EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alexyessin » Fr 15. Mär 2019, 07:58

JJazzGold hat geschrieben:(14 Mar 2019, 17:40)

Da bin ich mir nicht so sicher, wie du. Auf eine beachtliche Anzahl Brexetiers im EU Parlament ab Mai kann ich problemlos verzichten.

Die sind doch bei der Bandbreite des Parlaments von Extremlinks bis Rechts noch nie aufgefallen. Nur die Medien haben Farrange diesen Dienst erwiesen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kölner1302 » Fr 15. Mär 2019, 08:25

Lt Morgenmagazin (Interview mit David Mc Allister, Ministerpräsident von Niedersachsen) beantragt Frau May die Verschiebung des Brexit, wenn ihr Deal zum 3. Mal abgelehnt wird für Jahre.

Wenn die EU zustimmt, setzt sie sich über Jahre britischen Erpressungsversuchen aus. Nach dem Moto: Wenn Ihr nicht so wollt wie wir, dann treten wir jetzt sofort ohne Abkommen aus - worauf GB immer mehr vorbereitet sein dürfte, was aber auch erhebliche Schäden in der europäischen Wirtschaft hinterlasssen dürfte. Auf Dauer wird die Verhandlungsposition der Briten stärker und die der Europäer entsprechend schwächer.

Ich meine anstelle der langfristigen Verschiebung muss Frau May den Exit vom Brexit beantragen. GB kann das Verfahren dann ja wieder neu beantragen, dann kommt 2 Jahre später eben wieder der Brexit. Dann hoffentlich besser gemacht, aber das übt sich... :D
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Fr 15. Mär 2019, 08:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon JJazzGold » Fr 15. Mär 2019, 08:31

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2019, 07:58)

Die sind doch bei der Bandbreite des Parlaments von Extremlinks bis Rechts noch nie aufgefallen. Nur die Medien haben Farrange diesen Dienst erwiesen.


In dieser veränderten Situation fallen sie auf.
Explizit in einem EU Parlament, in dem sich auch andere Exeteers rumdrücken, die zwar die bestehende EU ablehnen, aber doch wiederum nicht so strikt, dass sie auf die gesponserten Sitze in deren Parlament verzichten würden. Moralisch verkommen, aber demokratisch legal.

Schau, es ist ja nicht so, dass ich den Briten ein vertretbares Entgegenkommen verweigere. Nur muss das auch vertretbar gegenüber den EU Bürgern sein. Verlängerungsbröckchen, bis sich das britische Parlament zu einem ungewissen Zeitpunkt x sortiert hat, innerbritische Machtkämpfe ausgefochten sind, ein neuer Plan vorliegt, die Idee an ein neues Referendum beerdigt ist, ist nicht vertretbar. Das ist auch nicht vermittelbar. Ebenso wenig wie der Gedanke, dass für einige Monate bis zu zwei Jahren britische EU Parlamentarier mitbestimmen, aber das Mitbestimmte nicht mittragen müssen.

Ergo muss eine Regelung her, die für alle EU Bürger nachvollziehbar ist und an Eindeutigkeit nichts wünschen lässt.

Entweder sind die Briten innerhalb der nächsten sechs Wochen raus, ob mit jahrelang erarbeiteten Deal, ohne Deal, oder in B-Mitgliedschaft à lassen Norwegen.

Oder sie bleiben länger, dann gibt es für mich nur einen einzigen akzeptablen Verlängerungszeitraum, eine volle Legislaturperiode, mit allen Rechten und Pflichten, mit allen Kosten und Bezügen, mit allen Beschlüssen und deren Umsetzung.

Es kann und darf nicht sein, dass ein Mitgliedsstaat im Abschiedsmodus mitbestimmt, aber nicht mitträgt.
Angesichts des britischen Chaos würde ich, könnte ich es ;) , anregen, den Artikel zum Austritt in Punkto Zeitraum neu formulieren.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Fr 15. Mär 2019, 08:39

Kölner1302 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 08:25)

Lt Morgenmagazin (Interview mit David Mc Allister, Ministerpräsident von Niedersachsen) beantragt Frau May die Verschiebung des Brexit, wenn ihr Deal zum 3. Mal abgelehnt wird für Jahre.

Wenn die EU zustimmt, setzt sie sich über Jahre britischen Erpressungsversuchen aus. Nach dem Moto: Wenn Ihr nicht so wollt wie wir, dann treten wir jetzt sofort ohne Abkommen aus - worauf GB immer mehr vorbereitet sein dürfte, was aber auch erhebliche Schäden in der europäischen Wirtschaft hinterlasssen dürfte. Auf Dauer wird die Verhandlungsposition der Briten stärker und die der Europäer entsprechend schwächer.
Das Unterhaus hat doch erst vorgestern beschlossen dass es einen Brexit ohne Abkommen (also einen harten Brexit) nicht geben wird. Damit kann GB also nicht drohen.
Ich meine anstelle der langfristigen Verschiebung mus Frau May den Exit vom Brexit beantragen. GB kann das Verfahren dann ja wieder neu beantragen, dann kommt 2 Jahre später wieder der Brexit.
Wir waren uns gestern hier im Forum nicht einig ob das überhaupt möglich ist. Den Austrittsantrag einseitig zurückziehen ist (abgedeckt durch ein Urteil des EuGH) problemlos möglich, die Frage ist aber ob GB 1 Tag später bereits wieder einen Austrittsantrag stellen kann.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kölner1302 » Fr 15. Mär 2019, 08:51

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 08:39)

Das Unterhaus hat doch erst vorgestern beschlossen dass es einen Brexit ohne Abkommen (also einen harten Brexit) nicht geben wird. Damit kann GB also nicht drohen.


Diese Entscheidung war aber nicht rechtlich bindend.

Und: Die Titanic wartet noch vor dem Eisberg... Sie kann wieder Fahrt aufnehmen ...
Wenn das Unterhaus keinem Abkommen zustimmt dann kommt der No-Deal-Brexit aufgrund der EU-Verfassung automatisch.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Fr 15. Mär 2019, 08:51

JJazzGold hat geschrieben:(15 Mar 2019, 08:31)

Es kann und darf nicht sein, dass ein Mitgliedsstaat im Abschiedsmodus mitbestimmt, aber nicht mitträgt.
Es gibt doch bereits eine Liste von Entscheidungen bei denen die neu gewählten britischen Europaparlamenarier nicht abstimmen dürfen. Z. B. bei der Ernennung des zukünftigen Kommissionspräsidenten oder beim EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027. Das Thema im Abschiedsmodus mitbestimmen aber nicht mittragen sollte sich also in den Griff bekommen lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Europa2050 » Fr 15. Mär 2019, 08:58

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 08:39)

Das Unterhaus hat doch erst vorgestern beschlossen dass es einen Brexit ohne Abkommen (also einen harten Brexit) nicht geben wird. Damit kann GB also nicht drohen.
Wir waren uns gestern hier im Forum nicht einig ob das überhaupt möglich ist. Den Austrittsantrag einseitig zurückziehen ist (abgedeckt durch ein Urteil des EuGH) problemlos möglich, die Frage ist aber ob GB 1 Tag später bereits wieder einen Austrittsantrag stellen kann.


Soweit ich weis, war aber die EuGH-Entscheidung an einen Parlamentsbeschluss zur Rücknahme gebunden.
Damit entsteht dem Londoner Kindergarten folgendes Dilemma:

Ein Kombibeschluss Rücknahme/sofortiger Neuaustritt würde vermutlich vom EuGH als offensichtlicher Gestaltungsmissbrauch verworfen.
Ein Beschluss nur Rücknahme ist in London nicht mehrheitsfähig.

Meine Meinung: Der Hard-Brexit rückt immer näher und die meisten britischen Politiker spielen Beamtenmikado - wer sich zuerst bewegt, verliert.

Jeder glaubt, sein Airbag rette ihn und die anderen, inklusive der Bevölkerung sind ihm egal.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon JJazzGold » Fr 15. Mär 2019, 09:15

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 08:51)

Es gibt doch bereits eine Liste von Entscheidungen bei denen die neu gewählten britischen Europaparlamenarier nicht abstimmen dürfen. Z. B. bei der Ernennung des zukünftigen Kommissionspräsidenten oder beim EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027. Das Thema im Abschiedsmodus mitbestimmen aber nicht mittragen sollte sich also in den Griff bekommen lassen.


Nein, das lässt sich rechtlich nicht in den Griff bekommen. Eine Welle von Klagen wäre die Folge.
Ganz zu schweigen davon, dass ein limitierter Zeitraum parlamentarischer Anwesenheit und Mitgestaltung dem EU Bürger nicht vermittelbar wäre.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Fr 15. Mär 2019, 10:00

Europa2050 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 12:48)

Aber eben auch nur mit halbem Arsch. Corbyn hat in der Situation auch total versagt. Ihm ging es nie um die beste Lösung für UK, sondern darum, PM zu werden. Für mich der Mustertyp von „Sozialismus predigen, Egoismus leben“.



Das ist nur einen Teil der Wahrheit. PM May hat auch nie wirklich versucht auf Corbyn zu zugehen. Sie mus in diesem Falle selbst fürchten dass die Tories sich aufspalten.
Sie versucht was sie kann um den Laden beisammen zu halten. Mit Corbyn reden wäre für einige Tories einen Grund sie rauszuschmeissen oder selbst die Partei zu verlassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Fr 15. Mär 2019, 10:02

JJazzGold hat geschrieben:(15 Mar 2019, 09:15)

Nein, das lässt sich rechtlich nicht in den Griff bekommen. Eine Welle von Klagen wäre die Folge.
Ganz zu schweigen davon, dass ein limitierter Zeitraum parlamentarischer Anwesenheit und Mitgestaltung dem EU Bürger nicht vermittelbar wäre.


Ich befürchte man müsste dann Neuwahlen auf EU-Ebene abhalten.... Nach dem endgültigen Brexit.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Fr 15. Mär 2019, 10:11

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 08:39)
Das Unterhaus hat doch erst vorgestern beschlossen dass es einen Brexit ohne Abkommen (also einen harten Brexit) nicht geben wird. Damit kann GB also nicht drohen.


Wissen sie, wenn das Unterhaus dem Vertrag nicht zustimmt hat man einen Brexit ohne Abkommen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon JJazzGold » Fr 15. Mär 2019, 10:17

garfield336 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 10:02)

Ich befürchte man müsste dann Neuwahlen auf EU-Ebene abhalten.... Nach dem endgültigen Brexit.


Ein interessanter Gedanke. Inwieweit ist zulässig, nach einem Zeitpunkt x demokratisch gewählte Parlamentarier zu einem weiteren Zeitpunkt x inmitten einer Legislaturperiode zu entfernen. Darüber müsste man sich bereits Gedanken im Zuge der Brexit Regularien Gedanken gemacht haben, aber da müsste ich erst nachlesen. Ein Punkt der meines Erachtens für meine Vorstellung, einen Exitstaat nur in einem Zeitraum von vier bis zwei Monaten vor Ende einer Legislaturperiode gehen zu lassen, spricht. Wenn bis dahin kein Deal steht, dann wird automatisch die Mitgliedschaft um eine Legislaturperiode verlängert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Europa2050 » Fr 15. Mär 2019, 10:27

JJazzGold hat geschrieben:(15 Mar 2019, 10:17)

Ein interessanter Gedanke. Inwieweit ist zulässig, nach einem Zeitpunkt x demokratisch gewählte Parlamentarier zu einem weiteren Zeitpunkt x inmitten einer Legislaturperiode zu entfernen. Darüber müsste man sich bereits Gedanken im Zuge der Brexit Regularien Gedanken gemacht haben, aber da müsste ich erst nachlesen. Ein Punkt der meines Erachtens für meine Vorstellung, einen Exitstaat nur in einem Zeitraum von vier bis zwei Monaten vor Ende einer Legislaturperiode gehen zu lassen, spricht. Wenn bis dahin kein Deal steht, dann wird automatisch die Mitgliedschaft um eine Legislaturperiode verlängert.


Das wäre doch eine schöne Einleitung für das Buch:
„Horrorgeschichten für den *.xiteer“.

Etwas Entscheiden? Kaltes Grauen!

Und nachdem die Engländer ja nie etwas entscheiden, könnte der Brexit dann an jenem extrakalendarischen Tag d stattfinden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon JJazzGold » Fr 15. Mär 2019, 10:43

Europa2050 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 10:27)

Das wäre doch eine schöne Einleitung für das Buch:
„Horrorgeschichten für den *.xiteer“.

Etwas Entscheiden? Kaltes Grauen!

Und nachdem die Engländer ja nie etwas entscheiden, könnte der Brexit dann an jenem extrakalendarischen Tag d stattfinden.


Jetzt bin ich ein wenig beleidigt.
Da versuche ich eine pragmatisch logische, allen demokratischen Anforderunge gerecht werdende zukünftige Lösung für einen Exit zu entwerfen, die sowohl den Bedürfnissen des Exeteers, als auch denen der EU und des demokratisch gewählten EU Parlaments gerecht wird und du verbuchst das nonchalent unter Horrorgeschichte.

Aus Fehlern lernt man, weshalb sollte man ergo nicht auch aus den Fehlern der Brexitregelung lernen und wann wäre ein Moment geeigneter, als der Zeitpunkt direkt nach dem vollzogenen Brexit, um von allen verbliebenen EU Mitgliedsstaaten Zustimmung zu einer Neuregelung zu bekommen, wenn sie sich noch im Trauma des britischen Exits befinden?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Fr 15. Mär 2019, 10:54

garfield336 hat geschrieben:(15 Mar 2019, 10:11)

Wissen sie, wenn das Unterhaus dem Vertrag nicht zustimmt hat man einen Brexit ohne Abkommen.
Das ist schon klar. Es ging darum mit einem harten Brexit drohen zu können, obwohl das Unterhaus den Austritt ohne Abkommen in einer Abstimmung ausgeschlossen hat. Das eine passt mit dem anderen ja nicht zusammen.

May wird die verbleibende Zeit bis zur 3. Abstimmung dazu nutzen die in Frage kommenden Tory-Abgeordneten weichzukochen. Wo bleibt die verbale Unterstützung der EU, konkret von Juncker?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Europa2050 » Fr 15. Mär 2019, 10:54

JJazzGold hat geschrieben:(15 Mar 2019, 10:43)

Jetzt bin ich ein wenig beleidigt.
Da versuche ich eine pragmatisch logische, allen demokratischen Anforderunge gerecht werdende zukünftige Lösung für einen Exit zu entwerfen, die sowohl den Bedürfnissen des Exeteers, als auch denen der EU und des demokratisch gewählten EU Parlaments gerecht wird und du verbuchst das nonchalent unter Horrorgeschichte.

Aus Fehlern lernt man, weshalb sollte man ergo nicht auch aus den Fehlern der Brexitregelung lernen und wann wäre ein Moment geeigneter, als der Zeitpunkt direkt nach dem vollzogenen Brexit, um von allen verbliebenen EU Mitgliedsstaaten Zustimmung zu einer Neuregelung zu bekommen, wenn sie sich noch im Trauma des britischen Exits befinden?


Ja für den normal denkenden Menschen klingt das schon logisch.

Aber Menschen damit zu konfrontieren, dass Ablehnungen und Nicht-Entscheidungen Folgen haben, das macht doch das ganze Geschäftsmodell jeglicher Art von Populisten kaputt.

Aber ich seh schon, da fehlt Dir wieder jede Art von Empathie für diese armen Menschen und ihr schweres komplexbeladenes Leben.

Richtig! :thumbup:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon unity in diversity » Fr 15. Mär 2019, 11:04

Vom 23. Mai bis zum 26. Mai sind Europawahlen. Wenn die Briten zu dieser Zeit noch in der EU sind, müssen sie teilnehmen.
Anschließend wäre bis zum Austritt, bzw. Rausschmiß sicher eine Schamfrist einzuhalten. Wie lange?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 15. Mär 2019, 11:06

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2019, 06:07)


Für die Unabhängigkeit Großbritanniens von der EU verspräche die Annahme des May-Deals nur einen kurzfristigen Zeitgewinn.


GB war als EU Mitglied eine unabhaengige Nation genauso wie alle anderen EU Staaten. Die Mitgliedschat in einer europaeischen Gemeinschaft ohne Grenzen fuer ihre Bewohner, ohne Barrieren fuer den Handel und mit einer gemeinsamen Politik zur Gewaehrleistung der demokratischen Werte und gegen alle die Europa und ihrer Nationen nicht wohlgesonnen sind ist auch fuer die UK von mehr Vorteil als Nachteil. Aber die Nationalisten und ewrig gestrigen die noch an ein Britisch Empire glauben (das schon lange Geschichte ist) woollen die Uhr zurueckdrehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 15. Mär 2019, 11:13

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(15 Mar 2019, 11:06)

GB war als EU Mitglied eine unabhaengige Nation genauso wie alle anderen EU Staaten. Die Mitgliedschat in einer europaeischen Gemeinschaft ohne Grenzen fuer ihre Bewohner, ohne Barrieren fuer den Handel und mit einer gemeinsamen Politik zur Gewaehrleistung der demokratischen Werte und gegen alle die Europa und ihrer Nationen nicht wohlgesonnen sind ist auch fuer die UK von mehr Vorteil als Nachteil. Aber die Nationalisten und ewrig gestrigen die noch an ein Britisch Empire glauben (das schon lange Geschichte ist) woollen die Uhr zurueckdrehen.


Genauso ist es :thumbup: es ist die nostalgische Sehnsucht nach dem British Empire die auch als Motive für den Brexit eine Rolle gespielt hat , eine Zeit allerdings die so nicht wieder kommen wird ( warum sich sie Briten da selbst was Vormachen und belügen ist mir ein Rätsel) währenddessen droht an einer weiteren Front für United Kingdom Ungemach die Schotten bzw. schottischen Nationalisten wollen auch raus allerdings nicht aus der EU sondern aus UK. Womöglich wird Großbritannien bald gar nicht mehr so " GROß" sein.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Fr 15. Mär 2019, 11:18

Alexyessin hat geschrieben:(15 Mar 2019, 07:54)

Noin, das ist korrekt.
Nicht nur wirtschaftlich gesehen totaler Dummfug, sondern eben auch die Mentalitätsfrage. :thumbup:


Gerade von der Mentalitätsfrage her brauchen wir die ja nicht! :thumbup:
Memento mori
-Römisches Sprichwort

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