Quo vadis, Österreich?

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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Kritikaster » Di 1. Okt 2019, 13:06

Ein Terraner hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:01)

Ja ohne Fraktionszwang kann das Leben schon schwer sein. :rolleyes: Aber wenn jedes Parlamentsmitglied bei jeder Abstimmung frei in seiner Entscheidung ist, dann spielt doch am Ende eine Mehrheitskoalition keine Rolle. Weil es kann ja sowieso jeder machen was er will. ;)

Jeder, der den Fraktionen einer Koalitionsregierung angehört, hat ein Interesse daran, dass die Punkte, die ihm in einer Koalitionsvereinbarung wichtig sind, auch vom Regierungspartner mit umgesetzt werden. Natürlich geht man dafür Kompromisse ein und trägt manches mit, was einem selbst nicht unbedingt eine Herzenssache ist.

Im übrigen haben ja auch die Vertreter der Oppositionsparteien die Möglichkeit, Initiativen im Parlament zu starten und für entsprechende Mehrheiten zu werben.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Ein Terraner » Di 1. Okt 2019, 13:09

Kritikaster hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:06)

Im übrigen haben ja auch die Vertreter der Oppositionsparteien die Möglichkeit, Initiativen im Parlament zu starten und für entsprechende Mehrheiten zu werben.


Ja, das hat nun auch die Regierung. Für alles was du aufgezählt hat ist kein Vertrag notwendig, vor allem da die Teile eh mehr Toilettenpapier sind als sonstwas.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Kritikaster » Di 1. Okt 2019, 13:10

Ein Terraner hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:09)

Ja, das hat nun auch die Regierung. Für alles was du aufgezählt hat ist kein Vertrag notwendig, vor allem da die Teile eh mehr Toilettenpapier sind als sonstwas.

Deine Bewertung teile ich nicht.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Ein Terraner » Di 1. Okt 2019, 13:12

Kritikaster hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:10)

Deine Bewertung teile ich nicht.


Musst du ja auch nicht, aber wenn wie du sagst jeder sich selbst und seinem Gewissen verpflichtet ist. Hebelt das sowieso jede weitere Argumentation aus die in eine Richtung des Abstimmungszwangs geht.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Kritikaster » Di 1. Okt 2019, 13:24

Ein Terraner hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:12)

Musst du ja auch nicht, aber wenn wie du sagst jeder sich selbst und seinem Gewissen verpflichtet ist. Hebelt das sowieso jede weitere Argumentation aus die in eine Richtung des Abstimmungszwangs geht.

Den Zwang sehe ich nicht, sondern werte es als vernünftig, Kompromisse einzugehen. Parteien stellen sich nun mal mit bestimmten Programmen zur Wahl und versuchen, so viel wie möglich davon so sicher wie möglich umzusetzen. Und das ist eben erheblich wahrscheinlicher, wenn man sich dafür über einen längeren Zeitraum auf Mehrheiten verlassen kann.

Das Leben ist nun mal ein Geben und Nehmen. ;)
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Ein Terraner » Di 1. Okt 2019, 13:28

Kritikaster hat geschrieben:(01 Oct 2019, 13:24)

Den Zwang sehe ich nicht, sondern werte es als vernünftig, Kompromisse einzugehen. Parteien stellen sich nun mal mit bestimmten Programmen zur Wahl und versuchen, so viel wie möglich davon so sicher wie möglich umzusetzen. Und das ist eben erheblich wahrscheinlicher, wenn man sich dafür über einen längeren Zeitraum auf Mehrheiten verlassen kann.

Das Leben ist nun mal ein Geben und Nehmen. ;)


Dann sollte es auch nicht Notwendig sein oder irgendwas verleichtern oder erschweren.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 13. Dez 2019, 18:46

Die FPÖ hat sich von ihrem Frontmann Heinz Christian Ibiza getrennt. Selbstverständlich distanziert man sich von den Machenschaften dieses Schurken. Die FPÖ ist ganz anders als ihr Chef der die Partei jahrelang gestaltet hat. :p :p :D
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Orbiter1 » So 29. Dez 2019, 08:22

Flexibel muss man sein! Ist offenbar das Motto von Sebastian Kurz, denn er bildet nach dem Abenteuer mit der FPÖ mal eben eine Regierung mit den Grünen. Ist mir ein Rätsel wie es möglich ist dass Kurz nun mehr Gemeinsamkeiten mit den Grünen als mit der FPÖ sieht. https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... evp-gruene
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Fliege » So 29. Dez 2019, 16:30

Orbiter1 hat geschrieben:(29 Dec 2019, 08:22)
Flexibel muss man sein! Ist offenbar das Motto von Sebastian Kurz, denn er bildet nach dem Abenteuer mit der FPÖ mal eben eine Regierung mit den Grünen. Ist mir ein Rätsel wie es möglich ist dass Kurz nun mehr Gemeinsamkeiten mit den Grünen als mit der FPÖ sieht. https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... evp-gruene

Die österreichischen Grünen sind weniger linksabgerückt als die deutschen Grünen, sondern auch realistischer Betrachtung fähig und zuweilen auch zugeneigt. Allerdings muss Kurz aufpassen, Österreich nicht, auch nicht ansatzweise, gutmenschlicher Gesinnung zu opfern.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Alexyessin » So 29. Dez 2019, 16:54

Fliege hat geschrieben:(29 Dec 2019, 16:30)

Die österreichischen Grünen sind weniger linksabgerückt als die deutschen Grünen, sondern auch realistischer Betrachtung fähig und zuweilen auch zugeneigt.


Woher nimmt er denn solche Informationen?
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Fliege » So 29. Dez 2019, 17:30

Alexyessin hat geschrieben:(29 Dec 2019, 16:54)
Woher nimmt er denn solche Informationen?

Es könnte damit zu tun haben, dass ich Österreicher kenne und Zeitung lese: "Das liegt vor allem an dem Spitzenkandidaten der Grünen, Parteichef Werner Kogler, der in Interviews und Reden eher direkt als diplomatisch auftritt. Der studierte Volkswirt vermeidet linke Slogans und spricht auch konservative Wähler an – zumindest aber genießt er deren Respekt. So weicht er in der Migrationsfrage – anders als die Sozialdemokraten – keinem ergebnisorientierten Diskurs aus.
Der 57-Jährige hat mehrmals erklärt, die Europäische Union müsse genügend Mittel bereitstellen, um ihre Außengrenzen schützen und dort Asylverfahren durchführen zu können. Sein eigentliches Ziel sei es aber, den betroffenen Ländern vor Ort zu helfen, damit sich gar nicht erst Migranten auf den Weg nach Europa machen. Diese Aussage könnte auch von Sebastian Kurz stammen" (Welt online, Sebastian Kurz' schwarz-grüne Versuchung, 3. September 2019).
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Alexyessin » Di 31. Dez 2019, 08:10

Fliege hat geschrieben:(29 Dec 2019, 17:30)

Es könnte damit zu tun haben, dass ich Österreicher kenne und Zeitung lese


van der Bellen war ebenfalls von dieser Kategorie.
Also, welche Österreicher kennst du? Städter oder Ländler? Welche Bundesländer?
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Liberty » Mi 1. Jan 2020, 19:09

Die Koalition mit den Grün-Extremisten dürfte für Kurz der Anfang vom Ende sein.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Keoma » Mi 1. Jan 2020, 19:14

Liberty hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:09)

Die Koalition mit den Grün-Extremisten dürfte für Kurz der Anfang vom Ende sein.

Ach was.
Die wichtigsten Ministerien sind in schwarzer Hand.
Da können die Grünen nicht viel anrichten.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Liberty » Mi 1. Jan 2020, 19:21

Keoma hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:14)
Ach was.
Die wichtigsten Ministerien sind in schwarzer Hand.
Da können die Grünen nicht viel anrichten.


Die Grünen werden sich nicht kostenlos als Mehrheitsbeschaffer hergeben. Kurz wird seinen Preis zahlen und grüne Ideologie in Regierungspolitik umsetzen müssen. Dass die Grünen Umwelt/Infrastrukur bekommen, lässt schon drauf schliessen, dass der Klimawahnsinn jetzt auch in Österreich so richtig los geht.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 1. Jan 2020, 19:40

Liberty hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:21)

Die Grünen werden sich nicht kostenlos als Mehrheitsbeschaffer hergeben. Kurz wird seinen Preis zahlen und grüne Ideologie in Regierungspolitik umsetzen müssen. Dass die Grünen Umwelt/Infrastrukur bekommen, lässt schon drauf schliessen, dass der Klimawahnsinn jetzt auch in Österreich so richtig los geht.
Wäre eine große Enttäuschung wenn die neue Ösi-Regierung beim Kampf gegen den Klimawandel und bei der CO2-Reduzierung demnächst nicht an der Spitze der EU stehen würde. Daran werden sich schon bald die anderen EU-Staaten messen lassen müssen. Und für Flüchtlinge sieht es bestimmt auch wieder besser aus. Jetzt weht ein anderer Wind in Österreich.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Keoma » Mi 1. Jan 2020, 19:51

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:40)

Wäre eine große Enttäuschung wenn die neue Ösi-Regierung beim Kampf gegen den Klimawandel und bei der CO2-Reduzierung demnächst nicht an der Spitze der EU stehen würde. Daran werden sich schon bald die anderen EU-Staaten messen lassen müssen. Und für Flüchtlinge sieht es bestimmt auch wieder besser aus. Jetzt weht ein anderer Wind in Österreich.

Ja eh.
Träum weiter.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Fliege » Mi 1. Jan 2020, 20:01

Alexyessin hat geschrieben:(31 Dec 2019, 08:10)
[...]

Keine Ursache, ich bin gern behilflich gewesen.
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon Maikel » Do 2. Jan 2020, 09:01

Keoma hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:14)

Ach was.
Die wichtigsten Ministerien sind in schwarzer Hand.
Da können die Grünen nicht viel anrichten.

Was immer man als "wichtig" bezeichnet:

"Die Grünen erhalten derweil ein Superministerium, in dem die Themen Umwelt, Verkehr und Infrastruktur, Energie, Technologie und Innovation zusammengeführt werden."

aus https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/oevp-und-gruene-einig-ueber-erste-schwarz-gruene-regierung-in-oesterreich-16561683.html
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Re: Quo vadis, Österreich?

Beitragvon sünnerklaas » Do 2. Jan 2020, 10:46

Orbiter1 hat geschrieben:(01 Jan 2020, 19:40)

Wäre eine große Enttäuschung wenn die neue Ösi-Regierung beim Kampf gegen den Klimawandel und bei der CO2-Reduzierung demnächst nicht an der Spitze der EU stehen würde. Daran werden sich schon bald die anderen EU-Staaten messen lassen müssen. Und für Flüchtlinge sieht es bestimmt auch wieder besser aus. Jetzt weht ein anderer Wind in Österreich.


Österreich gehört zu den Ländern, für deren Wirtschaft und Gesellschaft die Folgen des Klimawandels existenzbedrohend sind.

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