Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » So 24. Jan 2021, 19:06

Vongole hat geschrieben:(24 Jan 2021, 17:41)

Das wäre ja auch mehr als überraschend. :cool:

Nicht überraschend, aber man kann ja mal zartfühlend darauf hinweisen, wer für welche Interessen steht.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » So 24. Jan 2021, 19:14

Politikwissenschaftler Andreas Umland:
"Nord Stream 2 ist so gut wie tot"
https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... -tot-.html

Der Stopp des Baus wäre außenpolitisch von enormer Bedeutung und könnte ein völlig neues Kapitel aufschlagen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DevilsNeverCry » So 24. Jan 2021, 19:57

Audi hat geschrieben:(24 Jan 2021, 17:35)

Irgendwann sind die ukrainischen Pipelines eh veschlißen dann braucht man alternative


Deswegen bietet die Ukraine an in die Modernisierung der Pipeline zu investieren, was auch deutlich billiger wäre als NS2. Allerdings wird das schwer jetzt noch Leute davon zu überzeugen. Die beste Zeit dafür war unter Kutschma und Jutschenko. Bei Janukowitsch gab es zwar schon NS1, man hätte dennoch Investoren gewinnen können. Jetzt da die meisten EU Staaten zunehmend auf andere Lieferquellen setzen und Russland seine Routen diversifiziert, stehen die in Kiew ziemlich blöd da. Darüber reden führende ukrainische Politiker nicht gerne, kann ich auch gut verstehen.

Vor diesem Hintergrund ist es überhaupt überraschend das Selenskij den Russen abgehandelt hat 2020 mindestens 60 Mrd M³ über die Ukraine zu pumpen. Hat er richtig gut gemacht, bei der Vorarbeit die seine Vorgänger geleistet haben.
Zuletzt geändert von DevilsNeverCry am So 24. Jan 2021, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DevilsNeverCry » So 24. Jan 2021, 20:05

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Jan 2021, 19:14)

Politikwissenschaftler Andreas Umland:
https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... -tot-.html

Der Stopp des Baus wäre außenpolitisch von enormer Bedeutung und könnte ein völlig neues Kapitel aufschlagen.


Ja, klasse Kapitel. Es wird Klagewellen in Milliardenhöhe geben, Investoren werden zurecht in Zukunft anzweifeln was das Wort Berlins bei Investitionsprojekten überhaupt noch für einen Wert hat und oben drein zeigt man der Welt das man sich Sanktionen beugt gegen ein Abkommen das rechtlichen Bestand hat. Klasse Leistung.

Ich habe es schon mal geschrieben. Besser wäre es gewesen man hätte diese Pipeline nie angefangen zu bauen. Alleine das war schon ein enormer Fehler. Man hätte dem Kreml klar auf die Ukraine verweisen können, stattdessen wurde trotzdem gebaut.

Und bitte kommt mir hier nicht mit Nawalny an. . .das ist ja schon mehr als peinlich wegen so einer Figur so ein Projekt in die Tonne zu hauen. Wenn man glaubhaft gewesen wäre dann hätte man diese Pipeline alleine schon wegen dem Krieg in der Ostukraine nicht gebaut. Das wäre ein Argument gewesen und auch völlig verständlich.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon BlueMonday » So 24. Jan 2021, 21:07

DarkLightbringer hat geschrieben:(23 Jan 2021, 22:39)

Die Ukrainer haben nichts verbrochen, außer Europäer sein zu wollen.

Den Kreml mit Milliardeneinnahmen zu unterstützen ist auch ein Zeichen, nur eben eines gegen Europa, gegen die Menschen in der Ukraine, in Syrien und nicht zuletzt in Russland selbst.


Er unterstützt die AfD, weil sie logischerweise dem rechtsgerichteten Regime in Moskau sehr nahe steht.


Mit Nordstream 2 exportieren wir keinerlei Solidarität, importieren aber Korruption.


Die Ukrainer kann man schon mal dahingehend beruhigen, dass sie unentreißbar Europäer sind und waren, da die Ukraine unverschiebbar westwärts des Urals(Europagrenze) liegt. Puh, noch mal Glück gehabt!

Und wie ist die Aktienstruktur von Gazprom? Die Hälfte gehört dem russischen Staat? Und die andere Hälfte? Dazu über 460.000 Mitarbeiter in Lohn und Brot bei Gazprom. Die sind auch nicht "der Kreml" oder "Putin".
Und sicherlich, Korruption haben wir(westliche Welt, die Guten und Gerechten, wir Musterdemokraten usw.) selbst schon genug. Diesen üblen Haufen muss man nicht noch extra mit importierter Korruption vergrößern. Aber passt korrupte Luft durch so eine Pipeline? Überwiegend fließt da ja nun leckeres Gas hindurch. Also etwas, das man auch hierzulande gut gebrauchen kann. Allein die Haushalte, die im bitterkalten Winter die Stübchen heizen bspw. Die Industrien brauchen Energie. Da wird man einestages noch froh sein, wenn die grüne Dunkelflaute einsetzt, weil alles Konventionelle abgeschaltet wurde, um die Welt zu retten, und fertiggestellte Pipelines wegen irgendwelcher Bauchgefühle durchtrennt wurden. Ich sag ja immer, die Schildbürger aus Schilda wirken dagegen weise und vernünftig und vor allem harmlos mit ihrem unfreiwilligen Schabernack... Früher hat man jedenfalls "Abhängigkeiten" verringert, indem man für mehr Alternativen gesorgt hat. Heutzutage glaubt man da eher ans Gegenteil. Oder kann sich jemand daran noch erinnern als die Ukrainer, diese solidarischen korruptionslosen Europäer russisches Gas abzweigten aus ihrer Durchleitung weiter nach Europa?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » So 24. Jan 2021, 21:20

Ostsee-Pipeline Nord Stream 2
Russisches Verlegeschiff in dänischen Gewässern eingetroffen

Das russische Rohrlegerschiff »Fortuna« ist in der dänischen Ostsee eingetroffen. Die Aufgabe: die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 fertigstellen. Trotz neuer Sanktionsdrohungen der USA.
24.01.2021, 20.49 Uhr

Daten der Ortungsdienste Vesselfinder und Marine Traffic zeigten am Sonntag einen russischen Schiffsverband in dänischen Ostsee-Gewässern: Das Rohrlegerschiff »Fortuna« sowie mehrere Schiffe, die bei den Arbeiten unterstützen sollen. Sie befanden sich demnach rund 15 Seemeilen (rund 28 Kilometer) von der dänischen Insel Bornholm entfernt.

Die Bundesregierung steht weiterhin hinter dem Vorhaben. Der Pipeline-Bau ist nahezu abgeschlossen, es stehen vor allem noch Arbeiten in dänischen Gewässern aus.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 6198bc81e8

Alles Russenfreunde und Putinversteher...diese Bundesregierung. :D :D :D

Ironiedetektor wieder aus.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » So 24. Jan 2021, 21:40

DevilsNeverCry hat geschrieben:(24 Jan 2021, 20:05)

Ja, klasse Kapitel. Es wird Klagewellen in Milliardenhöhe geben, Investoren werden zurecht in Zukunft anzweifeln was das Wort Berlins bei Investitionsprojekten überhaupt noch für einen Wert hat und oben drein zeigt man der Welt das man sich Sanktionen beugt gegen ein Abkommen das rechtlichen Bestand hat. Klasse Leistung.

Ich habe es schon mal geschrieben. Besser wäre es gewesen man hätte diese Pipeline nie angefangen zu bauen. Alleine das war schon ein enormer Fehler. Man hätte dem Kreml klar auf die Ukraine verweisen können, stattdessen wurde trotzdem gebaut.

Und bitte kommt mir hier nicht mit Nawalny an. . .das ist ja schon mehr als peinlich wegen so einer Figur so ein Projekt in die Tonne zu hauen. Wenn man glaubhaft gewesen wäre dann hätte man diese Pipeline alleine schon wegen dem Krieg in der Ostukraine nicht gebaut. Das wäre ein Argument gewesen und auch völlig verständlich.

Sehe ich auch so, natürlich hätte man unmittelbar auf den Krieg reagieren müssen, zumal dieser gegen die Schlußakte von Helsinki verstösst.
Dennoch sehe ich keinerlei Grund, weshalb man das strategische Projekt, das sich gegen die Stabilität Europas richtet, durchwinken sollte. Die Sanktionen sind berechtigt.
Sanktionen wegen Nawalny oder überhaupt zur Unterstützung der russischen Bevölkerung sollten extra gefasst werden.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » So 24. Jan 2021, 21:53

Teeernte hat geschrieben:(24 Jan 2021, 21:20)

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 6198bc81e8

Alles Russenfreunde und Putinversteher...diese Bundesregierung. :D :D :D

Ironiedetektor wieder aus.

Norbert Röttgen:
Der Kandidat für das Amt des CDU-Vorsitzes sprach sich auch kritisch gegenüber der Gasleitung Nord Stream 2 aus.
Es handle sich um ein rein politisches Projekt, das russische Interessen fördere.
https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 61195.html

Die Schlacht in der Ostsee ist noch nicht geschlagen.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » So 24. Jan 2021, 22:01

DevilsNeverCry hat geschrieben:(24 Jan 2021, 13:01)

Daran ist die Ukraine leider selbst nicht unschuldig. Unter Kutschma wurde mit Putin und Schröder ein Memorandum unterzeichnet das Russland und Deutschland in das ukrainische Gastransportsystem investieren. Das wäre eine gute Grundlage geworden und die Basis für eine Zusammenarbeit. Daraus geworden ist nichts. Genauso wie unter Jutschenko neben der EU Russland am ukrainischen Gastransportsystem teilhaben zu lassen. Warum? Ja, weil man Russland als einzigen Lieferanten nicht drine haben wollte. Echt super. Unter Janukowitsch war dann schon von 50:50 die Rede. Da gab es schon NS1 und man drohte mit NS2 wenn Kiew sich nicht einlässt.

Evtl. hätte man in Kiew die letzten 20 Jahre dieses Gastransportsystem nicht wie ein Heiligtum behandeln sollen. Es gab zwar Initiativen sich der EU und (wenn auch weniger) sich Russland bei dieser Frage zu öffnen. Letztlich hat man sich nicht durchringen können es zu tun.
Das Ergebnis ist NS1 und Turkish Stream welches nun Gas nach Bulgarien, Bosnien und Serbien pumpt.

Die Ukraine wird hier so oder an politökonomischen Einfluss verlieren da jetzt Aserbaidschan sein Gas bis nach Italien pumpt und auch Gas Pipelines von Skandinavien nach Polen gebaut werden. Die LNG Infrastruktur im Baltikum, Polen, Kroatien etc. tun da ihr übriges. NS2 wird dem ukrainischen Gastransportsystem nur den Gnadenstoß verpassen.



1) Richtig. Zusagen sind nur auf dem Papier was Wert.
2) Richtig.




Ja stimmt völlig. Das ist aber Deutschland leider nicht das einzige Land.




Business as usual nennt man das - siehe oben was ich über die Versäumnisse ukrainischer Energiepolitik geschrieben habe.
Vor allem, warum sollte die EU zahlen? Deutschland, Österreich und Dänemark wollen ja das NS2 in Betrieb genommen wird. Fairer wäre es wenn die Zahlen. Die EU hat sich nie für diese Pipeline ausgesprochen. Es hat aber auch keine Sanktionen gegen die Pipeline verhängt. Das EU Parlament klammern wir mal aus da es in dieser Frage nur Empfehlungen aussprechen kann.


Dem kann ich mich nur anschließen. Die Ukraine hat natürlich auch viel falsch gemacht. Aber Mir die Pipeline NS 2 als EU Projekt verkaufen zu wollen was einige versuchen ist falsch. Es ist primär ein Projekt Deutschland - Russland und was viele EU Staaten wollten wurde ignoriert. Die Roadmap EU Energieversorgung ist eh schon fast kaputt.



Nicht erst seit 2020. Dazu verlässt Deutschland den gemeinsamen Weg und was die Ukraine betrifft viel falsch. NS2 zu bauen war von Anfang an Dümmste überhaupt. Insgesamt
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » So 24. Jan 2021, 22:10

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Jan 2021, 13:28)

Lindner fordert ein Moratorium für Nordstream 2.

Damit sehen zwei Oppositionsparteien die Sache kritisch, AfD und Linke jedoch nicht.


Das ist nicht Neu. Genau so wenig wie das Geschwafel von Schwesig. Der Russland Kuschel Politikerin


Der Pipeline droht allerdings durch die Einwände von Umweltschützern beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine längere Verzögerung


https://www.wiwo.de/politik/deutschland ... 47748.html


Als würde man diplomatische Kontakte abbrechen wegen NS2. Ja klar. War man ohne NS2 bisher nicht in Kontakt.

Deshalb solche dummen Sprüche gehört der Gong. Jede Art von Widerstand, Gerichtsverfahren, Einsprüche muss gewählt werden und bin gespannt was die USA dazu beitragen.

Und von wegen EU https://m.focus.de/magazin/kurzfassunge ... 96214.html


Gehört Polen nicht dazu?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » So 24. Jan 2021, 22:18

Im Cicero ein guter Artikel warum NS2 kein EU Projekt ist

https://www.cicero.de/aussenpolitik/nor ... pa-projekt
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » So 24. Jan 2021, 22:19

BlueMonday hat geschrieben:(24 Jan 2021, 21:07)

Die Ukrainer kann man schon mal dahingehend beruhigen, dass sie unentreißbar Europäer sind und waren, da die Ukraine unverschiebbar westwärts des Urals(Europagrenze) liegt. Puh, noch mal Glück gehabt!
Das ist politisch gemeint. Die Ukraine möchte dem Postsowjetismus entrinnen und sich westlich orientieren, während Putins Imperium ja einen ganz anderen Kurs fährt, einen eher eurasischen.
Bereits Juschtschenko hielt fest:
„Dies ist ein europäisches Land, und wir betrachten uns als Europäer.“
https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 12775.html

Und wie ist die Aktienstruktur von Gazprom? Die Hälfte gehört dem russischen Staat? Und die andere Hälfte? Dazu über 460.000 Mitarbeiter in Lohn und Brot bei Gazprom. Die sind auch nicht "der Kreml" oder "Putin".
Und sicherlich, Korruption haben wir(westliche Welt, die Guten und Gerechten, wir Musterdemokraten usw.) selbst schon genug. Diesen üblen Haufen muss man nicht noch extra mit importierter Korruption vergrößern. Aber passt korrupte Luft durch so eine Pipeline? Überwiegend fließt da ja nun leckeres Gas hindurch. Also etwas, das man auch hierzulande gut gebrauchen kann. Allein die Haushalte, die im bitterkalten Winter die Stübchen heizen bspw. Die Industrien brauchen Energie. Da wird man einestages noch froh sein, wenn die grüne Dunkelflaute einsetzt, weil alles Konventionelle abgeschaltet wurde, um die Welt zu retten, und fertiggestellte Pipelines wegen irgendwelcher Bauchgefühle durchtrennt wurden. Ich sag ja immer, die Schildbürger aus Schilda wirken dagegen weise und vernünftig und vor allem harmlos mit ihrem unfreiwilligen Schabernack... Früher hat man jedenfalls "Abhängigkeiten" verringert, indem man für mehr Alternativen gesorgt hat. Heutzutage glaubt man da eher ans Gegenteil. Oder kann sich jemand daran noch erinnern als die Ukrainer, diese solidarischen korruptionslosen Europäer russisches Gas abzweigten aus ihrer Durchleitung weiter nach Europa?

Gazprom ist nicht einfach irgendein Konzern wie jeder andere.
Aus der Rezension über Jürgen Roths "Das unheimliche Imperium":
Er seziert den 400.000-Menschen-Konzern, der über Tochterunternehmen die fünf wichtigsten TV-Sender Russlands und mehr als ein Dutzend Zeitungsredaktionen kontrolliert und sich einen eigenen bewaffneten Geheimdienst hält. Er erzählt wie manche Geschäftsleute durch Gazprom zu Milliardären wurden - und andere unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 29274.html

Die Gaskrake ist außenpolitisch eine strategische Waffe, und im Inland ein Instrument der Putin-Mafia.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 24. Jan 2021, 22:34

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Jan 2021, 22:19)

Die Gaskrake ist außenpolitisch eine strategische Waffe, und im Inland ein Instrument der Putin-Mafia.


Die Gas- und ÖL-Krake ist ausserdem Sponsor des Meisters der Herzen. Gute Propaganda mit Breitenwirkung in D. ;)
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Mo 25. Jan 2021, 04:55

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Jan 2021, 21:53)

(Norbert Röttgen)
----------------------

Die Schlacht in der Ostsee ist noch nicht geschlagen.


Heul leise Chantalle..

Bundesregierung.... Brauchst Du ne Wikiadresse zum lesen ?

Die "Fortuna" hat vor Dänemark begonnen, Rohre zu verlegen.

Ungeachtet neuer Sanktionsdrohungen der USA hat das russische Schiff, das die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 fertigstellen soll, am Sonntag seine Arbeit in der Ostsee aufgenommen. Das Rohrleger-Schiff "Fortuna" habe in dänischen Gewässern "vor der Wiederaufnahme des Baus von Nord Stream 2" mit Arbeiten begonnen, teilte das Unternehmen Nord Stream 2 in Moskau mit. Alle Arbeiten fänden "in Übereinstimmung mit den erhaltenen Genehmigungen statt".

Die "Fortuna" befand sich am Sonntag rund 15 Seemeilen (rund 28 Kilometer) von der dänischen Insel Bornholm entfernt, wie Daten der Ortungsdienste Vesselfinder und Marine Traffic zeigten. In der Nähe befanden sich demnach mehrere russische Schiffe, die die "Fortuna" bei den Arbeiten unterstützen sollen.



Gaspipeline Nord Stream 2

Gerhard Schröder, 20 Millionen aus Russland und die Tarnstiftung

Die »Stiftung Klima- und Umweltschutz MV« ist laut Satzung direkt mit der Nord Stream 2 AG verbunden.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon busse » Mo 25. Jan 2021, 09:02

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(24 Jan 2021, 22:34)

Die Gas- und ÖL-Krake ist ausserdem Sponsor des Meisters der Herzen. Gute Propaganda mit Breitenwirkung in D. ;)


Die Gaskrake hat aber immer pünktlich geliefert, seit Jahrzehnten.
Sie wird weiter liefern deenn es sind Einnahmen auf diese sie nicht verzichten wollen.
Verträge müssen eingehalten werden.
Das solche obskuren Organisationen wie die DUH wieder aus ihren Löchern gekrochen kommen um der deutschen Wirtschaft weiter zu schaden ist völlig normal, die machen das um Geld damit zu verdienen.
Frau Schwesig hat völlig recht mit ihren Äußerungen, das das Grüne (Frau Kobold) und Transatlantiker nicht paßt , ist zu verstehen.
Biden möchte die von Trump eingeleiteten Sanktionen aufrecht erhalten, da hat der Trump doch gar nicht soviel Fehler gemacht, oder ?
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Mo 25. Jan 2021, 10:12

busse hat geschrieben:(25 Jan 2021, 09:02)

Die Gaskrake hat aber immer pünktlich geliefert, seit Jahrzehnten.
Sie wird weiter liefern deenn es sind Einnahmen auf diese sie nicht verzichten wollen.
Verträge müssen eingehalten werden


Unter normalen Umständen ja. Aber Russland ist ein mehrfacher Kriegsverbrecher, Verbrecher Staat geworden.

Hier gilt wegschauen ist Unterstützung des Regime.
Das solche obskuren Organisationen wie die DUH wieder aus ihren Löchern gekrochen kommen um der deutschen Wirtschaft weiter zu schaden ist völlig normal, die machen das um Geld damit zu verdienen.


Sämtliche Umweltschutz Verbände sind gegen NS2. Inklusive Greenpeace. Natürlich alle ganz obskure Vereine. Obskur ist auch wenn gewisse User gerade auch zu sowas mal aua den Löchern gekrochen kommen.

NS2 dient nicht dem Umweltschutz.
Ist im Thema mehrfach inklusive Quellen belegt.

Frau Schwesig hat völlig recht mit ihren Äußerungen, das das Grüne (Frau Kobold) und Transatlantiker nicht paßt , ist zu verstehen.



Frau Schwesig die lediglich ProRussland ist, ohne echtes Argument daher kommt und eine obskure Stiftung gründet. Angeblich für den Umweltschutz :D

Nein rein wirtschaftliche Gründe. Das ist dann nicht Obskur. Wenn Du der Deutschen Wirtschaft einen Gefallen tun willst dann etabliert man moderne neue Technologien sofort und nutzt die Chance da führend zu werden.

Man minimiert zugleich den eigenen Verbrauch durch Maßnahmen wie Dämmung, setzt auf neue Wege bei Energie und Heizung. Nutzt konsequent neue Technologien.

Das wäre wirtschaftlich klug, kommt der eigenen Wirtschaft zugute und schafft bzw sichert Arbeitsplätze. Obendrein spart es langfristig der Bevölkerung auch Geld und dient der Umwelt.

Es ist möglich. Vier Projekte kenn Ich persönlich. 8n meinen beiden Objekten wird kein Gas & Öl verbraucht. Dazu Pv, Solartechnik thermisch ect.

Das ist relativ einfach möglich.
Dazu Intilligenz bei der Dämmung. Voila. Wenn man das unterstützt ist es in der Breite und Industrie möglich.

Biden möchte die von Trump eingeleiteten Sanktionen aufrecht erhalten, da hat der Trump doch gar nicht soviel Fehler gemacht, oder ?
busse


In Teilen nicht. Auch Trump war mal nicht immer doof.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon DarkLightbringer » Di 26. Jan 2021, 01:56

Teeernte hat geschrieben:(25 Jan 2021, 04:55)

Heul leise Chantalle..

Bundesregierung.... Brauchst Du ne Wikiadresse zum lesen ?

Die Aktivität des Tarnschiffes und der Tarnstiftung ist bekannt, ja.

Aber die Stimmung hat sich gedreht.
Stoppt Nord Stream 2!
https://www.n-tv.de/wirtschaft/kommenta ... 14591.html

Verbündete, allen voran Joe Biden, und europäische Partner werden die Bemühungen unterstützen, Putins strategische Ostsee-Operation lahmzulegen.
Zumindest werden Profiteure sanktioniert.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon H2O » Di 26. Jan 2021, 08:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Jan 2021, 01:56)

Die Aktivität des Tarnschiffes und der Tarnstiftung ist bekannt, ja.

Aber die Stimmung hat sich gedreht.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/kommenta ... 14591.html

Verbündete, allen voran Joe Biden, und europäische Partner werden die Bemühungen unterstützen, Putins strategische Ostsee-Operation lahmzulegen.
Zumindest werden Profiteure sanktioniert.


Das sollten wir dann aber sehr gefaßt ertragen... und unsere deutschen Interessen vertreten.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Cobra9 » Di 26. Jan 2021, 09:32

H2O hat geschrieben:(26 Jan 2021, 08:59)

Das sollten wir dann aber sehr gefaßt ertragen... und unsere deutschen Interessen vertreten.


Das ist wie wenn Ich von Interessen in Neuseeland rede. Nicht da permanent, aber mir die Freiheit nehmen da zu sagen ist in deren Interesse. Paradox teilweise.

In unseren deutschen Interessen sollte es sein die eigene Wirtschaft langfristig zu fördern und zu verbessern.
Gerade hatte man die Chance und was passiert erneut.

Man verspielt alles. Wie bei der Pv Branche.
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Re: Blickwinkel zu Nord Stream 2 EU und Alternativen

Beitragvon Teeernte » Di 26. Jan 2021, 09:33

H2O hat geschrieben:(26 Jan 2021, 08:59)

Das sollten wir dann aber sehr gefaßt ertragen... und unsere deutschen Interessen vertreten.


DEUTSCHE ? >> Interessen ?

Bereits JETZT wird die Hälfte des Imports ins >>AUSLAND<< weiterverkauft.

Deren Interessen sollten mal beleuchtet werden - die stehen schöööön im Hintergrund >> Frankreich....zB? >> Europa.

Sicher werden da auch ein oder Zwei Deutsche Partizipieren... (GERD ?)

Die Bevölkerung hier....oder der Fiskus ? Da GLAUB ich ja nicht dran.
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