Macron und die Folgen

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sünnerklaas
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon sünnerklaas » Sa 24. Nov 2018, 20:54

H2O hat geschrieben:(21 Nov 2018, 13:15)

Dieser Jammer ist altbekannt: Immer auf Kosten der Kleinen, schon klar. Dann doch zurück auf die Bäume. Dabei müssen schöpferische Kräfte ermutigt werden, um die Zukunft zu gewinnen, mit Arbeit und Brot... auch für die Kleinen. Machen Sie bessere Vorschläge... ich höre Ihnen aufmerksam zu! Gar nichts bewegen, das ist nur scheinbare Sicherheit... und irgendwann fließen die Tränen. Kennen wir doch von unserer Agenda 2010.


Das alte Gejammer und Geschimpfe des sogenannten "Kleinen Mannes auf der Straße". Sowas hat den noch nie weiter gebracht.
Was Macron macht, ist absolut richtig. Und wenn die Hanswurste meinen, weiter Randale zu machen und mit Sprengstoffwesten rumlaufen zu müssen, um den Staat zu erpressen, dann wäre es mal richtig, wenn es für vier bis sechs Wochen gar keinen Treibstoff an den Zapfsäulen gibt. Einfach mal zur Disziplinierung.
KarlRanseier

Re: Macron und die Folgen

Beitragvon KarlRanseier » Sa 24. Nov 2018, 21:00

sünnerklaas hat geschrieben:(24 Nov 2018, 20:54)

Das alte Gejammer und Geschimpfe des sogenannten "Kleinen Mannes auf der Straße". Sowas hat den noch nie weiter gebracht.
Was Macron macht, ist absolut richtig. Und wenn die Hanswurste meinen, weiter Randale zu machen und mit Sprengstoffwesten rumlaufen zu müssen, um den Staat zu erpressen, dann wäre es mal richtig, wenn es für vier bis sechs Wochen gar keinen Treibstoff an den Zapfsäulen gibt. Einfach mal zur Disziplinierung.



Was richtig und was falsch ist hängt von der Zielfunktion ab. Und diese dürfte bei Macron ähnlich sein wie bei Merz oder dem Deutschbänker Ackermann.

Und da die Franzosen keine Deutschen sind, sind sie auch weniger obrigkeitshörig und lassen sich nicht alles bieten. Der Staat wird vom Volk finanziert, und nicht von den Bänkstern und Systemrelevanten.

Wenn es keinen Treibstoff gibt, dann schießt man vor allem den Absahnern ins Knie, soewtas wird sicherlich nie passieren, zumindest nicht absichtlich.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 21:26

sünnerklaas hat geschrieben:(24 Nov 2018, 20:54)

Das alte Gejammer und Geschimpfe des sogenannten "Kleinen Mannes auf der Straße". Sowas hat den noch nie weiter gebracht.
Was Macron macht, ist absolut richtig. Und wenn die Hanswurste meinen, weiter Randale zu machen und mit Sprengstoffwesten rumlaufen zu müssen, um den Staat zu erpressen, dann wäre es mal richtig, wenn es für vier bis sechs Wochen gar keinen Treibstoff an den Zapfsäulen gibt. Einfach mal zur Disziplinierung.


Ich vermute, daß solche harten Gegenmaßnahmen vermieden werden können, wenn "die Politik" das Gespräch mit dem Bürger sucht. Das gilt auch für "die Wissenschaft". Ich vermute, daß die Maßnahmen in Frankreich wohl durchdacht und auch wissenschaftlich durchgerechnet sind. Aber selbstverständlich muß vor der Einführung solcher Maßnahmen das Streitgespräch mit den Betroffenen und solchen, die sich dafür halten, geführt werden. Ich glaube nicht, daß französische Mitbürger und Europäer uneinsichtiger sind als deutsche Mitbürger. Wutbürger züchtet "die Politik" immer selbst heran.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Raul71 » Sa 24. Nov 2018, 21:34

Ein ehemaliger Investmentbanker kann für den Großteil der Bürger ganz selten eine glückliche Lösung sein. Macron profitierte von seinem Charisma, seinem Aussehen, seiner Rhetorik und von der Tatsache, dass das "Endspiel" gegen le Pen war und er die versammelten Stimmen der Ausgeschiedenen bekam.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Fliege » Sa 24. Nov 2018, 21:50

In ihrer Handy-Wutrede auf Macron sagt Jacline Mouraud: "Ich bin sicher, dass wenigsten 80% der Leute, die mich hören, mit mir einverstanden sind. [...] Die Franzosen sind wegen der Abzocke der Autofahrer stinksauer auf den Präsidenten. Sind die Deutschen wohl auch auf die Kanzlerin, aber es gibt keine Bahnsteigkarten mehr" (Übersetzung).

Da sitzen wohl zwei in demselben löchrigen Boot. (Und dass es Franzosen und Deutschen allein ums Auto geht, möchte ich nicht vermuten.)
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 21:59

Den einen Spinner mit seiner Sprengschnur um den Hals hätte man gleich auf einer Wiese seine Revolution machen lassen sollen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 22:04

Raul71 hat geschrieben:(24 Nov 2018, 21:34)

Ein ehemaliger Investmentbanker kann für den Großteil der Bürger ganz selten eine glückliche Lösung sein. Macron profitierte von seinem Charisma, seinem Aussehen, seiner Rhetorik und von der Tatsache, dass das "Endspiel" gegen le Pen war und er die versammelten Stimmen der Ausgeschiedenen bekam.


Als ich Macrons Wahlprogramm und die darin enthaltene Ansprache an die französischen Bürger gelesen hatte, dachte ich noch "Donnerwetter, endlich einmal Klartext! Ach, gäbe es so etwas Mitreißendes auch in Deutschland!"

Im Wahlkampf hatte er auch beste Gelegenheit zum Gespräch mit den Mitbürgern. Da kam er glaubhaft und auch erdverbunden herüber. Mag sein, daß einmal in Amt und Verantwortung die Zeit fehlt, seine Gedanken vor den Mitbürgern aus zu breiten. Da fände ich ein "Gespräch mit dem Bürger" aufgrund eingesammelter und vorbearbeiteter Fragen sinnvoll. Natürlich kann niemand in dieser Funktion das Zwiegespräch mit allen daran interessierten Fragestellern führen. Die vielen Fragen müssen seine Mitarbeiter filtern und zusammenfassen.

Da hat es ein vom Volk gewählter Staatspräsident deutlich schlechter als ein Bundeskanzler. Zwar möchte auch mit dem Kanzler jeder von uns reden können, aber der Kanzler kann durchaus auch auf seine Minister verweisen und muß nur dann eingreifen, wenn das Gespräch mit eingeladenen Bürgern aus dem Ruder läuft. Die politische Macht eines Kanzlers liegt viel näher am Bundestag und den gewählten Ministern. Dieses "Gesprächsformat" müßte fester Bestandteil unseres demokratischen Rituals sein. Dann unterbliebe wohl so manche Entfremdung!
Zuletzt geändert von H2O am Sa 24. Nov 2018, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 22:04

sünnerklaas hat geschrieben:(24 Nov 2018, 20:54)

Das alte Gejammer und Geschimpfe des sogenannten "Kleinen Mannes auf der Straße". Sowas hat den noch nie weiter gebracht.
Was Macron macht, ist absolut richtig. Und wenn die Hanswurste meinen, weiter Randale zu machen und mit Sprengstoffwesten rumlaufen zu müssen, um den Staat zu erpressen, dann wäre es mal richtig, wenn es für vier bis sechs Wochen gar keinen Treibstoff an den Zapfsäulen gibt. Einfach mal zur Disziplinierung.


Die Benzin-Junkies sollte man längst auf Entzug setzen. Es wäre längst geboten denen den Stoff zu rationieren, anstatt ihn von verfetteten Wohlstandbürgern übermässig in die Atmosphäre blasen zu lassen. 10 Liter pro Nase und Monat, wer nicht damit haushalten kann soll umziehen, Bus&Bahn nehmen, Fahrgemeinschaften bilden oder Rad fahren.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 22:09

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:04)

Die Benzin-Junkies sollte man längst auf Entzug setzen. Es wäre längst geboten denen den Stoff zu rationieren, anstatt ihn von verfetteten Wohlstandbürgern übermässig in die Atmosphäre blasen zu lassen. 10 Liter pro Nase und Monat, wer nicht damit haushalten kann soll umziehen, Bus&Bahn nehmen, Fahrgemeinschaften bilden oder Rad fahren.


Bravo, gut gemeint! Aber gewählt werden will ein Politiker ja auch noch, so lange wir uns zu Recht als demokratisch geführtes Staatswesen verstehen. Also wird der Politiker doch mit einigem Fingerspitzengefühl mit Fragestellern umgehen müssen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Raul71 » Sa 24. Nov 2018, 22:36

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:04)

Die Benzin-Junkies sollte man längst auf Entzug setzen. Es wäre längst geboten denen den Stoff zu rationieren, anstatt ihn von verfetteten Wohlstandbürgern übermässig in die Atmosphäre blasen zu lassen. 10 Liter pro Nase und Monat, wer nicht damit haushalten kann soll umziehen, Bus&Bahn nehmen, Fahrgemeinschaften bilden oder Rad fahren.
Wieder mal ein absolut weltfremdes Statement eines Radfahrers(?). Schon alleine die anmaßende und lächerliche Anspielung darauf, dass Autofahrer besonders wichtige Verursacher für Schademissionen sind. Meine Empfehlung, sie sollten sich mal kundig machen, wer tatsächlich die Hauptverursacher sind.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Cat with a whip » Sa 24. Nov 2018, 22:53

H2O hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:09)

Bravo, gut gemeint! Aber gewählt werden will ein Politiker ja auch noch, so lange wir uns zu Recht als demokratisch geführtes Staatswesen verstehen. Also wird der Politiker doch mit einigem Fingerspitzengefühl mit Fragestellern umgehen müssen.



Dort gehts um Kritik an der auch bei uns weit verbreiteten Ansicht man müsste Konsum hoch besteuern, noch dazu Benzin. Diese Steuern sind gerade für niedrige Einkommen drückend.

Will man sozialverträglich den Verbrauch von Sprit regulieren, dann muss man dort den Hebel ansetzen, dass sich Begüterte, die zum Leben mehr als nötig haben sich nicht davon beliebig freikaufen können. Denn das ist der soziale Sprengstoff der sich dort entlädt.
Die Gelben Westen werfen Macron vor, nur Politik für die Reichen zu betreiben.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 23:02

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:53)

Dort gehts um Kritik an der auch bei uns weit verbreiteten Ansicht man müsste Konsum hoch besteuern, noch dazu Benzin. Diese Steuern sind gerade für niedrige Einkommen drückend.

Will man sozialverträglich den Verbrauch von Sprit regulieren, dann muss man dort den Hebel ansetzen, dass sich Begüterte, die zum Leben mehr als nötig haben sich nicht davon beliebig freikaufen können. Denn das ist der soziale Sprengstoff der sich dort entlädt.


Ja, dem Gedanken kann ich schon folgen. Wobei wir bei engherziger Befolgung Ihres Grundgedankens sehr schnell bei der Begrenzung auf "Hartz IV-Einkommen für alle" landen, wenn die Leute nur genügend laut protestieren.

Da bevorzuge ich dann doch das Gespräch mit den betroffenen Bürgern bei der Suche nach Abhilfen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 23:05

Raul71 hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:36)

Wieder mal ein absolut weltfremdes Statement eines Radfahrers(?). Schon alleine die anmaßende und lächerliche Anspielung darauf, dass Autofahrer besonders wichtige Verursacher für Schademissionen sind. Meine Empfehlung, sie sollten sich mal kundig machen, wer tatsächlich die Hauptverursacher sind.


Rein sachlich gefragt: Wer sind denn die Hauptverursacher der Schadstoffemissionen?
KarlRanseier

Re: Macron und die Folgen

Beitragvon KarlRanseier » Sa 24. Nov 2018, 23:10

Raul71 hat geschrieben:(24 Nov 2018, 21:34)

Ein ehemaliger Investmentbanker kann für den Großteil der Bürger ganz selten eine glückliche Lösung sein. Macron profitierte von seinem Charisma, seinem Aussehen, seiner Rhetorik und von der Tatsache, dass das "Endspiel" gegen le Pen war und er die versammelten Stimmen der Ausgeschiedenen bekam.



So sehe ich das auch. Hier sind wir einer Meinung.
KarlRanseier

Re: Macron und die Folgen

Beitragvon KarlRanseier » Sa 24. Nov 2018, 23:13

H2O hat geschrieben:(24 Nov 2018, 23:05)

Rein sachlich gefragt: Wer sind denn die Hauptverursacher der Schadstoffemissionen?



Schiffe verursachen viel mehr Ruß und Feinstaub als Autos. Nachrüstungen z.B. mit Rußpartikelfiltern sind möglich, aber in dem Fall scheint die Politik das nicht für nötig zu halten.

Flugzeuge sind wesentlich gefährlicher für das Klima als Autos. Aber "marktwirtschaftliche Prinzipien" scheinen den Damen und Herren Wirtschaftshandlangern auch hier vielfach wichtiger zu sein als die Zukunft. :rolleyes:
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Raul71 » Sa 24. Nov 2018, 23:19

H2O hat geschrieben:(24 Nov 2018, 23:05)

Rein sachlich gefragt: Wer sind denn die Hauptverursacher der Schadstoffemissionen?
Das ist unterschiedlich zu betrachten, auch im Hinblick auf die Art. Das fängt an, ohne Reihenfolge, bei Kreuzfahrtschiffen, z.B. Stickoxyde, geht über den Menschen selbst, Wiederkäuer, Fliegerei, usw. weiter. Das Auto wird dabei höllisch überschätzt, wahrscheinlich bewusst, da man da viel Geld herausschlagen und politische Dinge mit anstellen kann. Bitte denken sie aber daran, dass das OT ist.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Otto.F. » Sa 24. Nov 2018, 23:22

Raul71 hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:36)

Wieder mal ein absolut weltfremdes Statement eines Radfahrers(?). Schon alleine die anmaßende und lächerliche Anspielung darauf, dass Autofahrer besonders wichtige Verursacher für Schademissionen sind. Meine Empfehlung, sie sollten sich mal kundig machen, wer tatsächlich die Hauptverursacher sind.

Mitunter die Autofahrer, aber auch Industrie, der gesamte Verkehr und und und. Oder kurz: der Mensch, wir alle mit allem was wir tun.

Zeit was neues zu probieren, als Technologien nachzueifern, die einen eh nicht mehr reich machen, nicht mehr funktionieren und uns umbringen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 23:27

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Nov 2018, 23:13)

Schiffe verursachen viel mehr Ruß und Feinstaub als Autos. Nachrüstungen z.B. mit Rußpartikelfiltern sind möglich, aber in dem Fall scheint die Politik das nicht für nötig zu halten.

Flugzeuge sind wesentlich gefährlicher für das Klima als Autos. Aber "marktwirtschaftliche Prinzipien" scheinen den Damen und Herren Wirtschaftshandlangern auch hier vielfach wichtiger zu sein als die Zukunft. :rolleyes:


Bei den Autos bringt das die Masse der Fahrzeuge, und ihre Schadstoffabgabe trifft eben Menschen dort, wo sich viele Menschen fahrend und wohnend aufhalten. Das unterscheidet Schiffe und Flugzeuge doch erheblich von Fahrzeugen, die in unseren Städten die Luft verpesten. Wobei ich selbstverständlich genau so empört bin wie Sie, daß es diesen Dreckschleudern nicht auch grundsätzlich an den Kragen geht.

Aber das ist bei Flugzeugen ein Angriff auf unsere selbsternannten Eliten und auf kleine Angeber, deren wöchentliche oder jährliche Reiseziele gar nicht weit genug von zu Hause liegen können. Da sehe ich auch die Notwendigkeit, steuernd ein zu greifen.

Bei Schiffen ist es wohl so, daß in deutschen Gewässern keine Schweröle mehr verbrannt werden dürfen; vielleicht ist die Strafverfolgung da etwas lax. Genügend viele Seeaufklärer brummen dazu ja herum!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Sa 24. Nov 2018, 23:37

Otto.F. hat geschrieben:(24 Nov 2018, 23:22)

Mitunter die Autofahrer, aber auch Industrie, der gesamte Verkehr und und und. Oder kurz: der Mensch, wir alle mit allem was wir tun.

Zeit was neues zu probieren, als Technologien nachzueifern, die einen eh nicht mehr reich machen, nicht mehr funktionieren und uns umbringen.


Ja, das kann man schon so sehen, einverstanden. Aber die räumliche Verteilung der Schadstoffe führt dann doch auf kürzestem Wege wieder in die Ballungsgebiete und die Fahrverbote.

Genau genommen folgt Präsident Macron ziemlich unsensibel Ihrer Anschauung, wobei er seinen Mitbürgern aber kein Gegenangebot unterbreitet. Das ist natürlich ganz schlecht! "Das hier geht jetzt nicht mehr; sucht Euch etwas anderes!" ist eine ziemlich harte Vorgehensweise.

"Wir bauen bis Termin unsere öffentlichen Verkehrsmittel flächendeckend, aber in erträglichen Zeit- und Raumabständen aus... und dafür erhöhen wir von Termin an die Kosten für den Individualverkehr!" Darüber ließe sich schon eher verhandeln, wohl wahr.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon sünnerklaas » So 25. Nov 2018, 12:46

Cat with a whip hat geschrieben:(24 Nov 2018, 22:04)

Die Benzin-Junkies sollte man längst auf Entzug setzen. Es wäre längst geboten denen den Stoff zu rationieren, anstatt ihn von verfetteten Wohlstandbürgern übermässig in die Atmosphäre blasen zu lassen. 10 Liter pro Nase und Monat, wer nicht damit haushalten kann soll umziehen, Bus&Bahn nehmen, Fahrgemeinschaften bilden oder Rad fahren.


Dazu sind sie nicht in der Lage. Erst neulich hat mir jemand erklärt, er könne nicht mit Bus und Bahn fahren, weil das Ausländer drin wären. Fahrrad fahren und zu Fuß gehen könne er auch nicht, weil das

a) nicht geht, wenn es regnet oder Wind weht, im Winter könne man erfrieren
b) hinter jedem Busch, hinter jeder Hausecke könne ein Krimineller sein, der ihn überfallen wolle oder der Ausländer, der ihn mit dem Messer abschlachten woll.

Wir haben es mit vielen Leuten zu tun, die ohne Auto - und vor allem:ohne Navi, ohne Smartphone - völlig hilflos sind. Manchmal hilft selbst das nicht. Mir sind in Waldgebieten mit gut ausgeschilderten Wanderwegen schon mehrfach Leute und ganze große Gruppen begegnet, die sich trotz Smartphone-App, trotz GPS-Gerät - letzteres war zur Unterstreichung der perönlichen Wichtigkeit sichtbar am Oberarm befestigt - nicht nur verlaufen hatten, sondern so hyperventilierten, dass ich in einem Fall den Rettungswagen rufen musste.

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