Wie weiter mit Syrien ?

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 13:27

DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 08:45 hat geschrieben:
Das Hauptproblem ist das Regime, der Krieg und der pro-iranische Bombenterror aus der Luft. Angesichts dieser Lage Nebenthemen zum Hauptthema zu avancieren, ist aus meiner Sicht eine befremdliche Politik.

Von der Nusra Front habe ich natürlich auch gelesen. Wann hat sich diese Gruppe gegründet? Zu Anfang wußte niemand so recht, wer das überhaupt sein soll, Al Kaida hat eine Verbindung nie bestätigt. Vor einiger Zeit gab es im SPIEGEL ein Interview oder Artikel über den oder einen Kommandeur der besagten Nusra Front - Name unbekannt, der Mann tritt nur mit Maske auf. Erinnert ein bißchen an Sido. Aber der ist es wohl nicht.



Faktum ist, die meisten Länder dieses Planeten haben die Nationalkoalition als legitimen Vertreter des syrischen Volkes anerkannt, darunter Indien, Südafrika, Brasilien oder Indonesien. Kuba wahrscheinlich nicht. Sie nutzen Propaganda, den man hier liest - was soll das heißen ?
Wen hat Moskau zu Gesprächen eingeladen ? Nusra, den Maskenmann, die Zeugen Jehovas, Piraten - oder vielleicht doch Repräsentanten der Nationalkoalition ?



Ein breites Bündnis ist ein breites Bündnis, auch wenn nicht alle erdenklichen Individuen und Gruppen mit an Bord sind.
Es sollen auch iranische Pasdaran in Syrien gewesen sein, ein Kommando der französischen Fremdenlegion und andere.
Unter einzelnen FSA-Kommandeuren mag es unterschiedliche Ansichten geben. Es gibt welche, die sagen, sie können an der Front auf niemanden verzichten. Andererseits sagte ein Repräsentant des Nationalrates im Interview, er kenne bestimmte Berichte auch nur aus der Zeitung.



Das nennt sich eben Präsident, so wie der Begriff Vorsitzender. Allgemeine Wahlen können erst von einer Übergangsregierung durchgeführt werden. Idealerweise unter UN-Aufsicht.
Chatibs Ansichten sind insofern relevant, als das er sich ja nicht privat äußert, sondern den Standpunkt der politischen Opposition wiedergibt. Und die ist eigentlich eindeutig. Assad ist obsolet.
Assad nennt sich übrigens auch Präsident, kraft Geburt und in Berufung einer 40-jährigen Familientradition. Wenn etwas lächerlich ist, dann doch wohl diese Erbdiktatur.



Da mögen die Ansichten auseinander gehen - ein Bombenterror, der aus der Luft ganze Stadtviertel zerstört, Kriegsverbrechen nicht nur in Kauf nimmt, sondern gezielt als Mittel einsetzt, ist etwas anderes als der legitime Widerstand des syrischen Volkes.

Das Ziel ist doch völlig klar - Sturz des Regimes, Übergangsregierung, Selbstbestimmung und Souveränität der syrischen Nation.


1. Ok, jetzt kommen wieder nur Ablenkungen. Auch gut. Terroristen sind natürlich nie schlimm, vor allem nicht, wenn man sie alle zur einer "netten" Gruppe zusammenfaßt und die eigentlichen Gruppen wegschreibt. Spielt es eine Rolle, wann sich Gruppen bilden? Wer mitmischt, ist auch vorhanden.

2. Eben, warum das syrische Volk fragen. Es reicht doch, wenn die meisten Länder auf der Erde dem syrischen Volk dies vorschreiben. Gehört das auch zu Deinem Demokratieverständnis? Wen Moskau einlädt, ist dabei genauso irrelevant. Also merken wir uns mal: Man braucht für eine Legitimation als Präsident sowie Landesführer lediglich die Anerkennung durch andere Länder, alles andere spielt keine Rolle.

3. Dies wäre so, wenn kleine Splittergruppen zu dem Bündnis nicht gehören, dann wäre es trotzdem ein breites Bündniss, dies ist aber nachweislich hier nicht der Fall, weil lauter große sowie militärisch starke Gruppen ausgeblendet wurden.
Was interessiert jetzt die angeblich vorhandene Fremdenlegion? Und was willst jetzt mit dem Nationalrat? Oder gehts wieder darum, so tun als gebe es nur FSA und Co? Pfff.

4. + 5. Nö er nennt sich so, seine Anhänger nennen ihn so, aber er ist keiner. Ist es echt so schwer zuzugegeben, was dazu gehört, um Präsident zu sein? Natürlich unter Aufsicht anderer Staaten, immerhin haben die ihn auch anerkannt und nach oben gehoben. Hach erinnert einfach zu sehr an Afghanistan. Lächerliche Farce. Och jetzt gleich wieder mit Assad ablenken? Aber danke, somit gibst wenigstens zu, dass der selbst ernannte Präsident wie Assad auch nur ein Diktator sein wird, immerhin braucht er wie Asssad auch nicht gewählt werden.

6. + 7. Du meinst wie in Lybien durch die Nato und Co? Achja da war es natürlich in Ordnung. Wie es auch immer bei anderen sog. westlichen Staaten in Ordnung ist. Terrorismus durch Terroristen ist natürlich sonst nicht in Ordnung, aber bei Gegnern von Assad natürlich auch wieder völlig in Ordnung. Das syrische Volk bedankt sich bestimmt dann bei den Terroristen mit ihren Autobomben usw. Du verklärst leider weiterhin die Gesamtheit aller Gruppen und reduzierst die ganzen Fakten so wie sie Dir in den Kram passen. Sowas ist man echt nicht von Dir gewohnt, sondern nur von den ganzen Propaganda-Usern. Aber leider wird man jetzt in dem Strang eines besseren belehrt.
Das Ziel hättest Du gerne. Aber dann hörts auch schon wieder auf.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon sylvester » Mo 28. Jan 2013, 13:52

DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 11:59 hat geschrieben:
Aha. Also Sylv positioniert sich schon mal klar hinter Abdullah dem Zwoten. ;)




Indem ich darauf verweise,daß die jordanische Armee bestens ausgerüstet ist,positioniere ich mich klar hinter König Abdullah ???

Mann,du hast doch einen herrlichen Dachschaden !!
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 15:28

ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 14:27 hat geschrieben:
1. Ok, jetzt kommen wieder nur Ablenkungen. Auch gut. Terroristen sind natürlich nie schlimm, vor allem nicht, wenn man sie alle zur einer "netten" Gruppe zusammenfaßt und die eigentlichen Gruppen wegschreibt. Spielt es eine Rolle, wann sich Gruppen bilden? Wer mitmischt, ist auch vorhanden.

2. Eben, warum das syrische Volk fragen. Es reicht doch, wenn die meisten Länder auf der Erde dem syrischen Volk dies vorschreiben. Gehört das auch zu Deinem Demokratieverständnis? Wen Moskau einlädt, ist dabei genauso irrelevant. Also merken wir uns mal: Man braucht für eine Legitimation als Präsident sowie Landesführer lediglich die Anerkennung durch andere Länder, alles andere spielt keine Rolle.

3. Dies wäre so, wenn kleine Splittergruppen zu dem Bündnis nicht gehören, dann wäre es trotzdem ein breites Bündniss, dies ist aber nachweislich hier nicht der Fall, weil lauter große sowie militärisch starke Gruppen ausgeblendet wurden.
Was interessiert jetzt die angeblich vorhandene Fremdenlegion? Und was willst jetzt mit dem Nationalrat? Oder gehts wieder darum, so tun als gebe es nur FSA und Co? Pfff.

4. + 5. Nö er nennt sich so, seine Anhänger nennen ihn so, aber er ist keiner. Ist es echt so schwer zuzugegeben, was dazu gehört, um Präsident zu sein? Natürlich unter Aufsicht anderer Staaten, immerhin haben die ihn auch anerkannt und nach oben gehoben. Hach erinnert einfach zu sehr an Afghanistan. Lächerliche Farce. Och jetzt gleich wieder mit Assad ablenken? Aber danke, somit gibst wenigstens zu, dass der selbst ernannte Präsident wie Assad auch nur ein Diktator sein wird, immerhin braucht er wie Asssad auch nicht gewählt werden.

6. + 7. Du meinst wie in Lybien durch die Nato und Co? Achja da war es natürlich in Ordnung. Wie es auch immer bei anderen sog. westlichen Staaten in Ordnung ist. Terrorismus durch Terroristen ist natürlich sonst nicht in Ordnung, aber bei Gegnern von Assad natürlich auch wieder völlig in Ordnung. Das syrische Volk bedankt sich bestimmt dann bei den Terroristen mit ihren Autobomben usw. Du verklärst leider weiterhin die Gesamtheit aller Gruppen und reduzierst die ganzen Fakten so wie sie Dir in den Kram passen. Sowas ist man echt nicht von Dir gewohnt, sondern nur von den ganzen Propaganda-Usern. Aber leider wird man jetzt in dem Strang eines besseren belehrt.
Das Ziel hättest Du gerne. Aber dann hörts auch schon wieder auf.


1. Gut, wer mitmischt, ist vorhanden. ;) Aus meiner Sicht stellen sich eben zwei größere "Bürgerkriegsparteien" dar, auf der einen Seite das Regime samt Miliz und regulärer Luftwaffe, auf der anderen Seite Rebellen mit einem politischen Arm, Nationalkoalition, und einem militärischen Arm, FSA.
Jedwede Vermittlungsbemühungen werden sich um diese wesentlichen Konfliktparteien drehen.

2. Freie Wahlen sind in einer Diktatur nicht durchzuführen. Auch hier haben wir wieder das Hauptproblem des Konfliktes zwischen Regime und Rebellen. Daher strebt die Nationalkoalition ja auch eine Übergangsregierung an.
Genau darum geht es - das syrische Volk fragen. Dazu braucht man eine Regierung, die sozusagen fragewillig ist. Eine Diktatur ist da wenig produktiv.

Der Titel "Präsident" meint hier nicht Präsident des Landes, sondern Präsident der Nationalkoalition, im Sinne eines Vorsitzenden. Jemand muss ja auch Besprechungen leiten usw. Es ist eine Funktion innerhalb des 60-köpfigen Rates.

Moskau plus restliche Welt nimmt die Konfliktparteien gewahr, das heißt es. Das ist schon relevant. Mit wem sollte man denn sonst verhandeln? Die Nusra Front, die für dich so entscheidend zu sein scheint, wird schon innerhalb Syriens von den meisten Oppositionsgruppen abgelehnt, geschweige denn, dass das dann ein Gesprächspartner für Regierungen sein könnte. Zudem müsste man auch erst die Telefonnummer recherchieren, die steht ja in diversen Medienberichten nunmal nicht dabei.

Der Nationalrat war Sprachrohr bevor es die Nationalkoalition gab und ist jetzt Bestandteil derselben. Der Hinweis bezog sich auf einen Artikel zur Zeit des Nationalrates.

4. + 5. Siehe oben. Noch ein anderes Wort wäre vielleicht Tagungspräsident. Das hat nichts mit dem Mr. President im amerikanischen Sinne zu tun. Oder nennen wir´s halt "Sprecher" - einverstanden ?
Wer spricht, ist vorhanden. ;)

Präsident Syriens kann natürlich nur legitimerweise sein, wer dazu gewählt wird. Assad ist nicht legitimiert, eine Übergangsregierung ist daher unerlässlich, um durch freie Wahlen legitimierte Mandatsträger zu bestimmen.

6. + 7. Die Übergangsregierung ist die einzige Alternative zum fortwährenden Krieg, sicher. In Libyen ging es etwas schneller, das stimmt schon. NATO-Hilfe in Syrien wäre mir auch recht, aber die ist ja nunmal nicht präsent. UN-Präsenz wäre mir auch recht. Wie auch immer. So, wie es jetzt ist, ist es am schlechtesten. Und um so schneller Assad geht, desto besser. Worauf warten? Niemand glaubt an Assads Zukunft.
Syriens Zukunft indes beginnt mit dem Sturz des Regimes und einer Übergangsregierung, die das syrische Volk dazu aufrufen kann, seine Vertreter zu mandatieren.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 15:35

sylvester » Mo 28. Jan 2013, 14:52 hat geschrieben:


Indem ich darauf verweise,daß die jordanische Armee bestens ausgerüstet ist,positioniere ich mich klar hinter König Abdullah ???

Mann,du hast doch einen herrlichen Dachschaden !!


Achso, so hatte ich dich verstanden. Hätte mich auch gewundert, einer ersten Referenz nach galt die Außenpolitik Abdullahs die letzten Jahre als "pro-westlich". Demnach dürfte Teheran eigentlich keine pro-abdullahische Order herausgeben.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon sylvester » Mo 28. Jan 2013, 16:04

DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 15:35 hat geschrieben:
Achso, so hatte ich dich verstanden. Hätte mich auch gewundert, einer ersten Referenz nach galt die Außenpolitik Abdullahs die letzten Jahre als "pro-westlich". Demnach dürfte Teheran eigentlich keine pro-abdullahische Order herausgeben.




Der Schwachsinn wird doch immer abstruser!!
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 16:11

sylvester » Mo 28. Jan 2013, 17:04 hat geschrieben:


Der Schwachsinn wird doch immer abstruser!!


Wie meinen? Eine eigene Meinung wird sicher rechtzeitig bekannt gegeben.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 18:31

DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 15:28 hat geschrieben:
1. Gut, wer mitmischt, ist vorhanden. ;) Aus meiner Sicht stellen sich eben zwei größere "Bürgerkriegsparteien" dar, auf der einen Seite das Regime samt Miliz und regulärer Luftwaffe, auf der anderen Seite Rebellen mit einem politischen Arm, Nationalkoalition, und einem militärischen Arm, FSA.
Jedwede Vermittlungsbemühungen werden sich um diese wesentlichen Konfliktparteien drehen.

2. Freie Wahlen sind in einer Diktatur nicht durchzuführen. Auch hier haben wir wieder das Hauptproblem des Konfliktes zwischen Regime und Rebellen. Daher strebt die Nationalkoalition ja auch eine Übergangsregierung an.
Genau darum geht es - das syrische Volk fragen. Dazu braucht man eine Regierung, die sozusagen fragewillig ist. Eine Diktatur ist da wenig produktiv.

Der Titel "Präsident" meint hier nicht Präsident des Landes, sondern Präsident der Nationalkoalition, im Sinne eines Vorsitzenden. Jemand muss ja auch Besprechungen leiten usw. Es ist eine Funktion innerhalb des 60-köpfigen Rates.

Moskau plus restliche Welt nimmt die Konfliktparteien gewahr, das heißt es. Das ist schon relevant. Mit wem sollte man denn sonst verhandeln? Die Nusra Front, die für dich so entscheidend zu sein scheint, wird schon innerhalb Syriens von den meisten Oppositionsgruppen abgelehnt, geschweige denn, dass das dann ein Gesprächspartner für Regierungen sein könnte. Zudem müsste man auch erst die Telefonnummer recherchieren, die steht ja in diversen Medienberichten nunmal nicht dabei.

Der Nationalrat war Sprachrohr bevor es die Nationalkoalition gab und ist jetzt Bestandteil derselben. Der Hinweis bezog sich auf einen Artikel zur Zeit des Nationalrates.

4. + 5. Siehe oben. Noch ein anderes Wort wäre vielleicht Tagungspräsident. Das hat nichts mit dem Mr. President im amerikanischen Sinne zu tun. Oder nennen wir´s halt "Sprecher" - einverstanden ?
Wer spricht, ist vorhanden. ;)

Präsident Syriens kann natürlich nur legitimerweise sein, wer dazu gewählt wird. Assad ist nicht legitimiert, eine Übergangsregierung ist daher unerlässlich, um durch freie Wahlen legitimierte Mandatsträger zu bestimmen.

6. + 7. Die Übergangsregierung ist die einzige Alternative zum fortwährenden Krieg, sicher. In Libyen ging es etwas schneller, das stimmt schon. NATO-Hilfe in Syrien wäre mir auch recht, aber die ist ja nunmal nicht präsent. UN-Präsenz wäre mir auch recht. Wie auch immer. So, wie es jetzt ist, ist es am schlechtesten. Und um so schneller Assad geht, desto besser. Worauf warten? Niemand glaubt an Assads Zukunft.
Syriens Zukunft indes beginnt mit dem Sturz des Regimes und einer Übergangsregierung, die das syrische Volk dazu aufrufen kann, seine Vertreter zu mandatieren.


1. Dann fehlen große Gruppen eben bei Dir. Ist doch kein Wunder, wenn Du dann Dinge ausblenden oder umdeuten mußt.

2. Ich weiß, dass dies nicht durchzuführen ist. Richig, darum stellt sich die Frage, warum Du ihn immer als Präsident bezeichnest, wenn er doch nur Vorsitzender der Koalition ist. Tja man kann nur mit einem Teil reden, aber ändert am Ende nichts daran, dass die auch nach Assad noch da sind und was vom Kuchen mindestens abhaben wollen.

4. + 5. Man könnte ihn einfach auch nur beim Namen nennen. Eine Übergangsregierung wie in Afghanistan? Welche eingesetzt wird und wo es dann auch keine freien Wahlen gibt.

6. + 7. Eine eingesetzte Regierung ist auch nicht besser als eine Diktatur am Ende. In Libyen gings auch nicht schneller, da waren bis jetzt keine richtig freien Wahlen? Erst bestimmte der Übergangsrat, wer überhaupt zur Wahl antreten durfte. Dann wurde noch klar gemacht, dass das sog. Parlament gar kein Parlament ist, weil es keine Gesetze beschließt. Von Assads Zukunft habe ich nichts geschrieben.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 19:20

ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 19:31 hat geschrieben:
1. Dann fehlen große Gruppen eben bei Dir. Ist doch kein Wunder, wenn Du dann Dinge ausblenden oder umdeuten mußt.

2. Ich weiß, dass dies nicht durchzuführen ist. Richig, darum stellt sich die Frage, warum Du ihn immer als Präsident bezeichnest, wenn er doch nur Vorsitzender der Koalition ist. Tja man kann nur mit einem Teil reden, aber ändert am Ende nichts daran, dass die auch nach Assad noch da sind und was vom Kuchen mindestens abhaben wollen.

4. + 5. Man könnte ihn einfach auch nur beim Namen nennen. Eine Übergangsregierung wie in Afghanistan? Welche eingesetzt wird und wo es dann auch keine freien Wahlen gibt.

6. + 7. Eine eingesetzte Regierung ist auch nicht besser als eine Diktatur am Ende. In Libyen gings auch nicht schneller, da waren bis jetzt keine richtig freien Wahlen? Erst bestimmte der Übergangsrat, wer überhaupt zur Wahl antreten durfte. Dann wurde noch klar gemacht, dass das sog. Parlament gar kein Parlament ist, weil es keine Gesetze beschließt. Von Assads Zukunft habe ich nichts geschrieben.


1 + 2 Welche Gruppen oder Einzelpersonen genau möchtest du denn in Gespräche eingebunden sehen?

4 + 5 Oder wie in Libyen oder im Nachkriegsdeutschland. Ohne eine Exekutive sind nunmal kaum Wahlen möglich.

6 + 7 Gaddafi fiel schneller, es gab Wahlen und - für viele überraschend - gewann das liberale Bündnis.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 20:18

DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 19:20 hat geschrieben:
1 + 2 Welche Gruppen oder Einzelpersonen genau möchtest du denn in Gespräche eingebunden sehen?

4 + 5 Oder wie in Libyen oder im Nachkriegsdeutschland. Ohne eine Exekutive sind nunmal kaum Wahlen möglich.

6 + 7 Gaddafi fiel schneller, es gab Wahlen und - für viele überraschend - gewann das liberale Bündnis.


1. + 2. Habe ich schon genannt.

4. + 5. Mit offensichtlich auch nicht.

6. + 7. Es gab Wahlen, welche bis dato nichts wert sind, weil das Parlament nichts zu melden hat.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Adam Smith » Mo 28. Jan 2013, 20:20

ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 20:18 hat geschrieben:
6. + 7. Es gab Wahlen, welche bis dato nichts wert sind, weil das Parlament nichts zu melden hat.


Die Wahlen sind reine Pseudo-Wahlen, weil sie gar nichts verändern können.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Adam Smith » Mo 28. Jan 2013, 20:28

Assad sollte in 2 Jahren richtige Wahlen durchführen und dann in ein Land seiner Wahl abhauen.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 20:54

Adam Smith » Mo 28. Jan 2013, 20:20 hat geschrieben:
Die Wahlen sind reine Pseudo-Wahlen, weil sie gar nichts verändern können.


Du meinst eher, die sollen nichts verändern, welche durch fremde Mächte nach oben gehoben wurden, sieht man in Afghanistan, sieht man in Libyen. Aber naja.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 21:00

ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 21:18 hat geschrieben:
1. + 2. Habe ich schon genannt.

4. + 5. Mit offensichtlich auch nicht.

6. + 7. Es gab Wahlen, welche bis dato nichts wert sind, weil das Parlament nichts zu melden hat.


1 + 2 Glaube, du meinst diese Angabe, Zitat:

Es gibt die die freie syrische Armee, die Nationalkoalition (welche sehr jung noch ist), den syrischen Nationalrat, die Generalkommission der syrischen Revolution, das NCC, Al Quida Gruppen, sunnitische Gruppen usw.


Da ist ja schon alles beteiligt, außer die ungenauen Gruppen.

Nusra Front wäre vom Namen her zwar bekannt, es ist aber glaube ich noch immer unklar, ob die etwas mit Al Kaida zu tun haben. Man müsste sie fragen oder das sonstwie ermitteln oder festlegen. Gelesen habe ich mal, es sollen 13 oder 14 Kampfgruppen geben, die nicht Teil der Nationalkoalition sind.
Wenn die alle aber keinen Ansprechpartner haben, keine Telefonnummer usw., dann dürfte es schwierig werden.

4 + 5 Das wird schon, Kopf hoch. Die Siegesparade der Revolution wird den Menschen neuen Mut geben.

6 + 7 Libyen ist noch in einem Konsolidierungsprozess.

8 Dein Nummerierungssystem gefällt mir. ;)
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 21:05

DarkLightbringer » Mo 28. Jan 2013, 21:00 hat geschrieben:
1 + 2 Glaube, du meinst diese Angabe, Zitat:



Da ist ja schon alles beteiligt, außer die ungenauen Gruppen.

Nusra Front wäre vom Namen her zwar bekannt, es ist aber glaube ich noch immer unklar, ob die etwas mit Al Kaida zu tun haben. Man müsste sie fragen oder das sonstwie ermitteln oder festlegen. Gelesen habe ich mal, es sollen 13 oder 14 Kampfgruppen geben, die nicht Teil der Nationalkoalition sind.
Wenn die alle aber keinen Ansprechpartner haben, keine Telefonnummer usw., dann dürfte es schwierig werden.

4 + 5 Das wird schon, Kopf hoch. Die Siegesparade der Revolution wird den Menschen neuen Mut geben.

6 + 7 Libyen ist noch in einem Konsolidierungsprozess.

8 Dein Nummerierungssystem gefällt mir. ;)



1. + 2.
u.a.

Richtig, aber Du erwähnst trotzdem immer nur die FSA und die Nationakoalition.
Ob die was mit Al Quida zu tun haben, ist wohl nicht mehr so unklar, was ich so lese.
Auch die werden Anführer haben. Nur es interessiert wie so oft nicht, weil man natürlich lieber jene Gruppen hat, die man besser lenken kann.

4. + 5. Na dann glaub mal daran. Die Geschichte zeigt es anders.

6. + 7. So kann man sich natürlich auch rausreden. Und in Afghanistan konsolidiert man seit etlichen Jahren.

8. Naja macht es einfacher. Bis vor nicht langer Zeit habe, ich immer die Texte geteilt, wie Du es auch gemacht hast. Aber dauert mir zu lange mittlerweile. :D
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Panarin » Mo 28. Jan 2013, 23:13

DarkLightbringer » So 27. Jan 2013, 18:57 hat geschrieben:
Nimmst du denn den Bombenkrieg wahr, die zerstörten Städte ?
Man muss da schon mal fragen, wo der Stand der Kenntnis liegt.


Ich habe nie die Luftangriffe abgestritten, es ist klar, dass sie von der syrischen Armee durchgeführt werden. Deine Leugnung der Verbrechen des Untergrunds sind aber realitätsfern.
Zuletzt geändert von Panarin am Mo 28. Jan 2013, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 29. Jan 2013, 10:12

ToughDaddy » Mo 28. Jan 2013, 22:05 hat geschrieben:

1. + 2.
u.a.

Richtig, aber Du erwähnst trotzdem immer nur die FSA und die Nationakoalition.
Ob die was mit Al Quida zu tun haben, ist wohl nicht mehr so unklar, was ich so lese.
Auch die werden Anführer haben. Nur es interessiert wie so oft nicht, weil man natürlich lieber jene Gruppen hat, die man besser lenken kann.

4. + 5. Na dann glaub mal daran. Die Geschichte zeigt es anders.

6. + 7. So kann man sich natürlich auch rausreden. Und in Afghanistan konsolidiert man seit etlichen Jahren.

8. Naja macht es einfacher. Bis vor nicht langer Zeit habe, ich immer die Texte geteilt, wie Du es auch gemacht hast. Aber dauert mir zu lange mittlerweile. :D


1 + 2 Es steht dem Regime, der Schabiha-Miliz, Iran, Hisbollah oder Moskau ja frei, gesonderte Gespräche mit Nebengruppen wie der Fatah al-Islam zu führen. Ob das als sinnvoll erachtet wird, ist eine andere Frage. Nusra Front und Nationalkoalition lehnen sich gegenseitig ab, eine Einbindung in Tischgespräche dürfte wenig Sinn ergeben.
Wenn die Nationalkoalition die Übergangsregierung stellt - und alles andere schließt sich quasi aus - dann müssen sich "Nebengruppen" entweder als Partei formieren, um überhaupt wählbar zu sein, oder im Untergrund verharren.

4 + 5 Es besteht ja keine Alternative dazu, so man nicht ewig Bürgerkrieg führen will. Wenn eine Exekutive besteht und es Probleme geben sollte, kann man diese immer noch kritisch begleiten.

6 + 7 Wie lange hat es gedauert, bis nach dem Ende des Dritten Reiches im Mai 1945 schließlich ein funktionierendes Parlament die Arbeit aufnahm? Dass in Libyen Schweizer Verhältnisse vorherrschen würden, behauptet niemand und dass sich das in sehr kurzer Zeit einstellen würde, erwartet auch kaum jemand. Der Staatshaushalt soll ja auch recht klamm sein. Man muss aber auch sagen, dass das syrische Volk nicht unmittelbar verantwortlich ist für die innenpolitische Situation in Libyen.
Afghanistan ist nicht Syrien. Wir haben über 190 Staaten in der Welt, nicht alles ist vergleichbar und die syrische Nationalkoalition kann nicht für alles in der Welt verantwortlich gemacht werden. In Syrien geht´s um Syrien.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 29. Jan 2013, 10:23

Tankist » Di 29. Jan 2013, 00:13 hat geschrieben:
Ich habe nie die Luftangriffe abgestritten, es ist klar, dass sie von der syrischen Armee durchgeführt werden. Deine Leugnung der Verbrechen des Untergrunds sind aber realitätsfern.


Die Luftangriffe sind ein Kriegsverbrechen.
Die Berichte von Human Rights Watch und anderen Organisationen sind natürlich nicht zu leugnen, sondern besorgniserregend. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Nationalkoalition für inkriminierte Vorfälle im Bürgerkrieg verantwortlich zu machen sei. Das tut meines Wissens nach auch HRW nicht.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ToughDaddy » Di 29. Jan 2013, 10:39

DarkLightbringer » Di 29. Jan 2013, 10:12 hat geschrieben:
1 + 2 Es steht dem Regime, der Schabiha-Miliz, Iran, Hisbollah oder Moskau ja frei, gesonderte Gespräche mit Nebengruppen wie der Fatah al-Islam zu führen. Ob das als sinnvoll erachtet wird, ist eine andere Frage. Nusra Front und Nationalkoalition lehnen sich gegenseitig ab, eine Einbindung in Tischgespräche dürfte wenig Sinn ergeben.
Wenn die Nationalkoalition die Übergangsregierung stellt - und alles andere schließt sich quasi aus - dann müssen sich "Nebengruppen" entweder als Partei formieren, um überhaupt wählbar zu sein, oder im Untergrund verharren.

4 + 5 Es besteht ja keine Alternative dazu, so man nicht ewig Bürgerkrieg führen will. Wenn eine Exekutive besteht und es Probleme geben sollte, kann man diese immer noch kritisch begleiten.

6 + 7 Wie lange hat es gedauert, bis nach dem Ende des Dritten Reiches im Mai 1945 schließlich ein funktionierendes Parlament die Arbeit aufnahm? Dass in Libyen Schweizer Verhältnisse vorherrschen würden, behauptet niemand und dass sich das in sehr kurzer Zeit einstellen würde, erwartet auch kaum jemand. Der Staatshaushalt soll ja auch recht klamm sein. Man muss aber auch sagen, dass das syrische Volk nicht unmittelbar verantwortlich ist für die innenpolitische Situation in Libyen.
Afghanistan ist nicht Syrien. Wir haben über 190 Staaten in der Welt, nicht alles ist vergleichbar und die syrische Nationalkoalition kann nicht für alles in der Welt verantwortlich gemacht werden. In Syrien geht´s um Syrien.


1. + 2. Jenen, welche es angeblich frei steht, haben doch sowieso in diesem Zusammenhang nichts zu melden. Mir gehts auch nicht darum, wer mit wem spricht, sondern um die Ausblendung wichtiger Gruppen. Dies geschieht offensichtlich, um Taten und mögliche Ziele dieser Gruppen auszublenden. Klar schließt sich alles andere aus, weil vor allem die westlichen Regierungen sich schon jene ausgesucht haben, welche sie wieder versuchen wollen zu lenken, wie schon in Afghanistan, Irak, Libyen usw. geschehen. Die lernen eben gar nicht aus der Geschichte. Du meinst als Parteien wie in Libyen, wo der Übergangsrat jene gleich ausgeschlossen hat, welche ihm gefährlich werden könnten?

4. + 5. Ist der Bürgerkrieg in Afghanistan zu Ende? Ist der Bürgerkrieg im Irak zu Ende? Ist der Bürgerkrieg in Libyen zu Ende? Mitnichten. Von Alternativlosigkeit wird gerne gesprochen. Warum es alternativlos ist, alle einzubinden und nicht nur die prowestlichen Vereinigungen bleibt wohl dann wieder ein Geheimnis. Oh kritisch begleiten? So wie es sonst auch nicht geschieht? Wo sogar wie im Falle von Afghanistan in der Politik von freien Wahlen gelogen wird?

6. + 7. Das Dritte Reich ist noch immer was anderes. Hätte man damals so gehandelt wie im Irak, Afghanistan, Libyen usw., dann hätte es nur die Kommunisten als Partei gegeben, da sie die Gegner der Nazis waren. Habe ich irgendwo geschrieben, dass das syrische Volk für Libyen verantwortlich ist? Nö Afghanistan ist auch nicht Irak, ist auch nicht Libyen usw. Dennoch werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht indem man eine Regierung einsetzt, welche in den Fällen den westlichen Staaten (warum auch immer) paßt. Würde es in Syrien um Syrien gehen, würde man alle Gruppen an den Tisch holen und nicht nur die prowestliche Vereinigung.

zu Deinem Post an Tantris:
Siehst, und darum blendest Du alle anderen Gruppen offensichtlich aus, weil Du Dich dann hinstellen kannst und behaupten kannst, da gibts doch keine Vorfälle.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 29. Jan 2013, 11:18

ToughDaddy » Di 29. Jan 2013, 11:39 hat geschrieben:
1. + 2. Jenen, welche es angeblich frei steht, haben doch sowieso in diesem Zusammenhang nichts zu melden. Mir gehts auch nicht darum, wer mit wem spricht, sondern um die Ausblendung wichtiger Gruppen. Dies geschieht offensichtlich, um Taten und mögliche Ziele dieser Gruppen auszublenden. Klar schließt sich alles andere aus, weil vor allem die westlichen Regierungen sich schon jene ausgesucht haben, welche sie wieder versuchen wollen zu lenken, wie schon in Afghanistan, Irak, Libyen usw. geschehen. Die lernen eben gar nicht aus der Geschichte. Du meinst als Parteien wie in Libyen, wo der Übergangsrat jene gleich ausgeschlossen hat, welche ihm gefährlich werden könnten?

4. + 5. Ist der Bürgerkrieg in Afghanistan zu Ende? Ist der Bürgerkrieg im Irak zu Ende? Ist der Bürgerkrieg in Libyen zu Ende? Mitnichten. Von Alternativlosigkeit wird gerne gesprochen. Warum es alternativlos ist, alle einzubinden und nicht nur die prowestlichen Vereinigungen bleibt wohl dann wieder ein Geheimnis. Oh kritisch begleiten? So wie es sonst auch nicht geschieht? Wo sogar wie im Falle von Afghanistan in der Politik von freien Wahlen gelogen wird?

6. + 7. Das Dritte Reich ist noch immer was anderes. Hätte man damals so gehandelt wie im Irak, Afghanistan, Libyen usw., dann hätte es nur die Kommunisten als Partei gegeben, da sie die Gegner der Nazis waren. Habe ich irgendwo geschrieben, dass das syrische Volk für Libyen verantwortlich ist? Nö Afghanistan ist auch nicht Irak, ist auch nicht Libyen usw. Dennoch werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht indem man eine Regierung einsetzt, welche in den Fällen den westlichen Staaten (warum auch immer) paßt. Würde es in Syrien um Syrien gehen, würde man alle Gruppen an den Tisch holen und nicht nur die prowestliche Vereinigung.

zu Deinem Post an Tantris:
Siehst, und darum blendest Du alle anderen Gruppen offensichtlich aus, weil Du Dich dann hinstellen kannst und behaupten kannst, da gibts doch keine Vorfälle.


1 + 2 Teheran und Moskau haben nichts zu melden ?! Ohne die dürfte Assad bereits am Zahnfleisch gehen.
Mir geht es um die Einblendung wichtiger Gruppen, Hauptthema vor Nebenthema.
Vorbehalte gegen "westliche Regierungen" sind ja schön und gut, nur ist ein Chatib so "westlich" oder "unwestlich" wie Syrien an sich. Das hängt ja nur am Betrachter. Manche definieren Freiheit als "westlich", andere nicht. Länder wie Indien, Südafrika, Brasilien oder Indonesien sind ja eigens genannt worden, um ein bißchen von dieser Ostwest-Falle weg zu kommen. Die Länder außerhalb des "Westens", gar südlich des Äquators, kommen halt auch auf den entscheidenden Punkt, das Wesentliche zu sehen - die Alternative heißt Regime oder Übergangsregierung. Salopp formuliert, für philosophische Betrachtungen des historischen Ostwest-Verhältnisses hat man gerade nicht überall auf der Welt ein so tiefes Verständnis.

4 + 5 Sind alle Parteien und Personen der Nationalkoalition "pro-westlich" ? Das würde mich wundern. Meiner Ansicht nach sind diese vor allem pro-syrisch. Eine Nebengruppe wie Nusra Front mag eindeutig "anti-westlich" sein, aber eben auch totalitär. Möglicherweise ist allein schon dieses Muster von "West" und "Anti-West" ein sehr westliches Denken.

6 + 7 Bezüglich der Stunde Null hat es 3 oder 4 Jahre gedauert, oder? Will heißen, man braucht etwas Geduld. Libyen kann (!) etwas gelingen, aber wohl nicht in 6 Monaten.

Post an Tankist:
Gerade bei Tankist geht es in besonderer Weise erstmal darum, das Wesentliche überhaupt einzublenden.
Man kann sich den Tod von zwei Christen heraussuchen und dann sagen, aha, das ist ein religiöser Konflikt zwischen Christen und Moslems. Das ist aber Unsinn. Man könnte im Nordirlandkonflikt einen katholisch-protestantischen Konfessionskrieg darstellen, was aber eben auch die Sache kaum annähernd trifft.
Wiederum salopp formuliert - die bloße Erwähnung des Luftwaffenproblems ist ein großer Schritt für manche, für andere allerdings ein eher kleiner. ;) Ich denke, du verstehst das Gemeinte schon.
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[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Panarin » Di 29. Jan 2013, 11:47

DarkLightbringer » Di 29. Jan 2013, 11:23 hat geschrieben:
Die Luftangriffe sind ein Kriegsverbrechen.
Die Berichte von Human Rights Watch und anderen Organisationen sind natürlich nicht zu leugnen, sondern besorgniserregend. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Nationalkoalition für inkriminierte Vorfälle im Bürgerkrieg verantwortlich zu machen sei. Das tut meines Wissens nach auch HRW nicht.


Wer ist dann für die Verbrechen der Rebellen verantwortlich, wenn nicht ihre Führung? Allah? :?

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