Die Zukunft der SPD

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Cat with a whip
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cat with a whip » Fr 28. Sep 2018, 16:55

Gute Nacht, alte Tante.

In einer Rede (ab Minute 18.40) beim Bundesverband der Deutschen Industrie stellte sie Menschen, die sich nur für Klimaschutz interessieren (und nicht auch für Arbeitsplätze und Energiepreise) auf eine Stufe mit der AfD, die den menschengemachten Klimawandel bestreitet. „Beides sind meiner Meinung nach komplett unhaltbare Positionen, denen wir uns auch entgegenstellen müssen“, sagte Nahles allen Ernstes.

Schon die Annahme, Klimaschutz und Arbeitsplätze seien Widersprüche, zeugt dabei von wenig Sachkenntnis – schließlich zeigen alle Erfahrungen und Prognosen, dass konsequenter Klimaschutz zu mehr Jobs führt und volkswirtschaftlich positive Effekte hat. Doch selbst wenn Nahles das nicht wissen sollte, zeugt ihre Aussage von unglaublicher Dummheit.

Denn 73 Prozent der Deutschen wollen einer aktuellen Umfrage zufolge (PDF) bis spätestens 2030 aus der Kohle aussteigen, 46 Prozent sogar schon bis 2025. Alle diese Menschen wissen dank der ehrlichen Worte der SPD-Vorsitzenden nun, wen sie definitiv nicht wählen sollten.

Statt der breiten gesellschaftlichen Mehrheit, die der nächsten Generation einen lebenswerten Planeten hinter­lassen will, umwirbt Nahles lieber andere Zielgruppen: die Industriebosse (die ihrer Rede begeistert applaudierten, aber am Ende vermutlich trotzdem nicht SPD wählen werden) und die 20.000 Beschäftigten der deutschen Kohle­industrie (die übrigens auch bei einem Kohleausstieg kaum von Kündigung bedroht wären). Immerhin: Die Stimmen dieser 0,04 Prozent der Wahlberechtigten dürften der SPD unter Nahles weiterhin sicher sein.

http://www.taz.de/Kolumne-Liebeserklaerung/!5536497/
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Fliege
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mo 1. Okt 2018, 18:08

Warum wird von Leuten in der SPD versucht, verbliebene Sympathieträger wie Buschkowsky und Sarrazin aus der Partei zu werfen? Weiß die SPD nicht, dass der Faden, der sie mit dem Wahlvolk verbindet, nur noch sehr dünn ist?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Laertes
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Laertes » Mo 1. Okt 2018, 21:29

Sozialdemokratie ist 2018 so notwendig wie ein Telefon mit Wählscheibe und Kabel oder ein Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mo 1. Okt 2018, 23:28

Laertes hat geschrieben:(01 Oct 2018, 21:29)
Sozialdemokratie ist 2018 so notwendig wie ein Telefon mit Wählscheibe und Kabel oder ein Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher.

Dem möchte ich zwar nicht widersprechen, doch darauf aufmerksam machen, dass auch Handy und Schlauguckkasten die SPD nicht glücklich gemacht haben. ;-)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Okt 2018, 09:48

Fliege hat geschrieben:(01 Oct 2018, 18:08)

Warum wird von Leuten in der SPD versucht, verbliebene Sympathieträger wie Buschkowsky und Sarrazin aus der Partei zu werfen? Weiß die SPD nicht, dass der Faden, der sie mit dem Wahlvolk verbindet, nur noch sehr dünn ist?


Weil Sarrazin vom gesellschaftlich-politischen Standpunkt doch etwas sehr weit weg ist von der SPD. Die Sozialdemokratie ist im Kern eine linke Partei - und da kommt ein Gebashe aufgrund von unseriösen pseudowissenschaftlichen Thesen nicht gut an.
Bukowsky ist ein anderes Thema, der ist wenigstens noch ein Sozialdemokrat, der den Namen auch verdient. Er hat sich am Thema Integration fast zu Grunde abgearbeitet und manche Wahrheiten ausgesprochen die in den Funktionsetagen der SPD nicht gerne gehört wurden. Aber er hat halt nie versucht daraus so einen Schwachsinn wie Sarrazin zu produzieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 3. Okt 2018, 11:39

Alexyessin hat geschrieben:(03 Oct 2018, 09:48)
Weil Sarrazin vom gesellschaftlich-politischen Standpunkt doch etwas sehr weit weg ist von der SPD. Die Sozialdemokratie ist im Kern eine linke Partei - und da kommt ein Gebashe aufgrund von unseriösen pseudowissenschaftlichen Thesen nicht gut an.
Bukowsky ist ein anderes Thema, der ist wenigstens noch ein Sozialdemokrat, der den Namen auch verdient. Er hat sich am Thema Integration fast zu Grunde abgearbeitet und manche Wahrheiten ausgesprochen die in den Funktionsetagen der SPD nicht gerne gehört wurden. Aber er hat halt nie versucht daraus so einen Schwachsinn wie Sarrazin zu produzieren.

Regierungsfähig war die SPD im wesentlichen dann, wenn die SPD-Rechte stark genug war, um die SPD-Linke unter Kontrolle zu halten. Selbst Brandt rückte mit dem Godesberger Programm nach rechts in der Hoffnung auf eine Regierungschance. Großartig war Schmidt und Schröder immerhin lernfähig genug (Agenda 2010). Heute besteht die SPD fast nur noch aus der SPD-Linke. Daher kommt wohl die Täuschung, Buschkowsky und Sarrazin stünden zu weit rechts.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Okt 2018, 15:26

Fliege hat geschrieben:(03 Oct 2018, 11:39)

Regierungsfähig war die SPD im wesentlichen dann, wenn die SPD-Rechte stark genug war, um die SPD-Linke unter Kontrolle zu halten. Selbst Brandt rückte mit dem Godesberger Programm nach rechts in der Hoffnung auf eine Regierungschance. Großartig war Schmidt und Schröder immerhin lernfähig genug (Agenda 2010). Heute besteht die SPD fast nur noch aus der SPD-Linke. Daher kommt wohl die Täuschung, Buschkowsky und Sarrazin stünden zu weit rechts.

Was Sarrazin angeht brauchst du natürlich nicht auf die Argumente eingehen.
Ansonsten ist es bei den Sozialdemokraten eben wie bei den Christdemokraten. In der Regierung gehst du in die Mitte. Nichts neues.
Nebenbei Godesberger Programm wurde eher von Ollenhauer und Onkel Herbert durchgepeitscht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 10. Okt 2018, 15:30

SPD-Chefin Andrea Nahles hat den Abschied ihrer Partei von der Agenda 2010 des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder angekündigt. "Wir werden ein neues, modernes Sozialstaatskonzept entwickeln für den 'Sozialstaat 2025'", sagte sie der Wochenzeitung "Die Zeit". Dies solle "die sozialdemokratische Antwort auf die Herausforderungen des digitalen Kapitalismus" sein.
Uns sie droht indirekt auch mit dem aus für die GroKo.

Skeptisch äußerte sich Nahles mit Blick auf die Lage der großen Koalition, die durch "den Richtungsstreit innerhalb der Union" massiv belastet werde. Dieser überlagere die Leistungen der Regierung völlig. Eine große Koalition müsse aber mehr von sich verlangen, als es schon zu einem Erfolg zu erklären, "wenn mal eine Woche lang keine Regierungskrise ist", sagte die SPD-Chefin.

Nahles rief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, "dieser Regierung Stabilität zu geben". Dazu habe sie als Kanzlerin "viele Mittel in der Hand", die sie aber nicht nutze. "Ich würde mir von Frau Merkel oft mehr Führung und Haltung wünschen", verlangte sie weiter in der "Zeit".


https://www.welt.de/newsticker/news1/ar ... 10-an.html

Naja, im Herbst will sie ja liefern.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 10. Okt 2018, 16:19

Alexyessin hat geschrieben:(03 Oct 2018, 15:26)
In der Regierung gehst du in die Mitte.

Schmidt (und mit Abstrichen auch Brandt und Schröder) fühlte sich links anschließend bei den Liberalen durchaus wohl. Insbesondere Schmidt brauchte nicht erst in die linke Mitte gehen, weil er da schon war. In diesem Sinne (Schmidt als Maßstab) stehen Buschkowsky und Sarrazin durchaus nicht weiter rechts als Schmidt, zumal die SPD programmatisch erwägen sollte: Soziale Gerechtigkeit (Kernthema der SPD seit ihrer Gründung) kann operativ nicht darin bestehen, den Kreis der Sozialleistungsanspruchsberechtigten auf die gesamte Erdbevölkerung auszudehnen, sondern vielmehr darin, den Kreis der Anspruchsberechtigten möglichst eng zu begrenzen auf die eigenen Bürger und mit Abstrichen auf etwaige Assoziierte (also auf arbeitsmarktintegrierte EU-Bürger, erwünschte Arbeitsmigranten, darunter türkische Gastarbeiter, neu Eingebürgerte).
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 10. Okt 2018, 16:26

Fliege hat geschrieben:(10 Oct 2018, 16:19)
Schmidt (und mit Abstrichen auch Brandt und Schröder) fühlte sich links anschließend bei den Liberalen durchaus wohl. Insbesondere Schmidt brauchte nicht erst in die linke Mitte gehen, weil der da schon war. In diesem Sinne (Schmidt als Maßstab) stehen Buschkowsky und Sarrazin durchaus nicht weiter rechts als Schmidt, zumal die SPD programmatisch erwägen sollte: Soziale Gerechtigkeit (Kernthema der SPD seit ihrer Gründung) kann operativ nicht darin bestehen, den Kreis der Sozialleistungsanspruchsberechtigten auf die gesamte Erdbevölkerung auszudehnen, sondern vielmehr darin, den Kreis der Anspruchsberechtigten möglichst eng zu begrenzen auf die eigenen Bürger und mit Abstrichen auf etwaige Assoziierte (also auf arbeitsmarktintegrierte EU-Bürger, erwünschte Arbeitsmigranten, darunter türkische Gastarbeiter, neu Eingebürgerte).

Brandt hat sich nach seiner Kanzlerschaft intensiv um den Dialog zwischen Europa und Afrika gekümmert. Ohne vernünftige Entwicklungspolitik werden weniger Flüchtlinge freiwillig in ihre mehr oder weniger befriedeten Länder zurückkehren. Irgendwelche Gruppen hier in Deutschland gegeneinander auszuspielen, wird nicht funktionieren.
Zuletzt geändert von Wähler am Mi 10. Okt 2018, 16:59, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 10. Okt 2018, 16:26

Fliege hat geschrieben:(10 Oct 2018, 16:19)

Schmidt (und mit Abstrichen auch Brandt und Schröder) fühlte sich links anschließend bei den Liberalen durchaus wohl. Insbesondere Schmidt brauchte nicht erst in die linke Mitte gehen, weil er da schon war. In diesem Sinne (Schmidt als Maßstab) stehen Buschkowsky und Sarrazin durchaus nicht weiter rechts als Schmidt, zumal die SPD programmatisch erwägen sollte: Soziale Gerechtigkeit (Kernthema der SPD seit ihrer Gründung) kann operativ nicht darin bestehen, den Kreis der Sozialleistungsanspruchsberechtigten auf die gesamte Erdbevölkerung auszudehnen, sondern vielmehr darin, den Kreis der Anspruchsberechtigten möglichst eng zu begrenzen auf die eigenen Bürger und mit Abstrichen auf etwaige Assoziierte (also auf arbeitsmarktintegrierte EU-Bürger, erwünschte Arbeitsmigranten, darunter türkische Gastarbeiter, neu Eingebürgerte).


Natürlich hatten Brandt und Schmidt keinen Probleme mit den damaligen Liberalen. Die hatten aber nichts mit den sogenannten Liberalen von heute zu tun, da hätten Schmidt und Brandt erhebliche Probleme.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 10. Okt 2018, 17:35

yogi61 hat geschrieben:(10 Oct 2018, 16:26)
Natürlich hatten Brandt und Schmidt keinen Probleme mit den damaligen Liberalen. Die hatten aber nichts mit den sogenannten Liberalen von heute zu tun, da hätten Schmidt und Brandt erhebliche Probleme.

Ich würde sagen: Brandt vielleicht, Schmidt nicht.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 10. Okt 2018, 20:58

Die FAZ fragt: "Wohin mit der SPD?"
Ja, diese Frage finde ich berechtigt: Wohin mit der SPD?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 10. Okt 2018, 21:13

Fliege hat geschrieben:(10 Oct 2018, 20:58)

Die FAZ fragt: "Wohin mit der SPD?"
Ja, diese Frage finde ich berechtigt: Wohin mit der SPD?

Die SPD ist auf Talfahrt, wie unsere SPÖ. Nahles muß mit KERN verwandt sein, wenigstens im Geiste, im schwachen... :D :cool:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 10. Okt 2018, 21:23

Fuerst_48 hat geschrieben:(10 Oct 2018, 21:13)
Die SPD ist auf Talfahrt, wie unsere SPÖ. Nahles muß mit KERN verwandt sein, wenigstens im Geiste, im schwachen... :D :cool:

Über die Grenze geschaut will mir scheinen, dass die SPÖ nicht so todessehnsüchtig ist wie die hiesige SPD und nicht so arge Fehler macht. Erstens muss sich die SPÖ nicht Nahles anvertrauen; zweitens muss die SPÖ nicht mit dem Engelchen koalieren; drittens muss die SPÖ nicht die Welteinladung verteidigen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cat with a whip » Do 11. Okt 2018, 12:32

yogi61 hat geschrieben:(10 Oct 2018, 15:30)

SPD-Chefin Andrea Nahles hat den Abschied ihrer Partei von der Agenda 2010 des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder angekündigt. "Wir werden ein neues, modernes Sozialstaatskonzept entwickeln für den 'Sozialstaat 2025'", sagte sie der Wochenzeitung "Die Zeit". Dies solle "die sozialdemokratische Antwort auf die Herausforderungen des digitalen Kapitalismus" sein.
Uns sie droht indirekt auch mit dem aus für die GroKo.



Hahahaha.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Do 11. Okt 2018, 12:54

Statt durch Verweis auf die Agenda 2010 ihre wirtschaftliche Kompetenz unter Beweis zu stellen (Formulierungsvorschlag: Ohne Schröder wäre Merkel längst pleite), dementiert Nahles die wirtschaftliche Kompetenz der SPD.
Ob die SPD den Nahles-Linksruck überlebt?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Do 11. Okt 2018, 12:58

Fliege hat geschrieben:(11 Oct 2018, 12:54)

Statt durch Verweis auf die Agenda 2010 ihre wirtschaftliche Kompetenz unter Beweis zu stellen (Formulierungsvorschlag: Ohne Schröder wäre Merkel längst pleite), dementiert Nahles die wirtschaftliche Kompetenz der SPD.
Ob die SPD den Nahles-Linksruck überlebt?


Wenn es einen wirklichen Linksruck gäbe, würde sie ihn natürlich überleben, weil sie dann die Basis auf ihrer Seite hat. Was sie nicht überleben wird, ist ein "weiter so" in neoliberalen Koalitionen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Do 11. Okt 2018, 13:04

yogi61 hat geschrieben:(11 Oct 2018, 12:58)
Wenn es einen wirklichen Linksruck gäbe, würde sie ihn natürlich überleben, weil sie dann die Basis auf ihrer Seite hat. Was sie nicht überleben wird, ist ein "weiter so" in neoliberalen Koalitionen.

Unsolide Wirtschaftspolitik können andere wie Linkspartei und Grüne viele glaubwürdiger machen. ;-)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon yogi61 » Do 11. Okt 2018, 13:22

Fliege hat geschrieben:(11 Oct 2018, 13:04)

Unsolide Wirtschaftspolitik können andere wie Linkspartei und Grüne viele glaubwürdiger machen. ;-)


Deine Bildzeitungs-Phrasen bringen uns bei diesem Thema nicht weiter. :rolleyes:
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