Was wollen die Grünen?

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odiug
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon odiug » Di 12. Feb 2019, 21:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Feb 2019, 18:27)

Dass Grüne und Rote nicht die einzigen sind, die meinen, sie würden sich in einem korrupten System befinden.

Deine politische Farbenlehre legt den Verdacht nahe, dass du farbenblind bist.
Rot, braun, grün ... alles das Gleiche für dich.
Kein Unternehmen kann es sich leisten, mit seinen Rohstoffen und Produkten verschwenderisch umzugehen.

Dir ist schon klar, dass es einen Unterschied gibt, zwischen ökonomischen Gesetzmäßigkeiten von Unternehmer und Konsumenten gibt.
Verschwendung im Unternehmen bedeutet Verluste.
Verschwendung auf Seiten des Konsumenten, bedeutet Profit.
Also liegt es im Interesse des Unternehmers, dass der Konsument verschwenderisch handelt.
Und genau in diesem Prinzip wird der Konsument in seinem Verhalten korrumpiert ... daher: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen!

Selbstverständlich kann er das, indem er weniger verschwenderisch konsumiert.
Ja selbstverständlich.
Es macht aber keinen Sinn, wenn Verschwendung und Ausbeutung ökonomisch belohnt wird.
Und in einem solchen Wirtschaftssystem kann der Konsument auch nicht moralisch im Sinne des Umweltschutz entscheiden.

Unser Wirtschaftssystem ist flexibel und kann sich an geänderte Konsumentenverhalten anpassen. Wenn weniger nachgefragt wird, dann wird auch weniger produziert.

Nein ... das ist es eben nicht.
Weniger Produktion bedeutet wirtschaftliche Rezession ... aber das muss ich dir bestimmt nicht erklären, wir sind hier ja nicht im Kindergarten.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:14

LiberalKonservativ hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:04)

:D Klischeehafte Gruene Gesinnungsethik.

Mal ein paar Beispiele, wo die gruene Gesinnungsethik im Bezug auf Klimwandel versagt:
a) Umweltstandards fuer die Industrie. Huch, wer konnte ahnen, dass die Standards fuer die Industrie so teuer wird, dass sie dreckige Schwerindustrie ganz nach Indien oder Pakistan outsourcen, wo ueberhaupt keine Umweltstandards gelten. Intention: Umweltschutz Folge: In Indien wird die gleiche Produktionsmenge noch "dreckiger" produziert Bewertung: global betrachtet ein Desaster, aber die Gruenen in Deutschland koennen sich feiern, da die Umweltverschmutzung bei uns sinkt yeah
b) E10. Huch, wer konnte ahnen, dass fuer die Plantagen brasilianischer Regenwald gerodet wird.
c) Atomstrom abschalten sofort. Huch, wer konnte ahnen, dass CO2 durch Kohle durch die Decke geht...
...


Stell Dir mal vor, in Indien, Pakistan und Brasilien gibt es in 10 Jahren auch eine Grüne Partei. Und stell Dir mal vor, in 20 Jahren sind sie dort auch in der Regierung. Nun gut, in Diktaturen würde so eine Partei selbstverständlich verboten werden, dann kann die Verdreckung zum ungebremsten Wohle der Wirtschaft natürlich weitergehen.

Oder anders gesagt: Ohne Vorhandensein der Lebensgrundlagen auf diesem Planeten ist auch keine Wirtschaft möglich. Ist doch ganz simpel.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 12. Feb 2019, 21:18

Tick|Trick|und Track hat geschrieben:(12 Feb 2019, 18:04)

Kann ja auch sein, dass sie ihren Kritikern das Futter, von dem sie lab(t)en, entziehen wollte UND ihr Verhalten mittlerweile geändert hatte.



Klar, und bald hoppst wieder der Osterhase durch die Gaerten. KerosinKatha und JumboCem haben ja erst über Silvester wieder die Umwelt vor den boesen, alten, weissen Maennern gerettet.

Uebrigens: Ignorantia legis non excusat ;)
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:21

LiberalKonservativ hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:18)

Klar, und bald hoppst wieder der Osterhase durch die Gaerten. KerosinKatha und JumboCem haben ja erst über Silvester wieder die Umwelt vor den boesen, alten, weissen Maennern gerettet.

Uebrigens: Ignorantia legis non excusat ;)


Wer ist KerosinKatha?

JumboCem nehme ich sein Verhalten über Weihnachten aber übel.

Ich muss Dich leider in Deiner Freiheit beschränken, aber fremdsprachliche Aussagen wie "Ignorantia legis non excusat" sind hier nicht erwünscht.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 12. Feb 2019, 21:27

Tick|Trick|und Track hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:14)

Stell Dir mal vor, in Indien, Pakistan und Brasilien gibt es in 10 Jahren auch eine Grüne Partei. Und stell Dir mal vor, in 20 Jahren sind sie dort auch in der Regierung. Nun gut, in Diktaturen würde so eine Partei selbstverständlich verboten werden, dann kann die Verdreckung zum ungebremsten Wohle der Wirtschaft natürlich weitergehen.

Oder anders gesagt: Ohne Vorhandensein der Lebensgrundlagen auf diesem Planeten ist auch keine Wirtschaft möglich. Ist doch ganz simpel.


Anders herum wird ein Schuh daraus. Nicht Diktaturen wuerden so eine Partei verbieten, sondern diese Art von Parteien (antiliberal, paternalitisch und dazu auch noch ideologisch) traegt in ihrer DNA etwas diktatorisches.

Und auch Sie schieben gerade wieder die Eigenverantwortung auf "die Politik", "das System" ab. Nicht irgendeine Partei sorgt fuer Umweltschutz sondern das individuelle Verhalten. Was hindert Sie entsprechend zu handeln?
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:32

LiberalKonservativ hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:27)

Anders herum wird ein Schuh daraus. Nicht Diktaturen wuerden so eine Partei verbieten, sondern diese Art von Parteien (antiliberal, paternalitisch und dazu auch noch ideologisch) traegt in ihrer DNA etwas diktatorisches.


Jede Partei will der von ihren Beschlüssen benachteiligten Minderheit irgendwas vorschreiben.

Und auch Sie schieben gerade wieder die Eigenverantwortung auf "die Politik", "das System" ab. Nicht irgendeine Partei sorgt fuer Umweltschutz sondern das individuelle Verhalten. Was hindert Sie entsprechend zu handeln?


Mach ich doch. Benutzen Sie doch die Suchefunktion.

Das individuelle Verhalten führt aber nicht immer zum gewünschten Verhalten. Oder wie erklären Sie sich z. B. die Einführung der 8-Stunden-Woche am Ende des 1. Weltkriegs/am Anfang der Weimarer Republik in Deutschland? Die Unternehmer hätten doch sehr gerne den 12-h-Arbeitstag weitergeführt.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 12. Feb 2019, 21:34

Tick|Trick|und Track hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:21)

Wer ist KerosinKatha?

JumboCem nehme ich sein Verhalten über Weihnachten aber übel.

Ich muss Dich leider in Deiner Freiheit beschränken, aber fremdsprachliche Aussagen wie "Ignorantia legis non excusat" sind hier nicht erwünscht.


Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der GrünnInnen (m/w/d) im Bayrischen Landtag. Im Umweltferkel-Spiegel sieht KerosinKatha dann so aus:
https://www.merkur.de/politik/katharina ... 78714.html

Ist ein alter römischer Rechtsgrundsatz, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 12. Feb 2019, 21:39

Tick|Trick|und Track hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:32)

Jede Partei will der von ihren Beschlüssen benachteiligten Minderheit irgendwas vorschreiben.



Mach ich doch. Benutzen Sie doch die Suchefunktion.

Das individuelle Verhalten führt aber nicht immer zum gewünschten Verhalten. Oder wie erklären Sie sich z. B. die Einführung der 8-Stunden-Woche am Ende des 1. Weltkriegs/am Anfang der Weimarer Republik in Deutschland? Die Unternehmer hätten doch sehr gerne den 12-h-Arbeitstag weitergeführt.


Und Sie, respektive die Grünen, bestimmen natürlich was "gewünschetes Verhalten" ist. Chapeau. Sie sind auf dem besten Weg in die grüne Diktatur. Ob jetzt über Verbote oder Nudging ist egal, alles geht in die selbe Richtung. Am besten dann noch ein Minitrue einfuehren...

Sooo bin fuer heute vermutlich raus...
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:40

LiberalKonservativ hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:34)

Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der GrünnInnen (m/w/d) im Bayrischen Landtag. Im Umweltferkel-Spiegel sieht KerosinKatha dann so aus:
https://www.merkur.de/politik/katharina ... 78714.html


Danke für die Aufklärung.

Ist ein alter römischer Rechtsgrundsatz, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.


Mir ist schon klar, dass das Latein war. Verstehen Sie Russisch stattdessen? Ich schon (die Restbestände des Erlernten), denn ich hatte Russisch freiwillig im Gymnasium in West-Berlin (nein, ich bin kein Putinversteher).
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 12. Feb 2019, 21:42

Tick|Trick|und Track hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:40)

Danke für die Aufklärung.



Mir ist schon klar, dass das Latein war. Verstehen Sie Russisch stattdessen? Ich schon (die Restbestände des Erlernten), denn ich hatte Russisch freiwillig im Gymnasium in West-Berlin (nein, ich bin kein Putinversteher).


Otlitschno... Ja tosche govorju po-russki...
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Di 12. Feb 2019, 21:44

Und hier schliesse ich mal wieder den Kreis und verweise auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen Buergers. Lasst doch die Buerger durch ihren Konsum entscheiden. Der eine grillt sich seinen Burger und isst taeglich Fleisch, dafuer urlaubt er auf Balkonien. Luisa lebt vegan und jettet rum, aber haelt hoffentlich die Klappe und versucht nicht mehr anderen ihren pseudo-umweltfreundlcihen Lebensstil als "Umweltrettung" zu verkaufen.


Sie fordern etwas, was jeder einzelne Bürger so gar nicht darf! Schon um unser Zusammenleben in Gemeinschaften zu ermöglichen, gibt es in urtümlichen Gesellschaften Tabus und in entwickelten, reifen Gesellschaften Gesetze und Gefängnisse. Nur in dem Rahmen ist "Eigenverantwortung" möglich.

Und wenn erkannt wurde, daß die immer noch gewährte Freiheit da und dort die Gemeinschaft schädigt oder umbringt, dann folgen weitere Gesetze.

Deshalb würde ich als freiheitsliebender Mensch von dem hochmütigen Begriff Eigenverantwortung doch lieber auf den demütigen Begriff Einsicht umstellen. Auch da muß die Gemeinschaft oft Nachhilfe leisten. Ich vermute, daß wir insofern an einem Schaltpunkt angelangt sind, der grüne Anwandlungen begünstigt, die irgendwann dann doch allgemeiner Teil unserer Einsicht geworden sind.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:46

LiberalKonservativ hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:39)

Und Sie, respektive die Grünen, bestimmen natürlich was "gewünschetes Verhalten" ist. Chapeau.


Um Sie zu beruhigen: Ich bin zur Zeit kein Mitglied in irgendeiner Partei.

Sie sind auf dem besten Weg in die grüne Diktatur.


Die ziehe ich einer liberal-konservativen Diktatur vor. Stichwort "demokratische Mehrheit".

Ob jetzt über Verbote oder Nudging ist egal, alles geht in die selbe Richtung. Am besten dann noch ein Minitrue einfuehren...

Sooo bin fuer heute vermutlich raus...


Zu viele Fremdwörter für mich. Ich tille.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:47

LiberalKonservativ hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:42)

Otlitschno... Ja tosche govorju po-russki...


Allet vastandn, außer das Wort "Otlitschno" ;)
Zuletzt geändert von Tick|Trick|und Track am Di 12. Feb 2019, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Di 12. Feb 2019, 21:53

H2O hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:44)

Deshalb würde ich als freiheitsliebender Mensch von dem hochmütigen Begriff Eigenverantwortung doch lieber auf den demütigen Begriff Einsicht umstellen.


Der Begriff "Einsicht" klingt vernünftig. Auch wohl im Kantschen Sinne, obwohl ich Kant in der Schule gehasst habe.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Di 12. Feb 2019, 22:01

Tick|Trick|und Track hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:47)

Allet vastandn, außer das Wort "Ollitschno" ;)


Ist als Titel einer Sprachlehre zu googeln; heißt "prima, super" oder deutscher "ausgezeichnet". litschno allein ungefähr "persönlich, zu Händen" Google macht's möglich.

Frage zur Grammatik: Nutzt das Russische das persönliche Fürwort? Im Polnischen läßt man das meist weg, weil es schon in der Endung des Tätigkeitsworts ersichtlich ist.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 12. Feb 2019, 22:09

odiug hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:10)

Deine politische Farbenlehre legt den Verdacht nahe, dass du farbenblind bist.

Dein Verdacht trügt dich, es ging nur darum aufzuzeigen, dass dein Argument des angeblich korrupten Systems keines ist.

Und genau in diesem Prinzip wird der Konsument in seinem Verhalten korrumpiert ...

Ich zitiere mal:
Alexyessin hat geschrieben:(12 Feb 2019, 12:05) Naja, Beeinflussbar ist der, der sich beeinflussen lässt. Frei Entscheidung.

Wurde Luisa denn so sehr korrumpiert, dass sie gar nicht mehr anders konnte, als in der Welt umherzujetten?

Es gibt kein richtiges Leben im Falschen!

Ja, das ist ein feiner Spruch Adornos, nur von ihm gänzlich anders gemeint.

Ein System kann nur so korrupt sein wie die Teilnehmer am System und wenn die Teilnehmer erkennen, dass das System korrupt ist, können sie ihr Verhalten ändern.

Es macht aber keinen Sinn, wenn Verschwendung und Ausbeutung ökonomisch belohnt wird.

Verschwendung wird ökonomisch nicht belohnt. Ausbeutung ist ein anderes Thema, "Geiz ist geil".

Und in einem solchen Wirtschaftssystem kann der Konsument auch nicht moralisch im Sinne des Umweltschutz entscheiden.

Doch kann er, indem er weniger konsumiert, indem er lokale Produkte konsumiert, indem er Qualität kauft und geplanter Obsoleszenz die rote Karte zeigt, indem er Sachen repariert, flickt, näht anstatt immer neu zu kaufen, indem er auf das immer neueste elektronische Spielzeug (Smartphone, Glotze, Konsole) verzichtet, indem er Kleinwagen statt SUV kauft, indem er Fahrrad und ÖPNV nutzt anstatt das Auto. Der Konsument hat die Macht.

Weniger Produktion bedeutet wirtschaftliche Rezession ...

Ja nu, einen Tod wird man sterben müssen, "wasch mich, aber mach mich nicht nass" hat noch nie funktioniert.

...wir sind hier ja nicht im Kindergarten.

Manchmal habe ich daran so meine Zweifel.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon odiug » Di 12. Feb 2019, 23:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Feb 2019, 22:09)

Dein Verdacht trügt dich, es ging nur darum aufzuzeigen, dass dein Argument des angeblich korrupten Systems keines ist.
Und doch zielt es in eine völlig andere Richtung.


Ich zitiere mal:

Wurde Luisa denn so sehr korrumpiert, dass sie gar nicht mehr anders konnte, als in der Welt umherzujetten?
Ist es denn ein Verbrechen :?:
Du weißt doch gar nicht, wie sie reiste und was sie dort tat.

Ja, das ist ein feiner Spruch Adornos, nur von ihm gänzlich anders gemeint.
Er ist genau so gemeint, wie man ihn lesen kann.
Und ia, Adorno bezog ihn auf totalitäre Systeme wie den Nationalsozialismus und Faschismus, er läßt sich aber genauso auf unser Wirtschaftssystem im Kontext dieser Diskussion anwenden, da sich der einzelne Konsument diesem im Kern totalitären Wirtschaftssystem eben nicht entziehen kann.
Zwar hat er eine "Wahl", aber nur insoweit, als dass diese dem Wirtschaftssystem nicht widerspricht.
Ein System kann nur so korrupt sein wie die Teilnehmer am System und wenn die Teilnehmer erkennen, dass das System korrupt ist, können sie ihr Verhalten ändern.
Das ist doch nicht wahr.
Ein Bürger Venezuelas, der sich der Korruption verweigert, steht auf verlorenem Posten.
Er hat keine Wahl, es ist nicht seine Entscheidung.
Das Gleiche gilt so auch für den Konsumenten.
Zwar kann er in seinem Rahmen Entscheidungen treffen, die den Umweltschutz berücksichtigen, das ändert aber nichts an den Rahmenbedingungen, unter denen unsre Wirtschaft operiert.


Verschwendung wird ökonomisch nicht belohnt. Ausbeutung ist ein anderes Thema, "Geiz ist geil".


Doch kann er, indem er weniger konsumiert, indem er lokale Produkte konsumiert, indem er Qualität kauft und geplanter Obsoleszenz die rote Karte zeigt, indem er Sachen repariert, flickt, näht anstatt immer neu zu kaufen, indem er auf das immer neueste elektronische Spielzeug (Smartphone, Glotze, Konsole) verzichtet, indem er Kleinwagen statt SUV kauft, indem er Fahrrad und ÖPNV nutzt anstatt das Auto. Der Konsument hat die Macht.

Stimmt ... kann er.
Nur ändert das immer noch nichts an den gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen und solange diese sich nicht ändern, solange hat der Konsument eben keine wirkliche Wahl und damit auch keine wirkliche Macht.
Solange ein Verkehrsminister sich vor eine betrügerische Automobilindustrie stell, ÖNVP und die Bahn zugunsten von Straßenbau und Autobahnen vernachlässigt, Kommunen einfach im Smog stehen lässt und ihnen rät, die Messstationen zu verlegen, solange habe ich als Verbraucher keine Wahl.
Solange ein Subventionssystem die industrielle Agrarwirtschaft fordert, Schweine und Rindermastbetriebe nach der Stückzahl subventioniert, Bauern nach Fläche und nicht nach Qualität fördert und die daraus resultierende Überproduktion in den Export geht, wo sie zB in Afrika die dortige Landwirtschaft zerstört, solange habe ich als Konsument keine Wahl.
Solange die EU Freihandelsabkommen für den freien Wahren und Finanzverkehr verhandelt, dabei aber die Umwelt, Sozialstandards und Arbeitnehmerrechte völlig außen vor lässt, solange habe ich als Konsument keine Macht.

Ja nu, einen Tod wird man sterben müssen, "wasch mich, aber mach mich nicht nass" hat noch nie funktioniert.


Manchmal habe ich daran so meine Zweifel.

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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Mi 13. Feb 2019, 07:54

H2O hat geschrieben:(12 Feb 2019, 21:44)
Sie fordern etwas, was jeder einzelne Bürger so gar nicht darf! Schon um unser Zusammenleben in Gemeinschaften zu ermöglichen, gibt es in urtümlichen Gesellschaften Tabus und in entwickelten, reifen Gesellschaften Gesetze und Gefängnisse. Nur in dem Rahmen ist "Eigenverantwortung" möglich.

Herrlich. Nochmal zur Erinnerung, was ich forderte:
LiberalKonservativ hat geschrieben:Und hier schliesse ich mal wieder den Kreis und verweise auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen Buergers. Lasst doch die Buerger durch ihren Konsum entscheiden. Der eine grillt sich seinen Burger und isst taeglich Fleisch, dafuer urlaubt er auf Balkonien. Luisa lebt vegan und jettet rum, aber haelt hoffentlich die Klappe und versucht nicht mehr anderen ihren pseudo-umweltfreundlcihen Lebensstil als "Umweltrettung" zu verkaufen.


Noch sind wir Gott sei Dank, bzw. wie die Gruenen wohl praeferieren Hamdala (und bevor jetzt wieder jemand wegen Sprache meckert, ja auch Grundkenntnisse Arabisch sind bei mir vorhanden. Nicht auf meinem Russisch Niveau, aber es geht), nicht in einer Gruenen Oeko-Diktatur, die sich derart totalitaer in das Einzelleben einmischt. Einen Oeko-Kommunismus mit CO2-Kontingenten wird es mit den Gruenen, ohnehin nicht geben, da man sich ja dann selbst einschraenken muesste. Ist ja viel angenehmer die Einsparungen von "der Allgemeinheit" zu fordern und selbst nichts dazu beizutragen.
Also noch einmal fuer Sie, noch darf der einzelne Buerger genau das, was ich fordere. Es sind Sie und Ihre Illebralen Heuchler der Gruenen, die diesbezueglich unsere liberale Grundordnung in Frage stellen und abschaffen wollen.

H2O hat geschrieben:Deshalb würde ich als freiheitsliebender Mensch von dem hochmütigen Begriff Eigenverantwortung doch lieber auf den demütigen Begriff Einsicht umstellen.

Bei bestem Willen kann ich in keiner Ihrer Aussagen, weder zu Europa noch hier, etwas "Freiheitsliebendes" erkennen. Schon alleine wieder dieses Eigenverantwortung vs Einsicht. Einsicht ist ein wertender Begriff (wie uebrigens auch "entwickelte Laender") und setz voraus, dass jemand definiert, was Gut und was Boese ist. Sie stellen, wie die Gruenen, Ihre Einsicht wieder ueber die Eigenerkenntnisse Dritter, weil Sie offensichtlich glauben, intelligenter und besser zu sein als all die anderen dummen Michels, Lisas, Hamads und Aischas. Daran schliesst sich gleich der religionsaehnliche, gruene Missionierungseifer an:
H2O hat geschrieben:Auch da muß die Gemeinschaft oft Nachhilfe leisten.

Wir die Illuminati (Erleuchteten) muessen das Volk (uups boeser Begriff... also lieber plebs) muss erziehen und Nachhilfe leisten. Am besten beginnend im Kindergarten. Geschlecht ist "eine soziale Konstruktion", CO2 ist boese, "Nation ist ultra boese", spiele nicht mit Nazis, die man an blonden Zoepfen erkennen kann und dass sie morgens nicht mit dem SUV vor die Tuere gebracht sondern 1 km zu Fuss laufen muessen (aber CO2 ist ja boese, also zumindest wenn es die boesen alten, weissen, Maenner emittieren). https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/ ... t_2018.pdf

Dampfmaschinen sind vermutlich inzwischen auch nicht mehr cool sondern voll coal. Da bist du vermutlich schon auf der Vorstufe zum Klimaleugner, wenn du als Kind mt sowas hantierst. Wenn wir es mit dem "Nachhilfe leisten" richtig anstellen, werden die Kinder ihr Leben lang nicht nur nicht mehr frei von unseren Ideen, sondern auch noch gluecklich und zufrieden damit sein. Freitags huepfen sie dann infantil LangstreckenLuisa hinterher, begreifen zwar nicht, dass sie gegen sich selbst demonstrien, aber ist ja voll hashtag...

Bzgl. Personalpronomen im Russischen. Wie in den meisten slawischen Sprachen, ist das Personalpronomen abdingbar, da, wie Sie richtig anmerken, es aus der Konjugationsendung offensichtlich ist.

Allgemein wuerde ich Ihnen und auch der/dem/das anderen russischsprachigen Foristen (d/w/m ; mir entfiel der Nick) folgende zwei Werke empfehlen: Karl Popper - Die offenen Gesellschaft und ihre Feinde, Friedrich August von Hayek - der Weg in die Knechtschaft, und da der Begriff "minitrue"/"Ministry of truth" nicht allen bekannt war, George Orwell 1984.

Schoenen Arbeitstag.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon LiberalKonservativ » Mi 13. Feb 2019, 08:09

odiug hat geschrieben:(12 Feb 2019, 23:12)

Und doch zielt es in eine völlig andere Richtung.

Ist es denn ein Verbrechen :?:
Du weißt doch gar nicht, wie sie reiste und was sie dort tat.


Leider keine Zeit mehr, daher nur ganz kurz: Nein ist kein Verbrechen (zumindest meiner und Toms Meinung nach). Der springende Punkt ist allerdings, dass Luisa eine der Ideologinnen ist, die es fuer andere staending zu einem mindesten moralischen-Verbrechen macht.
Btw. was tut es zur Sache, "was sie dort tat". Ich zitiere Luisa mal selbst:"Dem Klima ist es egal, wer es zerstoert". Das CO2 ihres Jet-Set-Lifestyles ist in der Atmosphaere. Ob sie da jetzt Eis Essen war wie KerosinKatha oder sich auf irgendeiner Konferenz "gaaaanz wichtig" fuehlte, aendert an dem Faktum der CO2-Emission absolut 0.0. Sind es nicht immer die Gruenen, die irgendwas von Post-Faktisch brabbeln :?: confused :?:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alexyessin » Mi 13. Feb 2019, 08:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Feb 2019, 17:05)

Weil sie ihre Heuchelei offensichtlich selber gemerkt und ihre Social Media Streams von den Reiseerinnerungen bereinigt hat.


Ich dacht sie hat nur die Kommentarfunktion gesperrt.....
Aber durchaus, ist schon kein gutes Ding. Anstatt offen hinzugehen, "Ja, ich habe diese Reisen unternommen, aber jetzt weiß ich es besser" ist Vertuschen wollen politisch und moralisch totaler Blödsinn.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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