Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

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Skeptiker
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Skeptiker » Sa 20. Okt 2018, 20:10

Interessanter Vergleich der Strafhöhe in Deutschland.
Besonders hohe Strafen verhängten demnach Gerichte in Oberbayern und Südhessen, vergleichsweise Milde herrschte dagegen in Baden und Schleswig-Holstein. Die strengsten Richter sitzen im Landgerichtsbezirk München I, die mildesten im Freiburger Bezirk.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/w ... 30399.html

Es scheint offenbar stark unterschiedliche regionale Strafstandards zu geben. Besonders interessant für mich dabei der starke Unterschied zwischen Banden-Würtemberg und Bayern, insbesondere Oberbayern. Ich würde die auf im Schnitt 50% höher einschätzen. Das ist mE sehr viel. :eek:

Wäre ja mal interessant dem die Polizeistatistik gegenüberzustellen. Vielleicht braucht man ja in den milden Regionen nicht so hart zu bestrafen, oder andersherum vielleicht führt besondere Härte auch zu geringerer Kriminalität. :?:
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Bolero
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Bolero » Fr 26. Okt 2018, 09:52

Vollgekokst, ohne Führerschein und vorbestraft

Nur Bewährung! Skandal-Urteil für Berliner Totfahrer

Der Richter: „Er hat nicht genug aufgepasst. Ein fataler Unfall, der jedem passieren kann.“


https://www.bild.de/regional/berlin/ber ... .bild.html
„Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.“

„Wo der Liberalismus seine äußersten Grenzen erreicht, schließt er den Mördern die Tür auf“
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firlefanz11
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon firlefanz11 » Fr 26. Okt 2018, 09:58

Bolero hat geschrieben:(26 Oct 2018, 09:52)

Vollgekokst, ohne Führerschein und vorbestraft

Nur Bewährung! Skandal-Urteil für Berliner Totfahrer



https://www.bild.de/regional/berlin/ber ... .bild.html

Unfuckinfassbar...! :mad2:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Di 30. Okt 2018, 19:35

Wucher, Betrug und Erpressung – Bewährung für Sperrmüll-Abzocker!

Am Dienstag wurde Bugra G. für neunfachen Wucher in Tateinheiten mit achtfachem Betrug und sechsfacher Erpressung schuldig gesprochen. Knapp 18.000 Euro werden bei ihm eingezogen. Aber der Sperrmüll-Kriminelle verlässt das Gericht wieder als freier Mann: kein Knast als Strafe, sondern nur zwei Jahre Haft auf Bewährung!

„Das Gericht findet äußerst bedauernswert, dass die Berliner Strafverfolgungsbehörden offensichtlich kapitulieren und diese Bande weiter so tätig ist“, sagt Amtsrichter Sascha Daue bitter. „Wir verurteilen hier nur die Spitze des Eisberges, vielleicht zehn Prozent. Das spielt sich immer noch so ab in Berlin.“ Es gebe „eine Vielzahl von Tätern im Hintergrund“.

Das ist die Masche der Sperrmüll-Mafia
Die Internet-Seite sieht aus wie von der BSR. Die Preise am Telefon sind günstig. Rückt die Truppe aber mit bis zu acht Kraftprotzen an, werden Mondpreise aufgerufen: oft das Zehnfache des Üblichen auf dem Markt! Wer sich weigert, muss damit rechnen, dass sein Gerümpel auf der Straße landet. Keiner weiß, wie oft Vorarbeiter Bugra G. für die Berliner Sperrmüll-Mafia so abstaubte. Allein 16 weitere Verfahren gegen ihn wurden einfach so eingestellt.

Die Bewährung für den bereits vorbestraften Angeklagten sei „ein Zugeständnis für sein volles Geständnis unter Zurückstellung nicht unerheblicher Bedenken“, sagt der Richter.

Das treibt dem Sperrmüll-Kriminellen ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht …

https://www.bz-berlin.de/tatort/mensche ... l-abzocker
Ach so, "Zurückstellung nicht unerheblicher Bedenken". Na ok, die Justiz ist so oder so nicht mehr Ernst zu nehmen :rolleyes:
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 31. Okt 2018, 00:07

jack000 hat geschrieben:(30 Oct 2018, 19:35)

https://www.bz-berlin.de/tatort/mensche ... l-abzocker
Ach so, "Zurückstellung nicht unerheblicher Bedenken". Na ok, die Justiz ist so oder so nicht mehr Ernst zu nehmen :rolleyes:

Die Frage ist doch, was der zitierte User hier eigentlich diskutieren möchte?
Möglicherweise erfahren hier zur Diskussion geneigte User,
das es nur um die die Abgabe von empörten Meinungsblähungen geht?
Ob derselbe User unsere Justiz nicht mehr ernst nimmt,
erscheint eben nebensächlich,
Forenfeindlich ist das gezeigte Verhalten nun wieder einmal.
@jack000
Merkst du eigentlich , wie du die Tore zur Hölle öffnest?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Mi 31. Okt 2018, 00:15

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Oct 2018, 00:07)

Die Frage ist doch, was der zitierte User hier eigentlich diskutieren möchte?

Was ist denn unklar?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 31. Okt 2018, 01:08

jack000 hat geschrieben:(31 Oct 2018, 00:15)

Was ist denn unklar?

Na ja, was willst du hier diskutieren?
Das ständige einstellen von Justizurteilen mag deinen Empörungen nachkommen,
es entspricht aber nicht der juristischen Härte in begleiteten Prozessen.
Die Strafen sind hart.
Nur die werden nicht von dir veröffentlicht.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon imp » Mi 5. Dez 2018, 15:27

Hier mal ein wenig Hintergrund, was Strafe sein soll, wozu sie da ist und wozu nicht. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 16293.html
Insbesondere der Rachegedanke gilt als inakzeptabel.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Ammianus » Mi 5. Dez 2018, 17:01

imp hat geschrieben:(05 Dec 2018, 15:27)

Hier mal ein wenig Hintergrund, was Strafe sein soll, wozu sie da ist und wozu nicht. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 16293.html
Insbesondere der Rachegedanke gilt als inakzeptabel.


Dies ist nicht Hintergrund sondern schlicht und einfach die Privatmeinung des Autors, die darf er haben und veröffentlichen, vertreten darüber diskutieren. Meine Meinung ist eine andere. Strafe hat eine Reihe von Zwecken zu erfüllen. Und da ist eben auch der Ausgleich, die Genugtuung für das Opfer. Das besoffene Arschloch, dass mich in den Rollstuhl gebracht hat soll auch leiden. Diese Forderung von Opfern ist mehr als verständlich.
In verschiedenen früheren Gesellschaften gab es dafür die Blutrache oder ähnliche Verfahren. Zivilisation hat dazu geführt, dass die Rache aus Privater Hand an Institutionen der Gesellschaft übertragen wurde.
Strafe hat übrigens auch den Abscheu einer Gesellschaft gegenüber Täter und Tat auszudrücken.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Mi 5. Dez 2018, 17:08

Bielefeld09 hat geschrieben:(31 Oct 2018, 01:08)

Na ja, was willst du hier diskutieren?
Das ständige einstellen von Justizurteilen mag deinen Empörungen nachkommen,
es entspricht aber nicht der juristischen Härte in begleiteten Prozessen.
Die Strafen sind hart.
Nur die werden nicht von dir veröffentlicht.

Es geht darum, dass eine Meinung vorherrscht als sei alles mit der Justiz i.O. Das es Änderungsbedarf gibt kann dann an Beispielen aufgezeigt werden bei denen sie versagt hat, weil so Gegenargumente gefunden werden müssen die die hier aufgezeigten Urteile vollkommen gerechtfertigt sind ... und diese sind hier rar gesäht!
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Fr 7. Dez 2018, 09:55

Sudanese zockt 36 000 Euro ab

Wieder ein Fall von Sozialbetrug mit Mehrfach-Identitäten vor dem Amtsgericht. Ein Flüchtling aus dem Sudan meldet sich unter fünf Namen bei den Aufnahmebehörden an, kassierte mindestens 36 000 Euro Stütze ab!

Offiziell heißt der Mann auf der Anklagebank jetzt Haschem O. (26). Und offenbar war der Betrug mit Mehrfachidentitäten schon vor der großen Flüchtlingswelle im September 2015 möglich. Denn laut Staatsanwaltschaft ließ sich der Nordostafrikaner bereits ab Frühjahr 2015 mehrfach bei der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig als Asylbewerber registrieren.

Die Behörde stellte für die „Männer" Quartiere in Göttingen, Stade, Goslar, Hildesheim und Seelze zur Verfügung. Erst ein Abgleich-Programm für Lichtbilder brachte die Behörden auf den Betrug.

Im Prozess gab der Sudanese die Taten zu: „Es tut mir leid." Sein Verteidiger Björn Nordmann: „Es wurde ihm vom Staat extrem einfach gemacht."

Urteil: zwei Jahre Haft auf Bewährung. Haschem O.: „Ich möchte gern bleiben." Inzwischen hat er einen Job bei einem Paketdienst, verdient 1000 Euro im Monat. Das ergaunerte Geld könnte er in Mini-Raten abstottern.

https://www.bild.de/regional/hannover/h ... PxRclO0G6s
1000€ sind unterhalb der Pfändungsgrenze, der wird überhaupt nichts abstottern! Naja, es tut ihm da leid und es wurde ihm auch zu einfach gemacht.

Aber man muss halt Prioritäten setzen:
Für ihre Prinzipien geht sie ins Gefängnis: Laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" sitzt die 46-jährige Sieglinde B. bereits seit Februar im Frauengefängnis der JVA Chemnitz - weil sie sich standhaft weigert, ihre Rundfunkgebühren zu bezahlen.

https://www.stern.de/wirtschaft/news/ru ... 77680.html
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Fr 7. Dez 2018, 10:46

Wir erinnern uns an das Video:


Und was kam wohl dabei raus?
Neben der Gehirnerschütterung und den Wunden durch die Glassplitter hat sich leider meine Wirbelsäule vom Hals oben an abwärts verschoben. Das gibt sich wieder, bei erneuten Aufschlägen ist sie aber dann viel leichter zu verschieben.

Ja, am Ende der Verhandlung kam eine Entschuldigung, aber die klang wie: Ich muss jetzt was sagen, damit ich besser wegkomme. Und das hörte sich dann so an: „Ja, es tut uns wirklich leid. Leider hat der Überfall ja nicht geklappt...“ Und ich saß da echt nur fassungslos und dachte: Hat er das jetzt wirklich gesagt? Zuvor hatte mir einer der Jungs, der Schläger, einen Brief geschrieben. „Es tut mir wirklich leid, Ihnen Schaden zugefügt zu haben“, stand da etwa. „Auch ich habe mir Schaden zugefügt. Ich leide auch darunter.“ Da habe ich mich echt gefragt: Soll ich mich jetzt schlecht fühlen, weil er es nicht geschafft hat, mir mein Handy wegzunehmen?

Am Ende steht für beide zwei Jahre Gefängnis, ausgesetzt zur Bewährung – das Straf-Maximum, bei dem jemand auf freiem Fuß bleiben kann, wobei in diesem Fall die Unterbringung im Internat angeordnet wurde. Zufrieden mit dem Urteil?

Nein. Ich bin wirklich mit der Überzeugung in die Verhandlung gegangen, die kommen ins Gefängnis. Einfach wegen dieser Heimtücke. Und es hieß auch: Wäre es nicht nach dem Jugend-Strafrecht gegangen, wären sie für mindest drei bis fünf Jahre eingefahren. Die hätten einen abbekommen müssen, und dementsprechend ärgere ich mich umso mehr, dass ich dem einen Typen nicht was auf die Nase gegeben habe.

https://www.waz.de/staedte/essen/bierfl ... qciKE3PIwY
=> d.H. die Täter können ihr jeden Tag wieder begegnen!
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 7. Dez 2018, 16:38

"...und dementsprechend ärgere ich mich umso mehr, dass ich dem einen Typen nicht was auf die Nase gegeben habe."

Gaaanz schlechte Idee.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tom Bombadil » Di 11. Dez 2018, 11:58

Schon 23mal verurteilt und wieder nur Bewährung: https://www.bild.de/regional/bremen/bre ... .bild.html
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon firlefanz11 » Di 11. Dez 2018, 14:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Dec 2018, 11:58)

Schon 23mal verurteilt und wieder nur Bewährung: https://www.bild.de/regional/bremen/bre ... .bild.html

Und da soll noch Einer die Justiz ernst nehmen... :rolleyes:
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon McKnee » Di 11. Dez 2018, 14:33

Als es im Prozess um die Verlesung seiner Vorstrafen ging, lehnte sich der aus Bremen stammende Mann mit den Worten zurück: "Das kann dauern." Es folgte eine Litanei von 24 Einträgen mit Delikten von Hausfriedensbruch über Diebstahl, Nötigung und Beleidigung bis hin zu Körperverletzung und gemeinschaftlicher Vergewaltigung. Bei einigen Bewährungsstrafen war die Bewährung wegen neuer Taten widerrufen worden. Angesichts dessen hegte der Richter Zweifel, ob überhaupt eine Strafe es vermöge, den Mann auf die richtige Bahn zu bringen. Der schmerzlichste Teil des Urteils sei für ihn wohl die Bewährungsauflage. Der gelernte Schlachter, inzwischen Berufskraftfahrer, aber arbeitslos, soll 1000 Euro an die Staatskasse zahlen und muss die Kosten des Verfahrens tragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


https://www.freiepresse.de/chemnitz/bew ... el10391964

Das Problem ist, dass so ein Artikel selten die tatsächlichen Urteilsgründe zusammenfasst und erklär- bzw. verstehbar macht.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

.....er wusste es :D
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon firlefanz11 » Mi 12. Dez 2018, 10:01

McKnee hat geschrieben:(11 Dec 2018, 14:33)

https://www.freiepresse.de/chemnitz/bew ... el10391964

Das Problem ist, dass so ein Artikel selten die tatsächlichen Urteilsgründe zusammenfasst und erklär- bzw. verstehbar macht.

Da GIBT es nichts zu verstehen! 24 Straftaten auf Bewährung und die z. T, noch widerrufen wegen neuer Straftaten und dann NOCH mal Bewährung... Das KANN keiner verstehen egal was der Richter o. sonstwer als Begründung anführt...! :rolleyes:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon McKnee » Mi 12. Dez 2018, 10:57

firlefanz11 hat geschrieben:(12 Dec 2018, 10:01)

Da GIBT es nichts zu verstehen! 24 Straftaten auf Bewährung und die z. T, noch widerrufen wegen neuer Straftaten und dann NOCH mal Bewährung... Das KANN keiner verstehen egal was der Richter o. sonstwer als Begründung anführt...! :rolleyes:


Ja, das gilt aber nur für Populisten. Wer sich mit rechtstaatlichen Prinzipien auseinander setzt und sie zu schätzen weiß, sieht das anders und muss es auch anders sehen, als durch die Stammtischbrille. Wir haben zum Glück eine Verfassung, die uns schützt, der dieser Staat verpflichtet ist.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat ist ...

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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon sünnerklaas » Mi 12. Dez 2018, 11:05

McKnee hat geschrieben:(12 Dec 2018, 10:57)

Ja, das gilt aber nur für Populisten. Wer sich mit rechtstaatlichen Prinzipien auseinander setzt und sie zu schätzen weiß, sieht das anders und muss es auch anders sehen, als durch die Stammtischbrille. Wir haben zum Glück eine Verfassung, die uns schützt, der dieser Staat verpflichtet ist.


Ich finde ja was anderes bemerkensert:

Ein Bremer Demonstrant nennt Frauenschutz als Demonstrationsmotiv trotz eigener Vorstrafe wegen Gruppenvergewaltigung (Quellle)

Gruppenvergewaltiger als Frauenbeschützer - Kannste Dir nicht ausdenken...
Ich kann mir auch schon vorstellen, welche Strategie die Verteidigung da gefahren ist: die Geschichte vom armen-armen Opfer. Solche Typen sitzen gerne als jämmerliches Häuflein Elend auf der Anklagebank und vergießen bittere Tränen und beteuern, das alles so nicht gewollt zu haben, besoffen gewesen zu sein und nie-nie-nie-wieder sowas machen zu wollen. Darauf "Ehrenwort!".
Was solche Presseberichte oft verschweigen, sind die Bewährungsauflagen.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon firlefanz11 » Mi 12. Dez 2018, 11:32

McKnee hat geschrieben:(12 Dec 2018, 10:57)
Wer sich mit rechtstaatlichen Prinzipien auseinander setzt und sie zu schätzen weiß, sieht das anders und muss es auch anders sehen,

Ach ja?! Nun, eine Haftstrafe auf Bewährung hat ja nun mal den Charakter, dass die Verbüssung selbiger Haft ausgesetzt wird solange gewisse Bewährungsauflagen während der Bewährungszeit eingehalten werden um eine erzieherische Wirkung zu erzielen, oder?
Wenn aber jemand sagen wir mal 20 Straftaten begeht kann u. sollte man ja davon ausgehen, dass die besagte erzieherische Wirkung nicht gegriffen hat, insbesondere dann wenn schon teilweise die Bewährung aufgrund von NEUEN Straftaten widerrufen wurde... Also mit welcher Begründung sollte er dann nach der 24. Straftat NOCH einmal Bewährung bekommen?!
Vor allem: Wenn im vorliegenden Fall der Richter Zweifel hegt, ob überhaupt eine Strafe es vermöge, den Mann auf die richtige Bahn zu bringen was ist dann die Konsequenz?
Ihn einfach gar nicht mehr anzuklagen?! Ihn nach der 55. Tat immer noch auf Bewährung raus zu lassen damit er weiter machen kann?!

Wir haben zum Glück eine Verfassung, die uns schützt, ...

Nun, vor solchen Intensivtätern schützt uns diese Verfassung ganz offenbar NICHT oder zumindest nicht die Richter welche Selbige auf so hirnlose Art u. Weise auslegen...!

Zugegebenerdings weiss ich jetzt allerdings nicht wirklich ob es in D auch so ist, dass für die Festlegung des Strafmaßes vorangegangene Straftaten als irrelevant gelten sondern nur Art u. Ausführung der aktuell Verhandelten...
Zuletzt geändert von firlefanz11 am Mi 12. Dez 2018, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."

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