Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Fliege
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 19:45

Teeernte hat geschrieben:(03 Nov 2019, 19:34)
Solidarität ?

Solidarität ist sowieso eine freiwillige Leistung. Macht man hingegen eine Leistung zur Pflicht, handelt es sich um verordnete Umverteilung mit Zwangscharakter (wie bei Abgaben, Steuern, Hand- und Spanndiensten).
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Orbiter1
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » So 3. Nov 2019, 19:48

Teeernte hat geschrieben:(03 Nov 2019, 19:34)

Asiaten....gibts mit denen Probleme ? Nicht...

...hohe Arbeitsleistung und niedrige Kriminalität - darum geht es. ....zumindest den Polen
Wieso nimmt Polen dann keine Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Irak, Iran, Pakistan und Bangladesch auf wenn es mit den Asiaten keine Probleme gibt?
Solidarität ? Mann muss keine Solidarität mit VERANSTALTERN von Flüchtlingsmehrkampf haben - die Kriminellen GEWINNERN ein kostenfreies Einkommen versprechen...
Es ging um Solidarität mit den Ankunftsstaaten Griechenland, Italien und Malta.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 19:49

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 19:28)

Tragend ist beim Gastarbeitermodell, dass man nur denjenigen Gastarbeitern ein unbefristetes Bleibeangebot mit Option für Staatsbürerschaftserwerb macht, die sich über viele Jahre hinweg glaubhaft integriert haben. Wir haben in Deutschland die Vorteile des Gastarbeitermodells abgesägt.


Kann man so nicht sagen; die Leute haben fleißig gearbeitet zu ihrem Vorteil und dem unserer Unternehmen, und sind eben hier geblieben. Manche habe ihre Familien nachgeholt, dann immer mehr. Und so haben wir heute viele italienische Restaurants, griechische Restaurants, vietnamesische Restaurants, Balkanrestaurants, aber auch türkische Restaurants, Kaufläden, Fleischereien... und alle vergrößern unsere Auswahl. Das finde ich sehr erfreulich.

Diese Entwicklung hat erst einmal nichts damit zu tun, was im Zuge des Kriegs in Syrien mit Duldung der türkischen Regierung über die EU herein gebrochen ist. Das Aufräumen ist in vollem Gange, aber in einem Rechtsstaat sind Gesetze zu beachten und ein zu halten.

Aber der wesentliche Punkt wird heute eben sein, daß nicht ganz schlichte Arbeitskräfte gesucht werden, sondern fertige Fachleute auf recht vielen Gebieten. Das ist nun wieder die Folge unserer weit verbreiteten Kinderlosigkeit und des wirtschaftlichen Erfolgs unserer Erwerbsbevölkerung.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Teeernte » So 3. Nov 2019, 19:54

Orbiter1 hat geschrieben:(03 Nov 2019, 19:48)

Wieso nimmt Polen dann keine Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Irak, Iran, Pakistan und Bangladesch auf wenn es mit den Asiaten keine Probleme gibt?
Es ging um Solidarität mit den Ankunftsstaaten Griechenland, Italien und Malta.


Heee man kann sich seine Arbeiter >> A u s s u c h e n. - mann nimmt keine Kriminellen...

Solidarität mit ANKUNFTSSTAATEN ?

Wer nimmt Ukrainer ? Deutschland nicht - ..... und die Ukrainer kommen in POLEN an.

Deutschland - >> Mamma MERKEL hat die Magrebs eingeladen - NICHT Polen.

Wer die Suppe einbrockt - muss sie Auslöffeln.

Da müsste D aber auch die Ukrainer nehmen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 19:55

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 19:45)

Solidarität ist sowieso eine freiwillige Leistung. Macht man hingegen eine Leistung zur Pflicht, handelt es sich um verordnete Umverteilung mit Zwangscharakter (wie bei Abgaben, Steuern, Hand- und Spanndiensten).


Warum trennen Sie denn zugestandene Wohltaten und zu erweisende Hilfsbereitschaft? Beides gehört zur Solidarität. Selbst in einer normalen Ehe stehen die Partner füreinander ein. Ohne diesen guten Willen ist die Ehe recht bald im Eimer. Die EU hat sich durch das Theater mit dem BREXIT viel zu lange an der Nase herum führen lassen. Das dürfte sich mit der Kommission von-der-Leyen ändern... hoffe ich!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 20:10

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2019, 19:55)
Warum trennen Sie denn zugestandene Wohltaten und zu erweisende Hilfsbereitschaft? Beides gehört zur Solidarität. Selbst in einer normalen Ehe stehen die Partner füreinander ein. Ohne diesen guten Willen ist die Ehe recht bald im Eimer. Die EU hat sich durch das Theater mit dem BREXIT viel zu lange an der Nase herum führen lassen. Das dürfte sich mit der Kommission von-der-Leyen ändern... hoffe ich!

Du schreibst "ohne diesen guten Willen", also legst auch du auf Freiwilligkeit wert. Was wäre eine Ehe ohne Freiwilligkeit? Eine Zwangsehe? Entsprechend halte ich auch nichts von Zwangs-"Solidarität", weil das Etikettenschwindel im Umgang mit dem Begriff "Solidarität" wäre.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 20:26

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 20:10)

Du schreibst "ohne diesen guten Willen", also legst auch du auf Freiwilligkeit wert. Was wäre eine Ehe ohne Freiwilligkeit? Eine Zwangsehe? Entsprechend halte ich auch nichts von Zwangs-"Solidarität", weil das Etikettenschwindel im Umgang mit dem Begriff "Solidarität" wäre.


Was sollen diese Bocksprünge denn jetzt bewirken? Eine harmonischen Ehe beruht auf ausgewogenem Geben und Nehmen. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, dann ist auch die Harmonie dahin. Dann geht der enttäuschte Partner seiner Wege. Und so ist das eben auch mit Partnern in der EU, die nehmen und nicht geben (wollen).
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 20:49

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2019, 20:26)
Was sollen diese Bocksprünge denn jetzt bewirken? Eine harmonischen Ehe beruht auf ausgewogenem Geben und Nehmen. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, dann ist auch die Harmonie dahin. Dann geht der enttäuschte Partner seiner Wege. Und so ist das eben auch mit Partnern in der EU, die nehmen und nicht geben (wollen).

Welche Bocksprünge?
Ich sage, Solidarität beruhe auf Freiwilligkeit (siehe), und du sagst, es gehe um guten Willen - also um Freiwilligkeit.
Damit liegt aus meiner Sicht alles Wesentliche auf dem Tisch.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 21:52

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 20:49)

Welche Bocksprünge?
Ich sage, Solidarität beruhe auf Freiwilligkeit (siehe), und du sagst, es gehe um guten Willen - also um Freiwilligkeit.
Damit liegt aus meiner Sicht alles Wesentliche auf dem Tisch.


Nein, keineswegs. Die Ausgewogenheit von Geben und Nehmen ist empfindlich gestört! Ist das so schwer zu vermitteln?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 22:23

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2019, 21:52)
Nein, keineswegs. Die Ausgewogenheit von Geben und Nehmen ist empfindlich gestört! Ist das so schwer zu vermitteln?

Men Vorschlag: Wenn du unter dem Etikett "Solidarität" eine Pflichtveranstaltung haben möchtest, dann nenne es doch "Pflicht" und nicht "Solidarität".
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » So 3. Nov 2019, 22:36

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 22:23)

Men Vorschlag: Wenn du unter dem Etikett "Solidarität" eine Pflichtveranstaltung haben möchtest, dann nenne es doch "Pflicht" und nicht "Solidarität".
Was sind denn dann die Mrd-Gelder der Nettozahler? Pflicht oder Solidarität?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 22:38

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 22:23)

Men Vorschlag: Wenn du unter dem Etikett "Solidarität" eine Pflichtveranstaltung haben möchtest, dann nenne es doch "Pflicht" und nicht "Solidarität".


Den Vorschlag werde ich nicht annehmen: Da ist etwas aus dem Gleichgewicht von Nehmen und Geben geraten. Wenn Sie so wollen, dann erwartet der Geber vom Nehmer eine Gegenleistung. Die bleibt aber aus. Dann erübrigt sich aber auch das Geben.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 22:40

Orbiter1 hat geschrieben:(03 Nov 2019, 22:36)
Was sind denn dann die Mrd-Gelder der Nettozahler? Pflicht oder Solidarität?

Pflicht, denn es handelt sich um Zahlungsverpflichtungen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 22:41

Orbiter1 hat geschrieben:(03 Nov 2019, 22:36)

Was sind denn dann die Mrd-Gelder der Nettozahler? Pflicht oder Solidarität?


Diese Mittel dienen der Herstellung gleicher Lebensverhältnisse in der EU. Die Verteilung von Flüchtlingen nach Bevölkerungszahl und Wohlstandsniveau geht davon aus, daß auch diese Partner ihren Beitrag zum Gelingen de Ganzen erbringen wollen. Ganz schlicht: Solidarität unter Partnern.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 22:46

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 22:40)

Pflicht, denn es handelt sich um Zahlungsverpflichtungen.


Dann ist die Aufnahme von Flüchtlingen in gleicher Weise Pflicht. Sie wurde mit den Regularien der EU-Verträge mit Mehrheit so beschlossen.

Wieherum Sie die Sache nun drehen oder wenden: Hier werden Gebote der Solidarität mißachtet. Gilt der eine Beschluß nicht, dann gilt auch der andere Vertrag nicht. Ist mir aber ab sofort auch Wurst; der EuGH hat entschieden, das ist die Rechtslage.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 23:16

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2019, 22:46)
Dann ist die Aufnahme von Flüchtlingen in gleicher Weise Pflicht. Sie wurde mit den Regularien der EU-Verträge mit Mehrheit so beschlossen.

Wieherum Sie die Sache nun drehen oder wenden: Hier werden Gebote der Solidarität mißachtet. Gilt der eine Beschluß nicht, dann gilt auch der andere Vertrag nicht. Ist mir aber ab sofort auch Wurst; der EuGH hat entschieden, das ist die Rechtslage.

Exakt, Polen wird durch die EU-Verträge zur Migrantenaufnahme verpflichtet (ich gehe for sake of argument davon aus). Ob man diese Pflicht nun pro oder contra EU-Verträge interpretiert, ist eine spannende politische Frage.

(Der Brexit hat damit zu tun, Pflichten aufzuerlegen, die die Betroffenen nicht tragen möchten. Sollte Britannien nach dem Brexit mit Partnern eine Nord-EG bilden, könnte Polen schneller aus der EU austreten, als es den EU-lern lieb sein kann.)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 3. Nov 2019, 23:36

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:16)

Exakt, Polen wird durch die EU-Verträge zur Migrantenaufnahme verpflichtet (ich gehe for sake of argument davon aus). Ob man diese Pflicht nun pro oder contra EU-Verträge interpretiert, ist eine spannende politische Frage.

(Der Brexit hat damit zu tun, Pflichten aufzuerlegen, die die Betroffenen nicht tragen möchten. Sollte Britannien nach dem Brexit mit Partnern eine Nord-EG bilden, könnte Polen schneller aus der EU austreten, als es den EU-lern lieb sein kann.)


Warum nicht? Es gab auch schon einmal eine EFTA; die hat nicht überlebt (formal lebt sie noch!), weil der nationale Egoismus zu wenig erfreulichen Ergebnissen führte. Und warum sollte GB eine "Nord-EU" bilden und sich erneut Pflichten auferlegen? Und warum sollte Polen ohne die Vorteile der bestehenden EU den Seitenwechsel vollziehen?

Was geschehen könnte, und davor bangen viele Polen, das ist, daß die willigen Partner, etwa die Eurogruppe, ein Kerneuropa bilden, das Polen draußen vor läßt, wenn es sich nicht in die Gemeinschaft einbringen will. Die Karte wollten Präsident Hollande und danach eneut Präsident Macron spielen. Davon waren aber weder die Juncker-Kommission noch die Kanzlerin zu überzeugen. Der eine ist ausgeschieden, die andere scheidet in absehbarer Zeit aus dem Kanzleramt.

Und ob GB aus der EU ausscheiden wird, das steht immer noch nicht fest; auf jeden Fall aber nicht ohne Vertrag mit der EU... Stand heute!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » So 3. Nov 2019, 23:42

Ich möchte speziell zu diesem Punkt etwas sagen:
H2O hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:36)
Und warum sollte GB eine "Nord-EU" bilden und sich erneut Pflichten auferlegen? Und warum sollte Polen ohne die Vorteile der bestehenden EU den Seitenwechsel vollziehen?

Fühlen sich Länder zu arg gequält, etwas durch eine sogenannte EU-"Flüchtlingspolitik", könnte nach den Briten auch den Polen der Geduldsfaden reißen. Zudem glaube ich, dass die Briten nichts gegen eine Nord-EU haben, die den echten Interessen von Mitgliedsländern gerecht wird.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Julian » So 3. Nov 2019, 23:43

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:36)

Warum nicht? Es gab auch schon einmal eine EFTA; die hat nicht überlebt (formal lebt sie noch!), weil der nationale Egoismus zu wenig erfreulichen Ergebnissen führte. Und warum sollte GB eine "Nord-EU" bilden und sich erneut Pflichten auferlegen? Und warum sollte Polen ohne die Vorteile der bestehenden EU den Seitenwechsel vollziehen?

Was geschehen könnte, und davor bangen viele Polen, das ist, daß die willigen Partner, etwa die Eurogruppe, ein Kerneuropa bilden, das Polen draußen vor läßt, wenn es sich nicht in die Gemeinschaft einbringen will. Die Karte wollten Präsident Hollande und danach eneut Präsident Macron spielen. Davon waren aber weder die Juncker-Kommission noch die Kanzlerin zu überzeugen. Der eine ist ausgeschieden, die andere scheidet in absehbarer Zeit aus dem Kanzleramt.

Und ob GB aus der EU ausscheiden wird, das steht immer noch nicht fest; auf jeden Fall aber nicht ohne Vertrag mit der EU... Stand heute!


Die Nord-EU wäre ja im wesentlichen eine gemeinsame Freihandelszone. Als Kandidaten würde ich neben dem Vereinigten Königreich insbesondere Norwegen und die Schweiz ansehen, aber auch die jetzigen EU-Mitglieder Dänemark, Schweden und Polen. Diese sind ja nicht ohne Grund dem Euro bisher nicht beigetreten, was ihre EU-Mitgliedschaft reversibel macht.

Polen profitiert natürlich von den hohen EU-Zahlungen. Ich nehme auch an, dass sie die in den kommenden Jahren noch abgreifen wollen. Irgendwann werden diese Zahlungen aber sinken, was dann einen Austritt Polens ermöglicht. Militärisch ist man ja über die NATO abgesichert. Bevor man zur Aufnahme muslimischer Migranten gezwungen wird, werden sich die Polen ernsthaft solche Alternativen überlegen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » So 3. Nov 2019, 23:47

Fliege hat geschrieben:(03 Nov 2019, 23:42)

Ich möchte speziell zu diesem Punkt etwas sagen:

Fühlen sich Länder zu arg gequält, etwas durch eine sogenannte EU-"Flüchtlingspolitik", könnte nach den Briten auch den Polen der Geduldsfaden reißen. Zudem glaube ich, dass die Briten nichts gegen eine Nord-EU haben, die den echten Interessen von Mitgliedsländern gerecht wird.
Was sind denn die echten Interessen von Mitgliedsländern? Keine Nettozahlungen, keine Verpflichtungen, keine Solidarität, keine gemeinsamen Werte, keine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Was noch?

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