Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Do 14. Mär 2019, 21:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Mar 2019, 21:35)

Das ist sicher zutreffend, nur ist es dann längst zu spät. Eigentlich hätte man schon in den 80er Jahren damit anfangen müssen.


Es macht wenig Sinn, über die verschüttete Milch zu jammern. Auch ein Kettenraucher kann mit Mitte 40 für sich entscheiden, mit dem Rauchen aufzuhören. Ob es dann zu spät ist, weiß keiner, aber es zu tun macht Sinn.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Mär 2019, 22:35

Die Menschheit hört aber nicht mit dem "Kettenrauchen" auf, im Gegenteil, nach Stand der Dinge raucht sie immer mehr. Weil rauchende Schornsteine mit Wohlstand eng verknüpft sind, das ist der große Unterschied zum Kettenraucher, der hat durch die Qualmerei keinerlei Vorteile.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Do 14. Mär 2019, 22:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Mar 2019, 22:35)

Die Menschheit hört aber nicht mit dem "Kettenrauchen" auf, im Gegenteil, nach Stand der Dinge raucht sie immer mehr.


Die Menschheit hört nicht auf. Aber der einzelne Mensch schon. In Industrieländern wie Deutschland hat der Anteil der Raucher in den letzten 20 Jahren abgenommen: https://www.rauchfrei-info.de/informier ... wachsenen/

Tom Bombadil hat geschrieben: Weil rauchende Schornsteine mit Wohlstand eng verknüpft sind


Das ist ja zum Glück schon lange nicht mehr so. Übrigens gab es in der DDR jede Menge rauchende Schornsteine. ;)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Mär 2019, 22:52

Sören74 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 22:47)

Die Menschheit hört nicht auf.

Eben, deswegen wird sich der Klimawandel auch nicht verlangsamen lassen.

Das ist ja zum Glück schon lange nicht mehr so.

Warum wird dann so viel CO2 ausgestoßen wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte?

Übrigens gab es in der DDR jede Menge rauchende Schornsteine.

Relativ zum Rest des Ostblocks ging es der DDR wirtschaftlich besser.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Do 14. Mär 2019, 22:57

Der Spieler braucht sein Glücksrad...der Erderwärmer sein Windrad.

Mit dem RAD drehen wird GELD verdient. (...alle Räder stehen still ...weil der Grüne Arm es will ??)

Ähmm .. die würden nicht mal 3 Minuten das Fernsehen ausschalten fürs Klima.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Do 14. Mär 2019, 23:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Mar 2019, 22:52)

Eben, deswegen wird sich der Klimawandel auch nicht verlangsamen lassen.


Etwas gewagter Analogieschluss. ;) Es muss sich beim Klimaschutz auch nicht jeder Einzelne fürs Klima einsetzen. Wichtiger ist doch, dass politisch und technologisch die Weichen für eine Energieinfrastruktur gestellt werden, die mit weniger fossilen Kohlenstoffen auskommt.

Tom Bombadil hat geschrieben:Warum wird dann so viel CO2 ausgestoßen wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte?


Wir erleben eine Spätphase des karbonen Zeitalters (aus Sicht der Energiegewinnung) mit einer wachsenden Wirtschaft und erst langsam wachsenden Bewusstsein für die Problematik und einer beginnenden Umstellung der Energiewirtschaft. Das es nicht so weitergehen wird, ergibt sich schon aus der begrenzten Ressourcen bei den fossilen Brennstoffen. Die Frage ist also nicht, ob wir eine weltweite Energiewende erleben werden, sondern wann.

Tom Bombadil hat geschrieben:Relativ zum Rest des Ostblocks ging es der DDR wirtschaftlich besser.


Klar, ein König unter den Einäugigen. ;) Die BRD hatte damals nur halb so viel CO2 pro Kopf ausgestoßen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Mär 2019, 23:19

Sören74 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 23:04)

Etwas gewagter Analogieschluss.

Du hast die Analogie offensichtlich nicht verstanden, macht aber nix.

Wichtiger ist doch, dass politisch und technologisch die Weichen für eine Energieinfrastruktur gestellt werden, die mit weniger fossilen Kohlenstoffen auskommt.

Das und der Rest sind Phrasen, die durch die Realität Lügen gestraft werden. Das einzige, was kurzfristig (nächste 5 Jahre) zu einem Sinken des CO2-Ausstoßes führen kann, wäre eine massive Wirtschaftskrise. Fossile Brennstoffe sind noch lange nicht am Ende und solange sie deutlich günstiger zu haben sind als EE, werden sie auch eingesetzt werden, besonders in weniger reichen und armen Staaten.

Die Frage ist also nicht, ob wir eine weltweite Energiewende erleben werden, sondern wann.

Sicher, irgendwann in ferner Zukunft wird die Menschheit nur noch Strom aus EE oder aber auch aus der Kernfusion herstellen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Do 14. Mär 2019, 23:31

Wie viel Öl gibt es noch?

Die Rohölvorkommen sind gigantisch. Aktuell lagern unter der Erdoberfläche etwa 2,6 Billionen Barrel Öl. Diese Menge reicht, um den Ölbedarf der Welt bis zum Jahr 2050 zweimal zu stillen, wie der Ölkonzern BP in seinem „Energy Outlook“ berechnet hat. Allerdings ist auch dies nur eine Momentaufnahme. Möglicherweise schlummern unter der Erdkruste noch viel mehr unentdeckte Vorkommen, die gefördert werden könnten. So stiegen die Schätzungen der Reserven deutlich, als die Förderung von Öl in Schiefergestein durch sogenanntes Fracking möglich wurde. Dem technischen Fortschritt ist es zu verdanken, dass immer mehr Ölreserven erschlossen werden können. „Das Öl geht uns nicht aus. Die Förderung ist nur eine Frage des Preises“, sagt der Energieexperte des Energieinformationsdienstes (EID), Rainer Wiek, dieser Zeitung. Auch der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Christian Küchen, hält nach den aktuellen Prognosen die Erdölversorgung in diesem Jahrhundert für gesichert: „Der Ölbedarf bis 2050 liegt bei voraussichtlich rund 1,2 Billionen Barrel. Hinzu kommen hohe Ölreserven im Boden, deren Produktion zwar aktuell nicht lohnt, die aber bei höheren Ölpreisen auch förderbar sind.“

Warum ist der Ölpreis so niedrig?

Ein deutliches Zeichen der derzeit guten Ölversorgung ist der Preis. Nach den Höchstständen zwischen 2012 und 2014 haben sich die Preise fast halbiert. Wurden damals in der Spitze 109 Dollar je Barrel (159 Liter) fällig, sind es aktuell rund 55 Dollar.
https://www.morgenpost.de/wirtschaft/ar ... -noch.html

Wer bekommt den letzten Tropfen Öl ?

....der ihn bezahlt.

StockholmDer geplante Ausstieg des norwegischen Ölfonds aus seinen Beteiligungen an Öl- und Gasunternehmen ist wieder unsicherer geworden. Eine von der norwegischen Regierung eingesetzte Kommission hat jetzt empfohlen, den vom Ölfonds-Chef Yngve Slyngstad vorgeschlagenen Ausstieg aus allen Öl- und Gas-Investments nicht durchzuführen.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/a ... 52868.html

Denn die Investments werfen hohe Renditen ab.

Wer klug ist, investiert wie der norwegische Ölfonds - Capital
https://www.capital.de › Geld & Versicherungen


Nach dem angekündigten Rückzug aus Investitionen in die Kohle-Industrie diskutiert die Allianz auch einen Ausstieg aus der Öl-Industrie.


Da bin ich mal gespannt.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Do 14. Mär 2019, 23:32

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Mar 2019, 23:19)

Du hast die Analogie offensichtlich nicht verstanden, macht aber nix.


Ich habe schon verstanden, auf welche Analogie Du angespielt hast. Nur ich halte das für einen klassischen Analogieschluss: https://de.wikipedia.org/wiki/Analogismus

Tom Bombadil hat geschrieben:Das und der Rest sind Phrasen, die durch die Realität Lügen gestraft werden. Das einzige, was kurzfristig (nächste 5 Jahre) zu einem Sinken des CO2-Ausstoßes führen kann, wäre eine massive Wirtschaftskrise. Fossile Brennstoffe sind noch lange nicht am Ende und solange sie deutlich günstiger zu haben sind als EE, werden sie auch eingesetzt werden, besonders in weniger reichen und armen Staaten.


Schön von einem Moderator zu erleben, wie er die Aussagen seines Gegenüber pauschal abwertet. Ich bleib lieber auf bei der Sachebene. Persönliches Handeln bringt kaum etwas, wenn man nicht die Volkswirtschaften entsprechend auf eine Energietechnologie ausrichtet, die deutlich weniger fossile Brennstoffe benötigt. Das ist keine Phrase, das hängt mit der Lebenswirklichkeit zusammen. Unsere Pro-Kopf-Emissionen hängen stark davon ab, wie viele Emissionen die Stromwirtschaft, die Mobilität und das Heizen erzeugen. Schon heute ist der Weltmarkt für Öl nicht in der Lage, seine Kunden zu niedrigen Preisen zu versorgen. Der Bedarf wächst, aber das Angebot kommt nicht im selben Maße hinterher. Die Entwicklung wird so weitergehen und die Ölländer wissen auch, dass sie bald nicht mehr ihre gute Geschäftsgrundlage besitzen werden.

Tom Bombadil hat geschrieben:Sicher, irgendwann in ferner Zukunft wird die Menschheit nur noch Strom aus EE oder aber auch aus der Kernfusion herstellen.


Wieso nicht anstreben, dass in mittlerer oder naher Zukunft zu erreichen?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Mär 2019, 00:01

Sören74 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 23:32)

Ich habe schon verstanden, auf welche Analogie Du angespielt hast.

Unwahrscheinlich, sonst hättest du nicht davon geschrieben, dass die Zahl der Raucher abnimmt.

Schön von einem Moderator zu erleben, wie er die Aussagen seines Gegenüber pauschal abwertet. Ich bleib lieber auf bei der Sachebene.

Phrasen als solche zu bezeichnen ist weder unsachlich noch abwertend noch hat es irgendwas damit zu tun, dass ich in Forum 4 Moderator bin.

Das ist keine Phrase, das hängt mit der Lebenswirklichkeit zusammen.

Selbstverständlich ist das eine Phrase.

Schon heute ist der Weltmarkt für Öl nicht in der Lage, seine Kunden zu niedrigen Preisen zu versorgen.

Angebot und Nachfrage regulieren den Preis, das ist VWL 101.

Und du sagst es ja selber:
Der Bedarf wächst, aber das Angebot kommt nicht im selben Maße hinterher.

Daraus folgt: der Preis steigt.

Die Entwicklung wird so weitergehen und die Ölländer wissen auch, dass sie bald nicht mehr ihre gute Geschäftsgrundlage besitzen werden.

Ich meine, dass die OPEC vor noch gar nicht allzu langer Zeit ihre Förderung gedrosselt hat, was den Preis noch zusätzlich in die Höhe getrieben hat. Die Ölreserven ("Unter Reserven versteht man die zu gegenwärtigen Preisen und mit heutigen Fördertechnologien gewinnbare Menge an Rohstoffen.") reichen bei gleichbleibendem Verbrauch noch 50-60 Jahre: https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6 ... C3%A4ndern Die Ressourcen reichen noch viel länger, unterliegen aber Restriktionen in der Fördertechnik und den Preisen.

Wieso nicht anstreben, dass in mittlerer oder naher Zukunft zu erreichen?

Wird doch gemacht.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Fr 15. Mär 2019, 00:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Mar 2019, 00:01)

Unwahrscheinlich, sonst hättest du nicht davon geschrieben, dass die Zahl der Raucher abnimmt.


In Deutschland. Und das stimmt ja auch, also warum soll ich das nicht schreiben?

Tom Bombadil hat geschrieben:Phrasen als solche zu bezeichnen ist weder unsachlich noch abwertend noch hat es irgendwas damit zu tun, dass ich in Forum 4 Moderator bin.


In Bezug auf eine Diskussion halte ich das für unsachlich und abwertend und vermeide solche Äußerungen.

Tom Bombadil hat geschrieben:Selbstverständlich ist das eine Phrase.


Wiederholungen ersetzen keine Begründungen.

Tom Bombadil hat geschrieben:Angebot und Nachfrage regulieren den Preis, das ist VWL 101.


Nachfrage steigt, Angebot kommt nicht hinterher. Folge: Ölpreise steigen. Das ist das, was wir langfristig über 20 Jahre auf den Weltmärkten sehen und was so weiter gehen wird, wenn die Industriestaaten ein "weiter so" veranstalten.

Tom Bombadil hat geschrieben:Ich meine, dass die OPEC vor noch gar nicht allzu langer Zeit ihre Förderung gedrosselt hat, was den Preis noch zusätzlich in die Höhe getrieben hat. Die Ölreserven ("Unter Reserven versteht man die zu gegenwärtigen Preisen und mit heutigen Fördertechnologien gewinnbare Menge an Rohstoffen.") reichen bei gleichbleibendem Verbrauch noch 50-60 Jahre: https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6 ... C3%A4ndern Die Ressourcen reichen noch viel länger, unterliegen aber Restriktionen in der Fördertechnik und den Preisen.


Diese Förderdrosselungen sind verglichen mit dem Langzeittrend kurzfristige Effekte. DIe können die OPEC-Staaten auch nicht dauerhaft durchhalten, weil sie von den Verkäufen leben. Die Reichweiten beziehen sich auf die verfügbaren Reserven. Diese sind aber teilweise nur durch aufwendige Techniken zu fördern, was den Preis so weit nach oben treiben würde, dass es sich nicht mehr lohnt, dieses Öl zu fördern. Das technisch einfach zu fördernde Öl wird schneller zur Neige gehen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Mär 2019, 00:27

Sören74 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 00:16)

In Deutschland. Und das stimmt ja auch, also warum soll ich das nicht schreiben?

Weil es nichts mit der Analogie zu tun hat.

In Bezug auf eine Diskussion halte ich das für unsachlich und abwertend und vermeide solche Äußerungen.

Manchmal schmerzt die Wahrheit.

Wiederholungen ersetzen keine Begründungen.

Phrasen ersetzen keinen Inhalt.

Nachfrage steigt, Angebot kommt nicht hinterher. Folge: Ölpreise steigen.

Jetzt hast du es verstanden, bravo :thumbup:

Das ist das, was wir langfristig über 20 Jahre auf den Weltmärkten sehen und was so weiter gehen wird, wenn die Industriestaaten ein "weiter so" veranstalten.

Alle anderen Staaten brauchen kein Erdöl?

Diese Förderdrosselungen sind verglichen mit dem Langzeittrend kurzfristige Effekte. DIe können die OPEC-Staaten auch nicht dauerhaft durchhalten, weil sie von den Verkäufen leben.

Bei hohen Preisen sind die Gewinne höher, auch wenn die verkauften Mengen geringer sind. Die OPEC balanciert immer auf dem schmalen Grat, nur so viel zu liefern wie unbedingt nötig, ohne bei den Kunden die Wirtschaft mit zu hohen Preisen abzuwürgen, mit dem Ziel, den größtmöglichen Profit zu erzielen.

Diese sind aber teilweise nur durch aufwendige Techniken zu fördern, was den Preis so weit nach oben treiben würde, dass es sich nicht mehr lohnt, dieses Öl zu fördern.

Eben nicht, ich hatte es doch extra für dich zitiert: "Unter Reserven versteht man die zu gegenwärtigen Preisen und mit heutigen Fördertechnologien gewinnbare Menge an Rohstoffen."
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Fr 15. Mär 2019, 00:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Mar 2019, 00:27)

Weil es nichts mit der Analogie zu tun hat.


Ich habe doch die Analogie mit dem Rauchen ins Spiel gebracht. Warum soll ich dann nicht selbst sagen dürfen, dass in Deutschland die Zahl der Raucher abgenommen hat? :)

Tom Bombadil hat geschrieben:Manchmal schmerzt die Wahrheit.


Jetzt geht das wieder los. :rolleyes: Das ist ein Diskussionsforum. Hier werden nicht Wahrheiten verkündet, sondern Meinungen ausgetauscht.

Tom Bombadil hat geschrieben:Jetzt hast du es verstanden, bravo :thumbup:


Ich hab das schon vor 25 Jahren verstanden. Ich weiß deshalb nicht, was das sollte?

Tom Bombadil hat geschrieben:Alle anderen Staaten brauchen kein Erdöl?


Die Hauptabnehmer sind nun mal die Industriestaaten.

Tom Bombadil hat geschrieben:Bei hohen Preisen sind die Gewinne höher, auch wenn die verkauften Mengen geringer sind. Die OPEC balanciert immer auf dem schmalen Grat, nur so viel zu liefern wie unbedingt nötig, ohne bei den Kunden die Wirtschaft mit zu hohen Preisen abzuwürgen, mit dem Ziel, den größtmöglichen Profit zu erzielen.


Die Gewinne sind aber nicht absolut höher, wenn man extrem die Förderung drosselt. Was nützt es den Ländern, wenn sie pro Liter Öl eine höhere Gewinnmarsche haben, aber deutlich weniger davon verkaufen? Es ändert ja nichts am langfristigen Trend, dass der Ölpreis nach oben ging und weiter gehen wird, wenn sich nichts ändert.

Tom Bombadil hat geschrieben:Eben nicht, ich hatte es doch extra für dich zitiert: "Unter Reserven versteht man die zu gegenwärtigen Preisen und mit heutigen Fördertechnologien gewinnbare Menge an Rohstoffen."


Im Wikipedia-Artikel steht: "die Erdölreserven einschließlich Ölsand und Schwerstöl 2011 noch für 56 Jahre reichen werden." Ölsand und Schwerstöl dürfte wohl kaum zu den Quellen gehören, die man mit heutigen Preisen und Technologien fördern kann.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Mär 2019, 09:15

Sören74 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 00:55)

Warum soll ich dann nicht selbst sagen dürfen, dass in Deutschland die Zahl der Raucher abgenommen hat?

Klar darfst du das sagen, hat nur nichts mit dem Thema zu tun.

Jetzt geht das wieder los.

Du brauchst ja kein Drama draus zu machen, dass jemand eine Phrase Phrase nennt :)

Ich hab das schon vor 25 Jahren verstanden.

Das las sich aber deutlich anders, aber macht ja nix, jetzt hast du es ja kapiert.

Die Hauptabnehmer sind nun mal die Industriestaaten.

Das geschieht nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil das Erdöl bzw. Erdölprodukte benötigt werden.

Die Gewinne sind aber nicht absolut höher, wenn man extrem die Förderung drosselt.

Die OPEC drosselt die Förderung ja auch nicht extrem.

Es ändert ja nichts am langfristigen Trend, dass der Ölpreis nach oben ging und weiter gehen wird, wenn sich nichts ändert.

Jau, es ändert nichts, wenn sich nichts ändert :cool: Wenn Benzin dann mal so teuer ist wie der höchstsubventionierte EE-Strom, dann ändert sich vllt. doch was. Das wird aber noch dauern.

Im Wikipedia-Artikel steht: "die Erdölreserven einschließlich Ölsand und Schwerstöl 2011 noch für 56 Jahre reichen werden." Ölsand und Schwerstöl dürfte wohl kaum zu den Quellen gehören, die man mit heutigen Preisen und Technologien fördern kann.

Das Schöne an Wikipedia ist, dass jeder mitmachen kann, wenn du also meinst, einen Fehler entdeckt zu haben, dann bring dich ein, allerdings wird ein "dürfte wohl kaum" nicht reichen, um eine Änderung durchzubringen. Aber selbst wenn die einfach zu fördernden Reserven nur noch 40 Jahre reichen, wird das Zeug so lange genutzt werden, solange es günstiger als die Alternativen ist.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Fr 15. Mär 2019, 18:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Mar 2019, 09:15)

Das Schöne an Wikipedia ist, dass jeder mitmachen kann, wenn du also meinst, einen Fehler entdeckt zu haben, dann bring dich ein, allerdings wird ein "dürfte wohl kaum" nicht reichen, um eine Änderung durchzubringen. Aber selbst wenn die einfach zu fördernden Reserven nur noch 40 Jahre reichen, wird das Zeug so lange genutzt werden, solange es günstiger als die Alternativen ist.


Ich habe keinen Fehler auf Wikipedia gefunden, sondern in Deinem Text. An wen muss ich mich da wenden? :)

Ansonsten darf ich daran erinnern, dass viele Länder dabei sind, Alternativen aufzubauen und zu nutzen, obwohl diese momentan nicht günstiger sind.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Fr 15. Mär 2019, 22:26

Meinung...:

Immer DIE, die vom Öl nichts wissen wollen - meinen es wird übermorgen alle...

Wird es Teuer - ists ein Zeichen , dass es alle wird...und wenns billig wird ...auch.

Warum wohl ? ....die Brauchen JEMAND der ihnen Ihr Spielzeug abkauft - was sonst KEINER kaufen WÜRDE.

Es ist wie beim Klimawandel - es ist immer Klimawandel - ...Propaganda.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Mär 2019, 22:44

Sören74 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 18:07)

Ich habe keinen Fehler auf Wikipedia gefunden, sondern in Deinem Text.

Ich beziehe mich auf Wikipedia und habe das Wiki zitiert.

Ansonsten darf ich daran erinnern, dass viele Länder dabei sind, Alternativen aufzubauen und zu nutzen, obwohl diese momentan nicht günstiger sind.

Und der CO2-Ausstoß wächst und wächst... So lässt sich der Klimawandel jedenfalls nicht verlangsamen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Quatschki » Fr 15. Mär 2019, 23:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Mar 2019, 22:44)

Ich beziehe mich auf Wikipedia und habe das Wiki zitiert.


Und der CO2-Ausstoß wächst und wächst... So lässt sich der Klimawandel jedenfalls nicht verlangsamen.

Die Natur wandelt CO2 mit Hilfe von Solarenergie in Glukose und Zellulose um.
Warum soll man das nicht eines Tages auch im großtechnischen Maßstab hinkriegen können?
Synthetische Kohle herstellen, die man dann unter dem Ruhrgebiet verbuddeln kann?
Bodenschätze anlegen statt abbbauen! Für spätere Generationen.
Die technische Innovation geht doch immer weiter (sofern die Schüler nicht dauerstreiken, sondern für die Zukunft lernen...)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 15. Mär 2019, 23:10

Quatschki hat geschrieben:(15 Mar 2019, 23:01)

Die Natur wandelt CO2 mit Hilfe von Solarenergie in Glukose und Zellulose um.
Warum soll man das nicht eines Tages auch im großtechnischen Maßstab hinkriegen können?

Daran sieht man, wie toll und erfindungsreich die Natur ist und was die Evolution möglich macht. Umso trauriger ist es, was der Mensch schon alles zerstört hat. Aber ja, irgendwann werden die Menschen das sicherlich auch können.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Quatschki » Fr 15. Mär 2019, 23:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Mar 2019, 23:10)

Daran sieht man, wie toll und erfindungsreich die Natur ist und was die Evolution möglich macht. Umso trauriger ist es, was der Mensch schon alles zerstört hat. Aber ja, irgendwann werden die Menschen das sicherlich auch können.

Man braucht nur die Natur wachsen lassen, was wir in Deutschland seit langem auch tun.
Nur lügen wir uns mit unserer feinen Umwelt vor der Haustüre selbst in die Tasche, indem wir gigantische Mengen an Holz importieren, für das Interieur immer luxuriöserer Wohnungen, für Pellets und Kamine, letztlich auch für Werbeprospekte oder als Pappe und Füllpapier für die Amazon-Pakete
Aber auf diesen Gebieten ist auch nix Administratives geplant, um den Verbrauch zu deckeln und zu senken...

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