Was will Boris Johnson?

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Julian
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Julian » So 1. Sep 2019, 16:36

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2019, 16:08)

Du verstehst es einfach nicht was? Die Banken müssen aufs Festland umsiedeln. Ob es ihnen gefällt oder nicht. Ich erwähnte ja nicht nur Frankfurt. Amsterdam, Paris und Dublin profitieren ja auch vom Londoner Exodus.
Der Brexit wirft seinen Schatten auch geldpolitisch voraus: Finanzströme im Umfang von 1,3 Billionen Euro fließen von Großbritannien in den Euroraum. Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank wacht auch darüber, dass der Umzug zahlreicher Geldhäuser nach Frankfurt geordnet abläuft.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Brexit-s ... 35882.html

Das passiert gerade eben jetzt. In Echtzeit. Da kann man nicht so tun als ob dass alles nichts besonderes sei und nur ein paar Filialen in den Euroraum verlagert werden.


Natürlich betreibt die EU Protektionismus und wird daher ihren eigenen Markt schützen, etwa das Euro-Clearing. In der Tat wird also ein Teil des Geschäftes zunächst in den EU-Raum umziehen müssen, zumindest formal, indem man dort ein Büro eröffnet. Man wird sehen, ob man noch ein Austrittsabkommen zustande bringt, jetzt oder später, das auch Finanzdienstleistungen regelt.

Der Finanzplatz London besteht aber nicht nur aus dem Euro-Clearinggeschäft, sondern aus vielen anderen Bereichen, die eben nicht umziehen werden. Im Gegenteil, da London dann endlich nicht mehr der schweren regulatorischen Hand aus Brüssel unterworfen sein wird, wird es weitere Geschäfte geradezu magisch anziehen, sicher auch aus dem immer sozialistischeren, zu Tode regulierten Euroraum.

Kurzfristig wird es im Vereinigten Königreich zu massiven Problemen kommen. Das weiß auch ein Boris Johnson. Die Frage ist aber: Wie wird man den Austritt Großbritanniens im historischen Lichte betrachten, sagen wir, im Abstand einer Generation (drei Jahrzehnte)? Mich würde es nicht wundern, wenn das historische Urteil lautete: Das Vereinigte Königreich hat das sinkende Schiff gerade noch rechtzeitig verlassen und sich der Welt gegenüber geöffnet, während die EU durch das Diktat der Südländer sich dem unübersichtlichen, intransparenten, machtgierigen Superstaat, dem Sozialismus, der Umverteilung, dem Protektionismus, der Bevormundung, der verantwortungslosen Regierung durch ungewählte Beamte verschrieben hat.
Victrix causa deis placuit, sed victa Catoni
Ger9374

Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ger9374 » So 1. Sep 2019, 16:48

Aber Julian, GB hat doch selber diesen Protektionismus der E.U mit getragen. Selbst davon profitiert .
Durch den selbstgewählten austritt stellt sich GB nun freiwillig ausserhalb dieses Wirtschaftsraumes, nichts wofür die E.U was könnte!
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Alter Stubentiger
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 1. Sep 2019, 18:24

Julian hat geschrieben:(01 Sep 2019, 16:36)

Natürlich betreibt die EU Protektionismus und wird daher ihren eigenen Markt schützen, etwa das Euro-Clearing. In der Tat wird also ein Teil des Geschäftes zunächst in den EU-Raum umziehen müssen, zumindest formal, indem man dort ein Büro eröffnet. Man wird sehen, ob man noch ein Austrittsabkommen zustande bringt, jetzt oder später, das auch Finanzdienstleistungen regelt.

Der Finanzplatz London besteht aber nicht nur aus dem Euro-Clearinggeschäft, sondern aus vielen anderen Bereichen, die eben nicht umziehen werden. Im Gegenteil, da London dann endlich nicht mehr der schweren regulatorischen Hand aus Brüssel unterworfen sein wird, wird es weitere Geschäfte geradezu magisch anziehen, sicher auch aus dem immer sozialistischeren, zu Tode regulierten Euroraum.

Kurzfristig wird es im Vereinigten Königreich zu massiven Problemen kommen. Das weiß auch ein Boris Johnson. Die Frage ist aber: Wie wird man den Austritt Großbritanniens im historischen Lichte betrachten, sagen wir, im Abstand einer Generation (drei Jahrzehnte)? Mich würde es nicht wundern, wenn das historische Urteil lautete: Das Vereinigte Königreich hat das sinkende Schiff gerade noch rechtzeitig verlassen und sich der Welt gegenüber geöffnet, während die EU durch das Diktat der Südländer sich dem unübersichtlichen, intransparenten, machtgierigen Superstaat, dem Sozialismus, der Umverteilung, dem Protektionismus, der Bevormundung, der verantwortungslosen Regierung durch ungewählte Beamte verschrieben hat.


Ach ja die böse EU mit ihren Regeln.... Diesen Unsinn haben auch Farage und Johnson schon verbreitet. Und historisch gesehen waren die Briten schon bei der Gründung der EWG der Meinung dass sie eigentlich viel zu bedeutend sind um da mitzumachen. Die Folge war ein massiver Bedeutungsverlust und eine Wirtschaftskrise. Erst dann trat man bei. Aber leider fehlt auch vielen Briten dieses geschichtliche Wissen. Also hat man den Fehler von damals wiederholt.

Den anderen antieuropäischen Unsinn den du da von dir gibst kommentiere ich erst gar nicht. Du willst ja gar nicht verstehen welche Vorteile der EU-Binnenmarkt bietet. Und wie notwendig gemeinsame Standards für die Wirtschaft sind. Die alles ist das Gegenteil von Protektionismus. Es ist auch jeder eingeladen sich zu beteiligen. Sogar ohne Beitritt. Norwegen und die Schweiz nutzen dies auch. Man kann den Briten nur raten dies auch zu tun und auf einen ungeregelten Brexit zu verzichten.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Ger9374

Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ger9374 » So 1. Sep 2019, 19:15

GB war sehr mutig oder sehr naiv!
Nur das es ganz alleine die Briten zu verantworten haben wofür die sich entscheiden.
Anzumerken das es genug anwärter für die E.U gibt.Die Fleischtöpfe locken und die Brüsseler sollten bedacht sein Politisch fragwürdige Staaten aussen vor zu lassen.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Zacherli » So 1. Sep 2019, 22:38

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Sep 2019, 18:24)

Ach ja die böse EU mit ihren Regeln.... Diesen Unsinn haben auch Farage und Johnson schon verbreitet. Und historisch gesehen waren die Briten schon bei der Gründung der EWG der Meinung dass sie eigentlich viel zu bedeutend sind um da mitzumachen. Die Folge war ein massiver Bedeutungsverlust und eine Wirtschaftskrise. Erst dann trat man bei. Aber leider fehlt auch vielen Briten dieses geschichtliche Wissen. Also hat man den Fehler von damals wiederholt.

Den anderen antieuropäischen Unsinn den du da von dir gibst kommentiere ich erst gar nicht. Du willst ja gar nicht verstehen welche Vorteile der EU-Binnenmarkt bietet. Und wie notwendig gemeinsame Standards für die Wirtschaft sind. Die alles ist das Gegenteil von Protektionismus. Es ist auch jeder eingeladen sich zu beteiligen. Sogar ohne Beitritt. Norwegen und die Schweiz nutzen dies auch. Man kann den Briten nur raten dies auch zu tun und auf einen ungeregelten Brexit zu verzichten.

Am besten ist ja noch "sozialistische EU" :D Manche leben in einer Verschwörungswelt und finden nicht mehr raus.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon tabernakel » Mo 2. Sep 2019, 05:47

Julian hat geschrieben:(01 Sep 2019, 16:36) Der Finanzplatz London besteht aber nicht nur aus dem Euro-Clearinggeschäft, sondern aus vielen anderen Bereichen, die eben nicht umziehen werden. Im Gegenteil, da London dann endlich nicht mehr der schweren regulatorischen Hand aus Brüssel unterworfen sein wird, wird es weitere Geschäfte geradezu magisch anziehen, sicher auch aus dem immer sozialistischeren, zu Tode regulierten Euroraum.

Der Irrglaube dass das Abschaffen von Regulierung zu mehr Geschäft führt, führte bereits 2008 zu einer schweren Wirtschaftskrise. Und darauf steuern die Briten mit solchem Geschwätz auch zu. Regulierung an sich ist notwendig und richtig um zum einen gleiche Spielregeln für alle Marktteilnehmer zu gewährleisten, und zum anderen Exzesse wie Monopole oder Schneeballsysteme einzudämmen. Solange die Regulierung dieses Ziel verfolgt ist sie weder exzessiv noch überflüssig noch hinderlich.

Typisches Beipspiel gefällig? In Finnland mussten vor ca 20 Jahren die LKW so präpariert werden dass deren nutzbare Ladefläche nicht mehr breiter als 2.5m war, dort waren bis dahin eher 2.6m typisch. Die Seiten wurden schlicht auf beiden Seiten gepolstert. Damit aber europäische Spediteure mit finnischen Spediteuren chancengleich konkurrieren können war diese Regelung notwendig. Heute dürfte das keinen mehr kratzen weil die alten LKW größtenteils durch neue ersetzt sind, aber damals war das wichtig um zu verhindern dass finnische Spediteure einen eingebauten signifikanten Wettbewerbsvorteil erhielten, und damit die anderen Europäer verdrängen. Nur so funktioniert ein staatsübergreifender Markt, gleiche Spielregeln für alle sind elementar für den Erfolg, auch wenn sie manchmal nerven mögen.

Julian hat geschrieben:(01 Sep 2019, 16:36)Kurzfristig wird es im Vereinigten Königreich zu massiven Problemen kommen. Das weiß auch ein Boris Johnson. Die Frage ist aber: Wie wird man den Austritt Großbritanniens im historischen Lichte betrachten, sagen wir, im Abstand einer Generation (drei Jahrzehnte)? Mich würde es nicht wundern, wenn das historische Urteil lautete: Das Vereinigte Königreich hat das sinkende Schiff gerade noch rechtzeitig verlassen und sich der Welt gegenüber geöffnet, während die EU durch das Diktat der Südländer sich dem unübersichtlichen, intransparenten, machtgierigen Superstaat, dem Sozialismus, der Umverteilung, dem Protektionismus, der Bevormundung, der verantwortungslosen Regierung durch ungewählte Beamte verschrieben hat.

Wer weiss, vielleicht trällern sie bis dahin New Model Army's "51st state" auf den Strassen, weil das ehemalige Horror-Szenario Realität geworden ist. Und psst: In der EU gibt es aktuell keinen sozialistischen Staat, die Griechen haben's während der letzten Krise kurzzeitig versucht, und es bei ausbleibendem Erfolg auch dabei belassen. Protektionismus in Maßen betreiben alle, daher wäre es wirtschaftlicher Selbstmord darauf zu verzichten solange die Konkurrenz genauso verfährt. Umverteilung in Maßen ist Teil aller sozialen Demokratien und ebenfalls sinnvoll. Über Bevormundung beschweren sich Radikale aller Coleur immer gerne, nur wo soll die sein? Und "Regierung durch ungewählte Beamte" haben wir in der EU schlicht nicht, wir haben sowohl nationale als auch Europawahlen, und sowohl nationale als auch Europäische Abgeordnete ...
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Haegar » Mo 2. Sep 2019, 10:41

Julian hat geschrieben:(01 Sep 2019, 16:36)

Natürlich betreibt die EU Protektionismus und wird daher ihren eigenen Markt schützen, etwa das Euro-Clearing. In der Tat wird also ein Teil des Geschäftes zunächst in den EU-Raum umziehen müssen, zumindest formal, indem man dort ein Büro eröffnet. Man wird sehen, ob man noch ein Austrittsabkommen zustande bringt, jetzt oder später, das auch Finanzdienstleistungen regelt.

Der Finanzplatz London besteht aber nicht nur aus dem Euro-Clearinggeschäft, sondern aus vielen anderen Bereichen, die eben nicht umziehen werden. Im Gegenteil, da London dann endlich nicht mehr der schweren regulatorischen Hand aus Brüssel unterworfen sein wird, wird es weitere Geschäfte geradezu magisch anziehen, sicher auch aus dem immer sozialistischeren, zu Tode regulierten Euroraum.

Kurzfristig wird es im Vereinigten Königreich zu massiven Problemen kommen. Das weiß auch ein Boris Johnson. Die Frage ist aber: Wie wird man den Austritt Großbritanniens im historischen Lichte betrachten, sagen wir, im Abstand einer Generation (drei Jahrzehnte)? Mich würde es nicht wundern, wenn das historische Urteil lautete: Das Vereinigte Königreich hat das sinkende Schiff gerade noch rechtzeitig verlassen und sich der Welt gegenüber geöffnet, während die EU durch das Diktat der Südländer sich dem unübersichtlichen, intransparenten, machtgierigen Superstaat, dem Sozialismus, der Umverteilung, dem Protektionismus, der Bevormundung, der verantwortungslosen Regierung durch ungewählte Beamte verschrieben hat.


Ich denke eher, daß GB dann längst wieder Mitglied der EU ist. Das Pendel der EU skeptischen Entwicklung wird nach dem Brexit durch die Härte der wirtschaftlichen Entwicklung in GB zurückschlagen und das Denken der Menschen wieder weg von der nationalistischen und völkischen Traumwelt führen.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Misterfritz » Mo 2. Sep 2019, 21:56

BoJo geht auf Konfrontation mit den eigenen Fraktionskollegen, wenn sie nicht seiner Linie Folgen.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 84806.html
So ganz ist mir nicht klar, was daraus werden soll. Drohungen können Bockigkeit hervorrufen.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ger9374 » Di 3. Sep 2019, 03:20

Boris sieht sich selbst als PM mit seinem Vorbild Churchill als wunschgemäß Geschichtsträchtig an.Da heißt es Größe und Stärke zeigen. Alles eine große one man Show die er inzeniert.
Das Parlament faktisch lahmgelegt seit 1948 das sind Punkte die ihn als PM ungewohnt erscheinen lassen.Ich erwarte noch andere Knallbonbons.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Adam Smith » Di 3. Sep 2019, 06:14

Ger9374 hat geschrieben:(03 Sep 2019, 03:20)

Boris sieht sich selbst als PM mit seinem Vorbild Churchill als wunschgemäß Geschichtsträchtig an.Da heißt es Größe und Stärke zeigen. Alles eine große one man Show die er inzeniert.
Das Parlament faktisch lahmgelegt seit 1948 das sind Punkte die ihn als PM ungewohnt erscheinen lassen.Ich erwarte noch andere Knallbonbons.


Hier mal die Lahmlegung des Parlamentes.

https://www.straitstimes.com/world/euro ... xit-report

Postfaktisch. Nach den Fakten.


bevor eine Pause für die jährlichen Parteikonferenzen eingelegt wird. Es war geplant, am 9. Oktober wieder zusammenzukommen. Der Umzug von Herrn Johnson bedeutet, dass das Parlament am 14. Oktober wieder aufgenommen wird.



Übersetzung = Google.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Vongole » Di 3. Sep 2019, 17:17

Johnson hat gerade seine Mehrheit im House verloren, der Tory-Abgeordnete Phillip Lee kündigte seinen Wechsel zu den LibDems an:
https://www.theguardian.com/politics/li ... rexit-live
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon sünnerklaas » Di 3. Sep 2019, 17:57

Vongole hat geschrieben:(03 Sep 2019, 17:17)

Johnson hat gerade seine Mehrheit im House verloren, der Tory-Abgeordnete Phillip Lee kündigte seinen Wechsel zu den LibDems an:
https://www.theguardian.com/politics/li ... rexit-live

Da gibt es jetzt die maximale Eskalation.
Ger9374

Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ger9374 » Di 3. Sep 2019, 18:01

sünnerklaas hat geschrieben:(03 Sep 2019, 17:57)

Da gibt es jetzt die maximale Eskalation.



Geil, jetzt geht Schmidts( äh natürlich Boris) Katze richtig ab.
Man reiche mir das Popcorn und eine Hopfenkaltschorle!
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Vongole » Di 3. Sep 2019, 18:08

Ger9374 hat geschrieben:(03 Sep 2019, 18:01)

Geil, jetzt geht Schmidts( äh natürlich Boris) Katze richtig ab.
Man reiche mir das Popcorn und eine Hopfenkaltschorle!

Ich kann diese Ironie zwar verstehen, aber komisch ist die Situation nicht gerade. :|
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Eiskalt » Di 3. Sep 2019, 18:12

Scheiss auf House of Cards.
Ich brauch nen Abo für Parlamentssendungen in UK!!!
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Ger9374

Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ger9374 » Di 3. Sep 2019, 18:21

Vongole hat geschrieben:(03 Sep 2019, 18:08)

Ich kann diese Ironie zwar verstehen, aber komisch ist die Situation nicht gerade. :|



Bei all dem ernst seit dem Wahlausgang in GB, ziehe ich das beste aus der Insel was ich kenne. Der britische Humor!
Solltest du auch tun, das Leben ist zu kurz um seine Zeit mit zuviel negativem zu vergeuden.Die Insel wird nicht untergehen und die britische Demokratie weiterleben!
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ove Haithabu » Di 3. Sep 2019, 18:51

Vongole hat geschrieben:(03 Sep 2019, 17:17)
Johnson hat gerade seine Mehrheit im House verloren

Wer dort eine Mehrheit hat lässt sich ganz schwer sagen. Die Gleichung "Tories + DUP = Mehrheit" war schon vor dem Übertritt von Herrn Lee nur auf dem Papier richtig. Man hat ja dieses Jahr bereits ein paar Mal versucht, irgendwelche Mehrheiten auszuloten - bislang erfolglos. Bislang gab es nur Mehrheiten wenn es darum ging, was man nicht will.

Herr Lee hätte übrigends nicht zu den LibDems übertreten müssen, nur um gegen Boris zu sein, aber so ein Auftritt hat natürlich etwas.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Vongole » Di 3. Sep 2019, 18:55

Ove Haithabu hat geschrieben:(03 Sep 2019, 18:51)

Wer dort eine Mehrheit hat lässt sich ganz schwer sagen. Die Gleichung "Tories + DUP = Mehrheit" war schon vor dem Übertritt von Herrn Lee nur auf dem Papier richtig. Man hat ja dieses Jahr bereits ein paar Mal versucht, irgendwelche Mehrheiten auszuloten - bislang erfolglos. Bislang gab es nur Mehrheiten wenn es darum ging, was man nicht will.

Herr Lee hätte übrigends nicht zu den LibDems übertreten müssen, nur um gegen Boris zu sein, aber so ein Auftritt hat natürlich etwas.

Es geht nicht um "gegen Johnson" zu sein, es geht um die rein rechnerische Mehrheit, und die hat Johnson verloren.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ove Haithabu » Di 3. Sep 2019, 18:58

Ger9374 hat geschrieben:(03 Sep 2019, 18:21)
Boris geht vorzeitig ins Klo der Geschichte
und niemand wird ihn vermissen!

So einfach ist das leider nicht. Mr Cameron vermisst auch niemand und trotzdem ist der Inhalt des Klos noch da und alle müssen es nun ausbaden.
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Re: Was will Boris Johnson?

Beitragvon Ove Haithabu » Di 3. Sep 2019, 19:10

Vongole hat geschrieben:(03 Sep 2019, 18:55)

Es geht nicht um "gegen Johnson" zu sein, es geht um die rein rechnerische Mehrheit, und die hat Johnson verloren.

Die rein rechnerische Mehrheit ist aber mittlerweile irrelevant denn bei wichtigen Dingen wie vorgezogenen Neuwahlen oder Mistrauensantrag konnte man weder vorher noch nachher abschätzen wie es ausgeht.

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