Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Fr 21. Sep 2018, 13:12

roadrunner hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:06)

"...Das »US Census Bureau« hatte zuvor die Schätzung abgegeben, dass ab 2044 weiße US-Amerikaner eine Minderheit geworden sind, und zwar in dem Sinne, dass sie weniger als die Hälfte der Bevölkerung stellen...."

Bei vorsichtiger Hochrechnung wird in Deutschland spätestens 2053 die weiße Bevölkerung in der Minderheit sein, das sollte uns allen bewusst sein.

Ich finde es immer kötzlich wie sich Leute hier hinstellen und meinen irgendetwas wäre, oder müsset in Stein gemeißelt sein und wenn nicht käme es automatisch einer Katastrophe gleich. Das da etliche Prozesse ablaufen , darauf kommen diese Leuchten gar nicht, sondern vergleichen 1 zu1 ihrem mom. Status mit den in 50-100 Jahren. :D
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon H2O » Fr 21. Sep 2018, 13:26

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(21 Sep 2018, 12:50)

Nicht nur alle die illegal versuchen mit dem Boot zu kommen sondern auch mit dem Flugzeug!

Wer ohne Berechtigung (Visa oder sonstwas) in ein anderes Land einreisen will ist illegal!

Dadurch das wir die ilegale Einreise via Indonesien mit seeuntuechtigen Booten gestoppt haben haben wir tausende von Leuten vom Ertrinken gerettet und das Geschaeftsmodell der Menschenschmuggler vernichtet. Per capita nehmen wir wir neben Canada und den USA mehr Fluechtlinge auf als der Rest der westlichen Welt.


Das sind die nachprüfaren Daten:

36.173 Asylanträge wurden nach Angaben der UNHCR im Jahr 2017 in Australien von Flüchtlingen gestellt. Die meisten davon kamen aus Malaysia, China und aus dem Iran. Insgesamt wurden 24.637 Entscheidungen bei den Erst-Anträgen gefällt. Davon wurden rund 30% positiv beantwortet. 70 Prozent der Asylanträge wurden in der ersten Instanz abgelehnt. Am erfolgreichsten waren hierbei die Anträge von Flüchtlingen aus Somalia und aus Eritrea.

Diese Zahlen sind leicht nachprüfbar:
Australien hat in 2017 ~8.000 Asylanträgen zugestimmt. Australien hat 24 Mio Einwohner.
24*10**6/8*10**3 --> 3.000 Einwohner / Flüchtling

Deutschland hat in 2017 130.000 Asylanträgen zugestimmt. Deutschland hat 82 Mio Einwohner
82*10**6/1,3*10**5 --> 640 Einwohner / Flüchtling


Sie beziehen sich vermutlich auf sehr alte Zahlen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Fr 21. Sep 2018, 13:28

Selina hat geschrieben:(21 Sep 2018, 12:55)

Der Kommentar geht nach dem von dir herausgeschnittenen Satz noch weiter. Steht alles drin, worum es geht.


Eben deshalb habe ich den Rest nicht mitzitiert. Er ist irrelevant für meine Antwort.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon roadrunner » Fr 21. Sep 2018, 13:34

relativ hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:12)

Ich finde es immer kötzlich wie sich Leute hier hinstellen und meinen irgendetwas wäre, oder müsset in Stein gemeißelt sein und wenn nicht käme es automatisch einer Katastrophe gleich. Das da etliche Prozesse ablaufen , darauf kommen diese Leuchten gar nicht, sondern vergleichen 1 zu1 ihrem mom. Status mit den in 50-100 Jahren. :D


Was ist "kötzlich"? meeep meeeep

Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. Sokrates (470 - 399 v. Chr.), griechischer Philosoph
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon roadrunner » Fr 21. Sep 2018, 15:33

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:26)

Sie beziehen sich vermutlich auf sehr alte Zahlen.


SPIEGEL online:
Was auffällt: In Deutschland ist die Zahl der Neuankömmlinge aufs Jahr gerechnet offenbar weniger stark zurückgegangen als anderswo, etwa in den Mittelmeer-Anrainerstaaten. So ging die Zahl der Migranten, die in diesem Jahr über das Mittelmeer in Italien, Griechenland und Spanien angekommen sind, laut Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent zurück - aktuell liegt sie bei rund 170.000 (Stand: 19. Dezember).

Nach Deutschland sind also 2017 mehr Schutzsuchende gekommen als insgesamt über das Mittelmeer. Wie lassen sich diese Zahlen erklären? Eine abschließende Deutung dafür hat auch das Bundesinnenministerium nicht.

Offenbar spielt aber die Balkanroute weiterhin eine große Rolle: Migranten, die etwa in Griechenland angekommen sind, reisen erst Monate oder Jahre später weiter nach Deutschland. Dass die monatliche Zahl von 15.000 Neuankömmlingen relativ stabil ist, deutet darauf hin, dass das Schlepperwesen sich auf diese Kapazität eingependelt hat.

Stand 2017:
15.000 * 12 = 180.000 pro Jahr, 82 Millionen / 180 Tsd. = 456 Einwohner pro Zuwanderer. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung in Deutschland liegt jetzt bereits bei ca. 25%

Für mich besorgniserregend ist somit die Aussicht, dass spätestens ab dem Jahr 2053 die Einwohner ohne Migrationshintergrund in Deutschland die Minderheit bilden. :?
roadrunner

Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon roadrunner » Fr 21. Sep 2018, 15:48

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 11:06)

Na ja, überlassen wir Orban seinem selbst gewählten Schicksal... meine Meinung. :|

Sie äußern Verdächtigungen... etwa mit Hinweis auf Australien, einem ansonsten doch hoch geachteten Mitglied der Völkerfamilie. Sei's drum. Der erkennbare Vorteil vorgelagerter Auffanglager ist zweifellos, daß Zuwanderer nicht einfach in der EU untertauchen können, sich mit Kirchenasyl und anderen Wohltätern auf Kosten der Gemeinschaft der rechtskräftig entschiedenen Rückführung entziehen können.

Übrigens habe ich gar nichts dagegen, daß der größere Anteil Asylberechtigter in Deutschland aufgenommen und in unsere Gesellschaft eingebaut wird. Unserem Lande kann das auf lange Zeit nur nützen, wenn auch die unmittelbaren Kosten erst einmal auf zu bringen sind. Die würde ich allerdings in Brüssel einfordern als Solidarleistung der EU... und notfalls eigene Zahlungen an die EU einbehalten, die ansonsten als Solidarleistungen innerhalb der EU verteilt werden.

Mit FRONTEX wären ja schon einmal die vorgelagerten Kosten von der Gemeinschaft zu tragen; desgleichen die Kosten für die Auffanglager in Nordafrika. Das ist doch eine gut erkennbare Folge des gemeinschaftlichen Vorgehens.

Hoffentlich läßt sich der Plan umsetzen! Die nächste Variante wären geschlossene Auffanglager in der EU unter Verantwortung und Leitung von FRONTEX... bis zur rechtskräftigen Entscheidung ob asylberechtigt oder ausreisepflichtig; Ausreisepflichtige werden wieder unter Verantwortung und Durchführung von FRONTEX in ihre Herkunftsländer zurück geführt.

Ach ja, noch eins: "Aus Seenot Gerettete" sollten selbstverständlich auch in diese vorgelagerten Auffanglager überführt werden, also bis zur Entscheidung "asylberechtigt" den Boden der EU nicht betreten können... auf jeden Fall nicht untertauchen können.


Sehr guter Beitrag, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, Chapeau. :thumbup:
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon roadrunner » Fr 21. Sep 2018, 15:59

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:26)

Sie beziehen sich vermutlich auf sehr alte Zahlen.


7 LÜGEN, MIT DENEN MIGRANTEN NACH DEUTSCHLAND GELOCKT WERDEN
In alten Booten kommen die Flüchtlinge übers Meer und hoffen auf das Paradies in Deutschland.
Berlin - Immer mehr Migranten werden mit unglaublichen Lügen nach Deutschland gelockt. Geldgierige Schleuser versprechen ihnen das Paradies auf Erden. Und die Menschen begeben sich auf eine lebensgefährliche Reise, ohne zu wissen, dass ihre Träume platzen werden.

Das Auswärtige Amt will diesem Treiben Einhalt gebieten und startete eine eigene Website, auf der sie über die sieben größten Lügen der Schlepper und Schleuser aufklärt.

Unter RumoursAboutGermany.info wird in Englisch, Französisch und Arabisch mit dem größten Unsinn aufgeräumt. Hier geben wir einen Kurzüberblick über die sieben Lügen.

1. Lüge: "Das Schiff für die Überfahrt ist sehr groß und hat einen Pool und ein Kino."

Die Wahrheit: Die Schleuser benutzen die ältesten und billigsten Boote, die sie kriegen können. Meist hochseeuntaugliche Schlauchboote. Laut Angaben des Auswärtigen Amtes kamen allein dadurch 2016 mehr als 5000 Menschen im Mittelmeer ums Leben.

2. Lüge: "Allein für Afghanen hat Deutschland 800.000 Plätze reserviert."

Die Wahrheit: Das ist natürlich kompletter Unsinn. Bei der Prüfung der Asylanträge wird jeder Fall einzeln angeschaut und entschieden.

Vom rumänischen Timisoara geht es für die Migranten nach Deutschland.

3. Lüge: "Wir haben 25 Jahre Erfahrung und Dein Transport nach Europa ist 100 Prozent legal und machbar."

Die Wahrheit: Erfahrung haben die kriminellen Schmuggler wirklich. Sie spielen Katz und Maus mit der (Grenz-)Polizei. Doch alles, was sie tun, ist illegal und komplett lebensgefährlich für die Menschen. Der einzig "sichere" Fakt ist, dass die Schmuggler reich werden.

4. Lüge: "Große deutsche Firmen brauchen ständig neue Arbeitskräfte, deshalb werden täglich allein in Deutschland 5000 Migranten eingestellt."

Die Wahrheit: Es gibt generell keine Quote für ausländische Arbeitskräfte in deutschen Firmen - weder staatlich verordnet, noch in den Unternehmen selbst.

5. Lüge: "Jeder Flüchtling bekommt 2000 Euro Begrüßungsgeld."

Die Wahrheit: Unsinn! Ein reines, frei verfügbares Begrüßungsgeld in dieser Höhe gibt es nicht. Natürlich kommt der deutsche Staat für Kosten auf, die im Rahmen der Unterbringung der Flüchtlinge entstehen.

Statt in einem "geschenkten Haus" landen die Migranten in Flüchtlingsunterkünften.

6. Lüge: "Deutschland schenkt jedem Flüchtling ein eigenes Haus."

Die Wahrheit: das Gegenteil! Es ist und bleibt schwierig, die Asylbewerber ordentlich unterzubringen. Außerdem können Asylbewerber oft nicht frei entscheiden, in welcher Stadt bzw. welchem Bundesland sie sich aufhalten.

7. Lüge: "...und wenn Du Deutschland nicht gut findest, kriegst Du ein Visum für Kanada."

Die Wahrheit: Das ist der Gipfel der Märchenstunde. So ein Abkommen gibt es nicht.

All diese Geschichten locken natürlich viele Glücksritter an. Meist junge Männer, die sich in Pakistan, Algerien oder Äthiopien auf den Weg machen, um das vermeintlich große Glück zu finden. Sie können nicht unterscheiden, ob es Lüge oder Wahrheit ist, was ihnen die Schlepper erzählen. Aus ihrer Perspektive glänzen Europa und besonders Deutschland golden.

Viele dieser Menschen kommen also, weil ihnen eine Illusion vorgegaukelt wird und mischen sich unter die Flüchtlinge, die vor Krieg, Mord und Vergewaltigung temporär fliehen müssen, um zu überleben.

Deshalb schien es dem Außenministerium höchste Zeit, noch intensiver gegen diese Gerüchte und Lügen vorzugehen.

„Die Seite ist optimal auf dem Smartphone nutzbar und richtet sich in einfacher, klarer Sprache an Menschen, die mit dem Gedanken spielen, nach Deutschland zu kommen, die unterwegs sind oder bereits hier“, sagt Andreas Kindl, Beauftragter des Auswärtigen Amtes für Strategische Kommunikation.

„Das wichtigste Ziel unserer 'rumous about Germany-Kampagne' ist es, den Schleusern im Netz nicht die Informationshoheit zu überlassen", so Kindl. "Deshalb setzen wir der brodelnden Gerüchteküche vertrauenswürdige Fakten entgegen.“
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Fr 21. Sep 2018, 16:21

Vermutlich ist der größte Feind der Wahrheit die Berichterstattung von Flüchtlingen, die erst einmal hier angekommen sind und versorgt werden. Die stehen unter Erfolgsdruck und stellen ihre Lage hier rosig dar, um zu Hause nicht als Versager zu gelten. Sie schicken sogar von dem Taschengeld Beträge nach Hause, weil das den dortigen Erwartungen entspricht.

Das war der Hintergrund des CSU-Vorschlags, die Flüchtlinge nur noch mit Sachleistungen zu versorgen, damit diese Geldströme versiegen, der schöne Schein zu Ende geht. So habe ich diese Angelegenheit verstanden. Paßt doch zum Bericht "Rumours about Germany".
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon H2O » Fr 21. Sep 2018, 16:52

roadrunner hat geschrieben:(21 Sep 2018, 15:33)
...

...

Für mich besorgniserregend ist somit die Aussicht, dass spätestens ab dem Jahr 2053 die Einwohner ohne Migrationshintergrund in Deutschland die Minderheit bilden. :?


Über die Zahlen will ich nicht streiten; ich habe sie auch nur aus amtlichen Unterlagen, und die können geschönt und gefiltert sein... oder aus politischen Gründen maßlos übertrieben, etwa mit Blick auf die EU...

Ihre Schlußrechnung möchte ich dann aber doch noch kommentieren. Über 3 Generationen gerechnet leben in Deutschland ~17 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Würden wir 100 Jahre zurück gehen, dann dürfte das etwa die Hälfte unserer Wohnbevölkerung sein, weil wir vergessen, daß früher viele Menschen aus dem Osten zugewandert sind... Russen, Polen, Ukrainer, Balkanesen, Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Vietnamesen. Die sind auch im alltäglichen Auftreten so deutsch wie Sie und ich. Von unseren Türken haben sich etwa die Hälfte einbürgern lassen... nur noch deutsche Staatsangehörigkeit. Die sind jetzt so ungefähr seit 1970 im Lande (Mittelwert). In weiteren 50 Jahren merken Sie nur am Namen der Mitbürger noch etwas "Ausländisches". So wie bei Grabowski oder Kowalski.

Das heißt, unser Germanentum wird allmählich aus Mangel an Nachwuchs zurück gehen und in eine ganz bunte Mischung über gehen. Jährlich fehlen Größenordnung
150.000 Germanen Nachwuchs, und die werden locker ersetzt von 170.000 Zuwanderen, meist jungen ehrgeizigen Leuten. Bis 2050 wird unsere Einwohnerzahl dadurch zunehmen und sehr allmählich wird auch unser Lebensgefühl sich verändern. "Anders" heißt aber nicht "schlechter". Wir werden also mehr zu offenen Weltbürgern, während Ungarn, Tschechen und Polen zurück bleiben. Wir haben Grund zu sehr viel Zuversicht, daß unser Land sich mitten in Europa sehr gut entwickelt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Fliege » Fr 21. Sep 2018, 16:59

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 16:21)
Das war der Hintergrund des CSU-Vorschlags, die Flüchtlinge nur noch mit Sachleistungen zu versorgen, damit diese Geldströme versiegen, der schöne Schein zu Ende geht. So habe ich diese Angelegenheit verstanden.

So habe ich diese Angelegenheit ebenfalls verstanden und finde den Vorschlag gut geeignet. Wer als "Flüchtling" in Deutschland genug Geld übrig hat, um es in die Heimat zu schicken, wo die leider aus diversen Gründen nicht "mitgeflüchtete" Familie" unbehelligt das Geld abheben und ausgeben kann, der bekommt in Deutschland zu viel Geld.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Fr 21. Sep 2018, 17:33

Fliege hat geschrieben:(21 Sep 2018, 16:59)

So habe ich diese Angelegenheit ebenfalls verstanden und finde den Vorschlag gut geeignet. Wer als "Flüchtling" in Deutschland genug Geld übrig hat, um es in die Heimat zu schicken, wo die leider aus diversen Gründen nicht "mitgeflüchtete" Familie" unbehelligt das Geld abheben und ausgeben kann, der bekommt in Deutschland zu viel Geld.


Diese Sache ist mitmenschlich schon etwa komplizierter; die Werbewirkung der Geldüberweisungen muß eingedämmt werden.
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon roadrunner » Fr 21. Sep 2018, 18:38

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 16:52)

Über die Zahlen will ich nicht streiten; ich habe sie auch nur aus amtlichen Unterlagen, und die können geschönt und gefiltert sein... oder aus politischen Gründen maßlos übertrieben, etwa mit Blick auf die EU...

Ihre Schlußrechnung möchte ich dann aber doch noch kommentieren. Über 3 Generationen gerechnet leben in Deutschland ~17 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Würden wir 100 Jahre zurück gehen, dann dürfte das etwa die Hälfte unserer Wohnbevölkerung sein, weil wir vergessen, daß früher viele Menschen aus dem Osten zugewandert sind... Russen, Polen, Ukrainer, Balkanesen, Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Vietnamesen. Die sind auch im alltäglichen Auftreten so deutsch wie Sie und ich. Von unseren Türken haben sich etwa die Hälfte einbürgern lassen... nur noch deutsche Staatsangehörigkeit. Die sind jetzt so ungefähr seit 1970 im Lande (Mittelwert). In weiteren 50 Jahren merken Sie nur am Namen der Mitbürger noch etwas "Ausländisches". So wie bei Grabowski oder Kowalski.

Das heißt, unser Germanentum wird allmählich aus Mangel an Nachwuchs zurück gehen und in eine ganz bunte Mischung über gehen. Jährlich fehlen Größenordnung
150.000 Germanen Nachwuchs, und die werden locker ersetzt von 170.000 Zuwanderen, meist jungen ehrgeizigen Leuten. Bis 2050 wird unsere Einwohnerzahl dadurch zunehmen und sehr allmählich wird auch unser Lebensgefühl sich verändern. "Anders" heißt aber nicht "schlechter". Wir werden also mehr zu offenen Weltbürgern, während Ungarn, Tschechen und Polen zurück bleiben. Wir haben Grund zu sehr viel Zuversicht, daß unser Land sich mitten in Europa sehr gut entwickelt.


Da liegt wohl ein Missverständnis vor, ich meinte Staatsbürger mit weißer Hautfarbe, das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit dem dauerhaften Erhalt der Gene.
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon H2O » Fr 21. Sep 2018, 18:43

roadrunner hat geschrieben:(21 Sep 2018, 18:38)

Da liegt wohl ein Missverständnis vor, ich meinte Staatsbürger mit weißer Hautfarbe, das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit dem dauerhaften Erhalt der Gene.


Gene bleiben ja erhalten, bieten aber mehr Vielfalt, was sich allgemein als besonders robust in Zeiten der Veränderung erwiesen hat. Ich bin in der Hinsicht ganz zuversichtlich!
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon roadrunner » Fr 21. Sep 2018, 19:14

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 16:52)

Über die Zahlen will ich nicht streiten; ich habe sie auch nur aus amtlichen Unterlagen, und die können geschönt und gefiltert sein... oder aus politischen Gründen maßlos übertrieben, etwa mit Blick auf die EU...

Ihre Schlußrechnung möchte ich dann aber doch noch kommentieren. Über 3 Generationen gerechnet leben in Deutschland ~17 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Würden wir 100 Jahre zurück gehen, dann dürfte das etwa die Hälfte unserer Wohnbevölkerung sein, weil wir vergessen, daß früher viele Menschen aus dem Osten zugewandert sind... Russen, Polen, Ukrainer, Balkanesen, Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Vietnamesen. Die sind auch im alltäglichen Auftreten so deutsch wie Sie und ich. Von unseren Türken haben sich etwa die Hälfte einbürgern lassen... nur noch deutsche Staatsangehörigkeit. Die sind jetzt so ungefähr seit 1970 im Lande (Mittelwert). In weiteren 50 Jahren merken Sie nur am Namen der Mitbürger noch etwas "Ausländisches". So wie bei Grabowski oder Kowalski.

Das heißt, unser Germanentum wird allmählich aus Mangel an Nachwuchs zurück gehen und in eine ganz bunte Mischung über gehen. Jährlich fehlen Größenordnung
150.000 Germanen Nachwuchs, und die werden locker ersetzt von 170.000 Zuwanderen, meist jungen ehrgeizigen Leuten. Bis 2050 wird unsere Einwohnerzahl dadurch zunehmen und sehr allmählich wird auch unser Lebensgefühl sich verändern. "Anders" heißt aber nicht "schlechter". Wir werden also mehr zu offenen Weltbürgern, während Ungarn, Tschechen und Polen zurück bleiben. Wir haben Grund zu sehr viel Zuversicht, daß unser Land sich mitten in Europa sehr gut entwickelt.


"Über 3 Generationen gerechnet leben in Deutschland ~17 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln."
"... "Ausländisches". So wie bei Grabowski oder Kowalski."

Das sind Mitteleuropäer und nicht gleichzusetzen mit Einwanderern aus dem Maghreb, Schwarzafrika, Afghanistan, Syrien etc.

Laut Unterlagen der Bundesbehörden betrug der Ausländeranteil 2017 etwa 25%, d.h., von 82 Millionen Personen waren 20,5 Millionen Personen mit Migrationshintergrund, Tendenz stark steigend.
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon H2O » Fr 21. Sep 2018, 19:36

roadrunner hat geschrieben:(21 Sep 2018, 19:14)

"Über 3 Generationen gerechnet leben in Deutschland ~17 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln."
"... "Ausländisches". So wie bei Grabowski oder Kowalski."

Das sind Mitteleuropäer und nicht gleichzusetzen mit Einwanderern aus dem Maghreb, Schwarzafrika, Afghanistan, Syrien etc.

Laut Unterlagen der Bundesbehörden betrug der Ausländeranteil 2017 etwa 25%, d.h., von 82 Millionen Personen waren 20,5 Millionen Personen mit Migrationshintergrund, Tendenz stark steigend.


Da helfen dann nur noch Links weiter:

https://www.zeit.de/news/2018-08/01/fas ... -99-376201
Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.


Die Erlanger Politikwissenschaftlerin Petra Bendel verweist darauf, dass nach den Ausnahmejahren 2015/2016 die Zuwanderung aus EU-Ländern wieder am stärksten sei. "Deutschland braucht angesichts des demografischen Wandels auch Einwanderung"


Von den 19,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund hatten rund 2,8 Millionen (14 Prozent) türkische Wurzeln. 11 Prozent hatten einen polnischen, 7 Prozent einen russischen, 6 einen kasachischen und 4 Prozent einen rumänischen Hintergrund. Die Zahlen beruhen auf dem Mikrozensus, einer Stichprobenerhebung unter deutschen Haushalten.


Ich meine, daß diese Zahlen Ihre ganz großen Befürchtungen doch ein wenig zurecht rücken.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Fr 21. Sep 2018, 19:45

Selina hat geschrieben:(21 Sep 2018, 12:55)

Der Kommentar geht nach dem von dir herausgeschnittenen Satz noch weiter. Steht alles drin, worum es geht.

Ihr Linken seid für sichere Fluchtwege und offene Grenzen, damit jeder und jede nach Europa kommen kann.
Egal warum.
Dann wird der Platz knapp.
Seitdem man Linksextremisten mit Rechtsextremisten gleichsetzen darf, ist die Frage erlaubt, woher ihr den erforderlichen Lebensraum nehmen wollt?
Den müßt ihr irgendwem wegnehmen.
Im Osten?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon 51423benam » Fr 21. Sep 2018, 23:17

unity in diversity hat geschrieben:(21 Sep 2018, 19:45)

Ihr Linken seid für sichere Fluchtwege und offene Grenzen, damit jeder und jede nach Europa kommen kann.
Egal warum.
Dann wird der Platz knapp.
Seitdem man Linksextremisten mit Rechtsextremisten gleichsetzen darf, ist die Frage erlaubt, woher ihr den erforderlichen Lebensraum nehmen wollt?
Den müßt ihr irgendwem wegnehmen.
Im Osten?

Ich würde mich insgesamt als eher links bezeichnen, bin aber nicht für unkontrollierte Migration. Passt das noch in ihr Weltbild?
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 22. Sep 2018, 00:54

relativ hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:09)

Da bekommt das Wort Flüchtling eine ganz neue Bedeutung. Flüchtling nur dann, wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen, der Rest ist illegal. :(
Eben die Flüchtlinge die ihr per Privatjet selbst abholt, aber nicht ohne vorher auch die Nütztlichkiet dieser Flüchtlinge zu prüfen, dafür ein ganz dickes Danke schön von denjenigen Staaten, die keine Rosinenpickerei benötigen um ihre Menschenrechtsverpflichtungen nachzukommen. :thumbup:


So ist es absolut nicht.

Wir helfen den Fluechtlingen die von der UN an solche anerkannt und registriert sind und nicht denen die per Linienflug zB nach Indonesien fliegen und dort viel Geld dafuer ausgeben sich "illegal" nach Austraien einzuschmuggeln. Das sie fuer ihr gutes Geld lediglich ihr Leben riskieren und wenn nicht von der Kuestenwache aus dem Wasser gefischt ertrinken haben die Leute nicht einkalkuliert! Tausende sind ums Leben gekommen bis wir die Boote gestoppt haben und den Menschenschmugglern damit die Existenzgrundlage nahmen.

Jeder der illegal einreist nimmt einem legalen Fluechtling den Platz weg. Fuer viele die es versuchten ist der Begriff Fluechtling falsch, es handelt sich um Leute, die ihre wirtschaftliche Situation verbessern wollen.
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 22. Sep 2018, 01:06

H2O hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:26)

Das sind die nachprüfaren Daten:


Diese Zahlen sind leicht nachprüfbar:


Sie beziehen sich vermutlich auf sehr alte Zahlen.


2015

2016-2017 nahmen wir deutlich mehr Fluechtlinge auf. 24162 Seelen! Insofern hat sich die Aufnahme per capita erhoeht! Im gleichen Zeitraum nahmen wir 225941 Migranten auf mit permanenten Aufenhaltstatus, das heisst neue Buerger.

Hier ein Bericht dazu vom Guardian https://www.theguardian.com/world/2018/ ... an-program

Wenn wir einen "pissing contest" anfangen wer die meisten Fluechtlinge aufnimmt, fuehren Laender wie Jordanien und Lebanon by miles :D
Zuletzt geändert von TheManFromDownUnder am Sa 22. Sep 2018, 07:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tragödie an der EU-Außengrenze - Wie vermeiden?

Beitragvon H2O » Sa 22. Sep 2018, 08:41

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(22 Sep 2018, 01:06)

2015

2016-2017 nahmen wir deutlich mehr Fluechtlinge auf. 24162 Seelen! Insofern hat sich die Aufnahme per capita erhoeht! Im gleichen Zeitraum nahmen wir 225941 Migranten auf mit permanenten Aufenhaltstatus, das heisst neue Buerger.

Hier ein Bericht dazu vom Guardian https://www.theguardian.com/world/2018/ ... an-program

Wenn wir einen "pissing contest" anfangen wer die meisten Fluechtlinge aufnimmt, fuehren Laender wie Jordanien und Lebanon by miles :D


Das ist völlig unbestritten: Die Nachbarn Syriens übertreffen an Großmut den Rest der Welt um Größenordnungen.

Es geht aber um Flüchtlinge, und nicht um gesuchte Fachkräfte gemäß Einwanderungsordnung. Wenn wir diese Zuwanderung aus Europa nach Deutschland in Ansatz brächten... na dann! :thumbup:

Das muß man schon sehr nüchtern sehen... was man bewußt will, und wozu man sich aus humanitären Gründen bereit erklärt.

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