arbeiten bis 70-71 ??

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jack000
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon jack000 » Fr 2. Okt 2015, 22:57

Adam Smith » Fr 2. Okt 2015, 18:45 hat geschrieben:
Ich kannte mal einen der wollte mit 60 in Rente gehen. Das müsste jetzt der Fall sein. Müsste mal schauen, ob er in Rente ist.

Ich komme mit wenig Geld aus und mein letztes Arbeitslosengeld war 3xHartz4 (inkl. Wohnung für einen Alleinstehenden). Daher müsste es selbst bei gekürzter Rente auch reichen.
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John Galt
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon John Galt » Fr 2. Okt 2015, 22:59

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 11:46 hat geschrieben:
wie soll das gehen?

mit 35tsd Euro Brutto-Einkommen?


Geht ganz einfach, wenn man sich dass als Ziel setzt.

Aber deine Frage zeigt schon, dass du keine Ahnung hast, wie man dieses Ziel erreichen kann und was man dafür machen muss.

Um es in 5 Jahren zu schaffen benötigt man etwas Grips. Ansprüche maximieren, Ausgaben minimieren, Investitionen mit etwas Risiken eingehen und eben nicht den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen.

Um es in 10 Jahren zu schaffen reicht der IQ eines Toastbrots.

Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht geben einiges her, zumindest wenn man sich damit auskennt.

Alle Details zu erklären ist mir hier zu mühselig.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon happySchland » Sa 3. Okt 2015, 00:06

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 13:42 hat geschrieben:jetzt haben aktuare ausgerechnet, daß wegen einer gestiegene lebenserwartung die grenze ab welches alter man erst pensiongerechticht ist noch höher werden muß. wurde vor einigen jahren 65 geändert in 67, dieses alter reicht nicht. das muß 70 oder 71 werden.

Schöner Blödsinn.
Lebenserwartung steigt aber nicht die Fähigkeit im hohen Alter noch zu arbeiten.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter (60-61) in Deutschland befindet sich meilenweit vom gesetzlichen entfernt. Von der Erhöhung ganz zu schweigen.
Erstaunlich wie solche Vorschläge überhaupt ernst genommen werden können. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist nichts weiter als eine Rentenkürzung zusätzlich zur Senkung der Beiträge.
Und ganz sicher nicht alternativlos ;)

moderliese hat es auf den Punkt gebracht: Die Produktivität steigt stetig aber die Menschen sollen länger arbeiten.
Hirnrissig.
Bitte keine Wörter in den Mund legen und beim Thema bleiben.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 00:18

happySchland » Fr 2. Okt 2015, 23:06 hat geschrieben:Erstaunlich wie solche Vorschläge überhaupt ernst genommen werden können. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist nichts weiter als eine Rentenkürzung zusätzlich zur Senkung der Beiträge.
Und ganz sicher nicht alternativlos ;)

moderliese hat es auf den Punkt gebracht: Die Produktivität steigt stetig aber die Menschen sollen länger arbeiten.
Hirnrissig.

türlich, blödsinn. genauso wie es auch blödsinn von adenauer war zu behaupten das die menschen immer kinder kriegen würden. die zahl der kinder nimmt ab ==> die bevölkerung schrumpft. was die folgen davon sind, darüber darfst du mal sinnen.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 00:34

Der Neandertaler » Fr 2. Okt 2015, 20:49 hat geschrieben:Dies ist richtig! Dies war aber auch nicht das Thema. Mein Hinweis galt lediglich "daß" er schon nach fünf Jahren Rentenanspruch hat ... aber nicht wieviel!
    (deshalb auch meine Ergänzung, daß er nicht generell schon nach fünf Arbeitsjahren in Rente gehen kann - da liegt die durchschnittliche Untergrenze bei 35 Beitragsjahren!)
... wohingegen er nach dem Bismarkschen System 30 Jahre warten mußte, bevor er einen Rentenanspruch hat - auch dann wäre die Frage nach dem WIEVIEL? gerecht gewesen.
Wobei wir heutzutage als zusätzlichen "Anspruch auf Grundsicherung" immerhin noch Sozialhilfe in Anspruch nehmen können - früher waren Kinder zur Not- und Zusatzhilfe notwendig.
    (deshalb auch der Ausspruch Adenauers: "Kinder kriegen die Leute immer!")

zufällig weiß ich wie das bei uns geregelt ist, weil ein freund von mir jahre in australien wohnte und weil meine mutter als sie 60 war nach frankreich umzog.
man rechnet eine bestimmte zahl jahre als produktiv. fiktiv wird dann begonnen bei 15 jahre alt. ab dann muß man danach dauernd in NL gewohnt haben; also steuer und sozialbeiträge bezahlt haben falls gearbeitet wurde. fehlen - sag mal - 5 jahre, dann wirst du um 5/50 jahre gekürzt auf deine rente.
sowohl mein freund als meine mutter mußten sich einkaufen, d.h. für die fehlenden beträge dem reich die über jene jahren nicht bezahlte rentenprämien »erstatten«. dabei wurde ausgegangen vom maximum betrag über welches einer noch verpflichtet ist eine prämie zu zahlen. eine herrliche ungerechtigkeit wenn man diesen betrag nie verdiente. geschenkt wird nichts !!

na ja, meine mutter wurde 92,5 jahre alt. für sie war es also doch positiv. :D
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 09:38

John Galt » Fr 2. Okt 2015, 21:59 hat geschrieben:
Geht ganz einfach, wenn man sich dass als Ziel setzt.

Aber deine Frage zeigt schon, dass du keine Ahnung hast, wie man dieses Ziel erreichen kann und was man dafür machen muss.

Um es in 5 Jahren zu schaffen benötigt man etwas Grips. Ansprüche maximieren, Ausgaben minimieren, Investitionen mit etwas Risiken eingehen und eben nicht den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen.

Um es in 10 Jahren zu schaffen reicht der IQ eines Toastbrots.

Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht geben einiges her, zumindest wenn man sich damit auskennt.

Alle Details zu erklären ist mir hier zu mühselig.



ich fasse das mal zusammen:

Der Ausgangspunkt war ja ein Durchschnittsverdiener mit einem Jahresgehalt von 35.tsd Euro - das sind netto 21tsd Euro pro Jahr ( Single)

Wenn er sehr sparsam lebt- dann kann davon ca. 10tsd Euro "investieren"- also 120tsd in 10 Jahren

falls er aus diesen 10tsd pro Jahr "Neuinvest" dann nach 10 Jahren insgesamt keine 300tsd zusammen hat- dann ist er dümmer wie ein Toastbrot.

Es würde sicher viele Leser hier interessieren, mit welcher Art von "Investitionen" - die nicht schon als Spekulation zu bezeichnen ist- das angeblich geht.....
Zuletzt geändert von Realist2014 am Sa 3. Okt 2015, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 09:42

happySchland » Fr 2. Okt 2015, 23:06 hat geschrieben:Schöner Blödsinn.
Lebenserwartung steigt aber nicht die Fähigkeit im hohen Alter noch zu arbeiten.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter (60-61) in Deutschland befindet sich meilenweit vom gesetzlichen entfernt. Von der Erhöhung ganz zu schweigen.
Erstaunlich wie solche Vorschläge überhaupt ernst genommen werden können. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist nichts weiter als eine Rentenkürzung zusätzlich zur Senkung der Beiträge.
Und ganz sicher nicht alternativlos ;)

moderliese hat es auf den Punkt gebracht: Die Produktivität steigt stetig aber die Menschen sollen länger arbeiten.
Hirnrissig.


immer der seltsame VErweis auf die "Produktivität"

Ohne natürlich zu sagen - WER die höheren Renten bezahlen soll... ( und warum)

höhere Beiträge? Warum sollen die heutigen AN einen höheren Anteil ihres heutigen Gehalts an die heutigen Rentner abgeben- die selber weniger ( niedrigere Beitragsätze) abgegeben haben?

oder höhere Steuerquersubventionierung in das Rentensystem?

auch wieder die Frage- wer soll die warum bezahlen?
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon happySchland » Sa 3. Okt 2015, 11:24

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 08:42 hat geschrieben:Ohne natürlich zu sagen - WER die höheren Renten bezahlen soll... ( und warum)

Warum? Das habe ich doch bereits gesagt.
Gehen wir mal von der Prämisse aus das aktuelle Rentensystem ist ohne Erhöhung des Renteneintrittsalters nicht zu finanzieren (erklärte Grund für die Erhöhung). Da sich das Durchschnittsalter weit unterhalb des gesetzlichen befindet, ist diese Lösung Nonsens und nichts weiter als eine Rentenkürzung. Auf dem Papier wird das Rentensystem "gerettet" und mehr und mehr Rentner verarmen.
Gibt es da Einwände?

Zur Abwatschung des Produktivitätsarguments. Es ist nicht zu vermitteln das immer weniger Menschen immer mehr produzieren und damit die Güterversorgung sicherstellen können aber gleichzeitig länger arbeiten sollen.
Offentsichtlich gibt es hier ein Verteilungsproblem und kein Produktivitätsproblem. Indem die Menschen länger arbeiten sollen, wird ein Produktivitätsproblem suggeriert das faktisch nicht existiert.

Also wer die höheren Renten mitbezahlen soll bzw. könnte? Profiteure des Produktivitätszuwachses. Platt ausgedrückt Wohlhabende.
Warum? Der Lösungsvorschlag zur Erhaltung des aktuellen Rentensystems ist wie oben gezeigt Nonsens.
Sie können auch gerne andere Alternativen vorschlagen.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 11:42

happySchland » Sa 3. Okt 2015, 10:24 hat geschrieben:Warum? Das habe ich doch bereits gesagt.
Gehen wir mal von der Prämisse aus das aktuelle Rentensystem ist ohne Erhöhung des Renteneintrittsalters nicht zu finanzieren (erklärte Grund für die Erhöhung). Da sich das Durchschnittsalter weit unterhalb des gesetzlichen befindet, ist diese Lösung Nonsens und nichts weiter als eine Rentenkürzung. Auf dem Papier wird das Rentensystem "gerettet" und mehr und mehr Rentner verarmen.
Gibt es da Einwände?

Zur Abwatschung des Produktivitätsarguments. Es ist nicht zu vermitteln das immer weniger Menschen immer mehr produzieren und damit die Güterversorgung sicherstellen können aber gleichzeitig länger arbeiten sollen.
Offentsichtlich gibt es hier ein Verteilungsproblem und kein Produktivitätsproblem. Indem die Menschen länger arbeiten sollen, wird ein Produktivitätsproblem suggeriert das faktisch nicht existiert.

Also wer die höheren Renten mitbezahlen soll bzw. könnte? Profiteure des Produktivitätszuwachses. Platt ausgedrückt Wohlhabende.
Warum? Der Lösungsvorschlag zur Erhaltung des aktuellen Rentensystems ist wie oben gezeigt Nonsens.
Sie können auch gerne andere Alternativen vorschlagen.


nochmal die konkrete Frage:

WOHER soll das Geld für die höheren Renten kommen- konkret?

was ist die Definition von "wohlhabend"?

Vermögen?

ab welchem Vermögen soll dann wie viel pro Jahr für die "Rente" bezahlt werden?

"höheres Einkommen"?

zusätzliche Rentensteuer?

generell ergibt sich dann die Frage- wie die "Rentenerhöhungen" dann ausschauen sollen:

Erhöhung des Rentenwerts von heute 28 Euro pro Rentenpunkt auf zum Beispiel 35 Euro pro Rentenpunkt- also eine Erhöhung von 20%


der "Produktivitätszuwachs" wird mehr übrigens als überkompensiert durch das kontinuierlich Anwachsen der Anzahl der Rentner... ( also die Auszahlungsbasis)

man muss schon alle Faktoren in dieser Gleichung berücksichtigen...

es würde also der Rentner, der dann heute eine Rente von 2400 Euro bekommt- in Zukunft eine Rente von 3000 Euro bekommen?
Zuletzt geändert von Realist2014 am Sa 3. Okt 2015, 11:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 12:55

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 20:31 hat geschrieben:


die Kasse war LEER- deswegen hat Adenauer ja auf Umlagesystem gesetzt. Aufgrund des damaligen Verhältnisses Beitragszahler ( ganz viele) zu Rentner ( ganz wenige- wegen WKII) gab es eine massive Rentenerhöhung...



Nein, damals wurde das Geld zweckentfremdet zur Gründung der Bundeswehr, gleichzeitig wurde auf Umlagesystem umgestellt. Offenbar möchtest Du sogar die Historie auf den Kopf stellen !
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 13:05

Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 11:55 hat geschrieben:

Nein, damals wurde das Geld zweckentfremdet zur Gründung der Bundeswehr, gleichzeitig wurde auf Umlagesystem umgestellt. Offenbar möchtest Du sogar die Historie auf den Kopf stellen !


das waren Peanuts- und war zum damaligen Zeitpunkt alternativlos

wäre es dir lieber gewesen- das Umlagesystem NICHT einzuführen

durch das Umlagesystem wurden die damaligen Renten ja erhöht
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 14:09

Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 20:21 hat geschrieben:für dich hoffe ich, das nicht die situation erreicht wird, daß 33,3% der einwöhner deutschlands schuftet um ihre familie zu ernähren nebst die andere 66,7%.
denn ich bin sicher, daß dann hungerrenten kommen.

klar, die rente ist gesichert. die größe/höhe der rente aber nicht.



Du musst nicht den Sirenengesängen der einschlägigen und obendrein noch bestbezahlten Versicherungsvertreter folgen. Sie denken vor allem an ihre eigene "Umlage", das TV gibt ihnen massig leider obendrein noch Gelegenheit, ihren Unsinn unters Volk zu bringen !
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 14:12

Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 13:09 hat geschrieben:

Du musst nicht den Sirenengesängen der einschlägigen und obendrein noch bestbezahlten Versicherungsvertreter folgen. Sie denken vor allem an ihre eigene "Umlage", das TV gibt ihnen massig leider obendrein noch Gelegenheit, ihren Unsinn unters Volk zu bringen !



kleiner Hinweis

der andere Forist schreibt über das niederländische Rentensystem...

dort gibt es weder Riester noch Rürup...

und es gibt ach gute Riesterverträge...( geht aj auch OHNE Versicherung)

einfach mal informieren... :x
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 14:35

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 13:12 hat geschrieben:

kleiner Hinweis

der andere Forist schreibt über das niederländische Rentensystem...

dort gibt es weder Riester noch Rürup...

und es gibt ach gute Riesterverträge...( geht aj auch OHNE Versicherung)

einfach mal informieren... :x




Riesterverträge sind allesamt gut! (für die Versicherungen!)
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Parker » Sa 3. Okt 2015, 16:17

Nathan » Fr 2. Okt 2015, 07:17 hat geschrieben:
Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr und ich werde ganz sicher nicht bis 70 arbeiten und wenn sie versuchen mich dazu zu zwingen werde ich rechtsradikal. Radikal gegen Inländer, nicht gegen Ausländer. Mein ganz persönlicher Rechtsradikalismus, nix mit morschen Knochen oder so, sondern frisch, unfromm, fröhlich, frei. Vielleicht raube ich mir dann ein Bankerl, eines aus Holz, und das trag ich an die Isar oder den Lech und dort genieße ich meinen Lebensabend...oder so.


Bei dem, was die sich vorstellen, kann man als Greis auch ruhig mal einen Bankraub, oder besser etwas mit besseren Chancen, versuchen.
Erwischt geht es im Knast dann besser, als man hätte man gar nix versucht.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Parker » Sa 3. Okt 2015, 16:20

John Galt » Fr 2. Okt 2015, 12:08 hat geschrieben:Die Rentenversicherung ist an sich eine Risikoversicherung, die das Risiko der Langlebigkeit absichern soll.

Wenn man den Beitrag nicht erhöht, muss man also einfach Bezugsdauer reduzieren, also später Zahlungen starten.

Allerdings machen die Leute etwas gewaltig falsch, wenn sie mit 40-50 nicht genug Kohle verdient haben oder sie sind einfach gierig, dann interessiert die Rente aber auch niemanden.


Verrätst Du mal, wie der Durchschnittsverdiener mit 40-50 genug Kohle verdient haben soll?
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Parker » Sa 3. Okt 2015, 16:22

John Galt » Fr 2. Okt 2015, 12:41 hat geschrieben:
Geht ganz einfach, wenn man sich dass als Ziel setzt.

Jeder Hartzi ohne Berufsausbildung kann in 5-10 Jahren 300k Kapital erreichen und mit den ewigen Kapitalerträgen daraus jeden Eckrentner neidisch machen.

Hängt natürlich auch davon ab, wie Hardcore man an die Sache rangehen will.
Man muss sich Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht zu Nutze machen. Maximal sparen und vernünftig investieren.


Ich habe Leute in Vollfixierung liegen sehen für weniger verrücktes Zeug.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 3. Okt 2015, 16:36

Hallo Nomen Nescio.
Nomen Nescio hat geschrieben:sag das nicht zu schnell. denk an schröder.
Ich kann verstehen, daß einige Politiker irgendwie im Gedächtnis bleiben und sie mit irgendwelchen Äußerungen, Vorhaben oder ... ??? ... und mit bestimmten Themen assoziiert werden. Das gilt etwa für Norbert Blüm und seine Aussage:
    "Die Rente ist sicher!" (war mir klar, daß das Versteck niemand findet!")
aber ebenso für Gerhard Schroeder, unter dessen Rigide die Hartz-Gesetze eingeführt wurden. Damit wurde 2002 eine weitgehende Rentenreform mit der "Riester-Rente" eingeführt.

Wenn Du allerdings darauf anspielst, daß unter Schroeder die Liquiditätsreserven (Schwankungsreserve) reduziert wurden - vor allem durch die Finanzierung sogenannter "versicherungsfremder Leistungen", ... dies wurde nicht erst unter Schroeder praktiziert - schon unter allen Vorgänger-Regierungen wurde diese sukzessive reduziert.

Zu den "versicherungsfremden Leistungen" zählen etwa Kriegsfolgelasten (z. B. Ersatzzeiten, Leistungen nach dem Fremdrentenrecht), arbeitsmarktbedingte Leistungen (z. B. Renten wegen Arbeitslosigkeit), bestimmte Anrechnungszeiten (z. B. Schul- und Hochschulausbildung), Zurechnungszeit (bei frühem Rentenfall die Zeit bis zum 60. Lebensjahr), einigungsbedingte Leistungen (z. B. Auffüllbeträge), sowie Familienleistungen (z. B. Kindererziehungszeiten). Zu den "versicherungsfremden Leistungen" zählt aber auch, daß etwa Leistungen für ehemalige DDR-Rentner gezahlt wurden.
    (bitte nicht falsch verstehen: ehemalige DDR-Bürger haben selbstverständlich auch einen Rentenanspruch - der muß auch erfüllt werden ... es geht nur um die Frage, ob aus der allgemeinen Rentenversicherung oder doch aus Steuergelder?)
Und das ist der Fehler, den Kohl begangen hat, daß er der Meinung war, die Folgen der Wiedervereinigung könnte ohne Steuererhöhung bewältigt werden. Somit sollten auch die Renten für ehemalige DDR-Rentner aus der allgemeinen Rentenversicherung gezahlt werden.

Gleichzeitig hat sich aber auch der staatliche Finanzhilfe des Bundes suzessive erhöht. (er liegt heute etwa bei 30 Prozent - das liegt auch an den zunehmenden "versicherungsfremden Leistungen" ... daher auch der schwankende Rentenbeitrag.)

Der heutige Korridor der "Nachhaltigkeitsrücklage der allgemeinen Rentenversicherung", der am Ende eines Jahres weder unter- noch überschritten werden sollte, beträgt seit 2004 in der Untergrenze 20 Prozent einer Monatsausgabe und in der Obergrenze 150 Prozent einer Monatsausgabe zu eigenen Lasten.
Sollte voraussichtlich am Ende des jeweiligen Folgejahres die Nachhaltigkeitsrücklage (bei unverändertem Beitragssatz) die Obergrenze voraussichtlich übersteigen, ist der Beitragssatz zum Jahreswechsel zu reduzieren - droht sie den Mindestwert zu unterschreiten, muß er entsprechend angehoben werden.
Damit soll auf diverse gesellschaftliche Veränderungen bezug genommen werden ... nicht nur rückwirkend, auch vorausschauende Veränderungen.

Abgesehen von dem notwendigen (?) und erweiterten Ausbau der "versicherungsfremden Leistungen" (und den sich daraus eventuell ergebenen Beitragssatz-Steigerungen, standen alle Sozialminster, die vor der Frage standen: "Beitragssatz-Erhöhung oder Absenkung des Rentenniveaus?", nahmen als Alternative eine Absenkung der Liquiditätsreserven vor.
    ... auch um die staatliche Abhängigkeit der allgemeinen Rentenversicherung zu verhindern ... zu verringern.
Eine Beitragssatz-Erhöhung hätte den Arbeitsmarkt betroffen - es hätte Arbeit teurer gemacht, eine Absenkung des Rentenniveaus hätte unweigerlich den Protest der (zukünftigen) Rentner hervorgerufen.
    ... mit Recht!
    Rentenniveau: Das so genannte "Sicherungsniveau vor Steuern" verringert sich von gegenwärtig 52 Prozent auf 47 Prozent im Jahr 2020.

Fazit:
    ein Griff in die Rentenkasse (Absenkung der Liquiditätsreserven) ist nicht nur aus einer Laune der Politiker heraus geschehen, sondern vielleicht auch aus Alternative.
      ... um eine Beitragssatz-Erhöhung oder eine Absenkung des Rentenniveaus (weitgehend) zu vermeiden ... oder dies nicht ganz so krass ausfallen zu lassen.

    Dies sollte man also nicht nur Schroeder anlasten ... aber auch nicht nur negativ beurteilen.
    Positiv erachte ich, daß er die "Riester-Rente" eingeführt hat.(er wollte damit das Gesamt-Renten-Niveau halten - die gesetzliche Rente alleine konnte es auf Dauer nicht mehr.)
    Negativ beurteile ich allerdings, daß er erstens:
      die Riester-Rente in privat-wirtschaftliche Hände gelegt hat. Private Unternehmen wollen Gewinn machen - sie sind keine gemeinnützigen Unternehmen. Also lassen sie sich diese Dienstleistung bezahlen - von wem auch immer. (Riester wollte damit vermutlich seine zukünftigen Arbeitsplatz bei der AWD Holding absichern????)
    und zweitens:
      daß er diese nicht nach dem Umlagesystem und obligatorisch gemacht hat.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 16:41

Der Neandertaler » Sa 3. Okt 2015, 15:36 hat geschrieben:Hallo Nomen Nescio.Ich kann verstehen, daß einige Politiker irgendwie im Gedächtnis bleiben und sie mit irgendwelchen Äußerungen, Vorhaben oder ... ??? ... und mit bestimmten Themen assoziiert werden. Das gilt etwa für Norbert Blüm und seine Aussage:
    "Die Rente ist sicher!" (war mir klar, daß das Versteck niemand findet!")
aber ebenso für Gerhard Schroeder, unter dessen Rigide die Hartz-Gesetze eingeführt wurden. Damit wurde 2002 eine weitgehende Rentenreform mit der "Riester-Rente" eingeführt.

Wenn Du allerdings darauf anspielst, daß unter Schroeder die Liquiditätsreserven (Schwankungsreserve) reduziert wurden - vor allem durch die Finanzierung sogenannter "versicherungsfremder Leistungen", ... dies wurde nicht erst unter Schroeder praktiziert - schon unter allen Vorgänger-Regierungen wurde diese sukzessive reduziert.

Zu den "versicherungsfremden Leistungen" zählen etwa Kriegsfolgelasten (z. B. Ersatzzeiten, Leistungen nach dem Fremdrentenrecht), arbeitsmarktbedingte Leistungen (z. B. Renten wegen Arbeitslosigkeit), bestimmte Anrechnungszeiten (z. B. Schul- und Hochschulausbildung), Zurechnungszeit (bei frühem Rentenfall die Zeit bis zum 60. Lebensjahr), einigungsbedingte Leistungen (z. B. Auffüllbeträge), sowie Familienleistungen (z. B. Kindererziehungszeiten). Zu den "versicherungsfremden Leistungen" zählt aber auch, daß etwa Leistungen für ehemalige DDR-Rentner gezahlt wurden.
    (bitte nicht falsch verstehen: ehemalige DDR-Bürger haben selbstverständlich auch einen Rentenanspruch - der muß auch erfüllt werden ... es geht nur um die Frage, ob aus der allgemeinen Rentenversicherung oder doch aus Steuergelder?)
Und das ist der Fehler, den Kohl begangen hat, daß er der Meinung war, die Folgen der Wiedervereinigung könnte ohne Steuererhöhung bewältigt werden. Somit sollten auch die Renten für ehemalige DDR-Rentner aus der allgemeinen Rentenversicherung gezahlt werden.

Gleichzeitig hat sich aber auch der staatliche Finanzhilfe des Bundes suzessive erhöht. (er liegt heute etwa bei 30 Prozent - das liegt auch an den zunehmenden "versicherungsfremden Leistungen" ... daher auch der schwankende Rentenbeitrag.)

Der heutige Korridor der "Nachhaltigkeitsrücklage der allgemeinen Rentenversicherung", der am Ende eines Jahres weder unter- noch überschritten werden sollte, beträgt seit 2004 in der Untergrenze 20 Prozent einer Monatsausgabe und in der Obergrenze 150 Prozent einer Monatsausgabe zu eigenen Lasten.
Sollte voraussichtlich am Ende des jeweiligen Folgejahres die Nachhaltigkeitsrücklage (bei unverändertem Beitragssatz) die Obergrenze voraussichtlich übersteigen, ist der Beitragssatz zum Jahreswechsel zu reduzieren - droht sie den Mindestwert zu unterschreiten, muß er entsprechend angehoben werden.
Damit soll auf diverse gesellschaftliche Veränderungen bezug genommen werden ... nicht nur rückwirkend, auch vorausschauende Veränderungen.

Abgesehen von dem notwendigen (?) und erweiterten Ausbau der "versicherungsfremden Leistungen" (und den sich daraus eventuell ergebenen Beitragssatz-Steigerungen, standen alle Sozialminster, die vor der Frage standen: "Beitragssatz-Erhöhung oder Absenkung des Rentenniveaus?", nahmen als Alternative eine Absenkung der Liquiditätsreserven vor.
    ... auch um die staatliche Abhängigkeit der allgemeinen Rentenversicherung zu verhindern ... zu verringern.
Eine Beitragssatz-Erhöhung hätte den Arbeitsmarkt betroffen - es hätte Arbeit teurer gemacht, eine Absenkung des Rentenniveaus hätte unweigerlich den Protest der (zukünftigen) Rentner hervorgerufen.
    ... mit Recht!
    Rentenniveau: Das so genannte "Sicherungsniveau vor Steuern" verringert sich von gegenwärtig 52 Prozent auf 47 Prozent im Jahr 2020.

Fazit:
    ein Griff in die Rentenkasse (Absenkung der Liquiditätsreserven) ist nicht nur aus einer Laune der Politiker heraus geschehen, sondern vielleicht auch aus Alternative.
      ... um eine Beitragssatz-Erhöhung oder eine Absenkung des Rentenniveaus (weitgehend) zu vermeiden ... oder dies nicht ganz so krass ausfallen zu lassen.

    Dies sollte man also nicht nur Schroeder anlasten ... aber auch nicht nur negativ beurteilen.
    Positiv erachte ich, daß er die "Riester-Rente" eingeführt hat.(er wollte damit das Gesamt-Renten-Niveau halten - die gesetzliche Rente alleine konnte es auf Dauer nicht mehr.)
    Negativ beurteile ich allerdings, daß er erstens:
      die Riester-Rente in privat-wirtschaftliche Hände gelegt hat. Private Unternehmen wollen Gewinn machen - sie sind keine gemeinnützigen Unternehmen. Also lassen sie sich diese Dienstleistung bezahlen - von wem auch immer. (Riester wollte damit vermutlich seine zukünftigen Arbeitsplatz bei der AWD Holding absichern????)
    und zweitens:
      daß er diese nicht nach dem Umlagesystem und obligatorisch gemacht hat.



Zumindest Herrn Riester hat die gleichnamige Rente sehr geholfen. Er tingelt seit Jahren durchs Land und kassiert recht kräftig für seine Vorträge !
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 17:51

Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 13:35 hat geschrieben:


Riesterverträge sind allesamt gut! (für die Versicherungen!)


nochmal

es gibt Riesterverträge ohne Versicherungen

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