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Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 12:04
von Senexx
Neuer Widerstand gegen Macrons Feldzug "Zentrum gegen Peripherie".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 38806.html

Wünschen wir den Aufständischen Glück und uns einen weiteren Sargnagel an Macrons politischem Grab.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 14:21
von yogi61
Macron ist erheblich unter Druck. Die Beliebtheit fällt auf einen neuen Tiefstand und in Europa kommt er durch die Gegenwehr Deutschlands keinen Schritt voran. Die Bäume wachsen also nicht in den Himmel.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 19:16
von Senexx
Macron will Merkels Mann verhindern

http://www.spiegel.de/plus/wie-emmanuel ... 0160834445

Er lässt die Maske fallen. Wenn es gegen die Deutschen geht, dann marschiert er vorneweg.

Wer jetzt noch glaubt, mit ihm ein Eurobudget machen zu können, der hat nicht alles Tassen im Schrank.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Sa 17. Nov 2018, 22:31
von Orbiter1
Senexx hat geschrieben:(17 Nov 2018, 19:16)

Macron will Merkels Mann verhindern

http://www.spiegel.de/plus/wie-emmanuel ... 0160834445

Er lässt die Maske fallen. Wenn es gegen die Deutschen geht, dann marschiert er vorneweg.
Echt jetzt? Soll das heißen wenn sich die EVP für den Finnen Stubb statt für den Deutschen Weber als Spitzenkandidaten entschieden hätte würde sich Macrons Partei im Europaparlament nicht mit den Liberalen, Grünen und Sozialdemokraten zusammentun und sie würden Stubb auch nicht als EU-Kommissionspräsidenten verhindern?
Wer jetzt noch glaubt, mit ihm ein Eurobudget machen zu können, der hat nicht alles Tassen im Schrank.
Dann kann man sich die Europawahlen ja sparen wenn bestimmte Projekte nur dann auf den Weg gebracht werden wenn Merkels Wunschkandidat EU-Kommissionspräsident wird.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 09:09
von Wähler
Senexx hat geschrieben:(17 Nov 2018, 19:16)
Macron will Merkels Mann verhindern
http://www.spiegel.de/plus/wie-emmanuel ... 0160834445
Er lässt die Maske fallen. Wenn es gegen die Deutschen geht, dann marschiert er vorneweg.
Wer jetzt noch glaubt, mit ihm ein Eurobudget machen zu können, der hat nicht alles Tassen im Schrank.

Es kommt darauf an, wie eine gemeinsame Wirtschaftspolitik der Euro-Staaten im Rahmen eines Eurobudgets konkret ausgestaltet würde. Das Eurobudget ist bisher nur als eine kameralistische Untergruppierung des EU-Haushaltes geplant. Die Konstruktion des sogenannten Juncker-Fonds, dem Europäischen Investitionsfonds, wäre eine andere mögliche Gestaltungsform.
https://www.euractiv.de/section/binnenm ... ktioniert/
Euractiv 19. Juli 2018 315 Milliarden zusätzlicher Investitionen sollte der Europäische Investitionsfonds auslösen. Laut EU-Kommission wird dieses Ziel übererfüllt.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 09:26
von Julian
Wähler hat geschrieben:(18 Nov 2018, 09:09)

Es kommt darauf an, wie eine gemeinsame Wirtschaftspolitik der Euro-Staaten im Rahmen eines Eurobudgets konkret ausgestaltet würde. Das Eurobudget ist bisher nur als eine kameralistische Untergruppierung des EU-Haushaltes geplant. Die Konstruktion des sogenannten Juncker-Fonds, dem Europäischen Investitionsfonds, wäre eine andere mögliche Gestaltungsform.
https://www.euractiv.de/section/binnenm ... ktioniert/
Euractiv 19. Juli 2018 315 Milliarden zusätzlicher Investitionen sollte der Europäische Investitionsfonds auslösen. Laut EU-Kommission wird dieses Ziel übererfüllt.


Es geht darum, aus Deutschland weiteres Geld abzusaugen und den Südländern zuzuschustern. Dies ist umso wichtiger, als Großbritannien als Nettozahler wegfällt.

Dass die durchschnittlichen Vermögen der Deutschen kleiner sind als die der Südeuropäer, scheint niemandem bewusst zu sein oder niemanden zu stören. Alle starren auf den Staatshaushalt, das BIP, die Exportüberschüsse - dabei wird dies alles auf Kosten der Deutschen erwirtschaftet, durch niedrige Löhne und hohe Steuern. In den Südländern ist es anders herum: Da ist der Staat ärmer und die Leute reicher.

Macron will dafür sorgen, dass Deutschland weiterhin bezahlen wird.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 12:30
von z4ubi
Senexx hat geschrieben:(17 Nov 2018, 19:16)
Er lässt die Maske fallen. Wenn es gegen die Deutschen geht, dann marschiert er vorneweg.


Wenn er gegen Merkel ist, ist er doch nicht zwangsläufig gegen die Deutschen. (Würde sogar fast das Gegenteil behaupten)
Ich könnte es jedenfalls durchaus nachvollziehen, wenn er mittlerweile etwas ent­täuscht über die Merkelregierung und deren Euroreformbereitschaft ist.


Julian hat geschrieben:(18 Nov 2018, 09:26)

...- dabei wird dies alles auf Kosten der Deutschen erwirtschaftet, durch niedrige Löhne und hohe Steuern.



Das ist aber in erster Linie unser Problem, wenn wir nicht Parteien und Politiker wählen, die Druck auf die Löhne nach oben machen.
Mit einem besseren Lohnniveau in Deutschland, könnte wir auch vermehrt eigene Produkte kaufen, die sonst ins Ausland wandern würden oder mehr Importprodukte kaufen, was genauso gut für die Handelsbilanzen wäre.
So oder so wäre man auch im Ausland nicht unglücklich darüber.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 14:17
von Julian
z4ubi hat geschrieben:(18 Nov 2018, 12:30)
Das ist aber in erster Linie unser Problem, wenn wir nicht Parteien und Politiker wählen, die Druck auf die Löhne nach oben machen.
Mit einem besseren Lohnniveau in Deutschland, könnte wir auch vermehrt eigene Produkte kaufen, die sonst ins Ausland wandern würden oder mehr Importprodukte kaufen, was genauso gut für die Handelsbilanzen wäre.
So oder so wäre man auch im Ausland nicht unglücklich darüber.


Der wesentliche Grund liegt in der Währungsunion. Ohne Euro wäre unsere Währung weltweit sehr viel mehr wert; wir hätten wohl auch einen viel ausgeglicheneren Außenhandel und könnten uns mehr Waren aus aller Welt leisten.

Höhere (Netto-)Löhne wären ganz einfach zu erreichen: Einfach die Steuern senken. Das würde auch der Vermögensbildung dienen, würde aber möglicherweise auch voraussetzen, dass man nicht ständig die ganze Welt retten möchte und dafür hart erarbeitetes deutsches Steuergeld verplempert.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 14:38
von Senexx
Der Euro war Mitterands Versuch, Deutschland in den Griff zu kriegen. Mitterand war ein ökonomischer Laie, weshalb er zu dumm war, die nachteiligen Folgen für sein eigenes Land zu sehen, aber er war halt ein Deutschenhasser.

Kohl war Historiker und europabesoffen und völliger Trottel in ökonomischen Fragen.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 15:08
von z4ubi
Julian hat geschrieben:(18 Nov 2018, 14:17)

Der wesentliche Grund liegt in der Währungsunion. Ohne Euro wäre unsere Währung weltweit sehr viel mehr wert; wir hätten wohl auch einen viel ausgeglicheneren Außenhandel und könnten uns mehr Waren aus aller Welt leisten.


Das wäre natürlich auch mit einem sinnvoll reformierten Euro möglich. Ein Vorteil einer funktionierenden Gemeinschaftswährung wäre einfach der, dass man sich den Auf- und Abwertungskampf der Währungen sparen kann.
Aber letztlich ist beides vertretbar. Rückkehr zu nationalen Währungen oder eben ein funktionierender Euro.
Der politisch einfachste Weg ist natürlich der Versuch, am bestehenden Euro irgendwie rumzuschrauben. Also das, was die deutsche Regierung versucht. (Vielleicht, weil der status quo bei der deutschen Exportindustrie sehr beliebt ist?)

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 15:22
von Senexx
Macrons Zustimmung erreicht neuen Tiefsstand

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 39079.html

Jetzt noch eine Rezession und das Land brennt.

Die Rezession ist auf dem Weg...

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 15:36
von frems
z4ubi hat geschrieben:(18 Nov 2018, 12:30)
Wenn er gegen Merkel ist, ist er doch nicht zwangsläufig gegen die Deutschen.

Für manche gibt's aber eben nur diesen bedingungslosen Kadavergehorsam. Dass bei ALDE deutsche Abgeordneten zu finden sind sowie bei der EVP nichtdeutsche, macht da für bestimmte Personen bereits ein zu komplexes Problem. Mit Fakten kommt man da nicht weit.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 15:52
von Senexx
Wegen des deutschen Volkstrauertags "verkneift" sich Macro einen Kommentar zu den gestrigen Gelbwesten-Protesten

Macron ist heute bei Merkel. Lt. Le Monde wolle Macron ausweichlich seines Pressesprechers keinen Kommentar zu den gestrigen Protesten abgeben, weil in Deutschland heute Volkstrauertag sei...

Die Opposition appelliert hingegen, die Proteste fortzusetzen.

Einige fordern bereits die Auflösung der Nationalversammlung.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 18:24
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(18 Nov 2018, 09:09)
Es kommt darauf an, wie eine gemeinsame Wirtschaftspolitik der Euro-Staaten im Rahmen eines Eurobudgets konkret ausgestaltet würde. Das Eurobudget ist bisher nur als eine kameralistische Untergruppierung des EU-Haushaltes geplant. Die Konstruktion des sogenannten Juncker-Fonds, dem Europäischen Investitionsfonds, wäre eine andere mögliche Gestaltungsform.
https://www.euractiv.de/section/binnenm ... ktioniert/
Euractiv 19. Juli 2018 315 Milliarden zusätzlicher Investitionen sollte der Europäische Investitionsfonds auslösen. Laut EU-Kommission wird dieses Ziel übererfüllt.

Julian hat geschrieben:(18 Nov 2018, 09:26)
Es geht darum, aus Deutschland weiteres Geld abzusaugen und den Südländern zuzuschustern. Dies ist umso wichtiger, als Großbritannien als Nettozahler wegfällt.
Dass die durchschnittlichen Vermögen der Deutschen kleiner sind als die der Südeuropäer, scheint niemandem bewusst zu sein oder niemanden zu stören. Alle starren auf den Staatshaushalt, das BIP, die Exportüberschüsse - dabei wird dies alles auf Kosten der Deutschen erwirtschaftet, durch niedrige Löhne und hohe Steuern. In den Südländern ist es anders herum: Da ist der Staat ärmer und die Leute reicher.
Macron will dafür sorgen, dass Deutschland weiterhin bezahlen wird.

Da das Euro-Budget nur ein Teil des EU-Haushaltes sein wird, bedeutet das für Deutschland keine höheren Nettobeiträge von dieser Seite her. Das mit dem höheren Vermögen hat hauptsächlich mit Wohneigentum zu tun. Dass die Deutschen ihre finanzielle Kompetenz nicht verbessern wollen oder können, kann man nicht den Franzosen oder Italienern vorwerfen. In Deutschland könnte auch der Mindestlohn viel höher sein, wenn der politische Wille da wäre. Das Medianeinkommen ist ja entsprechend niedrig, sprich 50% der inländischen Einkommensbezieher in Deutschland könnten per Stimmzettel auch steuerlich oder sozialabgabenmäßig für eine Verbesserung sorgen, tun es aber nicht.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: So 18. Nov 2018, 19:12
von Orbiter1
Wähler hat geschrieben:(18 Nov 2018, 18:24)

Da das Euro-Budget nur ein Teil des EU-Haushaltes sein wird, bedeutet das für Deutschland keine höheren Nettobeiträge von dieser Seite her.
Das möchte ich erst einmal sehen. Die bisherigen Planungen für den neuen 7-Jahres-Haushalt ab 2021 gehen laut Haushaltskommissar Oettinger trotz des Wegfalls von GB als zweitgrößten Zahler von Mehrausgaben in Höhe von 17% aus. Für Deutschland geht er von einem 50% höheren Beitrag aus. Ob dann die Rückzahlungen nach Deutschland auch um 50% steigen wage ich zu bezweifeln. https://www.berliner-zeitung.de/politik ... e-30108384 Nach meiner Überzeugung müsste der Eurozonenhaushalt über eine eigene Steuer finanziert werden, z.B. über eine Finanztransaktionssteuer oder eine Plastiksteuer. Extrem wichtig ist diie Überwachung der mit dem Eurozonenhaushalt finanzierten Projekte. Die darf auf keinen Fall auf nationaler Ebene erfolgen. Und sobald irgendwelche Ungereimtheiten auftauchen rigoroser Komplettstop des Projekts. Das kann dann der betroffene Staat auf eigene Kosten weiterführen wenn er es für sinnvoll hält.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Mo 19. Nov 2018, 00:13
von Ger9374
Und wieder Haut Merkel Deutsche Steuergelder ohne ersichtliche Gegenleistung raus. Da schwebt dann der Begriff Agrarbereich über allem. Was glaubt die Frau
was sie da tut.Schon Mal was von Verhandlungen gehört!? Kein Wunder wenn man sich allmählich als Melkkuh Europas empfindet. Was für ein cooler Finanzminister, nickt brav alles ab. IKK:-((

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Mo 19. Nov 2018, 01:10
von unity in diversity
Senexx hat geschrieben:(18 Nov 2018, 15:22)

Macrons Zustimmung erreicht neuen Tiefsstand

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 39079.html

Jetzt noch eine Rezession und das Land brennt.

Die Rezession ist auf dem Weg...

Man müsse den Franzosen die mobilitätseinschränkende Steuerpolitik, die als Umweltpolitik verkauft wird, nur besser erklären:
https://www.berliner-zeitung.de/politik ... t-31611010
Kennt man das irgendwoher?

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Mo 19. Nov 2018, 01:19
von Ger9374
unity in diversity hat geschrieben:(19 Nov 2018, 01:10)

Man müsse den Franzosen die mobilitätseinschränkende Steuerpolitik, die als Umweltpolitik verkauft wird, nur besser erklären:
https://www.berliner-zeitung.de/politik ... t-31611010
Kennt man das irgendwoher?


Wohl bekannt , aus dem Merkelland;-)

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Mo 19. Nov 2018, 06:07
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(18 Nov 2018, 18:24)
Da das Euro-Budget nur ein Teil des EU-Haushaltes sein wird, bedeutet das für Deutschland keine höheren Nettobeiträge von dieser Seite her.

Orbiter1 hat geschrieben:(18 Nov 2018, 19:12)
Das möchte ich erst einmal sehen. Die bisherigen Planungen für den neuen 7-Jahres-Haushalt ab 2021 gehen laut Haushaltskommissar Oettinger trotz des Wegfalls von GB als zweitgrößten Zahler von Mehrausgaben in Höhe von 17% aus. Für Deutschland geht er von einem 50% höheren Beitrag aus. Ob dann die Rückzahlungen nach Deutschland auch um 50% steigen wage ich zu bezweifeln. https://www.berliner-zeitung.de/politik ... e-30108384

Die Mehrausgaben beträfen den gesamten EU-Haushalt und Deutschland würde 50% mehr zahlen wegen des Wegfalls von Großbritannien. Mit dem Euro-Haushalt hätte das nur etwas zu tun, wenn dieser überproportional zum Gesamthaushalt angelegt würde.

Re: Macron und die Folgen

Verfasst: Mo 19. Nov 2018, 10:10
von Audi
Senexx hat geschrieben:(18 Nov 2018, 15:52)

Wegen des deutschen Volkstrauertags "verkneift" sich Macro einen Kommentar zu den gestrigen Gelbwesten-Protesten

Macron ist heute bei Merkel. Lt. Le Monde wolle Macron ausweichlich seines Pressesprechers keinen Kommentar zu den gestrigen Protesten abgeben, weil in Deutschland heute Volkstrauertag sei...

Die Opposition appelliert hingegen, die Proteste fortzusetzen.

Einige fordern bereits die Auflösung der Nationalversammlung.

Macron braucht Geld. Dumm nur wenn man sich steuern ausdenkt, die dem durchschnittlichen Haushalt weh tun