noch in die andere Richtung.
Mich würde ALS ALLERSTES mal interessieren, WELCHES KLIMA denn weltweit überhaupt gelten, also "gerettet" werden soll?
Da bin ja gespannt, wann als globale Massnahme alle Staaten ihre Wünsche äussern können und in den Konzepten der Grünen berücksichtig werden. :p
So, wie es jetzt ist, sollen die klimatischen Verhältnisse ja so bleiben, dass es bei UNS schön ist. Die klimatisch bedingten Katastrophen in anderen Gegenden der Welt, z.B. das Christkind, interessieren ja nicht so dolle.
Also: 1. Massnahme bei Rettung: WAS soll gerettet werden!!!!!
WELCHES Klima? WER BESTIMMT DAS? Wer muss sein Klima, welches seit Jahrtausenden für Katastrophen sorgt, behalten, damit unser schönes so bleiben darf, also gerettet wird?
Sind WIR die Frauen und Kinder?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Nightrain » So 9. Jun 2019, 12:04

Naja gut, es ist wirklich so, dass unsere USA-Europa Idealtemperatur weltweit gesehen gar nicht die beste Temperatur sein muss.
Mir persönlich aber ehrlich gesagt völlig wurscht. Sobald die großen CO2 Abscheider anlaufen, sollte man sehen, ob vielleicht nicht +-0°C für uns ideal wären, sondern -1,5°C.

In jedem Fall wird es interessant, wenn durch den Klimawandel Technologien verfügbar werden, die es einzelnen Staaten(gemeinschaften) erlauben das Weltklima für sich selbst zu optimieren.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 12:12

Nightrain hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:04)

In jedem Fall wird es interessant, wenn durch den Klimawandel Technologien verfügbar werden, die es einzelnen Staaten(gemeinschaften) erlauben das Weltklima für sich selbst zu optimieren.

Wie soll das denn funktionieren?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon ThorsHamar » So 9. Jun 2019, 12:21

Nightrain hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:04)

Naja gut, es ist wirklich so, dass unsere USA-Europa Idealtemperatur weltweit gesehen gar nicht die beste Temperatur sein muss.

Mir persönlich aber ehrlich gesagt völlig wurscht. Sobald die großen CO2 Abscheider anlaufen, sollte man sehen, ob vielleicht nicht +-0°C für uns ideal wären, sondern -1,5°C.


Wir sollten versuchen, die Sonne und deren übergeordnete Sternhaufen irgendwie parteilich einzubinden.Damit hätte dann auch Quasi-Religion Grün einen himmlischen Bezug.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Nightrain » So 9. Jun 2019, 12:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:12)
Wie soll das denn funktionieren?


Kein realistischer 1.5°C Pfad aus den Klimarat Berichten kommt ohne massive Invesitionen in "Bioenergy combined with carbon capture and storage (BECCS)" aus. Einsatzbereite Methoden müssen also in den nächsten Jahren so oder so entwickelt werden. Und warum sollte man dann genau auf die 0°C Linie zielen, die völlig willkürlich festgelegt wurde? Die "richtige" Temperatur werden diejenigen Länder bestimmen, die sich den Einsatz von BECCS leisten können. Wer bezahlt, bestimmt. Vielleicht sind dann die +1,5°C ideal oder -2°C oder +2°C?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 9. Jun 2019, 12:43

Nightrain hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:04)

Naja gut, es ist wirklich so, dass unsere USA-Europa Idealtemperatur weltweit gesehen gar nicht die beste Temperatur sein muss.
Mir persönlich aber ehrlich gesagt völlig wurscht. Sobald die großen CO2 Abscheider anlaufen, sollte man sehen, ob vielleicht nicht +-0°C für uns ideal wären, sondern -1,5°C.

In jedem Fall wird es interessant, wenn durch den Klimawandel Technologien verfügbar werden, die es einzelnen Staaten(gemeinschaften) erlauben das Weltklima für sich selbst zu optimieren.


Nicht vergessen, das die USA nicht laenger mitmachen sich auf irgendeine Co2 Reduzierung einzulassen oder was auch immer eine akzeptable Temperatursteigerung sein koennte um dem angeblichen Amageddon zu entgehen.

Somit ist alles rein akademisch. Weder USA, China, Indien, Brasil, Australien, Neuseeland, Russland, Mittlerer Osten und die Staaten Suedostasien lassen sich auf irgendwas festlegen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 12:48

Nightrain hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:24)

Kein...

Du hast meine Frage falsch verstanden. Wie soll das mit dem Weltklima funktionieren, wenn jeder Staat oder Staatenbund das Weltklima für sich optimieren können soll?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » So 9. Jun 2019, 13:00

ThorsHamar hat geschrieben:(09 Jun 2019, 11:01)
Ich bin auf alle Punkte eingegangen. :cool: Solange der Punkt 3. als Dogma kredenzt wird, ist der Rest nichts weiter als ein Katechismus.
Mein Punkt ist:
"Schade, dass es keine Temperaturangaben von VOR dem Beginn der Wetteraufzeichnungen gibt. :cool:
Ich muss sagen, dass ich die Schlussfolgerungen aus 200 Jahren Temperaturmessung in RELATION zu Millionen von Jahren ohne Messung sehr gewagt finde."

Du ignorierst dabei leider vollkommen, dass die Wissenschaft nicht mit der Aufzeichnung von Temperaturen vor 200 Jahren anfing. Es gibt eine Fülle von Merkmalen anhand derer man die klimatischen Bedingungen vor der eigentlichen Temperaturaufzeichnungen relativ genau eingrenzen kann. So zu tun als gäbe es das nicht, erscheint doch als stellt sich ja jemand absichtlich dumm, weil des nur dem eigenen Argument dient.
Ich glaube eben nicht, dass es Menschen möglich ist, sich irgendein Klima, was ja schliesslich immerhin eine dauerhaft fixe Konstellation weltweiter Wetterverhältnisse darstellt, basteln zu können, weder in die eine, noch in die andere Richtung.
Mich würde ALS ALLERSTES mal interessieren, WELCHES KLIMA denn weltweit überhaupt gelten, also "gerettet" werden soll?
Da bin ja gespannt, wann als globale Massnahme alle Staaten ihre Wünsche äussern können und in den Konzepten der Grünen berücksichtig werden. :p
So, wie es jetzt ist, sollen die klimatischen Verhältnisse ja so bleiben, dass es bei UNS schön ist. Die klimatisch bedingten Katastrophen in anderen Gegenden der Welt, z.B. das Christkind, interessieren ja nicht so dolle.
Also: 1. Massnahme bei Rettung: WAS soll gerettet werden!!!!!
WELCHES Klima? WER BESTIMMT DAS? Wer muss sein Klima, welches seit Jahrtausenden für Katastrophen sorgt, behalten, damit unser schönes so bleiben darf, also gerettet wird?
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Du vergisst eines: Dem Klima ist der Mensch egal, dem Menschen kann das Klima aber nicht egal sein. Klimapolitik dient nicht einem ideal das Klima als Selbstzweck zu regulieren, sondern einzig und alleine dem Ziel die anstehenden Veränderungen, die größtenteils im Endeffekt kaum mehr abwendbar sind, auf einen möglichst großen Zeitraum zu dehnen, damit man dadurch Zeit gewinnt sich besser darauf einzustellen.

Klimapolitik ist also nichts weiter als ein Teil der Bürde vorwegzunehmen, welche wir zukünftigen Generationen durch exzessiven Ausstoß von CO2 in der Vergangenheit und heute auferlegt haben.

Wenn Du nun darauf einsteigst, dass Politiker irgendwelche Grenzen für Temperaturveränderungen setzen - mein Gott - das ist, um ein politisches Ziel vorzugeben, welches einfach genug ist es in einem Satz zu beschreiben. Wenn man die Auswirkung einer schnellen klimatischen Anpassung gegen einen etwas ausgedehnteren Zeitraum im Worte fassen wollte, dann müßte man ein Buch darüber schreiben (welches keiner lesen würde … ).

Mir ist es schleierhaft wieso Menschen sich so gegen diese Erkenntnisse stemmen. Da wird wirklich nach jedem Vorwand gesucht, obwohl es darum gehen würde die Menschheit gemeinsam hinter ein Ziel zu stellen. Traurig, dass ich in diesem Punkt denjenigen, denen ich ideologisch wenig nahe stehe, Recht geben muss.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Nightrain » So 9. Jun 2019, 13:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:48)
Du hast meine Frage falsch verstanden. Wie soll das mit dem Weltklima funktionieren, wenn jeder Staat oder Staatenbund das Weltklima für sich optimieren können soll?


Das stand aber schon drin. Es gibt nur sehr wenige Staaten, die technologisch und finanziell stark genug sind das zu stemmen. USA, China/Russland und die EU.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 13:19

Nightrain hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:09)

Das stand aber schon drin. Es gibt nur sehr wenige Staaten, die technologisch und finanziell stark genug sind das zu stemmen. USA, China/Russland und die EU.

OMG. Was ist denn, wenn USA/EU ein anderes, für sie optimiertes Weltklima, haben wollen als China/Russland?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Teeernte » So 9. Jun 2019, 13:27

Skeptiker hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:00)

Du ignorierst dabei leider vollkommen, dass die Wissenschaft nicht mit der Aufzeichnung von Temperaturen vor 200 Jahren anfing. Es gibt eine Fülle von Merkmalen anhand derer man die klimatischen Bedingungen vor der eigentlichen Temperaturaufzeichnungen relativ genau eingrenzen kann. So zu tun als gäbe es das nicht, erscheint doch als stellt sich ja jemand absichtlich dumm, weil des nur dem eigenen Argument dient.

Du vergisst eines: Dem Klima ist der Mensch egal, dem Menschen kann das Klima aber nicht egal sein. Klimapolitik dient nicht einem ideal das Klima als Selbstzweck zu regulieren, sondern einzig und alleine dem Ziel die anstehenden Veränderungen, die größtenteils im Endeffekt kaum mehr abwendbar sind, auf einen möglichst großen Zeitraum zu dehnen, damit man dadurch Zeit gewinnt sich besser darauf einzustellen.

Klimapolitik ist also nichts weiter als ein Teil der Bürde vorwegzunehmen, welche wir zukünftigen Generationen durch exzessiven Ausstoß von CO2 in der Vergangenheit und heute auferlegt haben.

Wenn Du nun darauf einsteigst, dass Politiker irgendwelche Grenzen für Temperaturveränderungen setzen - mein Gott - das ist, um ein politisches Ziel vorzugeben, welches einfach genug ist es in einem Satz zu beschreiben. Wenn man die Auswirkung einer schnellen klimatischen Anpassung gegen einen etwas ausgedehnteren Zeitraum im Worte fassen wollte, dann müßte man ein Buch darüber schreiben (welches keiner lesen würde … ).

Mir ist es schleierhaft wieso Menschen sich so gegen diese Erkenntnisse stemmen. Da wird wirklich nach jedem Vorwand gesucht, obwohl es darum gehen würde die Menschheit gemeinsam hinter ein Ziel zu stellen. Traurig, dass ich in diesem Punkt denjenigen, denen ich ideologisch wenig nahe stehe, Recht geben muss.


Ja , die Aufzeichnungen sind da.....aber vorrangig gehen die amerikanischen Aufzeichnungen ein.

Die langen REIHEN NASS Chemischen Analysen VIELER Deutscher Wissenschaftler in Sachen CO2 werden vollkommen ignoriert. ...und werden auch garnicht wieder aufgenommen....man könnte auch diese "Automatentechnisch" weiterführen .


Leider sammeln sich viele Menschen "IHRE" Weltanschauung ...und die dazugehörige "Realität" per WERBUNG//Propaganda aus.

Durch die erhöhten Werte des CO2 ist VOLKOMMEN KLAR - dass der CO2 Abbau in der Hochatmösphäre nur noch SEHR langsam von Statten geht, das CO2 viel langlebiger wird...
das "ZIEL" einer 1,5 Grad vollkommen "ILLUSORISCH" ist.

Leider wird das meiste Geld für Statusobjekte verbraten - die Erdgeschichtlich sehr KURZLEBIG sind....

EINZIGER Vorteil - die Erderwärmung selbst wird zu einer Verrringerung des CO2 Ausstoß führen....wir brachen weniger Heizung. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon BlueMonday » So 9. Jun 2019, 13:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:48)

Du hast meine Frage falsch verstanden. Wie soll das mit dem Weltklima funktionieren, wenn jeder Staat oder Staatenbund das Weltklima für sich optimieren können soll?


Nun, so wie der weitweite Handel im Idealfall, da gibt es ja - Gott sei dank- noch keine totale golbale Planwirtschaft. Entgegen der momentanen Klimahysterie ist "Klima" ja etwas, das sehr unterschiedlich an den verschiedenen Orten der Welt ausgeprägt ist und darüber hinaus gibt es auch recht unterschiedliche Präferenzen, wie eben das Klima beschaffen sein sollte und auch sehr unterschiedliche Auffassungen, wie man mit den Klimaänderungen, die es schon immer gab, umgeht. Wenn es da Menschen gibt, die der bspw. Ansicht sind, dass sich zu viel CO2 in der Luft befindet und es deshalb zu warm wäre, dann müssen eben jene Menschen (nicht "Staaten", "Gesellschaften", "Völker" und schon gar nicht "die Welt" und all dieser holistische Unfug) ihren CO2 Ausstoß reduzieren und sog. CO2-Senken schaffen.

Darüber hinaus können sie auch gern ihre Mitmenschen davon überzeugen, es ihnen gleich zu tun, auf erwachsene Weise mit ordentlichen Argumenten. Kurz: die Kosten für ihre Klimaansicht selber tragen und nicht in einen gewaltgestützen Totalitarismus verfallen.
Nur ein kleines Beispiel: hier im Forum gibt es einen klimabesorgten Teilnehmer, der dann aber ungeniert eine "Totholzheizung" betreibt und damit massiv CO2 in die Atmosphäre bläst. Das ist ja genau der falsche Gedankengang, wenn er dann erwidern würde, dass das ja ein so unbedeutender Beitrag wäre, wenn er dies unterlassen also seinen persönlichen Beitrag leisten würde, dass man es auch bei seinem bisherigen (falschen) Handeln belassen könnte und stattdessen bequem in einen absurden Totalitarismus verfällt und dann von *allen* etwas verlangt. Diese Schwulschwänzerei steckt ja in derselben Denkbox gefangen. Statt etwas direkt Wirksames zu tun, fordert man nur etwas von anderen, wartet darauf, dass andere etwas tun. Das ist eine politische Krankheit, die ein weitaus größeres Problem darstellt als der ganze "Klimawandel".
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon ThorsHamar » So 9. Jun 2019, 14:32

Skeptiker hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:00)

... Mir ist es schleierhaft wieso Menschen sich so gegen diese Erkenntnisse stemmen. Da wird wirklich nach jedem Vorwand gesucht, obwohl es darum gehen würde die Menschheit gemeinsam hinter ein Ziel zu stellen. Traurig, dass ich in diesem Punkt denjenigen, denen ich ideologisch wenig nahe stehe, Recht geben muss.


Und mir ist schleierhaft, wie sich Menschen der politisch motivierten Manipulation durch Sprache ergeben.
Das Wort "Klimapolitik" ist im faktischen Ansatz genau so unsinnig "Erdbebenpolitik" . Es ist faktisch unmöglich, ein "Klima" zu retten, zu erhalten, zu schützen.
Warum heisst die "Klimapolitik" nicht einfach " Gemeinsame, weltweite Massnahmen zur sofortigen Beseitigung der Verdreckung unseres Planeten unter Einbeziehung aller Staaten und Nationen der Erde" ?

Richtig, weil dann die katastrophal ökologische Bilanz der sog. "Globalisierung" auf den Tisch käme, z.B. nur mal die unglaublichen Transporte aller Westnationen in das und aus dem Billigproduktionsland China.
Die Massnahmen, die wirklich nötige wären, um die Umweltverschmutzung ( so hiess "Klimaschutz" nämlich bis neulich noch vernünftig ) werden nie einen weltweiten Konsens finden, um die industrialisierte Globalisierung zu stoppen und umzukehren.
Die Börsen, die tatsächlichen Regierungen der Welt, müssen erst einen neuen Ansatz finden, um sowas vermarkten können.

Nein, man braucht eine Parole, vor der alle Bewohner westlicher Nationen gemeinsam Schiss haben können: Klimawandel, welche das Grundübel einfach überschreien!!!
Denn: tatsächlich Ursachen der Verdreckung zu beseitigen erfordert, nicht nur die Schule zu verpassen, sonder grundlegende gesellschaftliche und industriell-ökonomische Veränderung, für die "streikenden" Kinder z.B. sofort die Energiefresser "soziale Medien" und Smartphones ab-und aufzugeben.
Aber da endet dann das Engagement für "das Klima", bzw. dort würde es erstmal überhaupt beginnen.
Und was das für uns Erwachsene bedeutet, ist ein Thema, dass in diesem Strang hier gar nicht diskutiert werden kann.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair

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