Macron und die Folgen

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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 18. Mär 2020, 09:05

Grau hat geschrieben:(18 Mar 2020, 09:00)

Ich finde Macron relativ okay. Er ist ein Liberaler, der voll hinter der EU steht. Und er versteht sich auch gut mit Mutti Merkel. Es gibt viele andere Präsidenten die mir unsympathischer sind. Allen voran Trump und Putin.


Genau so ist es. Mit diesem Pfund muß die EU wuchern... dann wird auch etwas daraus. Das ist die Gelegenheit, die europäische Unabhängigkeit her zu stellen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mi 25. Mär 2020, 01:05

CouronneFrance III

Ausgangssperren bis Ende April?

Am Montagabend hatte Premierminister Philippe angekündigt, dass ab Dienstag die Ausgangsbeschränkungen nochmals verschärft werden sollen.

Jetzt hat der wissenschaftliche Beirat für die Corona-Krise eine Verlängerung der ursprünglich auf zwei Wochen befristeten Maßnahmen bis Ende April befürwortet.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Vongole » Mi 25. Mär 2020, 02:01

Vongole hat geschrieben:(18 Mar 2020, 19:37)

Bitte beim Thema Macron bleiben.
Vongole - Mod.

Ich meine in der Regel, was ich sage!
Macron hat Corona sicherlich nicht zu verantworten, daher:
Wer die Corona-Krise in Frankreich thematisieren möchte, kann das gerne in einem separaten Strang machen.

Vongole -Mod.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mi 25. Mär 2020, 06:56

Das hier ist "mein" Frankreich-Strang. Auch bei Corona ist Regierungshandeln berührt. Die Corona-Krise dreht sich fast überwiegend nur um Regierungsmaßnahmem.

Wenn ich nun hier nicht mehr über Corona und die Entwicklung in Frankreich schreiben darf, dann lasse ich es eben, über Frankreich zu schreiben.

Klappe zu, Affe tot...
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Vongole » Mi 25. Mär 2020, 14:32

Senexx hat geschrieben:(25 Mar 2020, 06:56)

Das hier ist "mein" Frankreich-Strang. Auch bei Corona ist Regierungshandeln berührt. Die Corona-Krise dreht sich fast überwiegend nur um Regierungsmaßnahmem.
Wenn ich nun hier nicht mehr über Corona und die Entwicklung in Frankreich schreiben darf, dann lasse ich es eben, über Frankreich zu schreiben.
Klappe zu, Affe tot...

Auch in "Ihrem" Strang müssen Sie beim Thema bleiben, Corona ist keine Folge von Macron.
Die reine Aufzählung von Fallzahlen ohne Hinweis auf Regierungsmaßnahmen gehört ebenfalls nicht zum Thema.
Es bleibt Ihnen unbenommen, über Frankreich zu schreiben, aber nicht in einem Thread, den Sie selber als TE auf "Macron und die Folgen" eingegrenzt haben.
Weitere Diskussionen zur Moderation bitte im dafür vorgesehenen Strang.

Vongole - Mod.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Di 19. Mai 2020, 08:58

Mal sehen wer sein Amt eher verliert. Merkel oder Macron? Tweet vom ZDF-Studio in Paris.

"Ende der absoluten Mehrheit für #Macron/s Partei #LREM in der frz. Nationalversammlung. 17 Abspalter bilden eine neue Fraktion, die sich stärker ökologisch und sozial orientieren will."
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Bobo » Di 19. Mai 2020, 10:08

Orbiter1 hat geschrieben:(19 May 2020, 08:58)

Mal sehen wer sein Amt eher verliert. Merkel oder Macron? Tweet vom ZDF-Studio in Paris.

"Ende der absoluten Mehrheit für #Macron/s Partei #LREM in der frz. Nationalversammlung. 17 Abspalter bilden eine neue Fraktion, die sich stärker ökologisch und sozial orientieren will."


Eigentlich stellt sich die Frage nicht wirklich. Mir ist, als hätte man Merkel den Mantel längst gereicht. Diverse Kandidaten versuchen sich bereits in Stellung zu plappern. Siehe Laschet, der dem Wählervolk womöglich schon einmal zu viel auf den Sack gegangen ist. Insofern meine ich, dass jener zuerst gehen wird, welcher der kommenden Wahl am nächsten ist.
Lebe, als würdest Du morgen sterben, lerne, als würdest zu ewig leben.
(Mahatma Gandhi)
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Di 19. Mai 2020, 18:00

Bobo hat geschrieben:(19 May 2020, 10:08)

Eigentlich stellt sich die Frage nicht wirklich. Mir ist, als hätte man Merkel den Mantel längst gereicht. Diverse Kandidaten versuchen sich bereits in Stellung zu plappern. Siehe Laschet, der dem Wählervolk womöglich schon einmal zu viel auf den Sack gegangen ist. Insofern meine ich, dass jener zuerst gehen wird, welcher der kommenden Wahl am nächsten ist.


Die Sache mit der Reihenfolge der Abschiede von der politischen Macht kann ja gar nicht anders sein. Allerdings wird die Kanzlerin der allseits anerkannte Erfolg der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Deutschland in den politischen Ruhestand begleiten... und 16 Jahre recht gut bewältigter Krisen in allgemeinem Wohlstand. Das muß erst einmal ein Nachfolger erreichen, oder ein Wettbewerber um einen Platz auf dem Denkmalssockel.

Ich möchte nicht unfair sein: Ich hatte große Hoffnungen auf Frankreich und Europa unter der Führung durch Präsident Macron gesetzt. Etwa auf den Dialog mit den Unionsbürgern. Daraus ist so gut wie gar nichts geworden... nirgendwo in Europa. Welche französische oder europäische Schieflage konnte Präsident Macron mit seiner Partei LREM beseitigen? War die Gefahr durch die Kräfte um Frau LePen eine solche Schieflage? Ist diese Gefahr erkennbar geschrumpft?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Di 19. Mai 2020, 18:17

H2O hat geschrieben:(19 May 2020, 18:00)

Ich möchte nicht unfair sein: Ich hatte große Hoffnungen auf Frankreich und Europa unter der Führung durch Präsident Macron gesetzt. Etwa auf den Dialog mit den Unionsbürgern. Daraus ist so gut wie gar nichts geworden... nirgendwo in Europa. Welche französische oder europäische Schieflage konnte Präsident Macron mit seiner Partei LREM beseitigen? War die Gefahr durch die Kräfte um Frau LePen eine solche Schieflage? Ist diese Gefahr erkennbar geschrumpft?
Sie haben sich ja inzwischen die Zahlen des Eurobarometer angesehen. Beim Vertrauen in die EU liegen die Franzosen auf dem letzten Platz (seit die Briten die EU verlassen haben). Frankreich hatte ja seinerzeit auch die EU-Verfassung abgelehnt. Wie man da auf Frankreich hoffen kann verstehe ich nicht. Da sind sie wohl gedanklich immer noch in der Zeit mit Deutschland und Frankreich als Motor der EU haften geblieben. Oder Macron hat ihnen mit seinen Europa-Reden die Sinne vernebelt. Inzwischen geht es bei den Mitgliedsländern primär darum das finanzielle Maximum rauszuholen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Di 19. Mai 2020, 18:43

Orbiter1 hat geschrieben:(19 May 2020, 18:17)

Sie haben sich ja inzwischen die Zahlen des Eurobarometer angesehen. Beim Vertrauen in die EU liegen die Franzosen auf dem letzten Platz (seit die Briten die EU verlassen haben). Frankreich hatte ja seinerzeit auch die EU-Verfassung abgelehnt. Wie man da auf Frankreich hoffen kann verstehe ich nicht. Da sind sie wohl gedanklich immer noch in der Zeit mit Deutschland und Frankreich als Motor der EU haften geblieben. Oder Macron hat ihnen mit seinen Europa-Reden die Sinne vernebelt. Inzwischen geht es bei den Mitgliedsländern primär darum das finanzielle Maximum rauszuholen.


Nein, ich verstehe meine gedankliche Unterstützung des europäischen Projekts nicht als Ergebnis vernebelter Sinne. Kann natürlich sein, daß meine Erfahrungen mit einem ganz anderen Europa mich da doch stärker in Griff haben.

Schon richtig, Frankreich nimmt unter den Freunden der EU keinen Platz in der Gruppe mit > 2/3 Mehrheit ein. Aber ganz am Ende steht Frankreich dann auch nicht, zumindest nicht im Herbst 2019. Da sind es immer noch 58% Zustimmung der Franzosen zur EU. Ganz weit hinten Griechenland mit 51% und leider auch Italien mit 55%.

Das finanzielle Maximum erzielen zu wollen ist ja nicht ganz daneben... eine gute deutsche Bundesregierung wird das Ihrige tun, um zu einer vorteilhaften Gesamtbilanz zu gelangen. Das ist ja nicht allein Bares. Und mit 83% Zustimmung zur EU empfinden unsere Landsleute unsere Mitgliedschaft in der EU als sehr weitgehend vorteilhaft. "Meine" Polen liegen mit 81% ziemlich gleichauf!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 20. Mai 2020, 20:42

Im Abendprogramm des DLF gab es eine Diskussion von Leuten, die als EU-Korrespondenten wirken, einer Französin in deutschen Diensten für die Wirtschaftsbeziehungen D & F und einem emeritierten Professor der RWTH Aachen für Fragen der EU.

https://www.deutschlandfunk.de/zur-disk ... 56.de.html

Aus dieser Diskussion nehme ich mit (im Kontext mit der Aussage: "In der EU will jeder Partner den größten Vorteil für sich heraus schlagen..."), daß Deutschland aus dem Zugang aller Partner zum gemeinsamen Wirtschaftsraum jährlich 170 Mrd Euro Gewinn erzielt. Diese Aussage wird sicher keine platte Erfindung sein, sondern irgendwie belegbar sein. Als Nettozahler mit etwa 13 Mrd, siehe

https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen- ... empfaenger

und nach neuestem Vorschlag noch einmal 5 Mrd Euro für die Anleihe der EU für den Wiederaufbau der Wirtschaften von EU-Partnern (Vorschlag Macron & Merkel) wird deutlich, wie groß unser deutscher Vorteil als Mitglied der EU immer noch ist. Von daher verwundert es kaum, daß nach dem Vorschlag in Deutschland gar keine Protestwelle aufgebrandet ist, obwohl dem äußeren Anschein nach Deutschland so richtig über den Tisch gezogen wurde.

Nach Adam Riese bleiben dann immer noch 155 Mrd von 170 Mrd zu deutschen Gunsten übrig. Wohlgemerkt: Das Geld ist verdient, und unsere Partner könnten sich das auch verdienen. Eine wirkliche Katastrophe wäre eben, wenn wir als deutsche Gesamtwirtschaft in Europa zusetzen würden. Davon ist Deutschland aber meilenweit entfernt! So manche Wohltat können wir uns also nur deshalb leisten, weil es die EU gibt, die uns Zugang zu ihren Märkten gestattet.

Wenn meine Überlegungen so halbwegs zutreffen sollten, dann sind viele deutsche Quengeleien über EU-Finanzen ziemlich dämlich angelegt. Da bekommen irgendwelche Leute den Hals immer noch nicht voll!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Skull » Mi 20. Mai 2020, 21:43

H2O hat geschrieben:(20 May 2020, 20:42)

... daß Deutschland aus dem Zugang aller Partner zum gemeinsamen Wirtschaftsraum jährlich 170 Mrd Euro Gewinn erzielt.

Diese Aussage wird sicher keine platte Erfindung sein, sondern irgendwie belegbar sein.

Als Nettozahler mit etwa 13 Mrd...

Lieber H2O,

wer definiert da wie GEWINN ?

Es könnte (und kann) gut so sein, dass Deutschland mit so einer grossen Zahl „profitiert“.

Nur sollte man klären, wie und woraus sich diese Zahl EXAKT zusammensetzt.

Und wer da dann wie „profitiert“ ?

Der deutsche Staat ?
Die deutschen Arbeitnehmer ?
Die deutschen Sozialversicherungen ?
Die Arbeitgeber ?
Die Unternehmen ?

Ich halte nichts davon, solche (grossen) Zahlen in den Raum zu schmeissen,
ohne KONKRET zu benennen, was man DAMIT genau (!) meint.

Und damit zu suggerieren, man könnte diese 170 Mrd (oder auch nur einen -grossen- Teil) umverteilen.

mfg
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Mi 20. Mai 2020, 22:29

H2O hat geschrieben:(20 May 2020, 20:42)

Aus dieser Diskussion nehme ich mit (im Kontext mit der Aussage: "In der EU will jeder Partner den größten Vorteil für sich heraus schlagen..."), daß Deutschland aus dem Zugang aller Partner zum gemeinsamen Wirtschaftsraum jährlich 170 Mrd Euro Gewinn erzielt. Diese Aussage wird sicher keine platte Erfindung sein, sondern irgendwie belegbar sein.
Den wichtigsten Satz desjenigen der die angeblichen jährlichen 170 Mrd € "Gewinn" für Deutschland in die Diskussionsrunde einbrachte haben sie vergessen zu erwähnen. Der lautet: "Jeder Banker würde mir diese Rechnung um die Ohren hauen". Die 170 Mrd € stammen vom Institut für Weltwirtschaft und entsprechen dem Bruttoinlandsprodukt das für Deutschland aufgrund des Binnenmarktes und der Zollunion entsteht. Als ob es Binnenmarkt und Zollunion bei Ablehnung des 500 Mrd € Wiederaufbaufonds plötzlich nicht mehr geben würde. Für Frankreich ergibt sich übrigens dadurch ein "Gewinn" von 87 Mrd € und für Italien von 66 Mrd €. Daher ist die Wahrscheinlichkeit dass sich Binnenmarkt und Zollunion bei Ablehnung des 500 Mrd € Wiederaufbaufonds schlagartig in Luft auflösen ziemlich unwahrscheinlich.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Skull » Mi 20. Mai 2020, 22:37

Orbiter1 hat geschrieben:(20 May 2020, 22:29)

Die 170 Mrd € stammen vom Institut für Weltwirtschaft
und entsprechen dem Bruttoinlandsprodukt das für Deutschland aufgrund des Binnenmarktes und der Zollunion entsteht.

Menno.

Du hast mir meine pointe geklaut. :D

Das in Deutschland erarbeitete und schon verteilte BIP
kann man doch bestimmt einfach an die EU (teil) umverteilen... :?: :p

Oder wenigstens zuküntig... :dead:

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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 20. Mai 2020, 23:11

Ja, wer immer mit dem spitzen Bleistift herum läuft, der wird zu solchen Ergebnissen kommen. Ich meine aber, wenn an dieser großen Zahl etwas dran ist, dann sollte man bei den Summen, die da im Raum stehen, nicht zusammen zucken.

Immerhin ist die EU ein Friedensprojekt; das ist schon einige Opfer wert. Für welchen Unsinn unsere Altvorderen Menschenleben und Vermögenswerte vernichtet haben, das geht doch auf keine Kuhhaut.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon LiberalKonservativ » Mo 25. Mai 2020, 18:43

H2O hat geschrieben:(20 May 2020, 23:11)
Immerhin ist die EU ein Friedensprojekt; das ist schon einige Opfer wert. Für welchen Unsinn unsere Altvorderen Menschenleben und Vermögenswerte vernichtet haben, das geht doch auf keine Kuhhaut.


Immer wieder das Totschlagargument "Friedensprojekt". Ein Friede, der nur darauf baut, dass eine Partei ständig Geld zahlen soll, ist kein Friede sondern schlicht Ruhe gegen Tribut.
Ich sehe so etwas als genau das Gegenteil von friedensstiftend: nämlich unfriedensstiftend.

Ohnehin absurd, dass man als Deutscher auf die Niederländer, Österreicher, Dänen und Schweden hoffen muss, um das Schlimmste abzuwenden. Andererseits verdienen wir es auch nicht anders, wenn man sich die Wahl- und Umfrageergebnisse für die "ever closer union" United States of Europe Nationalisten so ansieht.-
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Teeernte » Mo 25. Mai 2020, 19:58

Tip zum Überlegen....

Warum wünscht Frankreich - dass Deutschland Italien "Helfen" soll (Geld). ??
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Adam Smith » Mo 25. Mai 2020, 20:08

Teeernte hat geschrieben:(25 May 2020, 19:58)

Tip zum Überlegen....

Warum wünscht Frankreich - dass Deutschland Italien "Helfen" soll (Geld). ??


Weil erstens auch Frankreich zu hohe Schulden hat und zweitens auch Frankreich von Deutschland Geld geschenkt bekommt.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mo 25. Mai 2020, 22:53

LiberalKonservativ hat geschrieben:(25 May 2020, 18:43)

Immer wieder das Totschlagargument "Friedensprojekt". Ein Friede, der nur darauf baut, dass eine Partei ständig Geld zahlen soll, ist kein Friede sondern schlicht Ruhe gegen Tribut.
Ich sehe so etwas als genau das Gegenteil von friedensstiftend: nämlich unfriedensstiftend.

Ohnehin absurd, dass man als Deutscher auf die Niederländer, Österreicher, Dänen und Schweden hoffen muss, um das Schlimmste abzuwenden. Andererseits verdienen wir es auch nicht anders, wenn man sich die Wahl- und Umfrageergebnisse für die "ever closer union" United States of Europe Nationalisten so ansieht.-


Ein Deutschland mit der gewünschten Durchsetzungskraft gab es bis zur bedingungslosen Kapitulation. Wer daraus nichts gelernt hat, der führt Reden wie Sie.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon LiberalKonservativ » Di 26. Mai 2020, 08:31

H2O hat geschrieben:(25 May 2020, 22:53)

Ein Deutschland mit der gewünschten Durchsetzungskraft gab es bis zur bedingungslosen Kapitulation. Wer daraus nichts gelernt hat, der führt Reden wie Sie.


??? Wo schreibe ich etwas von "Durchsetzungkraft"? Von "Durchsetzungskraft" fabulieren immer United States of Europe Nationalisten wie Sie, mit der Argumentation, dass wir sonst zwischen den bösen "Chinesen, Russen und Amerikanern zerquetscht" werden. Ich habe offenbar mehr aus der bedingungslosen Kapitulation gelernt wie jene, die genau diese imperialen europäischen Großsmachtsfantasien hegen. Früher war es der böse Franzose gegen den man das Deutsche Reich 1870 mit Blut und Eisen einen wollte, heute ist es eben der böse Chinese, Russe und seit Trump auch Amerikaner gegen die wir "zusammenwachsen" müssen.

Ich wehre mich schlicht gegen eine ungerechte Transferunion. Ohne einheitliche Steuersätze, Sozialversicherungen, Rentensysteme etc. ist und bleibt es nämlich einfach massiv ungerecht. Und wer glaubt, dass ein einheitliches System von Lissabon bis Bukarest funktioniert, ist ein Träumer.

Ihre "Argumentation" ist die klassische nebulöse deutsche Politiker Argumentation: "Deutschland profitiert am meisten". Dann definieren Sie doch mal genau WER und in Welchem UMFANG und durch WAS da genau profitiert wird. Wer Komparative oder Superlative verwendet, muss ebenfalls dann auch Vergleiche mit anderen Ländern. Wie sieht es denn mit dem Durchschnittsvermögen der "Deutschen" im Vergleich zu den anderen Ländern aus, wenn "Deutschland" einen soooo massiven Gewinn mit 170Mrd p.a. hat. Oder profitieren am Ende doch wieder nur Großkonzerne ala Dax30? Und guess what... c. 58% des Dax Aktienkapitals ist im Eigentum von ausländischen Investoren, sprich diese Gewinne bleiben mit nichten in Deutschland sondern fließen schön regelmäßig aus Deutschland ab, sollen aber mit deutschem Steuergeld und Transferleistungen gesichert werden.

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