Terroranschläge in Wien

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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Bleibtreu » Sa 7. Nov 2020, 15:02

DarkLightbringer hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:00)

Das können Sicherheitsexperten wie Guido Steinberg (Stiftung Wissenschaft & Politik) sicherlich dezidierter zum Ausdruck bringen.
"Nicht gut aufgestellt", heißt es da zum Beispiel.

https://www.daserste.de/information/nac ... a-100.html

Das kennt der doch schon. Hatte ich ihm vor Tagen schon verlinkt :D

Bleibtreu hat geschrieben:(04 Nov 2020, 14:10)

Herr Guido Steinberg ist seines Zeichens TerrorismusExperte [Islamwissenschaftler, gilt als Experte für islamistischen Terrorismus] :)
Ach du meine Guete, nu muss ich noch die Haeppchen einzeln fuettern, weil sie als kleines Haeufchen auch noch ueberfordern. 1-2 Minuten aufmerksam zuhoeren kann doch nicht so schwer sein? :?:

Du unterschlaegst einen ganz wesentlicher Teil seiner Aussage - ab 14:25 genau zuhoeren:
"aber man kann doch immer wieder feststellen, dass gerade die Deutschen und Oesterreicher nicht gut aufgestellt sind" und dann kommt von ihm die Begruendung, warum das so ist. ;)
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Sören74 » Sa 7. Nov 2020, 15:02

DarkLightbringer hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:00)

Das können Sicherheitsexperten wie Guido Steinberg (Stiftung Wissenschaft & Politik) sicherlich dezidierter zum Ausdruck bringen.
"Nicht gut aufgestellt", heißt es da zum Beispiel.

https://www.daserste.de/information/nac ... a-100.html


Vor allem weil Du von den Behörden gesprochen hast.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 7. Nov 2020, 15:08

Bleibtreu hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:02)

Das kennt der doch schon. Hatte ich ihm vor Tagen schon verlinkt :D

Das hatte ich mitbekommen, wollte es aber nochmals in Erinnerung rufen. Der Diskutant mag es ja gern spezifischer.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 7. Nov 2020, 15:12

Sören74 hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:02)

Vor allem weil Du von den Behörden gesprochen hast.

Ja, auch in dem "Brennpunkt"-Beitrag wird im Plural gesprochen, wohl ist aber nicht jede Behörde gemeint.
Also, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann man außer acht lassen, zum Beispiel.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Bleibtreu » Sa 7. Nov 2020, 15:23

DarkLightbringer hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:12)

Ja, auch in dem "Brennpunkt"-Beitrag wird im Plural gesprochen, wohl ist aber nicht jede Behörde gemeint.
Also, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann man außer acht lassen, zum Beispiel.

Passt schon - das Zusammenspiel der betroffenen deutschen BehoerdEN ist u.a. auf Grund des Foederalismus... sehr zaehfluessig.
Aber Soeren kann uns ja mal vertellen, wie es sich aus seiner Sicht verhaelt. Immer nur nein, nein schreiben kann ja jeder. Und wenn es geht serioes belegt.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 7. Nov 2020, 15:33

Bleibtreu hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:23)

Passt schon - das Zusammenspiel der betroffenen deutschen BehoerdEN ist u.a. auf Grund des Foederalismus... sehr zaehfluessig.
Aber Soeren kann uns ja mal vertellen, wie es sich aus seiner Sicht verhaelt. Immer nur nein, nein schreiben kann ja jeder. Und wenn es geht serioes belegt.

Der IS sei vor allem wegen des Teilrückzugs von US-Soldaten wiedererstarkt, meint Steinberg in einem Gastbeitrag in der "Zeit".

Behördliche Zähflüssigkeit sollte man sich da eigentlich nicht erlauben. Und noch besser wäre m. E., man würde sich mal über alliierte Interessen Gedanken machen.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Sören74 » Sa 7. Nov 2020, 15:40

Bleibtreu hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:23)

Passt schon - das Zusammenspiel der betroffenen deutschen BehoerdEN ist u.a. auf Grund des Foederalismus... sehr zaehfluessig.
Aber Soeren kann uns ja mal vertellen, wie es sich aus seiner Sicht verhaelt. Immer nur nein, nein schreiben kann ja jeder. Und wenn es geht serioes belegt.


Gerne....... wenn Du mir noch sagst, was vertellen ist. ;) *Spässle gemacht*

Wir haben es im konkreten Fall nicht mit deutschen Behörden zu tun, sondern mit einer österreichischen und einer tschechischen(?, weiß immer nicht, ob es die waren oder die Slowakei, aber egal). Und da hat der Austausch funktioniert. Der österreichischen Behörde wurde mitgeteilt, horcht mal zu, da ist jemand von euch, der wollte bei uns massenweise Munition kaufen. Um es mal rein technisch auszudrücken, das Signal kam über die Leitung in der Netzwerkkarte des Computers an, hat aber (vermutlich) zu keiner Reaktion geführt. Von daher sehe ich nicht ein Problem im Zusammenspiel und Kommunikation der verschiedenen Behörden, sondern da war ein Flaschenhals innerhalb der Behörde, die die Information nicht weiterverarbeitet hat.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Stoner » Sa 7. Nov 2020, 15:55

Sören74 hat geschrieben:(07 Nov 2020, 14:30)

Hast Du eine Quelle für diese Zahl?


Es gibt auch höhere Schätzungen. Die Berliner Zahl hatte ich daher

Hier gibt es eine Rechnung in Mannstunden.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Sören74 » Sa 7. Nov 2020, 16:03

Stoner hat geschrieben:(07 Nov 2020, 15:55)

Es gibt auch höhere Schätzungen. Die Berliner Zahl hatte ich daher

Hier gibt es eine Rechnung in Mannstunden.


Okay, in dem Artikel lese ich jetzt 12 Beamte statt 30. Auch wenn man sich fragen kann, ob eine derart zeitabdenkende Überwachung wirklich effizient ist.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 7. Nov 2020, 16:05

Abgesehen davon soll der Wiener Mordbube auch Kontakt zu islamistischen influencern (des Todes) in D gehabt haben.
Die SLOWAKISCHEN Geimdiensthinweise waren deutlich und klar. Daß da einige Öselbonds auf der Leitung standen oder mehr mit Miss Moneypenny beschäftigt waren, ist einigermaßen klar. Entsprechend wurde der Geheimdienstsleiter zu Wien und einige seiner
Schlaftabletten in weniger risikoträchtige Aufgabenfelder verschoben. Kellner im Café Hawelka zB. - um zu melden, ob ein nackerter Nichtislamist nicht doch die eine oder andere, labile, Existenz erotisch radikalisieren könnte usw.

In Summa ist die Frage, ob die Ausbildung, aber auch die Mannstärke von Diensten - in Ö oder auch D - nicht dringend verbesserungswürdig ist. Zumindest das sollte man hinbekommen, demnächst. Eine 24/7/365-Überwachung aller sog. Gefährder ist Allein schon aus Personalgründen unrealistisch.

Auch die elektr. Fussfesseln sind nur Gewissensberuhigungen in meinen Augen.
Wenn so einer wie der Messerkiller von Dresden ausrastet, die -Fessel abmontiert und sich zeitnah verdrückt, muss man den erst mal finden, bevor ausrastet und den Nächstbesten auf dem Gehsteig absticht. Not so easy, das immer zu verhindern. Es sei denn, man hätte ihn nach der Haftentlssung konsequent sofort in Abschiebehaft geenommen und flugs abgeschoben. Das ist also mehr ein politisch-juristisches Problem, das weder Geheimdienst noch Exekutive lösen können, egal wieviele DIENSTBARE Geister man hinzuholen will.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Stoner » Sa 7. Nov 2020, 16:28

Sören74 hat geschrieben:(07 Nov 2020, 16:03)

Okay, in dem Artikel lese ich jetzt 12 Beamte statt 30. Auch wenn man sich fragen kann, ob eine derart zeitabdenkende Überwachung wirklich effizient ist.

Dafür sind die Kosten wesentlich höher als in meiner Rechnung. Wenn man die über 600 Gefährder nimmt und ihre Zahl mit den 5 Millionen für den einen multipliziert, kommt was zusammen. Fragt sich, ob das effizient und sinnvoll ist.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 7. Nov 2020, 17:04

Stoner hat geschrieben:(07 Nov 2020, 16:28)

Dafür sind die Kosten wesentlich höher als in meiner Rechnung. Wenn man die über 600 Gefährder nimmt und ihre Zahl mit den 5 Millionen für den einen multipliziert, kommt was zusammen. Fragt sich, ob das effizient und sinnvoll ist.


Das Problem liegt in der Vorstellung so mancher, dass es sowas wie Null-Risiko geben könnte. Und das gibt es nicht. Insofern ist es auch nicht sinnvoll das anzustreben. Denn die Kosten dafür wird am Ende keiner tragen wollen und zwar weder die realen, noch die Opportunitätskosten.
Dafür fehlt aber leider vielen das Verständnis, weil es eben in einer Ex-Post-Betrachtung so verlockend einfach ist zu wissen was man ex ante tun hätte müssen.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Michael_B » Sa 7. Nov 2020, 18:34

Sören74 hat geschrieben:(07 Nov 2020, 16:03)

Okay, in dem Artikel lese ich jetzt 12 Beamte statt 30. Auch wenn man sich fragen kann, ob eine derart zeitabdenkende Überwachung wirklich effizient ist.


Dann hast du aber zu schnell gelesen, steht doch da schwarz auf weiß:

"Der Attentäter Anis Amri, der auf dem Breitscheidplatz 12 Menschen ermordete, war den Behörden als so genannter „Gefährder“ bekannt.

Die Sicherheitsdienste wussten, dass er zu einer Gewalttat willens und in der Lage sein würde. Dennoch gelang es nicht, ihn rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Warum das nicht gelang, soll jetzt behördlich aufgeklärt werden.

Durch diese Aufarbeitung wird kein Toter wieder lebendig. Die einzige Hoffnung besteht darin, dass man aus der Erfahrung lernt und alle weiteren Gefährder künftig unter Kontrolle hält.

Doch das ist sehr viel schwieriger als man denken würde. Für die Überwachung nur eines Gefährders nämlich, die rund um die Uhr laufen muss und nicht unterbrochen werden darf, benötigt die Polizei 30 (!) Beamte."

Hast wohl nur die erste Zahl realisiert, das war aber die der Toten!
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 7. Nov 2020, 19:14

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Nov 2020, 17:04)

Das Problem liegt in der Vorstellung so mancher, dass es sowas wie Null-Risiko geben könnte. Und das gibt es nicht. Insofern ist es auch nicht sinnvoll das anzustreben. Denn die Kosten dafür wird am Ende keiner tragen wollen und zwar weder die realen, noch die Opportunitätskosten.
Dafür fehlt aber leider vielen das Verständnis, weil es eben in einer Ex-Post-Betrachtung so verlockend einfach ist zu wissen was man ex ante tun hätte müssen.

Das ist zwar richtig, aber zwischen der Vorstellung einer absoluten Passivität und der eines Null-Risikos besteht noch ein Spielraum.

Im Flugverkehr wird jeder Zwischenfall ex post untersucht, um Rückschlüsse für Handlungen ex ante zu ziehen.
Das hat wohl mit dem hohen Sicherheitsbedarf zu tun.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 7. Nov 2020, 19:51

Michael_B hat geschrieben:(07 Nov 2020, 18:34)

Dann hast du aber zu schnell gelesen, steht doch da schwarz auf weiß:

"Der Attentäter Anis Amri, der auf dem Breitscheidplatz 12 Menschen ermordete, war den Behörden als so genannter „Gefährder“ bekannt.

Die Sicherheitsdienste wussten, dass er zu einer Gewalttat willens und in der Lage sein würde. Dennoch gelang es nicht, ihn rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Warum das nicht gelang, soll jetzt behördlich aufgeklärt werden.

Durch diese Aufarbeitung wird kein Toter wieder lebendig. Die einzige Hoffnung besteht darin, dass man aus der Erfahrung lernt und alle weiteren Gefährder künftig unter Kontrolle hält.

Doch das ist sehr viel schwieriger als man denken würde. Für die Überwachung nur eines Gefährders nämlich, die rund um die Uhr laufen muss und nicht unterbrochen werden darf, benötigt die Polizei 30 (!) Beamte."

Hast wohl nur die erste Zahl realisiert, das war aber die der Toten!

In dem Artikel steht auch, dass allein Berlin 4.000 Polizeibeamte bräuchte, wenn sich die stetig wachsende Zahl der Gefährder verdopple.

BfV-Chef Haldenwang sieht das Risiko von Nachahmungstaten.
Hunderte sog. Islamisten sitzen derzeit in europäischen Haftanstalten, deren baldige Entlassung die Sicherheitsbehörden vor ein gewisses Problem stellen könnte.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon el loco » Sa 7. Nov 2020, 19:58

Am Besten verschärft man die Waffengesetze in Europa mal wieder, und wir deutschen machen sie dann noch nen ticken schärfer als nötig, und dann wird das nicht mehr passieren.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 7. Nov 2020, 20:11

Die zwei WEGA-Spezialkräfte, die den Attentäter neutralisiert hatten, sind mit einem Orden ausgezeichnet worden.

Hier mit Bild zu sehen: https://www.berliner-zeitung.de/news/au ... -li.117074

Die Polizei-Strategie war es offenbar, auf sich aufmerksam zu machen, damit der Täter von seinem eigentlichen Ziel, Zivilisten zu töten, abgelenkt wird.
Die Eigensicherung hat also hierbei keinen Vorrang mehr.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Sören74 » Sa 7. Nov 2020, 21:20

Michael_B hat geschrieben:(07 Nov 2020, 18:34)

Dann hast du aber zu schnell gelesen, steht doch da schwarz auf weiß:

"Der Attentäter Anis Amri, der auf dem Breitscheidplatz 12 Menschen ermordete, war den Behörden als so genannter „Gefährder“ bekannt.

Die Sicherheitsdienste wussten, dass er zu einer Gewalttat willens und in der Lage sein würde. Dennoch gelang es nicht, ihn rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Warum das nicht gelang, soll jetzt behördlich aufgeklärt werden.

Durch diese Aufarbeitung wird kein Toter wieder lebendig. Die einzige Hoffnung besteht darin, dass man aus der Erfahrung lernt und alle weiteren Gefährder künftig unter Kontrolle hält.

Doch das ist sehr viel schwieriger als man denken würde. Für die Überwachung nur eines Gefährders nämlich, die rund um die Uhr laufen muss und nicht unterbrochen werden darf, benötigt die Polizei 30 (!) Beamte."

Hast wohl nur die erste Zahl realisiert, das war aber die der Toten!


Dann habe ich wohl nicht alles gelesen. Danke für die Info. :)
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon IQ1/0 » Sa 7. Nov 2020, 21:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(07 Nov 2020, 20:11)
Die zwei WEGA-Spezialkräfte, die den Attentäter neutralisiert hatten, sind mit einem Orden ausgezeichnet worden.
Hier mit Bild zu sehen: https://www.berliner-zeitung.de/news/au ... -li.117074


Ich ertappe mich dabei, wie ich die beiden Polizisten dafür feiere, dass sie den Kerl umgelegt haben.
Und denke mir dann: irgendwie verroht man langsam, ob all der Dinge, die da gerade passieren.
Denn auch "dieser Kerl" war mal (eigentlich vor Kurzem erst) ein Kind und hatte ein Leben, das offenbar so beschissen war, dass er es irgendwann übers Herz bringen konnte, zu einer solchen Tat zu schreiten.
Und selbst über den Tod eines mordenden Islamisten sollte man sich eigentlich nicht freuen, sondern bedauern, dass ein dermaßen sinnentleertes Leben hier mitten in Europa wohl offensichtlich möglich ist.
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Re: Terroranschläge in Wien

Beitragvon Billie Holiday » Sa 7. Nov 2020, 21:47

IQ1/0 hat geschrieben:(07 Nov 2020, 21:40)

Ich ertappe mich dabei, wie ich die beiden Polizisten dafür feiere, dass sie den Kerl umgelegt haben.
Und denke mir dann: irgendwie verroht man langsam, ob all der Dinge, die da gerade passieren.
Denn auch "dieser Kerl" war mal (eigentlich vor Kurzem erst) ein Kind und hatte ein Leben, das offenbar so beschissen war, dass er es irgendwann übers Herz bringen konnte, zu einer solchen Tat zu schreiten.
Und selbst über den Tod eines mordenden Islamisten sollte man sich eigentlich nicht freuen, sondern bedauern, dass ein dermaßen sinnentleertes Leben hier mitten in Europa wohl offensichtlich möglich ist.


Freuen ist zuviel gesagt. Vermissen tue ich solche Typen nicht, ob nun Rechts-, Linksextreme, Religionsfanatiker oder andere perverse Menschen, die null Achtung vor anderen Menschen haben. Die Welt ist schöner ohne sie.
Die Mehrheit der Menschen ist friedlich, menschlich, hilfsbereit und will nur ein anständiges Leben führen. Es scheitert meist an grellen Minderheiten. Diese betrauere ich mit Sicherheit nicht. Meine Gedanken und Sorgen gelten meinen Kindern, die am Anfang ihres Erwachsenen-Lebens stehen und nicht durchgeknallten Typen. Die Welt verliert nicht viel.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski

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