Nach Israel ziehen

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Zvi Back
Beiträge: 3904
Registriert: Di 22. Apr 2014, 21:15
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Zvi Back » Fr 23. Mai 2014, 19:32

Cobra9 » Mo 2. Dez 2013, 06:06 hat geschrieben:Also mal kurz zum Thema. Eigentlich habe ich die Menschen in Israel generell als sehr offen und kontaktfreudig kennengelernt. Ähnliche Erfahrungen ?

Kann ich bestätigen, zumindest was meine Woche in Tel Aviv betrifft
und für die Israelis die ich in meiner Zeit als Backpacker in den 90ern kennengelernt habe.
Nur, ich glaube nicht, dass die Threaderöffnung wirklich ernst gemeint war.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 33032
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » Fr 23. Mai 2014, 22:38

Zvi Back » Fr 23. Mai 2014, 20:32 hat geschrieben:
Cobra9 » Mo 2. Dez 2013, 06:06 hat geschrieben:Also mal kurz zum Thema. Eigentlich habe ich die Menschen in Israel generell als sehr offen und kontaktfreudig kennengelernt. Ähnliche Erfahrungen ?

Kann ich bestätigen, zumindest was meine Woche in Tel Aviv betrifft
und für die Israelis die ich in meiner Zeit als Backpacker in den 90ern kennengelernt habe.
Nur, ich glaube nicht, dass die Threaderöffnung wirklich ernst gemeint war.



Die Menschen in Israel sind immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 4675
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum
Wohnort: 8010

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 24. Mai 2014, 11:40

JJazzGold » Fr 23. Mai 2014, 22:38 hat geschrieben:
Zvi Back » Fr 23. Mai 2014, 20:32 hat geschrieben:Kann ich bestätigen, zumindest was meine Woche in Tel Aviv betrifft
und für die Israelis die ich in meiner Zeit als Backpacker in den 90ern kennengelernt habe.
Nur, ich glaube nicht, dass die Threaderöffnung wirklich ernst gemeint war.



Die Menschen in Israel sind immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner.

Das kann ich nach 5 Israel-Besuchen nur unterstreichen und mehr als bestätigen.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Boracay » Sa 24. Mai 2014, 12:06

JJazzGold » Fr 23. Mai 2014, 22:38 hat geschrieben:
Die Menschen in Israel sind immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner.


Er meint die Israelis die nach dem Wehrdienst Asien unsicher machen. Eine sehr merkwürdige Truppe. Schotten sich meist ab und verhalten sich wie die Axt im Wald. Liegt allerdings wohl am Wehrdienst. Das gibt sich wieder.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 33032
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » Sa 24. Mai 2014, 12:49

Boracay » Sa 24. Mai 2014, 13:06 hat geschrieben:
JJazzGold » Fr 23. Mai 2014, 22:38 hat geschrieben:
Die Menschen in Israel sind immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner.


Er meint die Israelis die nach dem Wehrdienst Asien unsicher machen. Eine sehr merkwürdige Truppe. Schotten sich meist ab und verhalten sich wie die Axt im Wald. Liegt allerdings wohl am Wehrdienst. Das gibt sich wieder.



Wen Zvi Back mit "Die Israelis" meint, kann ich, mit Verlaub, besser beurteilen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 10504
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 05:05

SPAM
Zuletzt geändert von Cobra9 am So 25. Mai 2014, 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 10504
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 05:07

JJazzGold » Sa 24. Mai 2014, 12:49 hat geschrieben:
Boracay » Sa 24. Mai 2014, 13:06 hat geschrieben:
Er meint die Israelis die nach dem Wehrdienst Asien unsicher machen. Eine sehr merkwürdige Truppe. Schotten sich meist ab und verhalten sich wie die Axt im Wald. Liegt allerdings wohl am Wehrdienst. Das gibt sich wieder.



Wen Zvi Back mit "Die Israelis" meint, kann ich, mit Verlaub, besser beurteilen.
Fallen die ultraorthodoxen Juden in Israel nicht in die Kategorie "Die Israelis"?
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 10504
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 15:35

Die Dame in Blau - ja, Sie meine ich, Gnädigste. Kriege ich noch ne Antwort auf meine Frage?


Übrigens, in Israel soll der Rassismus gegenüber Arabern/Moslems grassieren. Ich hatte erst kürzlich in diesem Forum einige Artikel verlinkt, die sich dieser überaus heiklen Thema angenommen haben. Inwiefern kann man solche barbarischen Zustände mit der kühnen Behauptung (die Dame in Blau) in Einklag bringen,

Tzz
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mo 26. Mai 2014, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 9261
Registriert: So 7. Jul 2013, 19:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Wolverine » So 25. Mai 2014, 16:42

Jekyll » So 25. Mai 2014, 15:35 hat geschrieben:Die Dame in Blau - ja, Sie meine ich, Gnädigste. Kriege ich noch ne Antwort auf meine Frage?


Übrigens, in Israel soll der Rassismus gegenüber Arabern/Moslems grassieren. Ich hatte erst kürzlich in diesem Forum einige Artikel verlinkt, die sich dieser überaus heiklen Thema angenommen haben. Inwiefern kann man solche barbarischen Zustände mit der kühnen Behauptung (die Dame in Blau) in Einklag bringen, die Israelis seien "immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner"?


In arabischen Ländern soll es richtigen Hass gegen Juden geben. Rassismus ist ja nicht möglich, da alle arabischen Länder ihre jüdischen Mitbewohner vertrieben haben. Juden haben auch in den meisten arabischen Ländern ein Einreiseverbot. Was kann man gegen solch barbarische Zustände denn machen? :cool:
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
Benutzeravatar
Zvi Back
Beiträge: 3904
Registriert: Di 22. Apr 2014, 21:15
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Zvi Back » So 25. Mai 2014, 16:56

Jekyll » So 25. Mai 2014, 15:35 hat geschrieben:Die Dame in Blau - ja, Sie meine ich, Gnädigste. Kriege ich noch ne Antwort auf meine Frage?


Übrigens, in Israel soll der Rassismus gegenüber Arabern/Moslems grassieren. Ich hatte erst kürzlich in diesem Forum einige Artikel verlinkt, die sich dieser überaus heiklen Thema angenommen haben. Inwiefern kann man solche barbarischen Zustände mit der kühnen Behauptung (die Dame in Blau) in Einklag bringen, die Israelis seien "immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner"?


Stell dir vor Israel ist ein ganz normales Land.
Das beinhaltet auch, dass es wohl auch so etwas
bescheuertes wie vereinzelnten Rassismus gibt.

Stell dir vor, die Israelis sind nicht alles Heilige.

Stell dir vor, da soll es sogar welche geben, die schon im Supermarkt geklaut haben.

Wahnsinn echt.
fred76
Beiträge: 2828
Registriert: Di 26. Jun 2012, 16:16

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » So 25. Mai 2014, 17:31

Inhalte entfernt
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mo 26. Mai 2014, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
DukeDuck
Beiträge: 143
Registriert: Mo 24. Feb 2014, 09:28

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon DukeDuck » So 25. Mai 2014, 17:42

fred76 » So 25. Mai 2014, 17:31 hat geschrieben:
Zvi Back » So 25. Mai 2014, 16:56 hat geschrieben:Stell dir vor Israel ist ein ganz normales Land.
Das beinhaltet auch, dass es wohl auch so etwas
bescheuertes wie vereinzelnten Rassismus gibt.


Rassismus ist in Israel kein Einzelfall, sondern gesellschaftlich akzeptiert - solange er sich gegen Araber richtet.
Das belegen eine ganze Reihe von Umfragen, politische Erfolge rechter und ultrarechter Parteien, die Diskriminierung der Araber innerhalb Israels.


Jetzt sag bloss noch:
Lieberman und Bibi rehabilitieren Yigal Amir, Baruch Goldstein und Eden Natan-Zada. Volksfeste werden geschmissen, Strassen werden nach ihnen benannt. Sie werden als die Ghandis Israels gefeiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eden_Natan-Zada
http://de.wikipedia.org/wiki/Jigal_Amir
http://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_Goldstein
fred76
Beiträge: 2828
Registriert: Di 26. Jun 2012, 16:16

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » So 25. Mai 2014, 17:54

DukeDuck » So 25. Mai 2014, 17:42 hat geschrieben:
fred76 » So 25. Mai 2014, 17:31 hat geschrieben:
Rassismus ist in Israel kein Einzelfall, sondern gesellschaftlich akzeptiert - solange er sich gegen Araber richtet.
Das belegen eine ganze Reihe von Umfragen, politische Erfolge rechter und ultrarechter Parteien, die Diskriminierung der Araber innerhalb Israels.


Jetzt sag bloss noch:
Lieberman und Bibi rehabilitieren Yigal Amir, Baruch Goldstein und Eden Natan-Zada. Volksfeste werden geschmissen, Strassen werden nach ihnen benannt. Sie werden als die Ghandis Israels gefeiert.


Anhänger/Fans haben solche Rassisten mehr als genug in Israel. Es ist übrigens keine Schande dort, beispielsweise die Tat von Goldstein zu loben.

Unabhängig davon werden Politiker in Israel die Fassade der Rechtschaffenheit aufrecht erhalten und von entsprechenden Straßennamen etc. (vorerst) absehen.
Schließlich benötigt man doch noch den einen oder anderen Dollar/Euro aus dem Ausland.

Die "vereinzelten Rassisten" findest du übrigens nicht nur zu tausenden an den Gräbern von Goldstein & Co. bzw. bei den Beerdigungen von Rassisten wie Ovadja Josef, sondern jedes Jahr in Jerusalem, wenn dort die Polizei die arabischen Stadtviertel sperrt, damit radikale Juden dort nachts pöbeln und das Niederbrennen arabischer Dörfer fordern können.

Am Mittwoch ist es übrigens wieder soweit. Lassen wir uns überraschen. Letztes Jahr gab es ja einen kleinen "Skandal", als selbst die israelische Polizei mittanzte und in Sprachgesängen "Mohammed ist tot" riefen.

Bei Bedarf kann ich dir gerne die entsprechenden Videos/Links posten.
Zuletzt geändert von fred76 am So 25. Mai 2014, 18:35, insgesamt 4-mal geändert.
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 9261
Registriert: So 7. Jul 2013, 19:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Wolverine » So 25. Mai 2014, 17:56

DukeDuck » So 25. Mai 2014, 17:42 hat geschrieben:
fred76 » So 25. Mai 2014, 17:31 hat geschrieben:
Rassismus ist in Israel kein Einzelfall, sondern gesellschaftlich akzeptiert - solange er sich gegen Araber richtet.
Das belegen eine ganze Reihe von Umfragen, politische Erfolge rechter und ultrarechter Parteien, die Diskriminierung der Araber innerhalb Israels.


Jetzt sag bloss noch:
Lieberman und Bibi rehabilitieren Yigal Amir, Baruch Goldstein und Eden Natan-Zada. Volksfeste werden geschmissen, Strassen werden nach ihnen benannt. Sie werden als die Ghandis Israels gefeiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eden_Natan-Zada
http://de.wikipedia.org/wiki/Jigal_Amir
http://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_Goldstein

Es stört ihn definitiv nicht, wenn Araber so etwas machen, das steht mal fest. :D Auch der arabische Rassismus gegenüber Juden stört ihn nicht. Weil das irgendwie normal ist, dass man Juden hasst. :)
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
Benutzeravatar
Zvi Back
Beiträge: 3904
Registriert: Di 22. Apr 2014, 21:15
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Zvi Back » So 25. Mai 2014, 18:06

Spam
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mo 26. Mai 2014, 16:23, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 33032
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » So 25. Mai 2014, 20:54

Jekyll » So 25. Mai 2014, 06:07 hat geschrieben:
JJazzGold » Sa 24. Mai 2014, 12:49 hat geschrieben:

Wen Zvi Back mit "Die Israelis" meint, kann ich, mit Verlaub, besser beurteilen.
Fallen die ultraorthodoxen Juden in Israel nicht in die Kategorie "Die Israelis"?


Auch, aber nicht aussschließlich.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 33032
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » So 25. Mai 2014, 21:08

Jekyll » So 25. Mai 2014, 16:35 hat geschrieben:Die Dame in Blau - ja, Sie meine ich, Gnädigste. Kriege ich noch ne Antwort auf meine Frage?


Übrigens, in Israel soll der Rassismus gegenüber Arabern/Moslems grassieren. Ich hatte erst kürzlich in diesem Forum einige Artikel verlinkt, die sich dieser überaus heiklen Thema angenommen haben. Inwiefern kann man solche barbarischen Zustände mit der kühnen Behauptung (die Dame in Blau) in Einklag bringen, die Israelis seien "immer noch so offen, kontaktfreudig und gastfreundschaftlich und interessante Diskussionspartner"?


Wie heißt das Zauberwort, wenn man etwas möchte?

Rassismus "grassiert" keineswegs in Israel. Nun gut, man ist auf Erdogan nicht gut zu sprechen, aber das sind viele Türken auch nicht und das kann wohl kaum als Rassismus gewertet werden. Um sich nicht auf dubiose Artikel verlassen zu müssen, sollten Sie selbst durch Israel reisen und sich mit den Menschen dort unterhalten. Sie werden auf Menschen aller Couleur und Einstellung treffen, einiges wird Ihnen gefallen, anderes weniger, diskutieren Sie mit den Menschen darüber. Nur Mut, die Israelis, zumindest alle, die ich bisher traf, sind für eine Diskussion immer offen, explizit für eine konträre.

Ich habe wieder einmal, vom Kibbuz bis Tel Aviv nur die übliche offene Kontaktfreudigkeit und Gastfreundschaft erlebt.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
fred76
Beiträge: 2828
Registriert: Di 26. Jun 2012, 16:16

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Mo 26. Mai 2014, 13:01

JJazzGold » So 25. Mai 2014, 21:08 hat geschrieben:Rassismus "grassiert" keineswegs in Israel....Ich habe wieder einmal, vom Kibbuz bis Tel Aviv nur die übliche offene Kontaktfreudigkeit und Gastfreundschaft erlebt. [/color]


Du hast vermutlich auch nicht versucht, diese Kontakt bzw. Gastfreundschaft als Araber auf die Probe zu stellen..

"Die Mehrheit der israelischen Juden möchte die arabische Bevölkerung aus ihrer Lebenswelt verbannen. Das ergab eine Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Dialog im Auftrag der US-amerikanischen NGO New Israel Fund (NIF) durchgeführt hat. 74 Prozent bestehen auf getrennten Straßen für Juden und Palästinenser im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland. Immerhin 42 Prozent möchten nicht, dass ihr Nachwuchs in der Schule zusammen mit arabischen Kindern unterrichtet wird. 47 Prozent stimmen sogar einem Transfer von israelischen Arabern aus dem israelischen Kernland auf die Westbank zu (40 Prozent sprechen sich dagegen aus).

Auch eine weitergehende Entrechtung und Diskriminierung der arabischen Bevölkerung wird mehrheitlich von den jüdischen Israelis gewünscht: 49 Prozent fordern, dass der Staat generell jüdische Bürger gegenüber arabischen bevorzugen soll. 59 Prozent lehnen eine Gleichbehandlung von jüdischen und arabischen Bewerbern bei der Arbeitsplatzvergabe im öffentlichen Dienst ab. Im Falle einer offiziellen Annektierung des Westjordanlands durch Israel wollen 69 Prozent der dort ansässigen palästinensischen Mehrheit das Wahlrecht verweigern (nur 19 Prozent wollen es gewähren). 33 Prozent wünschen sogar, dass den arabischen Israelis im Kernland das Wahlrecht entzogen wird.

Dass in Israel bereits Apartheid herrscht, denken 58 Prozent der befragten jüdischen Israelis (nur 31 Prozent bestreiten das). Und eine Mehrheit sehnt sich offenbar danach, die nach ethnischen Kriterien eingerichtete Zwei-Klassen-Gesellschaft in weiten Teilen staatlich zu legitimieren."

http://www.hintergrund.de/201210262297/ ... isten.html

In Israel gibt es Dinge, die du dir als normaldenkender Europäer nicht mehr vorstellen kannst, zum Beispiel einen "seelsorgerischen" Notruf:
Wenn ein jüdisches Mädchen oder Nachbarin sich in einen Araber verliebt haben sollte, kannst du dort anrufen, das Pärchen denunzieren und die nette Organisation versucht dann alles, das "jüdische Opfer" von ihrem furchtbaren Schicksal zu bewahren. Auch die Angehörigen werden nach solch einem Schock seelsorgerisch betreut.

"Wenn Sie Kontakte mit einem Goi (Nichtjude) pflegen und Hilfe brauchen, drücken Sie die 1
Wenn Sie einen Goi kennen, der sich als Jude ausgibt oder jüdische Frauen belästigt, oder wenn Sie Orte kennen, an denen solche Treffen stattfinden, drücken Sie die 3"


Deren Namen und Telefonnummern werden sodann von Lehava veröffentlicht, damit «jeder auf seine eigene Weise dem Araber klarmachen kann, dass er gefälligst Fatma aus dem Dorf daten soll, statt Yael oder Einat»
http://www.timesofisrael.com/hotline-le ... b-couples/

Wenn in Deutschland/Europa diskutiert wird, Waren aus den besetzten Gebieten als solche zu kennzeichnen, ist das Geschrei und die Empörung aus Israel gewaltig.
Aber ein Pranger, an dem arabische Jungs/Männer stehen, weil sie mit jüdischen Frauen ausgehen/sich verliebt haben, stört niemanden dort.
Zuletzt geändert von fred76 am Mo 26. Mai 2014, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 33032
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon JJazzGold » Mo 26. Mai 2014, 14:01

fred76 » Mo 26. Mai 2014, 14:01 hat geschrieben:
JJazzGold » So 25. Mai 2014, 21:08 hat geschrieben:Rassismus "grassiert" keineswegs in Israel....Ich habe wieder einmal, vom Kibbuz bis Tel Aviv nur die übliche offene Kontaktfreudigkeit und Gastfreundschaft erlebt. [/color]


Du hast vermutlich auch nicht versucht, diese Kontakt bzw. Gastfreundschaft als Araber auf die Probe zu stellen..




Vermutlich habe ich das doch. Sie scheinen auffällig häufig von bloßen Vermutungen auszugehen. Fehlt Ihnen die persönliche Erfahrung?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
fred76
Beiträge: 2828
Registriert: Di 26. Jun 2012, 16:16

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Mo 26. Mai 2014, 14:10

JJazzGold » Mo 26. Mai 2014, 14:01 hat geschrieben:Vermutlich habe ich das doch.

Vermutlich glaube ich dir kein Wort :)
Was lässt dich übrigens vermuten, dass du Rassismus in Israel besser einschätzen kannst als 58% der Israelis?
Zuletzt geändert von fred76 am Mo 26. Mai 2014, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste