Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

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Heiner Mölenbarg
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Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Fr 31. Mai 2019, 11:09

Es schein mir ein paradox - buddhistischer Terror? War nicht der Buddhismus die friedlichste Religion der Welt? Eine, in die sich viele Europäer flüchten vor der tatsächlichen oder vermeintlichen Verlogenheit der eigenen Religionen? Aber nun Myanmar (früher Birma/Burma). Ich bin entsetzt. Es gibt ja tatsächlich keine große Weltanschauung (nicht nur Religionen), die nicht von ihren eigenen Angehörigen bei Bedarf ins Gegenteil "pervertiert" wird, scheint mir. Was tun? Wem glauben? Worauf hoffen?

Hintergründe:
"Verkehrte Welt in Myanmar. Ein buddhistischer Mönch als Hassprediger und eine Friedensnobelpreisträgerin involviert in einen Völkermord."

https://www.gmx.net/magazine/politik/ge ... s-33766166
Ebiker
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Ebiker » Fr 31. Mai 2019, 11:16

Evtl. sollte man erst mal über den muslimischen Terror der Rohingya sprechen ? Der kommt in der hiesigen Berichterstattung so gut wie gar nicht vor

https://www.heise.de/tp/features/Amnesty-Bericht-bestaetigt-Rohingya-Massaker-an-Hindus-in-Birma-4056103.html

https://www.schoenes-thailand.at/Archive/21226
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Ein Terraner
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 31. Mai 2019, 11:19

Yeah, that's religion.

Und Buddhismus ist nicht friedlich, dieser Esoterik quatsch hat sich hier nur so etabliert.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 7. Jun 2019, 03:33

Ein Terraner hat geschrieben:(31 May 2019, 11:19)

Yeah, that's religion.

Und Buddhismus ist nicht friedlich, dieser Esoterik quatsch hat sich hier nur so etabliert.


Keine Religion ist friedlich wenn sie fanatisch betrieben und zum politischen Instrument wird.
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Adam Smith
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Adam Smith » Fr 7. Jun 2019, 05:48

Ein Terraner hat geschrieben:(31 May 2019, 11:19)

Yeah, that's religion.

Und Buddhismus ist nicht friedlich, dieser Esoterik quatsch hat sich hier nur so etabliert.


Gibt es jetzt Zitate in Bezug auf den Buddhismus die jetzt die Behauptung belegen können?
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 7. Jun 2019, 08:37

Adam Smith hat geschrieben:(07 Jun 2019, 05:48)

Gibt es jetzt Zitate in Bezug auf den Buddhismus die jetzt die Behauptung belegen können?

Was brauchst du?
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Adam Smith
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Adam Smith » Fr 7. Jun 2019, 08:52

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Jun 2019, 08:37)

Was brauchst du?


In Bezug auf den Koran und anderen Rechtsquellen gibt es zig Belege. Der IS stützt sich hier drauf. Gibt es so etwas auch in Bezug auf den Buddhismus?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Turki_al-Binali

Al-Binali belegt ja alles.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Cat with a whip » Fr 7. Jun 2019, 09:00



53, Donnerwetter, das schafft locker ein einziger deutscher Major der Bundeswehr aus dem Befehlsstand heraus und kriegt dafür sogar ne Auszeichnung.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 7. Jun 2019, 09:29

Adam Smith hat geschrieben:(07 Jun 2019, 08:52)

In Bezug auf den Koran und anderen Rechtsquellen gibt es zig Belege. Der IS stützt sich hier drauf. Gibt es so etwas auch in Bezug auf den Buddhismus?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Turki_al-Binali

Al-Binali belegt ja alles.


Meinst du sowas hier ? https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%8Cmu_Shinriky%C5%8D
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Adam Smith
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Adam Smith » Fr 7. Jun 2019, 09:32

Ein Terraner hat geschrieben:(07 Jun 2019, 09:29)

Meinst du sowas hier ? https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%8Cmu_Shinriky%C5%8D


Und jetzt die Belege im Buddhismus. Die brauche ich.
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relativ
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon relativ » Fr 7. Jun 2019, 09:36

Ein Terraner hat geschrieben:(31 May 2019, 11:19)

Yeah, that's religion.

Und Buddhismus ist nicht friedlich, dieser Esoterik quatsch hat sich hier nur so etabliert.

Es ist wohl eher nur der Beweis dafür, daß Religion die nicht nur rein persönlich esoterisch bzw spirtuell genutzt wird, sich als Brandbeschleuniger nutzen lässt.
Aber ich bin mir ziemlich sicher, gäbe es da die Religionen nicht würde man sich als Brandbeschleuniger etwas anderes aussuchen. Der Mensch ist da ziemlich erfinderisch.
Wie immer ist hier m.M. das größste Problem die Überbevölkerung in Kombination mit Ressourcen und Machtkämpfen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 7. Jun 2019, 09:41

Adam Smith hat geschrieben:(07 Jun 2019, 09:32)

Und jetzt die Belege im Buddhismus. Die brauche ich.


Ach so du meinst Textstellen aus buddhistischen Lehren von denen du Gewalttätigkeit ableiten kannst? Sorry da kann ich dir nicht weiter helfen, die kenne ich zu wenig.

Wie wäre über einen Vortrag über den gelebten Buddhismus in Tibet?
https://www.youtube.com/watch?v=SDuqayOx2Nw

P.S. Hast du Spiegel+ ? https://www.spiegel.de/plus/buddhismus- ... 0160905612
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon NB3 » Mo 1. Jul 2019, 20:29

Heiner Mölenbarg hat geschrieben:(31 May 2019, 11:09)

Es schein mir ein paradox - buddhistischer Terror? War nicht der Buddhismus die friedlichste Religion der Welt? Eine, in die sich viele Europäer flüchten vor der tatsächlichen oder vermeintlichen Verlogenheit der eigenen Religionen? Aber nun Myanmar (früher Birma/Burma). Ich bin entsetzt. Es gibt ja tatsächlich keine große Weltanschauung (nicht nur Religionen), die nicht von ihren eigenen Angehörigen bei Bedarf ins Gegenteil "pervertiert" wird, scheint mir. Was tun? Wem glauben? Worauf hoffen?

Hintergründe:


Der Buddhismus wird im Westen arg verzerrt und romantisiert wahrgenommen. Die "friedlichste Religion der Welt" ist der Buddhismus nur dann, wenn man seinen Priestern blind alles glaubt, was sie erzählen. Ist nicht anders als beim Christentum. Bei Licht betrachtet sind sie auch nur ein Haufen schamloser Heuchler und Kinderschänder.

Berichte über buddhistische Missbrauchsskandale, Fanatiker, Pogromhetzer und Völkermörder finden im Westen kaum Gehör, kommen nur verzerrt und weichgespült an. Wenn in Tibet der erzreaktionäre Klerus "Ausländer raus!" skandiert, Lynchmobs mobilisiert, Arbeitsmigranten ermordet, dann bewundert in Deutschland der linksgrüne Rollator-Revoluzzer die weisen Worte "seiner Heiligkeit" über "Umvolkung" und "kulturellen Genozid". Ist normal so.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon BingoBurner » Mo 1. Jul 2019, 20:49

relativ hat geschrieben:(07 Jun 2019, 09:36)

Es ist wohl eher nur der Beweis dafür, daß Religion die nicht nur rein persönlich esoterisch bzw spirtuell genutzt wird, sich als Brandbeschleuniger nutzen lässt.
Aber ich bin mir ziemlich sicher, gäbe es da die Religionen nicht würde man sich als Brandbeschleuniger etwas anderes aussuchen. Der Mensch ist da ziemlich erfinderisch.
Wie immer ist hier m.M. das größste Problem die Überbevölkerung in Kombination mit Ressourcen und Machtkämpfen.


Das ist aber nur ein Teilaspekt.
Kooperation ist die größere Variabel in der Natur, mmn.

Schau dir Ameisen an....

Ist nebenbei auch die Triebfeder warum wir Menschen so "erfolgreich" sind...Ressourcen ?
Es gibt "unlimitierte" Ressourcen...Sonne bzw. Systeme die in Kreisläufen arbeiten wie EINS.

Aber klar hast du recht...ganz böse, zynisch zu Ende gedacht. Und der Buddhismus...

Möchte nicht wissen wie viele Kinder in buddhistischen Klöstern, Tempeln schon missbraucht worden. Männergesellschaft und so...

Ich war in Thailand, Bali, Asien genug unterwegs. Schulbildung bis 4 oder 5 Klasse. Danach alles kostenpflichtig...
Nicht das die Leute dort doof sind....aber Bildung halt...

Und da kann der Typ hier grinsen wie er will...

Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

Sleep On The Floor https://www.youtube.com/watch?v=v4pi1LxuDHc
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon sunny.crockett » Mo 1. Jul 2019, 21:31

Ebiker hat geschrieben:(31 May 2019, 11:16)

Evtl. sollte man erst mal über den muslimischen Terror der Rohingya sprechen ? Der kommt in der hiesigen Berichterstattung so gut wie gar nicht vor

https://www.heise.de/tp/features/Amnesty-Bericht-bestaetigt-Rohingya-Massaker-an-Hindus-in-Birma-4056103.html

https://www.schoenes-thailand.at/Archive/21226


Richtig, als die Rohingya auf der Flucht waren, haben unsere Qualitätsmedien nur von den armen Muslimen berichet, die nirgends gewollt werden. So schrieb die Zeit von der "muslimischen Minderheit im mehrheitlich buddhistischen Myanmar, die dort schikaniert und verfolgt wird.". Das ZDF meldete "Verbrechen gegen Rohingya" und einen Völkermord. Der Bundestag meldete "Fraktionen wollen Ge­walt­exzesse gegen Ro­hing­ya in Myanmar stoppen".

Die Gründe, warum die Rohingya dort vor Ort so unbeliebt sind, wurden nicht gemeldet. In Berichten abseits der Mainstream-Medien war dann doch mal statt den armen und vertriebenen Muslimen dann von schwerbewaffneten Rohingya-Rebellen zu lesen, die seit längerem Massaker an der heimischen Bevölkerung anrichten.

Sowas wie deine Links oder dieses hier hörte man nicht: https://www.evangelisch.de/inhalte/1501 ... ker-hindus
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 2. Jul 2019, 01:56

BingoBurner hat geschrieben:(01 Jul 2019, 20:49)

Das ist aber nur ein Teilaspekt.
Kooperation ist die größere Variabel in der Natur, mmn.

Schau dir Ameisen an....

Ist nebenbei auch die Triebfeder warum wir Menschen so "erfolgreich" sind...Ressourcen ?
Es gibt "unlimitierte" Ressourcen...Sonne bzw. Systeme die in Kreisläufen arbeiten wie EINS.

Aber klar hast du recht...ganz böse, zynisch zu Ende gedacht. Und der Buddhismus...

Möchte nicht wissen wie viele Kinder in buddhistischen Klöstern, Tempeln schon missbraucht worden. Männergesellschaft und so...

Ich war in Thailand, Bali, Asien genug unterwegs. Schulbildung bis 4 oder 5 Klasse. Danach alles kostenpflichtig...
Nicht das die Leute dort doof sind....aber Bildung halt...

Und da kann der Typ hier grinsen wie er will...



Nur eine kurze Bemerkung Bingo.

Schoen das du in Asien unterwegs warst. Ich hoffe du hattest eine erfahrungserweiternde und angenehme Zeit dort.

Allerdigs hast du nicht deine Hausaufgaben gemacht.

In Thailand ist die Schulbildung bis zum Abitur kostenlos! Singapore hat eines der besten Schulsysteme in der Welt und das kostelos. In Malaysia ebenfalls ist die Schulausbildung bis zum Abitur kostenlos. Inb Indonesien sind Volks und Mittel Schule kostenlos und Gymnasien verlangen eine minimale Gebuehr.

Und du hast Recht wenn du schreibst das die Kinder dort nicht doof sind! Die gehen gerne in die Schule und schwaenzen sie nicht an Freitagen, die Eltern legen wert auf Bildung und nehmen dafuer finanzielle Opfer in Kauf (Uni und Auslandsstudium).

Schulsysteme sind staatlich und was das mit dem Buddhsmus zu tun hat ist schleierhaft zumal ausser Thailand, Burma andere suedostasiatische Laender (Malaysia und Indonesien) ueberwiegend moslemisch sind, Religion in China quasi unerwuenscht ist und die Philippinen ueberwiegend khatolisch sind. Haette dir an sich bei deinen Reisen auffallen sollen.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Fliege » Di 2. Jul 2019, 02:00

Heiner Mölenbarg hat geschrieben:(31 May 2019, 11:09)
Es schein mir ein paradox - buddhistischer Terror? War nicht der Buddhismus die friedlichste Religion der Welt? Eine, in die sich viele Europäer flüchten vor der tatsächlichen oder vermeintlichen Verlogenheit der eigenen Religionen? Aber nun Myanmar (früher Birma/Burma). Ich bin entsetzt.

Buddhisten haben keine Lust, sich von Mohammedanern (das sind die Bengalen aus dem Ganges-Delta) unterpflügen zu lassen. Also wehren sich sie sich. Wer versteht das nicht?
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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relativ
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon relativ » Di 2. Jul 2019, 08:03

Fliege hat geschrieben:(02 Jul 2019, 02:00)

Buddhisten haben keine Lust, sich von Mohammedanern (das sind die Bengalen aus dem Ganges-Delta) unterpflügen zu lassen. Also wehren sich sie sich. Wer versteht das nicht?

Ich befürchte ja, daß die Hauptgründe dafür eher so ähnnlich wie bei einigen Bundesbürgern liegen. Diese befürchten, daß ihnen die Kultur und Religionsfremden etwas weg nehmen könnten. Also ist der eigentliche Grund wohl eher schnöder Futterneid und den lässt man zuallererst und am besten an Fremden und Minderheiten aus.
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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon Papaloooo » Di 2. Jul 2019, 08:38

Ja, man sollte meinen, dass der Buddhismus einen mäßigen den Einfluss auf Menschen haben sollte.

Aber mit gut fünf Jahren Erfahrungen durch Aufenthalt in Fernost möchte ich sagen, dass in vielen Kulturen die jungen Leute sich nicht unbedingt mehr an Religionen orientieren.

Nun kann man ebenfalls fragen, wieso bei uns die rechtsextremen immer darauf drängen, dass wir ein christliches Abendland seien?

Wir sind längst säkular geprägt, und vorwiegend atheistisch, zum Glück!

Die wenigsten von denen, werden ja wohl sonntags auf den Kirchenbänken knien, mit ihrer Montur wäre das schon ein Anblick für Götter.

Aber als Primaten, die wir nun mal sind, ist uns stets unser eigenes Rudel am wichtigsten.

Das ist Evolution. Und es erfordert Kognition, sich darüber zu erheben, das ist das Problem!
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Buddhistischer Terror - wie kann das sein?

Beitragvon NB3 » Di 2. Jul 2019, 10:20

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Jul 2019, 21:31)

Richtig, als die Rohingya auf der Flucht waren, haben unsere Qualitätsmedien nur von den armen Muslimen berichet, die nirgends gewollt werden. So schrieb die Zeit von der "muslimischen Minderheit im mehrheitlich buddhistischen Myanmar, die dort schikaniert und verfolgt wird.". Das ZDF meldete "Verbrechen gegen Rohingya" und einen Völkermord. Der Bundestag meldete "Fraktionen wollen Ge­walt­exzesse gegen Ro­hing­ya in Myanmar stoppen".

Die Gründe, warum die Rohingya dort vor Ort so unbeliebt sind, wurden nicht gemeldet. In Berichten abseits der Mainstream-Medien war dann doch mal statt den armen und vertriebenen Muslimen dann von schwerbewaffneten Rohingya-Rebellen zu lesen, die seit längerem Massaker an der heimischen Bevölkerung anrichten.

Sowas wie deine Links oder dieses hier hörte man nicht: https://www.evangelisch.de/inhalte/1501 ... ker-hindus


Schwachsinn. Einen Artikel auf Facebook gelesen und schon meinst du, du wüsstest, wovon du redest.

Die Angelegenheit hat eine jahrzehntelange Vorgeschichte, die Rebellen selbst sind die Folge der Unterdrückung, nicht ihr Grund. Die Verfolgung ethnischer Minderheiten in Burma begann sofort mit der Unabhängigkeit von der Britischen Kolonialherrschaft. Wer nicht Bamar und Buddhist ist (das betrifft etwa 40% der Bevölkerung), wird benachteiligt. Rebellen und Bürgerkrieg sind im Land nichts neues. 1962 gab es einen Militärputsch mit dem Segen einer Supermacht, nachfolgend eine Bamar-Militärdiktatur unter dem Schutz selbiger Supermacht, in der die politischen Eliten willkürlich plündern und enteignen konnten. Die ethnischen Minderheiten mussten dafür als Sündenböcke herhalten, wurden gnadenlos entrechtet, vertrieben und ermordet. Den Rohingya wurden bereits 1982 Staatsbürgerschaft und Bürgerrechte entzogen, in der offiziellen Propaganda heißen sie seitdem "illegale Einwanderer aus Bangladesh". Indische und chinesische Rebellen gibt es im Land übrigens auch, dazu ein gutes Dutzend Rebellenorganisationen anderer traditionell einheimischer Volksgruppen. Und auch denen wirft die Regierung in aller Regelmäßigkeit alle möglichen Verbrechen vor.

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