Terroranschläge auf Sri Lanka

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TheManFromDownUnder
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 24. Apr 2019, 11:58

Saxon hat geschrieben:(24 Apr 2019, 11:23)

Stimme Ich zu. Aber solange das nicht koordiniert abläuft und ohne Einmischung von Interessensgruppen wirds das nicht geben. Es müssen alle Staaten mitmachen


Auch ich stimme hier zu.

Man muss erstens die Web Seiten und Social Media blockieren, die diese aberwitzigen Ideologien verbreiten und deren Betreiber dingfest machen und ausschalten. Geldstroeme ebenfalls unterbinden und islamische Organisationen und deren fiinanziellen Transaktionen und Spender ueberwachen und wenn Verdacht besteht unterbinden. Jeden Hassprediger dingfest machen. Illegale Moscheen schliesssen und deren Mitglieder und deren Associates unter strikte Ueberwachung stellen. Moderate und Main Stream Moscheen unterstuetzen und die Glauebigen vor Radiklaen schuetzen und zur Mitarbeit gegen Islamisten zu gewinnen, Vor allem muessen unsere Gesetze dahin geaendert warden das do-gooding Anwaelte den Bemuehungen Terror zu unterbieten nicht "spanner in the works" schmeissen.

Sicher wird vieles davon versucht aber entweder nicht consequent genug oder es funktioniert nicht.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Wolverine » Mi 24. Apr 2019, 12:00

Saxon hat geschrieben:(24 Apr 2019, 11:23)

Stimme Ich zu. Aber solange das nicht koordiniert abläuft und ohne Einmischung von Interessensgruppen wirds das nicht geben. Es müssen alle Staaten mitmachen


Das ist ja das eigentliche Problem. Es gibt Staaten die den Terror bewusst finanzieren, weil er ihnen persönlich nutzt. Es gibt leider keine haltbare Allianz gegen den Terror.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Saxon » Mi 24. Apr 2019, 12:01

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(24 Apr 2019, 11:58)

Auch ich stimme hier zu.

Man muss erstens die Web Seiten und Social Media blockieren, die diese aberwitzigen Ideologien verbreiten und deren Betreiber dingfest machen und ausschalten. Geldstroeme ebenfalls unterbinden und islamische Organisationen und deren fiinanziellen Transaktionen und Spender ueberwachen und wenn Verdacht besteht unterbinden. Jeden Hassprediger dingfest machen. Illegale Moscheen schliesssen und deren Mitglieder und deren Associates unter strikte Ueberwachung stellen. Moderate und Main Stream Moscheen unterstuetzen und die Glauebigen vor Radiklaen schuetzen und zur Mitarbeit gegen Islamisten zu gewinnen, Vor allem muessen unsere Gesetze dahin geaendert warden das do-gooding Anwaelte den Bemuehungen Terror zu unterbieten nicht "spanner in the works" schmeissen.

Sicher wird vieles davon versucht aber entweder nicht consequent genug oder es funktioniert nicht.



Stimme Ich vollständig zu. Nur mit Konsequenzen ist dem Terrorismus zu begegnen. Keine Rückzugsmöglichkeiten mehr geben
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Nero » Mi 24. Apr 2019, 12:07

Es war offensichtlich Rache für Christchurch. Nun ja, es ist eine irre Rechnung, aber was können wir für die Mechanismen der Welt? Soll heißen: Wenn auf diese Art und Weise "zurückgeschlagen" wird, könnte das die Breiviks der Neuzeit durchaus, ähm, "beeindrucken"/abhalten.

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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Wolverine » Mi 24. Apr 2019, 12:08

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(24 Apr 2019, 11:58)

Auch ich stimme hier zu.

Man muss erstens die Web Seiten und Social Media blockieren, die diese aberwitzigen Ideologien verbreiten und deren Betreiber dingfest machen und ausschalten. Geldstroeme ebenfalls unterbinden und islamische Organisationen und deren fiinanziellen Transaktionen und Spender ueberwachen und wenn Verdacht besteht unterbinden. Jeden Hassprediger dingfest machen. Illegale Moscheen schliesssen und deren Mitglieder und deren Associates unter strikte Ueberwachung stellen. Moderate und Main Stream Moscheen unterstuetzen und die Glauebigen vor Radiklaen schuetzen und zur Mitarbeit gegen Islamisten zu gewinnen, Vor allem muessen unsere Gesetze dahin geaendert warden das do-gooding Anwaelte den Bemuehungen Terror zu unterbieten nicht "spanner in the works" schmeissen.

Sicher wird vieles davon versucht aber entweder nicht consequent genug oder es funktioniert nicht.


Das wäre durch die neue Gesetzgebung bezüglich Hassreden etc. möglich. Aber in Deutschland scheint niemand Interesse daran zu haben. Man lässt diese Feinde der Verfassung "links" liegen, weil man sich mit Übermut auf das "rechte Problem" stürzt. Das ist der eigentliche Witz an der Sache. Oft ist es die eigene Verfassung, die einem Knüppel zwischen die Beine wirft.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Skeptiker » Mi 24. Apr 2019, 12:09

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(24 Apr 2019, 11:42)
In unseren Breitengraden welche Alternativen wuerdest du ihnen geben koennen. Sie Leben in Sicherheit, mit sozialen Auffang networks, haben Zugang zu Bildung, Gesundheitsfuersorge usw. Was noch bitte?? Massen Konvertierung zum Islam?

Die Golfstaaten und Saudi sind bereits fundamentalistisch und ein Paradies fuer Strengglauebige.

In Drittlaender wie Sri Lanka kann man sicher noch etwas mehr tun. Aber Sri Lanka war nie auf einer Gefaehrdungsliste fuer islamistische Terroristen. Das Land hat nie gegen Mosleme diskriminiert. Das Tamil Problem war kein moslemisches Problem.

Parkistan?? Welche Hoffnungslosigkeit haben dort Moslems??? Christen ja aber da kraeht kein Hahn danach.

Ich schaue nach Indonesien, ein moderates moslemisches Land wo naturlich Moslems in keinster Weise benachteiligt sind und ihnen mehr Moeglichkeiten offen stehen als anderen Gruppen und trotzdem nimmt der Radiklaismus zu.

Ich wage die Prognose, dass selbst dann, wenn die ganze Welt zum Islam konvertiert, innerhalb des Islam die radikalen immernoch die gemäßigten terrorisieren. Auch heute sind schon die Moslems selber die größte Opfergruppe islamistischen Terrors. Für die ist jede Mäßigung Unglaube.
Das ist für mich ein klarer Hinweis, dass die ganze Opferrhetorik der Moslems nichts weiter als ein Vorwand aber keine Begründung für Terror und Unterdrückung ist. Das Kernproblem erscheint mir die Philosophie, welche dem Islam zugrundeliegt. Diese erscheint mir als maximal der modernen Welt entgegenstehend, und somit fast überall auf Konflikt gepolt.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 24. Apr 2019, 12:14

Wolverine hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:08)

Das wäre durch die neue Gesetzgebung bezüglich Hassreden etc. möglich. Aber in Deutschland scheint niemand Interesse daran zu haben. Man lässt diese Feinde der Verfassung "links" liegen, weil man sich mit Übermut auf das "rechte Problem" stürzt. Das ist der eigentliche Witz an der Sache. Oft ist es die eigene Verfassung, die einem Knüppel zwischen die Beine wirft.


Die Rechte sieht die Terroranschlaege als Gelegenheit ihre eigene Agenda zu verfolgen. Die Terroristen und die Neunazis bilden da so eine Art Symbiose, eine schreckliche Allianz ohne es als solche zu bezeichnen! Wir stehen am Rand eines 2 Frontenkrieg wenn man es so ausdruecken darf. Beide muessen ausgeschaltet werden.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 24. Apr 2019, 12:16

Skeptiker hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:09)

Ich wage die Prognose, dass selbst dann, wenn die ganze Welt zum Islam konvertiert, innerhalb des Islam die radikalen immernoch die gemäßigten terrorisieren. Auch heute sind schon die Moslems selber die größte Opfergruppe islamistischen Terrors. Für die ist jede Mäßigung Unglaube.
Das ist für mich ein klarer Hinweis, dass die ganze Opferrhetorik der Moslems nichts weiter als ein Vorwand aber keine Begründung für Terror und Unterdrückung ist. Das Kernproblem erscheint mir die Philosophie, welche dem Islam zugrundeliegt. Diese erscheint mir als maximal der modernen Welt entgegenstehend, und somit fast überall auf Konflikt gepolt.


Bingo! Gut ausgedrueckt :thumbup:

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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Adam Smith » Mi 24. Apr 2019, 12:20

Das Problem des Islam ist, dass er erstens nicht kompatibel mit dem Internet ist.

Im Islam gibt es ein Bilderverbot und nun gibt es alles zu sehen. Twitter, Facebook, YouTube usw.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bilderverbot_im_Islam

Das zweite Problem ist, dass es bei uns als richtig angesehen wird sich von der Religion zu lösen. Wir hatten halt die Aufklärung, Wissenschaft, viele Bücher, Filme und tragen das vor uns her. In islamischen Ländern gibt es das nicht. Hier besinnt man sich auf das was man hat. Den Islam. Mehr nicht.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon al-Faylasuf » Mi 24. Apr 2019, 12:20

Nun, dazu nehme ich mir einfach mal die Freiheit, meinen gestrigen, im chit-chat untergegangenen Beitrag zu wiederholen:

Skeptiker hat geschrieben:
(22 Apr 2019, 19:50)
Natürlich haben "die Muslime" in der Welt keine Schuld daran, dass Menschen im Namen des Islam morden. Dennoch läuft es auf eine Verschleierung der Ursachen für diese Gewalt hinaus, diese nicht mit der islamischen Glaubenslehre und -praxis in Verbindung zu sehen. Der immer wieder zu hörende Satz "das hat nichts mit dem Islam zu tun" ist falsch, und das muss ausgesprochen werden, bis die Botschaft ankommt. Denn Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Wie kann aber an der Ursache für diesen Terror gearbeitet werden, wenn diese ständig verleugnet wird.

Der Islam hat offensichtlich ein Terrorproblem, welches mE auf die Glaubenslehre und darauf aufgesetzte Praktiken zurückzuführen ist. Anders als suggeriert ist Islamismus kein kleines Extremismusproblem innerhalb, oder sogar außerhalb, des Islam, wenn man weiss, dass z.B. Wahabismus Staatsreligion ist. Für sehr viele Menschen hier ist doch garnicht verständlich in welchem Maß Religion in arabischen Regionen verstanden und gelebt wird. Dieses Unverständnis nehme ich als Naivität wahr, und es erscheint mir als offene Flanke unserer Gesellschaft in der Verteidigung unserer Werte.



Der Satz "das hat alles mit dem Islam nichts zu tun" ist natürlich zu einigen Anteilen falsch wie richtig zugleich. Er ist im Allgemeinen vielleicht der passende Aufreger auf dem Niveau des Stammtisches, wo Dinge wie "Zusammenhänge" genauso fremd sind wie die Fähigkeit, zu Differenzierung oder gar eine nüchterne Analyse - frei von apologetischen oder vorurteilsbehafteten Motiven

Zur Sache selbst:

Während des 19. Jahrhunderts (und zu Beginn des 20. Jahrhunderts) wählte der sunnitische Islam mehrmals den bewaffneten Widerstand gegen europäische Kolonialmächte. Mit "sunnitischer Islam" meine ich im Speziellen, dass die führenden Köpfe zumeist spirituelle Führer (Sufis) waren. IN der europoäischen Literatur jener Zeit wurden - nach dem Motiv des "Edlen Wilden" - diese Führer eher romantisierend dargestellt wurden - sei es in Romanen wie "Abdel Kader" von J. Knittel oder "Hadschi Murat" von L. Tolstoi. Der erwähnte Abdel Kader bsp. - der den Aufstand in Algerien anführte - bewahrte, auch nachdem er besiegt wurde, seine Würde und seine Ethik (z.B. als er in Syrien mehrere tausend Christen vor einem wütenden drusischen Mob rettete).
Bekanntlich gingen die von Aufklärung beseelten Franzosen in ihrer Zerschlagung von Abdel Kaders Aufstand, gelinde gesagt, nicht zimperlich vor. Die Zerstörung der Lebensgrundlage durch das Verbrennen von Feldern usw. war ja auch rational betrachtet das Nützlichste. Doch ist dies ein anderes Thema.

Nun sucht man in der Zeit, als die muslimischen Länder unter Fremdherrschaft standen vergeblich nach Selbstmordattentätern, die sich auf "islamische Glaubenspraktiken" irgendwie hätten berufen können. Mehr noch, im 20. Jahrhundert erzeugte der sunnitische Islam - also vertreten durch seine traditionellen Bildungseinrichtungen - einen Ethos, den man eher als zögerlich/pragmatisch bezeichnen könnte. Sie akzeptierten die realen Bedingungen. Dies zeigte sich bsp. im Konsens der Hanafiten, dass der Raj (Indien) Teil des "Dar al Islam" sei, selbiges auch im Bezug auf das Russische Zarenreich von den dortigen Rechtsgelehrten. Stattdessen legten sie eher den Fokus darauf, bestimmte rechtliche Aspekte des Islams neu zu bewerten.
Mit anderen Worten: die Antwort des Mainstream-Islams auf die Erschütterungen der Moderne, die seinen Gesellschaften anstelle eines imperialen Bajonetts aufgezwungen wurde, war selbstkritisch und vorsichtig, nicht militant.

Das erklärt auch die Tatsache, dass nahezu sämtliche Befreiungsbewegungen Mitte des 20. Jahrhunderts von säkularen Kräften angeführt wurden (freilich mit vereinzelten Ausnahmen wie bsp. in Palästina, Stichwort al-Qassam). Das erklärt auch, wieso islamistische Ideologen jener Zeit - die allesamt Studenten weltlicher, nicht religiös-traditioneller, Bildungseinrichtungen waren - so wütend auf den sunnitischen Mainstream-Islam waren. Der Islam sollte ihnen zufolge prophetisch und damit eine Befreiungstheologie sein. Er sollte Strukturen und Seelen herausfordern - nicht durch Predigen und Beten allein, sondern durch Agitation und Revolution. Das Prophetische sollte nicht entgegenkommend sein; es scheitert oder es triumphiert. Normsetzende klassische politische Denker wie al-Mawardi, Nizam al-Mulk, Ghazali oder Katib Çelebi mussten also mitsamt ihrer modernen Vertreter über Bord geworfen werden. Technologische Imperien hatten die Welt schließlich neu erschaffen, und um mit einem immer bizarreren und offensiveren Gegner (dem Westen) fertig zu werden, musste das islamische Denken in Richtung eines immer bedingungsloseren Aufstands reformiert werden. Das klingt tatsächlich sehr viel eher nach Nietzsche und Trotzki denn nach Muhammad, was von den einen oder anderen Autoren (wie Youssef Choueiri - "Fundamentalism" (1990) ) ziemlich gründlich analysiert worden ist.


Zu den aktuellen Ereignissen kann ich noch nicht viel sagen. Denn es bestehen zurecht viele Fragezeichen hinter den Drahtziehern dieser Anschläge. Wie es ein Islamwissenschaftler jüngst in einem Spiegel-Interview sinngemäß ausdrückte: Islamistische Gruppen hätten (da die Muslime genau wie die Christen eher im selben Boot als verfolgte Minderheit sitzen) nichts dümmeres anstellen können (freilich mit dem Zusatz, dass Dummheit allein kein Hinderungsgrund sei).
Unabhängig davon jedoch ist es bemerkenswert, dass Selbstmordanschläge in ihr Ursprungsland zurückgekehrt sind. Denn es waren die tamilischen Tiger, deren Ideologie eine Vermischung von hinduistischen Elementen (der Hinduismus kennt im Vergleich zum Islam sehr wohl einen rituellen Selbstmord) mit marxistischen Ideen ist, welche die Tradition der Selbstmordattentate einführten. Die japanischen Kamikaze wiederum waren es, die als erste ihr Testament vor einer Kamera vorlasen, bevor sie in ihr todbringendes Werkzeug einstiegen. Doch unser Amnesie-Denken vergisst so etwas. Islamistische Selbstmordanschläge sind seit über 20 Jahren an der Tagesordnung, was für ein kurzes menschliches Leben wohl heißt, dass es scheinbar schon immer so war. Gehört halt "irgendwie" zum Islam dazu.
Zum Amnesie-Denken gehören denn auch Aussagen a la "Ich bewerte den Islam aufgrund seiner Ergebnisse". Doch ist die aktuelle Situation schlicht nur eine Momentaufnahme, wenn wir mal in historischen Dimensionen rechnen. Schnappschuss-Denken ist natürlich erlaubt, doch erlaubt dieses Denken keine wirkliche Analyse. Ja, ich weiß, anderes Thema...

Ist vielleicht letztlich alles eine Frage der Perspektive? Vor dem zweiten Weltkrieg empfand die britische Bevölkerung das Bombardieren von Zivilisten als etwas gänzlich unbritisches. Während des 2. WK befürwortete eine klare Mehrheit die "Terrorbombardements" der Royal Air Force. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden dann diese Dinge dann möglichst an den Rand des Gedächtnisses verbannt, und man setzte die ethischen Rahmenbedingungen sozusagen wieder auf Null. So dass man aus britischer Sicht nur kurz darauf sich in der moralischen Position sah, zionistische Bombenanschläge im Britischen Palästina (1946 kamen 96 Menschen bei einem Bombenanschlag eines Hotels ums Leben) als Terrorismus zu bezeichnen. Doch wie der spätere israelische Präsident Menachim Begin in seiner Autobiographie sich rechtfertigte, wurden sie nur deshalb Terroristen genannt, weil


"unsere Feinde uns Terroristen nannten […] aber wir benutzten physische Gewalt nur, weil wir mit physischer Gewalt konfrontiert wurden.
(Menachem Begin, "Revolt" (1978)

Doch käme jemand auf die Idee, solche Anschläge mit der jüdischen Religion in Verbindung zu bringen, obgleich führende Rabbiner in Palästina Selbstmordattentate seinerzeit religiös rechtfertigten? Wohl kaum. Denn man ist ja zu der Erkenntnis gelangt, dass das Abendland eine Gleichung ist, die sich aus Athen + Rom + Jerusalem ergeben hat. Der Islam heute steht heute eher für ein unendlich lästiges Judäa, wo radikale Zeloten ihr Leben für den Erhalt archaischer Traditionen hergeben.

Dass der Islam ebenfalls in die obige Gleichung gehören könnte, glaubt man hierzulande vielleicht noch auf akademischer Ebene (da Mediävistik und Islamwissenschaft inzwischen die alteingesessenen orientalistischen Thesen weitesgehend in Misskredit gebracht haben), aber in den Stammtischen und Sophistensalons hat man heute inzwischen Isaak, den ehemals verstoßenen, längst für sich vereinnahmt, während der semitische Andere heute Ismael ist. Dass es die islamische Welt war, in der Athen weiterlebte, ist eine andere Sache - bis man Athen in Europa dank Al-Andalus wiederentdeckte - freilich mit einem anderen Ergebnis. Denn in Europa besiegte Athen Jerusalem, in der islamischen Welt hingegen blieb Athen stets nur ein Bestandteil. Mit dem Ergebnis: Hier Fortschritt und Eindeutigkeit, dort Ausgleich, Vielfalt und Fortschritt im Schneckentempo. Doch ist auch dies wiederum eine andere Story.

Tatsächlich ist der Islamismus ironischerweise in vielerlei Hinsicht modern:

- In seinem Streben nach Wissenschaft und seinem Hass auf den Aberglauben (= Verfolgung von Sufis).
- In seiner Ablehnung jeglicher höheren Spiritualität.
- In seiner Ablehnung von traditionellen Prinzipien (welche aufzuzählen ein Thema für sich wäre)
- In seiner Forderung nach Eindeutigkeit und dem daraus folgenden Ablehnung von Mehrdeutigkeiten und folglich anderen Auslegungen/Lesarten. (Die Koranexpertin Angelika Neuwirth spricht hier auch von einer "Protestantisierung des Islams")
- Die theologische Politik des klassischen Islam, wo sowohl die Gelehrten (die von Staat weitesgehend unabhängig waren) als auch der Staat durch gegenseitige Spannungen belebt werden wird im Islamismus durch das letztlich westliche Modell des ideologischen totalitären Staates ersetzt. An dessen Spitze steht dann ein selbsternannter Klerus (der allerdings aus Technokraten besteht), der die völlige Kontrolle über die Politik und die Scharia einfordert. Oder wie es Muhammad Asad (aka Leopold Weiß) in einem INterview Ende der 1980er sinngemäß sagte - Ayatollah Khomeini hat dem Islam einen ähnlichen Bärendienst erwiesen wie Adolf Hitler für Deutschland.
- Die elementare Vielfalt vormoderner muslimischer Gesellschaften, in denen Dörfer, Stämme und religiöse Minderheiten (Millet-System) sich selbst regulierten, weicht der islamistischen Aneignung der Mechanismen eines postkolonialen Zentralismus. Soziale Untergruppen - die jahrhundertelang beispielsweise unter dem Osmanenreich florierten (obgleich freilich Muslime stets privilegiert waren) werden schließlich durch eine rein westliche Vision, so sehr sie auch von einer lautstarken, religiösen Sprache verhüllt ist, verfolgt und ausgelöscht.

Wie es die pakistanisch-amerikanische Autorin Maryam Jameelah 1987 in einem Artikel formulierte, in dem sie öffentlich ihre Enttäuschung über das islamistische Modell zum Ausdruck brachte:



Der tragische Widerspruch des Lebens und Denkens von Maulana Sayyid Abū l-Aʿlā Maudūdī war seine unbewusste Akzeptanz der gleichen westlichen Ideen, gegen die er sein ganzes Leben lang kämpfte.



Anmerkung: vom islamistischen Ideologen Maududi stammt u.a. folgender Absatz:



Muslime sind eine internationale revolutionäre Partei; die sich unter dem Banner der islamischen Ideologie organisiert haben, um ihr revolutionäres Programm zu implementieren. Dschihad ist der Begriff, welcher den größtmöglicher revolutionären Kampf der islamischen Erneuerungspartei beschreibt, um die islamische Revolution voranzutreiben.


Als sein bleibendes Modell übernahm er also das Modell der dynamischen Wechselwirkungen von good old Trotzki: "Die Bewegung", "die Partei", "der revolutionäre Kampf", "die Revolution". Ein Modell, das von einer der größten antireligiösen, entgöttlichenden Kräfte der jüngeren Geschichte kreiert wurde. Auf der Suche nach einem Staatskonzept bezog er seine Substanz aus nicht-islamischen Quellen – und das mit einer bemerkenswerten Unbedarftheit. Daher ist es nicht überraschend zu erfahren, dass das islamistische Staatsmodell, der sich auf einen utopischen vermeintlichen Ur-Islam bezieht, zum Scheitern verurteilt ist (sofern er seine überlebenswichtigen Infusionen nicht von mächtigen Verbündeten erhält). Siehe dazu Wael Hallaqs hervorragendes Studie "The impossible State" - "der unmögliche Staat"

In der klassischen islamischen Ethik sucht man jedoch vergeblich nach "Glaubenspraktiken", aus denen sich der islamistische Terror ableiten ließe. Hier wird aristotelische Selbstbeherrschung propagiert und wütende Raserei als vorislamisches Relikt, als "Dschahiliya" verworfen und "Verschwörungstheorien" als fehlendes Gottvertrauen verurteilt. Interessant ist übrigens, wie der Koran biblische Geschichten nacherzählt. Interessanter jedoch ist, was er auslässt. Man findet keine Verherrlichung von selbstmörderischer Militanz, wie bsp. im alten Testament Saul (der sich in sein Schwert stürzt) oder Samson, dessen Massaker an den Phillistern als Heldentat gerühmt wird.

Sauls Selbstmord ist im Koran nicht vorhanden, und wir finden ihn auch nicht in at-Tabaris bedeutenden Annalen (die einfach nur festhalten, dass er im Kampf gefallen ist). Der koranische Jonas bittet nicht darum, über Bord geworfen zu werden, und Hiob fleht nicht um seinen Tod in einem Moment der Schwäche. Ebenso ist das selbstmörderische Martyrium von Samson weder im Koran noch im Hadith vorhanden; zweifellos in Übereinstimmung mit dem Beharren auf der absoluten Boshaftigkeit des Selbstmordes. Derselbe islamische Idealismus, der Davids Verführung von Batseba oder Lots Inzucht mit seinen Töchtern nicht akzeptierte, konnte auch mit Samsons Tötung von Unschuldigen und seiner eigenen Selbstzerstörung nichts anfangen.

Das Fliegen in einen Wolkenkratzer, um die Welt zu retten, ist tatsächlich sehr viel näher an der Verbindung zwischen Samson und Iron Man (nach einem kurzen Schlenker durch das "Buch der Offenbarung" (Johannes) als an irgendeiner muslimischen Vorstellung von "futuwwa". In ihrer bedeutenden Studie "Okzidentalismus" über den westlich geprägten Hass auf den Westen in muslimischen Ländern stellen Ian Buruma und Avishai Margalit fest:



Bin Ladens Gebrauch des Wortes verrückt ähnelt eher dem ständigen Gebrauch von fanatisch durch die Nazis. Das Menschenopfer ist keine etablierte muslimische Tradition. Der Heilige Krieg war immer zur Verteidigung des islamischen Staates gerechtfertigt, und Gläubigen, die in der Schlacht starben, wurden himmlische Freuden versprochen, aber die Verherrlichung des Todes um seiner selbst willen gehörte nicht dazu, besonders in der sunnitischen Tradition […] Und die Vorstellung, dass freiberufliche Terroristen als Märtyrer ins Paradies eintreten würden, indem sie unbewaffnete Zivilisten ermorden, ist eine moderne Erfindung, die die Muslime der Vergangenheit entsetzt hätte. Der Islam ist kein Totenkult.



Bertrand Russell bezeichnete übrigens Aristoteles Ethik der "goldenen Mitte" als ziemlich langweilig und eher geeignet für Leute mittleren Alters - gänzlich langweilig jedoch für junge Leute, die von der Leidenschaft getrieben werden. Es ist daher kein Wunder, dass Islamisten mit dem traditionellen sunnitischen Islam der Rechtschulen tatsächlich nichts anfangen können.
„Wir sollten keine Scham empfinden, die Wahrheit anzuerkennen und sie zu verarbeiten, selbst wenn sie von früheren Geschlechtern und fremden Völkern kommt." (al-Kindi, gest. 873)
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Neandertaler » Mi 24. Apr 2019, 12:21

Nero hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:07)

Es war offensichtlich Rache für Christchurch. Nun ja, es ist eine irre Rechnung, aber was können wir für die Mechanismen der Welt? Soll heißen: Wenn auf diese Art und Weise "zurückgeschlagen" wird, könnte das die Breiviks der Neuzeit durchaus, ähm, "beeindrucken"/abhalten.

.


Äh nein im Gegenteil. Das hervorrufen von Gegenschlägen und voranschreitete Eskalation ist ja gerade das Ziel der Breiviks wie auch der Islamisten.

Das "eigene" Leute dabei draufgehen interessiert sie nicht die Bohne es geht darum eine Situation heraufzubeschwören in der es nun noch wir oder die heißt und der herbeigesehnte reinigende Armegrmedon eintritt.

Insofern pushen Islamisten und Breiviks sich gegenseitig und rufen sich teilweise erst hervor.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Skeptiker » Mi 24. Apr 2019, 12:37

al-Faylasuf hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:20)
Nun, dazu nehme ich mir einfach mal die Freiheit, meinen gestrigen, im chit-chat untergegangenen Beitrag zu wiederholen:

[...]

Hallo al-Faylasuf,

sorry, Dein Beitrag ist nicht untergegangen. Ich hatte ihn zum Teil gelesen aber war noch nicht fertig. Eigentlich antworte ich gerne detailiert auf Beträge, aber Deiner ist echt schon etwas lang. Also bitte etwas Geduld. :|
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 24. Apr 2019, 12:39

[quote="Neandertaler"](24 Apr 2019, 12:21)

Äh nein im Gegenteil. Das hervorrufen von Gegenschlägen und voranschreitete Eskalation ist ja gerade das Ziel der Breiviks wie auch der Islamisten.

Das "eigene" Leute dabei draufgehen interessiert sie nicht die Bohne es geht darum eine Situation heraufzubeschwören in der es nun noch wir oder die heißt und der herbeigesehnte reinigende Armegrmedon eintritt.

So ist es ja in der Tat, gerade Rechtsextreme, völkische Nazis, Faschisten und da Islamisten,Salafisten, Wahabiten sie brauchen einander für den heiß ersehnten Krieg der Kulturen
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon zollagent » Mi 24. Apr 2019, 12:42

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:39)

[/u]
Rechtsextreme, völkische Nazis, Faschisten und da Islamisten,Salafisten, Wahabiten sie brauchen einander für den heiß ersehnten Krieg der Kulturen

DAS ist es, gut daß es mal einer so deutlich ausspricht. Unsere Rechtsdraußen haben an diesem Hassaufbau eine große Aktie. :thumbup:
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 24. Apr 2019, 12:43

zollagent hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:42)

[/u]
DAS ist es, gut daß es mal einer so deutlich ausspricht. Unsere Rechtsdraußen haben an diesem Hassaufbau eine große Aktie. :thumbup:



Ja natürlich haben die Rechten dass,auch wenn sie es bekanntermaßen leugnen, wie sie es immer tun
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 24. Apr 2019, 12:50

Und obendrein sind der rechtsextrem- völkische Nazi wie der fundamentalistische Islamist in gewisser Weise ja sogar Brüder im Geiste denn sie eint:

Ideologische Radikalität bis hin zur mörderischen Militanz und Terrorakte

Entwertung menschlichen Lebens

Dogmatische Rechthaberei

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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Skeptiker » Mi 24. Apr 2019, 12:53

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:16)
Bingo! Gut ausgedrueckt :thumbup:

Wie skoennen wir diesem Phaenomen entgegentreten?

Ich habe dafür kein Patentrezept. Vielleicht ist es ein langsamer Modernisierungsprozess von oben. Da müßten dann aber auch Staaten wir Saudi-Arabien mitspielen.

Gäbe es auch den Willen zur Modernisierung nicht, dann läuft für mich alles auf einen großen Konflikt zu, der begründet ist auf den zwei unterschiedlichen Weltvorstellungen Modernität und Rationalismus und auf der anderen Seite Spiritualität und Dogmatismus. So wie im Rechts-/Linksschema sich die Gräben aber immer weiter vertiefen, sehe ich auch bei den Weltvorstellungen keinen Trend zur Annäherung.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Adam Smith » Mi 24. Apr 2019, 13:01

Skeptiker hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:53)

Ich habe dafür kein Patentrezept. Vielleicht ist es ein langsamer Modernisierungsprozess von oben. Da müßten dann aber auch Staaten wir Saudi-Arabien mitspielen.

Gäbe es auch den Willen zur Modernisierung nicht, dann läuft für mich alles auf einen großen Konflikt zu, der begründet ist auf den zwei unterschiedlichen Weltvorstellungen Modernität und Rationalismus und auf der anderen Seite Spiritualität und Dogmatismus. So wie im Rechts-/Linksschema sich die Gräben aber immer weiter vertiefen, sehe ich auch bei den Weltvorstellungen keinen Trend zur Annäherung.


Die Chinesen haben ja sogar noch weniger Probleme mit dem Internetzeitalter als wir. Abriss von alten Gebäuden. Kein Problem. Kein Bargeld. Kein Problem. Überwachung. Kein Problem.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Wolverine » Mi 24. Apr 2019, 13:04

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:43)

Ja natürlich haben die Rechten dass,auch wenn sie es bekanntermaßen leugnen, wie sie es immer tun



Die Nazis hatten die Islamisten schon 1940 zu Gast, um das Problem mit den Juden auch im Nahen Osten zu lösen. Der Mufti von Jerusalem war ein geduldiger Zuhörer und gründete sogar 2 SS-Divisionen, die wegen ihrer Brutalität gefürchtet waren. Nur mit Muslimen aus Bosnien z.B.
Die Nazis sind für bestimmte Teile der muslimischen Welt immer noch die Heilsbringer überhaupt, weil sie die größte Judenverfolgung in der Geschichte der Menschheit durchgezogen haben.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
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Re: Terroranschläge auf Sri Lanka

Beitragvon Wolverine » Mi 24. Apr 2019, 13:07

Skeptiker hat geschrieben:(24 Apr 2019, 12:53)

Ich habe dafür kein Patentrezept. Vielleicht ist es ein langsamer Modernisierungsprozess von oben. Da müßten dann aber auch Staaten wir Saudi-Arabien mitspielen.

Gäbe es auch den Willen zur Modernisierung nicht, dann läuft für mich alles auf einen großen Konflikt zu, der begründet ist auf den zwei unterschiedlichen Weltvorstellungen Modernität und Rationalismus und auf der anderen Seite Spiritualität und Dogmatismus. So wie im Rechts-/Linksschema sich die Gräben aber immer weiter vertiefen, sehe ich auch bei den Weltvorstellungen keinen Trend zur Annäherung.


Es gibt kein Rezept. Für einen gläubigen Islamisten ist eine Modernisierung des Islam nicht denkbar.
Fängt man an die Hassprediger und alle anderen Idioten auszurotten wachsen doppelt so viele nach.
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