Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Sa 30. Mär 2019, 12:04

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:11)

Dieses pikante Detail war mir entgangen. Dann könnte dies als ein etwas dilettantischer Versuch gelten, den Identitären etwas anzuhängen.

Einen ideologischen Zusammenhang, dass die Identitären islamistische Terroranschläge unterstützen, sehe ich nicht, und dies stand, soweit ich das beurteilen kann, auch nicht im Raum.

Es könnte auch als Hinweis darauf gesehen werden, daß es Radikalen oft genug egal ist, mit wem sie Geschäfte machen, so lange man temporär gleichliegende Interessen hat. Und die sind hier wohl in der Ausübung von Terror zu sehen. So verschafft man sich Helfer.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Sa 30. Mär 2019, 12:05

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:13)

Nein, unbesehen nicht. Aber wenn das ein Martin Sellner über Jahre konsequent so macht und er dafür von tatsächlichen Neonazis angefeindet wird, dann finde ich das ziemlich überzeugend.

Haben Sie sich denn schon einmal mit Martin Sellner beschäftigt? Kennen Sie seine Haltung? Informieren Sie sich, bevor Sie urteilen.

Auch die Rechte Ecke ist kein monolithischer Block, sondern besteht aus Grüppchen, die sich untereinander auch ziemlich spinnefeind sein können.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:07

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:54)

Vielen Dank. Im Grunde bestätigen Sie doch, dass sich die Identitären als eine eine elitäre völkische Bewegung verstehen.


Unter völkisch wird etwas anderes verstanden; es hat eine rassistische und auch antisemitische Konnotation. Die Identitären distanzieren sich aber von Rassismus und Antisemitismus.

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:54)
Ich gehe davon aus, dass Ihr Diskussionsstil schon schon in der IB geschult worden sein dürfte...


Wie kommen Sie denn darauf? Ich habe nichts mit den Identitären zu tun.

Ich finde es seltsam, dass man in Deutschland die Leute immer in einer bestimmten Schublade haben möchte. Vor allem wird dies getan, wenn es darum geht, Leute zu diskreditieren, die sich für Meinungsfreiheit und einen friedlichen demokratischen Diskurs einsetzen. Wenn ich diese also auch für die Identitären einfordere, werde ich sofort mit dem Verdacht konfrontiert, ich sei dort Mitglied. Was für ein logischer Kurzschluss.

Kölner1302 hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:54)
Sie haben mir aber meine letzte Frage nicht beantwortet:
Was die Identitären heute (in den Seminaren) hören werden Sie uns sicher auch erklären?


Erstens besteht hier für mich keine Pflicht, Fragen zu beantworten. Außerdem habe ich sie nicht beantwortet, weil ich sie ganz einfach nicht verstanden habe. Von welchen Seminaren sprechen Sie?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:08

unity in diversity hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:59)

Natürlich wird nicht transparent gemacht, mit wieviel Paste rechtsextremistische Bewegungen gefördert werden.
Sonst wird ja sichtbar, wer dafür ist.
Die extreme Mitte?


Martin Sellner hat doch selbst bekannt gemacht, dass es um 1.500 Euro geht. Und natürlich muss er so etwas in seiner Steuererklärung angeben.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Sa 30. Mär 2019, 12:11

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:43)

Es ist doch wohl unbestritten, dass z.B. Deutschland eine bestimmte Identität und eine bestimmte Kultur hat, und dass diese sich von z.B. Syrien oder Japan unterscheiden. Dies umfasst viele Dinge, von einer bestimmten Mentalität über Umgangsformen und besondere Ausprägungen von Kunst bis hin zur Vorstellung von Gesellschaft und Staat.

Dies müsste eigentlich jedem klar sein, der schon einmal längere Zeit in einem anderen Land gelebt hat.

Und warum sollen wir unseren Lebensstil, unsere Art, unsere Gesellschaft zu organisieren, unsere Tradition in Kunst und Architektur, Musik und Literatur nicht hochhalten und der Bewahrung für würdig erachten?

Dieselben, die unsere deutsche Identität für unwert erachten oder ihr gar die Existenz aberkennen, sind im übrigen ganz anderer Meinung, wenn es um die Identität anderer Völker und Kulturen geht, seien das die Roma in Europa oder die Indianer in Amerika.

Man kann auch zunächst ohne Wertung feststellen, dass es eben verschiedene Kulturen gibt. Die Identitären möchten ja auch nicht anderen Kulturen die deutsche oder französische Kultur aufdrücken; mir wäre neu, dass sie beispielsweise die arabischen Staaten kolonisieren wollten.

Dabei wird dies alles auch nicht absolut gesehen. So spricht sich zumindest Martin Sellner auch nicht gegen Einwanderung aus, möchte sie aber auf ein Maß zurückgeführt wissen, das eine Integration ermöglicht. Wie soll denn eine Integration funktionieren, wenn fast alle Schüler einen Migrationshintergrund haben wie beispielsweise an einer Berliner Schule, an der fast 100% Muslime lernen? Worin sollen diese Kinder noch integriert werden?



Es steht Ihnen frei die IB zu sehen, wie Sie möchten, aber auf Tatsachen beruht Ihre Einschätzung nicht, eher auf den einschlägigen Medienberichten, die sich dem Kampf gegen Rechts verpflichtet sehen und Kampagnenjournalismus betreiben.

Die Identitären distanzieren sich doch klar vom Nationalsozialismus, Antisemitismus etc. Was sollen Sie denn noch tun? Was würde Sie davon überzeugen, dass es keine Neonazis sind? Ich befürchte: Nichts, weil Sie sich Ihre Meinung schon längst anhand der einseitigen Berichterstattung in den Medien gebildet haben.

Ja, die Identitären verstehen sich selbst als Elite. Was soll daran so schlimm sein? Der Hintergrund ist, dass man sich bewusst ist, im Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Man ist sich auch bewusst, dass man die falschen Leute anlocken kann, die das Prinzip der Gewaltfreiheit nicht verstehen oder meinen, die Identitären seien Holocaust-Leugner. Von daher muss man die Mitglieder gut auswählen (Elite=Auswahl), weniger kann dabei mehr sein. Man will bestimmte Leute, eben z.B. Neonazis, nicht dabeihaben.

Kultur, mein lieber Julian, ist etwas, was beständiger Veränderung unterliegt. Sie muß nicht auf einem Stand eingefroren werden. Und am lebensfähigsten sind die Kulturen, die vom gegenseitigen Austausch profitieren. Bist du dir denn bewußt, was in "unserer" Kultur aus dem islamischen Kulturkreis übernommenwurde?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon unity in diversity » Sa 30. Mär 2019, 12:11

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:08)

Martin Sellner hat doch selbst bekannt gemacht, dass es um 1.500 Euro geht. Und natürlich muss er so etwas in seiner Steuererklärung angeben.

Wenn ich etwas fördere, merkt keiner was, weder das Finanzamt, noch der Steuerzahler.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Schnitter » Sa 30. Mär 2019, 12:11

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 11:07)

Nach Aussage Martin Sellners 1.500 Euro.


OK, interessant.

Ein Terrorist der 50 Menschen erschießt, meine Wissens nach nicht sonderlich reich ist und nicht all zu lange Zeit vor dem Attentat in Österreich gesichtet wurde überweist jemandem mit dem er angeblich noch nie persönlichen Kontakt gepflegt hat 1500 € was in deren Kreisen ja bekanntlich kein Pappenstiel ist.

Und der Sellner glaubt dass ihm jemand mit einem IQ > 3m Feldweg das abnimmt ?

Sehr amüsant :D

Wieso bezeichnen Sie die IB als Neonazis


Weil es Neonazis sind. Die NPD behauptet auch sie seien keine Neonazis. Wie naiv bist du eigentlich ?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:15

zollagent hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:11)

Kultur, mein lieber Julian, ist etwas, was beständiger Veränderung unterliegt. Sie muß nicht auf einem Stand eingefroren werden. Und am lebensfähigsten sind die Kulturen, die vom gegenseitigen Austausch profitieren. Bist du dir denn bewußt, was in "unserer" Kultur aus dem islamischen Kulturkreis übernommenwurde?


Habe ich oder die Identitären behauptet, Kultur sei unveränderlich? Was soll dieser Strohmann?

Es geht darum, dass sich unser Land demographisch so schnell verändert wie nie zuvor. Und ob es erstrebenswert ist, dass unser Land eher so wird wie die Türkei oder Syrien oder Afghanistan: Darf man daran noch zweifeln?

Gegen einen kulturellen Austausch spricht nichts, auch nicht gegen eine maßvolle, kontrollierte Einwanderung. Das ist, soweit ich das beurteilen kann, auch die Haltung der IB.

Die Kultur und Identität kann sich auch maßvoll und allmählich verändern, und zwar hoffentlich in eine erstrebenswerte Richtung. Aber ein großes gesellschaftliches Experiment mit Masseneinwanderung anzusetzen, ohne die Folgen abschätzen zu können, ist vermessen.

Wenn der kulturelle Austausch darauf hinausläuft (und so sieht es derzeit aus), dass wir uns wieder um religiöse Dogmen streiten, dass man als Homosexueller verfolgt wird, dass die Meinungsfreiheit beschnitten und dass die Freiheit von Frauen eingeschränkt wird, dann möchte ich darauf verzichten.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Sa 30. Mär 2019, 12:19

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:15)

Habe ich oder die Identitären behauptet, Kultur sei unveränderlich? Was soll dieser Strohmann?

Es geht darum, dass sich unser Land demographisch so schnell verändert wie nie zuvor. Und ob es erstrebenswert ist, dass unser Land eher so wird wie die Türkei oder Syrien oder Afghanistan: Darf man daran noch zweifeln?

Gegen einen kulturellen Austausch spricht nichts, auch nicht gegen eine maßvolle, kontrollierte Einwanderung. Das ist, soweit ich das beurteilen kann, auch die Haltung der IB.

Die Kultur und Identität kann sich auch maßvoll und allmählich verändern, und zwar hoffentlich in eine erstrebenswerte Richtung. Aber ein großes gesellschaftliches Experiment mit Masseneinwanderung anzusetzen, ohne die Folgen abschätzen zu können, ist vermessen.

Wenn der kulturelle Austausch darauf hinausläuft (und so sieht es derzeit aus), dass wir uns wieder um religiöse Dogmen streiten, dass man als Homosexueller verfolgt wird, dass die Meinungsfreiheit beschnitten und dass die Freiheit von Frauen eingeschränkt wird, dann möchte ich darauf verzichten.

Es gibt keine Veränderung unserer Gesellschaft in Richtung Syrien oder Afghanistan. Das ist einer der Popanze, gegen die unsere Rechtsdraußen ja so eifrig "kämpfen". Und wenn du oder deine Freunde einer Veränderung, so sie überhaupt besteht, nicht hinterherkommen, dann habt IHR ein Problem, und niemand anders.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:20

unity in diversity hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:11)

Wenn ich etwas fördere, merkt keiner was, weder das Finanzamt, noch der Steuerzahler.


Die IB Österreich wurde und wird strengstens finanziell durchleuchtet. Die Behörden haben Zugriff auf alle Daten nach den zahlreichen Hausdurchsuchungen.

Die Preisfrage: Warum haben die österreichischen Behörden eigentlich nicht vor dem Christchurch-Attentäter gewarnt? Wenn Martin Sellner hätte wissen sollen, dass der Mann zum Terroristen wird, warum wussten es die Behörden nicht?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:21

zollagent hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:19)

Es gibt keine Veränderung unserer Gesellschaft in Richtung Syrien oder Afghanistan. Das ist einer der Popanze, gegen die unsere Rechtsdraußen ja so eifrig "kämpfen". Und wenn du oder deine Freunde einer Veränderung, so sie überhaupt besteht, nicht hinterherkommen, dann habt IHR ein Problem, und niemand anders.


Wir hatten vor 30 Jahren keine Diskussionen um Kopftücher, Schweinefleisch und darüber, dass Frauen besser eine Armlänge Abstand halten und nur noch in Begleitung ausgehen sollten.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Schnitter » Sa 30. Mär 2019, 12:25

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:15)
Und ob es erstrebenswert ist, dass unser Land eher so wird wie die Türkei oder Syrien oder Afghanistan: Darf man daran noch zweifeln?


Wer solche Befürchtungen in den Raum stellt an dessen geistigem Gesundheitszustand darf man zweifeln, ja.

Es sei denn er will bewusst seine völkisch, rechtsextreme Hetze unter den Dummen dieser Republik streuen wie der Neonazi Martin Sellner der offensichtlich ein irgendwie geartetes Verhältnis mit dem Massenmörder aus Christchurch hat.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:27

Schnitter hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:11)

OK, interessant.

Ein Terrorist der 50 Menschen erschießt, meine Wissens nach nicht sonderlich reich ist und nicht all zu lange Zeit vor dem Attentat in Österreich gesichtet wurde überweist jemandem mit dem er angeblich noch nie persönlichen Kontakt gepflegt hat 1500 € was in deren Kreisen ja bekanntlich kein Pappenstiel ist.

Und der Sellner glaubt dass ihm jemand mit einem IQ > 3m Feldweg das abnimmt ?

Sehr amüsant :D


Der Christchurch-Attentäter hat ein Vermögen verdient durch Bitcoin, soweit ich weiß. Dies hat im seine Reisen und Spenden ermöglicht.

Wie hätte Sellner wissen sollen, wer ihm da gespendet hat? Können Sie mir das erklären? Worin besteht die Strafbarkeit der Annahme dieser Spende und einer Dankes-E-Mail?

Glauben Sie ernsthaft, Martin Sellner hätte irgend etwas mit dem Terroranschlag zu tun? Meiner Meinung nach ist das absolut an den Haaren herbeigezogen und eines Rechtsstaates unwürdig.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Kölner1302 » Sa 30. Mär 2019, 12:27

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:07)

Unter völkisch wird etwas anderes verstanden; es hat eine rassistische und auch antisemitische Konnotation. Die Identitären distanzieren sich aber von Rassismus und Antisemitismus.



Wie kommen Sie denn darauf? Ich habe nichts mit den Identitären zu tun.

Ich finde es seltsam, dass man in Deutschland die Leute immer in einer bestimmten Schublade haben möchte. Vor allem wird dies getan, wenn es darum geht, Leute zu diskreditieren, die sich für Meinungsfreiheit und einen friedlichen demokratischen Diskurs einsetzen. Wenn ich diese also auch für die Identitären einfordere, werde ich sofort mit dem Verdacht konfrontiert, ich sei dort Mitglied. Was für ein logischer Kurzschluss.



Erstens besteht hier für mich keine Pflicht, Fragen zu beantworten. Außerdem habe ich sie nicht beantwortet, weil ich sie ganz einfach nicht verstanden habe. Von welchen Seminaren sprechen Sie?


Z.B. im Institut für Staatspolitik
https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_ ... atspolitik
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Sa 30. Mär 2019, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:31

Schnitter hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:25)

Wer solche Befürchtungen in den Raum stellt an dessen geistigem Gesundheitszustand darf man zweifeln, ja.

Es sei denn er will bewusst seine völkisch, rechtsextreme Hetze unter den Dummen dieser Republik streuen wie der Neonazi Martin Sellner der offensichtlich ein irgendwie geartetes Verhältnis mit dem Massenmörder aus Christchurch hat.


Und Sie glauben, dass Deutschland durch die Einwanderung von Leuten aus Gesellschaften, die mit einigem Recht als rückständig und gewaltbereit gesehen werden können, fortschrittlicher, weltoffener und friedlicher wird? Wie soll das gehen? Geben diese Leute ihre Mentalität an der Grenze ab und werden über Nacht zu Linksliberalen?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon PeterK » Sa 30. Mär 2019, 12:36

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:31)
Und Sie glauben, dass Deutschland durch die Einwanderung von Leuten aus Gesellschaften, die mit einigem Recht als rückständig und gewaltbereit gesehen werden können, fortschrittlicher, weltoffener und friedlicher wird? Wie soll das gehen? Geben diese Leute ihre Mentalität an der Grenze ab und werden über Nacht zu Linksliberalen?

Mich freut, dass Du "Linksliberale" als "fortschrittlicher, weltoffener und friedlicher" bezeichnest. Du scheinst auf einem guten Weg zu sein.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Ebiker » Sa 30. Mär 2019, 12:37

Schnitter hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:25)

Wer solche Befürchtungen in den Raum stellt an dessen geistigem Gesundheitszustand darf man zweifeln, ja.

Es sei denn er will bewusst seine völkisch, rechtsextreme Hetze unter den Dummen dieser Republik streuen wie der Neonazi Martin Sellner der offensichtlich ein irgendwie geartetes Verhältnis mit dem Massenmörder aus Christchurch hat.


Wenn man sich die Bevölkerungsentwicklung z.B. Dänemarks anschaut sind das keine Befürchtungen sondern traurige Realität. In Deutschland wird es nicht anders werden.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 30. Mär 2019, 12:43

PeterK hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:36)

Mich freut, dass Du "Linksliberale" als "fortschrittlicher, weltoffener und friedlicher" bezeichnest. Du scheinst auf einem guten Weg zu sein.


Linksliberale, weil sich ausgerechnet diese dafür aussprechen, Leute ins Land zu lassen, die ein ganz anderes Weltbild als sie selbst haben, Stichwort Religion, Gleichberechtigung von Frauen, Gewaltbereitschaft, Akzeptanz von Homosexualität.

Im übrigen kann sich das durchaus eine Zeitlang auszahlen; so wurden SPD und SPÖ ja bevorzugt von muslimischen Einwanderern gewählt, die außer der Islamfreundlichkeit, einem voll ausgestattteten Sozialstaat auch für Einwanderer und dem Wunsch nach weiterer Einwanderung ansonsten eigentlich wenig mit diesen Parteien verbindet, etwa im Hinblick auf Religiosität oder Akzeptanz von Homosexualität.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Vedi » Sa 30. Mär 2019, 12:50

Julian hat geschrieben:Wir hatten vor 30 Jahren keine Diskussionen um Kopftücher, Schweinefleisch und darüber, dass Frauen besser eine Armlänge Abstand halten und nur noch in Begleitung ausgehen sollten.

Wir hatten vor 30 Jahren weniger rechtsradikale Lügenbolde, die mit derlei Unsinn die Hirne der Dummen vergiftet haben. Damals waren ihre Themen Glorifizierung der Hitlerzeit und Holocaustleugnung. Sie haben ihre Strategie umgestellt bzw. erweitert.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon unity in diversity » Sa 30. Mär 2019, 12:54

Julian hat geschrieben:(30 Mar 2019, 12:20)

Die IB Österreich wurde und wird strengstens finanziell durchleuchtet. Die Behörden haben Zugriff auf alle Daten nach den zahlreichen Hausdurchsuchungen.

Die Preisfrage: Warum haben die österreichischen Behörden eigentlich nicht vor dem Christchurch-Attentäter gewarnt? Wenn Martin Sellner hätte wissen sollen, dass der Mann zum Terroristen wird, warum wussten es die Behörden nicht?

Deine Frage ist rechtsstaatlich nicht erklärbar.
Es sei denn, der Rechtsstaat kommt vorsorglich zu der Einschätzung, daß du ein potenzieller Terrorist bist, oder Potenzial dazu hast.
Das wäre aber ein Unrechtsstaat nach chinesischem Muster.
Zuletzt geändert von unity in diversity am Sa 30. Mär 2019, 13:01, insgesamt 2-mal geändert.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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