Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon H2O » Fr 18. Sep 2015, 08:24

Emin » 2015-09-17, 23:07 hat geschrieben:
Die Frage aber ist, wieso das Leid des syrischen Volkes ein europäisches Problem sein soll. Das sehen die meisten Europäer nicht ein, und das ist auch verständlich. Man muss nicht mal den europäischen Kontinent verlassen, um großes Leid zu finden. Im Kosovo lebt jeder Fünfte, also ca. 400.000 Menschen, von weniger als 1€ am Tag. Warum dürfen die nicht nach Deutschland kommen? Und das ist nur ein Beispiel. In Moldawien oder anderen europäischen Ländern herrscht ebenso bitterste Armut.

Aber selbst wenn man die syrischen Flüchtlinge zum europäischen Problem machen möchte, so bleibt immer noch die Tatsache, dass es ein außerordentlich ineffizienter, ja direkt dümmlicher Weg ist ihnen auf diese Art und Weise zu helfen, wie es gerade geschieht. Deutschland belohnt illegale Einwanderung. Das ist auf jede erdenkliche Art und Weise der verkehrte Weg. Diese Willkommenskultur befördert aber weiterhin illegale Einwanderung. Selbst wenn das syrische Leid ein europäisches Problem ist. Man löst es nicht, indem man illegale Einwanderung belohnt.


Klingt nachvollziehbar und nicht unvernünftig! Aber:
Hier handelt es sich um Menschen, die obdachlos und in
der Heimat bei Leib und Leben bedroht sind, weil sie
dort zwischen allen Mühlsteinen gelandet sind. Das unter-
scheidet sie sehr deutlich von bitterarmen Menschen im
Kosovo und in Albanien.

Auch wurde doch von der UNHCR die Nachricht verbreitet,
daß die Versorgung der in den Nachbarländern Syriens
gestrandeten Flüchtlinge nicht mehr auf dem Lebensminimum
möglich ist, weil zugesagte Mittel ganz einfach nicht ein-
treffen. Da verwundert es doch nicht, wenn sich die
Menschen unter erneut Gefahr für Leib und Leben auf den
Weg dahin machen, wo sie vielleicht rettende Hilfe erwar-
ten können.

Wenn man sich diese Brille aufsetzt, dann sind für die
unmittelbar Betroffenen Fragen wie "illegal" oder "wessen
Verantwortung das gegenwärtige Unglück sei" irgendwann
nebensächlich, obwohl ganz klar der massenhaft illegale
Zuzug insgesamt ins Chaos führen muß. Da ist sich jeder
Betroffene "selbst der Nächste". Harte Ordnungsmaßnahmen
sind deshalb notwendig, um dieses Chaos ein zu dämmen, um
überhaupt Hilfe am richtigen Ort und zur richtigen Zeit
möglich machen zu können.

Mit diesem Widerspruch müssen wir hier leben, aber doch immer
noch mitfühlend, wenn mit kühlem Kopf das Notwendige getan
werden muß. Dieses Bewußtsein fehlt in vielen Zuschriften völlig!
Da scheint durch, daß man zur Linderung des Unglück nichts bei-
tragen sollte, weil das doch nicht unser Problem sei. Zugbrücke
hoch und fertig. Das wird wohl nicht lange gut gehen können.

Ehrlicherweise habe ich auch keine umfassende Lösung dieser
schrecklichen Lage vor Augen; allenfalls das Möglich tun und das
Unmögliche nicht zulassen... mehr geht sicher nicht. Der Ruf
nach europäischer Mitwirkung daran verhallt offenbar fruchtlos.
Das sollte man hier unaufgeregt als Erfahrung abspeichern und
das künftige Tun daran anpassen... was denn sonst?
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Blickwinkel » Fr 18. Sep 2015, 08:30

Gregorius I » Do 17. Sep 2015, 22:32 hat geschrieben:
Hier werden ständig Stränge gesperrt. Solche Beiträge wie auch der deine tragen dazu bei, dass es soweit kommen musste! "(...) auch wenn du gerne mein Recht auf (...) eleminieren würdest" ist unsachlich und gegenüber dem angesprochenen Foristen eine dreiste Unterstellung.



Wie oft soll dieses dumme Geschwätz denn noch wiederholt werden? :mad2:



"(...) ich habe das Recht mich zu wehren" - du hast auch das Recht, dir gelegentlich die deutschen Strafgesetze in Erinnerung zu rufen, ganz besonders dann, wenn du dich zu irgendwelchen Aktionen der Selbstjustiz hinreißen zu lassen beabsichtigen solltest!



Spam ad personam ohne jeden thematischen Bezug! :rolleyes:



Gewiss, in freier Wildbahn ist das Alltag. Manche von uns leben aber in einer Zivilisation und vertreten Werte.



Unsere Gesellschaft gewährt selbst ihren unsolidarischen Mitgliedern in Notsituationen ein akzeptables Maß an Solidarität, aber bei der Lektüre gewisser Beiträge kostet die Aufrechterhaltung dieses Grundsatzes erhebliche Überwindung! Den unsolidarischen Deutschen sei gesagt, dass sie die Geduld der solidarischen Deutschen nicht allzu sehr strapazieren sollten!



Spam ad personam ohne jeden thematischen Bezug! :rolleyes:



Das unterscheidet gewisse Randgruppen von gebildeten Deutschen: die Randgruppen bleiben allenfalls auf einem schulischen Kenntnisstand und weigern sich, etwas Sinnvolles hinzuzulernen.



Dieses Schulwissen ist sogar mal richtig und immer noch gültig. Jemand, der sich über die Abstimmungsmechanismen in der EU informiert hat, weiß, dass Deutschland niemand nach seiner "Pfeife .. tanzen" lassen kann. Könnte Deutschland das, gäbe es schon seit dem Frühjahr in der EU eine für alle EU-Länder verbindliche Flüchtlingsquote!



In der EU gibt es Rechte, die, einmal in Kraft gesetzt, dem emotionalen und schwankenden Willen der europäischen Völker nicht mehr unterworfen sind! Du und deine Gesinnungsgenossen haben sich damit abzufinden!


Ich scrolle einfach mal über deinen Beitrag hinweg, er strotz nur so von Unterstellungen, Nullaussagen und Unwissenheit.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Kibuka » Fr 18. Sep 2015, 08:36

H2O » Fr 18. Sep 2015, 07:24 hat geschrieben:
Klingt nachvollziehbar und nicht unvernünftig! Aber:
Hier handelt es sich um Menschen, die obdachlos und in
der Heimat bei Leib und Leben bedroht sind, weil sie
dort zwischen allen Mühlsteinen gelandet sind. Das unter-
scheidet sie sehr deutlich von bitterarmen Menschen im
Kosovo und in Albanien.


Genau das ist falsch! Es handelt sich eben nicht komplett um Menschen, deren Leib und Leben in der Heimat bedroht ist. Genausowenig handelt es sich um gut qualifizierte Personen, wie von der Presse zu Beginn behauptet.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Blickwinkel » Fr 18. Sep 2015, 08:43

H2O » Fr 18. Sep 2015, 08:24 hat geschrieben:
Klingt nachvollziehbar und nicht unvernünftig! Aber:
Hier handelt es sich um Menschen, die obdachlos und in
der Heimat bei Leib und Leben bedroht sind, weil sie
dort zwischen allen Mühlsteinen gelandet sind. Das unter-
scheidet sie sehr deutlich von bitterarmen Menschen im
Kosovo und in Albanien.


Das stimmt, allerdings haben diese bitterarmen Menschen das Geld für Schlepper, verkaufen zum Teil ihre Häuser und sie wollen alle nach D oder SWE obwohl sie sogar in der Türkei vor dem Krieg sicher waren, von den anderen EU-Staaten, die sie eigenmächtig durchquert haben, ganz zu schweigen. Insofern ist das ein mediales Märchen von den armen Kriegsflüchtlingen, die nur vor dem Hungertod und vor dem Verdursten aus Österreich! zu uns kommen.

Auch wurde doch von der UNHCR die Nachricht verbreitet,
daß die Versorgung der in den Nachbarländern Syriens
gestrandeten Flüchtlinge nicht mehr auf dem Lebensminimum
möglich ist, weil zugesagte Mittel ganz einfach nicht ein-
treffen. Da verwundert es doch nicht, wenn sich die
Menschen unter erneut Gefahr für Leib und Leben auf den
Weg dahin machen, wo sie vielleicht rettende Hilfe erwar-
ten können.


Und diese Hilfe gibt es nur in D und SWE? Glaubst du wirklich dieses Märchen?

Wenn man sich diese Brille aufsetzt, dann sind für die
unmittelbar Betroffenen Fragen wie "illegal" oder "wessen
Verantwortung das gegenwärtige Unglück sei" irgendwann
nebensächlich, obwohl ganz klar der massenhaft illegale
Zuzug insgesamt ins Chaos führen muß. Da ist sich jeder
Betroffene "selbst der Nächste". Harte Ordnungsmaßnahmen
sind deshalb notwendig, um dieses Chaos ein zu dämmen, um
überhaupt Hilfe am richtigen Ort und zur richtigen Zeit
möglich machen zu können.


Nö, für mich nicht. Erstmal ist jeder Mensch für sich verantwortlich, wer in eine Nussschale steigt und absäuft, kann nicht andere dafür verantwortlich machen. Wer Schleppern tausende Euro gibt, scheint wohl nicht in bitterster Armut zu leben, wer seine Familie im Kriegsgebiet lässt und alleine hierherflüchtet, der muss sich Frage stellen lassen, wieso er seine Familie dort gelassen hat und warum die weniger bedroht ist, wie er selbst. Und zu guter letzt, illegale Einwanderung ist eine Straftat in D und sie wird von Fr. Merkel belohnt und nicht geahndet. Der Rechtsstaat ist ausser Kraft gesetzt, zumindest für diese Menschen, alle anderen haben sich natürlich daran zu halten.

Mit diesem Widerspruch müssen wir hier leben, aber doch immer
noch mitfühlend, wenn mit kühlem Kopf das Notwendige getan
werden muß. Dieses Bewußtsein fehlt in vielen Zuschriften völlig!
Da scheint durch, daß man zur Linderung des Unglück nichts bei-
tragen sollte, weil das doch nicht unser Problem sei. Zugbrücke
hoch und fertig. Das wird wohl nicht lange gut gehen können.


Kokolores. Alleine der Zaun in Ungarn hilft Ungarn, dass weniger dort hin kommen. Die anderen EU-Länder sind nicht so dusselig doof oder politisch durchweg links geprägt und siehe da, kaum ein Flüchtling will dorthin. In NL gibt es sogar eine Lücke im Asylgesetz, weswegen die Flüchtlinge auf der Strasse campieren müssen ohne Versorgung. Das spricht sich per Smartphone schnell rum und schwupps wandern sie nach D.

Also es ist keine Naturkatastrophe, die da über uns kommt und die wir akzeptieren und ertragen müssen. Wir sind nicht hilflos, nur unsere Bundesregierung ist es.

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das künftige Tun daran anpassen... was denn sonst?


Doch, erstmal Abschreckung und massive Absenkung von Anreizen, das hilft auf jeden Fall und dann mal ordentlich und konsequent abschieben selbst wenn der SPIEGEL oder die Zeit wieder tränenreiche Artikel dazu absondern.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon H2O » Fr 18. Sep 2015, 11:33

Blickwinkel » 2015-09-18, 08:43 hat geschrieben:
Kokolores. Alleine der Zaun in Ungarn hilft Ungarn, dass weniger dort hin kommen. Die anderen EU-Länder sind nicht so dusselig doof oder politisch durchweg links geprägt und siehe da, kaum ein Flüchtling will dorthin. In NL gibt es sogar eine Lücke im Asylgesetz, weswegen die Flüchtlinge auf der Strasse campieren müssen ohne Versorgung. Das spricht sich per Smartphone schnell rum und schwupps wandern sie nach D.



"Abschreckung" nach niederländischem Muster? Das muß
man sich erst einmal ausmalen: In einer übergewichtigen
Gesellschaft lässt man Leute "durch eine Gesetzeslücke"
schutzlos auf der Straße, womöglich noch Familien mit Kin-
dern, feixt dann auch noch, daß die sich in ihrer Not in
Richtung Deutschland auf den Weg machen. Ich mag das
überhaupt nicht glauben!
Zuletzt geändert von H2O am Fr 18. Sep 2015, 11:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Blickwinkel » Fr 18. Sep 2015, 11:35

H2O » Fr 18. Sep 2015, 11:33 hat geschrieben:

"Abschreckung" nach niederländischem Muster? Das muß
man sich erst einmal ausmalen: In einer übergewichtigen
Gesellschaft lässt man Leute "durch eine Gesetzeslücke"
schutzlos auf der Straße, womöglich noch Familien mit Kin-
dern, feixt dann auch noch, daß die sich in ihrer Not in
Richtung Deutschland auf den Weg machen. Ich mag das
überhaupt nicht glauben!


Dann glaube es nicht. Glaub lieber an die Facharbeiter, an die nicht vorhandene Obergrenze oder daran, dass D mit seiner maroden Bundeswehr und seinen 10.000 Bedenken, den Syrienkrieg beendet.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon H2O » Fr 18. Sep 2015, 11:41

Blickwinkel » 2015-09-18, 11:35 hat geschrieben:
Dann glaube es nicht. Glaub lieber an die Facharbeiter, an die nicht vorhandene Obergrenze oder daran, dass D mit seiner maroden Bundeswehr und seinen 10.000 Bedenken, den Syrienkrieg beendet.


So besonders eng am Thema "katastrophale Notlage" kleben
Sie aber nicht!
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Blickwinkel » Fr 18. Sep 2015, 11:56

H2O » Fr 18. Sep 2015, 11:41 hat geschrieben:
So besonders eng am Thema "katastrophale Notlage" kleben
Sie aber nicht!


Haben wir alles schon geklärt, damit dreht sich die Diskussion im Kreis. Mahlzeit!
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon H2O » Fr 18. Sep 2015, 12:52

Blickwinkel » 2015-09-18, 11:56 hat geschrieben:
Haben wir alles schon geklärt, damit dreht sich die Diskussion im Kreis. Mahlzeit!


Wenn's Ihnen denn schmecken will!
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Gregorius I » Fr 18. Sep 2015, 17:13

Kibuka » Do 17. Sep 2015, 22:48 hat geschrieben:
Mit einer Beweislastumkehr darfst du andere im Forum arbeitstechnisch auf Trab halten. Ich bin nicht so blöd, auf deine Stöckchenspiele einzugehen.


Du kannst deine Behauptung also nicht belegen und hast auch sonst nichts Sinnvolles zu schreiben. Gut, deine intellektuelle Kapitulation ist offenbar und wird vermerkt.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Gregorius I » Fr 18. Sep 2015, 17:31

Emin » Do 17. Sep 2015, 23:07 hat geschrieben:
Die Frage aber ist, wieso das Leid des syrischen Volkes ein europäisches Problem sein soll. Das sehen die meisten Europäer nicht ein, und das ist auch verständlich. Man muss nicht mal den europäischen Kontinent verlassen, um großes Leid zu finden. Im Kosovo lebt jeder Fünfte, also ca. 400.000 Menschen, von weniger als 1€ am Tag. Warum dürfen die nicht nach Deutschland kommen? Und das ist nur ein Beispiel. In Moldawien oder anderen europäischen Ländern herrscht ebenso bitterste Armut.


Die flüchtenden Syrer drängen nach Europa, damit sind sie ein "ein europäisches Problem". Die Armut in etlichen europäischen Ländern ist ebenfalls "ein europäisches Problem". Diese Probleme zu lösen, ist nicht Aufgabe Deutschlands allein, sondern aller europäischen Mitgliedsstaaten. Ist das so schwer zu verstehen?

Aber selbst wenn man die syrischen Flüchtlinge zum europäischen Problem machen möchte, so bleibt immer noch die Tatsache, dass es ein außerordentlich ineffizienter, ja direkt dümmlicher Weg ist ihnen auf diese Art und Weise zu helfen, wie es gerade geschieht. Deutschland belohnt illegale Einwanderung. Das ist auf jede erdenkliche Art und Weise der verkehrte Weg. Diese Willkommenskultur befördert aber weiterhin illegale Einwanderung. Selbst wenn das syrische Leid ein europäisches Problem ist. Man löst es nicht, indem man illegale Einwanderung belohnt.


Zunächst sind die syrischen Flüchtlinge ein Fall des Asylrechts. Inwieweit es zu einer dauerhaften "Einwanderung" und in welchem Umfange kommt, ist derzeit nur Spekulation.

Deine Kritik an Deutschland kann ich nicht nachvollziehen. Angesichts der chaotischen Zustände in Europa und gerade auf dem Balkan ist Deutschland ein Pol der Sicherheit, der Verlässlichkeit und zugleich ein Vorbild an Menschlichkeit. Wir Deutschen, die wir für ein europäisches Quotensystem zur Flüchtlingsunterbringung und -versorgung werben und eintreten, können das politisch nur durchsetzen, wenn wir ein überzeugendes Vorbild abgeben. Der deutsche Weg ist also keineswegs ein "dümmlicher Weg" oder "der verkehrte Weg", sondern ein logischer und konsequenter Weg! Dass es nicht der einzige Weg zu bleiben braucht, demonstrieren Deutschland und Österreich gerade einigen unsolidarischen EU-Ländern.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Gregorius I » Fr 18. Sep 2015, 17:36

Blickwinkel » Fr 18. Sep 2015, 08:30 hat geschrieben:
Ich scrolle einfach mal über deinen Beitrag hinweg, er strotz nur so von Unterstellungen, Nullaussagen und Unwissenheit.


Dass du nichts lernen willst, ist deine Sache. Herumhetzen, feige kneifen und sich dann auch noch auf's hohe Ross setzen - immerhin, "Charakterschau".
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Gregorius I » Fr 18. Sep 2015, 17:40

H2O » Fr 18. Sep 2015, 12:52 hat geschrieben:
Wenn's Ihnen denn schmecken will!


An diesen sehr um sich greifenden Umstand wirst du dich hier leider gewöhnen müssen: wer mit seinen Dumm- und Frechheiten nicht durchkommt und deiner Argumentation nichts mehr entgegenzusetzen weiß, der verabschiedet sich von dir mit einem nichtssagend-dümmlichen Sprüchlein. :)
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wilders und neurechts

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 18. Sep 2015, 17:49

ich fürchte, daß wir eine wiederholung der 20. jahre erleben könnten. der niederländer geert wilders hat einen ziemlich großen einfluß auf dem gedankengut von neurechts. sein »kopflumpensteuer« gegen einen burka war schon legendarisch. jetzt hat er m.e. sich ein echter faschist gezeigt. er redete über die »flüchtlingtsunami« die gestoppt werden mußte. keine fremde leute herein. »das«, so behauptete er »wollte bis zu 80 prozent der menschen«.

abgesehen davon, daß ich diese 80% absolut nicht glaube, weil ich höre wie sehr die menschen in der gemeinde sich kümmern um diese flüchtlinge, es ist wieder eine billige phrase die nicht untermauert ist. und gleich geht wilders wieder zu seiner stuhl um auf einen neuen molotowcocktail zu brüten.

warum keiner wilders damit konfrontiert daß seine jüdischen freunde vor WK II sehr glücklich gewesen wären, wenn sie asyl bekommen hätten, ähnelt wilders auch die nazis. waren es bei ihnen die juden, bei wilders sind es die muslim.


für so einen sollte jeder sich schämen, ungeachtet herkunft. und der ist außerdem noch mitglied des parlamentes. :rolleyes: :mad2:
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Kibuka » Fr 18. Sep 2015, 17:57

Gregorius I » Fr 18. Sep 2015, 16:13 hat geschrieben:
Du kannst deine Behauptung also nicht belegen und hast auch sonst nichts Sinnvolles zu schreiben. Gut, deine intellektuelle Kapitulation ist offenbar und wird vermerkt.


Du bist wirklich ein amüsanter Zeitgenosse. Zuerst kontextlos auf den Vertrag von Maastricht und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union verweisen, statt deine Behauptung konkret zu belegen, dann von dem Diskussionspartner den Gegenbeweis abverlangen und schlussendlich Ahnungslosigkeit unterstellen, um die Diskussion vollständig auf die persönliche Ebene herunterzuziehen.

Eine feine Diskussionstaktik hast du dir da angeeignet. Du darfst sehr stolz auf dich sein!
Zuletzt geändert von Kibuka am Fr 18. Sep 2015, 20:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Marie-Luise

Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Marie-Luise » Fr 18. Sep 2015, 18:10

Emin » Do 17. Sep 2015, 23:07 hat geschrieben:
Die Frage aber ist, wieso das Leid des syrischen Volkes ein europäisches Problem sein soll. Das sehen die meisten Europäer nicht ein, und das ist auch verständlich. Man muss nicht mal den europäischen Kontinent verlassen, um großes Leid zu finden. Im Kosovo lebt jeder Fünfte, also ca. 400.000 Menschen, von weniger als 1€ am Tag. Warum dürfen die nicht nach Deutschland kommen? Und das ist nur ein Beispiel. In Moldawien oder anderen europäischen Ländern herrscht ebenso bitterste Armut.

Aber selbst wenn man die syrischen Flüchtlinge zum europäischen Problem machen möchte, so bleibt immer noch die Tatsache, dass es ein außerordentlich ineffizienter, ja direkt dümmlicher Weg ist ihnen auf diese Art und Weise zu helfen, wie es gerade geschieht. Deutschland belohnt illegale Einwanderung. Das ist auf jede erdenkliche Art und Weise der verkehrte Weg. Diese Willkommenskultur befördert aber weiterhin illegale Einwanderung. Selbst wenn das syrische Leid ein europäisches Problem ist. Man löst es nicht, indem man illegale Einwanderung belohnt.


In all den Ländern in Nahost ist der Islam das Problem. Sorry, aber das ist meine Meinung.

Indem wir Hunderttausende bzw. Millionen Flüchtlinge ins Land lassen, importieren wir das Problem. Letztendlich werden wir und unsere Kultur durch die islamische Kultur ersetzt.

Im Folgenden der Offene Brief des Erzbischoffs von Mossul, Irak, der weiß, wovon er spricht durch Jahrhunderte langes Leiden der Christen dort:

>„Unser heutiges Leiden ist ein Vorgeschmack darauf, was ihr Europäer und Christen in naher Zukunft erleiden werdet. Ich habe mein Bistum verloren. Die Räumlichkeiten meines Apostolates wurden von islamistischen Radikalen besetzt, die uns entweder konvertiert oder tot sehen wollen. Doch meine Gemeinde ist noch am Leben.

Bitte versucht uns zu verstehen. Eure liberalen demokratischen Prinzipien sind hier nichts wert. Ihr müsst die Realität im Nahen Osten bedenken, denn Ihr heißt eine stetig wachsende Anzahl von Muslimen in Euren Ländern willkommen. Doch auch Ihr seid in Gefahr. Ihr müsst feste und mutige Entscheidungen treffen, auch um den Preis, Euren Prinzipien zu widersprechen.

Ihr glaubt, alle Menschen seien gleich, aber das stimmt nicht: Der Islam sagt nicht, dass alle Menschen gleich sind. Eure Werte sind nicht die seinigen. Wenn Ihr das nicht schnell genug versteht, werdet Ihr zum Opfer des Feindes, den Ihr bei Euch zu Hause willkommen geheißen habt.“ [...]<

http://www.meinbezirk.at/bruck-an-der-m ... 53314.html
Zuletzt geändert von Marie-Luise am Fr 18. Sep 2015, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Brainiac » Fr 18. Sep 2015, 18:58

Ich habe mal einen Klärungsbedarf. :) Den hätte man auch in einen eigenen Thread tun konnen, hier passt es aber auch.

Hier wurde des öfteren geschrieben, u.a. hier, Merkel hätte im Zusammengang mit der Flüchtlingskrise geltendes Recht gebrochen. Damit ist vermutlich die Aufnahme der unregistrierten Flüchtlinge aus Ungarn vor einigen Wochen gemeint.

Nun steht im Dublin Abkommen aber wörtlich:

Artikel 17

Ermessensklauseln

(1) Abweichend von Artikel 3 Absatz 1 kann jeder Mitglied­staat beschließen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehöri­gen oder Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist.
http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/images/Dublin_VO_2013_final.pdf

Wäre ja auch absurd, wenn nicht. Als ob D Ungarn die dort heiß begehrten Flüchtlinge "weggenommen" hätte. :D

Das ist die EU-Seite.

Dann könnte Merkel ggf noch gegen deutsches Recht verstossen haben, aber ich wüsste auch hier nicht, gegen welches.

Was bleibt: Es war ein wenig abgestimmter Alleingang, den man natürlich kritisch sehen kann. "Rechtsbruch" ist aber was anderes.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon DK2008 » So 20. Sep 2015, 09:54

Komplettes Chaos in der EU!

Kroatien verkündet erst lautstark man werde Flüchtlinge bei der Durchreise tatkräftig unterstützen (was illegal ist), fühlt sich dann aber schon mit ein paar Tausend "Durchreisenden" vollkommen überfordert. Slowenien will aber offenbar nicht zum Transitland werden und nun versucht Kroatien Flüchtlinge offenbar ausgerechnet (wieder) in Ungarn abzuladen. Österreich weiß auch nicht was es tun soll, die EU-Kommission bastelt derweil an ihrem Umverteilungsplan... :rolleyes:

An diesem Durcheinander ist auch Deutschland mit schuld: Erst verkünden man werde faktisch alle Flüchtlinge nehmen, sich dann aber beschweren, wenn man alle bekommt ist halt etwas absurd!
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon Teeernte » So 20. Sep 2015, 10:01

DK2008 » So 20. Sep 2015, 09:54 hat geschrieben:Komplettes Chaos in der EU!



An diesem Durcheinander ist auch Deutschland mit schuld: Erst verkünden man werde faktisch alle Flüchtlinge nehmen, sich dann aber beschweren, wenn man alle bekommt ist halt etwas absurd!


Da müssen ein paar Wettkämpfe mehr rein - in die Flüchtlingsrallye....Zaunklettern....Kartenlesen.. - und Einzelwettkämpfe statt Mannschaftsfahren..Nur das hat Merkel nun umgestellt.
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Re: Die EU und das Dublin-Abkommen für Asylanträge

Beitragvon John Galt » So 20. Sep 2015, 10:02

DK2008 » So 20. Sep 2015, 08:54 hat geschrieben:Komplettes Chaos in der EU!

Kroatien verkündet erst lautstark man werde Flüchtlinge bei der Durchreise tatkräftig unterstützen (was illegal ist), fühlt sich dann aber schon mit ein paar Tausend "Durchreisenden" vollkommen überfordert. Slowenien will aber offenbar nicht zum Transitland werden und nun versucht Kroatien Flüchtlinge offenbar ausgerechnet (wieder) in Ungarn abzuladen. Österreich weiß auch nicht was es tun soll, die EU-Kommission bastelt derweil an ihrem Umverteilungsplan... :rolleyes:

An diesem Durcheinander ist auch Deutschland mit schuld: Erst verkünden man werde faktisch alle Flüchtlinge nehmen, sich dann aber beschweren, wenn man alle bekommt ist halt etwas absurd!


Währenddessen hält die halbe Welt Merkel für die neue Mutter Theresa.

Maziere gibt sie aber den Auftrag für Begrenzungen zu sorgen und Flüchtlingcamps außerhalb Europas zu bauen. :cool:
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.

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