Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmahnverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 13:28

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:24)

Sie kennen die Regel. Nicht das Blatt ist entscheidend , sondern das tatsächlich Gesagte. Es wird nicht deshalb unwahr, nur weil ihnen die Zeitung nicht gefällt. Auch ihre Lektüre wird nicht von jedem getragen. ;)


Doch, natürlich ist das Blatt entscheidend.
Gut, also bis auf ein paar Äußerungen von Politikern ist das ganze noch nicht irgendwo stichfest.
Das die Autofahrerlobby hier Sturm läuft ist jetzt nicht wirklich überraschend.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 13:42

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:28)

Doch, natürlich ist das Blatt entscheidend.
Gut, also bis auf ein paar Äußerungen von Politikern ist das ganze noch nicht irgendwo stichfest.
Das die Autofahrerlobby hier Sturm läuft ist jetzt nicht wirklich überraschend.
Haben sie etwas gegen Autofahrer? Haben sie nicht geschrieben, dass sie im Transportwesen tätig sind?
Wenn sie immer noch nicht begreifen, wie dieser "Verein" hantiert und daraus seinen Nutzen zieht, dann tun sie mir leid.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 13:45

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:42)

Haben sie etwas gegen Autofahrer? Haben sie nicht geschrieben, dass sie im Transportwesen tätig sind?


Und?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 13:56

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:45)

Und?

Haben sie den letzten Satz überlesen?

Wenn sie immer noch nicht begreifen, wie dieser "Verein" hantiert und daraus seinen Nutzen zieht, dann tun sie mir leid.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 13:56

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:56)

Haben sie den letzten Satz überlesen?


Dann erkläre doch mal sachlich, wie dieser Verein angeblich funktionieren soll. Schaffst du das in eigenen Worten?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 14:08

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:56)

Dann erkläre doch mal sachlich, wie dieser Verein angeblich funktionieren soll. Schaffst du das in eigenen Worten?
Der "Verein" soll gar nicht funktionieren, sondern sich endlich auflösen. Der komische Verein soll auch das Recht auf Verbandsklage verlieren und seine Klagewellen anbringen, wo er will, nur nicht mehr in Deutschland. Sachlicher kann ich da nicht.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 14:17

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 14:08)

Der "Verein" soll gar nicht funktionieren, sondern sich endlich auflösen. Der komische Verein soll auch das Recht auf Verbandsklage verlieren und seine Klagewellen anbringen, wo er will, nur nicht mehr in Deutschland. Sachlicher kann ich da nicht.


Und warum?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 14:25

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 14:17)

Und warum?
Ich möchte über diesen, für mich schikanösen, Verein, nicht weiter reden und keine weitere Begründung abgeben. Es ist doch alles gesagt.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mi 21. Nov 2018, 14:26

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 14:25)

Ich möchte über diesen, für mich schikanösen, Verein, nicht weiter reden und keine weitere Begründung abgeben. Es ist doch alles gesagt.


Also keine eigenen Argumente. War wohl abzusehen.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Zinnamon » Mi 21. Nov 2018, 15:07

Der Dieselskandal - ein Schauspiel mit einer unendlich erscheinenden Anzahl von Akten, bei denen die Akteure aus Wirtschaft und Politik uns nachhaltig und in allen Facetten seit Jahren vorführen, dass sie auf die Gesundheit und Zukunft des Volkes, von dem sie Leben, sch.. nicht so viel Wert legen.

Während es Deutschland trefflich verstand, sich das Image eines Vorreiters in Sachen Umweltschutz zu verleihen, waren wir es, die ein ums andere Mal entsprechende Vorstösse aus Brüssel blockierten. Es waren unsere Politiker, die sich durch ihr bis heute währendes laissez faire eine Autoindustrie herangemästet haben, die sich nicht nur jeden Betrug am Kunden und Wähler leisten kann, sondern auch keinerlei Dringlichkeit darin sehen muss, den anstehenden Strukturwandel der Antriebssysteme anzugehen. Hier haben uns andere schon abgehängt.

Die einzige Reaktion auf den Betrug am Kunden und die illegal hohe Verpestung unserer Umwelt war ein erneutes Konjunkturpaket für die Verursacher zu Lasten der Betrogenen. Mehr ist da nicht zu erwarten. Ausser dem Anheben der Grenzwerte vielleicht.

Und genau hier setzt die Daseinsberechtigung der Deutschen Umwelthilfe an. Weil von Wirtschaft und Politik nicht mehr zu erwarten ist, als das, was wir in den letzten Jahren vorgeführt bekamen. Sie hilft dort, wo Wirtschaft und Politk unsere Gesundheit und Zukunft ebenso nachhaltig ignorieren wie die Gesetzeslage. Einer muss es ja tun.

Die alten Grünen lösen die AfD als neue Protestpartei ab. Möglicherweise, weil man diese ungeerdeten Raffgeier ohne jeden Bodenkontakt und jedes Gewissen einfach nicht mehr unkontrolliert gewähren lassen kann. Auswüchse der Grünen würden ja ohnehin durch den Koalitionspartner zurechtgestutzt, genauso wie umgekehrt.

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Skull » Mi 21. Nov 2018, 15:30

Alexyessin hat geschrieben:(21 Nov 2018, 14:26)

Also keine eigenen Argumente. War wohl abzusehen.

Des deutschen heilige Kuh...das Auto halt. :D

Und wie ich bereits schrieb...ordentliche Gerichte haben entschieden.

Da ist es egal, wer warum klagt(e). Die Urteile sprechen für sich.

mfg
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 17:29

Skull hat geschrieben:(21 Nov 2018, 15:30)

Des deutschen heilige Kuh...das Auto halt. :D

Und wie ich bereits schrieb...ordentliche Gerichte haben entschieden.

Da ist es egal, wer warum klagt(e). Die Urteile sprechen für sich.

mfg
Ob ordentlich oder nicht. Diese Urteile sind weltfremd und stiften nur absoluten Verdruss und Chaos. Wird Zeit, dass die Richter wieder das tägliche Leben berücksichtigen. Der Staat muss dringend in nächste Instanzen. So kann es ja nicht mehr weitergehen.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Skull » Mi 21. Nov 2018, 19:00

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 17:29)

Ob ordentlich oder nicht. Diese Urteile sind weltfremd und stiften nur absoluten Verdruss und Chaos.
Wird Zeit, dass die Richter wieder das tägliche Leben berücksichtigen.

Der Staat muss dringend in nächste Instanzen. So kann es ja nicht mehr weitergehen.

Im Gegensatz zu Dir...halte ich ordentlich (oder besser rechtsstaatlich) für unabdingbar.

Was DU als weltfremd bezeichnest...ist mir da egal.

Und natürlich kann es so nicht weitergehen. Aber nicht auf die Gerichtsurteile bezogen.
Sondern auf das Nichthandeln ... der Politik. In Bezug auf die Grenzwerte. ;)

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Fliege » Mi 21. Nov 2018, 19:17

Skull hat geschrieben:(21 Nov 2018, 19:00)
Und natürlich kann es so nicht weitergehen.

So ist es.
Die Wendung "Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?" wäre zu korrigieren in:
Ein Abma[h]nverein[,] dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 21. Nov 2018, 19:23

Vermutlich werde ich das nie verstehen. Da stellt das Bundesverwaltungsgericht, die höchste Instanz der Verwaltungsgerichtsbarkeit aller 16 Bundesländer das folgende fest :
Quelle (05.09.2013) hat geschrieben:Leipzig (jur). Nicht nur die Bürger, sondern auch Umweltverbände können für saubere Luft in den Städten klagen. Anerkannte Verbände können die Einhaltung der Grenzwerte gerichtlich geltend machen, urteilte am Donnerstag, 5. September 2013, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (Az.: 7 C 21.12). Es gab damit der Deutschen Umwelthilfe im Streit mit dem Land Hessen um den Luftreinhalteplan für die Stadt Darmstadt recht.

Dieser Plan sieht eine Verminderung der Belastung durch Feinstaub und schädliche Stickoxide vor, etwa durch Durchfahrt- und Nachtfahrverbote für Lastwagen. Die geltenden Grenzwerte für Stickoxide werden dennoch nicht eingehalten.

Auf die Klage der Deutschen Umwelthilfe hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden das Land Hessen verpflichtet, den Luftreinhalteplan so zu ändern, dass die Grenzwerte so schnell wie möglich eingehalten werden. Denkbar sei beispielsweise eine Umweltzone, sprich die Sperrung belasteter Gebiete auch für Pkw mit hohem Schadstoffausstoß.

Hessen rief hiergegen das Bundesverwaltungsgericht an. Dabei machte das Land insbesondere geltend, Umweltverbände seien gar nicht klagebefugt.

Dem hat das Bundesverwaltungsgericht nun klar widersprochen. Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg fordere „einen Zugang von Umweltverbänden zu den Gerichten zur effektiven Durchsetzung des europäischen Umweltrechts“. Das deutsche Recht stehe dem nicht ausdrücklich entgegen und sei daher entsprechend auszulegen.

Die Deutsche Umwelthilfe war bislang zweigleisig gefahren und hatte auch Privatbürger in ihren Klagen unterstützt. Im Streit um saubere Luft in München hatte das Bundesverwaltungsgericht am 27. September 2007 entschieden, dass Bürger Maßnahmen für saubere Luft verlangen können, wenn die EU-Grenzwerte überschritten werden (Az.: 7 C 36/07). Am 25. Juli 2008 hatte ebenfalls im Streit um die Schadstoffbelastung in München der EuGH betont, die EU-Feinstaub-Richtlinie sei nicht nur eine Zielvorgabe, sondern habe „zwingenden Charakter“.

Nach dem neuen Leipziger Urteil können nun nicht nur betroffene Anwohner, sondern auch anerkannte Umweltverbände entsprechende Klagen einreichen.

Quelle:© http://www.juragentur.de - Rechtsnews für Ihre Anwaltshomepage
Quelle : UBA (21.09.2018)
Dokument

Vom Bund anerkannte Umwelt-und NaturschutzvereinigungenStand: 20.09.2018 Die Liste enthält die vom Bund (Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium) anerkannten Um-welt-und Naturschutzvereinigungen. Erfasst werden Anerkennungen nach dem Umwelt-Rechts-behelfsgesetz in den seit dem 15. Dezember 2006 geltenden Fassungen sowie dem Bundesnaturschutzgesetz in den bis zum 1. März 2010 geltenden Fassungen. Anerkennungen, die von den Bundesländern ausgesprochen werden, können den jeweiligen Internetseiten entnommen oder bei den zuständigen Stellen der Bundesländer erfragt werden. Informationen bzw. Links hierzu finden Sie am Schluss dieses Dokuments.
Nun glaubt ganz offensichtlich jeder, dem ein "guter Gedanke" im Kopf herumgeistert, er könne einfach qua Geistesblitz irgendwelcher Presseerzeugnisse, welche einfach den Rechtsstand ignorieren / verdrehen, in diesem Fall der https://www.duh.de/ einfach mal so aus dem Handgelenk die "Gemeinnützigkeit" (etwas, was die zuständige Finanzbehörde jährlich überprüft) absprechen. So naiv, anzunehmen, das ein solcher Verein der unter heftigstem "Beschuss interessierter Kreise" steht, würde irgendwer etwas durchgehen lassen, zeugt von wenig Sachkenntnis.

Mit Freuden würden sich die typisch gegnerischen Organisationen auf jeden noch so geringe Anlass stürzen. Die Behörden welche die Zulassung mit Sicherheit vor und auch während jedem einschlägigen Prozess prüfen - prüfen müssen, sind verantwortlich für Einhaltung der Kriterien.

2017 ist die DUH der Initiative Transparente Zivilgesellschaft beigetreten : https://www.transparency.de/ueber-uns/wer-sind-wir/

Der Druck durch derartige Selbstverpflichtungen ist erheblich. In einer solchen Lage nun "abzuweichen" käme "institutionellem Selbstmord" gleich.

Was bleibt, ist über gern genommene "Fake news" und andere üble Nachrede, ein möglich negatives Bild der DHU zu malen.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 19:26

Skull hat geschrieben:(21 Nov 2018, 19:00)

Im Gegensatz zu Dir...halte ich ordentlich (oder besser rechtsstaatlich) für unabdingbar.?
Was DU als weltfremd bezeichnest...ist mir da egal.

Und natürlich kann es so nicht weitergehen. Aber nicht auf die Gerichtsurteile bezogen.
Sondern auf das Nichthandeln ... der Politik. In Bezug auf die Grenzwerte. ;)

mfg
Haben sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie entscheidend die Lage der Messstationen und die willkürlich festgesetzten Messwerte sind?
Selbstverständlich akzeptiere ich ihre Auffassung, aber wenn ich lese, dass man eine Straße sperrt und den Verkehr in eine andere umleitet, was wesentlich mehr Km bedeutet, dann kommt mir die Galle hoch.
Bitte sehen sie es mir nach. Ich finde reine Symbolmaßnahmen, die den normalen Ablauf ins Chaos stürzen, nicht prickelnd.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 21. Nov 2018, 20:15

Zinnamon hat geschrieben:(21 Nov 2018, 15:07)

Der Dieselskandal - ein Schauspiel mit einer unendlich erscheinenden Anzahl von Akten, bei denen die Akteure aus Wirtschaft und Politik uns nachhaltig und in allen Facetten seit Jahren vorführen, dass sie auf die Gesundheit und Zukunft des Volkes, von dem sie Leben, sch.. nicht so viel Wert legen.

Während es Deutschland trefflich verstand, sich das Image eines Vorreiters in Sachen Umweltschutz zu verleihen, waren wir es, die ein ums andere Mal entsprechende Vorstösse aus Brüssel blockierten. Es waren unsere Politiker, die sich durch ihr bis heute währendes laissez faire eine Autoindustrie herangemästet haben, die sich nicht nur jeden Betrug am Kunden und Wähler leisten kann, sondern auch keinerlei Dringlichkeit darin sehen muss, den anstehenden Strukturwandel der Antriebssysteme anzugehen. Hier haben uns andere schon abgehängt.

Die einzige Reaktion auf den Betrug am Kunden und die illegal hohe Verpestung unserer Umwelt war ein erneutes Konjunkturpaket für die Verursacher zu Lasten der Betrogenen. Mehr ist da nicht zu erwarten. Ausser dem Anheben der Grenzwerte vielleicht.

Und genau hier setzt die Daseinsberechtigung der Deutschen Umwelthilfe an. Weil von Wirtschaft und Politik nicht mehr zu erwarten ist, als das, was wir in den letzten Jahren vorgeführt bekamen. Sie hilft dort, wo Wirtschaft und Politk unsere Gesundheit und Zukunft ebenso nachhaltig ignorieren wie die Gesetzeslage. Einer muss es ja tun.

Die alten Grünen lösen die AfD als neue Protestpartei ab. Möglicherweise, weil man diese ungeerdeten Raffgeier ohne jeden Bodenkontakt und jedes Gewissen einfach nicht mehr unkontrolliert gewähren lassen kann. Auswüchse der Grünen würden ja ohnehin durch den Koalitionspartner zurechtgestutzt, genauso wie umgekehrt.

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Genau so sehe ich das auch ;)
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Skull » Mi 21. Nov 2018, 21:41

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 19:26)

Haben sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht,
wie entscheidend die Lage der Messstationen und die willkürlich festgesetzten Messwerte sind?

Selbstverständlich akzeptiere ich ihre Auffassung,

aber wenn ich lese, dass man eine Straße sperrt und den Verkehr in eine andere umleitet,
was wesentlich mehr Km bedeutet, dann kommt mir die Galle hoch.

Bitte sehen sie es mir nach. Ich finde reine Symbolmaßnahmen,
die den normalen Ablauf ins Chaos stürzen, nicht prickelnd.

Ich spekuliere nicht. Ich suche mir auch keine Wunschwahrheiten.

ICH überlasse den Gerichten die Rechtssprechung und die vorherige Prüfung der Fakten.
Und die Gerichte berücksichtigen
Fakten, die Argumentation der Kläger UND (!) die Argumentation der Beklagten.

Das solltest Du ... und andere ... vielleicht auch mal machen. ;)

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon frems » Mi 21. Nov 2018, 21:49


Und auch wenn sie Millionen mit ihren Abmahnungen einnimmt: Geld verdient die DUH dabei nicht. Ebenso hohe Ausgaben für Rechtskosten und Projekte fressen die Einnahmen auf, der Verein schreibt mit Mühe und Not eine schwarze Null. Von Vermögenspolstern wie bei Autolobby, Gewerkschaften oder Industrieverbänden kann die DUH nur träumen. Auch weil sie gerade mal 347 Mitglieder hat. Jeder Antrag wird streng geprüft. Die DUH befürchtet, von fremden Interessen unterwandert zu werden.

Trotzdem ist genau das der zweithäufigste Vorwurf gegen den Verband. Denn rund ein Zehntel seines Geldes stammt von Sponsoren, ein weiteres Viertel aus Spenden, von Konzernen wie der Krombacher Brauerei, Rapunzel Naturkost, Telekom (bis 2017) und diversen Umweltstiftungen. Und von Toyota, einem der größten Konkurrenten der deutschen Autoindustrie, die der Verband im Abgasskandal vor sich her treibt. Finanziert aus Japan sei die Diesel-Attacke deshalb, raunen Berliner Lobbyisten.

"Wir bekommen seit 20 Jahren im Promillebereich unseres Haushalts auch Spenden von Toyota, in diesem Jahr sind es zum Beispiel 30.000 Euro", entgegnet Resch. In der gleichen Größenordnung erhalte eine DUH-Stiftung auch Spenden von Daimler. "Trotzdem macht man uns keine Vorwürfe, wir würden Daimler schonen. Und gegen Toyota sind wir in den vergangenen zehn Jahren 47 Mal vor Gericht gezogen."


Interessant. Dass Daimler im selben Umfang Geld rüberschiebt, lässt die Dolchstoßlegende, die aufgrund solcher Peanuts schon sehr abenteuerlich wirkte, noch alberner erscheinen.
Zuletzt geändert von frems am Mi 21. Nov 2018, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Mi 21. Nov 2018, 21:50

Skull hat geschrieben:(21 Nov 2018, 21:41)

Ich spekuliere nicht. Ich suche mir auch keine Wunschwahrheiten.

ICH überlasse den Gerichten die Rechtssprechung und die vorherige Prüfung der Fakten.
Und die Gerichte berücksichtigen
Fakten, die Argumentation der Kläger UND (!) die Argumentation der Beklagten.

Das solltest Du ... und andere ... vielleicht auch mal machen. ;)

mfg
Das mache ich. Aber man muss gegen solche weltfremden Urteile durch alle Instanzen gehen.

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