Großbritannien - post Brexit

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Di 12. Okt 2021, 13:15

Adam Smith hat geschrieben:(12 Oct 2021, 13:03)

Anfang des Jahres waren die Regale in Nordirland teilweise leer. Es kam dann zu einer Umstellung der Lieferketten.

https://www.tagesschau.de/ausland/nordi ... l-101.html


In Nordirland konnte man auf Grund der offenen Grenze zu Irland flexibel sein. EU-Lieferungen fallen dort nicht unter die hohen bürokratischen Hürden, die BoJo aufgebaut hat. Es besteht also die Gefahr, dass sich Nordirland komplett in Richtung Irland ausrichtet.
Dass es die Probleme, die es in England, Wales und Schottland in Nordirland nachweislich nicht gibt, sind äusserst schlechte Nachrichten für Johnson.
Kohlhaas
Beiträge: 6902
Registriert: So 24. Feb 2019, 19:47

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Kohlhaas » Di 12. Okt 2021, 13:19


Und die EU verlässt sich immer weniger auf die britische Regierung: Die zahl der direkten Fährverbindungen von Frankreich nach Irland ist von 12 auf 44 gestiegen. Der Trend wird sich sicher fortsetzen, wenn die Briten so weiter agieren.

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... -Zeit.html
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Di 12. Okt 2021, 13:36

Kohlhaas hat geschrieben:(12 Oct 2021, 13:19)

Und die EU verlässt sich immer weniger auf die britische Regierung: Die zahl der direkten Fährverbindungen von Frankreich nach Irland ist von 12 auf 44 gestiegen. Der Trend wird sich sicher fortsetzen, wenn die Briten so weiter agieren.

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... -Zeit.html


Da geht es um die Konstruktion einer britischen Opferrolle. Die britische Regierung muss - leider, leider - das Nordirland-Protokoll einseitig aufkündigen. Und deshalb hat die böse EU Strafzölle verhängt, deswegen sei noch weniger da, nur deswegen würde alles noch teuerer.
Mit der Aufkündigung des Nordirland-Protokolls kann BoJo die Grenze nach Irland schließén und den Nordiren zudem die Möglichkeit eines Referendums verwehren. Die Folgen sind ihm egal. Und sollte der Bürgerkrieg wiederaufflammen, ist eben auch die EU schuld.
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Di 12. Okt 2021, 13:54

Dazu hatte ich gestern bereits etwas geschrieben: es fehlen nicht nur LKW-Fahrer, Schlachter, Köche, Service-Kräfte in Hotels und Gastronomie und Erntearbeiter - es fehlen inzwischen auch spezialisierte Fachkräfte - z.B. im Flugzeugbau. Unternehmen können durch die strikten und hoch bürokratischen Vergabeverfahren für Arbeitsvisa auch nicht einmal so schnell einen Spezialisten in eine Niederlassung in GB schicken. Das hat inzwischen auch Folgen für den Finanzplatz London.

Zehn Monate nach dem Brexit gibt es im Vereinigten Königreich nun nicht nur einen Mangel an LKW-Fahrern, Pflegekräften und Schlachtern – bald werde es auch das Herzstück des britischen Kapitalismus treffen: die Londoner City, berichtet das „Handelsblatt“. Dort warnen die Chefs der Geldinstitute vor Personalengpässen. Einfach einmal bei einem Problem einen Spezialisten nach GB schicken, der das Problem dann innerhalb kürzester Zeit löst, das ist nicht mehr.

Der Grund für die Warnung: Vor dem Brexit konnten Unternehmen ihre Mitarbeiter kostenlos zwischen Großbritannien und anderen EU-Ländern hin- und herbewegen. Seit Anfang des Jahres sind Arbeitsvisa nötig, selbst bei kurzzeitigen Einsätzen. Das erhöht die Personalkosten und verringert die Flexibilität.
„Das Ende der Freizügigkeit hat den Zugang zu europäischen Fachkräften erschwert“, bestätigt ein Sprecher des Branchenverbands City UK. Die Einstellungskosten seien erheblich gestiegen. „Der Talentpool in London beginnt zu schrumpfen, weil mehr Fachkräfte nach Europa und an andere Orte umziehen“, warnte kürzlich der Europachef der US-Bank JP Morgan Chase, Vis Raghavan, gegenüber dem Finanzdienst „Bloomberg“. „Diese Fragmentierung ist nicht gut für die Finanzindustrie“, fügte Raghavan hinzu.


Quelle
Adam Smith
Beiträge: 35474
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Adam Smith » Di 12. Okt 2021, 14:06

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Oct 2021, 13:36)

Da geht es um die Konstruktion einer britischen Opferrolle.


In Bezug auf Nordirland hat sich die EU beim Vertrag im Grunde komplett durchgesetzt. Wirtschaftlich gesehen gibt es das Vereinigte Königreich nicht mehr.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 39147
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 12:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Liegestuhl » Di 12. Okt 2021, 14:10

Kohlhaas hat geschrieben:(12 Oct 2021, 13:19)

Und die EU verlässt sich immer weniger auf die britische Regierung: Die zahl der direkten Fährverbindungen von Frankreich nach Irland ist von 12 auf 44 gestiegen. Der Trend wird sich sicher fortsetzen, wenn die Briten so weiter agieren.


In Irland kommt man vor lauter Schenkelklopfen gar nicht mehr zum Arbeiten.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Di 12. Okt 2021, 14:20

Adam Smith hat geschrieben:(12 Oct 2021, 14:06)

In Bezug auf Nordirland hat sich die EU beim Vertrag im Grunde komplett durchgesetzt. Wirtschaftlich gesehen gibt es das Vereinigte Königreich nicht mehr.


Die Unionisten sprechen von Verrat, die Wut und Verbitterung ist groß, weil ihnen etwas anderes versprochen wurde:

https://www.spiegel.de/ausland/nordirla ... eef7bd8b0b


Bei den ganz radikalen will man sogar lieber hungern, als die Beibehaltung der jetzigen Situation.
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 19818
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Misterfritz » Di 12. Okt 2021, 15:18

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Oct 2021, 14:20)

Die Unionisten sprechen von Verrat, die Wut und Verbitterung ist groß, weil ihnen etwas anderes versprochen wurde:

https://www.spiegel.de/ausland/nordirla ... eef7bd8b0b


Bei den ganz radikalen will man sogar lieber hungern, als die Beibehaltung der jetzigen Situation.

Und man reibt sich verwundert die Augen, wie gross der Hass immer noch ist ....
https://www.arte.tv/de/videos/100291-01 ... ordirland/
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 17530
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon schokoschendrezki » Di 12. Okt 2021, 15:41

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Oct 2021, 13:54)

Dazu hatte ich gestern bereits etwas geschrieben: es fehlen nicht nur LKW-Fahrer, Schlachter, Köche, Service-Kräfte in Hotels und Gastronomie und Erntearbeiter - es fehlen inzwischen auch spezialisierte Fachkräfte - z.B. im Flugzeugbau.

Und im Flugzeugturbinenbau. Stichwort Rolls Royce. Rolls Royce Turbinenentwicklung hat die sogenannte "DOA" (Design Operation Approval) von UK nach Deutschland verlegt. Ich musste mir auch erstmal erklären lassen, was das eigentlich konkret und praktisch heißt. Genehmigungen für Turbinenentwicklungen müssen in der EU erfolgen, wenn man den Hauptabnehmer, Airbus, weiterhin beliefern will. Symbolisch gesehen: "Rolls Royce" steht ja irgendwie als Name auch für UK als "Global Britain". Das Ergebnis des Brexit ist jedoch, dass diese Traditionsmarke nun eigentlich von UK nach D gezogen ist. Dieses ganze Fischfangdings ... ist garnix dagegen. Das sieht man nur nicht sofort. Die wirklich großen Geschäfte finden mehr und mehr nicht mehr in "Global Britain" statt.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Di 12. Okt 2021, 15:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Oct 2021, 15:41)

Und im Flugzeugturbinenbau. Stichwort Rolls Royce. Rolls Royce Turbinenentwicklung hat die sogenannte "DOA" (Design Operation Approval) von UK nach Deutschland verlegt. Ich musste mir auch erstmal erklären lassen, was das eigentlich konkret und praktisch heißt. Genehmigungen für Turbinenentwicklungen müssen in der EU erfolgen, wenn man den Hauptabnehmer, Airbus, weiterhin beliefern will. Symbolisch gesehen: "Rolls Royce" steht ja irgendwie als Name auch für UK als "Global Britain". Das Ergebnis des Brexit ist jedoch, dass diese Traditionsmarke nun eigentlich von UK nach D gezogen ist. Dieses ganze Fischfangdings ... ist garnix dagegen. Das sieht man nur nicht sofort. Die wirklich großen Geschäfte finden mehr und mehr nicht mehr in "Global Britain" statt.


RollRoyce Turbinenbau exportiert auch in die USA. Und zwar zu den Handelsbedingungen, die zwischen der EU und den USA gelten. Da hat sich ja trotz Brexit nichts verändert. Ich bin jetzt kein Fachmann, es würde mich aber nicht wundern, dass ein ähnlicher Export von britischem Boden aus in die USA sehr umständlich sein könnte, dazu langwierig und bürokratisch. Ob es zwischen dem New Britain und den USA überhaupt Abkommen - z.B. über gemeinsame technische Standards - gibt? Ich fürchte nicht...
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 17530
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon schokoschendrezki » Di 12. Okt 2021, 16:06

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Oct 2021, 15:57)

RollRoyce Turbinenbau exportiert auch in die USA. Und zwar zu den Handelsbedingungen, die zwischen der EU und den USA gelten. Da hat sich ja trotz Brexit nichts verändert. Ich bin jetzt kein Fachmann, es würde mich aber nicht wundern, dass ein ähnlicher Export von britischem Boden aus in die USA sehr umständlich sein könnte, dazu langwierig und bürokratisch. Ob es zwischen dem New Britain und den USA überhaupt Abkommen - z.B. über gemeinsame technische Standards - gibt? Ich fürchte nicht...

Das weiß ich auch nicht ... aber über die Fluktuationen RR Deutschland in Brandenburg bin ich immer aktuell einigermaßen informiert. Das war nicht einfach. Aber die kriegen die Kurve.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Di 12. Okt 2021, 16:09

Misterfritz hat geschrieben:(12 Oct 2021, 15:18)

Und man reibt sich verwundert die Augen, wie gross der Hass immer noch ist ....
https://www.arte.tv/de/videos/100291-01 ... ordirland/


Das ist ein Pulverfass - wobei dieses Mal der richtige Stress von den Unionisten ausgeht. Die sehen sich als Briten zweiter Klasse, die zwischen die Fronten geraten sind. Die Brexiteers hatten denen hoch und heilig etwas anderes versprochen: keine Grenze zwischen England/Schottland/Wales und Nordirland. Und wie AS hier ja schon zutreffenderweise schrieb: mit Vollzug des Brexits hat das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland als Wirtschaftsraum aufgehört zu existieren. Aber was sollte BoJo damals machen? Hätte er den Bruch des Karfreitagsabkommens durchgesetzt, hätte er auf der Welt kaum auch nur ein Handelsabkommen bekommen. Außer vielleicht mit Putin, dem Herrn Xi, den Mullahs im Iran.
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 3936
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: National Security Advisor

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Eiskalt » Mi 13. Okt 2021, 14:22

Der Nordirland-Streit war ein Knackpunkt bei den Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel. Nun offenbart Dominic Cummings, der frühere Chefberater des Premiers, seine eigentlichen Absichten.

Der ehemalige Chefberater des britischen Premierministers Boris Johnson, Dominic Cummings, hatte nach eigenen Angaben niemals vor, die Brexit-Vereinbarungen mit der EU zu Nordirland einzuhalten.

Der Plan sei gewesen, eine Einigung bei den Austrittsgesprächen mit Brüssel zu erzielen, um die Parlamentswahl 2019 zu gewinnen und dann "die Teile, die uns nicht gefallen", loszuwerden, schrieb der einst zweitmächtigste Mann im Londoner Regierungssitz Downing Street auf Twitter.


https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_90962392/nordirland-protokoll-johnsons-ex-berater-wollte-brexit-deal-nie-einhalten.html

Die Briten: Echte Partner, denen man vertrauen kann.......... :)
Ein Vertrag mit den Briten ist also weniger wert als Toilettenpapier!
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Adam Smith
Beiträge: 35474
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Adam Smith » Mi 13. Okt 2021, 14:28

Trump hatte Bolton und Johnson Cummings. Wozu manche Menschen Bösewichte brauchen. :|

https://amp-diepresse-com.cdn.ampprojec ... nd-Buhmann

https://www-zeit-de.cdn.ampproject.org/ ... -nordkorea
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Mi 13. Okt 2021, 14:45

Eiskalt hat geschrieben:(13 Oct 2021, 14:22)

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_90962392/nordirland-protokoll-johnsons-ex-berater-wollte-brexit-deal-nie-einhalten.html

Die Briten: Echte Partner, denen man vertrauen kann.......... :)
Ein Vertrag mit den Briten ist also weniger wert als Toilettenpapier!


Naja - Johnson und Cummings hatten vor, die Briten komplett aus Europa herauszulösen und alle Brücken dorthin restlos und dauerhaft abzubrechen. Das Global Britain sollte doch im Indo-Pazifik zuhause sein...
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 3936
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: National Security Advisor

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Eiskalt » Mi 13. Okt 2021, 15:29

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Oct 2021, 14:45)

Naja - Johnson und Cummings hatten vor, die Briten komplett aus Europa herauszulösen und alle Brücken dorthin restlos und dauerhaft abzubrechen. Das Global Britain sollte doch im Indo-Pazifik zuhause sein...


Von mir aus, hier in Europa wird es Zeit die Zügel fester zu ziehen.
(Editiert)
Zuletzt geändert von Vongole am Mi 13. Okt 2021, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Pauschale Verunglimpfung entfernt
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Mi 13. Okt 2021, 15:45

Eiskalt hat geschrieben:(13 Oct 2021, 15:29)

Von mir aus, hier in Europa wird es Zeit die Zügel fester zu ziehen.
(Editiert)


Der Flurschaden, den man mit so einem dreisten Verhalten anrichtet, wird aber gewaltig sein und lange über die Amtszeit BoJos und seiner Kumpane hinaus wirken. Die Briten geben zu, Vertragspartner böwillig getäuscht zu haben und halten zudem keine abgeschlossenen Verträge ein. Wenn so etwas erst einmal gemacht wurde, ist man nicht mehr vertrauenswürdig. Da werden spätere britische Regierungen aber ganz kleine Brötchen zu backen haben, egal wie integer dann die britischen Verhandler sind.

Die EU sollte jetzt hart bleiben. Vertrag ist Vertrag, alle Änderungswünsche werden zurückgewiesen.
Benutzeravatar
sünnerklaas
Beiträge: 10099
Registriert: Do 10. Aug 2017, 15:41

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon sünnerklaas » Mi 13. Okt 2021, 15:47

Adam Smith hat geschrieben:(13 Oct 2021, 14:28)

Trump hatte Bolton und Johnson Cummings. Wozu manche Menschen Bösewichte brauchen. :|

https://amp-diepresse-com.cdn.ampprojec ... nd-Buhmann

https://www-zeit-de.cdn.ampproject.org/ ... -nordkorea


Wobei Cummings eine noch mal viel heftigere Nummer, wie Bolton ist.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 53285
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 13. Okt 2021, 16:30

Vongole hat geschrieben:(09 Oct 2021, 16:49)

Darum geht es nicht, sondern um Großbritanniens Austieg aus dem großen Handelsmarkt EU.

Welche Relevanz soll das denn für Intels Chipfabrik haben?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Kohlhaas
Beiträge: 6902
Registriert: So 24. Feb 2019, 19:47

Re: Großbritannien - post Brexit

Beitragvon Kohlhaas » Mi 13. Okt 2021, 16:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Oct 2021, 16:30)

Welche Relevanz soll das denn für Intels Chipfabrik haben?

Frag Intel. Das ist kein kleiner Krauter. Ich glaube bedenkenlos, dass die Intel-Leute ganz genau wissen, warum sie mit ihrer Chip-Produktion im EU-Binnenmarkt sein wollen. Könnte mit gut 400 Millionen zollfrei erreichbaren Kunden zu tun haben. :D

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste