EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Der Neandertaler
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 7. Mär 2015, 20:24

Hallo BozZzer.
BozZzer hat geschrieben:Guten Abend,

Ich habe mal ein paar Fragen zum Thema "Großbritannien Austritt aus der EU".
Mir stellt sich jedesmal, wenn ich auf dieses Thema stoße, die Frage ob ein Austritt Großbritanniens aus der EU nicht verkraftbar wäre für die Europäische Union? Wären die Defizite für den Europäischen Binnenmarkt etc. wirklich so gravierend? Hätte Großbritannien nicht viel größere Probleme bei einem Austritt (Wirtschaftlich etc.) als evtl. die Union?

Und wenn Großbritannien wirklich so davon überzeugt ist austreten zu müssen, was hält sie dann überhaupt noch in der EU?
In welchen Maße profitieren Großbritannien und die EU überhaupt voneinander?

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, würde mich über ein paar Antworten freuen.
Vielen Dank schon mal im voraus.
LG BozZzer
Die Europäische Union ist zwar primär als eine Wirtschaftsunion aufgebaut, allerdings ist die EU seit jeher eine politische Idee. Von daher ist die Frage nach der wirtschaftlichen Verkraftbarkeit eines Austritts Großbrittaniens weniger von Bedeutung, sondern eher die, ob ein Austritt auch gewollt ist ...politisch gewollt. Wirtschaftlich gesehen mag zwar Großbrittanien recht eng innerhalb der Union eingebunden sein ... eng verflochten sein, allerdings kann dies ebenso durch bilaterale Verträge sichergestellt werden - s.: Schweiz.

Großbrittanien hat meistens eher mit einem Austritt gedroht, weil es um die politische Wirkung weiß.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Odin1506 » Sa 7. Mär 2015, 20:41

Theo Strabe » Sa 7. Mär 2015, 11:25 hat geschrieben:
Es geht nicht ums Trockenlegen, denn das Finanzwesen, das sich in den letzten 500 Jahren entwickelt hat, hat wesentlich zum Wohlstand beigetragen, den wir heute genießen dürfen. Das Problem der Londoner City ist das permanente Hochwasser, was die Realwirtschaft überschwemmt und schwer beschädigt. Wir brauchen Banken. Aber wir brauchen auch vernünftige Pegelstände. Das Finanzwesen darf kein Selbstzweck werden, um sich dauerhaft an den restlichen Wirtschaftbranchen zu bereichern.


Das Finanzwesen, was sich in den letzten 200 Jahren entwickelt hat, hat die grössten Finanzkrisen hervor gebracht.
Und genau das ist passiert, das Finanzwesen der heutigen Zeit ist maßlos. Die Banken werden mit Steuergeldern gerettet, anstatt sie Bankrott gehen zu lassen, und der Staat geht sich dann bei diesen Banken Geld leihen und zahlt dafür auch noch Zinsen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Zweiundvierzig » So 8. Mär 2015, 01:49

BozZzer » Di 27. Jan 2015, 20:40 hat geschrieben:Guten Abend,

Ich habe mal ein paar Fragen zum Thema "Großbritannien Austritt aus der EU".
Mir stellt sich jedesmal, wenn ich auf dieses Thema stoße, die Frage ob ein Austritt Großbritanniens aus der EU nicht verkraftbar wäre für die Europäische Union? Wären die Defizite für den Europäischen Binnenmarkt etc. wirklich so gravierend? Hätte Großbritannien nicht viel größere Probleme bei einem Austritt (Wirtschaftlich etc.) als evtl. die Union?

Und wenn Großbritannien wirklich so davon überzeugt ist austreten zu müssen, was hält sie dann überhaupt noch in der EU?
In welchen Maße profitieren Großbritannien und die EU überhaupt voneinander?

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, würde mich über ein paar Antworten freuen.
Vielen Dank schon mal im voraus.
LG BozZzer


Wichtig ist, dass der innere Kreis (Kerneuropa ==> Mitgliedschaft in Eurozone, Schengen und NATO/Eurokorps) zusammenhält. Mit dem Rest könnte durchaus flexibler verhandelt werden. GB im Falle eines Austritts gänzlich vom Binnenmarkt auszuschließen, wäre nicht ökonomisch sinnvoll und liefe i.E. auf Schadensbegrenzung statt -vermeidung hinaus. Mit der Schweiz wird ja auch diesbezüglich verhandelt, obwohl sie sich mittlerweile anschickt, Bestenauslese unter den bereits herausgepickten Rosinen zu betreiben.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » So 8. Mär 2015, 14:31

frems » Sa 7. Mär 2015, 19:56 hat geschrieben:Erstmal abwarten. Vielleicht gewinnt demnächst ja Labour und sorgt für etwas Bildung auf der Insel. Dann ist der kindische Anti-Europa-Kampf auch wieder halbwegs vergessen. Die Vorurteile, die dort auf der Insel salonfähig wurden, sind ja größtenteils den Konservativen zuzuschreiben und nicht den Europagegnern um Farages UKIP.


Ich spreche von seinem Empire. War ja auch so etwas wei eine EU. Hätte sie mal lieber die Transformation vom Empire zum Commonwealth besser zu ihren Gunsten gestalltet.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » So 8. Mär 2015, 17:02

Helmuth_123 » So 8. Mär 2015, 14:31 hat geschrieben:
Ich spreche von seinem Empire. War ja auch so etwas wei eine EU. Hätte sie mal lieber die Transformation vom Empire zum Commonwealth besser zu ihren Gunsten gestalltet.

Nö, das waren einfach Kolonien und keine demokratischen Wertegemeinschaften, die aus Eigeninteresse kooperierten. Mit "hätte, hätte, Fahrradkette" ist nichts zu holen. Auch mal nach vorne schauen, Genosse.
Labskaus!

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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » So 8. Mär 2015, 18:57

frems » So 8. Mär 2015, 17:02 hat geschrieben:Nö, das waren einfach Kolonien und keine demokratischen Wertegemeinschaften, die aus Eigeninteresse kooperierten. Mit "hätte, hätte, Fahrradkette" ist nichts zu holen. Auch mal nach vorne schauen, Genosse.


Du weißt doch, dass Du mit Demokratie bei mir keinen Blumentopf gewinnst. Das Britische Empire hatte bestimmt auch Werte, nicht unbedingt die der EU. Aber die britische Politik verfolgte zu seiner Zeit die "Balance of Power" in London wollte man Ordnung und Frieden auf dem Kontinent. Also doch so ähnlich wie die EU, nur in einem andere Rahmen.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » So 8. Mär 2015, 19:04

Helmuth_123 » So 8. Mär 2015, 18:57 hat geschrieben:
Du weißt doch, dass Du mit Demokratie bei mir keinen Blumentopf gewinnst. Das Britische Empire hatte bestimmt auch Werte, nicht unbedingt die der EU. Aber die britische Politik verfolgte zu seiner Zeit die "Balance of Power" in London wollte man Ordnung und Frieden auf dem Kontinent. Also doch so ähnlich wie die EU, nur in einem andere Rahmen.

Als wenn ich für die Demokratie werben würde, Genosse, so weit kommt's noch. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es ein kleiner Unterschied ist (natürlich relativ), ob man sich mit Gewehren eine Kolonie schnappt oder ob man sich in einem Bündnis zusammenschließt. Zudem glaub ich nicht, daß England die Mittel hat, um Indien nochmal zu besetzen inkl. Pakistan.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » So 8. Mär 2015, 19:08

frems » So 8. Mär 2015, 19:04 hat geschrieben:Als wenn ich für die Demokratie werben würde, Genosse, so weit kommt's noch. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es ein kleiner Unterschied ist (natürlich relativ), ob man sich mit Gewehren eine Kolonie schnappt oder ob man sich in einem Bündnis zusammenschließt. Zudem glaub ich nicht, daß England die Mittel hat, um Indien nochmal zu besetzen inkl. Pakistan.


Ja daran sie aber selbst Schuld, wie alle Europäer. Wir haben uns auf unseren kleinen Halbkontinent zurückgezogen. :|
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Mi 6. Mai 2015, 18:05

Helmuth_123 » So 8. Mär 2015, 20:08 hat geschrieben:
Ja daran sie aber selbst Schuld, wie alle Europäer. Wir haben uns auf unseren kleinen Halbkontinent zurückgezogen. :|

Muß ja nicht so bleiben. :p

Ein Beitrag von Guy Verhofstadt zum Thema "Brexit", das im Rahmen der bevorstehenden Wahl immer wieder in den Raum geworfen wird.

An EU for ‘full’ members only

Let us renegotiate the European treaty, as the Brits want. But no more senseless games after that.

http://www.politico.eu/article/an-eu-fo ... bers-only/
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Do 7. Mai 2015, 10:09

Achja, wenn wir schon das schöne Politik-Magazin "politico" hatten, dann nochmal ein Gastbeitrag im Debatten-Blatt "The European" von keinem geringeren als Nigel Farage:

Ich will mein Land zurück

Wenn wir statt Klein- wieder Großbritannien sein wollen, müssen wir die EU verlassen.

http://www.theeuropean.de/nigel-farage/ ... u-austritt
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon happySchland » Do 7. Mai 2015, 16:03

Interview mit Bert Van Roosebeke, Centrum für Europäische Politik, zur Bedeutung der britischen Wahl für Europa:
http://www.deutschlandfunk.de/wahl-in-g ... _id=319196

Kurzfassung: Ein Austritt Großbritaniens ist in keiner Weise auch nur in Sicht. UKIP's ca. 15% übersetzten sich Dank Mehrheitswahlrecht nicht in Sitze.
Das geplante Referendum würde deutlich zugunsten eines Verbleibs ausgehen.
Viel Wind um nichts.
Bitte keine Wörter in den Mund legen und beim Thema bleiben.
Vielen Dank!
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Teamchef » Do 7. Mai 2015, 16:15

happySchland » Do 7. Mai 2015, 18:03 hat geschrieben:Interview mit Bert Van Roosebeke, Centrum für Europäische Politik, zur Bedeutung der britischen Wahl für Europa:
http://www.deutschlandfunk.de/wahl-in-g ... _id=319196

Kurzfassung: Ein Austritt Großbritaniens ist in keiner Weise auch nur in Sicht. UKIP's ca. 15% übersetzten sich Dank Mehrheitswahlrecht nicht in Sitze.

Beim Referendum gibts kein Mehrheitswahlrecht.
Das geplante Referendum würde deutlich zugunsten eines Verbleibs ausgehen.
Viel Wind um nichts.

Ja, jetzt. Im Januar 2015 sah es noch anders aus. Wer kann ein Ergebnis für 2017 vorhersagen ? Richtig. Keiner.

Weder Tories noch UKIP sind großartig der EU zugeneigt, Ihr Potential reicht allemal aus für einen Austritt - erst recht wenn Cameron kein DEAL gelingt.

Im Wahlkampf hat das Referendum tatsächlich keine große Rolle gespielt.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Di 12. Mai 2015, 08:51

2016 soll's nun schon werden. Man hat sich wohl damit arrangiert, daß es im Hauruckverfahren keine großen Reformen gibt, nachdem man selbst kleinere Änderungen über viele Jahre torpedierte.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Di 12. Mai 2015, 23:36

Wenn aber Großbritannien die EU verlassen sollte, dann wäre das nur der letzte Schritt einer Entfremdung, die schon in den Achtzigerjahren unter Margaret Thatcher ihren Anfang nahm, über die Briten-Klausel im Maastrichter Vertrag fortgesetzt wurde und dann in die Entscheidung mündete, dem Euro nicht beizutreten. Die zu fällende Entscheidung ist daher auch nicht so binär, wie sich das zunächst anhört. Das Referendum gibt den Briten die Wahl zwischen dem äußeren Rand eines inneren europäischen Zirkels und dem inneren Rand eines äußeren Zirkels. Politisch und ökonomisch wird sich überraschend wenig ändern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 33147.html

Die Möglichkeiten einer Insel

Wenn Großbritannien aus der EU austritt, wird es kein Großbritannien mehr geben – spätestens dann werden die Schotten rebellieren.

http://www.theeuropean.de/polly-toynbee ... oskeptiker

Osborne hopes that delivering in the EU renegotiation will earn him the respect of the Tory’s Euroskeptic right, and help win Cameron’s promised referendum to stay in Europe.

Cameron and Osborne sense momentum, which is why they are talking about moving the referendum forward to 2016. The scale of their election victory has already brought the Euroskeptic and europhile wings of the party closer together.

http://www.politico.eu/article/osborne- ... otiations/

Gemunkelt wird, daß es schon im Juli 2016 so weit sein könnte. Nennenswerte Verhandlungen oder gar größere Reformen wird es bis dahin aber nicht geben. Viele EU-Vertreter machten auch klar, daß es nicht sinnvoll ist, nun alle Kapazitäten auf eine schnelle Reform nach britischen Wünschen zu bündeln, wenn die Briten anschließend möglicherweise trotzdem aussteigen. Nebenbei kündigte Cameron schon an, daß die Schotten kein neues Referendum abhalten dürfen, falls die Briten austreten und sich damit die Rahmenbedingungen völlig ändern:

Cameron schließt weiteres Schottland-Referendum aus

Der britische Premierminister hat sich gegen eine neue Abstimmung zur Unabhängigkeit Schottlands ausgesprochen. "Es wird kein weiteres Referendum geben", sagte er.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... referendum
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Teamchef » Di 12. Mai 2015, 23:56

All die Schotten die am 18. September 2014 für ein unabhängiges Schottland gestimmt haben, waren sich doch bewusst darüber, das ein unabhängiges Schottland langfristig nicht in der EU sein wird.

Insofern finde ich die Forderungen die aufkommen, steigt GB aus der EU, wollen die Schotten ein neues Referendum ziemlich armselig.

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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Di 12. Mai 2015, 23:58

Teamchef » Di 12. Mai 2015, 23:56 hat geschrieben:All die Schotten die am 18. September 2014 für ein unabhängiges Schottland gestimmt haben, waren sich doch bewusst darüber, das ein unabhängiges Schottland langfristig nicht in der EU sein wird.

Insofern finde ich die Forderungen die aufkommen, steigt GB aus der EU, wollen die Schotten ein neues Referendum ziemlich armselig.

:x

Wieso sollte Schottland im Falle der Unabhängigkeit nicht langfristig in die EU kommen? :?:
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Katenberg » Di 12. Mai 2015, 23:59

frems » Di 12. Mai 2015, 23:58 hat geschrieben:Wieso sollte Schottland im Falle der Unabhängigkeit nicht langfristig in die EU kommen? :?:


Wäre auf lange Sicht unsinnig, sich erst unabhängig zu machen und dann diese Unabhängigkeit wieder abzugeben.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Teamchef » Mi 13. Mai 2015, 00:01

frems » Mi 13. Mai 2015, 01:58 hat geschrieben:Wieso sollte Schottland im Falle der Unabhängigkeit nicht langfristig in die EU kommen? :?:

Barroso: Schottland kaum Chancen auf EU-Beitritt
http://kurier.at/politik/eu/barroso-schottland-kaum-chancen-auf-eu-beitritt/51.623.572
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Katenberg » Mi 13. Mai 2015, 00:04



Die Prämisse dahinter ist aber der Verbleib des Königreichs in der EU.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Mi 13. Mai 2015, 00:05


Naja, der zweite Absatz sagt es ja:

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso macht den Schotten wenig Hoffnung auf einen Verbleib in der Europäischen Union, sollte das Referendum tatsächlich mit "Ja" enden. Dem EU-Beitritt eines neuen Landes müssten nämlich alle anderen Mitgliedstaaten zustimmen - also auch Großbritannien, das vehement gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Regionalregierung in Edinburgh opponiert.


Es ging um den Verbleib in der EU als neues Mitglied. Großbritannien -- bzw. England -- wird nach einem Brexit dies aber nicht blockieren können.
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