Großbritannien - post Brexit

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » Sa 16. Jan 2021, 17:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Jan 2021, 13:45)

Mag ja sein. Ich halte es nach wie vor für Schikane, den Brummifahrern die Stullen zu konfiszieren.


Wir haben in der EU eine industriell ausgelegte Massentierhaltung. Wenn auf irgendeinem Schleichweg, den man sperren könnte, dann doch ein Bestand oder im schlimmsten Fall eine ganze Region von der afrikanischen Schweinepest befallen wird, dann entstehen den Betrieben Milliardenschäden. Denn dann müssen die Bestände umgehend vernichtet werden, um nicht den gesamten Agrarindustriezweig zu verlieren.

Übrigens kämpft Polen mit der afrikanischen Schweinepest, die über Wildschweine in die Fläche getragen wird. Dazu hatten die Behörden Brandenburgs einen antipestlichen Schutzzaun gezogen. Ob's geholfen hat... weiß ich nicht. :|

Auf den Autobahnparkplätzen in Neufünfland wird an Toiletten und Abfallbehältern immer wieder in allen Sprachen der EU darauf hingewiesen, keine Nahrungsreste weg zu werfen, sondern sie in die Müllbehälter zu entsorgen... damit nicht einheimische Wildschweine von der Schweinepest befallen werden.

Die Nebenwirkung wäre, daß die industriell betriebene Schweinemast auf diese Weise unwirtschaftlich gemacht würde. :)

Nun bin ich rein sachlich neugierig, wie die EU mit irischer Wegzehrung umgeht, oder gar Nord-Irischer. Ist die Schweinepestkette formal unterbrochen?
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 49217
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 16. Jan 2021, 18:03

H2O hat geschrieben:(16 Jan 2021, 17:45)

Wenn auf irgendeinem Schleichweg, den man sperren könnte, dann doch ein Bestand oder im schlimmsten Fall eine ganze Region von der afrikanischen Schweinepest befallen wird, dann entstehen den Betrieben Milliardenschäden.

Glaubst du wirklich, der Brummifahrer würde in seinem LKW kein Versteck für ein Butterbrot finden? Ich nicht. Auch der angesprochene Zaun wird kein Virus aufhalten. Aber ja, prinzipiell ist es natürlich richtig, etwas gegen die Verbreitung von solchen Erregern zu tun, aber dem Brummifahrer sein Brot wegzunehmen halte ich nach wie vor für übertrieben.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » Sa 16. Jan 2021, 18:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Jan 2021, 18:03)

Glaubst du wirklich, der Brummifahrer würde in seinem LKW kein Versteck für ein Butterbrot finden? Ich nicht. Auch der angesprochene Zaun wird kein Virus aufhalten. Aber ja, prinzipiell ist es natürlich richtig, etwas gegen die Verbreitung von solchen Erregern zu tun, aber dem Brummifahrer sein Brot wegzunehmen halte ich nach wie vor für übertrieben.


Wenn uns einmal wieder eine Pingeligkeit nervte, dann hieß es immer gern: "Preußen ist groß geworden durch Kleinigkeiten!" :)
Kohlhaas
Beiträge: 4857
Registriert: So 24. Feb 2019, 19:47

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Kohlhaas » Sa 16. Jan 2021, 20:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Jan 2021, 18:03)

Glaubst du wirklich, der Brummifahrer würde in seinem LKW kein Versteck für ein Butterbrot finden? Ich nicht. Auch der angesprochene Zaun wird kein Virus aufhalten. Aber ja, prinzipiell ist es natürlich richtig, etwas gegen die Verbreitung von solchen Erregern zu tun, aber dem Brummifahrer sein Brot wegzunehmen halte ich nach wie vor für übertrieben.

Wird das Butterbrot "legal", wenn der Brummifahrer ein geeignetes Versteck für die Stulle hat?

Treten wir mal einen Schritt zurück und stellen uns ganz entspannt folgende Frage:

Warum sollte ein britischer Brummifahher das Recht haben, eine Stulle in die EU zu bringen, wenn ein ukrainischer Brummifahrer seit dem Bestehen der EU noch nie eine Stulle in die EU einführen durfte? Die Briten sind ganz eigenwillig aus der EU ausgetreten. Das hat nunmal Folgen. Die "Stullenfrage" ist die nebensächlichste davon. Sie gehört aber dazu. Sowas passiert halt, wenn man der EU nicht mehr angehört/nicht mehr angehören will. Welches Recht soll ein britischer Brummifahrer jetzt noch haben, anders behandelt zu werden als ein ukrainischer Brummifahrer?
Ove Haithabu
Beiträge: 687
Registriert: Mi 6. Feb 2013, 23:15
Wohnort: Ireland

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Ove Haithabu » Sa 16. Jan 2021, 20:39

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Jan 2021, 20:00)
Wird das Butterbrot "legal", wenn der Brummifahrer ein geeignetes Versteck für die Stulle hat?

Etwas zu verstecken ist nur solange eine gute Idee, bis es gefunden wird. Wenn man etwas vor dem Zoll versteckt, muss man sich den Vorwurf des Schmuggelns gefallen lassen. Wenn man es nicht versteckt, kann man argumentieren nicht darüber nachgedacht zu haben.

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Jan 2021, 20:00)
Treten wir mal einen Schritt zurück und stellen uns ganz entspannt folgende Frage:

Warum sollte ein britischer Brummifahher das Recht haben, eine Stulle in die EU zu bringen, wenn ein ukrainischer Brummifahrer seit dem Bestehen der EU noch nie eine Stulle in die EU einführen durfte? Die Briten sind ganz eigenwillig aus der EU ausgetreten. Das hat nunmal Folgen. Die "Stullenfrage" ist die nebensächlichste davon. Sie gehört aber dazu. Sowas passiert halt, wenn man der EU nicht mehr angehört/nicht mehr angehören will. Welches Recht soll ein britischer Brummifahrer jetzt noch haben, anders behandelt zu werden als ein ukrainischer Brummifahrer?

Für den ukrainischen Brummifahrer ändert sich ja nichts. Für den Briten schon. Außerdem, bis zum 31.12. war das Wurstbrot ja auch ok, und seit dem 31.12. hat sich ja in GB nichts derartig geändert, dass das Wurstbrot nun eine Gefahr für Europa darstellt. Ferner ist es gut möglich dass der Brummifahrer den Schinken bei LIDL in England gekauft hat und dieser eh aus deutscher Produktion stammt.

Ein Wurstbrot zu konfizieren ist Prinzipienreiterei, man kann getrost davon ausgehen, dass der Brummifahrer das Wurstbrot verzehrt. Die Gefahr, dass es (in Calais) aus dem Fenster geschmissen wird ist dann größer wenn es verboten wird. Dann tragen es die Möven in die EU. Diese Prinzipienreiterei spielt nur denjenigen in die Hände, die die EU als überdimensionalen Paragraphenirrsinn sehen. Und das sind hauptsächlich die Brexiteers.
Mendoza
Beiträge: 1027
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 06:28

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Mendoza » Sa 16. Jan 2021, 21:27

Ove Haithabu hat geschrieben:(16 Jan 2021, 20:39)

Etwas zu verstecken ist nur solange eine gute Idee, bis es gefunden wird. Wenn man etwas vor dem Zoll versteckt, muss man sich den Vorwurf des Schmuggelns gefallen lassen. Wenn man es nicht versteckt, kann man argumentieren nicht darüber nachgedacht zu haben.


Für den ukrainischen Brummifahrer ändert sich ja nichts. Für den Briten schon. Außerdem, bis zum 31.12. war das Wurstbrot ja auch ok, und seit dem 31.12. hat sich ja in GB nichts derartig geändert, dass das Wurstbrot nun eine Gefahr für Europa darstellt. Ferner ist es gut möglich dass der Brummifahrer den Schinken bei LIDL in England gekauft hat und dieser eh aus deutscher Produktion stammt.

Ein Wurstbrot zu konfizieren ist Prinzipienreiterei, man kann getrost davon ausgehen, dass der Brummifahrer das Wurstbrot verzehrt. Die Gefahr, dass es (in Calais) aus dem Fenster geschmissen wird ist dann größer wenn es verboten wird. Dann tragen es die Möven in die EU. Diese Prinzipienreiterei spielt nur denjenigen in die Hände, die die EU als überdimensionalen Paragraphenirrsinn sehen. Und das sind hauptsächlich die Brexiteers.


Ich kann nicht jeden Krümel, der die EU-Grenze überquert, nach Viren oder Bakterien untersuchen oder versuchen rauszubekommen ob der mal aus der EU stammte. Darum gibt es pauschale Regeln, die im Einzelfall auch mal ungerecht erscheinen. Versucht man es jedem recht zu machen ist das unbezahlbar und in der Praxis nie zu realisieren. Der Brummifahrer hat eben Pech und nimmt nächstes mal was anderes als Belag oder kauft sich in der EU was. Und wenn er sich beschweren will, dann bitte bei seinen Landsleuten, die den Weg der tausenden Verkomplizierungen gewählt haben.
Und das manche Lebensmitteleinfuhren verboten sind findest du auf der ganzen Welt und nicht bloß in der EU.
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
Ove Haithabu
Beiträge: 687
Registriert: Mi 6. Feb 2013, 23:15
Wohnort: Ireland

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Ove Haithabu » So 17. Jan 2021, 01:32

Mendoza hat geschrieben:(16 Jan 2021, 21:27)Und wenn er sich beschweren will, dann bitte bei seinen Landsleuten, die den Weg der tausenden Verkomplizierungen gewählt haben.

Der Begriff "britischer Brummifahrer" ist eigentlich irreführend denn es sind ja nicht nur britische Brummifahrer die es betrifft sonder alle Brummifahrer, die aus GB in die EU einreisen - egal ob das nun Briten, Franzosen, Deutsche oder Ukrainer sind.

Mendoza hat geschrieben:(16 Jan 2021, 21:27)Und das manche Lebensmitteleinfuhren verboten sind findest du auf der ganzen Welt und nicht bloß in der EU.

In manchen Ländern wie z. B. Australien ist so etwas ja auch nachvollziehbar da die ein anderes Ökosystem haben und dort tatsächlich Schaden entstehen kann wenn fremde pflanzliche oder tierische Produkte eingeführt werden. Von GB ist da Risiko ja nicht gegeben da es bis zum 31.12. ja auch ok war und sich Standards seitdem nicht verändert haben. Und wenn irgendwo eine Tierseuche auftritt dann wird die Grenze für diese Produkte sowieso zugemacht. Daher ist das pauschale Konfiszieren von Wurstbroten einfach nur Kappes.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » So 17. Jan 2021, 08:30

Und wenn irgendwo eine Tierseuche auftritt dann wird die Grenze für diese Produkte sowieso zugemacht. Daher ist das pauschale Konfiszieren von Wurstbroten einfach nur Kappes.


Gibt es eine verläßliche Benachrichtigung der Nachbarn, wenn GB ein Problem in der Nahrungsmittelproduktion entdeckt, oder wenn GB seine Standards ändert? Ich vermute, daß die Standards derzeit noch durchweg EU-Standards entsprechen. Aber GB wollte ja ganz ausdrücklich selbst und unabhängig darüber entscheiden. Da würde ich nicht unbedingt von "Kappes" sprechen. Wir könnten GB ja bitten, bei solchen Standards des EU-Standard zu zu lassen, anstelle der alten Ratifizierung den EU Standard im Parlament erörtern und mit Mehrheit beschließen. Man kann das doch auch begründen damit, daß ansonsten so viele Lebensmittel im Grenzverkehr vernichtet werden müssen.

Wie ist das eigentlich mit Eßwaren, die aus der EU auf dem kleinen Dienstweg von den Brummifahrern nach GB mitgenommen werden? Sind die Briten da auch so pingelig wie die EU?

Na ja, das spielt sich ein; ich überlege schon, ob ich eine Verkaufsstelle für Wegzehrung auf den Fähren organisiere. Linke Seite EU-Stullen, rechte Seite GB-Stullen... oder eine Tauschbörse, in der die Brummifahrer ihre Stullen austauschen können.
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 33103
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Adam Smith » So 17. Jan 2021, 08:44

H2O hat geschrieben:(17 Jan 2021, 08:30)

Wie ist das eigentlich mit Eßwaren, die aus der EU auf dem kleinen Dienstweg von den Brummifahrern nach GB mitgenommen werden? Sind die Briten da auch so pingelig wie die EU?
.


Noch sind die Briten nicht pingelig.

Aus EU-Ländern und aus Liechtenstein, der Schweiz, San Marino, Andorra, den Kanarischen Inseln, Isle of Man und Norwegen dürfen alle Lebensmittel – Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fisch, Fleisch und andere tierische Produkte – importiert werden. Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land einreisen, sind die Regeln jedoch etwas strenger: Fleischprodukte, Milchprodukte und Kartoffeln dürfen nicht nach England mitgebracht werden – außer Sie reisen aus Grönland, den Färöer Inseln oder Island an. In diesem Fall dürfen Sie bis zu 10kg dieser Lebensmittel mitbringen. Aus Nicht-EU-Ländern dürfen außerdem bis zu 2kg Obst und Gemüse eingeführt werden, solange diese im persönlichen Gepäck transportiert werden. Die Lebensmittel müssen außerdem für den Eigengebrauch bestimmt sind und dürfen keine Anzeichen von Krankheiten aufweisen. Eier, Eierprodukte und Honig dürfen insgesamt bis zu 2kg eingeführt werden. Es ist erlaubt,insgesamt 20kg Fisch oder ein einzelner Fisch mit unbegrenztem Gewicht mit über die Grenze zu bringen.


https://www-weg-de.cdn.ampproject.org/v ... england%2F
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Ove Haithabu
Beiträge: 687
Registriert: Mi 6. Feb 2013, 23:15
Wohnort: Ireland

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Ove Haithabu » So 17. Jan 2021, 13:34

H2O hat geschrieben:(17 Jan 2021, 08:30)
Gibt es eine verläßliche Benachrichtigung der Nachbarn, wenn GB ein Problem in der Nahrungsmittelproduktion entdeckt, oder wenn GB seine Standards ändert? Ich vermute, daß die Standards derzeit noch durchweg EU-Standards entsprechen. Aber GB wollte ja ganz ausdrücklich selbst und unabhängig darüber entscheiden. Da würde ich nicht unbedingt von "Kappes" sprechen. Wir könnten GB ja bitten, bei solchen Standards des EU-Standard zu zu lassen, anstelle der alten Ratifizierung den EU Standard im Parlament erörtern und mit Mehrheit beschließen. Man kann das doch auch begründen damit, daß ansonsten so viele Lebensmittel im Grenzverkehr vernichtet werden müssen.

Den Briten geht es mehr ums Prinzip als um den Wunsch, irgendwelche Standards zu unterwandern. Die wollen halt keinen Handelspakt zwischen zwei souverären Parteien "auf Augenhöhe" und eine Partei schreibt der anderen dann die Standards vor während die sich nicht um die Standards der anderen Partei schert. Das kann ich sogar nachvollziehen. Dabei ging es den Briten auch nicht primär um Umweltstandards oder um Richtlinien zur Haltung von Nutztieren; der Dorn im Auge war hauptsächlich a) die Forderung der EU dass die Briten ihre eigene Industrie nicht nach eigenen Ermessen subventionieren dürfen und b) dass sich die Briten dazu verpflichten sollten dass neue Gesetzgebungen, die in Zukuft in der EU getroffen werden, auch für GB gelten müssen.

H2O hat geschrieben:(17 Jan 2021, 08:30)
Wie ist das eigentlich mit Eßwaren, die aus der EU auf dem kleinen Dienstweg von den Brummifahrern nach GB mitgenommen werden? Sind die Briten da auch so pingelig wie die EU?

Keine Ahnung. Allerdings sind die Briten vor Brexit, im Gegensatz zu den regelwütigen Franzosen, solch Dinge immer recht pragmatisch angegangen. Es kann aber auch sein, dass nun Trotzreaktionen kommen "Wir Du mir - so ich Dir"

H2O hat geschrieben:(17 Jan 2021, 08:30)
Na ja, das spielt sich ein; ich überlege schon, ob ich eine Verkaufsstelle für Wegzehrung auf den Fähren organisiere. Linke Seite EU-Stullen, rechte Seite GB-Stullen... oder eine Tauschbörse, in der die Brummifahrer ihre Stullen austauschen können.

Eine solche Verkaufstelle trägt dann denselben Ludergeruch wie der Wasserverkäufer hinter der Gepäckkontrolle am Flughafen.
Und eine Tauschbörse dürfte sicher an EU Regeln scheitern da die dann die Hygienevorschriften in Gefahr sieht. An den Briten dürfte das höchsten scheitern weil die nur Cheddar Käse essen und niemand anderes den hat geschweige denn will.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » So 17. Jan 2021, 13:51

Na schön; es gibt Schlimmeres als Stullen-Mitbring-Verbote für Fernfahrer. Etwa einen Streik der Fernfahrer, hier endlich vernünftige Lösungen zu finden. Aber diese Menschen sind ja international kaum organisiert; brauchen das Einkommen, weil zu Hause Familien darauf warten.

Man muß nur das Elend an deutschen Autobahnparkplätzen am Wochenende sehen. Da ist etwas ganz grundsätzlich nicht in Ordnung im Lastwagen-Fernverkehr... und die Leute, die es nicht betrifft, nehmen das so hin.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 16231
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Jan 2021, 13:56

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2021, 20:14)

Na ja, in meinen Erinnerungen ist der Eindruck geblieben, daß die Briten gern gesagt haben, was sie nicht möchten. Die EU mitentwickeln, das war nicht ihr vorrangiges Bestreben. Muß ja auch nicht, und deshalb ist dieses Ende für beide Seiten tröstlich: Wir Anhänger einer sich stetig vertiefenden europäischen Zusammenarbeit haben einen mächtigen Gegner dieser Art von Gemeinschaft den Weg in seine selbstbestimmte Zukunft gehen lassen, und wir verbliebenen Europäer können nun unsere Vorstellung der europäischen Einheit verfolgen.


Ich weiß nicht ... Woher nehmen Sie eigentlich diese Überzeugung einer weitgehend einvernehmlichen Übereinkunft, was die Zukunft Europas als "Vereinigte Staaten von Europa" oder auch "Eujetunion" anbelangt. Ich sehe da ganz beträchtliche Divergenzen in allen verbliebenen EU-Staaten. Ganz unabhängig von meinen eigenen Ansichten zum Thema.

Ich habe Verständnis für die Vorbehalte von britischen Brexit-Anhängern, was diese institutionalisierte EU anbelangt. Die EU der Kommission, des EU-Rats und eines EU-Scheinparlaments. Die Briten sind nur so - Entschuldigung - bekloppt, den gemeinsamen Binnenmarkt als eigentliche Quelle von Wohlstand und Prosperität zu verlassen. Ich bin definitiv gegen eine institutionalisierte EU und für ein Europa, beschränkt und wieder zurückgeführt auf die Personen-, Güter- und Dienstleistungsfreiheit. Sowie einiger weiterer Freizügigkeiten wie Anerkennung von Abschlüssen, Erasmus-Programm (das die Briten idiotischerweise auch für überflüssig halten). Man muss überall in Europa ungehindert reisen, arbeiten, verkaufen und lernen und forschen und Geschäfte machen können. Fertig.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 33103
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Adam Smith » So 17. Jan 2021, 14:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Jan 2021, 13:56)

Man muss überall in Europa ungehindert reisen, arbeiten, verkaufen und lernen und forschen und Geschäfte machen können. Fertig.


Den Lkw-Fahrern aus Grossbritannien wird aber aus wichtigen Gründen nun ihr Butterbrot weggenommen. Es bedarf schon einiger gemeinsamer Regeln, dass deine Forderungen Realität werden können.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 16231
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Jan 2021, 14:22

Adam Smith hat geschrieben:(17 Jan 2021, 14:08)

Den Lkw-Fahrern aus Grossbritannien wird aber aus wichtigen Gründen nun ihr Butterbrot weggenommen. Es bedarf schon einiger gemeinsamer Regeln, dass deine Forderungen Realität werden können.


Was passiert, wenn man sozusagen die wirtschaftlichen Lebensadern dicht macht ... das hat man hier im Raum Berlin/Brandenburg bereits im Frühjahr 2020 mitbekommen als es kilometerlange LKW-Staus an der zeitweise geschlossenen deutsch-polnischen Grenze gab. Klar. Da braucht man sich nix vormachen. Die Welt des 21. Jahrhunderts ist eine Welt der totalen Vernetzung und der gegenseitigen Abhängigkeiten. Die, die für nationale Alleingänge und "Souveränität" plädieren, machen sich oft gar keine Vorstellungen von den Konsequenzen. Es braucht sicherlich auch einige Institutionen, um Freizügigkeit, gemeinsamen Binnenmarkt, Studentenaustausch, Gesundheitswesen, Polizeizusammenarbeit usw. usf. zu regeln. Aber ich brauche kein instititionalisiertes EU-Europa. Wofür? Vor allem keins, in welchem die Kommission als Exekutive und ihre Vorsitzende ja doch in irgendwelchen Hinterzimmern von den mächtigsten Staatschefs bestimmt wird und das "Parlament" de facto ziemlich ohnmächtig ist. Ich brauche das nicht. Ich brauche das ebensowenig wie ein "Vaterland". Die STaatsbeamten sollen ihre Arbeit machen. Fertig. Holt die FLaggen wieder herunter!
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » So 17. Jan 2021, 18:52

Man muss überall in Europa ungehindert reisen, arbeiten, verkaufen und lernen und forschen und Geschäfte machen können. Fertig.


Richtig, sehe ich auch so. Deshalb benötigen wir ziemlich vorrangig eine gemeinsame Währung, eine gemeinsame Wirtschafts- und Steuerpolitik, eine gemeinsame Sicherheits- und Sozialpolitik... und, und... damit es dabei fair und gerecht zugeht. Ich getraue mich fast nicht, Ihnen zu sagen, daß man eine so übergreifende Organisation "Staat" nennt. Was in der EU noch unterentwickelt ist, das ist die unmittelbare Beteiligung der Unionsbürger an der personellen Besetzung der Machtzentren der EU. Wer das auf Dauer nicht will, der ist in der EU fehl am Platz. Ja, Flaggen herunter holen, eine gemeinsame hochziehen.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 16231
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Jan 2021, 19:17

H2O hat geschrieben:(17 Jan 2021, 18:52)

Richtig, sehe ich auch so. Deshalb benötigen wir ziemlich vorrangig eine gemeinsame Währung, eine gemeinsame Wirtschafts- und Steuerpolitik, eine gemeinsame Sicherheits- und Sozialpolitik... und, und... damit es dabei fair und gerecht zugeht. Ich getraue mich fast nicht, Ihnen zu sagen, daß man eine so übergreifende Organisation "Staat" nennt.

:p
Nein. Für Binnenmarkt, Personen- und Wirtschaftsfreizügigkeit, Zollfreiheit brauch man keine gemeinsame Wirtschafts- und Steuerpolitik. Sondern Regelungen. Multilateralismus. Internationale Verträge. Sicher auch Institutionen. Aber nicht zwangsläufig solche, die eine multilaterale Staatengemeinschaft in einen zusammengelegten Staat oder Pseudostaat zusammenfassen.

Der Punkt für mich ist: Die Weltgemeinschaft bewegte sich in jüngerer Zeit sogar von diesem Modell und dieser Vorstellung "Multilateralismus", "Verträge", "Diplomatie" weg und hin zu einer "First"-Strategie der Nationenselbstbezogenheit. Es ist doch völlig unrealistisch, in diesem Europa der nunmehr verbliebenen davon zu reden, dass wir uns nun endlich daran machen können, das zu realisieren, was alle zusammen angeblich herbeisehnen: Die Vereinigten Staaten von Europa. Das ist doch nicht der Fall! Das stimmt doch einfach nicht. Damit steht man doch eher noch allein auf dem Platz und muss froh sein, wenn man überhaupt zu einem Minimalkonsens gelangt.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » So 17. Jan 2021, 19:47

Ganz genau; und deshalb haben wir eben unter Schmerzen die Entsendefreiheit kassiert, die Teil des Binnenmarkts sein sollte, weil sie zu Verwerfungen mit der inneren Ordnung von Nationalstaaten führt. Den Unsinn in den industriell betriebenen Schlachtbetrieben haben wir nur deshalb gesehen, weil die Pandemie das als Gemeingefahr gezeigt hat. Der Mißbrauch war bekannt, aber so lange es den Staatsbürgern gut geht, haut da niemand auf den Pudding.

Und wenn ein Nationalstaat eine Regelung erläßt: "Baumärkte schließen!"... und schon werben die Wettbewerber hinter der Grenze mit ihren Diensten, dann schreit bald jeder vernunftbegabte Mensch: "Grenze schließen!". Und schon geht das kunstvolle Zwischenprodukt angesichts von Lastwagenkolonnen von einigen 100 km über Kopf.

Das muß zentral und gemeinsam gesteuert werden, wenn es krisenfest funktionieren soll. Sie beschreiben nur den Schönwetterfall... und ich wünsche mir überhaupt nicht den Schlechtwetterfall, der diese zentrale Einigung erzwingt.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 16231
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Jan 2021, 20:09

H2O hat geschrieben:(17 Jan 2021, 19:47)

Ganz genau; und deshalb haben wir eben unter Schmerzen die Entsendefreiheit kassiert, die Teil des Binnenmarkts sein sollte, weil sie zu Verwerfungen mit der inneren Ordnung von Nationalstaaten führt. Den Unsinn in den industriell betriebenen Schlachtbetrieben haben wir nur deshalb gesehen, weil die Pandemie das als Gemeingefahr gezeigt hat. Der Mißbrauch war bekannt, aber so lange es den Staatsbürgern gut geht, haut da niemand auf den Pudding.

Und wenn ein Nationalstaat eine Regelung erläßt: "Baumärkte schließen!"... und schon werben die Wettbewerber hinter der Grenze mit ihren Diensten, dann schreit bald jeder vernunftbegabte Mensch: "Grenze schließen!". Und schon geht das kunstvolle Zwischenprodukt angesichts von Lastwagenkolonnen von einigen 100 km über Kopf.

Das muß zentral und gemeinsam gesteuert werden, wenn es krisenfest funktionieren soll. Sie beschreiben nur den Schönwetterfall... und ich wünsche mir überhaupt nicht den Schlechtwetterfall, der diese zentrale Einigung erzwingt.

Ich sehe zunächst einmal einfach nur, dass es diesen allgemeinen EU-Konsens nicht gibt. Aus ganz verschiedenen politischen und sonstigen Motiven nicht. Den gibt es nicht. Nicht in Polen. Nicht in Frankreich. Nicht in den Niederlanden oder sonstwo in der EU.

Klar. Es wird Konkurrenz- und Unterbietungsstrategien geben solange es freien Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehr auf der einen Seite und einen jeweils national organisierten Rechtsstaat auf der anderen Seite gibt. Das föderale Durcheinander haben wir aber auch schon in Deutschland selbst. Aber mal ehrlich: Ist das wirklich so schlimm? Ist das wirklich das Problem? Ein wirkliches Problem ist die Gemeinsame Agrarpolitik der EU. Um nicht zu sagen: Eine Katastrophe! Und zwar nicht nur für die EU selbst.

Es begeistert mich, dass junge Software-Unternehmen aus Talinn, Riga, Prag oder Brno ohne Probleme in der EU Fuß fassen und erfolgreich ihre Produkte vermarkten können. Oder dass meine Kinder ohne weiteres irgendwo in Lyon oder Kopenhagen studieren können. Oder dass ich ein Grundstück in einem EU-Land erwerben kann. Und ich muss von Zeit zu Zeit in ein komplett anderes Land. Mit anderer Sprache, anderen Produkten, anderem Outfit und möglichst auch anderer Währung. Einfach um Luft holen zu können. Polen ist das in meinem Fall. Mehr will ich von der EU nicht. Ich will keine Vereinigten Staaten! Wirklich nicht! Und wenn ich das schon sage, als überzeugter Kosmopolit ....
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 34426
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon H2O » So 17. Jan 2021, 20:33

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Jan 2021, 20:09)

Ich sehe zunächst einmal einfach nur, dass es diesen allgemeinen EU-Konsens nicht gibt. Aus ganz verschiedenen politischen und sonstigen Motiven nicht. Den gibt es nicht. Nicht in Polen. Nicht in Frankreich. Nicht in den Niederlanden oder sonstwo in der EU.

Klar. Es wird Konkurrenz- und Unterbietungsstrategien geben solange es freien Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehr auf der einen Seite und einen jeweils national organisierten Rechtsstaat auf der anderen Seite gibt. Das föderale Durcheinander haben wir aber auch schon in Deutschland selbst. Aber mal ehrlich: Ist das wirklich so schlimm? Ist das wirklich das Problem? Ein wirkliches Problem ist die Gemeinsame Agrarpolitik der EU. Um nicht zu sagen: Eine Katastrophe! Und zwar nicht nur für die EU selbst.

Es begeistert mich, dass junge Software-Unternehmen aus Talinn, Riga, Prag oder Brno ohne Probleme in der EU Fuß fassen und erfolgreich ihre Produkte vermarkten können. Oder dass meine Kinder ohne weiteres irgendwo in Lyon oder Kopenhagen studieren können. Oder dass ich ein Grundstück in einem EU-Land erwerben kann. Und ich muss von Zeit zu Zeit in ein komplett anderes Land. Mit anderer Sprache, anderen Produkten, anderem Outfit und möglichst auch anderer Währung. Einfach um Luft holen zu können. Polen ist das in meinem Fall. Mehr will ich von der EU nicht. Ich will keine Vereinigten Staaten! Wirklich nicht! Und wenn ich das schon sage, als überzeugter Kosmopolit ....


Dann sind wir auf diesem Feld eben unterschiedlicher Meinung. Mich überzeugt die EU in der Form überhaupt nicht, obwohl ich die schon erreichten Annehmlichkeiten vermutlich stärker nutze als viele andere Gesprächsteilnehmer. Ich möchte gern eine wetterfeste Gemeinschaft, die auch noch aufkommenden Stürmen stand hält. "America first!" war erst ein sehr kleiner Vorgeschmack davon, was uns in Europa bevorsteht. Wenn es keine Klammer gibt, die uns zusammen hält, dann bröckelt das Kunstwerk EU auseinander.

Immerhin hat die EU gemeinschaftlich den Sirenengesängen des BREXIT widerstanden, hat sie Griechen, Spanier und Italiener in der Union halten können, als es denen vermeintlich oder wirklich ziemlich dreckig ging. Dort ist aber politisch etwas geschehen, das ich mit fehlgeschlagener Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik zu Lasten der Gemeinschaft bezeichne. Die Gemeinschaft wird zusammen gehalten, weil sie diese Fehlleistungen finanziert. Dabei müßte sie aber auf Reformen in diesen Staaten drängen, die Fehlleistungen dieser Art abstellen. Irgendwann werden die "sparsamen 6" diesen Sündern einen Vogel zeigen... spätestens dann, wenn die Nachteile für ihre Gemeinwesen insgesamt die Vorteile sehr deutlich überholen.

Die polnische Regierung hat voller Befürchtungen eingelenkt, als ihr klar wurde, daß die EU wirklich Ernst macht und ihre Wohltaten ausbleiben könnten. Ich finde eine solche "Realpolitik" zum Brechen. So lange bei den Nettozahlern insgesamt die Kasse stimmt, wird das auch weiter so gehandhabt. Wenn nicht, dann kommt der Urknall.
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 16122
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badisch Sibirien

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Misterfritz » Mo 18. Jan 2021, 13:45

Paletten Mangel
(Die Kommentare sind oft lustig. hätte nie gedacht, dass das Thema Paletten soviel Spass machen kann :D )
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast