Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 23:49

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:42)

Ich möchte speziell zu diesem Punkt etwas sagen:

Fühlen sich Länder zu arg gequält, etwas durch eine sogenannte EU-"Flüchtlingspolitik", könnte nach den Briten auch den Polen der Geduldsfaden reißen. Zudem glaube ich, dass die Briten nichts gegen eine Nord-EU haben, die den echten Interessen von Mitgliedsländern gerecht wird.


Die echten Interssen überlasse ich den Briten und den Polen. Rausschmeißen geht ja nicht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 23:55

Julian hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:43)

Die Nord-EU wäre ja im wesentlichen eine gemeinsame Freihandelszone. Als Kandidaten würde ich neben dem Vereinigten Königreich insbesondere Norwegen und die Schweiz ansehen, aber auch die jetzigen EU-Mitglieder Dänemark, Schweden und Polen. Diese sind ja nicht ohne Grund dem Euro bisher nicht beigetreten, was ihre EU-Mitgliedschaft reversibel macht.

Polen profitiert natürlich von den hohen EU-Zahlungen. Ich nehme auch an, dass sie die in den kommenden Jahren noch abgreifen wollen. Irgendwann werden diese Zahlungen aber sinken, was dann einen Austritt Polens ermöglicht. Militärisch ist man ja über die NATO abgesichert. Bevor man zur Aufnahme muslimischer Migranten gezwungen wird, werden sich die Polen ernsthaft solche Alternativen überlegen.


Das ist alles theoretisch möglich. Allerdings sind dann weitere Treuebrüche nach alter europäische Art dabei, die schon zu vernichtenden Kriegen geführt haben. Genau der Grund, weshalb also die EU als Friedensprojekt gegründet wurde.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » So 3. Nov 2019, 23:56

Julian hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:43)

Die Nord-EU wäre ja im wesentlichen eine gemeinsame Freihandelszone. Als Kandidaten würde ich neben dem Vereinigten Königreich insbesondere Norwegen und die Schweiz ansehen, aber auch die jetzigen EU-Mitglieder Dänemark, Schweden und Polen. Diese sind ja nicht ohne Grund dem Euro bisher nicht beigetreten, was ihre EU-Mitgliedschaft reversibel macht.
Das was sie als Nord-EU bezeichnen ist die EFTA. EFTA ist die Abkürzung für Europäische Freihandelsassoziation. Wieso ist denn noch kein einziger EU-Staat aus der EU aus- und in die EFTA eingetreten wenn eine reine Freihandelszone angeblich viel attraktiver ist als die EU mit ihren 4 Freiheiten und den Werten?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mo 4. Nov 2019, 00:13

Orbiter1 hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:56)

Das was sie als Nord-EU bezeichnen ist die EFTA. EFTA ist die Abkürzung für Europäische Freihandelsassoziation. Wieso ist denn noch kein einziger EU-Staat aus der EU aus- und in die EFTA eingetreten wenn eine reine Freihandelszone angeblich viel attraktiver ist als die EU mit ihren 4 Freiheiten und den Werten?


Nein, die Sache ist ja noch verrückter und unwahrscheinlicher: Dänemark, Schweden, Finnland, Österreich sind Mit GB aus der EFTA in die EU übergewechselt. Norwegen und die Schweiz haben sich sehr weitgehend an die EU angelehnt, nachdem sie der EFTA den Rücken gekehrt hatten. Und nun das Ganze rückwärts? Der Brexit ist schon mit kaltem Verstand nicht zu fassen... das Ding wäre wirklich erschütternd. Eher käme es zu einem Kerneuropa der Eurogruppe.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Nov 2019, 01:57

Migrationsdruck, mit bestimmten Anspruchshaltungen, baut sich nur gegenüber Ländern auf, in denen dieser Begriff hoffähig gemacht wurde.
Frankreich will Kontrolle über Migration zurückerlangen und souverän entscheiden, wer nach Frankreich einwandern dürfe, meint Premierminister Philippe:
https://m.faz.net/aktuell/politik/ausla ... 0.amp.html
Das entspricht in etwa der Haltung Orbans.
Orban lehnt außerdem Asylbewerber und Migranten ab, die ein Risiko für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sind, oder sein können.
Damit meint er Linksextremisten und was sonst noch durch Umverteilungsansprüche bei gleichzeitiger Geringschätzung des Aufnahmelandes hervorsticht.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Do 7. Nov 2019, 18:35

unity in diversity hat geschrieben:(07 Nov 2019, 01:57)

Migrationsdruck, mit bestimmten Anspruchshaltungen, baut sich nur gegenüber Ländern auf, in denen dieser Begriff hoffähig gemacht wurde.
Frankreich will Kontrolle über Migration zurückerlangen und souverän entscheiden, wer nach Frankreich einwandern dürfe, meint Premierminister Philippe:
https://m.faz.net/aktuell/politik/ausla ... 0.amp.html
Das entspricht in etwa der Haltung Orbans.
Orban lehnt außerdem Asylbewerber und Migranten ab, die ein Risiko für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sind, oder sein können.
Damit meint er Linksextremisten und was sonst noch durch Umverteilungsansprüche bei gleichzeitiger Geringschätzung des Aufnahmelandes hervorsticht.


Sie vermischen hier Asyl- und Migrationspolitik. Unser Land läßt selbstverständlich asylberechtigte Flüchtlinge ins Land, und auch Kriegsflüchtlinge gemäß UN-Definition. Andere Menschen haben gar kein Bleiberecht, es sei denn, daß es ihnen aus innenpolitischen Gründen gegeben wurde ("Gast"-Arbeiter) oder Menschen mit EU-Bürgerschaft.

Ich meine, daß Frankreich demselben Grundsatz folgen will. Frankreich dürfte sich gegen Zuwanderung richten, die sich unter Mißachtung französischen Rechts in Frankreich niederlassen will.

Unser (europäischer) Fehler liegt darin, daß das Anerkennungsverfahren in unserem Lande stattfindet anstatt in einem geschlossenen Übergangslager. Denn Zuwanderer ohne Aufenthaltsrecht wissen um ihr Tun und entziehen sich sehr oft ihrer Ausweisung.

Sie erkennen den Unterschied zu Herrn Orban?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Fr 8. Nov 2019, 00:55

Das Bundesamt für Verfassungsschutz lehnt immer mehr Asylbewerber ab:
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... tsbedenken
Das sind Fakeflüchtlinge, die ein Risiko für die Aufrechterhaltung von öffentlicher Ordnung und Sicherheit sein können.
Extremismus und Spionageverdacht stehen dabei ganz oben.
Unklar ist, was mit den Abgelehnten passiert.
Setzt man die in Schlauchboote und läßt sie zurück nach Libyen rudern?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Fr 8. Nov 2019, 08:38

unity in diversity hat geschrieben:(08 Nov 2019, 00:55)

Das Bundesamt für Verfassungsschutz lehnt immer mehr Asylbewerber ab:
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... tsbedenken
Das sind Fakeflüchtlinge, die ein Risiko für die Aufrechterhaltung von öffentlicher Ordnung und Sicherheit sein können.
Extremismus und Spionageverdacht stehen dabei ganz oben.
Unklar ist, was mit den Abgelehnten passiert.
Setzt man die in Schlauchboote und läßt sie zurück nach Libyen rudern?


Das wesentliche Problem ist schon einmal, daß diese Menschen sich schon auf deutschem Hoheitsgebiet befinden, wenn ihr Antrag bearbeitet wird, ein zweites Problem dieser Art besteht darin, daß sie sich anordnungswidrig frei im Lande bewegen und untertauchen können. Zu guter oder schlechter Letzt werden sie "zurückgeführt" in Begleitung von Polizeibeamten des Bundes, oft in gecharterten Flugzeugen, weil man Reisenden den Anblick verzweifelter oder tobender abgelehnter Asylbewerber nicht zumuten mag.

Solche Dinge findet man gelegentlich in der Tagespresse, hört davon im Rundfunk.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mi 11. Dez 2019, 08:39

Wenn der Trend anhält werden dieses Jahr in Frankreich und nicht in Deutschland die meisten Asylanträge in der EU gestellt. Damit wird ein weiteres Märchen der deutschen Flüchtlingshasser entzaubert.

"Seit 2012 verzeichnet Deutschland in der EU die meisten Asylanträge. In diesem Jahr wird aber wohl das Nachbarland Frankreich an der Bundesrepublik vorbeiziehen. Das geht aus aktuellen EU-Zahlen hervor." Quelle: https://amp.welt.de/politik/deutschland ... aegen.html
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Cobra9 » Mi 11. Dez 2019, 09:55

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Dec 2019, 08:39)

Wenn der Trend anhält werden dieses Jahr in Frankreich und nicht in Deutschland die meisten Asylanträge in der EU gestellt. Damit wird ein weiteres Märchen der deutschen Flüchtlingshasser entzaubert.

"Seit 2012 verzeichnet Deutschland in der EU die meisten Asylanträge. In diesem Jahr wird aber wohl das Nachbarland Frankreich an der Bundesrepublik vorbeiziehen. Das geht aus aktuellen EU-Zahlen hervor." Quelle: https://amp.welt.de/politik/deutschland ... aegen.html


Menschen wie Du sind genauso naiv wie alle die nur Flüchtlinge raus rufen. Ich würde mal genau überlegen.
Viele die sagen für Flüchtlinge ist Geld da aber für Rentner, Obdachlose, Kinder usw. oftmals nicht haben auch nicht Unrecht.

Von Unterkünften wie für Flüchtlinge können Obdachlose oft träumen. Glaubst Du nicht ? Komm bis 20.12 nach Stuttgart ich zeige es Dir.

Dafür können natürlich die Flüchtlinge nichts. Aber Sie sind der Katalysator quasi. Grundsätzlich sind Wir in Deutschland am Limit des Machbaren angekommen.

Deshalb ja müssen die Aufnahmen stark reguliert werden und insgesamt die Politik endlich reagieren. Von Integration über Wohnungen bis zu Sozialen Dingen.

Es ist eine Verbundsproblematik. Und Dummheit gehört abgeschafft. Wie kann man jemand abschieben wollen der ne Ausbildung macht, Deutsch kann mittlerweile und sich normal führt. Das ist insgesamt sowas von....arghhhh
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 11. Dez 2019, 17:55

Cobra9 hat geschrieben:(11 Dec 2019, 09:55)

Und Dummheit gehört abgeschafft. Wie kann man jemand abschieben wollen der ne Ausbildung macht, Deutsch kann mittlerweile und sich normal führt. Das ist insgesamt sowas von....arghhhh


Das ist Bürokratie. Was aber oft deckungsgleich mit Dummheit ist.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mi 11. Dez 2019, 19:42

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Dec 2019, 17:55)

Das ist Bürokratie. Was aber oft deckungsgleich mit Dummheit ist.


Deshalb ist es ja auch eine Aufgabe der Politik, die Wirkungsweise der öffentlichen Verwaltung ständig zu beobachten. Die Menschen, die in Ämtern arbeiten, müssen Gesetze beachten. Härtefälle, die im Gesetz nicht sinnvoll vorüberlegt wurden, müssen vom Gesetzgeber beobachtet und berichtigt werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Cobra9 » Mi 11. Dez 2019, 21:06

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Dec 2019, 17:55)

Das ist Bürokratie. Was aber oft deckungsgleich mit Dummheit ist.


Na ja nicht immer kann alles gut sein
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon BenJohn » Sa 14. Dez 2019, 07:34

Cobra9 hat geschrieben:(11 Dec 2019, 09:55)

Menschen wie Du sind genauso naiv wie alle die nur Flüchtlinge raus rufen. Ich würde mal genau überlegen.
Viele die sagen für Flüchtlinge ist Geld da aber für Rentner, Obdachlose, Kinder usw. oftmals nicht haben auch nicht Unrecht.

Von Unterkünften wie für Flüchtlinge können Obdachlose oft träumen. Glaubst Du nicht ? Komm bis 20.12 nach Stuttgart ich zeige es Dir.

Dafür können natürlich die Flüchtlinge nichts. Aber Sie sind der Katalysator quasi. Grundsätzlich sind Wir in Deutschland am Limit des Machbaren angekommen.

Deshalb ja müssen die Aufnahmen stark reguliert werden und insgesamt die Politik endlich reagieren. Von Integration über Wohnungen bis zu Sozialen Dingen.

Es ist eine Verbundsproblematik. Und Dummheit gehört abgeschafft. Wie kann man jemand abschieben wollen der ne Ausbildung macht, Deutsch kann mittlerweile und sich normal führt. Das ist insgesamt sowas von....arghhhh


Guter Post. Sachlich und differenziert.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Aber leider nicht so wie es meiner Meinung nach sein sollte. In den USA fühlen sich die Einwanderer wie Amerikaner. Und das wird auch von Ihnen erwartet. Dabei müssen sie ihre Herkunft nicht verleugnen.

Das erwarte ich auch von Einwanderern in D. Ein klares Bekenntnis zum GG. Eine Lebensweise, die einem freiheitlichen Land wie Deutschland angemessen ist.

Zum anderen hat alles Grenzen. Auch Einwanderung in die Sozialsysteme. Deutschland wird die Welt nicht retten. In Zeiten von Wohnraummangel kann man nicht einfach noch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Ist halt so. Da beißt die Maus den Faden nicht ab.

Jemand, der eine Ausbildung macht und sich integriert, sollte natürlich nicht abgeschoben werden. Kriminelle und Gefährder sollten allerdings so schnell wie möglich abgeschoben werden.
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon BenJohn » Sa 14. Dez 2019, 07:37

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Dec 2019, 17:55)

Das ist Bürokratie. Was aber oft deckungsgleich mit Dummheit ist.


Bürokratie ist halt statisch. Nicht flexibel. Für flexibles Handeln braucht es mehr Personal, weil alles individuell geprüft werden muss. Stattdessen werden Stellen eher abgebaut. Das führt zu Roboterentscheidungen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Sa 28. Dez 2019, 10:09

SZ 27. Dezember 2019 Flüchtlinge in Griechenland:Es braucht einen europäischen Schritt
https://www.sueddeutsche.de/politik/flu ... -1.4737224
"Gewiss, Deutschland wäre in der Lage, ein paar Tausend Minderjährige zu versorgen. Aber abgesehen davon, dass der Vorschlag keine Aussicht auf Umsetzung hat: Es wäre politisch womöglich gar nicht so klug, pauschal alle Kinder nach Deutschland zu holen...Politisch bedenklich wäre die Aufnahme aller Unbegleiteten, weil es in der EU den Unfrieden schüren und die Kluft zu Staaten wie Ungarn weiter vertiefen würde. Das wäre kontraproduktiv für das Ziel einer humanitären europäischen Migrationspolitik. Auf den griechischen Inseln allerdings alles so zu belassen wie es ist, wäre das endgültige Versagen Europas."
Wo bleibt die Koalition der willigen EU-Mitgliedsstaaten? Unbegleitete Jugendliche gemeinsam in der EU aufzunehmen, wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung von mehr Kooperation.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon naddy » Sa 28. Dez 2019, 13:18

Wähler hat geschrieben:(28 Dec 2019, 10:09)

SZ 27. Dezember 2019 Flüchtlinge in Griechenland:Es braucht einen europäischen Schritt
https://www.sueddeutsche.de/politik/flu ... -1.4737224
"Gewiss, Deutschland wäre in der Lage, ein paar Tausend Minderjährige zu versorgen. Aber abgesehen davon, dass der Vorschlag keine Aussicht auf Umsetzung hat: Es wäre politisch womöglich gar nicht so klug, pauschal alle Kinder nach Deutschland zu holen...Politisch bedenklich wäre die Aufnahme aller Unbegleiteten, weil es in der EU den Unfrieden schüren und die Kluft zu Staaten wie Ungarn weiter vertiefen würde. Das wäre kontraproduktiv für das Ziel einer humanitären europäischen Migrationspolitik. Auf den griechischen Inseln allerdings alles so zu belassen wie es ist, wäre das endgültige Versagen Europas."
Wo bleibt die Koalition der willigen EU-Mitgliedsstaaten? Unbegleitete Jugendliche gemeinsam in der EU aufzunehmen, wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung von mehr Kooperation.


WOW! Das haben die bereits nach 4 Jahren erkannt? Unglaublich!
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Quatschki » Sa 28. Dez 2019, 13:50

Es ist ja offenkundig so, dass eine privilegierte Behandlung von "Unbegleiteten" dazu führt, dass dann vermehrt ganz bewußt "Umbegleitete" von ihren Großfamilien in die Spur geschickt werden, so wie das zuvor schon mit Hochschwangeren der Fall war.
Deren menschenverachtendes Kalkül ist so, dass die besseren Bleibechancen das höhere Risiko für die Ausgesandten rechtfertigen.
Die einzig richtige Antwort darauf wäre, Minderjährige konsequent zu ihren Angehörigen zurückzuschicken, oder in die Waisenhäuser ihrer Herkunftsländer.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon BenJohn » Sa 28. Dez 2019, 13:56

Quatschki hat geschrieben:(28 Dec 2019, 13:50)

Es ist ja offenkundig so, dass eine privilegierte Behandlung von "Unbegleiteten" dazu führt, dass dann vermehrt ganz bewußt "Umbegleitete" von ihren Großfamilien in die Spur geschickt werden, so wie das zuvor schon mit Hochschwangeren der Fall war.
Deren menschenverachtendes Kalkül ist so, dass die besseren Bleibechancen das höhere Risiko für die Ausgesandten rechtfertigen.
Die einzig richtige Antwort darauf wäre, Minderjährige konsequent zu ihren Angehörigen zurückzuschicken, oder in die Waisenhäuser ihrer Herkunftsländer.


Das war jahrzehntelang usus. Und hat auch immer gut funktioniert. Jetzt wo man altbewährte Regeln aufgibt entsteht ein nicht mehr beherrschbares Chaos. Dieses Chaos bekommt man auch ohne Opfer nicht mehr in den Griff. Deshalb traut sich da niemand ran. Das wird uns noch auf die Füße fallen.
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » So 29. Dez 2019, 07:26

Quatschki hat geschrieben:(28 Dec 2019, 13:50)
Es ist ja offenkundig so, dass eine privilegierte Behandlung von "Unbegleiteten" dazu führt, dass dann vermehrt ganz bewußt "Umbegleitete" von ihren Großfamilien in die Spur geschickt werden, so wie das zuvor schon mit Hochschwangeren der Fall war.
Deren menschenverachtendes Kalkül ist so, dass die besseren Bleibechancen das höhere Risiko für die Ausgesandten rechtfertigen.
Die einzig richtige Antwort darauf wäre, Minderjährige konsequent zu ihren Angehörigen zurückzuschicken, oder in die Waisenhäuser ihrer Herkunftsländer.

Es ist auch möglich, die humanitäre Aufnahme einzelner minderjähriger Flüchtlinge daran zu knüpfen, dass Deutsche die Patenschaft bis zum 21sten Geburtstag übernehmen und bei der beruflichen Ausbildung mithelfen. Eine humanitäre Geste an Weihnachten könnten wir uns schon noch leisten, ohne dass die vermeintliche Strategie der entsendenden Großfamilien aufgeht.
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